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Autor: Möbelfertigung

Förderprojekt „Twin4trucks“ startet

Die Daimler Truck AG (DTAG) ist einer der größten Nutzfahrzeughersteller der Welt. Seit dem ersten September 2022 ist das Unternehmen Konsortialführer und Anwender des Förderprojektes „Twin4trucks“ (T4T). Geplant ist die Optimierung der Produktion durch die Implementierung neuer Technologien wie Digitaler Zwillinge und eines Digital Foundation Layers. Die Technologie-Initiative Smartfactory Kaiserslautern (SF-KL) und das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz (DFKI) geben als visionäre Wissenschaftseinrichtungen mit Production Level 4 die Entwicklungsrichtung vor. „In T4T verbinden sich wissenschaftliche Forschung und industrielle Umsetzung in einzigartiger Weise“, sagt Simon Bergweiler, Projektverantwortlicher des DFKI. „Das führt zu wegweisenden innovativen Konzepten und Umsetzungen in Richtung einer Produktion der Zukunft.“

Projektziel: Der Standort Wörth ist größter Produktionsstandort von Mercedes-Benz Lkw. An vielen Stellen der Produktion fallen Daten an, die Mehrwerte generieren können, bisher aber nicht durchgängig erfasst werden. „Wir wollen mit T4T erreichen, dass Daten automatisiert gelesen und ausgewertet werden können“, erklärt Dr. Ekkehard Brümmer, Projektverantwortlicher bei Daimler Truck. „Bisher findet z.B. die Erfassung der Produktionsnummern manuell mit Handscannern statt. Von der Nutzung der Daten erwarten wir uns einen genaueren Einblick in Verbesserungspotentiale unserer Fabrikabläufe. Im Mittelpunkt stehen automatische Datenerfassung, digitale Zwillinge und Softwaredienstleistungen.“ Ziel ist die Entwicklung eines Digital Foundation Layers (DFL), der sich wie ein roter Faden durch den Fertigungsprozess zieht. „Wir wollen eine Analyseplattform erarbeiten, die durchgängig die Vorteile des Cloud-Computing mit den Vorteilen des dezentralen Edge-Computing kombiniert.“, erläutert Bergweiler. „Wichtig ist die Integration aller Elemente, um keine Datensilos entstehen zu lassen.“
Zusätzlich kommen im Förderprojekt Methoden der Künstlichen Intelligenz, sowie 5G und Ultrabreitband-Technologie (UWB) zum Einsatz. Damit sollen praxisnahe Lösungen realisiert werden, die für die Ortung von Betriebsmitteln, Routenfahrzeugen und Ladungsträgern, aber auch zur smarten Unterstützung von Mitarbeitenden und zur Sicherstellung der Produktionsqualität eingesetzt werden können.

Forschung und Anwendung: Die Smartfactory Kaiserslautern gehört mit dem DFKI zu den wegweisenden Institutionen, die seit Jahren die Produktion der Zukunft skizzieren. Aus Kaiserslautern sind Begriffe wie Industrie 4.0 und das Update Production Level 4 (PL4) bekannt. PL4 dient T4T als inhaltliche Richtschnur. „Wir haben bisher in unserer Shared Production in Kaiserslautern Model-LKWs gefertigt, um zu zeigen, dass und wie PL4 funktionieren kann“, sagt Prof. Martin Ruskowski, Projektverantwortlicher von Seiten der SF-KL. „Da ist es natürlich genial, dass wir unsere Arbeit in die Realität der LKW-Fertigung übertragen und implementieren können. Für uns schließt sich damit der Kreis, wie Theorie und Praxis zusammenarbeiten sollten, um in Unternehmen nutzbare Ergebnisse zu erzielen. In unserem Verein arbeiten Forschende und Industriemitarbeitende sehr erfolgreich in Arbeitsgruppen zusammen.“

