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Autor: Hahn, Sebastian

Technischer Leiter Michael Abt seit 25 Jahren im Unternehmen

Ein Vierteljahrhundert voller Engagement, Innovation und Teamgeist: Michael Abt, Leiter Elektrotechnik und Technischer Service, feierte am 1. Februar sein 25-jähriges Jubiläum bei der Aero-Lift Vakuumtechnik GmbH. Der langjährige Mitarbeiter ist nicht nur eine zentrale Säule des Unternehmens, sondern auch ein Vorbild für Beharrlichkeit, Leidenschaft und unermüdlichen Einsatz für zufriedene Kunden.

Anlässlich seines Jubiläums wurde Michael Abt von der Geschäftsleitung für seine langjährigen Verdienste um das Unternehmen geehrt. Katja Haak und Tobias Pauli überreichten dem Jubilar ein Geschenk und eine Urkunde, um ihm für sein Engagement und seinen wichtigen Beitrag zur Entwicklung von Aero-Lift zu danken. Sie lobten den unermüdlichen Einsatz von Abt, der maßgeblich zur Erfolgsgeschichte des Unternehmens beigetragen hat.

Cor Sitzmöbel

2024 feierte das Unternehmen 70 Jahre Erfolg und investierte in die Zukunft

Eine Reihe kontinuierlicher Unternehmenserfolge und eine starke Präsenz auf nationaler wie internationaler Bühne waren für Cor Sitzmöbel tonangebend im vorangegangenen Jahr. Wichtiger Meilenstein war die Inbetriebnahme der neuen Materiallagerhalle, die auf Grundlage der aktuell nachhaltigsten Energieeffizienzklasse EE 40 und mit einem Investitionsvolumen von etwa 6 Mio. Euro das größte Bauprojekt in der bisherigen Firmengeschichte ist. Nach über einem Jahr Bauzeit stehen nun fast 3.000 m² Lagerfläche für die Produktion in Rheda-Wiedenbrück zur Verfügung. Einzelne Zwischenlager sind nicht mehr nötig, denn die Halle ermöglicht die effiziente und bedarfsgerechte Zulieferung der Einzelkomponenten in die Produktionsbereiche ganz im Sinne der „Lean Factory“.

„Die Fertigstellung des neuen Zentrallagers ist schon ein besonderes Highlight – eine große Investition in die Zukunftsfähigkeit unseres Standortes“, betont Leo Lübke, geschäftsführender Gesellschafter Cor und fährt fort: „Seit sieben Jahrzehnten fertigen wir hier in Rheda-Wiedenbrück hochwertige Möbel made in Germany und wir sehen in den stetigen Investitionen die Chance, unsere Erfolgsgeschichte auch in den kommenden Jahrzehnten fortzuschreiben.“

Gezielte Impulse für die Zukunft setzen auch weitere Digitalisierungsprojekte wie die Einführung des neuen CRM-Systems sowie die finale Implementierung des PIM-Systems. Weiter ausbauen konnte Cor das Shop-in-Shop-Konzept der Cor Spaces. Neueröffnungen gab es bei Drifte in Moers, Meiser in Hanau und Cilo in Zutphen (NL). Das Second-Life-Programm CORever wurde als bestes Nachhaltigkeitsprojekt in der Kategorie Recycling mit dem Deutschen Award für Nachhaltigkeitsprojekte prämiert. Weitere Erfolgsmomente waren die Veröffentlichung des zweiten Nachhaltigkeitsberichtes für die Jahre 2022/23 sowie die Ehrung der Auszubildenden Luisa Kleinert zur bundesweit besten Polster- und Dekorationsnäherin.

