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Autor: Möbelfertigung

Zumtobel

Finale Zahlen bestätigen das starke Halbjahresergebnis

Nachdem die Zumtobel Group bereits am 10. November vorläufige Zahlen für das erste Halbjahr veröffentlicht hatte, legte der Konzern heute die finalen Zahlen für die erste Hälfte des laufenden Geschäftsjahres 2022/23 vor. Diese bestätigen das prognostizierte starke Ergebnis: In den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres hat der Lichtspezialist seine Umsatzerlöse um 10,6 Prozent auf 627,8 Mio. Euro gesteigert (Vorjahr: 567,4 Mio. Euro), währungsbereinigt liegt das Plus bei 8,8 Prozent. Das operative Ergebnis (EBIT) stieg um 45,2 Prozent auf 50,8 Mio. Euro. Unterm Strich zeigt sich die positive Entwicklung auch deutlich im Nettoergebnis, es stieg um 46,8 Prozent auf 33,7 Mio. Euro (Vorjahr: 23,0 Mio. Euro).

„Angesichts des wirtschaftlichen Umfelds hat dieses Halbjahresergebnis unsere eigenen Erwartungen klar übertroffen. Das ist natürlich sehr erfreulich, dennoch bleiben wir aus guten Gründen vorsichtig optimistisch. Die Herausforderungen bleiben auch in der zweiten Hälfte des Geschäftsjahres“, so Alfred Felder, CEO der Zumtobel Group.

Beide Segmente der Zumtobel Group entwickelten sich positiv – nicht zuletzt dank besserer Verfügbarkeit von Komponenten und Rohmaterialien, positiver Wechselkurse, aber auch dank erfolgreich durchgesetzter Preissteigerungen. Im Lighting Segment stieg der Umsatz um 9,8 Prozent auf 461,5 Mio. Euro (Vorjahr: 420,5 Mio. Euro). Im Components Segment stieg der Umsatz um 12,2 Prozent auf 197,1 Mio. Euro (Vorjahr: 175,7 Mio. Euro). Hier konnte das Unternehmen die Verkaufsvolumina ebenso steigern wie die Preise.

Wichtige Umsatzimpulse kamen aus den Regionen außerhalb von Europa, u. a. aus der Region Amerika & MEA. In der für die Zumtobel Group wichtigen D/A/CH-Region erzielte das Unternehmen deutliche Umsatzzuwächse in Deutschland und der Schweiz, lediglich in Österreich blieb das Wachstum unter dem sehr hohen Vorjahresniveau. Mit Ausnahme von Norwegen wurden auch in Nord- und Westeuropa Umsatzzuwächse erzielt. In der Region Süd- und Osteuropa konnte das Unternehmen die Umsätze leicht steigern. Besonders erfreulich war das Plus in Italien.

Auf der Kostenseite machten sich deutlich gestiegene Aufwendungen für Material, Energie und Personal deutlich negativ bemerkbar, ebenso der starke US-Dollar, gerade im Einkauf von Komponenten. Die Entwicklungsaufwendungen stiegen im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr um 1,6 Mio. Euro auf 31,8 Mio. Euro, größtenteils infolge des geringeren Anteils aktivierter Entwicklungskosten und höherer Lizenzkosten. Die Vertriebs- und Verwaltungskosten (inkl. Forschung) stiegen u. a. im Zuge der höheren Personal- und Reisekosten sowie Aufwendungen für Beratung und Marketing um 13,8 Mio. Euro auf
–167,9 Mio. Euro (Vorjahr: –154,1 Mio. Euro).

Dank der deutlich gestiegenen Umsatzerlöse konnte die Zumtobel Group das operative Ergebnis (EBIT) jedoch trotz der gestiegenen Kosten auf 50,8 Mio. Euro (Vorjahr: 35,0 Mio. Euro) steigern. Die EBIT-Marge der Gruppe betrug 8,1 Prozent, nach 6,2 Prozent im Vorjahr.

Die Zumtobel Group verfügt auch weiterhin über eine stabile und solide Bilanzstruktur. Die Eigenkapitalquote stieg im ersten Halbjahr hauptsächlich aufgrund des positiven Halbjahresergebnisses auf 38,9 Prozent (30. April 2022: 38,1 Prozent). Das Eigenkapital erhöhte sich gegenüber dem Bilanzstichtag 30. April 2022 um 21,2 Mio. Euro auf 404,0 Mio. Euro (Vorjahr: 382,8 Mio. Euro).

