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Autor: Möbelfertigung

Brillantes Jahr 2021

Das Jahr 2021 war für die Hersteller von Technologien für die Holz- und Möbelindustrie sehr positiv. Dieser Trend wurde vom Studienbüro von Acimall, dem Verband der italienischen Hersteller von Holz- und Möbeltechnik, bestätigt: Die Produktion belief sich auf 2.530 Millionen Euro – ein Plus von 36,9 Prozent im Vergleich zu 2020 und ein Plus von 11,6 Prozent gegenüber 2019.

Ausgezeichnete Ergebnisse gab es auch für den Export, der 1.740 Millionen Euro erreichte (plus 30,8 Prozent gegenüber 2020; plus 10,1 Prozent gegenüber 2019), mit einem Inlandsmarkt, der viel Lebendigkeit zeigte mit einem Umsatz von 790 Millionen Euro – plus 52,5 Prozent gegenüber 2020 und 15,1 Prozent gegenüber 2019.

Die Importe stiegen ebenfalls und erreichten 244 Millionen Euro, 59,4 Prozent mehr als 2020 und 21,4 Prozent mehr als 2019.

Aufgrund der traditionell starken Exportneigung der italienischen Unternehmen war auch die Handelsbilanz mit einem Wert von 1.496 Millionen Euro positiv (plus 27,1 Prozent gegenüber 2020, plus 8,5 Prozent gegenüber 2019). Der Verbrauch stieg insgesamt mit 1.034 Millionen Euro, ein Plus von 54,1 Prozent gegenüber 2020 und 16,5 Prozent gegenüber 2019.

„Die Zahlen aus 2021 sprechen für sich und zeigen, dass die Technologiebranche zwei schwierige Jahre hinter sich gelassen hat und wieder das Niveau von vor der Corona-Pandemie erreicht hat“, sagte Dario Corbetta, Direktor von Acimall. „Die staatlichen Anreize haben sicherlich eine wichtige Rolle gespielt, aber sie haben nicht grundsätzlich den Markttrend ,verändert‘: Das Wachstum, das wir jetzt sehen, ist nicht nur auf die Anreize zurückzuführen. Denn diese führen letztlich in einer Investitionsgüterbranche nur zu einer Konzentration der Investitionsentscheidungen in einem engen Zeitrahmen. Vielmehr sehen wir eine deutliche Markterholung, die die Unternehmen zu ihren normalen Entwicklungsmustern zurückgebracht hat.“

„Wir möchten daher diejenigen beruhigen, die befürchten, dass der derzeitige Trend durch die Anreize grundlegend ,verfälscht‘ ist und wir, sobald sich dieses Zeitfenster geschlossen hat, mit einer stagnierenden Nachfrage konfrontiert sein werden“, so Corbetta weiter. „Diese Annahme wird durch die Wirtschaftszahlen der ersten Monate des Jahres 2022 gestützt, die eindeutig auf ein strukturelles Wachstum unserer Branche hindeuten, das von Dauer sein wird.“

Die konsolidierten Zahlen des Jahres 2021 lassen weitere Rückschlüsse auf den italienischen Export zu, der im Vergleich zu 2020 und 2019 gestiegen ist. Mit Blick auf die aktuelle Situation lässt sich feststellen, dass die Russland-Ukraine-Krise bisher nur einen begrenzten Rückgang der italienischen Exporte verursacht hat. Russland, die Ukraine und Weißrussland machen zusammen nur einen kleinen Teil der italienischen Exporte aus, etwa fünf Prozent, und die Exportströme in diese Länder scheinen sich fortzusetzen, wenn auch mit einem deutlichen Rückgang.

Viele Holzbearbeitungsmaschinen sind nicht in der Kategorie der Ausrüstungen mit doppeltem Verwendungszweck aufgeführt, die zur Herstellung von Kriegsmaterial verwendet werden können, so dass sie nicht unter das derzeitige Embargo fallen, während für alle Ersatzteile Beschränkungen gelten. Gegenwärtig ist der Bankbetrieb trotz einiger Schwierigkeiten nicht unterbrochen, und einige russische Institute arbeiten weiter.

