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Autor: Hahn, Sebastian

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Personaltage Löhne

Personalkongress der Extraklasse in Löhne

Am 12. und 13. Dezember 2023 veranstaltet das B2B-Netzwerk möbelfertigung in Kooperation mit der Lehrfabrik Möbelindustrie erstmalig die Personaltage Löhne. Auf die Teilnehmer wartet ein Programm der Extraklasse.

Unter dem Motto „Personal Innovationen“ sprechen Experten über aktuelle Trends im Personalmarkt und zeigen Lösungen auf, wie dem Fachkräftemangel in den Unternehmen entgegengewirkt werden kann. Das Event gliedert sich in einen Vortragsteil mit fesselnden und kompetenten Keynotes und einen Workshop-Teil mit fünf Masterclasses, in denen ausgewählte Themen vertieft werden. Teilnehmer wählen aus dem Angebot je nach persönlicher Präferenz drei Masterclasses aus.

Jan Kurth, Geschäftsführer der Verbände der deutschen Möbelindustrie (VDM/VHK) und Vorstand der Lehrfabrik Möbelindustrie, sagt: „Die Gewinnung von Nachwuchs- und Fachkräften ist eines der wichtigsten Themen in unserer Branche. Wir möchten gerne noch stärker darauf aufmerksam machen, welche interessanten beruflichen Möglichkeiten sich in der deutschen Möbelindustrie bieten. Daher freuen wir uns sehr, dass es in Zusammenarbeit mit dem B2B-Netzwerk möbelfertigung gelungen ist, einen so hochklassigen Kongress auf die Beine zu stellen und blicken der Veranstaltung gespannt entgegen.“

Auch Löhnes Bürgermeister Bernd Poggemöller zeigt sich begeistert: „Das Thema Personalgewinnung und Fachkräftemangel ist auch in unserer Region aktueller denn je. Daher freut es mich besonders, dass in Löhne ein Event stattfindet, das sich des Themas annimmt und Lösungswege aufzeigt.“

Das Speaker-Lineup der Personaltage Löhne ist hochkarätig: Keynote-Speaker wie Prof. Dr. Gunther Olesch, ehemaliger Geschäftsführer Human Resources Phoenix Contact und mehrmals ausgezeichnet als HR-Manager des Jahres, Dr. Peter Kreuz von den Rebels at work, Verena Fink von Woodpecker Finch und Jörg Schleburg von der Münchner Employer Branding Agentur VonVorteil haben ihre Teilnahme zugesagt. Neben diesen Top-Experten aus dem Bereich des Personal- und Culturemanagements wird es auch eindrucksvolle Praxisberichte aus der Möbel- und Möbelzulieferindustrie geben. So werden auch Vertreter:innen der Unternehmen Rotpunkt Küchen, Hettich und Egger auf der Bühne stehen.

In den angebotenen Masterclasses am zweiten Kongresstag können die Teilnehmer dann aus verschiedenen Themen wählen und ihr Wissen beispielsweise zum Thema Fachkräftegewinnung aus dem Ausland oder Mitarbeitergewinnung über Social Media auffrischen.

Der Kongress findet in der Werretalhalle in Löhne statt und wird am ersten Konferenzabend von einem Networking Dinner im Restaurant Mühlenwerk 1857 begleitet.

Informationen und Anmeldung: https://www.moebelfertigung.com/personaltage-loehne-2023

Im Rahmen des Mitarbeiterfestes anlässlich des 160-jährigem Jubiläum wurden 34 Mitarbeiter für ihre 25-jährige und 9 Mitarbeiter für ihre 40-jährige Betriebszugehörigkeit gewürdigt.
Geze

160 Jahre lebenswerte Gebäude

„Unser 160-jähriges Jubiläum ist ein bedeutender Moment für Geze und ein weiterer Meilenstein in unserer Geschichte. Wir sind stolz auf die herausragenden Leistungen unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und auf die Beständigkeit, die wir als Unternehmen über 160 Jahre hinweg bewiesen haben“, sagt Andrea Alber, Chief Officer Corp. Strategy & Marketing bei Geze.

