Zum vierten Mal in der Insolvenz
Eigentlich heißt es „alle guten Dinge sind drei“ . Ob bei Warendorf Küchen überhaupt noch einmal etwas „gut“ wird, bleibt abzuwarten – beziehungsweise wird immer unwahrscheinlicher. Denn jetzt gibt es die nun schon vierte Insolvenz für den Traditionshersteller. Besonders das Jahr 2023 war geprägt von vielen Veränderungen, immerhin wurde Warendorf Küchen im März von Hülsta unter der Regie von Dr. Thomas Knecht „geschluckt“. Im laufenden Eigeninsolvenzverfahren von Hülsta.
Das Thema Dr. Thomas Knecht hat sich mittlerweile erledigt und auch Daniel Griehl, der zuletzt noch als Geschäftsführer bei Warendorf agierte, ist nicht mehr mit an Bord. Statt dessen setzte der Investor, das Hamburger Family Office Drengenberg, auf einen eigenen Mann als geschäftsführender Gesellschafter: Mike Hemmerich. Außerdem sollte jetzt im Dezember Michael Spadinger mit an Bord kommen.
Jetzt ist alles anders: Für die Warendorf Werke GmbH wurde am Amtsgericht Münster unter dem Aktenzeichen: 83 IN 29/23 erneut ein Insolvenzverfahren eröffnet. Aus der Branche ist zu hören, dass sich das Family Office aus Warendorf zurückziehen will, die genaue Prüfung vor Ort in den letzten Wochen hätte ein anderes Ergebnis gezeigt, als bei Übernahme im März präsentiert wurde.
Rechtsanwalt Stephan Michels aus Münster wurde offiziell zum vorläufigen Insolvenzverwalter bestellt.
Kein schönes Weihnachtsgeschenk für die verbliebenen Beschäftigten bei dem Küchenmöbelproduzenten, denn der Ausgang des Verfahrens ist mehr als ungewiss.
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