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Autor: Hahn, Sebastian

CEO Karl Bujnowski (r) und Michael Paul KL von Weber
Weber

Nach ISO 14001 zertifiziert

Die weltweit anerkannte Zertifizierungsgesellschaft für Managementsysteme IFU-CERT mit Sitz in Hannover bescheinigt der Weber Schraubautomaten sehr gute Arbeit im Hinblick auf betriebliche Umwelt-Management-Prozesse. In Folge wurde das Unternehmen nach der internationalen Norm ISO 14001 zertifiziert.

Die ISO 14001 Norm ist seit 1996 eine weltweit anerkannte Grundlage für Umwelt-Management-Systeme und umfasst alle Aspekte für eine stetige Verbesserung der Umweltleistung. Sie definiert Aufbau, Verwirklichung, Aufrechterhaltung und fortlaufende Verbesserung eines Umwelt-Management-Systems. Die strengen Kriterien der Zertifizierung werden global angewendet.
Die ISO 14001 ist der einzige zertifizierbare Standard einer ganzen Normen-Familie für Umwelt-Management.

Auch bei der Weber wurden Konstruktion, Entwicklung, Herstellung, Vertrieb und Service überprüft und ein wirksames System zur Identifizierung und Kontrolle von Umweltrisiken und -chancen implementiert. Diese Anstrengungen würdigt und bestätigt das Zertifikat für die kommenden drei Jahre. Eine Überprüfung der Einhaltung aller Richtlinien erfolgt dabei jährlich.

„Wir sind stolz darauf, die Zertifizierung nach ISO 14001 erhalten zu haben. Die Erfüllung dieser höchsten internationalen Standards im Bereich Umwelt-Management-Systeme ist das Ergebnis unserer Anstrengungen, die Auswirkungen unserer unternehmerischen Tätigkeit auf die Umwelt zu minimieren und nachhaltige Verfahren und Prozesse innerhalb der gesamten Weber-Group zu verankern. Weber wird damit zum Vorreiter bei der Umsetzung nachhaltiger Produktionsmethoden und Ideen für eine nachhaltige Zukunft“, so Karl Bujnowski, CEO von Weber. „Das Thema Umwelt ist längst ein zentrales Thema für uns. In den nächsten Jahren werden wir weiter kontinuierlich daran arbeiten, Klimawandel, Ressourcenknappheit und Umweltauswirkungen aktiv zu bekämpfen und damit auch den künftigen Richtlinien der ISO 14001 gerecht zu werden.“, ergänzt Michael Paul, Kaufmännischer Leiter und MSB, welcher in seiner Tätigkeit unter anderem das Umweltmanagement verantwortet.

Neben der gesellschaftlichen Verantwortung zur Minimierung von Umweltbelastungen ziehen sowohl das Unternehmen selbst als auch seine Kunden unmittelbar Vorteile aus der Zertifizierung. So können frühzeitig und umfassend Fehlerquellen und Risiken, die den Umweltschutz gefährden, identifiziert werden. Die klar definierten Umweltziele verbessern die Umweltleistung nachhaltig und führen zu optimaler Ressourcennutzung. Weber und seine Auftraggeber erhalten durch die Zertifizierung größere Rechtssicherheit und Kalkulierbarkeit von Haftungsrisiken. „Ein weiterer wesentlicher Auftrag aus der Zertifizierung heraus ist die konsequente Sensibilisierung unserer Mitarbeiter für alle Umweltaspekte“, so Karl Bujnowski. „So werden aus unseren Teams qualifizierte Kollegen im Bereich Umwelt-Management. Wir verbinden damit letztlich spürbare Wettbewerbsvorteile.“

Bekennt sich zu Net Zero 2050

Egger bekennt sich klar zum Net Zero Ziel bis 2050. Auf dem Weg dorthin setzt sich der Holzwerkstoffspezialist ambitionierte Klimaziele und erarbeitet umfassende Maßnahmenpakete, um die klimawirksamen Treibhausgas-Emissionen in seiner gesamten Wertschöpfungskette drastisch zu reduzieren.

Allein im letzten Geschäftsjahr 2022/2023 haben die holzbasierten Produkte von Egger 6,4 Millionen Tonnen CO2 gespeichert. Das Familienunternehmen legt zudem seit jeher großen Wert auf eine effektive und nachhaltige Herstellung seiner Produkte. Bereits heute stammen 70 Prozent der eingesetzten Energie aus erneuerbaren Quellen. Nun geht das Unternehmen einen großen Schritt weiter.

