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Autor: Hahn, Sebastian

Fachfrau für den Außendienst im Süden

Neuzugang beim Küchentreff: Jennifer Gruber hat seit dem 1. Januar 2025 die Regionalleitung Süd im Außendienst des Verbands übernommen. Sie betreut die Bundesländer Baden-Württemberg und Bayern, die bislang in den Zustandsbereich von Daniel Bezikofer fielen. Dieser hatte seinerseits die Vertriebsgesamtleitung im Juni 2024 übernommen.

Branchen- und vertriebsaffin

Jennifer Gruber ist mit der Küchenbranche nicht nur bestens vertraut, sondern blickt auch auf eine umfassende Expertise im Vertriebsgeschäft. Nach einer Ausbildung bei Electrolux Hausgeräte und einer ersten Position im Außendienst von Electrolux, heuerte sie später beim Haushaltswaren-Unternehmen Leifheit an. Zuletzt war Gruber als Key Accounterin bei der Firma Hisense Gorenje Deutschland tätig. Der Vertrieb sei die Aufgabe, die sie am meisten reize: „Mir gefällt die Dynamik und Vielseitigkeit in diesem Bereich und besonders die direkte Wirkung, die man durch gute Kommunikation und Problemlösungen auf Kundenbeziehungen hat.“

Ziel: Weiterentwicklung des Partnernetzwerks

Beim Küchentreff soll Jennifer Gruber nun vor allem Impulse zur aktiven Weiterentwicklung des Partnernetzwerkes im Süden setzen. Dafür seien langfristige Kundenbeziehungen wichtig: „Für mich sind Transparenz, Verlässlichkeit und gegenseitiges Vertrauen die Basis für eine erfolgreiche Zusammenarbeit“, sagt Gruber.

Daniel Borgstedt, der gemeinsam mit Marko Steinmeier die Geschäftsführung von Küchentreff bildet, lobt Jennifer Gruber als „echten Glücksgriff“. „An der Schnittstelle von Verband und aktuellen und zukünftigen Mitgliedern brauchen wir Menschen, die kommunikativ sind und für diese Aufgabe brennen“, sagt er.

CDU-Kanzlerkandidat Friedrich Merz
VHI

Friedrich Merz im Gespräch mit der Sauerländer Holzwerkstoff- und Holzpackmittelindustrie

Beim Gespräch mit CDU-Kanzlerkandidat Friedrich Merz in Brilon erläuterte die Sauerländer Holzwerkstoff- und Holzpackmittelindustrie ihre wirtschaftspolitischen Sorgen und unterbreitete Lösungsvorschläge, um die Wirtschaftskrise Deutschlands zu überwinden.

Sauerländer Mitgliedsunternehmen des VHI und des HPE mit Friedrich Merz am 19.1.2025 in Brilon v.l.n.r. erste Reihe: Friedrich Merz (Kanzlerkandidat CDU), Dr. Jan Bergmann (Präsident Verband der Deutschen Holzwerkstoffindustrie VHI), dahinter Dorothee Flötotto (Geschäftsführerin Sauerländer Spanplatten), Martin Ansorge (Geschäftsführer Egger Holzwerkstoffe), Holger Dzeia (Director Interprint), dahinter Anemon Strohmeyer (Geschäftsführerin Verband der Deutschen Holzwerkstoffindustrie VHI), Wolfgang Grauthoff (Geschäftsführer GRAUTHOFF Türengruppe), Jürgen Rademacher (Geschäftsführer Rademacher Paletten), Stefan Zinn (Chief Commercial Officer Pfleiderer Group), Marcus Kirschner (Geschäftsführer HPE Bundesverband Holzpackmittel)