Welche zentrale Rolle die Mitarbeiter im Unternehmen einnehmen, zeigte die Jubiläumsfeier im Juli anlässlich des 160-jährigen Firmenjubiläums: Im Rahmen des Mitarbeiterfestes wurden auch die diesjährigen 43 Jubilare besonders gewürdigt – davon 34 Mitarbeiter für ihre 25-jährige und 9 Mitarbeiter für ihre 40-jährige Betriebszugehörigkeit. „Während 40 oder 25 Jahren Betriebstreue hat jeder der Jubilare unseren Innovationsgedanken mitgelebt und die Entwicklung von Geze aktiv mitgestaltet. Das außerordentliche Engagement und die Loyalität unserer Mitarbeiter haben einen entscheidenden Anteil daran, dass das Unternehmen heute auf eine 160-jährige Erfolgsgeschichte zurückblicken kann“, so Sandra Alber, Chief Officer Legal & Finance. Gefeiert wurde das Firmenjubiläum gemeinsam mit allen Beschäftigten aus ganz Deutschland am Hauptsitz in Leonberg. Neben kulinarischem Street Food bot die Feier eine bunte Vielfalt aus Spiel, Spaß, Unterhaltung und Musik – ganz nach dem Jubiläumsmotto „Älter werden – jung bleiben.

Vom Handwerksbetrieb zum Technologieunternehmen, von Skibindungen zu automatisierter Gebäudetechnik: Die Ursprünge von Geze gehen auf die 1863 gegründete Göppinger Dreherei Vöster & Co. zurück. Durch den Zusammenschluss mit den Vereinigten Baubeschlagfabriken Gretsch & Co. GmbH im Jahr 1924 ebnete Reinhold Vöster den Weg für das heutige Familienunternehmen. Unter seiner technischen Leitung wurde die Produktpalette modernisiert und erweitert: Baubeschläge, Verkehrsbeschläge für Schiebetüren und die legendären Geze-Skibindungen gehörten zu den größten Erfolgen seiner Zeit.

Im Jahr 1968 übernahm seine Enkelin Brigitte Vöster-Alber den Vorsitz der Geschäftsführung. Als entscheidende Impulsgeberin trieb sie den Wachstums- und Internationalisierungsprozess im Unternehmen voran, der bis heute Bestand hat. Mit Pioniergeist und Innovationskraft setzte das Unternehmen neue Maßstäbe in der gesamten Branche. 1980 wurde aus den Vereinigten Baubeschlagfabriken Gretsch & Co. GmbH die Geze GmbH. 1984 stieg Hermann Alber als Geschäftsführer Technik bei der Geze GmbH ein. Seit 2020 wird das Unternehmen von Andrea-Alexandra Alber, Marc Philipp Alber, Sandra Daniela Alber und Tomislav Jagar geführt. Heute zählt das Familienunternehmen zu den Weltmarkführern für innovative Produkte und Systemlösungen in der Tür-, Fenster- und Sicherheitstechnik und treibt die digitale Vernetzung der Gebäudeautomation maßgeblich voran.

„Die 160-jährige Geschichte unseres Unternehmens zeigt eindrücklich, wie wir uns immer wieder neu erfunden haben“, sagt Marc Alber, Chief Officer Product Development & Operations. „Beständig ist jedoch der Fokus auf Innovation, Qualität und Kundennähe. Unser Ziel ist es gemeinsam mit unseren Kunden lebenswerte Gebäude zu gestalten. Deshalb möchten wir uns an dieser Stelle auch bei unseren Kunden herzlich bedanken. Ohne Sie wären wir nicht dort, wo wir heute sind. Ihre Bedürfnisse und Wünsche stehen im Mittelpunkt unseres Schaffens und treiben uns immer wieder zu neuen Höchstleistungen an.“

Zum 160-jährigen Jubiläum schaut Geze auf eine erfolgreiche Vergangenheit, aber vor allem in eine spannende Zukunft. „Es ist Teil unserer DNA kontinuierlich neue Entwicklungen und Technologien voranzutreiben“, erklärt Marc Alber. „Die digitale Vernetzung spielt dabei eine immer wichtigere Rolle und wird auch in der Gebäudetechnik zur treibenden Kraft für Innovation und Fortschritt.“

DGM

Priess erhält vier Emissionslabel

Legt Wert auf Wohngesundheit: Deshalb wurde der Möbelfabrikant Priess jetzt von der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel (DGM) gleich viermal mit dem Emissionslabel der höchsten Güteklasse A ausgezeichnet.

