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Autor: Hahn, Sebastian

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Nolte-Möbel

Insolvenzverfahren eröffnet

Am 09.11.2023 hat die Geschäftsführung der Nolte-Möbel GmbH & Co. KG einen Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens über das Vermögen der Nolte-Möbel GmbH & Co. KG, geschäftsansässig in der Konrad-Nolte-Str. 20, 76726 Germersheim beim Insolvenzgericht in Landau in der Pfalz gestellt.

Seit September 2020 bestehen keine gesellschaftsrechtlichen Verflechtungen zwischen Nolte Möbel GmbH & Co. KG und den Unternehmen der Nolte Gruppe. Nolte Küchen, Express Küchen, Drum und ausländische Tochtergesellschaften der Nolte Gruppe sind von der Insolvenz der Nolte Möbel GmbH also in keiner Weise betroffen.

In der offiziellen Pressemitteilung heißt es:

Im Januar 2019 ist im Rahmen eines umfassenden Sanierungskonzeptes die Grundsanierung der heutigen Nolte-Möbel GmbH & Co. KG und deren damaligen Tochtergesellschaften begonnen worden. Die Sanierung hat bereits im Jahre 2020 erste Erfolge gezeigt und so konnte das Geschäftsjahr 2020 nach verlustträchtigen Jahren erstmals wieder mit einem operativ positiven Ergebnis abgeschlossen werden. Im Jahre 2020 ist auch die Ausgliederung der Nolte-Möbel GmbH & Co. KG erfolgreich aus der Nolte Unternehmensgruppe vorgenommen worden.

Die nicht vorhersehbaren Einflüsse der Corona-Pandemie ab Anfang 2020 und insbesondere die zweite Welle der Corona-Pandemie ab Dezember 2020 haben unser Geschäft in erheblichem Umfang negativ beeinträchtigt. Dazu kamen ebenfalls durch die Corona-Pandemie erhebliche Beeinträchtigungen unserer Lieferketten aus dem Umfeld unserer Lieferanten hinzu. Ab Februar 2022, bedingt durch den Krieg in der Ukraine, war unser Geschäft weiteren Störungen ausgesetzt. Alle daraus bedingten Probleme haben wir mit erheblichem Einsatz sowie auch durch Einsatz zusätzlicher Finanzmittel im Griff gehalten. Eine niemals zuvor eingetretene Inflation und daraus folgende Preissteigerungen unserer Warenbeschaffung sowie exorbitant gestiegene Energiebeschaffungspreise haben wir gemeistert. Die erhöhten Beschaffungskosten konnten wir teilweise durch gestiegene Absatzpreise kompensieren – jedoch durch zeitlichen Verzug und unter Inkaufnahme von operativen Verlusten.

Das Sanierungskonzept aus dem Jahre 2019ff. sah auch die Einführung eines neuen Warenwirtschafts- und ERP-Systems vor. Diese Umstellung vom alten auf das neue ERP-System hat die Gesellschaft im Sommer des Jahres 2022 vollzogen. In der Folge der ERP-Einführung kam es wider Erwarten zu systemseitigen Problemen. Mit großem personellem Einsatz konnten diese Probleme zwischenzeitlich beseitigt werden. Die operativen Kennzahlen entlang unserer Wertschöpfungskette zeigen aktuell ein besseres Leistungsniveau als vor der neuen ERPEinführung. Das aktuelle Geschäftsniveau ist jedoch bedingt durch die exogenen Faktoren wie Inflation, Krieg in der Ukraine und die militärische Auseinandersetzung im Nahen Osten auf historisch niedrigem Niveau. Die Gesellschafter hatten sich daher entschlossen, dieser hoffentlich temporären Geschäftsbeeinträchtigung zur Stabilisation des operativen Geschäftes, mit der Begebung einer weiteren Finanzierung zu begegnen.

Sehr kurzfristig und für die Geschäftsführung unerwartet, ist die Gesellschaft mit erheblichen Auflagen zur Erneuerung unseres Brandschutzes konfrontiert worden. Nach intensiven Verhandlungen waren diese nicht finanzierbaren Brandschutzauflagen nicht zu beseitigen. Daher hat sich die Geschäftsführung sehr kurzfristig gezwungen gesehen, am heutigen Tage Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens beim Amtsgericht Landau in der Pfalz zu stellen. Das operative Geschäft ist davon unberührt. Alle Bestellungen werden in gewohnter Qualität abgearbeitet und ausgeliefert. Über den Fortgang des Verfahrens werden wir regelmäßig berichten.