Infolge des Zinsanstiegs und der erhöhten Preise bei Baumaterial und Energie ist im Bereich des gewerblichen Bauens nur noch mit marginalen Wachstumsraten zu rechnen. Stattdessen investieren gewerbliche Kunden verstärkt in das sogenannte Refurbishment, die energetische Sanierung von Bestandsgebäuden, wozu insbesondere nachhaltigere und energieeffizientere Lichtlösungen gehören. Hier setzt die Zumtobel Group konsequent mit vielen Angeboten an.

Angesichts der positiven Entwicklung im ersten Halbjahr erwartet der Vorstand nun jedoch ein Umsatzwachstum zwischen 4 Prozent bis 8 Prozent (bisher: 3 Prozent bis 6 Prozent) sowie eine EBIT-Marge von 4 Prozent bis 6 Prozent (bisher: 4 Prozent bis 5 Prozent) für das Gesamtgeschäftsjahr 2022/23.

Dieser Ausblick setzt allerdings auch weiter voraus, dass in einem sehr herausfordernden Marktumfeld Europa weiterhin ausreichend mit Gas versorgt wird, die Energiepreise sich einpendeln und die Verfügbarkeit von Vorprodukten für die Produktion von Leuchten und Komponenten sich nicht verschlechtert.

Geschäftsführung erweitert

Parador baut seine Geschäftsführung aus. So zeichnet seit dem 1. Dezember 2022 Pier Vincenzo Marozzi als neuer Chief Technology Officer (CTO) für die Themenbereiche Produktion, Produktentwicklung sowie Qualitäts- und Umweltmanagement bei Parador verantwortlich. Gemeinsam mit Stefan Kükenhöhner, Ulrich Ketteler und Lutz Michaelsen gehört der gebürtige Offenbacher dem Geschäftsleitungsteam an. Stefan Kükenhöhner trägt in der übergeordneten Funktion als Geschäftsführer weiterhin die Gesamtverantwortung für die unternehmerischen Entscheidungen und Prozesse. 

„Mit Pier Vincenzo Marozzi haben wir einen erfahrenen Experten im Bereich der Produktions- und Prozesssteuerung gewinnen können, der unseren ambitionierten Wachstumskurs maßgeblich mit unterstützen wird. Ich freue mich auf eine vertrauensvolle Zusammenarbeit und einen engen Austausch im nun komplettierten Geschäftsleitungsteam“, betont Geschäftsführer Stefan Kükenhöhner. 

Pier Vincenzo Marozzi war zuletzt als Head of Production & Technology Management für die Roto Frank FFT GmbH tätig, einem internationalen Hersteller für Fenster- und Türbeschläge. Zuvor hat Marozzi in langjährigen Führungspositionen in verschiedenen produzierenden Branchen umfangreiche Erfahrungen gesammelt. 

Die Geschäftsleitung wird komplettiert durch Ulrich Ketteler als Chief Financial Officer (CFO) sowie Lutz Michaelsen in der Funktion des Chief Supply Chain Officer (CSCO).

Ulrich Ketteler schaut auf eine über 25-jährige Karriere in verschiedenen Positionen bei Parador zurück: 1995 startete der studierte Ingenieur der Holztechnik und übernahm bereits im Folgejahr die Leitung des Fachbereichs Material- und Arbeitssteuerung Flächenprodukte. Nach weiteren Leitungsfunktionen im Bereich Materialsteuerung und Controlling übernahm Ketteler 2017 die Führung des gesamten Finanzbereichs. Seit August 2020 ist Ulrich Ketteler Mitglied der Geschäftsleitung von Parador. In der Funktion als CFO verantwortet der 57-Jährige die Bereiche Finance und Controlling.

Lutz Michaelsen stieß 2006 als Leiter Prozesslogistik zu Parador und leitete ab 2007 die gesamte Logistik von Parador. Seit 2017 zeichnet der studierte Diplom-Wirtschaftsinformatiker als Head of Supply Chain Management für sämtliche Prozesse entlang der Wertschöpfungskette verantwortlich. Im August 2022 wurde Lutz Michaelsen in die Geschäftsleitung von Parador berufen. Als CSCO steht der 47-Jährige den Fachbereichen Einkauf, Logistik, Materialmanagement, IT sowie Customer Service Processing vor. 