„Das Emissionslabel gibt dem Verbraucher Informationen zur Schadstoffemission und soll ihn vor gesundheitlichen Beeinträchtigungen schützen. Es ist angelehnt an die Anforderungen des bekannten Umweltzeichens ‚Blauer Engel“, erklärt DGM-Geschäftsführer Jochen Winning und freut sich, Priess-Möbel mit dem Label in den vier Bereichen Kastenmöbel, Tische, Büromöbel und Betten auszeichnen zu können. „Denn diese Möbel des ostwestfestfälischen Traditionsunternehmens sind absolut sicher und unbedenklich und werden von uns gerne als wohngesunde Einrichtung für Endverbraucher gekennzeichnet und empfohlen.“

Bereits seit 1931 fertigt Priess ein breites Spektrum an Wohn- und Schlafmöbeln für den privaten und gewerblichen Gebrauch. Die hohe Qualität der Möbel wird seit drei Jahren mit dem RAL-Gütezeichen „Goldenes M“ nachgewiesen. Außerdem tragen Priess-Möbel das geografische Herkunftsgewährzeichen „Möbel Made in Germany“ sowie das DGM-Klimapaktlabel. „Um das Verantwortungsbewusstsein gegenüber Mitarbeitern, Verbrauchern und ihrer Umwelt auszudrücken werden diese Auszeichnungen im Wettbewerb und in der Entscheidungsfindung beim Möbelkauf immer wichtiger“, so Winning

Walter Knoll DGM
Deutsche Gütegemeinschaft Möbel

Walter Knoll bleibt klimaneutral

Walter Knoll wurde jetzt erneut „Klimaneutraler Möbelhersteller“ ausgezeichnet. Seit 2017 gehört das Mitglied der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel (DGM) auch dem DGM-Klimapakt für die Möbelindustrie an und verkleinert seitdem stetig seinen CO2-Fußabdruck.

Der Möbelhersteller hat alle Emissionen im Jahr 2022 berechnet und sich darauf aufbauend durch hochwertige Klimaschutzzertifikate im „Verified Carbon Standard“ für 2023 klimaneutral gestellt. Dass die CO2-Bilanz dabei sogar noch deutlich besser ausfiel als in den vorangegangenen Berechnungszeiträumen, freuten das Unternehmen und auch DGM-Geschäftsführer Jochen Winning besonders: „Schon wenige große und kleine Maßnahmen für den Klimaschutz helfen, das 1,5-Grad-Ziel der Vereinten Nationen doch noch zu erreichen. Diesem Ziel haben wir uns mit dem DGM-Klimapakt verschrieben. Wir freuen uns, dass Walter Knoll seit 2017 dabei ist und für das Klima sowie für gegenwärtige und kommende Generationen mithilft.“

Unter anderem wurden im vergangenen Jahr die Beleuchtung bei Walter Knoll auf LED-Technik umgestellt und der Stromverbrauch dadurch deutlich reduziert. Auch wurden der Gasverbrauch verringert und beispielsweise bei Printprodukten für das Firmenmarketing auf FSC-zertifiziertes Papier umgestellt. Als Nachweis für sein Engagement wird das Unternehmen von der DGM mit dem RAL-Gütezeichen „Möbelherstellung Klimaneutral“ ausgezeichnet. Endverbrauchern im Möbelhandel dient das Gütezeichen als Wegweiser zu Produkten von nachhaltigen und verantwortungsbewussten Herstellern.

Trends im Lieferkettenmanagement

Ökologische Verantwortung und der Einsatz digitaler Technologien zählen aktuell zu den zentralen Trends im Lieferkettenmanagement. Das hat die Befragung für das 18. Hermes-Barometer „Trends im Supply Chain Management“ ergeben, an der 150 Logistikverantwortliche deutscher Unternehmen teilgenommen haben. Demnach gaben 78 Prozent an,  dass digitale Technologien einen erheblichen Einfluss auf die Resilienz der Lieferkette haben und entscheidend dazu beitragen, künftige Krisen erfolgreich überwinden zu können. In mittelgroßen Unternehmen mit 50 bis 250 Beschäftigen teilen sogar 83 Prozent diese Einschätzung.