„Wir sind hidden champions im ländlichen Raum, auch im Sauerland“, eröffnete der Präsident des Verbands der Deutschen Holzwerkstoffindustrie e.V. (VHI) Dr. Jan Bergmann das Gespräch. „Aber wir stehen unter Druck. Dabei haben wir die Erfolgsrezepte für effizientes Wirtschaften eigentlich in der Hand. Denn während in Brüssel und Berlin etwa noch über theoretische Modelle der Kreislaufwirtschaft debattiert wird, praktiziert die Holzwerkstoffindustrie sie jeden Tag, wird aber dabei durch Mikroregulatorik und Bürokratie massiv eingeschränkt. Anstatt uns auszubremsen, sollte man uns bitte einfach machen lassen.“ Die Industrie machte deutlich, dass es einer umfassenden Wirtschaftswende bedarf, um wieder wettbewerbsfähig zu werden – um bleiben zu können, denn das ist das, was die Unternehmen wollen: Auch wenn sich die Unternehmen der Holzwerkstoff- und Holzpackmittelindustrie unter heutigen Rahmenbedingungen weder im Sauerland noch in Deutschland ansiedeln würden – sie stehen zu ihren Standorten, zu den Regionen!

„Die Industrie treiben hohe Gestehungskosten etwa im Bereich der Energie und Chemie um. Sie plagen Rohstoffsorgen im Bereich Holz durch zunehmenden Konkurrenzdruck im Bereich Frischholz, Sägenebenprodukte und Altholz. Neue Formen der Holznutzung kommen auf den Markt und gleichzeitig werden weitere Nutzungseinschränkungen im Forst diskutiert“, führte Dorothee Flötotto, Geschäftsführerin Sauerländer Spanplatten, zu den derzeitigen Produktionsbedingungen der Holzwerkstoffindustrie aus.

Zudem wird die Industrie – wie die gesamte mittelständische Wirtschaft – ausgebremst durch überbordende Bürokratie, langsame Genehmigungsverfahren, im Ergebnis hemmt fehlende Planungssicherheit jegliche Innovations- und damit Investitionsabsichten. Die Industrie, ihre Zulieferer und ihre Absatzmärkte verlieren im Ergebnis zunehmend ihre Wettbewerbsfähigkeit und brauchen daher kurzfristige, starke, vor allem aber verlässliche Signale für eine Wirtschaftswende, sind sich die Industrievertreter einig.

Doch wie lange wird die Wertschöpfungskette die aktuellen Belastungen noch aushalten? Der Einbruch der Absatzmärkte der Holzwerkstoffindustrie im Bereich Bau und Möbel schlägt sich bereits auf die Zuliefererindustrien durch: Kapazitäten werden aktuell reduziert, Personal abgebaut. Zugleich nimmt die Konzentration in den Absatzmärkten zu.

„Die Holzpackmittelindustrie führt immer häufiger sogenannte ‚Grabsteinaufträge‘ aus: Sie verpackt also ganze Anlagen und Unternehmen, die in Asien, Indien oder Afrika wieder aufgebaut werden. Danach ist am deutschen Standort Schicht im Schacht. Das ist ein strukturelles Problem“, erläuterte Jürgen Rademacher, Geschäftsführer des Unternehmens Rademacher Paletten.

Die Wirtschaft ist in dieser Krisensituation übrigens auch kein Versuchskaninchen für politische Experimente. Sie braucht ebenso wie ihre Kunden Verlässlichkeit, Planbarkeit für Investitionen – für den Inlandsmarkt und für den Export – und keine das operative Geschäft ausbremsende Bürokratie, die keinen ökologischen Mehrwert hat, sondern ausschließlich zu Lasten der Produktivität und Wirtschaftlichkeit der einheimischen Standorte geht.

Daher muss nach der Wahl schnell und beherzt gehandelt werden.

Hierbei ist die Baubranche eines der zentralen Handlungsfelder, nicht nur für die bauende Industrie, die Zuliefererindustrie und die Einrichtungsindustrie, sondern auch mit Blick ihrer gesamtgesellschaftlichen Dimension, denn in Deutschland fehlt in dramatischer Dimension bezahlbarer Wohnraum.