Mit einem erfolgreichen Geburtstagsjahr im Rücken und einem klaren Fokus auf Zukunftsthemen startet Cor mit seinen 231 Mitarbeitenden positiv ins neue Geschäftsjahr – bereit, die Möbelbranche auch in den kommenden Jahren mitzugestalten

Haro Hamberger Firmensitz
Haro

Mit dem Nachhaltigkeitspass alle Zertifikate im Blick

Haro-Produkte sind immer eine gute Entscheidung für wohngesunde Wohnräume und das natürlich mit zertifiziertem Nachweis. Der neue Haro-Nachhaltigkeitspass, der ab sofort für Haro- Bodenbeläge verfügbar ist, macht das jetzt noch einfacher. Alle gängigen Zertifikate sind dort übersichtlich aufgelistet, sodass die Leistung des Produkts im jeweiligen Zertifizierungssystem auf einen Blick erkennbar ist. Das erleichtert die Entscheidung, ob ein Haro-Produkt für ein Bauvorhaben oder Renovierungsprojekt geeignet ist.  Der Nachhaltigkeitspass, der auf wissenschaftlicher Basis vom TFI Aachen erstellt wurde, benennt bereits auf der ersten Seite die jeweiligen Zertifizierungssysteme und gibt eine verbindliche Einschätzung, wie die benötigten Anforderungen erfüllt werden. So können Bauträger, Architekten oder Bauherren sicher sein, dass ihr Projekt den hohen Standards entspricht und welche Förderung dafür möglich ist.

Forte

Stabiles Ergebnis in einem schwierigen Jahr

In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2024/2025 (1. April 2024 bis zum 31. März 2025) beliefen sich die geschätzten konsolidierten Umsatzerlöse der Forte-Gruppe auf 772 Mio. PLN (entspricht 185,26 Mio. Euro). Das geschätzte konsolidierte EBIT für den analysierten Zeitraum (vom 1. April 2024 bis zum 31. Dezember 2024) belief sich auf 36 Mio. PLN (ca. 8,64 Mio. Euro), während das geschätzte konsolidierte EBITDA 77 Mio. PLN (ca. 18,48 Mio. Euro) betrug.

„Im Vergleich zum Vorjahr ist es uns gelungen, trotz eines fehlenden Anstiegs der Möbelverkäufe in den ersten drei Quartalen, bessere operative Ergebnisse zu erzielen. Dies ist das Ergebnis der umfangreichen Umstrukturierungs- und Reorganisationsmaßnahmen, die wir in den letzten zwei Jahren durchgeführt haben, um Forte an die veränderten Marktbedingungen anzupassen“, sagt Maria Florczuk, CEO der Forte-Gruppe.

Die gemeldeten Ergebnisse wurden von mehreren Faktoren beeinflusst, darunter der Verkauf von Span- und Möbelplatten aus der firmeneigenen Fabrik Tanne, was zu einer besseren Auslastung der Produktionskapazitäten führte. Zudem trugen zahlreiche Kosteneinsparungsprojekte sowie ein bewährtes Risikomanagement in Bezug auf Wechselkurse, das das Unternehmen seit Jahren erfolgreich anwende, zur Stabilität bei.

„Die Jahre 2022 bis 2023 gehörten zu den herausforderndsten in der Geschichte von Forte, sowohl in Bezug auf den Umsatz als auch auf die EBIT-Performance. Unter anderem mussten wir einen Kreditrestrukturierungsplan umsetzen, in dessen Rahmen wir entsprechende Vereinbarungen mit unseren finanzierenden Banken unterzeichnet haben“, kommentierte Florczuk. „Gemäß dieser Vereinbarungen haben wir uns verpflichtet, unsere Kredite in den nächsten drei Jahren systematisch abzubauen. Folglich sind die finanziellen Möglichkeiten von Forte weiterhin erheblich eingeschränkt. Konsequenterweise werden deshalb die Überschüsse, die wir durch unsere effiziente Wärheungssicherungspolitik seit 2008 erzielt haben, derzeit für die Kredittilgung und die Erfüllung unserer Vereinbarungen mit den Banken verwendet. In Zukunft werden wir mit diesen Mitteln verstärkt in Schlüsselbereiche investieren können.“

Der Hersteller startet mit innovativen Lösungen und Projekten ins kommende Jahr, die sich auf die führenden Trends für Möbel und Accessoires konzentrieren. Im Februar auf der Messe Meble Polska in Poznań und im April bei den Partnertage in Bad Salzuflen präsentiert Forte eine breite Palette neuer Kollektionen in verschiedenen Preissegmenten – maßgeschneidert für die Bedürfnisse von Kunden aus unterschiedlichen Märkten.