„Als Holzwerkstoffhersteller ist unser Geschäftsmodell seit jeher untrennbar mit Umwelt- und Klimaschutz verbunden. Wir sehen es daher als unsere ureigenste Pflicht, unsere klimawirksamen Emissionen zu reduzieren. So möchten wir sicherstellen, dass wir auch für künftige Generationen nachhaltiges Leben und Arbeiten mit unseren klimafreundlichen Holzwerkstoffen ermöglichen können“, so Thomas Leissing, Gruppenleitung Finanzen/Verwaltung & Sprecher der Gruppenleitung.

Aus diesem Selbstverständnis ergibt sich der klare Anspruch, maßgeblich an einer lebenswerten Zukunft mitzuwirken. Egger begründet eine ambitionierte, zukunftsweisende Klimastrategie zur Reduktion des gruppenweiten CO2-Fußabdrucks.

Egger verpflichtet sich, seine klimawirksamen Treibhausgas-Emissionen im Einklang mit dem Pariser Klimaabkommen zu reduzieren und bekennt sich damit klar zum „Net Zero“ Ziel bis 2050.

Die Zielsetzung „Netto-Null“ (engl. = Net Zero) bedeutet, dass in gleichem Maße Emissionen aus der Atmosphäre entfernt werden müssen, wie sie produziert werden. Egger hat einen umfassenden gruppenweiten Ansatz entwickelt, um seine klimawirksamen Emissionen stetig zu verringern und bis 2050 auf Net Zero zu reduzieren. Dabei setzt das Familienunternehmen klar auf Reduktion, nicht auf Kompensation außerhalb der eigenen Wertschöpfungskette.

Die Basis einer jeden zielgerichteten Klimastrategie ist die transparente, verifizierte und regelmäßige Bilanzierung und Offenlegung der klimawirksamen Treibhausgas-Emissionen in allen drei Scopes. Für das Basisjahr der Klimazielsetzung 2022 gestaltet sich der Corporate Carbon Footprint für die Egger Gruppe wie folgt: Die direkten Emissionen der Werke (Scope 1) haben lediglich einen Anteil von 10 Prozent des CO2-Fußabdrucks. Die indirekten Emissionen aus eingekaufter Energie (Scope 2) machen 14 Prozent aus. Und schließlich entstehen 76 Prozent, also der weitab überwiegende Teil, als indirekte Emissionen in der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette (Scope 3).

Bis 2030 hat Egger folgende Zwischenziele festgelegt: Bis 2030 werden die direkten Emissionen der eigenen Werke (Scope 1) um mindestens 30 Prozent, die indirekten Emissionen aus eingekaufter Energie (Scope 2) um mindestens 40 Prozent und die indirekten vor- und nachgelagerten Emissionen (Scope 3) um mindestens 10 Prozent reduziert. Die Details zur Klimastrategie der Egger Gruppe finden sich zum Nachlesen unter: to.egger.link/climate-strategy

Außerdem sind zusätzliche Biomassekraftwerke und Photovoltaik-Anlagen in Planung, um weiterhin die Abkoppelung von fossilen Energieträgern voranzutreiben. Zudem wird Egger den Einkauf von Strom aus erneuerbaren Quellen forcieren und eng mit seinen Geschäftspartnern an neuen technischen, technologischen und prozessualen Lösungen arbeiten, unter anderem in Hinblick auf die in der Herstellung der Produkte eingesetzten Chemie-Rohstoffe oder den Transport.

Über den Stand seiner Klimazielerreichung wird das Unternehmen laufend transparent kommunizieren.

Senoplast Christian Eisenmann und Marco Grugger
Senoplast

Mit „Umweltmanagement-Preis 2023“ ausgezeichnet

Senoplast wurde im Rahmen der deutsch-österreichischen Umweltmanagementkonferenz, die am 8. November in Berlin stattfand, mit dem „Umweltmanagement-Preis 2023“ in der Kategorie „Beste Maßnahme Umwelt- und Klimaschutz“ prämiert. Die Auszeichnung würdigt hervorragende Leistungen von Unternehmen im Bereich Nachhaltigkeit und Klimaschutz.

Senoplast erhielt den Preis für sein Projekt „Sustainable Hall Conditioning“, mit dem eine nachhaltige Klimatisierung der Fertigungshalle realisiert werden konnte.

„Der Preis belohnt unsere Anstrengungen im Bereich Umweltschutz. Unser großes Ziel ist eine klimaneutrale Produktion am Standort in Piesendorf“, so Senoplast-Geschäftsführer Günter Klepsch.