„Das Bekenntnis im CDU-Wahlprogramm zum bezahlbaren Bauen, zum Entschlacken des Bauordnungs- und Raumordnungsrechts sowie zum Bürokratieabbau könnten wir nicht deutlicher unterstützen. Im bezahlbaren Bauen liegt einer der Schlüssel zur Lösung der Wirtschaftskrise unserer Wertschöpfungskette. Mit Lösungen wie der industriellen Vorfertigung und dem modularen Bauen bietet die Industrie hier auch Lösungen an, die sich kurzfristig umsetzen lassen“, betonte Stefan Zinn, Chief Commercial Officer der Pfleiderer Group.

Damit der Bau-Booster zündet, brauchen die bauende Industrie ebenso wie die Bauwilligen in Deutschland eine verlässliche und langfristige Investitions-, Planungs- und Fördergrundlage, damit sie guten Gewissens eine Investitionsentscheidung treffen können. Dies betrifft sowohl den Neubau als auch Bauen im Bestand, Aufstockungen und die energetische Sanierung. Durch das Hickhack in der Förderung ist zuletzt viel Vertrauen verspielt worden. Statt Sonntagsreden zur Bedeutung des Bauens mit Holz fordert die Industrie tatkräftiges und kurzfristiges Handeln durch einen mutigen, spürbaren Abbau von Hemmnissen und eine Gleichstellung des Holzbaus mit konventionellen Bauweisen.

Der Blick geht trotz aller Krisennachrichten nach vorne und richtet sich konstruktiv auf die Lösungen. Dr. Bergmann resümiert: „Wir brauchen nicht weniger als ein drastisch neues Verständnis vom ,Machen‘. Der Baubereich kann dafür ein Pilot sein: Weg mit dem Klein-Klein bei Entbürokratisierung und Beschleunigung. Wir brauchen mutige, verlässliche und klare politische Rahmenbedingungen, die uns Luft lassen, die uns machen lassen, statt uns auszubremsen. Die Unternehmen der Holzwerkstoffindustrie können insoweit Vorbild sein, wie Transformation gelingt, wie Kreislaufwirtschaft funktioniert und wie bezahlbares, schnelles Bauen durch industrielle Vorfertigung gelingen kann. Wir brauchen insgesamt ein starkes, vor allem aber ein schnelles, Signal für ein neues Verständnis der Wirtschaftspolitik, die Impulse aus den Unternehmen als Chance betrachtet und uns Luft für unternehmerisches Handeln verschafft. Es ist ernst, es ist dringend.“

Palette CAD

Veröffentlicht Video zum Firmenjubiläum

Als Familienunternehmen steht Palette CAD seit 30 Jahren für Unabhängigkeit, Innovation und einen starken Zusammenhalt. Nun hat das Unternehmen ein Video aufgenommen, in dem Gründer Walter Zinser gemeinsam mit dem Vorstand auf den bisherigen Weg zurückblickt und gleichzeitig einen Ausblick auf die Zukunft von CAD-Software und Handwerk wirft.

HIER GEHT ES ZUM VIDEO

Staud & Leuwico/Vivonio Group

Investorensuche bisher erfolglos – am 1. Februar droht Schließung

Für die insolventen Möbelhersteller Staud und Leuwico aus der Vivonio Group läuft die Zeit ab.

Der Geschäftsbetrieb des Möbelherstellers Staud mit Sitz in Bad Saulgau (Baden-Württemberg) muss ohne einen Investor im Februar eingestellt werden. „Wir tun alles, was möglich ist, um das seit Längerem auch durch die Krise der Branche wirtschaftlich angeschlagene Traditionsunternehmen und die Arbeitsplätze zu erhalten. Bis zuletzt werden nach einem intensiven M&A-Prozess mit den Interessenten und Sicherheitengläubigern intensive Verhandlungen geführt. Eine Einigung konnte – Stand heute – noch nicht erzielt werden. Klar ist aber: Ohne einen Investor ist die Fortführung des Geschäftsbetriebs wegen der anhaltenden Verluste und der komplexen ,Just in Time Produktion‘ nicht möglich“, sagt Dr. Dietmar Haffa, der vorläufige Insolvenzverwalter. Ende Januar läuft der Insolvenzgeldzeitraum für Staud aus. Aus eigener Kraft kann das Unternehmen Löhne und Gehälter nicht stemmen.

