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Autor: Möbelfertigung

Über 100 Mio. Dollar Invest in Nordamerika

Die Felix Schoeller Group setzt ihr Wachstumsprogramm für Nordamerika konsequent um. Ab dem Jahr 2023 werden die Kapazitäten an den Standorten des Unternehmens in den USA und Kanada in drei Schritten deutlich ausgebaut.

Im ersten Schritt geht Mitte 2023 ein neuer Silikoncoater am Standort in Pulaski, NY an den Start. Damit ermöglicht die Felix Schoeller Group die lokale Versorgung des amerikanischen Marktes mit silikonisierten Releaselinern und -folien. Hierbei setzt das Unternehmen nicht nur auf die lösemittelfreie, sondern auch auf die lösemittelhaltige Silikontechnologie – und das unter Nutzung besonders energieeffizienter und umweltfreundlicher technologischer Lösungen.

Weitere Maßnahmen im Zuge des Kapazitätsausbaus bis 2025 sind zum einen der Ausbau der Papiermaschine im kanadischen Drummondville von derzeit 32.000 Tonnen auf über 40.000 Tonnen pro Jahr. Diese Erweiterung soll im vierten Quartal 2023 abgeschlossen sein. Zum anderen plant der Spezialpapierhersteller, in den Bau einer zweiten Papiermaschine für den nordamerikanischen Markt zu investieren. Auf der Anlage sollen dann bis zu 50.000 Tonnen Dekorpapiere pro Jahr produziert werden. Im Zuge der Projektierung werden der Standort und die Details der technischen Ausstattung festgelegt. Darüber hinaus plant die Felix Schoeller Group weitere gezielte Investitionen in Nordamerika, sodass zukünftig auch eine lokale Herstellung von Releaseliner Rohpapieren möglich wird. Das gesamte Investitionsvolumen in die Produktion hochwertiger Dekor- und Releaseliner Papiere für die USA und Kanada wird voraussichtlich mehr als 100 Millionen US-Dollar betragen.

„Mit der deutlichen Erweiterung unserer Produktfähigkeiten und -kapazitäten in Nordamerika folgen wir dem Plan des konsequenten Ausbaus unserer lokalen Lieferstrategie. Wir sind und wollen mit unseren Produkten immer in den Märkten vertreten sein, wo unsere Kunden zuhause sind“, so Hans-Christoph Gallenkamp, CEO der Felix Schoeller Group. Der Dekorpapiermarkt in Nordamerika zeigt eine konstant gute Dynamik und wird unter anderem aufgrund des Bevölkerungswachstums, dem daraus resultierenden Wohnungsbedarfs und der damit einhergehenden Investitionen der Holzwerkstoffindustrie in den kommenden Jahren weiterwachsen. „Mit der Projektierung der Papiermaschine schlagen wir ein neues Kapitel in der Marktversorgung in Nordamerika auf. Wir werden damit zukünftig nicht nur unseren Kunden für hochwertige Dekorpapiere, sondern insbesondere auch denen für das Release Liner-Geschäft eine verlässliche Belieferung mit lokalem Service und Produktion bieten“, betont Michael Szidat, der als CEO der Felix Schoeller North America, sowie Technocell Canada verantwortlich für das Geschäft in Nord- und Südamerika ist. „Nicht zuletzt hat die Corona-Krise gezeigt, wie wichtig eine solche zuverlässige lokale Versorgung ist“, so Michael Szidat weiter.

„Discovolante“ gewinnt „Archiproducts Design Award“

„Discovolante“ ist das Bodenwaschbecken von Rexa, entworfen von Monica Graffeo, die den begehrten „Archiproducts Design Award“ 2022 erhalten hat. Nach der Bewertung von mehr als 750 Einreichungen aus der ganzen Welt kürte die Jury, bestehend ausführende Persönlichkeiten aus Architektur und Design, die Gewinner der siebten Auflage der Archiproducts Design Awards. Diese wurden am 23. November im historischen Visconti-Pavillon in der Via Tortona 58 in Mailand an einem Abend zur Ehrung der Exzellenz des Designs enthüllt. Eine Veranstaltung, an der mehr als 1000 Gäste aus Architekten, Designern und Marken, aber auch Journalisten, Influencer und Art-Directors aus der ganzen Welt teilnahmen, um die Winner 2022 zu entdecken. Die in Warenkategorien unterteilten Siegerarbeiten zeichneten sich durch ihr einzigartiges Konzept und ihre Fähigkeit aus, die Exzellenz von Kreativität, Technologie und Forschung darzustellen.