Die Gesamtverantwortung bei Parador übernimmt weiterhin Stefan Kükenhöhner als Geschäftsführer und Chief Sales Officer (CSO). Stefan Kükenhöhner übernahm im September 2019 als Mitglied der Geschäftsleitung die neu geschaffene Funktion des CSO bei Parador. Im Januar 2020 rückte der studierte Betriebswirt in die Geschäftsführung auf. Dem 54-Jährigen sind die Bereiche Vertrieb, Produktmanagement, Personalwesen, Marketing sowie die Parador Academy direkt unterstellt.  

Mit dem Bundespreis „Ecodesign 2022“ ausgezeichnet

Für den „Steelcase Flex Perch Stehhocker“ erhielt Steelcase mit dem Bundespreis „Ecodesign“ die höchste staatliche Auszeichnung für ökologisches Design in Deutschland im Jahr 2022.  In Zusammenarbeit mit BASF ist der „Flex Perch“ das weltweit erste Möbelstück, das mit Kunststoff aus Abfallströmen der Elektronikproduktion hergestellt wird. Der Büromöbelhersteller Steelcase überzeugte, unter 28 nominierten Produkten, die interdisziplinäre Jury aus Umwelt- sowie Design-Expertinnen und -Experten durch die nachhaltige Herstellung des hybriden Arbeitshockers. Der innovative Herstellungsprozess des „Flex Perch“ nennt sich ChemCycling.

Die Innovation beim ChemCycling besteht darin, dass aus Abfallströmen der Elektronikproduktion neuartige Rohstoffe entstehen. Anders als herkömmliches, werkstoffliches Recycling wird beim ChemCycling ein chemisches Recycling durchgeführt, bei dem keine gründliche Sortierung der Abfallströme benötigt wird. Dadurch werden die meisten Kunststoffe in wertschöpfende Materialien umgewandelt. Bei der Materialherstellung für den „Flex Perch“ konnte so Nylon aus Elektronikabfällen als Rohmaterial wiederverwertet werden, anstatt neue fossile Brennstoffe zu nutzen. Diese fortschrittliche Recyclingtechnologie reduziert nachhaltig Abfälle, vermindert den Einsatz neuer fossiler Ressourcen und vermeidet CO2-Emissionen. Das Resultat ist ein platzsparender, flexibel nutzbarer und langlebiger Stehhocker, der am Produktlebensende im Sinne der Kreislaufwirtschaft zu 100 Prozent recycelt werden kann.

Der Bundespreis Ecodesign wird vom Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt verliehen. Er zeichnet seit 2012 herausragende Innovationen im ökologischen Design aus. Unter 300 Beiträgen und 28 normierten Projekten erhielt der hybride Arbeitshocker „Flex Perch“ die renommierte Auszeichnung.

„Wir freuen uns sehr über die höchste staatliche Auszeichnung für ökologisches Design. Als wichtiger Teil unseres holistischen Ansatzes in den Bereichen Umwelt, Soziales und Unternehmensführung, haben wir uns bei Steelcase verpflichtet, die Nachhaltigkeit unserer Produkte zu verbessern. Der Bundespreis Ecodesign zeigt, dass wir mit der fortschrittlichen Herstellungsmethode des Flex Perch auf dem richtigen Weg sind“, so Marie-Luise Martin, Senior Sustainability Consultant von Steelcase.

„Imm cologne“/Koelnmesse

Dick Spierenburg und Bernd Sanden sind das neue Führungs-Duo

Ein interdisziplinäres Duo soll die Weiterentwicklung der „Imm Cologne“ vorantreiben: Mit der Wahl von Dick Spierenburg, bis jetzt Creative Director der „Imm Cologne“, und Bernd Sanden, bis dato Director der „Livingkitchen“ und „Pure Architects“, hat sich die Koelnmesse entschieden, mit einem Führungsdoppel in das Messejahr 2023 zu starten und die Weichen für die Zukunft zu stellen. Das neue Tandem löst damit die Vorgängerin Claire Steinbrück ab, die die „Imm Cologne“ seit 2018 leitete und nun als Geschäftsbereichsleiterin Ernährungstechnologie im Food-Bereich der Koelnmesse tätig ist. Mit diesem ersten Kapitel der Neukonzeption für die imm cologne soll es Planungssicherheit für einen Neustart der traditionellen Messemarke geben. Aktuell bereitet sich das Team in einem herausfordernden Umfeld auf die Spring Edition vor, die vom 4. bis 7. Juni 2023 geplant ist.