Dr. Haffa und die Geschäftsleitung von Staud haben die Belegschaft am Standort in Bad Saulgau heute über die aktuelle Situation informiert. Für den Großteil der 150 Mitarbeiter würde eine erfolglose Investorensuche die unmittelbare Kündigung zum 1. Februar bedeuten.

Bei Leuwico sieht es nur unwesentlich besser aus. Dr. Haffa, der auch für dieses Unternehmen als Insolvenzverwalter fungiert: „Die potentiellen Investoren sind von der Qualität der Produkte und dem Fachwissen und Engagement der Mitarbeitenden beeindruckt. Wenn wir einen Investor finden, der an das Geschäftsmodell von Leuwico glaubt, gibt es Chancen für eine Übernahme.“

Aber auch hier läuft der Insolvenzgeldzeitraum Ende Januar ab. Löhne und Gehälter müssen wieder aus dem laufenden Geschäft gestemmt werden. „Die Tatsache, dass wir ab Februar wieder unter Vollkosten arbeiten, macht die Sanierungsbemühungen natürlich nicht einfacher. Zusammen mit Geschäftsführung und Belegschaft haben wir aber bis dato alles für Leuwico und den Standort Meeder gegeben, und wir werden jetzt ganz sicher nicht damit aufhören“, sagt Haffa. Gleichwohl sei aber auch mit dem Blick auf die schlechte Umsatzentwicklung, die auch ein maßgeblicher Grund für den Insolvenzantrag war, eine baldige Entscheidung für alle Beteiligten wichtig.

Forderungen an die neue Bundesregierung

Nach dem Prinzip „5 x 5 für 25“ hat der Bundesinnungsverband des Tischler- und Schreinerhandwerks zu fünf zentralen Themenfeldern jeweils fünf konkrete Forderungen formuliert, die dringend umgesetzt werden müssen, um die Wirtschaft von übermäßiger Bürokratie zu entlasten, den Wohnungsbau voranzutreiben und die Sozialversicherungssysteme zukunftsfähig zu machen sowie Bauprozesse zu beschleunigen und die Fachkräftesicherung am Arbeitsmarkt zu erleichtern.

Bürokratieabbau

Für den Bürokratieabbau etwa fordert Tischler Schreiner Deutschland ein Belastungsmoratorium, um unverhältnismäßige Regelungen wie zusätzliche Berichtspflichten aus dem Green Deal zu stoppen und bestehende Dokumentationspflichten deutlich zu reduzieren. „Gesetzesvorhaben müssen durch verpflichtende Praxis-Checks auf ihre Auswirkungen auf kleine und mittlere Unternehmen geprüft und entsprechend angepasst werden“, erklärt TSD-Präsident Thomas Radermacher. Auch der Normenkontrollrat sollte gestärkt werden, um die Interessen des Handwerks besser vertreten zu können. Zudem müssen Genehmigungsverfahren effizienter gestaltet, Förderanträge vereinfacht und Behördengänge konsequent digitalisiert werden.

Wohnungsbau

Höchste Priorität müsse auch die Schaffung von Wohnraum erhalten. „Um Wohnen bezahlbar zu machen, braucht es definierte sicherheitsrelevante Basisstandards“, erklärt Thomas Radermacher, „die die Bauausführenden zudem vor unverhältnismäßigen Risiken schützen.“ Dringend erforderlich sei ebenfalls eine Umkehr bei der Asbesterkundung. „Aktuell soll die Verantwortung für die Asbesterkundung bei den Bauausführenden liegen, was eine Abkehr vom Veranlasserprinzip darstellt und das Handwerk mit weiteren Risiken belastet, die nicht hingenommen werden können“, so Dr. Katharina Gamillscheg, Hauptgeschäftsführerin von Tischler Schreiner Deutschland.