Die Konsortialpartner: Die Aufgaben der Konsortialpartner sind genau definiert:
Der Digitalisierungsdienstleister Atos ist zuständig für den Datenaustausch über Gaia-X, die Qualitätssicherung durch KI-Methoden und das Umsetzungskonzept des DFL.
Der Produktionsstandort von Daimler Truck in Wörth dient als praktische Arbeitsumgebung, um die neuen Technologien zu erproben. Das DFKI arbeitet mit Machine Learning und Digitalen Zwillingen an der Fusion heterogener Datenquellen. Dazu kommen Feldtests mit Ultrabreitband-Technologie, 5G und 6G. Infosys ist zuständig für die Netzwerkarchitektur, 5G Netzwerke und Integrationsleistungen. Das Demonstrator-Ökosystem der SF-KL wird als Testbed für Montagearbeiten und als Prüfplatz genutzt. Der Verein verantwortet außerdem Technologietransfer und Öffentlichkeitsarbeit. Das Unternehmen Pfalzkom baut eine Regional Edge Cloud in Ihren Rechenzentren auf. Dazu kommen Gaia-X Umsetzung und Betriebskonzepte für sichere Netzwerke.

Projektdaten:
Projektvolumen: 25,6 Millionen Euro (Förderanteil BMWK: 52%)
Projektlaufzeit: 01.09.2022 bis 31.08.2025
Projektträger: VDI Technologiezentrum GmbH

Möbellogistik-Spezialist übernimmt Gressel Spedition + Logistik

Am 2. Januar 2023 übernimmt das traditionsreiche Neustädter Unternehmen Reber Logistik den Marktbegleiter Gressel Spedition + Logistik. Mit dem Schritt weitet der europaweit tätige Möbel- und Kontraktlogistikspezialist aus Rheinland-Pfalz sein Handlungsfeld in Deutschland aus.

Das 1884 gegründete Familienunternehmen, das in dritter Generation von Emil Gressel (75) geführt wurde, ist Logistikdienstleister für marktbekannte Industrie- und Handelsunternehmen wie Knauf, Franken Brunnen, Pepsi, Refresco, Rübezahl, Südzucker und Tucher; mit den Kunden Mömax und XXXLutz bringt Gressel auch Expertise aus dem Möbelmarkt mit. Zum Unternehmen gehören die Gressel Spedition GmbH& Co. KG und die Gressel Logistik GmbH & Co. KG.

„Mit Gressel gewinnen wir einen erfolgreichen regionalen Logistiker, der mit seiner Unternehmensgröße und -kultur perfekt zu uns passt“, kommentiert Reber Logistik-Geschäftsführer Mirko Kauffeldt den Unternehmenskauf.

Mit Übernahme des fränkischen Logistikers wächst das Logistiknetz von Reber in Deutschland auf sechs Standorte, die Belegschaft erweitert sich um 100 auf mehr als 600 Mitarbeiter, der Fuhrpark vergrößert sich um 60 auf knapp 170 Fahrzeuge, der Umsatz steigt um 14 auf über 100 Millionen Euro.

„Wir wollen mit Gressel in andere Branchen hineinwachsen und unser Distributionsnetz in Deutschland ausbauen“, erläutert Kauffeldt. Mit dem Standort in Neustadt an der Aisch gewinnt Reber einen modernen, rund 40.000 Quadratmeter großen Logistikstandort in der Metropolregion Nürnberg hinzu.

Firmenchef Emil Gressel, der den Logistiker mit seiner Tochter Barbara Gressel-Kolb in den vergangenen Jahren erfolgreich geführt und ausgebaut hat, war bereits seit geraumer Zeit auf der Suche nach einer Nachfolgeregelung für sein Unternehmen. „Da wir das in der Familie nicht darstellen konnten, haben wir nach anderen Lösungen am Markt gesucht“, sagt Gressel. Wichtiges Kriterium sei es hierbei gewesen, dass alle Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz behalten können.

Schattdecor:

Finanzvorstand Dieter Hüttlinger übergibt an Nachfolger Dr. Derick Beitel

Zum Jahresende verabschiedet sich Dieter Hüttlinger, Vorstand Finanzen von Schattdecor, in den Ruhestand. 25 Jahre war er im In- und Ausland für das Unternehmen tätig gewesen, sechs davon hat er das Ressort Finanzen als Vorstand verantwortet und mitgeprägt.