Tischler Schreiner Deutschland Meisterschaften Sieger
Tischler Schreiner Deutschland

Die Sieger stehen fest

Nach zwei spannenden Wettkampftagen gewinnt Moritz Wagner aus Bayern (ausgebildet bei Alt Inspiration Holz in Gannertshofen) die Deutschen Meisterschaften im Tischler- und Schreinerhandwerk 2023.

Selten lag ein Teilnehmerfeld so eng zusammen wie bei diesen Meisterschaften in Augsburg. Dennoch führte für die starke Konkurrenz kein Weg an der herausragenden Einzelleistung von Moritz Wagner vorbei. Womit sich bereits zum dritten Mal in Folge ein Bayer, noch dazu im eigenen Bundesland, den Titel sichert. Ebenfalls unter die Bestplatzierten schaffte es Justin Riehl aus Baden-Württemberg (ausgebildet bei OS Wohnkonzept in Karlsdorf-Neuthard). Den dritten Platz belegte Lasse Kalthoff aus Nordrhein-Westfalen (ausgebildet in der Tischlerei Stefan Steinkämper in Rietberg). Sowohl Moritz Wagner als auch Justin Riehl und Lasse Kalthoff erhielten als Erstplatzierte jeweils eine Profi-Handmaschine von Festool sowie ein ihrer Platzierung entsprechendes Produktsor-timent von Spax.

Insgesamt 18 Teilnehmer waren zum Wettbewerb angetreten: 15 Landessieger, ein zweitplatzierter Nachrücker und zwei Zweitplatzierte, die per Wildcard am Wettbewerb teilnahmen. Dieses Mal musste ein Flurmöbel mit Schubkasten gebaut werden. Zur Aufgabe gehörten neben einer Furnierarbeit auch insgesamt 18 Verbindungen – von denen acht handwerklich gefertigt werden mussten, also ohne Maschineneinsatz. 18 Arbeitsstunden beziehungsweise zwei Wettkampftage hatten sie dafür Zeit.

„Nutzen Sie unbedingt die Möglichkeiten, sich in der Branche selbst zu verwirklichen“, betonte so TSD-Vizepräsident Stefan Zock. Zudem dankte er den Ausbildungsbetrieben für ihr großes Engagement und würdigte die vielfältige Unterstützung der Partner. Ausgetragen wurden die Deutschen Meisterschaften in den Werkstätten des Balthasar-Neumann-Berufsbildungszentrums in Augsburg.

Neben den 18 Teilnehmern nutzten auch die zwei Bestplatzierten der 2021er und der 2022er Meisterschaften den Wettbewerb, um außer Konkurrenz für die WorldSkills 2024 in Lyon zu trainieren. Zwei von ihnen werden im kommenden Jahr bei den Berufsweltmeisterschaften antreten und in den Kategorien Möbel- beziehungsweise Bauschreiner auf Medaillenjagd gehen.

Ann-Christin_Cordes
Blum/Fachhochschule Vorarlberg

Ann-Kristin Cordes übernimmt Blum-Stiftungsprofessur

Die promovierte Wirtschaftsinformatikerin Ann-Kristin Cordes übernimmt die Blum-Stiftungsprofessur für Digital Business Transformation an der Fachhochschule Vorarlberg (FHV – Vorarlberg University of Applied Sciences) sowie die gleichnamige Forschungsgruppe. Blum unterstützt die Stiftungsprofessur finanziell.

Mit der Deutschen Ann-Kristin Cordes übernimmt eine ausgewiesene internationale Expertin im Bereich der digitalen Transformation die Leitung der Forschungsgruppe sowie der Stiftungsprofessur. Die gebürtige Herforderin verfügt über Erfahrungen als wissenschaftliche Mitarbeiterin am European Research Center for Information Systems (ERICS) der Universität Münster, an der sie auch promovierte. Außerdem vertrat sie die Professur für Wirtschaftsinformatik und Process Analytics an der Universität zu Kiel und verbrachte ihre PostDoc-Phase am Lehrstuhl für Wirtschaftsinformatik und Informationsmanagement an der Universität Münster.

