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Autor: Möbelfertigung

Die Furnierbranche hat ein gutes Immunsystem

Ursula Geismann, IFN-Geschäftsführerin, gab kürzlich einen Überblick zur Wirtschaftslage: „Multiple Krisen prägen die aktuelle Situation. Alles scheint immer schlimmer zu werden, denn durch die Komplexität der Lage sind auch unsere alten Werte unter Beschuss. In Volkswirtschaften, die auf immer mehr Leistung und immer mehr Wachstum setzen, ist es daher nicht verwunderlich, dass die gefühlte Lage negative Auswirkungen auf die Psyche hat. Inzwischen geht die seelische Verfasstheit auch in unserer Gesellschaft in Richtung Resignation. Viele Menschen empfinden die Krise(n) als Dauerkatastrophe. Viele empfinden ,Ohnmacht mit abwartender Fassungslosigkeit‘, wie es das Institut Rheingold formulierte.

Auch das Stimmungsbild in der europäischen Furnierbranche ist zum Ende dieses Jahres schlechter als im Vorjahr. Zu den weiter andauernden Versorgungsengpässen und Lieferkettenproblemen kommen die mit Unsicherheit verbundenen geopolitischen Entwicklungen. Die steigende Inflation, anziehende Energie- und Rohstoffpreise sowie allgemeine Rezessionsängste trüben den Optimismus ein. Doch unsere Unternehmen erkennen auch die Herausforderungen: Statt den Kopf in den Sand zu stecken und ohnmächtig abzuwarten, legen sie den Fokus auf den Ausbau ihrer eigenen Krisenfestigkeit, ohne langfristige Themen wie Personal und Nachhaltigkeit aus dem Auge zu verlieren. Einschränkungen fördern Kreativität. Anpassungen an weltwirtschaftliche und ökologische Veränderungen begegnet die Furnierbranche mit der Weiterentwicklung ihrer Strategien und Denkpfade. Auch wenn sich Deutschland und Europa, ja vielleicht sogar die meisten Länder der Welt auf dem Weg in eine wirtschaftliche Rezession befinden, strecken unsere Unternehmen ihre Fühler mutig in alle Richtungen aus. Die meisten Unternehmen haben dank ihrer jahrzehntelangen Erfahrungen heute eine konsolidierte Existenz mit einem sehr hohen Reifegrad. Sie sind für Krisenzeiten gut gewappnet. Außerdem entsinnen sich viele Brancheninsider, dass manchmal nach fetten Jahren einfach magere folgen.

Die Wirtschaftsweisen sind sich einig, dass die Stimmung derzeit viel schlechter ist als die Realität. Abwärtsrisiken werden überbewertet, weil die Angst eine so große Rolle spielt. Das Phänomen Angst ist für Branchen und Unternehmen keine neue Erklärung. „Wirtschaft ist zu 50 Prozent Psychologie“, pointierte der „Vater“ der sozialen Marktwirtschaft, Ludwig Erhard, Anfang der 1960er Jahre. Das heißt, wir alle, jeder Einzelne, aber auch Politik und Medien müssen jetzt einen Beitrag leisten, uns selbst und damit die Stimmung in den Gesellschaften wiederzubeleben. Fakt ist, dass Holz und damit Furnier das Trendmaterial der Zukunft ist. Die Furnierbranche geht daher trotz allem optimistisch in die Zukunft. Unsere Resilienz ist entscheidend, um die bevorstehende Rezession zu überwinden und zu einem notwendigen Aufbruchklima positiv beizutragen.

2021 stieg das Marktvolumen für unseren ökologisch-nachhaltigen Werkstoff in vielen europäischen Ländern und auch in Deutschland deutlich an. Nach der Pandemie-Delle konnten auch die Importe und Exporte von Furnier wieder zulegen. Auch die Produktion in Deutschland konnte zulegen, sodass 2021 insgesamt ein sehr zufriedenstellendes Jahr war. Umsatzzuwächse gab es vor allem in den Bereichen Möbelindustrie, Möbelhandwerk und im Innenausbau. Eher stagnierend waren die Absatzmengen in der Automobilfertigung. Zum Erfolg des Jahres 2021 tragen zudem eine Fülle von alltäglichen bis extravaganten Lifestyleprodukten aus und mit Furnier bei.