Betrachtet man die Zahlen für das Jahr 2021, so lässt sich leicht eine Rangliste der Länder aufstellen, die sich für die Holz- und Möbeltechnologie „Made in Italy“ interessieren, die nicht überrascht. Das Ranking bestätigt die Stabilität der Regionen, in denen die italienischen Produkte sehr geschätzt werden.

An der Spitze stehen die Vereinigten Staaten (164,2 Millionen Euro, plus 13,9 Prozent gegenüber 2020), gefolgt von Frankreich (118,2 Millionen, plus 10,3 Prozent) und Polen (110,6 Millionen Euro, plus 34 Prozent). Deutschland liegt auf Platz vier der „Abnehmerländer“ mit Ausgaben von 106,3 Millionen Euro für italienische Maschinen, ein Plus von 11 Prozent gegenüber 2020. Es folgen das Vereinigte Königreich (81,3 Millionen, plus 56 Prozent), Spanien (76,2 Millionen, plus 62,3 Prozent), Russland (67,3 Millionen, plus 102,4 Prozent) und China, das für 60,1 Millionen Euro in Italien bestellt hat – das einzige Land in der Top-Ten-Liste mit einer negativen Entwicklung von 19 Prozent.

Die Liste wird von Belgien (auf Platz neun mit 56,6 Millionen Euro, plus 18,4 Prozent) und Österreich (54,5 Millionen, plus 36,6 Prozent) auf Platz zehn abgeschlossen.

Abschließend lässt sich sagen, dass alle Zahlen darauf hindeuten, dass der positive Trend im laufenden Geschäftsjahr 2022 anhalten wird, auch wenn Unterbrechungen der Lieferkette und unvorhersehbare Ereignisse im Zusammenhang mit dem Russland-Ukraine-Konflikt und der Entwicklung der weltweiten Covid-19-Pandemie die Karten noch einmal neu mischen könnten.

„Wir freuen uns jetzt auf die ,Xylexpo‘ im kommenden Oktober“, resümiert Dario Corbetta, „die eine großartige Gelegenheit sein wird, den Status Quo unserer Branche und die Entwicklung der internationalen Handelsströme zu überprüfen.“

Ross McInnes und Hélène Viot Poirier werden Mitglieder des Verwaltungsrats

Auf der Jahreshauptversammlung von Lectra am 29. April wurden zwei neue Verwaltungsratsmitglieder für eine Amtszeit von vier Jahren ernannt: Ross McInnes und Hélène Viot Poirier. Beide werden Mitglieder des Prüfungsausschusses, des Nominierungsausschusses und des Strategieausschusses von Lectra. Hélène Viot Poirier wird außerdem Mitglied des neuen CSR-Ausschusses.

Daniel Harari, Chairman und Chief Executive Officer von Lectra, sagt: „Wir freuen uns, Ross McInnes und Hélène Viot Poirier im Verwaltungsrat von Lectra willkommen zu heißen. Durch die Ernennung von Ross McInnes werden wir von seiner umfangreichen Erfahrung als Direktor von börsennotierten Unternehmen und seiner Kenntnis der Herausforderungen von Lectra sowie von seinem Fachwissen in den Bereichen Strategie, Management, Finanzen und Unternehmensführung profitieren. Hélène Viot Poirier verfügt über umfassende Kenntnisse der digitalen Welt und des Modemarktes. Mit ihrer Ernennung kann der Verwaltungsrat von ihrem Fachwissen in den Bereichen Akquisitionsstrategie, Management und Entwicklung umweltfreundlicher Produkte profitieren.“

Ross McInnes, französischer und australischer Staatsbürger, ist derzeit Vorsitzender des Verwaltungsrats von Safran, Mitglied des Verwaltungsrats von Engie, Vorsitzender des Ausschusses für Ethik, Umwelt und nachhaltige Entwicklung, Mitglied des Prüfungsausschusses und Mitglied des Strategie-, Investitions- und Technologieausschusses, und bis November 2022 Mitglied des Verwaltungsrats von Eutelsat Communications, Vorsitzender des Ernennungs- und Governance-Ausschusses und Mitglied des Prüfungs-, Risiko- und Compliance-Ausschusses.