Um den Arbeitsmarkt und die Fachkräftesicherung zu stärken, müssten Tariföffnungsklauseln ausgebaut und der Mindestlohn wieder in den Bereich der Tarifverträge überführt werden, heißt es in den Wahlforderungen. Zudem müsste das Arbeitszeitgesetz endlich flexibilisiert und vor allem Ausbildungsbetriebe im Handwerk finanziell unterstützt werden. Einzuführen sei außerdem eine verpflichtende Berufsorientierung an Schulen, die die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Bildung fördere und Karrierewege im Handwerk aufzeige. Präsident Radermacher betont, dass es endlich an der Zeit sei, die Gleichwertigkeit von beruflicher und akademischer Ausbildung gesetzlich zu verankern.

In puncto Steuer- und Sozialpolitik argumentiert Tischler Schreiner Deutschland, dass die Steuerbelastung auf Strom und Energie unbürokratisch auf das europäische Mindestmaß gesenkt und Netzentgelte reduziert werden sollten. Die Beschränkungen des GEG für den Betrieb von Holzfeuerungsanlagen müssten rückstandslos zurückgenommen werden. Ein wichtiger Punkt sei zudem die zentrale Notwendigkeit, die Sozialversicherungssysteme durch nachhaltige Reformen zukunftsfest zu machen, wobei eine Abgabenbremse die Beitragslast unter 40 Prozent stabilisieren müsse. Radermacher betont, dass sich Überstunden wieder finanziell für den Mitarbeiter lohnen müssen, dafür habe er bereits einen Vorschlag in das Forderungsprogramm des ZDH eingebracht. Hauptgeschäftsführerin Dr. Gamillscheg verweist auf die Schwächen im Zusammenhang mit der elektronischen Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung und fordert die Einführung des sogenannten Pushverfahrens, das die Krankenkassen in die Pflicht nimmt, die Meldungen an den Unternehmer weiterzuleiten. Die telefonische Krankschreibung sei wieder ersatzlos abzuschaffen.

Für die (digitale) Infrastruktur fordert die Innungsorganisation, dass Bauprozesse durch die Digitalisierung von Planungs- und Genehmigungsverfahren beschleunigt und im Falle von Fristabläufen eine bundesweite Genehmigungsfiktion bei Bauanträgen eingeführt werden. Zudem sei es notwendig, das Bewohnerparken auf Betriebe auszuweiten, handwerksgerechte Lade- und Servicezonen gezielt auszuweisen und staatliche Einnahmen aus LKW-Maut und CO2-Steuer zweckgebunden für den Ausbau und die Instandhaltung der Verkehrsinfrastruktur zu verwenden. Weiterhin müsse der Ausbau von schnellem Internet und Mobilfunknetzen in städtischen und ländlichen Gebieten vorangetrieben werden, um die digitale Teilhabe aller Bürgerinnen und Bürger sowie der Betriebe zu gewährleisten.

Tischler Schreiner Deutschland (TSD) vertritt bundesweit mehr als 30.000 Betriebe mit über 200.000 Beschäftigten. Der Jahresumsatz der Branche liegt bei mehr als 25 Milliarden Euro.

„Der Abwärtstrend basiert nicht allein auf zyklischen Nachfrageschwankungen, sondern hat inzwischen ganz handfeste strukturelle Ursachen", sagt Dr. Dietmar Ley, Vorsitzender Robotics + Automation.
VDMA Robotik + Automation

Deutsche Robotik- und Automationsbranche dreht ins Minus

Die Robotik und Automation in Deutschland hat an Wettbewerbsfähigkeit verloren: Für 2025 prognostiziert die Branche einen Gesamtumsatz von minus 9 Prozent auf 13,8 Milliarden Euro. Das vergangene Jahr schlossen die Unternehmen mit einem Umsatz von minus 6 Prozent mit 15,2 Milliarden Euro ab.