Das Marktvolumen stieg 2021 im Vergleich zum Vorjahr nochmals deutlich um 19,9 Prozent auf 100 Millionen Euro (siehe Grafik). Die inländische Produktion kletterte im vergangenen Jahr auf 72,8 Millionen Euro. Die Exporte nahmen um 6,4 Prozent auf 130,4 Millionen Euro zu. Ebenfalls und noch deutlicher zulegen konnten die Importe um 9,4 Prozent auf 157,6 Millionen Euro.

Damit hat das inländische Marktvolumen für Furnier im Zehnjahres-Verlauf an Stabilität gewonnen und wuchs im Jahr 2021 erneut deutlich. Trotzdem entwickelt sich Deutschland seit den letzten beiden Jahrzehnten von einem starken Furnierproduzenten zu einer Handelsdrehscheibe für Furnier. Der größte Teil der in Deutschland verarbeiteten Furniere wird inzwischen nicht mehr in Deutschland selbst produziert, sondern aus dem Ausland importiert.

Die wichtigsten Ursprungsländer der Importe von Furnier im Jahr 2021 waren – wie auch schon im Vorjahr – die Ukraine mit Mio. 21 Millionen Euro, dicht gefolgt von Österreich mit 19 Millionen Euro, gefolgt von den USA mit 14 Millionen Euro. Behaupten konnten sich die Lieferländer Slowakei, Ungarn und Kroatien. Die Top-Ten Lieferländer von Furnier nach Deutschland machen über 80 Prozent an den gesamten Importen aus (siehe Grafik).

Auch die Furnierausfuhrmengen konnten 2021 wieder zulegen. Der Exportwert wuchs im Jahr 2021 um 6,4 Prozent auf 130,4 Millionen Euro. Zu den wichtigsten Exportmärkten gehörten Italien mit 12,6 Millionen Euro und die USA mit 12,3 Millionen Euro. Tschechien belegt mit 10,4 Millionen Euro den dritten Platz, gefolgt von Österreich mit 9,5 Millionen Euro. Auffällig ist hier die hohe Steigerungsrate von Exporten nach Belgien und Dänemark. Die Top-Ten Länder hatten damit 2021 einen Anteil von Rund Zwei-Dritteln aller Exporte. (siehe Grafik)

Für 2022 zeichnet sich ein wirtschaftlich positives Jahr in der Furnierbranche ab. Die Branche profitiert von guten Umsatzzuwächsen und einem wieder gut florierenden Handel. Eine Prognose 2023 ist durch die vielen Unsicherheiten und Risikofaktoren fast unmöglich. Der erweiterte Krieg in der Ukraine, die auch damit verbundenen Preiserhöhungen des Rohstoffes Holz und seinem Furnier, die enorm steigenden Energiekosten und die gleichzeitige Abschwächung der privaten Konsumlaune, könnten in einigen Abnehmerbereichen zu Rückgängen führen. Anzeichen, dass sich der Rohstoffmarkt Holz in Angebot und Preis stabilisiert, kamen im laufenden Jahr immer wieder auf, verschwanden dann aber auch wieder wie Schall und Rauch. Trotz aller schwierigen und uneinschätzbaren wirtschaftlichen Faktoren ist Furnier das Trendmaterial der Zukunft. So kann es durchaus sein, dass es sich mehr Anteile an einem wahrscheinlich schrumpfenden Absatz erobert.“

Neues Seminarprogramm für Holzverarbeiter

Adler hat kürzlich sein neues Seminarprogramm verschickt – eine umfang- und abwechslungsreiche, kunterbunte Kurspalette. Die Schulungen finden im Frühjahr und teils auch im Herbst 2023 im Adler-Werk in Schwaz oder in den Servicestützpunkten in Österreich, Deutschland und der Schweiz beziehungsweise fallweise auch als Webinar statt. Selbstverständlich werden aber auch wieder individuell zusammengestellte Seminare direkt vor Ort beim Kunden angeboten.

