In diesem Jahr haben 161 Aussteller aus 17 Ländern ihren Stand beim Branchentag Holz gebucht, darunter sind drei Berufsbildungsinstitute. Der Veranstalter sieht eine zunehmende Internationalisierung sowohl seitens der Aussteller als auch seitens der Besucher.
Die Gäste erwartet an den zwei Messetagen ein volles Programm. Der völlig neu gestaltete Stand des Gastgebers GD Holz an der Stirnseite der Halle 8 bietet in seinem Forum eine Reihe interessanter und informativer Vorträge.Einer der Höhepunkte des 17. Branchentages Holz wird die Verleihung der Preise „Woody Award“ und „Azubi-Competition“ sein. Anschließend folgt der erste Startup-Pitch „Logistik meets Holzhandel“ auf dem Branchentag Holz. Den zweiten Messetag bestimmt der Themenblock „Alternative Holzarten und Produkte zur sibirischen Lärche“
Beim „Woody Award“ gab es in diesem Jahr 35 Bewerbungen. Das sind die Sieger:
Kategorie Innovation zu mehr Nachhaltigkeit: Gütegemeinschaft Holz- und Baustoffhandel für das RAL-Gütezeichen.
Kategorie Innovatives Produkt: SIHGA GmbH mit dem Feuchtemonitoring „Monitorix“.
Kategorie Digitale Lösungen: Creative Partner Verwaltungs GmbH mit der Lösung „Ligmendo“
Kategorie Innovation im Einzelhandel: Becher GmbH & Co. KG mit dem Holzerlebniszentrum.
Kategorie Innovative Holzhandlung: Hilger Holz GmbH mit dem neuen vollautomatischen Flächenlager.
Trotz einer gewissen Stabilisierung in der Gesamtwirtschaft sinkt die Stimmung der Verbraucher:innen in Deutschland im November nach zwölf Monaten zum ersten Mal wieder spürbar. Das zeigt das aktuelle HDE-Konsumbarometer. Vom privaten Konsum sind folglich im laufenden Jahr keine Wachstumsimpulse mehr zu erwarten.
Die Verbraucher:innen koppeln sich von der für die Gesamtwirtschaft langsam spürbaren Stabilisierung ab, das HDE-Konsumbarometer sinkt seit Oktober 2022 zum ersten Mal wieder deutlich. Die Erwartungen in der deutschen Wirtschaft haben sich zwar verbessert, die befragten Konsument:innen teilen diesen Optimismus aber nicht. Zwar ist das aktuelle Niveau noch merklich höher als vor einem Jahr, aber die Erholung in den Sommermonaten ist damit bereits wieder Geschichte. Das HDE-Konsumbarometer liegt faktisch auf der gleichen Höhe wie im Mai dieses Jahres und damit weiterhin deutlich unter dem Niveau vor der Pandemie.
Ein Grund für die schlechte Entwicklung: Die letzten zwei Wochen der Befragungsperiode, auf deren Basis der aktuelle Barometerwert berechnet wurde, waren vom Überfall der Hamas auf Israel sowie den daraus resultierenden Spannungen in Nahost geprägt. Diese angespannte geopolitische Lage dürfte zur Unsicherheit bei den Verbraucher:innen beitragen. Im Ergebnis planen die Menschen in Deutschland weniger Konsumausgaben ein, die Sparneigung steigt.
Hatte Hülsta noch mitten in der Regelinsolvenz vor kurzem schon den Turn-around verkündet, geht es nun munter weiter. Jetzt meldet Warendorf, dass aus der Kooperation mit Teilübernahme nun eine vollständige Übernahme wurde. Die Akquisition durch die Hülsta-Investorengruppe sichere dem Küchenunternehmen somit einen Platz im Portfolio von Hülsta mit langfristiger Perspektive.
Die Investoren statten das Unternehmen nicht nur mit Kapital aus, wie es heißt, sondern unterstreichen damit auch die Wichtigkeit des Küchensegments innerhalb der strategischen Ausrichtung. Neben der Hülsta-Küche werde Warendorf die Positionierung in der Welt des Luxus-Küchendesigns so weiterhin ausbauen können. Mit der erfolgreichen Positionierung „Functional Luxury“ zur Hausmesse sei bereits der Grundstein gelegt. Als Geschäftsführer von/in Warendorf genieße indes Daniel Griehl das vollste Vertrauen der Investoren (die allerdings nicht geannt werden möchten).
Der Handelsverband Wohnen und Büro e.V. (HWB) lehnt den von der Europäischen Kommission vorgelegten Entwurf einer neuen EU-Verordnung zur Bekämpfung des Zahlungsverzugs im Geschäftsverkehr ab. Die im Maßnahmenpaket enthaltene Begrenzung der Zahlungsfristen bei B2B-/G2B-Geschäftsvorgängen auf 30 Tage würde zu Mehrkosten sowohl für Gläubiger als auch Schuldner führen und die Produktvielfalt des Handels gefährden, begründet der HWB seine Haltung.