Insgesamt wurden 96 Projekte aus Deutschland und Österreich in den Kategorien „Beste Umwelterklärung“, „Beste Maßnahme Umwelt- und Klimaschutz“ und „Beste Strategie zur nachhaltigen Unternehmensentwicklung“ eingereicht. Eine Fachjury wählte in jeder Kategorie drei Projekte für den „Umweltmanagement-Preis 2023“ aus. Senoplast konnte mit seinem Konzept zur smarten Kühlung für die Produktionshalle Süd überzeugen. Mit der Klimatisierungsanlage, die von Infranorm Technologie stammt, können jährlich rund 85 Tonnen an CO2-Emissionen eingespart und der Energieverbrauch um 80 Prozent reduziert werden. Das zweistufige Kühlsystem nutzt den Effekt der Verdunstungskälte und benötigt somit kein klimaschädliches Kältemittel und keine Kompressionsenergie. In Kombination mit der Wärmerückgewinnung kann die neue Produktionshalle rund ums Jahr energieeffizient betrieben und ein angenehmes Raumklima für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter geschaffen werden. „Nachhaltigkeit ist für uns ein Handlungsprinzip, das wir in allen Bereichen des Unternehmens integrieren und leben“, so Klepsch.

Als Auszeichnung für nachhaltige Strategien, innovative Maßnahmen und transparente Berichterstattung vergibt das Bundesumweltministerium Deutschland den „Umweltmanagement-Preis“. 2023 wurden neun deutsche und acht österreichische Unternehmen für ihre Leistungen prämiert. Thema der Umweltmanagementkonferenz ist das Spannungsfeld aus wirtschaftlichen, regulatorischen und ökologischen Herausforderungen für Unternehmen.

Logo des Gesamtverband Deutscher Holzhandel e. V.
GD Holz

Branchentag endet mit Besucherrekord

Mit 161 Ausstellern aus 17 Ländern und einem Besucherrekord von 3.300 Besuchern aus 35 Ländern hat der „Branchentag Holz“ bewiesen, dass er für den Markt unverzichtbar ist.

„Der Branchentag Holz hat erneut alles zusammengebraucht, was der Holzhandel, die Holzindustrie sowie deren Dienstleister zu bieten haben. Die Resonanz war hervorragend – sowohl bei Ausstellern als auch Besuchern“, so GD Holz Geschäftsführer Thomas Goebel.

Inspirierende Unternehmerinnen und Unternehmer treffen, die alle die gleiche Leidenschaft für Holz teilen – das ist der Branchentag Holz für GD Holz Vorstandsvorsitzenden Philipp Zumsteg: „Ein Tag reicht schon lange nicht mehr aus, um alle Stände zu besuchen. Ich nutze die vollen zwei Tage um mich mit Kollegen, Partnern und Kunden zu treffen. Wenn ich auf dem Branchentag Holz war, bin ich anschließend auf dem neusten Stand, was in der Branche los ist und welche innovativen Produkte es gibt.“

Die Vielfalt der Holzbranche wurde auch im gut besuchten GD Holz Forum deutlich. Die Verleihung des „Woody Awards 2023“ sowie der „Azubi Preis“ verdeutlichten welche Innovations- und Inspirationskraft von der Holzbranche ausgeht. Extra für den „Branchentag Holz 2023“ designte Leon Groß von der Holzfachschule Bad Wildungen einen neuen „Woody Award“, der während der Verleihung feierlich enthüllt wurde.

Auch der Vortrag von Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Hans Joachim Schellnhuber sowie der zum ersten Mal durchgeführte Startup Pitch „Logistik meets Holzhandel“ führte zahlreiche Zuschauer in das GD Holz Forum.

Am zweiten Messetag sorgte ein ganzer Block zum Thema „Alternative Holzarten und Produkte zur sibirischen Lärche“ für viel fachlichen Austausch.

„Der ,Branchentag Holz‘ ist ein Gradmesser für die gesamte Holzbranche, ein unverzichtbarer Netzwerktreff und ein Spiegel für das, was Handel, Industrie und Dienstleister bewegt. Mit einem neuen Besucherrekord von 3.300 Besuchern aus 35 Ländern hat der Branchentag Holz sich als entscheidender Treffpunkt der gesamten Branche bewiesen“, resümiert Jörg Schwabe vom GD Holz Organisationsteam die Veranstaltung.