Natürlichkeit ist Trumpf: Ob es um die Gestaltung von möglichst naturbelassen wirkenden matten Oberflächen mit Ölen, Wachsen oder eben den speziellen Natureffektlacken von Adler geht, die Umstellung auf nachhaltige Wasserlacke schmackhaft gemacht wird oder ob die Herstellung des gefragte Altholz-Looks mit modernen Beizsystemen gefragt ist – die Adler Experten vermitteln das nötige Fachwissen und die richtigen Kniffe bei der Anwendung. Denn wie immer steht die Praxis im Vordergrund: Selber grundieren, schleifen, spritzen und Musterflächen begutachten ist angesagt!

Wer noch tiefer in die Lackier-Materie eintauchen will, dem seien zwei Adler Fortbildungen besonders ans Herz gelegt: Einerseits können interessierte Mitarbeiter, auch ohne Vorkenntnisse, den „Adler Lackierermeister – die Lizenz zum Lackieren“ erwerben. Und für Beschäftigte in der Fenster- und Haustürenindustrie bietet sich das Absolvieren des „Lackierer-Eignungsnachweises für die industrielle Beschichtung von Holzfenstern und -türen“ an. Apropos Fenster: Ein Seminar zu den neusten Trends im Fensterbeschichtungsbereich findet sich ebenfalls im Programm. Oberflächen-Verantwortliche aus der Industrie freuen sich über tiefe Einblicke in die spannende Farbmetrik-Materie. Für Holzbauer und Zimmerer wird hingegen die Möglichkeit geboten, erstmals die revolutionäre Brandschutzbeschichtung Adler Pyrolan zu testen.

Alle Seminare samt Detailbeschreibung und Möglichkeit zur Online-Anmeldung finden Interessierte unter www.adler-lacke.com/seminare. Schnell sein lohnt sich: Bei Anmeldung bis zum 31. Dezember 2022 ist die Teilnahme für eine Person pro Betrieb kostenlos.

„Internationale Möbeltage Dresden“ 2023

Im März treffen sich wieder Forschung und Industrie

Sie nehmen Fahrt auf: Die Vorbereitungen der „Internationalen Möbeltage Dresden“ 2023 am 22. und 23. März 2023. Zum zweiten Mal reist das B2B Branchennetzwerk „möbelferigung“ nach Dresden mit dem Vorsatz, in der Dreikönigskirche Interessierten aus der (Möbel-)Industrie „Forschung an der Schwelle zur Praxis“ näher zu bringen. Das Konzept der „Internationalen Möbeltage“ sieht vor, dass branchennahe Forschungs- und Lehrinstitute aktuelle Projekte präsentieren können – und zwar nicht Grundlagenforschung, sondern Forschungsergebnisse, die die Industrie zeitnah aufgreifen könnte, um Produktionsabläufe oder Produkte zu verändern. Seien Sie gespannt und reservieren Sie sich die beiden Tage im März. Dresden ist sowieso immer eine Reise wert… Auf der Homepage www.moebeltage.de lässt sich aktuell noch erleben, was in 2021 präsentiert wurde, in Kürze steht dort das neue Programm bereit. Anmeldungen sind auch zeitnah möglich.

Über individuelle Sponsoring-Möglichkeiten im Rahmen des Kongresses und die begleitende Ausstellung im Rahmen des Kongresses informiert Sie Hans-Christian Hahn, 040-632018-43, hans-christian.hahn@vincentz.net.

Erneut ausgezeichnet

Die Nowy Styl Deutschland GmbH wurde im bundesweiten Wettbewerb „Büro & Umwelt“ erneut ausgezeichnet und erzielt in diesem Jahr den ersten Platz in der Kategorie „Unternehmen mit bis zu 500 Mitarbeitenden“. Somit konnte das Ergebnis von 2021 (3. Platz) übertroffen werden.

Ins Leben gerufen wurde der Wettbewerb 2008 vom B.A.U.M. e.V. – dem Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften. Seither zeichnet die Organisation jedes Jahr Unternehmen aller Größenordnungen sowie öffentliche Einrichtungen und Verwaltungen aus, die sich durch ressourcenschonendes, energieeffizientes Verhalten im Büro und eine nachhaltige Arbeitsplatzgestaltung hervorgetan haben.

„Wir freuen uns über die erneute Auszeichnung und dass wir unser Ergebnis gegenüber dem Vorjahr noch verbessern konnten! Nicht nur in aktuellen Zeiten ist ein verantwortungsvoller Umgang mit den Ressourcen besonders wichtig – dies spiegelt sich in unseren Aktivitäten für eine nachhaltige Entwicklung sowie in unserer gesamten Unternehmenskultur wider“, so Thomas Windeler, zuständig für das Qualitäts-, Umwelt- und Energiemanagement bei der Nowy Styl Deutschland GmbH.