„Die Umsatzentwicklung der Robotik- und Automationsbranche signalisiert Handlungsbedarf“, sagt Dr. Dietmar Ley, Vorsitzender von VDMA Robotik + Automation. „Der Abwärtstrend basiert nicht allein auf zyklischen Nachfrageschwankungen, sondern hat inzwischen ganz handfeste strukturelle Ursachen: Dazu zählt beispielsweise eine zu große Abhängigkeit der Robotik- und Automationsbranche von der deutschen Automobilindustrie. Hinzu kommen Schwächen in der Wettbewerbsfähigkeit, die Wirtschaft und Politik mit konsequenten Reformen adressieren müssen.“ 

Auftragseingänge brechen ein
Die konjunkturellen und strukturellen Schwächen bei den Auftragseingängen haben sich 2024 nicht nur im Inland mit einem Minus von 16 Prozent zum Vorjahr gezeigt. Wachstumsimpulse aus dem Ausland bleiben ebenfalls aus: Die Nachfrage schrumpfte um 2 Prozent. Einziger Lichtblick für die deutsche Robotik und Automation war der Export in die Eurozone: Die Auftragseingänge aus den Euroländern stiegen 2024 um stolze 44 Prozent. Die Auslandsnachfrage ohne die Staaten der Eurozone lag dagegen um 13 Prozent unter dem Vorjahreswert. 

Reformen erforderlich
„Die Unternehmen der deutschen Robotik- und Automationsbranche müssen die eigene Wettbewerbsfähigkeit in den Fokus nehmen“, sagt Dr. Dietmar Ley. „Priorität hat, mehr Tempo bei Innovationen zu machen. Benötigt wird zudem mehr Agilität, um schneller auf die Kundennachfrage zu reagieren und sich von Wettbewerbern aus dem Ausland abzusetzen. Schließlich müssen auch wir die Kosten auf ein wettbewerbsfähiges Niveau bringen.“

Eine entschlossene Reformagenda brauche es zudem von der Politik, fordert Dr. Ley: „Standortnachteile wie überbordende Regulierung und zu hohe Kostenbelastung können wir uns im internationalen Wettbewerb nicht länger leisten. Die Wirtschaft benötigt am Standort Deutschland verlässliche Rahmenbedingungen, die Wachstum unterstützen und nicht ausbremsen“, betont er. Dann könne die Robotik und Automation auch wieder glänzen. Denn: „Alle langfristigen Wachstumstrends für unsere Zukunftsbranche sind weiter intakt. Wir müssen jetzt die richtigen Weichen stellen“, betont der VDMA-Fachverbandsvorsitzende.

Ticketshop ist geöffnet

Vom 26. bis 30 Mai findet die Ligna statt und feiert in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen. „Der sehr gute Anmeldestand zur LIGNA 2025 ist ein enorm wichtiges Zeichen für die gesamte Woodworking Community. Es ist keinesfalls selbstverständlich, dass sich die Unternehmen angesichts ihrer derzeit zumeist äußerst angespannten, wirtschaftlichen Situation so klar zu ihrer Leitmesse bekennen“, sagt Stephanie Wagner, Projektleitung LIGNA bei der Deutschen Messe.

Der Ticketshop ist jetzt geöffnet: HIER GEHT ES DIREKT DORTHIN

Mit der neuen Produktgruppe Flooring & Equipment launcht die Heimtextil non-textile Bodenbeläge.
Heimtextil

Ab 2026 neuer Produktbereich non-textile Bodenbeläge

Die nächste Heimtextil vom 13. bis 16. Januar 2026 in Frankfurt ergänzt das bestehende Portfolio um den Produktbereich Flooring & Equipment. Der Fokus liegt auf Böden ohne textile Struktur. Dazu zählen elastische Bodenbeläge, Designbeläge/LVT, Korkböden, Laminatfußböden, Parkett und Holzfußböden sowie Outdoorbeläge. Die Heimtextil liefert damit einen globalen Marktüberblick für die gesamte Raumausstattung. 

