Zur wirtschaftlichen Lage der Furnierbranche
Ursula Geismann, Geschäftsführerin der Initiative Furnier + Natur e.V., berichtet über den Industriezweig Furnier: „Die Wirtschaftslage innerhalb der Furnierbranche wird im laufenden Jahr alles in allem als zufriedenstellend bewertet. Im Jahresverlauf wurden globale Handelsverflechtungen, die auch instabil sein können, immer deutlicher. Andererseits sind internationale Lieferketten und Handelsbeziehungen auch ein Garant für wirtschaftliche Abfederungen, falls es vor allem in Deutschland und Teilen Europas zu einer stärkeren Rezession kommen wird. Leider deuten viele wirtschaftliche Rahmenbedingungen, wie die sinkende Bautätigkeit, steigende Kreditzinsen, hohe Energiepreise und die hohe Inflation einerseits und anderseits steigende Lohnkosten für Unternehmen und damit auch bei Produkten und Dienstleistungen für Verbraucher, auf eine weitere Reduzierung der Konsumlaune hin.
Furnier ist andererseits ein Trendmaterial, welches sich weiter zum Substitut unökologischer Werkstoffe und Oberflächen entwickeln kann. So kann es gut sein, dass es sich mehr Anteile an einem wahrscheinlich schrumpfenden Absatz erobert. Gute Erfolge werden im laufenden Jahr beispielsweise durch Exporte von Furnier in Länder erzielt, in denen Möbel wiederum für den großen deutschen und europäischen Markt produziert werden. Die Statistik zeigt das große Volumen und Absatzwachstum nach Tschechien, Polen und China und hin zum klassischen Möbellieferland Italien. Echtes Furnier punktet mit seiner Funktionalität bei gleichzeitiger Sinnlichkeit.
Bei den möglichen Szenarien für das Jahr 2024 bleiben die Mitglieder der Initiative Furnier + Natur ruhig und realistisch. Nach Branchenumfragen sind gute Auftragseingänge vor allem im Objektgeschäft und wertigen Individualgeschäft zu verzeichnen. Die Branche hat viel zu bieten, erobert neue Geschäftsfelder und bleibt daher verhalten optimistisch.“
Furnier Initiative Furnier + Natur