Wechsel im Vorstand

Bei der Sandler AG wird es Veränderungen im Vorstand geben. Ab 1. Januar 2023 wird Philipp Ebbinghaus, Leiter der beiden Bereiche Finanzen und IT und CFO der US-Gesellschaft Sandler Nonwoven Corporation, Mitglied des Vorstands des oberfränkischen Vliesstoffherstellers. Zum 31. Dezember 2022 wird Wolfgang Höflich, Mitglied des Vorstands, nach 46 Jahren im Unternehmen in den Ruhestand treten. Der Vorstand der Sandler AG setzt sich somit ab 1. Januar 2023 aus Dr. Christian Heinrich Sandler (Vorsitzender/CEO, seit 2007), Dr. Ulrich Hornfeck (Vorstandsmitglied seit 2012) und Philipp Ebbinghaus (neues Vorstandsmitglied) zusammen.

„Ich möchte Wolfgang Höflich auch im Namen der Familie Sandler an dieser Stelle sehr herzlich für seinen fast 50 Jahre währenden Einsatz für unser Unternehmen danken. Wir wünschen ihm für den bevorstehenden Ruhestand alles Gute, vor allem viel Gesundheit, Gottes Segen – und ausreichend Zeit, um sich der Familie und auch seinen Hobbies zu widmen!“, sagt Dr. Christian Heinrich Sandler, CEO der Sandler AG. Die Internationalisierung des Geschäfts in den 80er Jahren, der globale Wettbewerb vor allem seit den 90er Jahren, gleichzeitig die spannende Zeit nach der deutschen Einheit und zuletzt die Ausnahmesituation Corona: Wolfgang Höflich hat all diese markanten Entwicklungen und Geschehnisse miterlebt und fast ein halbes Jahrhundert die Vliesstoffproduktion in Schwarzenbach mitgeprägt.

Erfolgreiche Mitgliederversammlung

Die Mitgliederversammlung der Interessengemeinschaft Leichtbau e.V., kurz igeL, fand auch 2022 in digitaler Form statt. Ein Format, das von den Mitliedern sehr geschätzt wird. So konnten der Vorstandsvorsitzende, Herr Oliver Hunger, sowie die igeL-Geschäftsführung, Herr Peter Kettler, 34 Teilnehmer zur Web–Konferenz begrüßen. Die technische Hochschule OWL, Lemgo, hatte eigens für die Übertragung der igeL-Mitglieder-versammlung ein „Nachrichtenstudio“ eingerichtet.

Das Leichtbaunetzwerk konnte auch in 2022 wieder auf zahlreiche Aktivitäten zurückblicken. Bestens in Erinnerung ist bei den Mitgliedern noch die interne Veranstaltung „igeL on Tour“ am 15.9.2022. Die Leichtbauexperten trafen sich bei der Firma Metrica in Senden, dem Spezialisten für gehobenen Yachtinnenausbau. Zu der gelungenen Veranstaltung mit Vortragsreihe, ausführlicher Betriebs-besichtigung und ausreichend Raum für das Networking konnten mehr als 30 igeL-Mitglieder begrüßt werden.

Die erfolgreiche Arbeit der Projekt- Gruppen konnte in 2022 ebenfalls fortgesetzt werden. In über 20 Sitzungen befassten sich die verschiedenen igeL-Arbeitskreise mit Themen, wie Prüfvorrichtungen für den Caravan – Innenausbau und dem Thema Formstabilität bei Klimabelastungen. Einzelne Ergebnisse, wie die eigens entwickelte Prüfvorrichtung werden im Rahmen des kommenden Caravan – Gipfels am 28. März 2023 öffentlich präsentiert.

Fester Inhalt der Arbeitsgruppen war auch wieder der Ausbau der igeL Leichtbau-Datenbank. Im Sommer 22 präsentierte der igeL e. V. die nächste Kategorie „Klebstoffe“ im Rahmen einer öffentlichen Webkonferenz. Aktuell arbeiten die igeL-Mitglieder an der nächsten Datenbank. Kategorie „Handgeräte, Maschinen und Anlagen“. Diese wird zur „Ligna“ 2023 präsentiert.