Ross McInnes begann seine Karriere 1977 bei Kleinwort Benson in London und anschließend in Rio de Janeiro. Im Jahr 1980 wechselte er zur Continental Bank (heute Bank of America) in den Bereich Unternehmensfinanzierung. Anschließend war er von 1991 bis 1999 Finanzvorstand von Eridania Beghin-Say, von 2000 bis 2005 stellvertretender Vorstandsvorsitzender und Finanzvorstand von Thomson-CSF (heute Thales) und von 2005 bis 2006 Vizepräsident für Finanzen und Strategie von PPR (heute Kering). Im Jahr 2006 trat McInnes in den Aufsichtsrat von Générale de Santé ein und fungierte im darauffolgenden Jahr als amtierender Vorsitzender des Verwaltungsrats. Außerdem war er stellvertretender Vorsitzender von Macquarie Capital Europe. Im Jahr 2009 wechselte McInnes zu Safran und wurde Executive Vice President für wirtschaftliche und finanzielle Angelegenheiten, bevor er 2015 Vorsitzender des Verwaltungsrats von Safran wurde.

Im Februar 2015 wurde McInnes außerdem vom französischen Ministerium für auswärtige Angelegenheiten und internationale Entwicklung im Rahmen der französischen Wirtschaftsdiplomatie zum Sonderbeauftragten für die Wirtschaftsbeziehungen mit Australien ernannt. Von 2016 bis 2019 war er Mitglied des Hohen Ausschusses für Corporate Governance. Im Jahr 2017 wurde McInnes vom französischen Premierminister zum Co-Vorsitzenden des Ausschusses „Action Publique 2022“ ernannt, der für Vorschläge zu Reformen der öffentlichen Politik zuständig ist.

Im Jahr 2018 wurde McInnes ebenfalls zum Treuhänder der IFRS Foundation ernannt. Im Oktober 2018 betraute ihn der französische Premierminister mit der Aufgabe, bei britischen und anderen ausländischen Nicht-Finanzunternehmen mit Sitz im Vereinigten Königreich, die ihre Zukunft außerhalb der Europäischen Union in Betracht ziehen, für Frankreich zu werben.

McInnes war bereits Mitglied des Verwaltungsrats von Lectra und Mitglied des Prüfungsausschusses, des Vergütungsausschusses und des Strategieausschusses. Dieses erste Mandat endete im April 2020. Ross McInnes ist Absolvent der Universität von Oxford.

Hélène Viot Poirier begann ihre Karriere 1997 bei Club Internet (Lagardère-Gruppe) und arbeitete dann für Kertel (Kering-Gruppe). Im Jahr 2001 wechselte sie zur Orange-Gruppe, wo sie als Business Unit Director den ADSL-Markt in Frankreich und anschließend den Markt für mobile Multimedia-Dienste entwickelte. Poirier übernahm dann 2010 als Vice President of Portal and Digital Services die Gesamtleitung der digitalen Aktivitäten von Orange in Frankreich. Im Jahr 2016 wechselte sie zur Vivarte-Gruppe als Chief Digital and Marketing Officer und Mitglied des Executive Committee.

2017 wurde Poirier Vorstandsvorsitzende und Chief Executive Officer von Chevignon, das zur Vivarte-Gruppe gehört, und führte das Unternehmen und die Marke um und lancierte die erste umweltfreundliche Kollektion. Im Rahmen einer strategischen Umstrukturierung von Vivarte, dem Anteilseigner von Chevignon, leitete sie den Prozess des Verkaufs von Chevignon. Seit 2020 unterstützt sie als Independent Senior Advisor strategische interne und externe Wachstumsprojekte in der Mode-, Digital- und Konsumgüterbranche. Hélène Viot Poirier ist Absolventin der HEC Paris.

Erweitert den Standort Detmold

Die Plantag Coatings GmbH aus Detmold hat nach dem Kauf einer Halle in direkter Nachbarschaft zum Unternehmen im Jahr 2019 jetzt ein weiteres Grundstück mit entsprechenden Gebäuden gekauft.

Von einem benachbarten Unternehmen wurde ein 14.000 Quadratmeter großes Grundstück mit über 2.200 Quadratmeter Büro- und Nebenflächen erworben. Dazu kommen 5.750 Quadratmeter Produktions- und Lagerflächen. Gut 1.600 Quadratmeter der Gebäudeflächen sind aktuell an andere Unternehmen weitervermietet. Für die restlichen Flächen hat das Unternehmen konkrete Pläne, die auch teilweise schon umgesetzt worden sind. Auf einer Bürofläche von 1.400 Quadratmeter werden administrative Abteilungen, die sich aktuell noch auf zwei Standorte verteilen, zusammengelegt. Darüber hinaus ist der Aufbau einer zentralen Qualitätssicherung auf rund 100 Quadratmetern geplant. Um die Wege zu verkürzen, wird auf dem gesamten Areal eine zurzeit im Aufbau befindliche Rohrpostanlage installiert, um Proben, Flüssigmuster, Originaldokumente etc. schnell zu den entsprechenden Stellen befördern zu können.