Für drei Viertel der Befragten ist es überaus bedeutsam, dass Unternehmen ökologische Verantwortung übernehmen, wobei diese Einschätzung mit der Unternehmensgröße weiter wächst: Bei Unternehmen mit 250 bis 1.000 Beschäftigen 87 Prozent, dass die Einhaltung des Lieferkettengesetzes und anderer gesetzlicher Richtlinien sowie die Senkung der CO2-Emissionen in der Lieferkette derzeit im Fokus stehen.

Als weiteren Trend im Supply Chain Management bewerteten die Befragten die kollaborative Zusammenarbeit entlang der Lieferkette. Bei Unternehmen mit 250 bis 1.000 Beschäftigten haben bereits drei Viertel der Logistikverantwortlichen das Potenzial unternehmensübergreifender Vernetzung erkannt. Ein effizientes Risk Management zur Identifikation, Behebung sowie Prävention von Störungen in der Lieferkette sehen mit 82 Prozent vor allem größere Unternehmen mit 250 bis 1.000 Beschäftigten als zweitstärksten Trend im Supply Chain Management an.

Um die Resilienz der Supply Chain langfristig zu erhöhen, halten zudem 81 Prozent über alle Unternehmensgrößen hinweg die partnerschaftliche Zusammenarbeit innerhalb der Lieferkette für sehr bedeutsam.

Bei einer detaillierten Datenübersicht als Grundlage für fundierte Entscheidungen und optimierte Arbeitsprozesse geben jedoch nur 54 Prozent an, Transparenz als bedeutendes Instrument zur Stärkung der Lieferkette zu sehen. Ähnlich sieht es bei der verstärkten Nutzung von Plattformlösungen aus: Nur die Hälfte aller Teilnehmer hält die Anwendung kollaborativer Lösungen für eine geeignete Maßnahme zur Erhöhung der Lieferkettenresilienz.

„Gerade für die partnerschaftliche Zusammenarbeit zahlt sich der stete und transparente Datenaustausch innerhalb der Supply Chain aus. Durch die digitale Vernetzung sind Unternehmen imstande, Echtzeit-Informationen zusammenzuführen, Ressourcen besser zu managen und Prozesse zu optimieren“, sagt Moritz Gborglah,Division Manager und Experte für digitale Transformation bei Hermes International, einem Geschäftsbereich von Hermes Germany. „Für eine erfolgreiche Umsetzung in der Praxis unterstützt Hermes Unternehmen dabei, ihre Lieferkette ganzheitlich in den Blick zu nehmen und wertvolle Erkenntnisse aus den gesammelten Informationen zu gewinnen.“

Das gesamte 18. Hermes-Barometer steht hier zum kostenlosen Download bereit. Weitere Informationen zum Thema Supply Chain Optimierung und Logistik finden Sie im Hermes Supply Chain Blog unter: www.hermes-supply-chain-blog.com.

Cobot Lift Anwendung mit Saugtraverse für Kisten, Kartonagen, Gepäckstücke, Platten etc.
Eurotech

Ist exklusiver Vertriebspartner von Cobot Lift in Deutschland

Die Verbindung aus einem kollaborativen Roboter und modernster Vakuumtechnik sind das Nonplusultra, wenn es um das Entlasten von Menschen bei Hebearbeiten geht. Anstatt wie üblich hinter einem Schutzzaun, arbeitet der kollaborative Roboter direkt neben dem Menschen. Dies spart Platz, Zeit und somit Geld und schont parallel die Gesundheit der Mitarbeitenden. Der dänische Hersteller Cobot Lift ist führend in diesem Bereich und bietet mobile und stationäre Lösungen an. In Deutschland ist Eurotech Vertriebs GmbH exklusiver Partner von Cobot Lift und ergänzt die clevere Art zu heben mit ausgeklügelter Vakuumtechnik.

Cobot Lift hat die Leistung seines kollaborativen Robotersystems deutlich erweitert, indem die Nutzlast des integrierten „UR10“-Roboters von 10 auf 45 kg erhöht wurde. Möglich macht dies ein Vakuum-Schlauchheber, der den Großteil des Gewichts trägt. Als zertifizierter UR+ Lösungspartner kann Cobot Lift zuverlässig und schnell Anpassungsprogrammierungen durchführen. Ganz neu ist die Integration des mechanischen „Smartshift“-Schnellwechselsystems von Smartshift Robotics. Mit ihm lassen sich die Werkzeuge der Hebeeinheit sehr leicht umrüsten. Dies bedeutet ein Maximum an Flexibilität und Variabilität bei einfachster Handhabung.