Zusätzlich haben Besucher die Gelegenheit, die neueste Marke „EasyKlix“ by Forte kennenzulernen, die durch ihre besonders einfache und schnelle Montagetechnik überzeuge.

„Dieses Jahr bringt weiterhin zahlreiche Herausforderungen im Zusammenhang mit den steigenden Rohstoffkosten und der Instabilität der globalen Lieferketten. Die Maßnahmen, die wir in den letzten Jahren ergriffen haben, wie tiefgreifende Kosteneinsparungen, verringerte Investitionen und eine Verringerung des Betriebskapitals sowie Investitionen in die Entwicklung unserer Produktpalette und Dienstleistungen, ermöglichen es uns jedoch, ein beständig stabiler Partner für unsere Kunden zu bleiben“, ergänzt Maria Florczuk.

Die Geschäftsleitung von Rotpunkt Küchen (v.l.): Andreas Wagner und Heinz-Jürgen Meyer (geschäftsführende Gesellschafter) sowie Sven Herden (Geschäftsführer Vertrieb und Marketing).
Rotpunkt Küchen

2,4 Prozent Umsatzrückgang – „100 Millionen Euro plus X“ für 2025 angepeilt

Noch zur Hausmesse im September 2024 berichtete Sven Herden, Geschäftsführer Vertrieb und Marketing von Rotpunkt, von einem erfreulichen Anstieg im Auftragseingang. Der konnte, wie das Unternehmen nun in einem Bericht zum vergangenen Geschäftsjahr mitteilte, den Umsatzrückgang 2024 nicht mehr ganz ausbremsen: Minus 2,4 Prozent verzeichnet der Küchenhersteller aus Bünde. Eine Zahl, die nach eigenen Angaben „hinter den Erwartungen“ des Unternehmens zurückbleibt.

Dennoch schneidet Rotpunkt damit im deutschlandweiten Branchenvergleich noch deutlich besser ab als der Durchschnitt. Insgesamt erwartet die Branche einen Umsatzrückgang von minus 7 Prozent bzw. minus 8,4 Prozent im Inland. Infolgedessen kann Rotpunkt seine Marktposition in den meisten relevanten Märkten jedoch halten und teilweise sogar ausbauen.

Umsatzeinbußen gehen v.a. auf Österreich und Schweiz zurück

Interessant ist, dass die Umsatzeinbußen auf nunmehr 97,5 Mio. Euro nicht auf den deutschen Absatzmarkt, sondern insbesondere auf Österreich, die Schweiz (schwankendes Objektgeschäft) und die Benelux-Staaten zurückzuführen ist. Neben einem beachtlichen, zweistelligen Umsatzplus im französischen Markt (bei ebenfalls zweistellig gewachsenem Umsatzvolumen) bleibt das Umsatzniveau in Deutschland, Skandinavien und UK stabil.

Andreas Wagner, geschäftsführender Gesellschafter von Rotpunkt Küchen, kommentiert das Ergebnis mit den Worten, dass das Wirtschaftsjahr 2024 aufgrund der schwierigen Gesamtlage des Küchenmarkts, des schwachen Neubaugeschäfts und der hohen Kreditzinsen differenziert betrachtet werden müsse. „Dass wir uns dennoch ein Stück weit von der Negativentwicklung des Gesamtmarktes abkoppeln konnten, ist positiv. Dennoch bleibt das Umsatzergebnis ausbaufähig“, so Wagner.