„Im Namen des gesamten Vorstandes und der Eigentümerfamilie Schatt danken wir Dieter Hüttlinger für sein jahrzehntelanges Engagement, seine Besonnenheit und Weitsicht“, so Roland Auer, Vorstandsvorsitzender von Schattdecor. „Wir wünschen ihm für den neuen Lebensabschnitt alles nur erdenklich Gute. Ende des Jahres sagen wir ‚Auf Wiedersehen‘ zu unserem geschätzten Kollegen, Vollblut-Schattdecorler und Freund.“

Als Nachfolger von Dieter Hüttlinger hat der Aufsichtsrat des Unternehmens Dr. Derick Beitel, seit November 2021 Bereichsleiter Finanzen bei Schattdecor, mit Wirkung zum 1. Januar 2023 als neuen Finanzvorstand und Nachfolger bestellt.

„Auf diesem Wege möchten wir auch Dr. Derick Beitel herzlichst im Vorstand der Schattdecor-Gruppe willkommen heißen“, betont Roland Auer. „Bereits in seiner Funktion als Bereichsleiter Finanzen haben wir ihn als kompetenten und wertvollen Kollegen geschätzt und freuen uns nun auf die noch engere Zusammenarbeit mit ihm. Wir wünschen ihm einen guten Start für die neue Herausforderung als Finanzvorstand bei Schattdecor und viel Erfolg.“

Seit November 2021 ist Dr. Derick Beitel bei Schattdecor im Finanzbereich aktiv. Davor war er über 20 Jahre in einem international aufgestellten Industrieunternehmen, im Großhandel sowie im Bereich Corporate Finance | M&A tätig. Dr. Derick Beitel studierte BWL an der Universität Mannheim und der McMaster University (Kanada) und promovierte an der Universität Witten/Herdecke.

Feiert 30-jähriges Bestehen

Das Vakuumhebetechnik-Unternehmen Aero-Lift Vakuumtechnik GmbH wurde 1992 gegründet und hat in den vergangenen drei Jahrzehnten eine Vielzahl an Lösungen für das Handling von Blech, Holz, Glas sowie diversen weiteren Materialien entwickelt.

Zum 30-jährigen Jubiläum präsentiert sich das Unternehmen aus Süddeutschland nun mit einem neuen Gesicht. Doch nicht nur das Logo und Erscheinungsbild von Aero-Lift ist neu. Zum runden Geburtstag warten die Vakuumspezialisten aus Geislingen-Binsdorf mit einer weiteren Produktinnovation aus dem Bereich der Schlauchheber auf.

Der „Force-Lift 2“ erweitert die bereits am Markt etablierte Force-Lift Serie um ein Zweihandgerät, mit dem Kartons, Fässer, OSB-Platten, Säcke und Kanister mit einem Gewicht von bis zu 300 kg und mit einer Hubgeschwindigkeit von bis zu 60 m/min komfortabel gehoben und bewegt werden können.

Die Bedienung des neuen Schlauchhebers ist ebenso einfach wie raffiniert. Durch einen Bediengriff, der in seiner Haptik und seiner Optik stark an einen Motoradgriff erinnert, lässt sich das Gerät mühelos kontrollieren. Ab einer Grifflänge von mehr als 500 mm ist ein Federzug-Balancer im Lieferumfang enthalten. Dieser hält das System zu jederzeit im Schwerpunkt, ohne dass der Bewegungsapparat des Bedieners unsachgemäß belastet wird. Die integrierte Quick-Release-Funktion kappt die Luftzufuhr innerhalb des Hubschlauchs. Befindet sich das Transportgut an der gewünschten Position, bietet der Bowdenzug die Möglichkeit, das Transportgut abzulösen. Dank dem pulverbeschichteten Aluminiumgehäuse ist das Gerät äußerst robust, resistent gegen Rost und auch bei leichten Stößen und Schlägen prozesssicher.

Mehrheitsbeteiligung am italienischen Hersteller Saib

Wachstum durch Zukauf und Erweiterung des Know-hows bei der Recyclingholzverwendung: Egger erwirbt 60 Prozent der Anteile am italienischen Holzwerkstoffhersteller Saib. Der Kaufvertrag wurde gestern, also am 15. Dezember 2022, abgeschlossen.

Saib mit Sitz in Caorso, nahe Piacenza, ist seit 60 Jahren einer der führenden Holzwerkstoffhersteller in Italien mit großem Fokus auf Design und Nachhaltigkeit. Die Mehrheitsbeteiligung durch Egger eröffnet dem Standort mit rund 200 Mitarbeitern weiteres Wachstum und Synergien in der weltweit tätigen Unternehmensgruppe. Egger bekräftigt mit der Akquisition seine Strategie, auch am Heimatmarkt Europa weiter zu wachsen.