Im Fokus der neuen Stiftungsprofessorin der FHV und ihrem Team liegt die Entwicklung von datengetriebenen Geschäftsmodellen und digitalen Innovationen für kleine und mittlere Unternehmen (KMU) in Vorarlberg. „Es geht darum, KMUs in der Region auf ihrem Weg der Digitalisierung zu unterstützen“, bestätigt Ann-Kristin Cordes ihre Aufgabe. Geplant sind auch Veranstaltungen und Workshops. „Es stehen zum Beispiel Fragestellungen im Mittelpunkt, wie adäquate KI-Lösungen für das jeweilige Unternehmen identifiziert werden können“, so die Stiftungsprofessorin und Leiterin der Forschungsgruppe. Ebenso ortet die Wahl-Vorarlbergerin Verbesserungspotenzial im Führungsverständnis und rät zur Kommunikation auf Augenhöhe mit allen Generationen: „Gerade bei den Digital Natives schlummert unbewusstes Wissen über neue Technologien, weil sie diese privat anwenden. Es benötigt den Weitblick, das zu erkennen und zu nutzen und ein neues Führungsverständnis.“

Mit ihrer Doktorarbeit zum Thema „Process Analytics von Ersatzteil-Supply-Chains für die zustandsorientierte Instandhaltung“, ihren Zielen und der Strategie für die Forschungsgruppe konnte sie auch Blum überzeugen. Über die Ansätze der Stiftungsprofessorin zeigt sich Klaus Wendel, Bereichsleiter der Informatik und Mitglied der Geschäftsleitung bei Blum erfreut. Ergänzend erklärt er: „Wir haben beim Aufbau von digitalem Wissen in Vorarlberg einen großen Aufholbedarf. Ein neues Mindset ist notwendig, da gerade beim Thema KI noch viel Widerstand, beinahe Angst herrscht, dass den Menschen etwas genommen wird. Dabei gewinnen wir dazu. Die Digitalisierung ist unaufhaltsam und wird vielfach noch immer nicht als Chance und Ergänzung verstanden.“ Die Stiftungsprofessur ist thematisch bewusst breit angelegt. Darin sieht Klaus Wendel große Vorteile: „Gemeinsam mit der FHV werden auch MINT-Berufe in Vorarlberg und der Umgebung gestärkt. Ermöglicht wird außerdem ein größerer Austausch mit anderen Unternehmen. Wir erwarten uns viele impulsgebenden Projekte und spannende Erkenntnisse. Ann-Kristin Cordes wünschen wir viel Freude und Erfolg bei ihrer neuen Herausforderung.“

Für die Forschungsgruppe Digital Business Transformation ist die Stiftungsprofessorin und somit die FH Vorarlberg auf der Suche nach Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern.

Parador Dierk Engleder
Parador

Dierk Engleder ist neuer Verkaufsleiter

Seit Anfang Oktober komplettiert Dierk Engleder die Verkaufsleitung von Parador im Bereich DIY & Multiples. Der 48-Jährige ist ein langjähriger Experte in der Bodenbelagsbranche und war zuletzt als Verkaufsleiter DACH für den Bereich DIY/Baustoffhandel bei der Amorim Corkflooring Deutschland GmbH tätig.
Seine berufliche Karriere startete Dierk Engleder bei der der Otto Golze & Söhne GmbH. Weitere Stationen als Verkaufsleiter, u.a. bei der Stoeckel & Grimmler GmbH folgten. Engleder folgt auf Frank Neuheiser, der das Unternehmen auf eigenen Wunsch zum Jahreswechsel verlassen hatte.

Naber Entwickung
Naber

Wird neuer Kooperationspartner der Möbelverbände Nordrhein-Westfalen

Naber stößt als neuer Kooperationspartner zu den Verbänden der Holz- und Möbelindustrie Nordrhein-Westfalen. Seit dem 1. November 2023 gehört der Spezialist für Küchenzubehör dem Netzwerk der Verbände an. „Wir freuen uns sehr über die Verstärkung durch einen verlässlichen Partner, der die Küchenmöbelindustrie bestens kennt“, sagt Verbandsgeschäftsführer Jan Kurth.