Wachstum in 2025 erwartet: Umsatzvision „100 Millionen plus X“

Besonders mit der Entwicklung in Österreich sei man unzufrieden, kommentiert Sven Herden – und das sowohl hinsichtlich Umsatz als auch Marktanteilen. Hier solle 2025 möglichst das Umsatzniveau von 2023 wieder erreicht werden. Die Umsatzerwartung im Gesamtmarkt sieht der Küchenbauer im laufenden Jahr bei „100 Millionen plus X“. Trotz weiterhin herausfordernder Rahmenbedingungen erwartet Rotpunkt ein leichtes Wachstum in Märkten wie Frankreich, Deutschland, Skandinavien und UK sowie eine stabile Seitwärtsentwicklung in Benelux.

Unbeirrt ob der herausfordernden Lage setzt das Unternehmen seine Modernisierung in Sachen Logistik, Maschinenpark und Digitalisierung weiter fort. Im Mittelpunkt steht der Bau eines neuen Logistik-Hubs am Standort Bünde, dessen Grundstein im März 2023 gelegt wurde. Das erste Hochregallager wird in diesen Wochen in Betrieb genommen.

Den Optimismus verliert Rotpunkt indes ohnehin nicht: Mit einem deutlich anziehenden Auftragseingang seit November 2024, der sich auch im Dezember fortsetzte, ist Rotpunkt Küchen laut eigenen Angaben „mit Rückenwind ins neue Jahr gestartet“.

Area 30

Erste namhafte Aussteller gesichert – Häfele neu mit dabei

Von einem „verlässlichen Hafen“ spricht der Veranstalter Trendfairs passenderweise, wenn es um seine Leitmesse Area30 im Rahmen der ostwestfälischen Küchenherbst- und Hausmessen geht: Zum 14. Mal findet das zentrale Messe-Event vom 20. bis 25. September 2025 am Standort Löhne statt. Zugesagt haben bereits zahlreiche namhafte Vertreter der Küchen-, Geräte- und Zubehörbranche, darunter Naber, Systemceram und Quooker, ebenso wie der Küchenatlas und der Küchentreff. Als „weltbekanntes Dickschiff“ bezeichnet Trendfairs die Unternehmensgruppe Häfele, die 2025 erstmals am „Hafen“ der Area30 anlegen will: Damit soll die starke Position bei Beschlags- und Schließsystemen untermauert und das Gespräch zu Küchenprofis und der Branche gesucht werden.

Fokus erstmals auch auf Schreinerei & Tischlerei

Wie wichtig der Austausch auf Augenhöhe im aktuell herausfordernden ökonomischen Fahrwasser ist, betonen die Aussteller selbst. So zitiert Trendfairs den Geschäftsführer von Systemceram, Kevin Göbel, mit den Worten: „Es zeigt sich jedes Jahr aufs Neue, welche Relevanz die Area30 für die Branche hat. (…) Wir treffen unsere Bestandskunden und können neue Geschäftskontakte generieren.“

Der Messeveranstalter selbst sagt, man wolle der Konjunkturschwäche mit dem Motto „Zukunft mit Beständigkeit, Zuversicht und Vision“ entgegentreten. Neben richtungsweisenden Innovationen umfasst das ebenso umtriebige Zusatzformate wie den „Future Talks“ oder die „Stage“, auf der Vorträge, Gesprächsrunden und Analysen präsentiert werden. Zusätzlich engagiere sich Trendfairs ab diesem Jahr spürbar um das so relevante Klientel der Schreiner/Tischler. „Welche Wichtigkeit diese Zielgruppe für den Küchenmarkt hat, sollte bekannt sein“, lässt der Veranstalter verlauten.

Das Netzwerken auf der Area30 wird durch zahlreiche Services, Shuttle-Dienste und ein durchdachtes Parkleitsystem erheblich vereinfacht. Als wichtiger Baustein im Messekalender dürfte die Area30 einmal mehr das zentrale Event der Branche sein, das Anlass zur Hoffnung gibt und wichtige Impulse für eine starke und widerstandsfähige Zukunft setzt.