Beschluss des igeL – Vorstandes ist ein umfangreiches Invest in den Leistungsumfang der igeL Datenbank. Aktuell wurde die Version 2.0 freigeschaltet. Hiermit ist die Darstellung der Datenbankeinträge selbst auf einem Handy im responsiven Design übersichtlich dargestellt. Mit der 4. Neuauflage des igeL-Leichtbau-Musterkoffers im Frühjahr 2023 können so künftig einfachst Datenbankinhalte und Dokumente direkt per QR-Code, welcher sich auf den einzelnen Musterstücken befindet, abgerufen werden.

Die Datenbankinhalte werden 2023 darüber hinaus, im Bereich der Werkstoffe, deutlich erweitert. Die igeL Arbeitsgruppe „Neue Anforderungen, Material & Technik“ befassen sich mit weiteren Inhaltsanforderungen, wie sie für die Konstruktion, aber auch Themen wie sie für einen Produktpass etc. benötigt werden. Darüber hinaus ist der igeL e. V. mit weiteren Branchenverbänden im Gespräch, welche die etablierte Datenplattform zukünftig ebenfalls nutzen wollen.

Übergangsfrist UKCA für Bauprodukte auf 30. Juni 2025 verlängert

Wie das Prüfinstitut Schlösser und Beschläge Velbert (PIV) auf der Homepage der britischen Regierung erfahren hat, hat die UK-Regierung eine erneute Verlängerung der Übergangsfrist für CE-gekennzeichnete Produkte nun auch für Bauprodukte um weitere 2,5 Jahre, also auf den 30. Juni 2025, beschlossen. Bis dahin können in UK weiter Produkte mit der CE-Kennzeichnung in Verkehr gebracht werden und das im Januar 2021 eingeführte Konformitätszeichen UKCA (United Kingdom Conformity Assessed) ist somit bis dahin noch nicht zwingend notwendig.

„Das PIV begrüßt diese Entscheidung, denn die Verschiebung der Übergangsfrist nun auch für Bauprodukte nimmt den Druck aus den Vorgängen und gibt den Herstellern die nötige Zeit für die Umstellung“, so Andrea Horsthemke, Leiterin des Prüfinstituts Schlösser und Beschläge Velbert.

L‘Engineers

Datenaufbereitung für moderne Produktion

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Der fortschreitende demographische Wandel und der sich zuspitzende Fachkräftemangel stellt Unternehmen vor große Herausforderungen. Dazu kommt ein vom Online-­Shopping verwöhnter Markt, der immer kürzere Lieferzeiten und individuellere Produkte fordert. Die ­Automatisierung von Prozessketten bietet hier Chancen, Ressourcen zu schonen und Abläufe zu verschlanken. 

Fakt ist, dass derzeit in der ­Prozesskette der Möbelproduktion nach wie vor Menschen zahlreiche situative Entscheidungen treffen. Automatisierung findet oft nur in Abschnitten statt; beispielsweise bei Plattenoptimierung oder Bestellprozessen. Darüber hinaus hat Automatisierung oft den Beigeschmack von Stellenabbau und standardisierter Serienproduktion. Beides muss nicht mehr der Fall sein. Vielmehr ist heute das Ziel, Fachkräfte durch Automatisierung zu unterstützen und zu entlasten.

Es besteht ein grundlegender Unterschied, wie Menschen und Maschinen mit Daten und Informationen umgehen. Menschen bauen im Laufe der Zeit einen Erfahrungsschatz auf, der es ihnen ermöglicht intuitiv zu reagieren und zu improvisieren. Maschinen und Software hingegen, zeichnen sich durch eine hohe Geschwindigkeit bei repetitiven Aufgaben in zuvor klar definierten Prozessen aus. Um die Vorzüge von Mensch und Maschine gleichermaßen zu nutzen, muss intrinsisches Erfahrungswissen in geordnete Informationen und strukturierte Daten für Maschinen übersetzt werden. Bei dieser Übersetzung gilt es genau zu priorisieren, welche Informationen für den zu automatisierenden Prozess relevant sind. Versucht man zu viel intui­tives Wissen zu übertragen, werden die verarbeitenden Systeme immer langsamer und die
Datenpflege überfordert die Nutzer. Überträgt man zu wenige Daten, droht der ­automatisierte Prozess zu generisch zu werden und bietet nicht die gewünschte Performance. Es bedarf daher einer detaillierten Analyse zur Bestimmung der benötigten Daten und Informationen.

