Rekordumsatz trotz schwieriger Marktlage
Rotpunkt Küchen aus Bünde in Westfalen hat das Wirtschaftsjahr 2025 mit einem Umsatzplus von 6,25 Prozent abgeschlossen. Die Erlöse stiegen auf den neuen Höchstwert von 103,7 Millionen Euro. Das Wachstum gelang dem Unternehmen trotz Konsumzurückhaltung, schwacher Neubautätigkeit und internationaler Unsicherheiten.
Getragen wurde das Plus von gestiegenen Durchschnittswerten pro Küchenkommission, die deutlich über den moderat umgesetzten Preiserhöhungen lagen. Auch mengenmäßig verzeichnete Rotpunkt ein Wachstum von 2,3 Prozent. Die Umsatzzahlen umfassen Möbel und Ausstattung für Küchen, Hauswirtschaftsräume, Ankleidezimmer und Bäder – Elektrogeräte vertreibt das Unternehmen nicht.
Exportgeschäft bleibt tragende Säule
Die Exportquote liegt stabil bei 80 Prozent. Wichtigster Auslandsmarkt sind die Niederlande, wo Rotpunkt deutlich zulegen konnte. In Frankreich wurde das Vorjahresergebnis gehalten, in Großbritannien steht ein leichtes Plus in der Bilanz. Von beiden Märkten erwartet Vertriebsgeschäftsführer Sven Herden künftig wieder höhere Umsätze – aus Frankreich werden bereits signifikant gestiegene Auftragseingänge gemeldet.
Der skandinavische Markt mit den Schwerpunkten Dänemark und Norwegen liegt insgesamt im Plus, wobei besonders Dänemark stark abschnitt. Auch Österreich sieht das Unternehmen nach einem soliden Markteinstieg wieder auf Wachstumskurs. Parallel baut Rotpunkt seine Aktivitäten im Nahen Osten aus, wo das Objektgeschäft in Zusammenarbeit mit lokalen Partnern deutlich gewachsen ist.
50 Millionen Euro für Modernisierung
Seit Ende 2023 investiert Rotpunkt am Standort Bünde rund 50 Millionen Euro in einen neuen Logistik-Hub, den Maschinenpark und die Digitalisierung aller Unternehmensbereiche. Die geschäftsführenden Gesellschafter Andreas Wagner und Heinz-Jürgen Meyer sowie Geschäftsführer Sven Herden zeigten sich zufrieden mit dem Erreichen des Umsatzziels von „100 Millionen plus X”. Zum Jahresende beschäftigte das Unternehmen an beiden Standorten 374 Mitarbeitende – 300 in Bünde-Ahle und 74 in Preußisch-Oldendorf.
Ausblick: Umsatzziel bei 110 Millionen Euro
Für 2026 erwartet Rotpunkt eine Fortsetzung der herausfordernden Marktbedingungen. „Die Marktbedingungen sind weiterhin kein Selbstläufer”, sagte Herden. Das Umsatzziel für das laufende Jahr liegt bei 110 Millionen Euro. Dynamische Impulse sieht das Unternehmen vor allem auf den Exportmärkten, investiert aber weiterhin auch in den deutschen Markt, der seit Jahren proportional an Bedeutung gewinnt.