Rolf Benz ist mit 91 Jahren verstorben.
Rolf Benz

Mit 91 Jahren verstorben

Ein Visionär des Möbeldesigns und Unternehmer mit Weitblick: Rolf Benz, einer der einflussreichsten Unternehmer und Gestalter der deutschen Möbelbranche ist tot. Er verstarb im Alter von 91 Jahren zuhause im Kreise seiner Familie, heißt es im Nachruf der Walter Knoll AG, die von seinem Sohn Markus Benz geführt wird.

Rolf Benz wurde 1933 in Nagold geboren und wuchs in einer Textileinzelhandelsfamilie auf. Nach einer prägenden Polstererlehre trat er zunächst in die Polstermöbelfabrikation seines Onkels ein. Dort entwickelte er schnell den Drang, Produkte und Strukturen neu zu denken. 1959 heiratete er seine große Liebe Hilde Benz, die fortan fest an seiner Seite stand. Im gleichen Jahr erfolgte die erste Stufe der Unternehmensgründung. 1964 setzte Rolf Benz dann neue Maßstäbe in der Möbelwelt.

Er prägte mit seinen Polstermöbeln eine neue Ära des Wohnens. „Ich spürte die Veränderungen in der Gesellschaft – es musste etwas Neues kommen“, erzählte er 2023 auf einem Strategie-Gipfel für Familienunternehmen. „Ja, es war in jeder Hinsicht eine Zeit des Neuanfangs. Die Möbel passten auch deshalb nicht mehr in die deutschen Wohnzimmer, weil das Fernsehen seinen Siegeszug antrat. Günstige Raumnutzung mit mehr Behaglichkeit und besserer Komfort waren jetzt genauso angesagt wie neues Design.“

Die Marke Rolf Benz wurde weltweit zum Synonym für hochwertige Möbel „Made in Germany“. Bis heute genießt die Marke Weltruf und steht für zeitlose Eleganz und handwerkliche Perfektion. „Unsere Kunden sagten oft: Ihr habt den Möbeln Seele gegeben“, erinnert sich Hilde Benz. Doch seine unternehmerische Vision reichte weit über die Gründung seines eigenen Unternehmens hinaus. Nach dem Verkauf von Rolf Benz übernahm er 1993 mit der Familie das traditionsreiche Unternehmen Walter Knoll, und legte damit den unternehmerischen Grundstein für die nächste Generation. „Mir war wichtig, die Familie weiter auf den Pfad des Unternehmertums zu bringen und das Wissen als Familienunternehmen weiterzutragen.“

Sein ältester Sohn Markus Benz führt seither Walter Knoll, die Enkelin Mara Benz ist als dritte Generation seit 2023 mit in der Geschäftsleitung und seine Tochter Barbara Benz führt die Möbelleidenschaft mit dem Einrichtungshaus Architare fort. Auch außerhalb der Möbelbranche haben seine zwei weiteren Söhne das Unternehmer-Gen geerbt, Hansulrich Benz als Architekt und Stefan Benz als Professor in der Chirurgie.

Die Philosophie von Rolf Benz war stets geprägt von einem klaren Verständnis für Ästhetik, Innovation und Handwerkskunst. Oft zitierte er dabei Theodor Heuss „Qualität ist das Anständige“. Diese Werte gab er an die nächste Generation weiter und sie bilden auch heute noch das Fundament dieser Marken. Diese Leitprinzipien hat er auch mit großer Leidenschaft in der Branche weitergegeben. Er war viele Jahre Vorsitzender der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel e.V. und stellvertretender Vorsitzender der Deutschen Polstermöbelindustrie. Sein Engagement für die gewerbliche Ausbildung wurde mit der Namensgebung zur Rolf-Benz-Gewerbeschule in seiner Heimatstadt Nagold geehrt. Für seine besonderen Leistungen erhielt Rolf Benz im Laufe seines Lebens verschiedene Auszeichnungen, wie 2008 das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland, und 2007 die Bürgermedaille der Stadt Nagold.