In den neuen Produktionshallen wird eine komplette Produktionsanlage für strahlenhärtende (UV, Wasser-UV, ESH) Produkte auf insgesamt 1.500 Quadratmeter neu errichtet. Das bedeutet in etwa eine Verdreifachung der heute möglichen Leistung. Der Automatisierungsgrad soll deutlich zunehmen. Auf etwa 300 Quadratmeter wird ein Tanklager mit einer Kapazität von 300.000 Litern für Rohstoffe sowie eine neue Tankwagenabtankstelle gebaut. Die Plantag-Gruppe konzentriert sich damit in Zukunft im Wesentlichen auf zwei Hauptproduktschienen, nämlich Wasserlacke und strahlenhärtende Beschichtungsstoffe. Auf einer weiteren Fläche von circa 200 Quadratmetern wird eine automatische Waschanlage für bewegliche Ansatzbehälter entstehen.

Aus Gründen der Nachhaltigkeit wird das Gebäude an das Fernwärmenetz der Stadtwerke Detmold angeschlossen. Die Fernwärme wird aus nachwachsenden Rohstoffen erzeugt und führt dazu, dass die Produktion wärmetechnisch CO2 neutral wird – wie auch schon alle weiteren Plantag Produktions-Standorte an der Ohmstraße.

Darüber hinaus gibt es Planungen auf den vorhandenen Flächen ein komplett neues Laborgebäude zu bauen.

Doppelgewinn bei den „iF“ Design Awards

Gleich zwei Produktentwicklungen von Hettich erhalten in diesem Jahr den renommierten „iF“ Design Award: In der Kategorie „Wohnmöbel“ prämierte die Jury die LED-Schubkasten-Beleuchtung „Avantech You Illumination“, und in der Kategorie „Küche“ erhielt die Auszugsführung „Quadro Compact FE 20“ für Weinkühlschränke die begehrte Auszeichnung des „iF“.

Das Schubkastensystem „Avantech You“ macht individuelles Kundendesign in Farbe, Format und Material sehr einfach umsetzbar. Nun hat die neue Designvariante in der Plattform auch die „iF“-Jury überzeugt: Jeder Schubkasten kann mit dem Feature „Avantech You Illumination“ eine eigene LED-Lichtsignatur erhalten. Homogenes LED-Licht in 4.000 Kelvin in aufklipsbaren Designprofilen beleuchtet die geöffneten Schubkästen von innen oder setzt stimmungsvolle Akzente nach außen. Und auch Glas-Inlays mit polierter oder geschliffener Kante präsentieren sich dank „Avantech You Illumination“ im besten Licht. Die Technik funktioniert ohne zusätzliche Kabel im Möbel und lässt sich somit einfach nachrüsten.

Das ebenso vom „iF“ prämierte Auszugssystem „Quadro Compact FE 20“ für Weinkühlschränke verbindet Design und Komfort auf anspruchsvolle Weise. Weinflaschen sollten erschütterungsfrei bewegt werden, um Qualität und Geschmackserlebnis nicht zu beeinträchtigen. Mit „Quadro Compact“ von Hettich lassen sich die Auszugs-Tablare im Weinschrank schonend und rüttelfrei bedienen. Eine Hybridbekugelung sorgt für den besonders ruhigen, vibrationsarmen Lauf. Optionale Features wie der gedämpfte Selbsteinzug erhöhen den Nutzerkomfort und sorgen für Differenzierungsmöglichkeiten. Durch seine dunkle Oberfläche passt sich der Auszug auch optisch perfekt an das edle Weinkühlschrankdesign an.