Zwei Familienunternehmen, fast zeitgleich gegründet, mit gemeinsamen Werten hinsichtlich nachhaltigem Wirtschaften und verlässlicher Partnerschaften: Die Beteiligung von Egger an Saib ist eine ideale Verbindung und bietet für beide Unternehmen großes Entwicklungspotenzial. Die Egger Gruppe übernimmt 60 Prozent der Anteile an Saib. Langfristig wird Egger die Beteiligung potenziell weiter erhöhen. Über den Kaufpreis und weitere Details der Transaktion wurde Stillschweigen vereinbart.

Thomas Leissing, Sprecher der Egger Gruppenleitung, betont die Synergien der Übernahme: „Italien ist eines der führenden möbelproduzierenden Länder in Europa, und Saib ist einer der führenden Lieferanten für die italienische Möbelindustrie. Mit der Mehrheitsbeteiligung an Saib verbreitern wir unseren Marktzugang, erhöhen unsere Kapazitäten und erweitern unser Produktportfolio mit italienischer Design-Expertise.“

Die Mitglieder der Saib Eigentümerfamilie Giuseppe Conti, Clara Conti und Sergio Doriguzzi werden den Standort in Caorso weiterhin leiten. „Mit der Integration unseres Unternehmens in die internationale Egger Gruppe erhalten wir eine Wachstumsperspektive für den Standort Caorso und unsere Mitarbeiter“, erklärt Clara Conti den Anteilsverkauf des Unternehmens.

„Wir werden von der Erfahrung und dem Netzwerk einer führenden Gruppe profitieren können, die seit jeher auf die Optimierung der Produktion und der Produktqualität ausgerichtet ist“, sagen Sergio Doriguzzi und Giuseppe Conti. „Beide Unternehmen sind von Familien gegründet und weiterentwickelt worden und haben gemeinsame Werte, etwa das Augenmerk auf ökologische Nachhaltigkeit und das Vertrauen in ihre Angestellten und Arbeiter. Dies ist eine solide Basis für den Aufbau einer gemeinsamen Zukunft, die von Kontinuität und Innovation geprägt sein wird.“

Das erfahrene Team von 223 Mitarbeitern in Italien wird diesen gemeinsamen Wachstumskurs maßgeblich unterstützen und seine Erfahrung in die Egger Gruppe einbringen. Insbesondere die nachhaltigen, zirkulären Produktionsabläufe zahlen ideal auf die Nachhaltigkeitsziele der Egger Gruppe ein. Das Werk setzt bereits seit 1994 ausschließlich Post-Consumer-Recyclingholz in der Produktion ein.

Über Saib: Saib ist einer der führenden Hersteller und Vertreiber von Holzwerkstoffprodukten in Italien. Das in dritter Generation familiengeführte Unternehmen produziert mit 223 Mitarbeitern am Standort Caorso (IT) rund 600.000 Kubikmeter rohe und beschichtete Spanplatten und beliefert vorwiegend die italienische Möbelindustrie mit innovativen und hochwertigen Designprodukten. Saib ist führend in der Kreislaufwirtschaft und verwendet bereits seit fast 30 Jahren 100 Prozent Recyclingholz in seiner Produktion.

Wohnungsbaugenehmigungen im Oktober 2022 erheblich gesunken

Im Oktober 2022 wurde in Deutschland der Bau von 25 399 Wohnungen genehmigt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren das 4 198 oder 14,2 Prozent Baugenehmigungen weniger als im Oktober 2021. Von Januar bis Oktober 2022 wurden damit insgesamt 297 453 Wohnungen genehmigt. Dies waren 4,7 Prozent oder 14.564 weniger als im Vorjahreszeitraum (Januar bis Oktober 2021: 312.017). In den Ergebnissen sind sowohl die Baugenehmigungen für Wohnungen in neuen Gebäuden als auch für neue Wohnungen in bestehenden Gebäuden enthalten.