Laut Entwurf der EU-Verordnung muss der Schuldner bei Nichteinhaltung der Zahlungsfrist dem Gläubiger eine pauschale Entschädigung für die Betreibungskosten sowie Verzugszinsen zu zahlen. Hinzu kommt, dass die EU-Staaten Stellen benennen sollen, die für die Durchsetzung der Verordnung zuständig sind, Untersuchungen der Zahlungsvorgänge durchführen und ggf. Verwaltungssanktionen verhängen sollen. Der HWB sieht hier die Gefahr einer weiteren ausufernden Bürokratisierung und befürchtet zudem überhöhte Zinssätze. Aktuell sieht der Entwurf 8 Prozent über den Basiszinssatz vor. Als Folge würden mehr Insolvenzen drohen. Darüber hinaus würde die Verordnung die individuelle partnerschaftliche Beziehung zwischen Zulieferer und Händler konterkarieren. Dies hätte einen negativen Einfluss auf den Absatz, die Produktvielfalt, die unternehmerische Vertragsfreiheit und würde auch die Existenzgründung deutlich erschweren.
„Wir fordern die nationalen und europäischen Entscheidungsträger auf, diese dogmatische Zahlungsverzugsverordnung dringend zu überdenken und zu entkräften. Die Verordnung würde stark in die bestehenden Strukturen unserer Mitgliedsunternehmen eingreifen und völlig gängige und von allen Marktteilnehmern akzeptierte Geschäftsnormen verbieten. Somit würden über Jahrzehnte gewachsene Geschäftspraktiken zunichte gemacht werden und die ohnehin schon angespannte Lage des Handels empfindlich verstärkt. Durch die mit der Verordnung einhergehende ansteigende Insolvenzgefahr werden Neugründungen und innovative Geschäftsmodelle quasi unmöglich gemacht. Dies kann nicht im Interesse der Politik sein“, erläutert Michael Ruhnau, Vorstandsvorsitzender des Handelsverbands Wohnen und Büro.
HWB-Vorstandsmitglied Markus Meyer ergänzt: „Ein restriktives Zahlungsziel von 30 Tagen wird die Zahl der Existenzgründungen markant reduzieren. Es ist bei Existenzgründung nicht unüblich, dass dem Existenzgründer Ausstellungsware für einen mehrmonatigen Zeitraum valutiert wird, damit dieser die Chance erhält, die Ware über die erwirtschafteten Erträge zu finanzieren. Gerade in der jetzigen wirtschaftlich angespannten Lage sollte den Existenzgründern nicht noch weitere Steine in den Weg gelegt werden.“
„Hinzu kommt, dass die Produktvielfalt im Non-Food Handel durch diese Verordnung gefährdet wird. Durch die bisherige partnerschaftliche Zusammenarbeit zwischen Lieferanten und Händler respektive der Möglichkeit, die Zahlung flexibel zu gestalten, kaufen Händler ergänzende Ware in höheren Stückzahlen, die erfahrungsgemäß langsamer oder aber auch nur saisonal abverkauft werden kann. Durch die 30 Tage-Frist werden die Händler sehr wahrscheinlich auf solche Artikel verzichten. Dies hätte sowohl negative Auswirkungen für den Händler, den Lieferanten und am Ende des Tages auch den Kunden“, fügt Christian Haeser, HWB-Geschäftsführer, hinzu.
Am 3. November 2023 hat der Vorstand der Fabryki Beli Forte SA beschlossen, die Beschäftigtenstruktur an die aktuelle Nachfragesituation anzupassen und die Belegschaft um etwa 10 Prozent zu reduzieren. Konsultationen mit den Gewerkschaften werden aufgenommen.
Aufgrund eines deutlichen Rückgangs der Nachfrage nach Möbeln und eines gleichzeitigen Anstiegs der Produktionskosten war es notwendig, ein Programm zur Anpassung der Betriebskapazitäten und der Produktionskosten an die aktuelle Marktsituation zu implementieren. Konsequente Fokussierung auf strategische Prioritäten und strategische Investitionen, sowie eine umfassende Optimierung des Rohstoff- und Energieverbrauchs sind Schlüsselelemente des Programms. Außerdem wurde in erneuerbare Energiequellen, einschließlich der Inbetriebnahme von Photovoltaikanlagen an allen Standorten investiert.
Der nächste Schritt ist die Anpassung der Beschäftigungsstruktur an die aktuelle Situation und die Pläne des Unternehmens. Unser Ziel ist es, die Aktivitäten von Forte auf eine solide und nachhaltige Zukunftsfähigkeit zu konzentrieren. Technische und technologische Neuerungen einzuführen und neue attraktive Kollektionen zu entwickeln, bleiben weiterhin Kern unseres Angebots. Alle ergriffenen Initiativen zielen darauf ab, die Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und unseren Kunden hochwertige und wettbewerbsfähige Produkte und Services zu bieten“, sagt Maria Florczuk, Vorstandsvorsitzende der Forte-Gruppe.