Hettich-Geschäftsführer Uwe Kreidel erklärt: „,Avantech You Illumination‘ eröffnet dem Handwerk wie auch Küchen- und Möbelherstellern weitere Chancen, sich deutlich vom Wettbewerb abzuheben. Denn so können sie ihren anspruchsvollen Kunden bis ins Premium-Segment hinein ein attraktives, individuelles Schubkastendesign mit exklusiver Note und mit spürbarer Qualität anbieten. Auch unsere Auszugsführung ,Quadro Compact FE 20‘ für Weinkühlschränke besticht nicht allein durch ihre elegante, dunkle Erscheinung, sondern ebenso durch einen sanften, geschmeidigen Lauf. Mit diesem Auszugssystem aus unserer bewährten ,Quadro‘-Familie übertragen wir Schubkastenkomfort und Designqualität aus dem Wohnmöbelbereich auch auf E-Geräte. Dass nun beide Hettich-Produkte nach dem ,Red Dot‘ Design Award 2022 außerdem den ,iF‘ Design Award 2022 gewonnen haben, bestätigt uns in unserer kontinuierlichen Entwicklungsarbeit.“

„Interzum Bogotá“

Heute startet die Messe in Kolumbien

Vom 10. bis 13. Mai 2022 trifft sich die internationale Holz- und Möbelindustrie auf der „Interzum Bogotá“ in Bogotá, Kolumbien. Die Messe, die zuletzt im Jahr 2018 unter dem Namen „Feria Mueble Madera“ stattfand, ist das wichtigste Event für die Branchen der Holzbearbeitung, Möbelfertigung und des Interior Designs in Kolumbien, der Anden-Region und der Karibik. Um die internationale Strahlkraft noch zu verstärken, erfolgte nach der Kooperation mit der internationalen Leitmesse der Zuliefererbranche „Interzum“ in Köln das Rebranding als „Interzum Bogotá“. Unter diesem Namen erlebt die Branche in der kolumbianischen Hauptstadt nun das erste postpandemische Zusammentreffen: Vier Tage mit den führenden Marken, mit zahlreichen Innovationen und viel Raum zum Networking.

2020 sollte die „Feria Mueble Madera“ zum ersten Mal als „Interzum Bogotá“ eröffnet werden – doch die Corona-Pandemie macht dem Vorhaben einen Strich durch die Rechnung. Jetzt zwei Jahre später ist es endlich so weit: Die „Interzum Bogotá“ wird als zentraler Treffpunkt für die Industrie der Holzverarbeitung, Möbelhersteller, Innen­ausstatter und andere Branchen-Akteure die Tore eröffnen. Dabei ist das Interesse an persönlicher Begegnung nach zwei Jahren Pandemiepause deutlich spürbar: Rund 115 Aussteller aus 14 Ländern stellen erwarteten 15.000 Fachbesuchern aus Kolum­bien, der gesamten Andenregion und der Karibik ihre Innovationen vor. „Auf der ,Interzum Bogotá‘ treffen alle Bereiche aufeinander, die für das Interior Design wichtig sind“, sagt der Geschäftsführer der Koelnmesse SAS in Kolumbien, Christian Guarin. „Das macht uns zu einem Event, das niemand aus der Branche verpassen sollte.“ Diese Bedeutung zeigt sich auch in der Ausstellerschaft: Neben zentralen nationalen und regionalen Akteuren wie z.B. Aristizabal y Jinete, Lamitech, Madecentro oder Makser sind auch namhafte Global Player wie z.B. Arauco, Arkopa, Elektroteks, Fecken-Kirfel, Häfele, Jowat, Karebant, Kronospan, Lignadecor, Makita, Mammut, Rehau, Stihl oder Wilsonart vertreten. Daneben zeugen Länderpavillons u.a. aus Brasilien, Chile und der Türkei von der wirtschaftlichen Bedeutung der „Interzum Bogotá“ und damit des gesamten regionalen Marktes.

Die Schwerpunktthemen Design, Nachhaltigkeit, Kreislaufwirtschaft und Innovation finden sich dabei nicht nur auf den Ständen der einzelnen Aussteller. Das Forum „Madera, pilar des creciemento verdo“ befasst sich mit Umweltthemen und wird von namhaften Institutionen wie dem Umwelt- und dem Landwirtschaftsministerium, dem WWF und dem FAO unterstützt. Während es auf der Piazza, einem zentralen Treffpunkt der Messe, um zeitgemäßes Design geht, werden auf den benachbarten Smart Talks einzelne Gesprächsrunden und Vorträge zu den Schwerpunktthemen angeboten.