Die offizielle Preisverleihung findet am 7. Februar 2023 im Rahmen des Sustainable Office Day auf der „Ambiente“ Messe in Frankfurt statt.

Weitere Erfolge im Bereich Nachhaltigkeit und soziale Verantwortung beweist das Unternehmen mit der jüngsten EcoVadis-Bewertung: so erhielten Nowy Styl und die Tochtergesellschaft, Nowy Styl Deutschland GmbH, dieses Jahr beide das höchstmögliche Rating mit der Platin-Medaille und gehören somit zu den besten ein Prozent aller bewerteten Unternehmen.

Ein zusätzlicher Erfolg war die erfolgreiche Zertifizierung für eine Vielzahl von Produkten, nach dem höchsten FEMB „LEVEL 3“ – Nachhaltigkeitsstandard, welcher die Wirkungsbereiche Material, Energie und Atmosphäre, Gesundheit von Mensch und Ökosystem und soziale Verantwortung umfasst.

Holz lang und vielfältig nutzen

Wertvoll bis zum kleinsten Span: Holz gehört die Zukunft. Nachwachsend und vielfältig verwendbar, kommt es in verschiedensten Bereichen zum Einsatz. Dabei zentral: An erster Stelle steht immer die Schaffung werthaltiger Produkte und erst dann die differenzierte Nutzung bis zur optimalen Ressourceneffizienz. Denn Holz wirkt sich auch messbar positiv auf die Umwelt aus. Wälder entziehen der Atmosphäre klimaschädliches CO2. Durch die Photosynthese der Bäume wird Sauerstoff wieder abgegeben und Kohlenstoff im Holz gespeichert. Allein ein Kubikmeter Holz bindet eine Tonne CO2. Kein Wunder also, dass das Naturmaterial in Österreich eine relevante Rolle spielt. Nahezu die Hälfte des Landes ist mit Wald bedeckt. Das entspricht rund vier Millionen Hektar. Alle 3,4 Milliarden Bäume Österreichs hätten übereinander gestellt eine Länge von 50 Millionen Kilometer – das entspricht der 130-fachen Strecke von der Erde bis zum Mond! Aber das ist noch nicht alles: In den Wäldern werden rund 3.600 Millionen Tonnen CO2 gebunden. Außerdem sind sie ein bedeutender ökonomischer Faktor, denn Holz gehört zu den wichtigsten nachwachsenden Rohstoffen für die biobasierte Wirtschaft.

Deshalb ist es sinnvoll, den natürlichen Rohstoff Holz möglichst lange stofflich in Produkten wie Möbeln oder Holzhäusern zu nutzen. So erfüllt Holz seine Funktion als wichtiger Kohlenstoffspeicher noch umfassender. Denn erst wenn Holz verbrennt oder verrottet, wird das CO2 freigesetzt. Experten empfehlen deshalb die kaskadische Nutzung. Dabei kommt das geerntete Holz in hintereinander geschalteten Verarbeitungsprozessen mehrfach zum Einsatz. „Die kaskadische Holznutzung ist für die Möbelindustrie ein entscheidender Schritt zur Ressourceneffizienz und Erhöhung der Wertschöpfung als kreislauffähiger Werkstoff sowie zum Klimaschutz“, erklärt Dr. Georg Emprechtinger, Vorsitzender der Österreichischen Möbelindustrie.

Zahlreiche Ökobilanzen belegen, dass eine stoffliche Nutzung mit einer anschließenden energetischen Verwertung ein unverzichtbarer Beitrag auf dem Weg zur Klimaneutralität ist. Je länger die Nutzungskaskaden der Altholzprodukte andauern, desto stärker überwiegen die Vorteile. „Die nachhaltige Waldbewirtschaftung ist Voraussetzung für die Verfügbarkeit von Holz als Werkstoff und den Erhalt ökologischer Funktionen des Waldes, wie saubere Luft und Trinkwasser. Darauf baut auch die umweltfreundliche Weiterverarbeitung des Holzes auf“, unterstreicht Emprechtinger. „Der Verband der Österreichischen Möbelindustrie setzt sich für die wertgerechte Verwendung von Holz ein. Deshalb sollte gutes, qualitätsvolles Holz so umfassend wie möglich langfristig genutzt werden. Wir in der Möbelindustrie bereiten den Menschen mit schönen und langlebigen Möbeln über viele Jahrzehnte Freude und unsere Produkte leisten als CO2-Speicher einen Beitrag zum Klimaschutz.“