Naber wurde 1948 von Hermann Naber als Großhandel für Tischlereibedarf und Möbelbeschläge gegründet. Das Unternehmen mit Sitz in Nordhorn hat sich längst zum Vollsortimenter für Küchenzubehör entwickelt. Zum Produktprogramm zählen unter anderem Lüftungssysteme für Dunstabzüge, Abfallsammelsysteme, Armaturen, LED-Lichttechnik und Nischenausstattungen. „In unserer Entwicklungsabteilung wird kontinuierlich an Innovationen für das Sortiment gearbeitet“, sagt Lasse Naber, der die dritte Familiengeneration vertritt und mit seinen Eltern Ingrid und Hans-Joachim Naber die Geschäftsführung bildet. „Dabei gewinnen wir immer wieder Erkenntnisse, zum Beispiel über Strömungstechnik und Luftqualität in Wohnküchen oder über neue Technologien im Bereich Smart Home.“

Naber arbeitet nicht nur mit Hochschulen und Instituten wie dem Passivhaus Institut zusammen, sondern auch mit Architekten und Monteuren, damit Anwendungsmöglichkeiten neuer Technologien direkt in der Praxis getestet werden können. Mit dem eigenen Fuhrpark und erfahrenen Logistikpartnern bewegt das Unternehmen täglich 120 Paletten und versendet rund 3500 Pakete. Das 2018 neu gebaute Hochregallager verfügt über eine Fläche von 20.000 Quadratmetern.

Bastian Bruns, Leiter Marketing + Kommunikation Wini Büromöbel Georg Schmidt GmbH & Co. KG
Wini Büromöbel

Bastian Bruns leitet das Marketing

Seit dem 1. Oktober 2023 ist Bastian Bruns Leiter Marketing + Kommunikation des niedersächsischen Büromöbelherstellers Wini. Er übernimmt diese Aufgabe von Geschäftsführer Jan Hendrik Karsch, der sich im Rahmen des eingeleiteten Generationswechsels verstärkt den Themen der strategischen und operativen Unternehmensentwicklung zuwendet.

Bruns begleitet die Marke Wini seit mehr als 20 Jahren und wechselte von der Agenturseite zu Wini: „Ich freue mich auf die Herausforderung. Ich möchte mit meiner Erfahrung aus vielen Unternehmen, Branchen und Projekten meinen Teil dazu beitragen, die Marke Wini weiterzuentwickeln und in einem wettbewerbsintensiven Umfeld auf eine erfolgreiche Zukunft auszurichten.“

Jetzt anmelden zur Leistungsschau der Druckspezialisten

Sicherheitsmerkmale, Automotive, Sensoren und Displays, Direct-to-Shape für Kunststoffe und Glas, Dekor und Textilien: Druck spielt in all diesen Märkten eine Rolle und die IPI 2023 zeigt und erklärt, was möglich ist. Am 28. und 29. November demonstrieren zahlreiche Referenten in Düsseldorf-Neuss die Anpassungsfähigkeit von Inkjet-, Sieb- und anderen Spezialverfahren – von groß bis klein, von Ultrapräzision bis Hochgeschwindigkeit, von Serienproduktion bis Individualisierung. Profitieren Sie von 66 technischen Präsentationen (einschließlich spezieller In-Mould-Technology- und ACT-3D-Tracks), 70 Experten-Tabletops und unzähligen Networking-Momenten. Alle IPI-Teilnehmer erhalten zusätzlich zum vollen Konferenz- und Ausstellungszugang ein kostenloses Tagesticket für die Drupa 2024.

IPI conference 2023 (28-29/11/23)-Delegate registrations (ipi-conference.com)

Glutz-Geschäftsführer Martin Hauser
Glutz

Martin Hauser übernimmt Geschäftsführung

Martin Hauser ist neuer Geschäftsführer der Glutz GmbH Österreich. Seit August liegt die Gesamtverantwortung der Geschäftsführung für den österreichischen Markt bei dem gebürtigen Wiener. Hauser verfügt über langjährige Erfahrung und gute Kontakte in der österreichischen Bauwirtschaft. Zuletzt war er fünf Jahre bei Assa Abloy und hatte dort ebenfalls eine leitende Funktion. Glutz freut sich mit der neuen Geschäftsführung den österreichischen Markt weiter auszubauen: „Wir sind überzeugt mit Martin Hauser einen idealen Kenner des hiesigen Marktes gefunden zu haben und werden gemeinsam die Position von Glutz vor Ort stärken“, erklärt Sascha Lauber, CSO der Glutz AG. „Mit eAccess sehen wir in Österreich ein starkes Wachstumspotential durch namhafte Unternehmen, welche den Nutzen der Funk-Echtzeit Zutrittskontrolle für ihre Kunden zum Mehrwert einsetzen. Wir sind ein motiviertes Team und stellen den Kunden in den Mittelpunkt unsers Handelns“, sagt Martin Hauser, neuer Geschäftsführer der Glutz GmbH Österreich. Martin Hauser folgt auf Werner Flickentanz, der Anfang 2023 das Unternehmen auf eigenen Wunsch verlassen hat.