In einer ehrlichen, zukunftsorientierten Analyse der eigenen Produkte und Prozesse, darf die Antwort „das wurde schon immer so gemacht“ nicht zufrieden stellen. Untersucht man Bestehendes mit dem Ziel einer automatisierten Fertigung, bietet dies die Chance das Bekannte nochmal neu kennenzulernen und weiterzuentwickeln. Leidenschaft für das eigene Produkt ist wichtig für Qualität und Identität, jedoch eröffnen neue Methoden auch unerkannte Möglichkeiten und Freiräume. Ein neutraler Blick von außen hilft, diese Möglichkeiten und Freiräume zu entdecken und neue Impulse zu geben.

Ziel der Analyse ist die Beschreibung der Meta-­Ebene der Produkte in Logiken und Regeln. Konkret bedeutet dies beispielsweise Raster in Abmessungen nicht nur zu definieren, sondern als logische Ketten mit einer mathematischen Regel zu verstehen. Werden Möbel als Typen mit bestimmten Modulen und Untermodulen beschrieben, lassen sich Cluster bilden, die sich durch ihre innere konstruktive Logik, nicht durch ihre Zugehörigkeit zu einer Serie gruppieren.

Für ein solches Cluster ist dann nicht mehr relevant, ob es sich um einen Hochschrank aus Küchen-, Bad- oder Wohnmöbelprogramm handelt, sondern welchen Regeln der Typ Hochschrank mit den zugehörigen Modulen unterliegt. Parametrik und Variabilität wird nicht länger von einer Software vorgegeben, sondern genau das Gegenteil, es kann Software passend zu klar beschriebenen eigenen Anforderungen ausgewählt werden.

Mehr Infos: www.lengineers.de

Erwirbt Geschäftsbereiche von Omnova Solutions

Die Surteco Group übernimmt über ihre Tochtergesellschaft Surteco North America, die Geschäftsbereiche „Laminates and performance films and coated fabrics“ von der Omnova Solutions Inc, einer Tochtergesellschaft der Synthomer. Dazu wurde heute ein Kaufvertrag geschlossen. Der Erwerb steht noch unter dem Vorbehalt üblicher Übernahmebedingungen, einschließlich der behördlichen Genehmigung und der Zustimmung der Aktionäre von Synthomer.

Die Geschäftsbereiche sind auf die Produktion und den Vertrieb von Laminaten, Folien und vinylbeschichteten Stoffen spezialisiert und beschäftigen an Standorten in den USA und in Thailand insgesamt cira 880 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Umsatz in 2021 betrug 240 Mio. Euro und das Ergebnis vor Finanzergebnis, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 30,36 Mio. Euro.

Der Kaufpreis beläuft sich auf insgesamt 242 Mio. Euro. Die Transaktion finanziert Surteco über eine Brückenfinanzierung.

Die Surtco Gruppe (2021: Umsatz Mio. 757,1 Euro; EBIT Mio. 72,5 Euro; circa 3.100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter) will mit der Übernahme dieser Geschäftsbereiche ihre Marktpräsenz in den USA und in Asien stärken sowie das Produktportfolio erweitern.

Engagiert sich für Kinderbetreuung

Der Küchenzubehör-Spezialist Naber hat gemeinsam mit weiteren Unternehmen und Institutionen in Nordhorn die Investitionsmittel für eine Kindertagesstätte bereitgestellt. Planungs- und Bauphase sind erfolgreich beendet, und so kann das mittelständische Familienunternehmen den Beschäftigten eigene Betreuungsplätze für ihre noch nicht schulpflichtigen Kinder anbieten.

Die Lebenshilfe Grafschaft Bentheim, mit der Naber zugunsten einer inklusiven Arbeitsorganisation bereits seit Jahren kooperiert, gehört zur Eigentümergesellschaft und hat als erfahrener Kita-Betreiber die Trägerschaft für die neue Betriebskita übernommen. Anfang November 2022 wurde die Einrichtung mit dem Namen „GIPfelstürmer“ im Nordhorner Gewerbegebiet GIP feierlich eröffnet.