Probleme in China haben zu Liquiditätsengpass geführt

Nachdem das Amtsgericht Münster neulich die vorläufige Insolvenzverwaltung über Warendorf Küchen angeordnet hat, nimmt das Verfahren wie schon 2019 Stefan Meyer von der Kanzlei Pluta als vorläufiger Insolvenzverwalter in die Hand. Er wird dabei unterstützt von RA Christoph Chrobok und RA Dr. Ria Brüninghoff. Gemeinsam mit der Geschäftsführung wird das Team nun Gespräche mit den Kunden und den Geschäftspartnern führen. Die rund 100 Mitarbeiter:innen des Unternehmens wurden von den Verantwortlichen bereits informiert. Die Gehälter der Beschäftigten sind über das Insolvenzgeld für drei Monate gesichert.

In einem ersten Schritt geht es darum, den Geschäftsbetrieb zu stabilisieren und anschließend die langfristige Fortführungsprognose zu prüfen. Zunächst wird der Geschäftsbetrieb fortgeführt. „Wir werden nun schnellstmöglich alle bestehenden Aufträge analysieren und nach der ersten Bestandsaufnahme mit den Kunden Kontakt aufnehmen, um diese über den weiteren Fortgang zu informieren,“ erklärt Meyer.

Auch zum Hintergrund der Insolvenz nahm der Insolvenzverwalter Stellung: So hängen die Liquiditätsschwierigkeiten mit der derzeitig wirtschaftlichen Lage in China zusammen und der Tatsache, dass Investor Wang angesichts der „in seinem Heimatmarkt vor großen Herausforderungen steht“. Denn die Null-Covid-Politik habe auch weitreichende, negative Auswirkungen auf die dortige Baubranche, die damit maßgeblich das Projektgeschäft von Warendorf beeinflussen. So musste ein für November und Dezember fest geplanter Großauftrag auf unbestimmte Zeit in das Jahr 2023 verschoben werden. Diese Verschiebung führt zu erheblichen Umsatzeinbußen und folgend zu Liquiditätsengpässen. Aufgrund der Auswirkungen dieser schwierigen wirtschaftlichen Situation in China hat der Gesellschafter und Investor mitgeteilt, Warendorf aktuell nicht mehr finanziell unterstützen zu können.

Das bedeutet für das Unternehmen, den Insolvenzantrag stellen zu müssen. „Die Situation kam für mich, insbesondere nach der kurzen Zeit bei Warendorf, als auch für das gesamte Team sehr überraschend – umso mehr, da wir gerade auf einem so vielversprechenden, positiven Weg sind. Wir konnten den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr 2021 im laufenden Jahr um ca. 20 Prozent erhöhen, haben ambitionierte Neukunden gewonnen und eine klare Differenzierungsstrategie entwickelt. Ich glaube fest daran, dass Warendorf zu einer der erfolgreichsten Premiummarken werden kann und hoffe stark, dass wir für diese Situation eine Lösung finden“, so Daniel Griehl, Geschäftsführer der Warendorf Küchenfabrik GmbH.

Auf der Hausmesse 2022 wurde gerade erst das Küchendesign Konzept 1 präsentiert, was von Kunden und Partnern sehr gut angenommen worden sei. Der Umsatz von Warendorf belief sich 2021 nur noch auf rund 8 Millionen Euro. Besondere Markenzeichen der Manufaktur bilden dabei vor allem ein sogenannte Faltkorpus, welcher den Schrankkonstruktionen besondere Stabilität und in der Konstruktion Flexibilität verleiht, sowie handgearbeitete Lack- und Furnieroberflächen.

Verpasst der Mittelstand den Anschluss in Sachen Künstlicher Intelligenz?