Der niederländische Architekt und Designer Dick Spierenburg, Jahrgang 1953, ist bereits seit 2009 für die „Imm Cologne“ als Creative Director tätig und wird zukünftig zusätzlich konzeptionelle und strategische Aufgaben bei der geplanten Neuausrichtung übernehmen. Damit ist der externe Spezialist kein Unbekannter: Angefangen vom „Pure Village“ über die „Pure Editions“ und „Pure Architects“ bis zu den „Pure Platforms“ und „Pure Atmospheres“ hat er in seiner 13-jährigen kreativen und konzeptionellen Tätigkeit für die Koelnmesse die Entwicklung der imm cologne von einer reinen Möbelmesse zu einer internationalen Einrichtungsmesse entscheidend mitgeprägt. Mit dem Format „Pure Galleries“ bringt Spierenburg einen weiteren Impuls in die „Imm Cologne“ Welt und legt den Grundstein für ein neues Messeerlebnis im „Pure“-Bereich. „Meine Mission ist es, neues Denken in die Messe-Welt zu bringen. Das bedeutet, dass wir aktiv an der Gestaltung der Zukunft teilnehmen wollen. Ich bin der festen Überzeugung, dass die Kraft, die Messen in der Zukunft entfalten können, weitaus größer als es mit einer reinen Präsentation von Produktinnovationen möglich wäre“, so Spierenburg.

Auch der 43-jährige Diplom-Kaufmann Bernd Sanden blickt bereits auf eine fundierte Koelnmesse-Erfahrung zurück. Seit nunmehr 16 Jahren bei der Koelnmesse, kam Sanden als Vertriebsmanager zur „Imm Cologne“ und wurde im Jahr 2017 zum Director der „Livingkitchen“ berufen, an deren Entwicklung er maßgeblich beteiligt war. Außerdem war er in zahlreiche internationale Projekte in Russland, China und den USA eingebunden. Im Fokus seiner Aufgaben steht der intensive Dialog mit den Unternehmen, Key-Opinion-Leadern und Verbänden, um so die strategischen Weichenstellungen sowie die kreativen Ideen von Spierenburg mit Leben zu füllen. „Neue Wege zu gehen, das ist aus meiner Sicht ein ganz zentraler Punkt für die künftige Glaubwürdigkeit und Relevanz der ,Imm Cologne‘. Unser Ziel ist eine neu interpretierte Leitmesse für die Interior-Branche am Standort Deutschland“ so Bernd Sanden. „Und die ,Imm Spring Edition‘ ist der erste Schritt in diese Zukunft“, so der Direktor.

Führungsaufgaben des EMEA-Geschäfts neu verteilt

Interface richtet zum Start ins neue Kalenderjahr 2023 die Leitung der EMEA-Region (Europa, Naher Osten, Afrika) mit zwei langjährigen Führungskräften neu aus und erweitert ihre Zuständigkeiten.

Nils Rödenbeck wird ab dem 1. Januar 2023 als Vice President & General Manager DACH and UKIME zusätzlich zu seinen bisherigen Aufgaben die Geschäftsentwicklung im Vereinigten Königreich, Irland und dem Nahen Osten gestalten. Rödenbeck ist bereits seit 2007 für Interface tätig und seit 2009 fester Bestandteil des deutschen und europäischen Management-Teams. In seiner bisherigen Rolle als Vice President & General Manager DACH verantwortet er seit 2017 die gesamtwirtschaftliche Aufstellung des Unternehmens in Deutschland, Österreich und der Schweiz und führte die DACH-Region auf einen erfolgreichen Wachstumskurs. „Ich freue mich sehr darauf, im Rahmen meiner erweiterten Zuständigkeiten Verantwortung für diese Interface Schlüsselregionen zu übernehmen,“ so Rödenbeck. „Die Zukunft von DACH und UKIME mit Weitblick zu gestalten, um unsere Kunden zu begeistern und als Team erfolgreich zu sein, steht hierbei für mich im Fokus.“