Bei Loddenkemper hat sich der Geschäftsbetrieb stabilisiert.
Loddenkemper

Geschäftsbetrieb stabilisiert

Am 20. November hatte Loddenkemper beim Amtsgericht Osnabrück die Einleitung des Regelinsolvenzverfahrens beantragt. Wie die Zeitung „Die Glocke“ berichtet, soll der Geschäftsbetrieb mittlerweile stabilisiert sein und „auch nach der offiziellen Eröffnung des Insolvenzverfahrens durch das Amtsgericht Osnabrück – voraussichtlich Anfang Februar – bis auf Weiteres fortgeführt werden“. Das habe der vorläufige Insolvenzverwalter des Unternehmens, Rechtsanwalt Dr. Malte Köster von der Kanzlei Willmer Köster aus Bremen, auf Anfrage des Blattes erklärt.

In den vergangenen Wochen habe Loddenkemper ein „umfangreiches Maßnahmenpaket“ umgesetzt. So könne nun auch nach der offiziellen Eröffnung des Insolvenzverfahrens weiter in Oelde gefertigt werden. Zu den Maßnahmen gehörten unter anderem „die Reduzierung von Material- und Mietkosten, Produktivitätsmaßnahmen in den Produktionsabläufen sowie neue Kundenvereinbarungen mit den Lizenz- und Verbandspartnern“, erläutert „Die Glocke“. Zudem sollen 45 der aktuell 161 Stellen abgebaut werden – überwiegend durch Pensionsregelungen und das Auslaufen befristeter Arbeitsverträge.

Trübe Aussichten für 2025 – „Effizienzwende“ gefordert

Deutliche Worte findet der Verband der Elektro- und Digitalindustrie ZVEI e.V. zum Auftakt seiner Jahrespressekonferenz: Die Branche leide unter „gravierenden Rückgängen“ bei allen relevanten Kennzahlen, die hohe Bürokratielast lähme den Wirtschaftsstandort Deutschland. Hinsichtlich KI und Digitalisierung verliere Europa den Anschluss an Amerika und China aufgrund übermäßiger Regularien – und die eigene Forschung und Entwicklung wandere ebenfalls zunehmend durch fehlende Investitionen ab. Es fehle an Mut, Kapital und Leistungsbereitschaft. Das aktuell noch robuste Beschäftigungsverhältnis dürfte sich, sofern es keinen politischen Gestaltungswillen gebe, in den kommenden Jahren drastisch verschlechtern. Die Stimmung sei düster. Und: Aktuell sei keine Trendumkehr für 2025 in Sicht.

Konkrete Zahlen: Produktion, Exporte

„Das vergangene Jahr war für die deutsche Elektro- und Digitalindustrie sehr schwierig“, erklärte ZVEI-Präsident Dr. Gunther Kegel. Konkret sei die preisbereinigte Produktion von Januar bis einschließlich November 2024 um über neun Prozent (- 9,3 %) eingebrochen. Gerechnet hatte der Verband noch im Herbst 2024 mit minus sieben Prozent.

Bei den nominalen Erlösen (einschließlich Dienstleistungen) verzeichnete die deutsche Elektro- und Digitalindustrie im gleichen Zeitraum ein Minus von 6,5 Prozent. Hochgerechnet auf das Gesamtjahr 2024 ergibt sich daraus ein Umsatz von etwa 223 Milliarden Euro – nach 238 Milliarden Euro im Jahr davor.

Die Elektro-Exporte gaben von Januar bis November 2024 um vier Prozent nach. Hier drehten alle wichtigen Absatzmärkte ins Minus, inklusive der beiden größten Märkte in China und den USA. Dennoch seien diese beiden Länder „unverzichtbar“.