Nach einer Studie der Marktforscher vom IDC (International Data Corporation) wird der KI-Markt voraussichtlich im kommenden Jahr die 500-Milliarden-Dollar-Marke überschreiten. Und in Deutschland? Der Digitalverband Bitkom hat dieses Jahr über 600 Unternehmen ab 20 Beschäftigten befragt und eine große Lücke entdeckt. die große Mehrheit sieht die Chancen von KI aber nur neun Prozent setzen sie ein. Immerhin ein Viertel denkt über einen Einsatz nach aber diese Zahl wächst seit drei Jahren nicht relevant.

„Hinderungsgründe sind dabei nicht etwa fehlende Investitionsbereitschaft, sondern meist der Mangel an Fachleuten und an Trainingsdaten oder Datenzugang“, so Verena Fink, Geschäftführerin von Woodpecker Finch in der möbelfertigung 8/2023. „Außerdem zeigen sich hierzulande doch die Auswirkungen der Krisenlage in Energie und Lieferkette. Viele Unternehmen schalten in den Krisenmodus und priorisieren Operationsthemen nach vorne.“

Da besteht die Gefahr, dass kleine und mittelständische Unternehmen bald den Anschluss verlieren. Und nicht nur in dieser Hinsicht. Denn die technisch sehr gut aufgestellten Küchenmöbelhersteller weiten ihre Kompetenzen in andere Wohnbereiche aus. In Sachen Produktion und Logistik dürften sie – allgemein betrachtet – an der Spitze der Möbelhersteller stehen. Und sicher anderen Branchenteilnehmern zunehmend Marktanteile streitig machen. Der Möbelkuchen wird also mittelfristig neu verteilt.

Diese und andere spannende Themen finden Sie in der „möbelfertigung 8/2022“, die am 14. Dezember erscheint. Bereits jetzt können Sie das Magazin online lesen.

Weitere Themen der Ausgabe: Weshalb Rotpunkt Küchen als einziges Unternehmen 536 Küchen für das „UN17-Village“ in Kopenhagen liefert. Warum der Mittelstand in Sachen KI den Anschluss zu verlieren droht. Wo Geschäftsführer Jörg Lindemann besondere Potenziale für die Zukunft von Hailo sieht. Wie Egger in die Zukunft investiert. Warum aus Sicht von Biesse Deutschland ein ganz entscheidender Motor für technologische Trends ist. Wie sich die Ligna im kommenden Jahr noch mehr auf das Kerngeschäft fokussieren will. Und vieles mehr…

Darüber hinaus: Das Special „Beschläge & Licht“ mit zahlreichen technischen Innovationen, die das Möbel weiter aufwerten.
Außerdem: Die wichtigsten CAD/CAM-Spezialisten auf einen Blick.

Gründet Kompetenzzentrum für Umwelttechnik in Kaiserslautern

Als weltweit agierender Anbieter von Brennern, Trocknungs- und Energieanlagen setzt die Firma Büttner Energie- und Trocknungstechnik GmbH – ein Unternehmen der Siempelkamp-Gruppe – seit Jahrzehnten erfolgreich auf Innovation und Weiterentwicklung. Dabei folgt es dem Ziel, jedem Kunden die optimale Lösung zu bieten, individuell angepasst an die jeweilige Anforderung. Nun geht Büttner mit der Gründung seines neuen umwelttechnischen Kompetenzzentrums in Kaiserslautern den nächsten konsequenten Schritt und erweitert seine Produktpalette im Bereich Umwelttechnik nachhaltig.

Ab sofort konzipiert und konstruiert Büttner am neuen Standort mit einem erfahrenen Team aus Spezialisten sowohl Trockenelektrofilter zur Abscheidung von Asche aus heißen Rauchgasen von Energieanlagen als auch Nasselektrofilter zur Reduktion von Partikeln und flüchtigen Emissionen aus der Abluft von Trocknungs- und Pressensystemen.

Für Neukunden bietet sich damit die Möglichkeit, bereits bei der Planung und Konzeption ihrer Anlagen einen Fokus auf energetische Effizienz und die Verringerung von Emissionen zu setzen. Aber auch Bestandskunden können sich vom neuen Kompetenzteam hinsichtlich Modernisierung, Umbau und Erweiterung ihrer bestehender Anlagen beraten lassen.