Die im baden-württembergischen Rosenfeld ansässigen Vakuumtechnik-Spezialisten von Eurotech bieten das System nun exklusiv in Deutschland an. Neben der starken Hebeleistung überzeugt der Kollege Roboter mit seinem geringen Platzbedarf und der mobilen Auslegung, die ihn überall dort arbeiten lassen, wo er gebraucht wird. Nicht zuletzt der andauernde Arbeitskräftemangel macht den Cobot Lift zu einem günstigen Mitarbeiter, der sofort und dauerhaft einsatzfähig ist. Er lässt sich auf die verschiedensten Arbeitsschritte leicht programmieren. Die Einfachheit und Flexibilität im Umgang mit dem Cobot Lift kommt insbesondere dem Handwerk und Kleinbetrieben entgegen, die sich bisher noch nicht für Roboter entscheiden konnten. Typische Lasten sind Sackwaren, Kisten, Gepäckstücke, Platten und Eimer. Damit eröffnet sich ein breites Anwendungsspektrum zur Entlastung von Betrieben und Beschäftigten.

möbelfertigung 4 23 Redaktion
möbelfertigung 4/23

Alles steht auf dem Prüfstand

Bald erscheint die möbelfertigung-Ausgabe 4/23 mit zahlreichen Interviews, Berichten, neuen Produkten und Blicken über den Tellerrand. Im Fokus der Ausgabe stehen natürlich die Nachberichte zu den Weltleitmessen Interzum und Ligna. Dazu kommt das ausgedehnte Dekor-Special mit News und Neuheiten aus dem Bereich Oberflächen.

Wie immer hat die Redaktion in einem Kommentar die aktuelle Lage der Branche sowie jüngste Entwicklungen aufgegriffen. Und weil es gerade sehr viel gibt, das sich zu besprechen lohnt, veröffentlichen wir diesen Kommentar schon einmal als Vorgeschmack auf die kommende Ausgabe.

Alles steht auf dem Prüfstand

Etwa 2.900 Aussteller und mehr als 140.000 Besucher:innen aus aller Welt – nach vier Jahren war Deutschland mit „Interzum“ und „Ligna“ endlich wieder der Hot-Spot der globalen Möbelwelt. Und sowohl in Köln, als auch in Hannover war die Stimmung nahezu euphorisch. Beide Weltleitmessen haben ihre globale Führungsrolle ausgebaut. Auch wenn auf der „Interzum“ relevante Player fehlten.
Wobei der emotionalen Komponente diesmal eine noch größere Bedeutung zukam, als der Produktschau. Viele Marktteilnehmer:innen hatten sich noch nie oder sehr lange nicht face-­to-face gesehen. Die Leitmessen unterstrichen, dass persönliche Gespräche nicht ersetzbar sind. Und dass Geschäfte von Menschen gemacht werden.

Auch wir hatten richtig Spaß an Rhein und Leine. Wir durften viele Menschen treffen, tolle Gespräche führen, feiern, haben dabei aber nie den Fokus verloren: Mit unseren Strecken zu „Interzum“ und „Ligna“ helfen wir Ihnen, liebe Leser, den Überblick zu behalten. Wir haben die Treiber und Trends für Sie geclustert, um Ihnen einen Überblick zu verschaffen, was Ihr Geschäft in den kommenden Jahren bestimmt. Von A wie Automation über E wie Eco-Design, H wie Holzbau, M wie Miniaturisierung, N wie Nachhaltigkeit, O wie Oberflächenstrukturen bis hin zu W wie Woodworking Transformation.
Alles riesig also im Möbelkosmos Deutschland und bei den Messegesellschaften? Leider nein: Zwei Wochen wurden von fast allen, die auf den Events ausgestellt oder sie besucht ­haben, die bereits existierenden Herausforderungen ausgeblendet. Unter dem Motto: „Wir haben uns drauf gefreut, jetzt lassen wir uns das große Happening nicht kaputt machen.“

Jetzt, zwei Monate später, sind aus Herausforderungen vielerorts handfeste Probleme geworden. Kaum eine Woche ohne Insolvenzen. Einige Unternehmen hangeln sich von Monat zu Monat. Der Wohnungsneubau ist eingebrochen. Zum Beispiel in Hamburg: Dort ging die Zahl der genehmigten Wohnungen im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr im 47 Prozent zurück. Bauen, wurde vermeldet, sei aktuell so teuer, dass Kaltmieten von 18 bis 20 Euro aufgerufen werden müssen. Das sei unbezahlbar.