Konkrete Zahlen: Beschäftigung

Fast schon überraschend sei für den Verband ZVEI, dass die Beschäftigung in der Branche mit rund zwei Prozent im Vergleich zum Vorjahr nur leicht zurückgegangen sei. Gut 892.000 Menschen seien in Deutschland in dem Sektor tätig. Aber: Viele Unternehmen hätten sich Mitte 2024 einen konjunkturellen Aufschwung erwartet und „nach dem Prinzip Hoffnung“ ihre Angestellten behalten, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Das habe sich nun zerschlagen. Für 2025 und die darauffolgenden Jahre sei daher damit zu rechnen, dass es weitere Entlassungswellen gebe. Obschon betriebsbedingte Kündigungen, laut Kegel, „das Dümmste [seien], was man machen könnte, nämlich das Kinde mit dem Bade ausschütten“, kämen einige Unternehmen aufgrund der harten finanziellen Einschnitte nicht mehr darum herum.

Trotzdem bleibe der Fachkräftemangel offenkundig. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass im Bereich Elektrotechnik rund 30% weniger Einschreibungen an Hochschulen und in Ausbildungsberufen vorgenommen würden. Der Verband ZVEI spricht sich daher deutlich für eine offene, demokratische Gesellschaft aus: „Wir brauchen Migration.“ Im Zuge dessen appellierte der Verband einmal mehr, zur Bundestagswahl zu gehen und Parteien der demokratischen Mitte zu wählen, die Deutschlands Wirtschaft entscheidend stärken und gestalten könnten – „nicht aber die AfD“.

Bürokratie: „Regulierungs-Tsunami“

„Immer deutlicher tritt zutage, dass die Probleme nicht nur konjunktureller, sondern auch struktureller Art sind“, hebt der ZVEI-Präsident hervor. „Der Industriestandort Deutschland ist überreguliert und zu teuer. Er behindert unternehmerische Initiative und hat an internationaler Wettbewerbsfähigkeit verloren.“ Kegel spricht sogar von einem „Regulierungs-Tsunami“, der Europa im Wettbewerb ersticke. Er warnt vor der drohenden „Verzwergung“ des hiesigen Wirtschaftsstandorts und kritisiert, Deutschland sei „zu behäbig, zu kompliziert, zu antriebslos“.

Passend zur Energiewende, die ebenfalls Gegenstand der Jahrespressekonferenz ist, fordert ZVEI auch eine Effizienzwende: „Nicht nur technologisch, sondern insbesondere auch politisch und regulatorisch. Weniger Bürokratie, mehr Freiheit für Unternehmergeist, mehr Raum für Innovationen“, fordert Kegel. Für 2025 geht der ZVEI davon aus, dass die reale Produktion weiter leicht um minus zwei Prozent nachgeben wird. „Um ein weiteres Rezessionsjahr zu vermeiden, muss die kommende Bundesregierung dringend handeln.“

Regierungskritik

Die Politik der Ampelparteien kritisieren Präsident Kegel und der vorsitzende Geschäftsführer Dr. Wolfgang Weber deutlich: So seien viele Probleme „politisch hausgemacht“; zunehmend träten nicht nur konjunkturelle, sondern auch strukturelle Schwächen zutage. Die Wahlprogramme seien fantasielos, der Industriestandort Deutschland gerate ins Rutschen.

Der Verband setzt auf frische und unmittelbare Impulse der neuen Bundesregierung, „am besten direkt morgen“. Weber ergänzt, die politische Regulatorik sei aus dem Ruder gelaufen. 13.000 neue EU-Regulierungen seien in den zurückliegenden fünf Jahren dazugekommen – in den USA im selben Zeitraum gerade einmal 3.000. Laut Normenkontrollrat liegen die Bürokratiekosten für die deutsche Wirtschaft bei über 65 Milliarden Euro jährlich: Geld, das für Investitionen und damit neue Wertschöpfung fehle.

Abschließende Worte

Versöhnliche Töne findet der Elektro- und Digitalindustrie-Verband am Ende doch noch: So stecke ungeheuer viel Potenzial in den drei Megatrends Elektrifizierung, Digitalisierung und Automatisierung. Elementar für neues wirtschaftliches Wachstum sei, das Investitionsklima zu verbessern, die Unternehmenssteuerbelastung auf ein international wettbewerbsfähiges Niveau abzusenken und die Stromsteuer auf den europäischen Mindestsatz zu minimieren.