„Der Bereich Umwelttechnik wird weiter an Bedeutung gewinnen. Wir sind stolz darauf, unser Leistungsspektrum im Bereich integrierter Umwelttechnik zeitgemäß und kompetent erweitern zu können, um auch zukünftig angepasste Lösungen für alle Anforderungen zu bieten“, sagt Andreas Klug, Geschäftsführer der Büttner Energie- und Trocknungstechnik GmbH in Krefeld.

Cor

50 Jahre „Trio“

Es ist ein integratives Möbel, ein mobiles Möbel, definitiv kein Statusmöbel und schon gar nicht eins, das laut ist. Was „Trio“ auszeichnet, ist ihre einfache Form mit klaren Linien, die ohne jeglichen Schnickschnack auskommt. Der fokussierte Minimalismus hat nur ein besonderes Detail: die doppelte Steppnaht entlang der Kontur.

50 Jahre „Trio“ – das will gefeiert werden. Mit einer umfangreichen Kommunikations- und Marketingkampagne das gesamte Jahr über. So gehen neun farbenfrohe „Trio“ Inszenierungen als temporäre Roadshow auf Reisen und machen bei den Cor Handelspartnern in Deutschland, Österreich, Belgien, der Schweiz und den Niederlanden Halt. Dabei wird die „Trio“ in einen exklusiv für Cor entworfenen Jubiläumsstoff gekleidet. Das hochflorige, strapazierfähige Gewebe – eine Reminiszenz an den legendären Cor-Flausch der 1970er – erhält sein weiches, luftiges Volumen durch das verwebte Chenille-Garn. Die Farbpalette reicht dabei von sanften Naturtönen über klassische Grau-Abstufungen bis zu kräftigem Messinggelb, Gletscherblau, Petrol sowie tiefem Tannengrün und dezentem Mauve – alles Nuancen, die von der Weberei nach Cor Wünschen umgesetzt wurden.

Die unvergängliche Anpassungsfähigkeit verhilft „Trio“ seit einem halben Jahrhundert in internationale Wohnzimmer und öffentliche Räume unterschiedlichster Art. Ob Architekturbüros, Privatkliniken oder Wartebereiche großer Firmenzentralen, „Trio“ passt sich dem Leben an, den Bewohner:innen und Be-Sitzer:innen. Einer Zeit des Aufbruchs entsprungen, schafft es der Designklassiker, stets ein freies und mobiles Wohngefühl zu vermitteln. „,Trio‘ verkörpert ein junges, unbeschwertes Lebensgefühl“, erklärt Leo Lübke, Geschäftsführender Gesellschafter Cor. „Aus demselben Satz an Modulen lassen sich spielerisch immer wieder neue Wohnwelten gestalten.“

Erstmals wurde „Trio“ von 1973 bis 1983 von Cor produziert. Zwischen 1998 und 2002 änderte sich kurzzeitig das Design und „Trio“ wurde auf „Füße“ gestellt. Im Jahr 2016 fand sie aber zum Ursprungsentwurf zurück. Heute ist „Trio“ mit einem hochwertigen Massivholzgestell aus Buche ausgestattet und nur in Sitzhöhe und -tiefe etwas angepasst. Die Unterseiten der lose aufliegenden Rücken- und Armlehnen sind mit einem Skifell ausgestattet, das aufgrund der nach hinten verwobenen Fasern eine besondere Bremseigenschaft aufweist. Es gewährleistet den nötigen Halt auf den Sitzpolstern.

Wenige Handgriffe und nur drei simple Elemente benötigt es, um aus einem „Trio“ Sofa einen Sessel, eine gemütliche Liegelandschaft oder Schlafgelegenheit zu kreieren. Zu verdanken ist das den drei Grundmodulen: Sitzelement, Rücken- und Armlehne. Der Grundbaustein ist genau einen Meter lang und einen Meter tief. An ihm richten sich alle weiteren Elemente aus. Die flexible Rückenlehne verleiht der „Trio“ die Anpassungsfähigkeit und Spontanität. Liegt darin ihr Erfolgsgeheimnis? So wandert eine „Trio“ im Laufe ihres Lebens nicht selten aus dem Wohnzimmer ins Kinder- oder Gästezimmer, um dann wieder im Wohnzimmer der nächsten Generation zu landen. Seit 2018 ist Trio auch als Schlafsofa erhältlich.