Die Inflation ist endgültig in der Mittelschicht angekommen. Themen wie das Gebäudeenergie­gesetz sind da quasi der letzte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen bringt. Die Menschen ­seien tief verunsichert, was sich in einer starken Kaufzurückhaltung im unteren und mittleren Möbel-Preissegment niederschlage, schreiben VDM, VHI und BVDM in einem offenen Brief an Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck. Aufträge in der Möbel- und Zulieferindustrie seien stark zurückgegangen. Ein Viertel der deutschen Möbelhersteller habe Kurzarbeit beantragt oder plane dies im zweiten Halbjahr. Ein Sofortprogramm für den stockenden Wohnungsbau müsse her. Ein Brandbrief, der die Dynamik der Situation unterstreicht. Denn wer aktuell noch Geld übrig hat, steckt es zum Beispiel lieber in Reisen. Weil es einen Nachholbedarf gibt.

Da Wirtschaft immer auch Psychologie ist, zeigt sich die Gemengelage auch für die Messe-­Dickschiffe „Interzum“ und „Ligna“ aktuell nicht optimal. Die Geschäfte vieler Unternehmen liefen während der Corona-Pandemie prächtig – ohne Messen. Jetzt wurden erstmals wieder zum Teil millionenschwere Budgets ausgegeben, und die Geschäfte stagnieren oder brechen ein. Ein kausaler Zusammenhang ist an den Haaren herbeigezogen, psychologisch macht es aber etwas mit den Verantwortlichen in den Firmen.
So oder so sind Messen und ihre Konzepte nicht mehr per se gesetzt: Wenn das Wichtigste das persönliche Treffen auf den Marktplätzen ist, wäre es dann nicht konsequent, weniger Produkte
mitzubringen? Das würde weniger Fläche bedeuten… Alles steht auf dem Prüfstand, überall.
Auch bei uns. Deshalb freuen wir uns umso mehr, wenn unsere Angebote gut angenommen werden: Die „Surface in Motion – Technology & Design Conference“, am 26. und 27. September in Wiesbaden steuert auf ein erneut ausverkauftes Haus zu. Das Programm des Kongresses „Effiziente Möbelfertigung in der Praxis“ am 6. und 7. Dezember in Düsseldorf steht und zahlreiche Anmeldungen liegen bereits vor. Und mit den „Personaltagen“ in Löhne am 12. und 13. Dezember haben wir rund um den allgegenwärtigen Fachkräftemangel offensichtlich einen Nerv getroffen.

Positiver Loop zum Ausstieg? Die Möbelbranche hat schon ganz andere Krisen überstanden. Irgendwann im Herbst werden staatliche Förderprogramme die Wirtschaft ankurbeln (müssen), ist sich der ein oder andere Branchenteilnehmer sicher. Und: In jeder Krise liegt auch eine Chance, frag‘ nach bei XXXLutz…

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ZVEI

Richtung des Wachstumschancengesetzes stimmt

„Das geplante Wachstumschancengesetz setzt erste notwendige Impulse, um die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Deutschland nachhaltig zu stärken“, bewertet Wolfgang Weber, Vorsitzender der ZVEI-Geschäftsführung, den Gesetzentwurf von Finanzminister Christian Lindner positiv. Es sei wichtig, dass das Gesetz und seine geplanten Maßnahmen nun schnell umgesetzt würden. Denn andere Länder lockten massiv mit Vergünstigungen etwa bei Energiepreisen und Besteuerung sowie einer oftmals erheblich einfacheren Regulatorik. Weber: „Das Gesetzesvorhaben kommt zum richtigen Zeitpunkt, um ein Signal für bessere Rahmenbedingungen für Investitionen am Wirtschaftsstandort Deutschland zu setzen.“