„Die Feria Mueble Madera hat sich als einzige und enorm bedeutende Messe für Kolumbien, die Anden-Region und Zentralamerika etabliert“, so Christian Guarin. „Diese Stellung wollen wir ausbauen – und das Event noch internationaler und attraktiver machen. Die Partnerschaft mit der Koelnmesse und speziell der ,Interzum‘ ist dafür perfekt geeignet.“ Kolumbien ist der zweitgrößte Möbel­produzent in Südamerika und gehört zu den am schnellsten wachsenden Märkten in Latein- und Zentralamerika.

Mit der „Interzum Bogotá“ startet die „Interzum“ nun mit der ersten Präsenzmesse in die Post-Covid-Ära. Die „Interzum“ in China soll nach ihrer Verschiebung später im Jahr 2022 stattfinden und im kommenden Jahr wird die „Interzum“ in Köln wieder Gäste empfangen. „Wir freuen uns, dass wir hier in Bogotá den Startschuss zur Vernetzung der internationalen Branche geben dürfen – und damit Ausstellern und Besuchern neue Vertriebskanäle und damit Wachstumsmöglichkeiten zu eröffnen“, sagt Christian Guarin. Dass der Plan, den internationalen Charakter der Messe zu stärken, aufgeht, zeigt sich in den Zahlen: 52 Prozent der Aussteller sind internationale Unternehmen. Und auch bei den Besuchern zeigt sich eine globalisierte Branche: Bisher haben sich Delegationen aus der Türkei, Brasilien und Chile angekündigt.

Investiert in neues Logistikcenter

Die Homag Plattenaufteiltechnik GmbH investiert rund 8 Mio. Euro in ein neues Logistikcenter. Am 6. Mai 2022 fand der Spatenstich für diese größte Einzelinvestition in der Geschichte des Standorts Holzbronn statt.

Investiert wird in ein automatisiertes Palettenlager und ein automatisiertes Kleinteilelager. Der Gebäudekomplex hat eine Höhe von 17 Meter und eine Grundfläche von 900 m². Bestandteil der Investition ist auch ein neuer Wareneingang, dessen Technik direkt mit dem Logistikcenter verbunden ist.

Geschäftsführer Jens Held erläutert: „Wir wollen unsere Effizienz erhöhen und vollautomatisierte Prozesse im Bereich der Logistik erreichen.“ Die Bauzeit für das Gebäude ist auf ein halbes Jahr veranschlagt, die Anlagentechnik wird weitere neun Monate benötigen, so dass die geplante Inbetriebnahme für Ende 2023 vorgesehen ist.

Bei der Bauvergabe hat das Unternehmen auf regionale Partner gesetzt. So wird der Stahlbau von der Firma Bühler und der Rohbau von der Firma Köhler ausgeführt.

Ortsvorsteherin Helena Österle freut sich und betont: „Der Calwer Ortsteil Holzbronn hat durch Homag weltweite Bekanntheit erreicht. Eine erneute Investition von rund 8 Mio. Euro in den Standort ist im Sinne der Innovationsfähigkeit und der Standortsicherung von besonderer Bedeutung.“

Sicherheit durch Synergien

„Endlich wieder!“ So leitete Verbundchef Ernst-Martin Schaible am vergangenen Samstag seine Begrüßungsworte zum großen Kongress von Der Kreis in Hamburg ein. Denn nach dem Ausfall 2020 und der coronabedingten Beschränkung im vergangenen Jahr konnte nun wieder ein Treffen im großen Rahmen stattfinden. 950 Teilnehmer feierten in hanseatisch-relaxter Atmosphäre – mit Stationen im St. Pauli-Stadion und frisch renovierten CCH bis zur Party in der Fischauktionshalle – ein überaus erfolgreiches Jahr 2021. Wobei der Systemverbund in allen Geschäftsbereichen gewachsen ist – national wie international und auch den einzelnen Gruppierungen wie den Küchen, Bad, Heizungs-, und Klimaspezialisten, Schreinern/Tischlern sowie Laden-, Innen- und Fensterbaufirmen. 