Bereits seit dem 1. November 2022 zeichnet Yves Bonne als Vice President & General Manager Northern and Southern Europe zusätzlich zu seinen bisherigen Führungsaufgaben auch für das Geschäft in Südeuropa verantwortlich. Der gebürtige Belgier mit langjähriger Branchenerfahrung ist seit 2018 im Management bei Interface tätig – zunächst als Vice President & General Manager BeNeLux and Eastern Europe. 2020 wurde seine Zuständigkeit auf die Führung des gesamten Geschäfts in Nordeuropa ausgeweitet. „Das Wachstum auch in Südeuropa weiter voranzubringen und die Marktführerschaft von Interface auszubauen habe ich fest im Blick,“ erklärt Yves Bonne. „Die Teams, die ich bereits kenne, hierfür bestmöglich aufzustellen ist für mich eine absolute Herzensangelegenheit.“
Die Leitung des Nora Geschäfts in Deutschland, Österreich und der Schweiz hat weiterhin Bettina Haffelder, Vice President Nora DACH, inne.

Erhielt renommierte Auszeichnung für „Organiq“

Es ist der vorläufige Höhepunkt der Bemühungen vom Holzwerk Rockenhausen um eine nachhaltige Möbelfertigung. Am Abend des ersten Dezember 2022 nahm Geschäftsführer Martin Rau in Düsseldorf im Beisein zahlreicher Gäste, zu denen auch Cradle-to-Cradle-Begründer Prof. Michael Braungart gehörte, den Deutschen Nachhaltigkeitspreis Design für „Organiq“ entgegen. Das zur Kesseböhmer-Gruppe gehörende Unternehmen stellt aus dem gemeinsam mit dem Institut für Verbundwerkstoffe an der TU Kaiserslautern entwickelten Material maßgeschneiderte Innenorganisationselemente für Schubkästen und Auszüge her.

Mit „Organiq“ schuf das Holzwerk Rockenhausen einen zukunftsweisenden Verbundstoff, der eine preislich attraktive Alternative zu Massivholz darstellt und ästhetisch durchaus mithalten kann. Er bietet exzellente mechanische Eigenschaften, lässt sich dreidimensional verformen, ist sehr leicht, widerstandsfähig und lebensmittelverträglich. Letzteres bestätigte bereits das Dekra-Labor für Umwelt- und Produktanalytik.

„Organiq“ besteht zu 68 Prozent aus den schnell nachwachsenden Pflanzenfasern Hanf und Kenaf sowie zu 25 Prozent aus einem nachhaltigen Bindemittel auf Wasserbasis. Auf diese Weise ist der innovative Werkstoff nicht nur formaldehyd- und phenolfrei, sondern kommt auch mit einem Anteil von lediglich sieben Prozent PET aus, das vollständig aus Rezyklat gewonnen wird. Seine Wirrfasern geben keine Richtung vor, so dass bei der Verarbeitung wenig Verschnitt anfällt.

Namhafte Küchenhersteller in ganz Europa setzen die Produkte aus „Organiq“ bereits ein. Damit sei das Potenzial aber längst nicht ausgeschöpft, sagt Martin Rau: „Insbesondere durch die dreidimensionale Verformbarkeit bieten sich vielfältige innovative Verwendungsmöglichkeiten.“

Mit dem Gewinn des Deutschen Nachhaltigkeitspreises Design untermauert das Holzwerk Rockenhausen seine Spitzenposition im engen Feld von Deutschlands nachhaltigsten Unternehmen und Designschaffenden. Seit 2020 prämiert er innovative Produkte, Systeme und Dienstleistungen, die nachhaltige Alternativen bieten und somit zur dringenden Transformation beitragen.

Zur Verleihung kamen ca. 500 Gäste und 50 Journalistinnen und Journalisten nach Düsseldorf. Wissenschaftsjournalist Stefan Schulze-Hausmann moderierte die Verleihung; TV-Moderator Ranga Yogeshwar, Zukunftsforscher Matthias Horx und andere überreichten die Auszeichnungen.

„Dünnstplatten-Challenge“: erfolgreiche Abnahme bei Borg

Am 12. Oktober hieß es „Abnahme“ für eine MDF-Dünnstplattenanlage made by Siempelkamp, die Borg Manufacturing Pty. Ltd. betreibt. Damit wurde die insgesamt vierte Siempelkamp-Produktionslinie am Standort Oberon, New South Wales, an den australischen Holzwerkstoff-Produzenten übergeben.