In neu zu errichtenden Wohngebäuden wurden von Januar bis Oktober 2022 insgesamt 256 048 Wohnungen genehmigt. Das waren 4,9 Prozent oder 13.307 Wohnungen weniger als im Vorjahreszeitraum. Dabei ging die Zahl der Baugenehmigungen für Einfamilienhäuser um 15,9 Prozent (minus 12.645) auf 66.925 zurück. Hier ist allerdings der Basiseffekt infolge des Auslaufens des Baukindergeldes im Vorjahr zu berücksichtigen: Familien konnten die staatliche Fördermaßnahme beantragen, wenn sie bis Ende März 2021 eine Baugenehmigung für selbst genutztes Wohneigentum vorliegen hatten. Dieser Effekt trug dazu bei, dass im Zeitraum von Januar bis März 2021 fast 7 400 Einfamilienhäuser mehr genehmigt worden waren als in den ersten drei Monaten der Vorjahre 2018 bis 2020.

Bei den Zweifamilienhäusern ging die Zahl genehmigter Wohnungen von Januar bis Oktober 2022 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 7,4 Prozent (minus 1.962) auf 24.716 Wohnungen zurück. Bei den Mehrfamilienhäusern stieg die Zahl der genehmigten Wohnungen um 2,1 Prozent, also um 3.244 auf 158.768 Wohnungen.

Viele offene Fragen nach dem Brüsseler Trilog zur Verordnung endwaldungsfreie Lieferketten

Am 06. Dezember wurde der Trilog zwischen EU-Parlament, Kommission und europäischem Rat zur Verordnung entwaldungsfreie Lieferketten abgeschlossen, so wird aus Brüsseler Kreisen berichtet. Der GD Holz begrüßt, dass der Prozess dieser Verordnung nun fortschreitet und auch andere Produkte wie Soja, Palmöl, Kaffee und Kakao sowie weitere unter den Geltungsbereich der Verordnung fallen werden.

Die neue Verordnung sieht vor, dass diese Produkte, wie auch Holz, nur noch aus legalen und entwaldungsfreien Lieferketten in den Binnenmarkt importiert werden dürfen, zum Nachweis dafür ist ein Sorgfaltspflichtsystem erforderlich. „Der Holzimport ist durch die aktuelle Holzhandelsverordnung (EUTR) bereits bestens vertraut mit der Anwendung der Sorgfaltspflicht“, so GD Holz Geschäftsführer Thomas Goebel. „Allerdings müssen wir darauf achten, dass die mit der neuen Verordnung einhergehenden bürokratischen Erschwernisse für den Holzhandel umsetzbar bleiben.“ Positiv bewertet der GD Holz die Stärkung der nationalen Überwachungsbehörden, die in Zukunft intensiver in allen 27 EU-Ländern prüfen müssen. Dies war einer der Hauptkritikpunkte des GD Holz in der Vergangenheit, weil die Einhaltung der EUTR in den Mitgliedstaaten sehr ungleichmäßig geprüft worden ist und dies zu einer Wettbewerbsverzerrung im Binnenmarkt geführt hat.

Weitere Regelungen des neuen Verordnungsentwurfs sind u.a. die Definition zur Entwaldung, die auf FAO-Kriterien basiert, aber auch die Einigung über GPS-Koordinaten, die von den Importeuren geliefert werden müssen, wobei der Umfang noch unklar ist. Nach aktuellen Informationen soll eine Doppelung der Sorgfaltspflichtenprüfung vermieden werden, wobei es auch noch unklar ist, wie die Regelung für große Unternehmen in der Lieferkette aussehen wird. Auch der Länderbenchmark soll eingeführt werden, wobei vorgesehen ist, dass die Überwachungsbehörden zukünftig jährlich mindestens 9 Prozent der Marktteilnehmer sowie des Volumens bei Lieferungen aus sogenannten „High Risk Countries“ überprüfen müssen.

Nach der Einigung im Trilog muss die geplante Verordnung zu entwaldungsfreien Lieferketten nun durch das EU-Parlament und den europäischen Rat verabschiedet werden. Danach ist eine Übergangsfrist von 18 Monaten vorgesehen.

Der GD Holz und insbesondere auch der europäische Holzhandelsverband ETTF werden sich in den kommenden Monaten auch weiterhin intensiv mit dem Fortgang der Verordnung befassen. Dabei wird es insbesondere um die konkrete Auslegung und Anwendung des Regelwerkes gehen – und damit um die Praxistauglichkeit für die mittelständischen Holzimporteure in Deutschland und im Binnenmarkt.