Foto Homag Logo auf Gebäude
Homag Group

Stellenkürzungen wegen rückläufigem Auftragseingang

Die Homag Group reagiert mit einem Maßnahmenpaket auf den deutlich gesunkenen Auftragseingang in den ersten neun Monaten 2023. Weltweit sollen knapp 600 Stellen entfallen. Aufgrund des hohen Auftragsbestands am Jahresanfang erreichte das Unternehmen in den ersten drei Quartalen 2023 bei Umsatz und Ergebnis das hohe Niveau des Vorjahres.

„Nach den außerordentlich hohen Investitionen unserer Kunden in den Jahren 2021 und 2022 haben wir damit gerechnet, dass es zu einem zyklischen Abschwung kommt – dieser fällt mit fast einem Drittel weniger Auftragseingang weltweit allerdings deutlich ausgeprägter aus als erwartet“, erklärt der Vorstandsvorsitzende Dr. Daniel Schmitt. „Darauf mussten wir reagieren und haben zügig ein Maßnahmenpaket zur Kapazitätsanpassung erarbeitet und mit den Arbeitnehmervertretern erörtert.“ Weltweit plant die Homag Group knapp 600 Stellen abzubauen und erwartet dadurch Kostensenkungen von rund 25 Millionen Euro im kommenden Jahr und rund 50 Millionen Euro pro Jahr ab 2025. Etwa 350 der 600 Stellen sollen an den deutschen Standorten entfallen. In Deutschland soll der Abbau sozialverträglich über Freiwilligenprogramme sowie Vorruhestandsmodelleerfolgen. Betriebsbedingte Kündigungen sind derzeit nicht vorgesehen, können aber nicht ausgeschlossen werden. Zudem plant die Homag Group neben dem Stellenabbau weitere Flexibilisierungsinstrumente, wie beispielsweise die Reduktion von Arbeitszeitkonten sowie Kurzarbeit zu nutzen und hat einen weitgehenden Einstellungsstopp verhängt.

Gemischtes Bild in den ersten neun Monaten 2023

Zwischen Januar und September 2023 verringerte sich der Auftragseingang um 32 Prozent auf 968 Millionen Euro (Vorjahr: 1.418 Mio. Euro). Beim Umsatz, der sich gegenüber dem hohen Wert des Vorjahres nochmals leicht auf 1.222 Millionen Euro (Vorjahr: 1.195 Mio. Euro) erhöhte, profitierte die Homag Group noch von ihrem sehr hohen Auftragsbestand vom Jahresanfang, der schrittweise abgearbeitet wurde und sich dementsprechend zum 30. September 2023 auf 832 Millionen Euro (30.09.2022: 1.256 Mio. Euro) reduziert hat. Das EBIT vor Sondereffekten bewegte sich mit 93,2 Millionen Euro auf dem hohen Vorjahresniveau (92,4 Mio. Euro). Zum 30. September 2023 waren 7.482 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (30.09.2022: 7.462) in der Homag Group beschäftigt.

Ausblick: Umsatzrückgang im Jahr 2024 erwartet

Der aus dem Maßnahmenpaket resultierende Sonderaufwand beträgt 35 bis 50 Millionen Euro und wird im vierten Quartal 2023 gebucht. Dadurch wird sich das Ergebnis vor Steuern und vor Ergebnisabführung der Homag Group im Gesamtjahr 2023 gegenüber dem Vorjahr verringern. „Der stark gesunkene Auftragseingang trifft uns zeitverzögert und wird 2024 zu einem deutlichen Umsatzrückgang von bis zu 15 Prozent führen“, erklärt Dr. Daniel Schmitt. „Um die Auswirkungen auf das Ergebnis zu begrenzen, wollen wir mit dem Maßnahmenpaket unsere Kostenstruktur anpassen. Davon profitieren wir auch mittel- und langfristig und werden beim nächsten Aufschwung wieder profitabel wachsen.“