Positiv bewertet der Verband der Elektro- und Digitalindustrie insbesondere das Vorhaben einer Investitionsprämie. Dabei unterstützt der Verband besonders den im Gesetzentwurf vorgesehenen klaren und einfachen Ansatz für die Antragstellung und Bewilligung, den vorgesehenen Rechtsanspruch und die damit hohe Planbarkeit für die Unternehmen. Kritisch sieht der Verband der Elektro- und Digitalindustrie indes die drohende Begrenzung der Prämie. „Alle Investitionen, die zu mehr Klimaschutz und Ressourceneffizienz führen, sollten förderfähig sein. Auch einschlägige Digitalisierungsprojekte, die das Gesetz bisher außen vorlässt“, fordert Weber. „Schließlich hängt die Klimaneutralität zum großen Teil ‚am Tropf‘ der Digitalisierung. Auch die partiellen Befristungen bis 2027 sowie die Summe von sechs Milliarden Euro sollten für einen gesamtwirtschaftlichen Impuls stetig erweitert werden. 

Die beabsichtigten Verbesserungen bei der steuerlichen Forschungsförderung sieht der ZVEI ebenfalls positiv. Noch wichtiger ist allerdings, dass dieser Topf auch für die Normung geöffnet wird „Von der sehr personalintensiven Normungsarbeit der Unternehmen profitiert unser und Europas Industriestandort am meisten“, so Weber. „Wir brauchen endlich steuerliche Anreize, damit unsere Unternehmen diese strategisch wichtige Aufgabe vollumfänglich wahrnehmen können und diese Schlüsselrolle nicht weiter an ausländische Akteure, insbesondere aus China, verloren geht.“

Richtig sei es auch bürokratische Hürden abzubauen. „Meldeverfahren und Buchführungspflichten zu vereinfachen und Daten statt auf Papier elektronisch zu übermitteln, war längst überfällig“, kommentiert Weber. Auch die Absicht des Finanzministers, die Steuerlast der Industrie zu mildern und das Steuersystem zu modernisieren, findet die Zustimmung des Verbands. Die unbürokratische Ausgestaltung der Investitionsprämie, die Verlustverrechnungsmöglichkeiten sowie schnellere und sofortige Abschreibungen gingen ebenso in die richtige Richtung und unterstützen Unternehmen darin, Risiken besser tragen zu können.

Richtung des Wachstumschancengesetzes stimmt

Baugenehmigungen Mai 2023
Destatis

Baugenehmigungen erneut gesunken

Der Bau von 23.500 Wohnungen wurde im Mai 2023 in Deutschland genehmigt. Laut Statistischem Bundesamt (Destatis) waren das 25,9 Prozent oder 8.200 Baugenehmigungen weniger als im Mai 2022. Damit ging die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen erneut stark gegenüber dem Vorjahresmonat zurück. Im April 2023 war die Menge neu genehmigter Wohnungen um 31,9 Prozent gegenüber April 2022 und im März 2023 um 29,6 Prozent gegenüber März 2022 gesunken. Von Januar bis Mai 2023 wurden insgesamt 113.400 Baugenehmigungen für Wohnungen erteilt, das waren 27,0 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum (Januar bis Mai 2022: 155.300).
Zum Rückgang der Bauvorhaben dürften weiterhin vor allem steigende Baukosten und zunehmend schlechtere Finanzierungsbedingungen beigetragen haben. In den Ergebnissen sind sowohl die Baugenehmigungen für Wohnungen in neuen Gebäuden als auch für neue Wohnungen in bestehenden Gebäuden enthalten.

In neu zu errichtenden Wohngebäuden wurden von Januar bis Mai 2023 insgesamt 94.000 Wohnungen genehmigt. Das waren 30,5 Prozent oder 41 200 Wohnungen weniger als im Vorjahreszeitraum. Dabei ging die Zahl der Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser um gut ein Drittel (35,1 Prozent beziehungsweise 12.200 Wohnungen weniger) auf 22.600 zurück. Bei den Zweifamilienhäusern sank die Zahl genehmigter Wohnungen sogar um mehr als die Hälfte (minus 53,5 Prozent beziehungsweise minus 7 500) auf 6.500. Auch bei der zahlenmäßig stärksten Gebäudeart, den Mehrfamilienhäusern, verringerte sich die Zahl der genehmigten Wohnungen deutlich, und zwar um mehr als ein Viertel (minus 26,5 Prozent beziehungsweise 22.100 weniger) auf 61.200.

https://www.destatis.de