„Non-textile Bodenbeläge ergänzen das bisherige Angebotsspektrum der Heimtextil ideal und sprechen neue Zielgruppen an, wie den spezialisierten Bodenfachhandel. Dank der direkten Anbindung zu Carpets & Rugs profitiert die Branche außerdem von effizienten Synergien zwischen den Produktbereichen sowie von zahlreichen Neukontakten“, so Margit Herberth, Director Heimtextil. Zudem bedient Flooring & Equipment noch zielgerichteter die Interessen bereits bestehender Besucherzielgruppen – wie Designer:innen und Dekorateur:innen, (Innen-)Architekt:innen, Raum- und Objektausstattung, Bau- und Heimwerkermärkte, Gartencenter, Groß- und Einzelhandel. 

Das erfolgreiche Produktsegment Carpets & Rugs hat sich als Heimat für die globale Teppichbranche etabliert. Der Bereich der non-textilen Bodenbeläge knüpft direkt an das Teppichsegment an – was die Produktgruppen, aber auch die Platzierung auf dem Messegelände betrifft. „Das neue Produktangebot fügt sich stimmig in den Hallenplan der Heimtextil 2026 auf dem Messegelände Frankfurt ein. Wir optimieren die Laufwege der Besucherzielgruppen, um diese effizient und zielgerichtet zum bestehenden Angebot zu leiten“, ergänzt Bettina Bär, Director Heimtextil. Hinzu kommt ein hochwertiges Rahmenprogramm für die globale Teppich- und Bodenbelagsbranche.

Kristina Lengyel, Chief Customer Officer bei Cyncly
Cyncly

Ernennt Kristina Lengyel zur Chief Customer Officer

Cyncly, weltweit führender Anbieter von Software- und Content-Lösungen aus dem Bereich Interior Design und Manufacturing, gibt die Ernennung von Kristina Lengyel zur Chief Customer Officer bekannt. In dieser Position wird Kristina an CEO Anand Krishnan berichten und die gesamte Kundenorganisation von Cyncly leiten, die die Bereiche Customer Experience, Customer Success und Professional Services umfasst. Ihr Ziel ist es, sicherzustellen, dass die Kunden den größtmöglichen Nutzen aus den Lösungen von Cyncly ziehen und das Unternehmen auch zukünftig den dynamischen Bedürfnissen seiner Kunden gerecht wird.

Anand Krishnan, CEO von Cyncly, kommentiert: „Ich freue mich sehr, Kristina im Team zu begrüßen. Sie übernimmt die Betreuung und Verbesserung unserer Kundenerfahrung. Ihre Bemühungen sollen uns helfen, die umfassende Branchenexpertise von Cyncly zu bündeln, damit unsere Kunden noch mehr von unseren innovativen Produkten und Services profitieren können.“

Kristina Lengyel bringt umfangreiche Führungserfahrung in den unterschiedlichsten Bereichen mit – von Professional Services über Engineering bis zu Kundenorganisationen globaler B2B-Unternehmen. Sie hat sich auf Wachstumsstrategien spezialisiert und war maßgeblich an der Einführung neuer Softwareprodukte sowie an der Leitung globaler Service- und Customer-Success-Teams beteiligt. Vor ihrem Wechsel zu Cyncly war Lengyel in leitenden Positionen im Bereich Kundendienst bei OpenText, Salesforce und Ultimate Kronos Group tätig.

„Ich freue mich darauf, gemeinsam mit Anand Krishnan und dem Führungsteam daran zu arbeiten, Cyncly weiter als verlässlichen Partner und starke Kundenorganisation zu positionieren”, sagt Kristina Lengyel. „Mit einer klaren Vision für Wachstum und Innovation sowie dem Anspruch, wertvolle Verbindungen in unseren Branchen zu fördern, ist Cyncly bestens aufgestellt, um gemeinsam mit unseren Kunden langfristigen Erfolg zu sichern. Mein Ziel ist es, unsere bisherigen Meilensteine entschlossen auszubauen und sicherzustellen, dass wir für unsere Kunden auch in Zukunft ein vertrauenswürdiger und geschätzter Partner bleiben.“