Europa-Möbel-Umweltstiftung

Spenden für die Umwelt

Erneut kann die Europa Möbel-Umweltstiftung dank breiter Beteiligung von mehr als 460 EMV-Häusern großzügige Spenden ausschütten. So sind im zweiten Halbjahr 2022 insgesamt 20.750 Euro zusammengekommen, die an verschiedene Projekte gehen.

Den Erhalt alter Obstsorten durch Anlage und Pflege sowie den Erhalt von Streuobstwiesen widmet sich beispielweise die Zeitlupe GmbH. Die Pflanzung von 160 neuen Obstbäumen fördert die Umweltstiftung mit 10.000 Euro. Den gleichen Betrag erhält Brandl Einrichtungen zum Bau eines Bienenlehrpfads, der kindgerecht über Lebensweise, Bedeutung und Gefährdung der Bienen informiert. Imker geben lebendigen Einblick in ihre praktische Arbeit. Eine weitere Spende geht an das integrative Kinderhaus St. Elisabeth für eine Wasserspielanlage. Der Weg des Wassers soll den Kindern erlebbar gemacht werden. Die Kinder sollen begreifen, wie wichtig Wasser ist. Mit 750 Euro können diese Vorhaben nun finanziert werden.

„Wir freuen uns sehr, das Engagement dieser Initiativen mit unterstützen zu können. Regionale Projekte setzen sich mit großem Aufwand und viel Leidenschaft für den Naturschutz ein und mit unserer Umweltstiftung können wir so einen kleinen Teil dazu beitragen. „so Ulf Rebenschütz, Vorstand der Europa Möbel-Umweltstiftung.

Innovationschampion in der Nachhaltigkeit

Das renommierte F.A.Z.-Institut hat eine Studie zur Nachhaltigkeit herausgegeben, für die rund 10.300 Unternehmen betrachtet wurden. Unter den 32 in der Studie als nachhaltig bewerteten Maschinen- und Anlagenbauunternehmen erreichte Busch Vacuum Solutions den 6. Platz.

„Innovationen sind unverzichtbar, um nachhaltiges Wirtschaften zu ermöglichen“, heißt es in der Studie des Instituts für Management- und Wirtschaftsforschung GmbH (IMWF), die nun vom F.A.Z.-Institut herausgegeben wurde. „Für den langfristigen Erfolg von Unternehmen ist es elementar, ihr Handeln an innovativen Lösungen der Nachhaltigkeit auszurichten und zum Teil ihrer Marke zu machen.“

Das IMWF hat in seiner Studie „Innovationschampion in der Nachhaltigkeit“ mit Hilfe des sogenannten „Social Listenings“ die Innovation, Forschung und Entwicklung sowie die ökologische, soziale und ökonomische Nachhaltigkeit von etwa 10.300 Unternehmen analysiert und bewertet. Social Listening ist eine Methode, mit der man herausfindet, wie sich Menschen online über ein Unternehmen, eine Person, ein Produkt oder eine Marke äußern. Über alle Branchen hinweg wurden schließlich rund 750 Unternehmen als nachhaltig eingestuft. 268 in der Studie betrachtete Unternehmen stammten aus dem Maschinen- und Anlagenbau. Von ihnen wurden nur 32 als nachhaltig bewertet, unter ihnen Busch, das mit 79,4 von 100 möglichen Punkten den 6. Platz erreichte.

Für die Nachhaltigkeitsanalyse wurden rund 3,5 Millionen Online-Quellen aus Nachrichtenseiten, Webseiten, Foren, wichtigen Social-Media-Kanälen, Verbraucherseiten, Pressemitteilungen und Blogs herangezogen, die zwischen dem 16. September 2021 und dem 15. September 2022 veröffentlicht worden waren. Dabei wurden nur deutschsprachige Aussagen von deutschen Domains berücksichtigt. Die Daten wurden zunächst mit Hilfe künstlicher Intelligenz in Textfragmente zerlegt. Jedes Textfragment wurde analysiert, um festzustellen, um welches Unternehmen und welches Thema es ging und wie der Abschnitt zu bewerten sei. Dabei flossen Innovation sowie Forschung und Entwicklung zu je 25 Prozent in die Betrachtung ein. Ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit wurden zusammen mit 50 Prozent in der Bewertung berücksichtigt.