Mit einem Umsatz von 58,6 Mio. Euro haben die hiesigen Polstermöbelproduzenten den August 2023 abgeschlossen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat ist das nach Angaben des Verbands der Deutschen Polstermöbelindustrie (VdDP) ein Minus von 5,3 Prozent. Zurückzuführen ist negative Entwicklung auf einen Rückgang von 13,15 Prozent im Auslandsgeschäft. Dabei wurde in der Eurozone sogar ein Einbruch von 33,59 Prozent auf 5,95 Mio. Euro verzeichnet. Die Exportquote insgesamt ging um 3,37 Prozent auf 37,35 Prozent zurück. Im Inland konnte der Umsatz dagegen mit 36,77 Mio. Euro stabil gehalten werden (+0,09 %).
Laut VdDK (basierend auf dem Statistischen Bundesamt) ist der Umsatz der deutschen Küchenmöbelindustrie im August um 8,37 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat gestiegen. Im Inland betrug das Plus sogar 9,55 Prozent, im Ausland 6,9 Prozent. Insgesamt liegt der Branchenumsatz für die acht Monate des laufenden Jahres somit um 5,54 Prozent über dem Vorjahr (In- und Ausland schneiden bei der Entwicklung ungefähr gleich ab).
Wie schon mehrfach von Seiten des VdDK betont, spielen bei den Zahlen Sondereffekte wie Preiserhöhungen und verzögerte Aufträge bzw. Fakturierungen eine Rolle.
Die Hartmann Möbelwerke sind in der Kategorie „Möbel und Einrichtung“ Gewinner des 16. Deutschen Nachhaltigkeitspreises (DNP), welcher am 23. und 24. November in Düsseldorf verliehen wird. Die Münsterländer setzten sich im Finale gegen Cor Sitzmöbel und die Möbelfabrik Werner Knake durch. Erst vor kurzem hatte das Führungstrio um Inhaber Bernhard Hartmann, Nachfolgerin Katharina Hartmann und Geschäftsführer Holger Hanhardt den Nachhaltigkeitsbericht für das vergangene Jahr vorgestellt: Keine CO2-direkte Treibhausgasemissionen, keine fossilen Brennstoffe, dafür 9.000 Solarmodule, Einsparung von 960 t CO2 durch verheizte Kohlereste und 7.000 gepflanzte Bäume pro Jahr.
Holger Hanhardt, Bernhard Hartmann und Katharina Hartmann (von links) freuen sich über den Sieg beim Deutschen Nachhaltigkeitspreis.
„Dieser Preis bedeutet uns viel, da insbesondere auch Wertschätzung für unseren eingeschlagenen Weg und den Mut aller Mitarbeitenden dahintersteckt“, so Katharina Hartmann. Inhaber Bernhard Hartmann ergänzt: „Diese Auszeichnung ist Ansporn und Antrieb zugleich, unser Ziel, der führende nachhaltige Hersteller, Dienstleister und Lieferant von hochwertigen Massivholzmöbeln zu sein, mit noch mehr Power zu verfolgen.“
In der neu geschaffenen Kategorie „Haushaltsgeräte“ setzte sich Miele gegen Liebherr und Alfred Kärcher durch. Schon 2014 hatte der weltweit führende Hersteller von Premium-Hausgeräten den DNP für „hohe Kontinuität in der nachhaltigen Unternehmensführung“ erhalten. „Diese erneute, bedeutende Auszeichnung bestätigt uns darin, unsere ganzheitliche Nachhaltigkeitsstrategie intensiv weiter zu verfolgen“, so Rebecca Steinhage, als Geschäftsführerin Human Resources and Corporate Affairs verantwortlich für den Bereich Nachhaltigkeit bei Miele.
Bei „Möbel und Elektrohandel“ holte sich die Otto Group den Preis, nachdem sich der Hamburger Handelskonzern im Finale gegen Galaxus Deutschland und kleinanzeigen.de durchgesetzt hatte. Die 140 Juror:innen hatten das damit begründet, dass „das Unternehmen besonders wirksame, beispielhafte Beiträge zur Transformation geleistet, damit Vorbildcharakter erworben und richtige Signale in seine Branche und darüber hinaus gesendet hat“.
Bereits im letzten Jahr wurde das Kantenband „Raukantex evo“ am Standort Rehau nach „ISCC Plus“ zertifiziert und kann dadurch Ursprung und Lieferkette der verwendeten Rohstoffe nachweisen. Im August erfolgte nun die jährliche Rezertifizierung. Zudem wurde im September die Erst-Zertifizierung im Werk Visbek durchlaufen. Damit sind ab sofort die Kanten aus den europäischen Werksstandorten mit dem internationalen Qualitätssiegel ausgezeichnet. Künftig haben so nicht nur Industriekunden die Möglichkeit, nachhaltige Kantenvarianten anzubieten, auch Kleinmengen sind zukünftig über die Standard-Kollektionen abrufbar.
„Wichtig ist für uns, dass unsere Nachhaltigkeitslinien die gewohnt hohen Qualitätsansprüche erfüllen“, so Daniel Elfe-Degel, Nachhaltigkeitsbeauftragter der Division und Teamleiter im Product Management bei Rehau Interior Solutions. „Unsere Kunden sollen weder bei der Optik noch bei der Hygiene oder im Verarbeitungsprozess Abstriche machen.“
Um den hohen Standard zu halten, muss die Überprüfung jedes Jahr wiederholt werden.