Skip to main content
Acimall  | 

Import und Exportdaten des ersten Quartals „Made in Italy“

Budgetplanungen, künftige Geschäftsentwicklungen einschätzen – das war nie schwerer als in den letzten Jahren mit Sondereffekten von Corona bis unterbrochenen Lieferketten. Mehr denn je ist unerlässlich, über Daten und Zahlen zu verfügen, um die tatsächliche Entwicklung eines Marktes genau einschätzen zu können.

Traditionell hat das Statistikbüro des Acimall, der italienische Verband für holzverarbeitende Technologien, eine Reihe von Informationen aufbereitet, die die globalen Trends der italienischen Technologien für die Möbel- und Holzverarbeitungsindustrie in den ersten drei Monaten dieses Jahres deutlich machen. Basis dafür sind Daten von Istat, dem italienischen Statistikamt.

Der Export belief sich im Berichtszeitraum auf 379,4 Millionen Euro, 6,1 Prozent weniger als im gleichen Quartal 2023. Ein Quartal ist zwar zu kurz, um einen signifikanten Trend zu erkennen, aber visuell aufbereitet (Grafik 1) zeigt sich bei den wichtigsten Zielregionen ein 30-prozentiger Rückgang der Verkäufe nach Europa außerhalb der EU festzustellen. Dies beruht vor allem auf dem Krieg zwischen Russland und der Ukraine. Eine ähnliche Entwicklung gibt es bei den Exporten in Richtung Naher Osten mit einem Rückgang um dramatische 55,1 Prozent.

Exportentwicklung geographischer Regionen im ersten Quartal (Grafik 1)

Stabilität gibt es innerhalb der Europäischen Union (Italiens größter Absatzmarkt mit einem Anteil von 52,8 Prozent des gesamten Exportvolumens) und einem expansiven Trend bei italienischen Technologiekäufen aus Nordamerika (Anstieg um 4 Prozent). Einer der Gründe für das gestiegene Interesse sind die politischen Bestrebungen in den USA, in Nachbarländer abgewanderte Produktionen wieder zurück ins Land zu holen. Weitere attraktive Märkte, wenn auch im geringeren Maße, sind in Südamerika zu finden (plus 28 Prozent), Ozeanien (plus 18 Prozent) und ebenso Afrika (plus 9,3 Prozent).

Bemerkenswert ist der Rückgang der Exporte nach Asien um 16,4 Prozent, was sicherlich auf die zunehmende Verbreitung der „Made in China“-Technologie für Holz und Möbel zurückzuführen ist, die auch für Chinas Nachbarmärkte immer attraktiver wird.

Bei der Konzentration auf einzelne Länder (Grafik 2) zeigt sich ein Comeback der Vereinigten Staaten und Frankreichs. Beide Absatzmärkte sind hochattraktiv für die Italiener und haben sich im Vergleich zum Gesamtjahr 2023 spürbar erholt. Im letzten Geschäftsjahr gab es in Richtung USA einen Rückgang um 16 Prozent und nach Frankreich um 4,6 Prozent. Hervorragende Ergebnisse lieferte Schweden (plus 137 Prozent im Vergleich zum gleichen Quartal 2023), getrieben durch Ersatzteilumsätze und Investitionen in bestehende Technologie. Das Vereinigte Königreich verzeichnet weiterhin einen Einbruch der italienischen Maschinenimporte (Rückgang um 36,6 Prozent), nachdem 2023 ein ähnlicher Rückgang zu verzeichnen war.

Die Top 10 Exportmärkte für italienische Anbieter von Holzbearbeitungstechnologien (Grafik 2)

China zeigt trotz steigender inländischer Produktion dennoch weiterhin Interesse an italienischer Technologie: Die Umsätze stiegen im ersten Quartal 2024 um 12,9 Prozent, damit setzt sich der Wachstumstrend aus 2023 fort. Im letzten Jahr gab es aus China Käufe, die für ein Wachstum um zehn Prozent sorgten. Indien verliert weiter Plätze im internationalen Export-Ranking mit minus 30,5 Prozent, bleibt aber trotz dieser Entwicklung im Fokus der Italiener als Markt, der Erwartungen weckt.

Betrachtet man den Import ausländischer Technologie in den italienischen Markt im ersten Quartal 2024 (Grafik 3), so sieht man weitere Beweise für eine Stagnation. Der Import aus Deutschland ging um 35,6 Prozent zurück, aus China um 20,5 Prozent und aus der Schweiz um 12,3 Prozent; Österreich verzeichnete einen Anstieg der Verkäufe nach Italien um 8,7 Prozent.

Ranking wichtigste Lieferländer im ersten Quartal (Grafik 3)

Ganz allgemein belief sich der Import im Zeitraum Januar bis März 2024 auf 39,4 Millionen Euro, ein Rückgang um 23,9 Prozent im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2023.

Aufgesplittet entsprechend der Ergebnisse einzelner Regionen (Grafik 4), so bleibt die Europäische Union das bedeutendste Lieferland mit 23,3 Millionen Euro im untersuchten Zeitraum – trotz eines Rückgangs um 24,6 Prozent gegenüber dem gleichen Zeitraum in 2023. Und einem Anteil von 59,2 Prozent am gesamten italienischen Import.

Ranking Regionen Import (Grafik 4)

„Ein Fakt, auf den wir uns wahrscheinlich konzentrieren sollten, ist die marginale Rolle, die Afrika für italienische Hersteller spielt“, sagt Dario Corbetta, Direktor des Acimall. „Trotz der geografischen Nähe und des Engagements unserer Regierung, profitablere Beziehungen zu entwickeln, ist die Marktdurchdringung unserer Industrie in Afrika immer noch begrenzt. Vor allem, wenn man bedenkt, dass China im Jahr 2023 Holzverarbeitungstechnologie für rund 100 Millionen Euro dorthin verkauft haben soll.

Nordamerika hingegen ist nach wie vor ein wichtiger Partner für unsere Unternehmen, und dasselbe gilt für Europa. Auch wenn wir letzteres vielleicht eher als Erweiterung des heimischen Marktes, statt als Exportziel betrachten sollten.“

Acimall Export Import