Der Gesamtumsatz kletterte somit um 10,8 Prozent auf 4,73 Mrd. Euro. Die Zahl der Mitgliedshäuser erhöhte sich 2021 in 17 europäischen Ländern von 3.409 auf 3.512 (+103) Betriebe. Bemerkenswert ist außerdem der erneut  gestiegene Durchschnittspreis pro Küche, der 2021 noch vor der aktuellen Preisexplosion bei 14.770 Euro (+ 3,25 %) und somit über dem Branchendurchschnitt lag. 

Gleichwohl wurden auf der Tagung auch die aktuell belastenden Themen aktiv angesprochen. Darunter die wirtschaftlichen Perspektiven angesichts der kritischen Rahmenbedingungen durch stockende Lieferketten und Krieg, die Gastredner Markus Sander (Häcker-GF und AMK-Sprecher) als weiterhin schwierig einstufte, vor allem wenn das Öl-Gas-Embargo greift. Dennoch ist er der Meinung: „Küche hat Zukunft“, weil die Branche zugleich gute Chancen habe, die Krise abzufedern.

Positive Impulse im Küchenbereich erwartet der Verband u.a . durch den Relaunch des Konzepts „Küche 3000“, das vom Ladenlayout bis zum Marketing im zeitgemäßen Look neu gestaltet wurde und sowohl shop-in-shop als auch für Existenzgründer eingesetzt werden kann. Ein anderes wichtiges Tool wird „Panda“, das künftig Cyber-Angriffe gegen eine geringe Monatslizenzgebühr abwehren soll. Wie existenziell wichtig dies auch für kleinere Unternehmen inzwischen ist, betonte nicht nur Deutschland-Geschäftsführer Ulf Triebener, sondern auch Experte Marco di Filippo in seinem beeindruckenden Vortrag, indem dieser dem Hamburger Publikum live vor Augen führte, wie einfach das Hacking über E-Mails, SMS und Websites für die wachsende Zahl an Cyber-Kriminellen sein kann.

Für die Gruppe der Creativen Partner, in der Großschreinereien organisiert sind, wird hingegen das Bestellportal „Enigma“ mit über einer Million Artikeln zu einem enormen Wettbewerbsvorteil. Ulf Triebener hat indes in seiner „Erfolgsbox“ zur Optimierung der Betriebssteuerung von Küchenstudios künftig eine eigene Software parat hat. Für die Tischlerorganisation TopaTeam, die seit 2018 mit Kleinbetrieben bis 10 Mitarbeiter zum Verbund gehört, hob Geschäftsführer Walter Greil u. a. die Vorteile bei den Einkaufskonditionen hervor. Weitere Synergien und Wachstumspotenziale sieht Der Kreis nicht zuletzt im Ausland, wie kürzlich durch die Neugründung der Landesgesellschaft in Spanien. 2021 war es Italien, jetzt sind es dort schon 34 Händler. Wie die Bilanz für 2022 aussieht, wird dann Thema zum Kongress am 5./6. Mai 2023.

Mit Wirtschaftsmedaille des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet

Die Wirtschaftsmedaille des Landes Baden-Württemberg erhalten seit 1987 Persönlichkeiten und Unternehmen, die sich in herausragender Weise um die Wirtschaft des Landes verdient gemacht haben. Auch besondere Leistungen, die in Organisationen der Wirtschaft, Gewerkschaften, Arbeitnehmervertretungen, Arbeitgeberorganisationen und im Bildungswesen erbracht wurden und die der Wirtschaft und Gesellschaft des Landes dienen, können auf diese Weise geehrt werden.

Am  4. Mai hat Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut bei einer Festveranstaltung im Neuen Schloss in Stuttgart die Wirtschaftsmedaille des Landes an die Interstuhl aus Meßstetten-Tieringen verliehen – für herausragende unternehmerische Leistungen und zum Dank für besondere Verdienste um die baden-württembergische Wirtschaft. Die Geschäftsführer Helmut und Joachim Link nahmen die Medaille stellvertretend für das Unternehmen entgegen. „Fest verwurzelt am Heimatstandort ist Interstuhl heute ein wichtiger Bestandteil für den wirtschaftlichen Erfolg in der Region und darüber hinaus“, betonte Ministerin Hoffmeister-Kraut in ihrer Laudatio. „Interstuhl ist ein Musterbeispiel für die vielen Hidden Champions, die in Baden-Württemberg und auf der Schwäbischen Alb zu Hause sind. Als führender Bürostuhlhersteller in Europa steht das Unternehmen für gesundes Sitzen in einer anregenden Arbeitsumgebung mit modernen Bürolandschaften. Dazu gehört auch, dass Interstuhl Ausbildungsplätze in zwanzig verschiedenen Ausbildungsberufen anbietet und damit einen wichtigen Beitrag zur Fachkräftesicherung leistet. Fest verwurzelt am Heimatstandort ist Interstuhl heute ein wichtiger Bestandteil für den wirtschaftlichen Erfolg in der Region und darüber hinaus“.