1987 und 1995 waren die beiden ersten MDF-Anlagen am Standort Oberon bei Siempelkamp in Auftrag gegeben worden. 2017 wurde die Auftrags-Chronologie durch eine Anlage zur Produktion von Spanplatten ergänzt. Den Auftrag über die aktuell abgenommene MDF-Dünnstplattenanlage mit einer „Contiroll“ im Format 8’ × 18,8 m hatte Borg Manufacturing Pty. Ltd. 2019 platziert und betreibt somit nun vier Siempelkamp-Anlagen in Oberon. Die Anlage produziert Platten in einem Dickenspektrum von 1 bis 25 mm. Insbesondere die Produktion der 1 mm-Dünnstplatte bedeutete eine besondere Herausforderung für das Inbetriebnahme-Team.

„Für uns ist dies ein besonderer Erfolg, zieht man in Betracht, dass neben der technologischen Herausforderung auch die Corona-Einreiserestriktionen die Arbeit unseres Projektteams beeinflusst haben. Wir freuen uns, dass insbesondere die Arbeit mit dem Team unseres Kunden ungeachtet dessen so ergebnisorientiert und konstruktiv geführt werden konnte“, so Projektleiter Stefan Wolff.

Veröffentlicht Bürokratie-Guide mit 50 Checklisten

Der Gesamtverband Deutscher Holzhandel e. V. hat in der vergangenen Woche einen hilfreichen Bürokratie-Guide für Unternehmen im GD Holz Intranet veröffentlicht. GD Holz Vorstandsvorsitzender Philipp Zumsteg nennt die gestiegenen bürokratischen Anforderungen an Unternehmen als Hauptgrund einen Bürokratie Guide anzubieten. „Ich gebe es zu – Ich bin unheimlich gern Unternehmer. Was mir jedoch persönlich keinen Spaß macht, ist der tägliche Kampf mit der Bürokratie“, so Philipp Zumsteg.

Eine Arbeitsgruppe aus Vorstand und Hauptamt sammelte über Wochen zahlreiche konkrete Checklisten und Frage-Antwort-Kataloge, die Unternehmen ab nun bei bürokratischen Anforderungen nutzen können. Jedes im Alltag wichtige Thema ist mit den aktuellen Informationen im Bürokratie Guide zu finden: Arbeitssicherheit, Datenschutz, EUTR, Fuhrpark, Ladungssicherung, Vertragsmanagement sowie zahlreiche weitere Themen. Insgesamt wurden 50 bürokratische Themen zusammengetragen, die sich in den unterschiedlichen Checklisten und Katalogen wiederfinden. Weitere Anpassungen und Ergänzungen der Checklisten werden fortlaufend aktualisiert.

Alle Informationen stehen als beschreibbare PDFs zum Download im GD Holz Intranet zu Verfügung.

Der neue Präsident heißt Miguel Nogueira

Miguel Nogueira ist auf der Mitgliederversammlung des International Committee of the Laminates Industry, ICDLI, dem Spitzenverband der europäischen HPL-Industrie, zum neuen Präsidenten gewählt worden. Er folgt in der Funktion Carlos Cruz, der nach 12 Jahren an der Spitze des Verbands nicht wieder kandierte. Carlos Cruz wurde zum Ehrenpräsidenten ernannt.

Im Rahmen des vom ICDLI veranstalteten European HPL Summit im italienischen Bologna stand auch die Neuwahl des ICDLI Präsidenten auf dem Programm. Nach 12 Jahren an der Spitze des ICDLI kandidierte Carlos Cruz, CEO Investwood, nicht mehr für das Amt des ICDLI Präsidenten. Aufgrund seiner langjährigen Verdienste um das ICDLI und um die Belange der europäischen HPL-Industrie wurde Carlos Cruz zum Ehrenpräsidenten ernannt und von den Mitgliedern mit Standing Ovation verabschiedet. Einstimmig zu seinem Nachfolger wurde Miguel Nogueira, Managing Director Surforma, gewählt. Surforma mit Sitz in der Nähe von Porto, ist Teil der portugiesischen Sonae Indústria Group. Der Präsident wird für jeweils 3 Jahre gewählt.