Blanco-Marketingmanager Emanuele Giuliana
Blanco

Neuer Marketingmanager

Emanuele Giuliana leitet seit dem 1. November das Marketing von Blanco für die DACH-Region. Zuvor war erfahrene Marketing-Profi und Kenner der Küchenbranche bei Beko / Grundig tätig.

Damit verstärkt er das Unternehmen in der wichtigen Phase der Transformation hin zum Systemanbieter für den Wasserplatz in der Küche und kann sein umfassendes Wissen über Brand- bis Trade-Marketing einbringen.

In enger Zusammenarbeit mit den Teams in Deutschland, Österreich und der Schweiz sowie der Vertriebsleitung DACH wird Emanuele Giuliana die UNIT-Strategie kommunikativ umsetzen

„Wir freuen uns, dass wir mit Herrn Giuliana nicht nur einen versierten Marketing-Experten, sondern auch einen hervorragenden Kenner des Fachhandels an Bord haben. Mit ihm können marktgerechte Kommunikationskonzepte umgesetzt werden, die nicht nur unsere Kunden in der Außendarstellung der Marke Blanco zeitgemäß unterstützen werden, sondern auch bei Konsumentinnen und Konsumenten ankommen“, führt Thorsten Neelen, Managing Director / Head of Markets DACH aus.

„Blanco hat sich als etablierte Marke aufgemacht, den Küchenwasserplatz mit der Blanco Unit neu zu definieren“, ergänzt Emanuele Giuliana. „Diesen Weg mitzugehen und mitzugestalten ist eine tolle Marketingaufgabe, auf die ich mich sehr freue.“

Pfleiderer Steel Matt
Pfleiderer

In zwei Kategorien mit „Plus X Award“ ausgezeichnet

Die Metallstruktur „Steel Matt“ von Pfleiderer, die wie gebürsteter Edelstahl wirkt, wurde erneut ausgezeichnet. Nachdem das Oberflächenmaterial bereits im Juli dieses Jahres mit dem renommierten „Red Dot Design Award“ gekürt wurde, folgte jetzt die Verleihung des „Plus X Awards“ – und das gleich zweifach. Der weltweit größte Innovationspreis für Technologie, Sport und Lifestyle zeichnet Marken für den Qualitäts- und Innovationsvorsprung ihrer Produkte aus.

In der Kategorie „Baumaterialien“ konnte die Verbundstruktur „Steel Matt“ überzeugen und ging „aufgrund ihrer herausragenden Qualität, die sich in ihrer Langlebigkeit und Widerstandsfähigkeit gegenüber den Belastungen des Alltags zeigt“, als Preisträger hervor, wie es in der Begründung der Jury heißt. Zudem überzeugte „Steel Matt“ mit Optik sowie Praktikabilität: „Ihr ansprechendes Design verbindet Ästhetik mit moderner Eleganz und trägt so zu einer attraktiven Gestaltung bei. Der hohe Bedienkomfort dieser Struktur wird durch ihre einfache Installation und Wartung gewährleistet, was sie zu einer praktischen Wahl für Bauprojekte macht.“

Im Rahmen der Verleihung des „Plus X Awards“ dürfen sich jene Produkte, die innerhalb ihrer Gattung in den meisten Auszeichnungskategorien überzeugen konnten, zudem über die Auszeichnung „Bestes Produkt des Jahres 2023/2024“ freuen. Auch hier ging Pfleiderer mit Steel Matt siegreich hervor und konnte die angesehene Sonderauszeichnung entgegennehmen – ein doppelter Erfolg für die filigrane Oberflächenstruktur.

Lars Pohlmann Thonet
Thonet

Lars Pohlmann ist neuer Vertriebsleiter

Seit dem 1. November verantwortet Lars Pohlmann den Thonet-Vertrieb für die Kernmärkte Deutschland, Österreich, Schweiz, Niederlande, Belgien (Flandern) und Luxemburg. Der Vertriebsexperte blickt auf eine langjährige Erfahrung in der Objektmöbelbranche zurück. Unter anderem war er sechs Jahre lang Vertriebsleiter Deutschland/Österreich bei Casala und elf Jahre lang Vertriebsleiter Norddeutschland bei Brunner. Dank seiner erfolgreichen Karriere verfügt Lars Pohlmann über ausgezeichnete Beziehungen zu den wichtigsten Projektarchitekt:innen und Handelspartner:innen.