Interstuhl ist einer der führenden Bürohersteller in Europa und wird in der zweiten Generation geführt. Mit umfangreichen Investitionen in den Hauptsitz in Meßstetten-Tieringen hat das Unternehmen krisensichere Arbeitsplätze in der Region geschaffen und ist heute mit 1.000 Mitarbeitenden der drittgrößte Arbeitgeber im Zollernalbkreis. Der Unternehmensstandort weist eine hohe Fertigungstiefe aus: von der eigenen Forschungs-, Entwicklungs-, Konstruktions- und Design-Abteilung mit Prüflabor und Muster- und Modellbau über den Stahlbau, Schweißerei, Pulverbeschichtung bis hin zur Polsterei mit angeschlossener Näherei und Schäumerei sowie verschiedenen Vor- und Endmontageabteilungen. „Damit sichert Interstuhl nicht nur hochwertige und vielfältige Arbeitsplätze auf verschiedenen Stufen der Wertschöpfungskette; das Unternehmen reduziert damit auch Transportwege und zeigt, wie der Nachhaltigkeitsanspruch eines Unternehmens erfolgreich umgesetzt werden kann“, so Dr. Nicole Hofmeister-Kraut weiter.

Helmut Link engagiert sich zudem in Fachgremien und nationalen Verbänden sowie europäischen Dachorganisationen und führt seit Kurzem den Industrieverband Büro und Arbeitswelt.

Würth industrie Service

Zählt zu Deutschlands innovativsten Unternehmen

Als umfassender C-Teile-Partner erfindet sich die Würth Industrie Service GmbH & Co. KG in der ganzheitlichen Produktions- und Betriebsmittelversorgung für rund über 20.000 Kunden jeden Tag neu. Seit jeher stehen dabei innovative Lösungen im Zeichen von Automatisierung, Digitalisierung und Industrie 4.0 im Fokus des Unternehmens. Für sein Innovationsengagement wurde der C-Teile-Partner nun mit dem Deutschlandtest-Siegel „Deutschlands innovativste Unternehmen 2022“ von „Focus“ und „Focus Money“ ausgezeichnet und zählt damit zur Innovationselite Deutschlands. Mit dem 1. Platz in der Kategorie „Baustoffe und Bauzubehör (Großhändler)“ geht das Unternehmen als eindeutiger Branchensieger hervor.

Nach dem Leitsatz „Immer weiter, aber den Wurzeln treu.“ trägt die Würth Industrie Service dazu bei, gemeinsam den digitalen Wandel mit aller Kraft voranzutreiben und gleichzeitig die Werte des Unternehmens im Mittelpunkt zu bewahren. „Dabei ist jeder Einzelne gefragt sich einzubringen, sich als Innovator zu fühlen, neue Ideen gemeinsam zu entwickeln und schlussendlich umzusetzen.“, erklärt Stefan Reuss, Geschäftsführer IT und Digital Solutions der Würth Industrie Service. Zur Steuerung und Koordination von Innovationsprojekten setzt sich eine eigene Abteilung Digital Business Development & Innovations mit zukunftsweisenden Trends auseinander und gibt darüber hinaus agile Arbeitsmethoden an die Hand, um durch clevere Lösungen die tägliche Arbeit zu erleichtern. Sich ebenfalls mit wichtigen Entwicklungen wie Virtual Reality zu befassen, sehen die Expertinnen und Experten der Würth Industrie Service als unumgänglich. „Indem wir die technologische Weiterentwicklung von Virtual Reality in-house vorantreiben, ermöglichen wir die interaktive Vernetzung mit Kunden, Mitarbeitenden, Hochschulen und weiteren Geschäftspartnern.“, so Reuss.