Die Belegung von 27 Plätzen der insgesamt 80 Plätze verantwortet die Stadt Nordhorn und vergibt sie an Familien unabhängig des Arbeitsplatzes. 53 Plätze stehen den Beschäftigten der Investoren beziehungsweise Eigentümer zur Verfügung. Die Gesamtheit der Kita-Plätze ist aufgeteilt in integrative und nicht-integrative Krippen- und Kindergartengruppen.

„Der Bedarf an guten Betreuungsplätzen für Kinder ist enorm hoch, und wir freuen uns sehr, dass wir unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in dieser Sache aktiv unterstützen können“, sagt Geschäftsführer Lasse Naber. Die nach neuesten pädagogischen Erkenntnissen eingerichtete Betriebskita steigert die Attraktivität der Unternehmen für Fachkräfte. Da alle Stellen für das „GIPfelstürmer“-Fachpersonal besetzt werden konnten, ist eine qualifizierte Betreuung der Kinder gewährleistet.

„World Robotics 2022 Report“ erschienen

China hat bei der Roboterdichte die weltweite Spitzengruppe erreicht und aufgrund enormer Investitionen in Industrie-Robotik erstmals die Vereinigten Staaten überholt. In der verarbeitenden Industrie stieg die Zahl der operativen Roboter auf 322 Einheiten pro 10.000 Mitarbeiter. Heute rangiert China auf dem fünften Platz weltweit. Die Top 5 automatisiertesten Länder der Welt im verarbeitenden Gewerbe 2021 sind: Südkorea, Singapur, Japan, Deutschland und China. Das sind Ergebnisse aus dem „World Robotics 2022 Report“ der International Federation of Robotics (IFR).

„Die Roboterdichte ist ein Schlüsselindikator dafür, wie sich die Automatisierung in der verarbeitenden Industrie weltweit entwickelt“, sagt Marina Bill, Präsidentin der International Federation of Robotics. „Die durchschnittliche Roboterdichte ist global auf 141 Roboter pro 10.000 Beschäftigte gestiegen – das sind mehr als doppelt so viele Einheiten wie sechs Jahre zuvor. Das schnelle Wachstum in China spiegelt die hohen Investitionen des Landes wider, das Potenzial für weitere Automatisierung bleibt hoch.“

Roboterdichte in den Regionen
Angetrieben von zahlreichen Roboterinstallationen in den vergangenen Jahren stieg die Roboterdichte in Asien seit 2016 mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von 18 Prozent auf zuletzt 156 Einheiten pro 10.000 Beschäftigte im Jahr 2021. Die Roboterdichte in Europa stieg im selben Zeitraum jährlich um 8 Prozent (CAGR) und erreichte 129 Einheiten. In Nord- und Südamerika lag sie bei 117 Robotern – ein Plus von jährlich 8 Prozent (CAGR).

Top Länder
Die Republik Korea erreichte im Jahr 2021 ein Allzeithoch von 1.000 Industrierobotern pro 10.000 Beschäftigte. Das entspricht mehr als dem Dreifachen der Roboterdichte in China. Das Land ist damit weltweit an erster Stelle. Mit seiner international anerkannten Elektronikindustrie und einem starken Automobilsektor profitiert die koreanische Wirtschaft von zwei großen Kundenbranchen für Industrieroboter.
Singapur rangiert auf dem zweiten Platz mit 670 Robotern pro 10.000 Beschäftigte im Jahr 2021. Die Roboterdichte in Singapur ist seit 2016 jedes Jahr um durchschnittlich 24 Prozent gestiegen.
Mit deutlichem Abstand folgt Japan (399 Roboter pro 10.000 Beschäftigte) auf dem dritten Rang. Die Roboterdichte in Japan hat seit 2016 jedes Jahr um durchschnittlich 6 Prozent zugenommen. Deutschland liegt als größter Robotermarkt in Europa weltweit an vierter Stelle (397 Einheiten).
China ist der mit Abstand am schnellsten wachsende Robotermarkt weltweit. Das Land führt die jährlichen Installationen an und seit 2016 ununterbrochen auch den operativen Roboterbestand.

USA
Die Roboterdichte in den Vereinigten Staaten stieg von 255 Einheiten im Jahr 2020 auf 274 im Jahr 2021. Das Land steht damit aktuell an neunter Stelle weltweit (zuvor Platz sieben) – jetzt Kopf an Kopf mit Chinesisch-Taipeh (276 Einheiten) und hinter Hongkong (304 Einheiten) sowie Schweden (321 Einheiten).