„Bislang schätzten wir ihn als projektstarken Wettbewerber, dem wir bei vielen Großprojekten begegnet sind“, so Thonet-CEO Brian Boyd. „Wir freuen uns, dass Lars Pohlmann seinen langgehegten Wunsch erfüllen wird, bei Thonet diese verantwortungsvolle Position zu übernehmen“, Lars Pohlmann schätzt Thonet als traditionsreiche Premiummarke mit hoher Strahlkraft. „Das Unternehmen blickt auf zweihundert Jahre Erfolgsgeschichte und hat ein starkes Produktportfolio, das für alle Bereiche des Objektgeschäfts perfekte Lösungen anbietet.“

Neugründungen und Aufgaben von größeren Betrieben deutlich gestiegen

Von Januar bis September 2023 wurden in Deutschland rund 91.400 Betriebe gegründet, deren Rechtsform und Beschäftigtenzahl auf eine größere wirtschaftliche Bedeutung schließen lassen. Laut Statistischem Bundesamt (Destatis) waren das 2,5 Prozent mehr neu gegründete größere Betriebe als von Januar bis September 2022. Gleichzeitig gaben rund 72.200 Betriebe mit größerer wirtschaftlicher Bedeutung ihr Gewerbe vollständig auf. Das waren 11,4 Prozent mehr als von Januar bis September 2022.

Die Neugründungen von Gewerben stiegen von Januar bis September 2023 mit rund 460.300 um 8,6 Prozent im Vergleich zum entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Gesamtzahl der Gewerbeanmeldungen nahm von Januar bis September 2023 um 7,9 Prozent gegenüber Januar bis September 2022 auf rund 552.800 zu. Zu den Gewerbeanmeldungen zählen neben Neugründungen von Gewerbebetrieben auch Betriebsübernahmen (zum Beispiel Kauf oder Gesellschaftereintritt), Umwandlungen (zum Beispiel Verschmelzung oder Ausgliederung) und Zuzüge aus anderen Meldebezirken.

Die Gesamtzahl der vollständigen Gewerbeaufgaben war von Januar bis September 2023 mit rund 352.400 um 11,4 Prozent höher als im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Zahl der Gewerbeabmeldungen bei den Gewerbeämtern lag von Januar bis September 2023 mit rund 439.900 um 9,7 Prozent über dem Vorjahresniveau. Bei dieser Gesamtzahl handelt es sich nicht nur um Gewerbeaufgaben, sondern auch um Betriebsübergaben (zum Beispiel Verkauf oder Gesellschafteraustritt), Umwandlungen oder Fortzüge in andere Meldebezirke.

22,4 Prozent mehr Regelinsolvenzen beantragt

Im Oktober 2023 ist die Zahl der beantragten Regelinsolvenzen in Deutschland nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) um 22,4 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen. Im September 2023 hatte sie bereits um 19,5 Prozent gegenüber September 2022 zugenommen, seit Juni 2023 sind durchgängig zweistellige Zuwachsraten im Vorjahresvergleich zu beobachten.

Bei den Ergebnissen ist zu berücksichtigen, dass die Anträge erst nach der ersten Entscheidung des Insolvenzgerichts in die Statistik einfließen. Der tatsächliche Zeitpunkt des Insolvenzantrags liegt in vielen Fällen annähernd drei Monate davor. Die Insolvenzstatistik bildet nur Geschäftsaufgaben ab, die im Zuge eines Insolvenzverfahrens ablaufen, nicht jedoch solche aus anderen Gründen beziehungsweise vor Eintritt akuter Zahlungsschwierigkeiten.

Im August 2023 haben die Amtsgerichte nach endgültigen Ergebnissen 1.556 beantragte Unternehmensinsolvenzen gemeldet. Das waren 35,7 Prozent mehr als im August 2022. Die Forderungen der Gläubiger aus den im August 2023 gemeldeten Unternehmensinsolvenzen bezifferten die Amtsgerichte auf rund 1,8 Milliarden Euro. Im August 2022 hatten die Forderungen bei rund 0,8 Milliarden Euro gelegen. 

Bezogen auf 10.000 Unternehmen gab es im August 2023 in Deutschland insgesamt 4,6 Unternehmensinsolvenzen. Die meisten Insolvenzen entfielen auf den Wirtschaftsabschnitt Verkehr und Lagerei mit 9,9 Fällen. Dann folgten die sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (zum Beispiel Zeitarbeitsfirmen) mit 7,7 Fällen. Die geringste Insolvenzhäufigkeit mit 0,6 Insolvenzen je 10.000 Unternehmen gab es in der Energieversorgung. 

Im August 2023 gab es 5.843 Verbraucherinsolvenzen. Damit stieg die Zahl der Verbraucherinsolvenzen um 8,6 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat.