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Autor: Möbelfertigung

„Homag Treff“ 2022 in Holzbronn

Über 1.000 Besucher aus mehr als 40 Ländern

Eine volle Messehalle und begeisterte Besucher. Auf dem diesjährigen „Homag Treff“ konnten Lösungen live erlebt werden. Bereits seit 30 Jahren nutzt Homag die Hausmesse, um seinen Kunden und Interessenten innovative Lösungen für das Handwerk und die hochmoderne Industrie zu präsentieren. Stattgefunden hat der Treff am Standort Holzbronn. Homag schaut auf fünf erfolgreiche Messetage zurück.

Insgesamt kamen über 1.000 Besucher aus über 40 Ländern auf den „Homag Treff“. Neben Werksbesichtigungen haben sich die Teilnehmenden bei spannenden Maschinenvorführungen von der hochkomplexen Maschinentechnik überzeugt und die neusten Produkte kennengelernt. Aber auch der persönliche Austausch kam während des Messeprogramms nicht zu kurz. Fragen und Anliegen konnten direkt mit den Homag Experten besprochen werden. Weitere wertvolle Informationen zu unterschiedlichen Themen gab es bei verschiedenen Fachvorträgen.

Im Fokus der Messe stand das gesamtheitliche Produktportfolio von Homag das deutlich machte, wieviel Potenzial in jeder modernen Werkstatt steckt. Auf über 2.000 Quadratmeter Standfläche präsentierte das Unternehmen Lösungen für eine effiziente Produktion, die sowohl eine automatisierte Möbelproduktion als auch die Fertigung einzelner Bauelemente ermöglichen. Hierbei setzt das Unternehmen nicht nur auf reine Maschinen und Anlagen. Durch den Einsatz von Apps und digitalen Assistenten für die digitale Fertigungsorganisation können Hürden im Arbeitsalltag einfach umgangen und mit dem Serviceangebot Leistungsfähigkeit und Lebensdauer der Maschinen gesteigert werden.

Wie sich bereits in den letzten Monaten gezeigt hat, sind persönliche Kontakte und Gespräche auf Augenhöhe unerlässlich. An verschiedenen Meeting Points wurden über die Messetage intensiv beraten. Homag freut sich bereits jetzt auf das nächste große Live-Event: Der „Weinmann Treff“ findet am 16. Und 17. November 2022 in St. Johann-Lonsingen statt, zudem gibt es einen weiteren „Homag Treff“ in Herzebrock vom 16. bis zum 18. November. Auch hier wird es erneut die Möglichkeit zum persönlichen Austausch geben.

Plattform zur Unterstützung des digitalen Planen, Bauens und Betreibens

Die Bundesregierung hat sich vorgenommen, Planungsprozesse – etwa für den Bau von Wohnungen, Schienenstrecken, Straßen oder Wasserstraßen – zu digitalisieren und deutlich zu beschleunigen. Mit der Methode Building Information Modeling (BIM) werden Bauvorhaben schneller, transparenter und kostengünstiger umgesetzt. Heute haben Bundesminister Dr. Volker Wissing und Bundesminister Klara Geywitz das „BIM-Portal“ des Bundes freigeschaltet, das Unternehmen und öffentliche Hand bei der Digitalisierung ihrer Bauvorhaben helfen soll.

BIM erfordert einen abgestimmten Datenaustausch zwischen allen Akteuren in der Planung, dem Bau und dem Betrieb. Mit dem BIM-Portal schafft der Bund nun eine Plattform, die dies ermöglicht – zentral verfügbar und kostenlos. Das Portal unterstützt bei der Erstellung von Projekt- und Produktdaten, die über offene Datenformate unter den Akteuren ausgetauscht werden können.

Bundesdigitalminister Dr. Volker Wissing: „Digitalisierung ist die Voraussetzung für schnelleres Planen und Bauen. Dank BIM bauen wir effizienter, kostengünstiger und transparenter. Bei der Verkehrsinfrastruktur setzen wir die digitale Bauweise deshalb bereits zunehmend ein. Ab 2025 soll BIM bundesweit Standard sein. Das neue Portal wird dabei helfen, die Implementierung wesentlich zu beschleunigen. Es wird uns und die Branche bei diesem Entwicklungs- und Veränderungsprozess unterstützen. Von dem Portal erhoffe ich mir einen Anstoß für einen echten Kulturwandel beim Bauen und die konsequente Digitalisierung von Planungs- und Genehmigungsverfahren. Bis 2025 wird es bei öffentlichen Bauvorhaben bundesweit heißen: Digital ist besser.“

Bundesbauministerin Klara Geywitz: „Die Digitalisierung macht das Bauen und Betreiben günstiger und umweltfreundlicher. Mit BIM Deutschland und seinem BIM-Portal legen wir den Grundstein für die breite Anwendung von BIM. Mit dem BIM-Portal bietet sich die Möglichkeit, in einem Schritt die Prozesse effizienter zu gestalten und gleichzeitig den Ressourceneinsatz zu optimieren. Es hilft uns bei der Schaffung von bezahlbarem Wohnraum, dem Schutz des Klimas und wirkt dem Fachkräftemangel entgegen. Ich freue mich gemeinsam mit der Wertschöpfungskette Bau und den weiteren Beteiligten das BIM-Portal mit Leben zu erfüllen und den digitalen Transformationsprozess zu beschleunigen.“

Bei BIM geht es darum, alle planungs-, bau- und betriebsrelevanten Informationen über ein Projekt von Beginn an digital bereitzustellen, so dass diese effizienter und schneller verarbeitet werden können. Auch im Falle späterer Reparatur- und Erhaltungsmaßnahmen sind diese Informationen dann schnell verfügbar.

BIM trägt zu mehr Nachhaltigkeit beim Bauen und Betreiben bei. Durch die Verknüpfung von Planungs- und Betriebsdaten bereits im frühen Stadium sind Aussagen zur Ökobilanz und dem CO2-Fußabdruck eines Bauwerks möglich. Auch kann dank BIM gleich von Beginn an eines Projekts bewertet werden, ob und wie Baustoffe nach einem späteren Rückbau wiederverwertet werden können. Das reduziert den Ressourcenverbrauch.

Das BIM-Portal bietet Klassifikationen, Merkmale, Auftraggeber-Informationsanforderungen (AIA) und Objektvorlagen, um  öffentliche Auftraggeber, wie z.B. beim Tiefbau, bei der Definition von Informationsbedarfen und Auftragnehmer bei der qualitätsgesicherten Lieferung von digitalen Bauwerksmodellen zu helfen.

Mit dem Portal sorgt der Bund für einen einheitlichen „Wortschatz“. Auf diese Weise wird erreicht, dass die ausgetauschten Daten ohne Medienbrüche nutzbar sind. Am Ende steht die standardisierte Abwicklung von Bauvorhaben.

In der ersten Stufe erhalten Nutzer des BIM-Portals standardisierte Vorlagen für die Erstellung ihrer BIM-Modelle. Ab Anfang 2023 bietet das Portal Unterstützung für die Erstellung und Veröffentlichung von „AIA“. Außerdem stehen ab 2023 Prüfwerkzeuge für eine automatisierte Überprüfung der Daten in digitalen Bauwerksmodellen zur Verfügung.

Das BIM-Portal des Bundes ist nicht nur eine technische Plattform. Mit dem Portal startet der Bund einen Dialogprozess mit den beteiligten Akteuren des Hoch- und Tiefbaus, um die BIM-Umsetzung in Deutschland insgesamt voranzubringen. Das Portal lebt von der Mitarbeit aller Beteiligten.

Mit der Freischaltung des BIM-Portals wird auch ein „BIM-Ideathon“ veranstaltet, in dessen Rahmen digitale Ideen und Lösungen zur Beschleunigung der Implementierung von BIM gesucht und prämiert werden. Information und Anmeldung unter https://www.bmvi.de/SharedDocs/DE/Termine-mFUND/ideathon-bim-11-10-2022.html

Das BIM-Portal ist als offene Plattform konzeptioniert, die von allen Akteuren der Wertschöpfungskette Bau genutzt werden kann. Neben der Möglichkeit, Vorschläge und Kommentare einzureichen, können Dritte wie kommunale Auftraggeber, Kammern oder Verbände auch eigene Vorlagen und Daten in das Portal hochladen. Maßgabe ist, dass die bereitgestellten Inhalte nach dem BIM-Standard und ohne Einschränkung oder Bedingungen über das Portal genutzt werden können. Im weiteren Verlauf soll auch eine Vernetzung mit internationalen Plattformen wie zum Beispiel dem „buildingSMART Data dictionary“ geschaffen werden.

Die Bundesregierung unterstützt die BIM-Umsetzung im Bereich Bundesbau durch Schulungs- und Beratungsangebote zur BIM-Qualifizierung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Verwaltung und in Deutschland insgesamt – zum Beispiel durch Normungs- und Standardisierung, Fachpublikationen und Informationsangebote.

Weitere Information zum BIM-Portal finden Sie unter nachfolgendem Link: https://www.bimdeutschland.de/leistungen/bim-portal

Von A wie Anreissen bis Z wie Zukunft

Vom 16. bis 17. November lädt Weinmann in seinem Werk in St. Johann zur jährlichen Hausmesse ein. Fachvorträge aus der Praxis bieten geballtes Wissen zu aktuellen Markttrends wie dem Mehrgeschoss- und Modulbau. Die begleitende Fachausstellung von Partnerfirmen ermöglicht den direkten Austausch zu den Themenbereichen Software, Befestigungsgeräte, Werkzeuge sowie Dämmlösungen. Beim Branchentreffpunkt für den Holzbau gibt es zudem vielfältige Möglichkeiten für den persönlichen Kontakt und Austausch mit den Experten von Weinmann.

Weinmann bietet mit seinem Produktportfolio moderne Maschinen und Anlagen für die komplette Prozesskette – vom Abbund über die Riegelwerks- und Elementerstellung bis zum Materialhandling. Alle Anlagen sind modular aufgebaut, so dass auf sich ändernde Marktanforderungen schnell und flexibel reagiert werden kann. Jede Produktionsanlage wird individuell für den jeweiligen Kunden geplant. Dabei spielt, neben den vorhandenen Platzverhältnissen und den jeweiligen Wandaufbauten und Elementtypen, der Materialfluss eine wesentliche Rolle. Bei jeder Planung wird der gesamte Prozess mit Materiallogistik, Software-Schnittstellen und Mitarbeiter-Qualifizierung analysiert, optimiert und der Kunde erhält eine ganzheitliche Lösung – auf seinen Bedarf abgestimmt.

Auf dem „Weinmann Treff“ werden diese Anlagenkonzepte vorgestellt und es gibt die Möglichkeit für individuelle Beratungsgespräche. Zudem finden Live-Vorführungen der Maschinen statt.

Noch mehr Maschinen aus der Homag Group gibt es zeitgleich vom 16. bis zum 18. November beim „Homag Treff“ in Herzebrock zu sehen.

Anpassung der Prognose für 2022 – Ziele werden nicht erreicht

Die Surteco Group SE weist in den Monaten Januar bis September 2022 nach vorläufigen Zahlen Umsatzerlöse von ca. 593 Millionen Euro und ein Ergebnis (EBIT) von etwa 41 Millionen Euro aus. Obwohl sich die Umsatzerlöse aufgrund der Weitergabe der stark gestiegenen Rohstoffpreise voraussichtlich im prognostizierten Rahmen bewegen, gab die Nachfrage im dritten Quartal mit überraschender Dynamik nach. Vor dem Hintergrund zunehmend schwieriger Rahmenbedingungen passt der Vorstand die Ergebnisprognose für das Gesamtjahr 2022 an. Insbesondere eine voraussichtlich anhaltend schwache Nachfrage bei weiterhin hohen Rohstoffkosten sorgen dafür, dass das Ergebnisziel für 2022 von 55 Millionen Euro bis 65 Millionen Euro nicht mehr erreichbar sein wird. Dabei können bereits eingeleitete Gegenmaßnahmen wie die Inanspruchnahme von Kurzarbeit in den betroffenen Bereichen die Effekte aus der gesunkenen Nachfrage nicht mehr ausgleichen. Die Gesellschaft arbeitet im Rahmen der operationellen Exzellenz kontinuierlich daran, die internen Prozesse und Strukturen weiter zu optimieren und somit die Kostenposition nachhaltig zu verbessern.

Insofern wird nun mit einem EBIT für das Geschäftsjahr 2022 zwischen 37 Millionen Euro und 42 Millionen Euro gerechnet. Die Gesellschaft veröffentlicht den 9-Monatsbericht am 26. Oktober 2022.

„Euroshop“ 2023

Nachhaltigkeit spielt in allen Dimensionen eine zentrale Rolle

Der Klimawandel als die Herausforderung der Gegenwart und jetzt auch noch die Energiekrise on top dazu: An den Themen Umwelt- und Ressourcenschutz führt kein Weg mehr vorbei. Auf der kommenden Messe „Euroshop“, vom 26. Februar bis 02. März in Düsseldorf, gilt das in besonderer Weise. Schon jetzt zeichnet sich ab, wie sehr die Aussteller sich mit der zukunftsweisenden Ausrichtung ihrer Produkte, Dienstleistungen und eigenen Betriebe befassen und das gilt für alle acht Dimensionen.

Ob Lampenschirme aus Kaffeesatz, Kassentresen aus abgetragenen geschredderten Jeans oder vollständig biologisch abbaubare Display Mannequins: Nachhaltige Store-Einrichtung entfaltet längst echten Erlebnischarakter und bietet dem Handel viel Stoff für Storytelling. „Es wird zum existenziellen Maßstab werden, im gesamten Geschäftsumfeld auf Nachhaltigkeit zu achten“, ist man bei PPM Planung + Projektmanagement überzeugt. Reduzieren, wiederverwenden, recyceln heißt daher die Prioritätenliste der Dormagener und zwar in genau dieser Reihenfolge. „Wir achten schon bei der Planung darauf, so wenig Material wie möglich zu verwenden und den späteren Wiedereinsatz der Materialien beziehungsweise Möbel sicherzustellen. Wenn es das Store-Konzept unserer Kunden vorsieht, frischen wir das, was brauchbar ist, wieder auf. Wird der Store zurückgebaut, versuchen wir, Möbel und Materialien wieder bei anderen Projekten einzusetzen oder zumindest sortenrein zu recyceln“, erläutert CEO Frank Bittel. PPM hat zudem ein Tool entwickelt, mit dem schon in der Konzeptionierung die Ökobilanz der Einrichtung ermittelt werden kann. „Das gibt uns die Chance, sehr früh gemeinsam mit unseren Kunden Materialentscheidungen zu treffen und Ressourcenverschwendung zu vermeiden.“

Bei Umdasch The Store Makers wird sich der „grüne Faden“ ebenfalls durch den gesamten „Euroshop“-Auftritt ziehen. Das österreichische Unternehmen, das in Duisburg einen „Innovationshub“ betreibt und dort u.a. einen Fokus auf ökologische Store-Materialien setzt, wird „ein breites Spektrum an Gestaltungsmöglichkeiten für eine innovative, nachhaltige Customer Journey“ präsentieren, so Marketing Director Petra Böttinger-Barth. Zur letzten „Euroshop“ wartete umdasch u.a. mit dem „Liquid Dispenser“ auf, einer Nachfüllstation für Flüssigkeiten wie Waschmittel oder Haarshampoo, die beim Carbon Footprint konventionelle Einwegflaschen aus dem Regal in kürzester Zeit unterbietet und seitdem vielfach Einzug im Handel gehalten hat. Jetzt werden erneut ressourcenschonende Produktinnovationen angekündigt. Aber auch konkrete Use Cases will der Shopfitting-Spezialist vorstellen.

Der Deutsche Ladenbau Verband DLV, ebenfalls auf der EuroShop 2023 präsent, arbeitet gerade daran, die diversen Bereiche, in denen die Mitgliedsfirmen nachhaltig arbeiten oder Standards eingeführt haben, zu erheben. Auf die Auswertung darf man zur Messe im Februar gespannt sein.

Auch die Beleuchtung hat bekanntlich einen hohen Anteil an den Stromkosten des Handels. Moderne LED-Lichtquellen und eine effiziente Steuerung tragen wesentlich zur Senkung des Energieverbrauchs bei. Die schwedische ITAB Group (Deutschland-Sitz: Köln) kündigt an, auf der EuroShop u.a. dynamische Beleuchtungslösungen zu präsentieren, mit denen sich die Energiekosten um bis zu 50 Prozent senken und gleichzeitig das Kundenerlebnis verbessern lassen. „Wir konnten den Wirkungsgrad verdoppeln, was letztlich auch für kürzere Amortisationszeiten sorgt“, verdeutlicht Chris Bright, Vice President Solution Design. Als weiterer Mehrwert wird den Einzelhändlern eine CO2-Schätzung für die Berechnung des eigenen CO2-Fußabdrucks mitgeliefert.
Der renommierte „Euroshop Retail Design Award“, der seit 2008 vergeben wird, präsentiert sich auf der „Euroshop“ 2023 in neuem Gewand, denn er wird nun in fünf verschiedenen Kategorien vergeben, darunter auch Nachhaltigkeit. www.euroshop-award.com

„möbelfertigung“

In der Krise Chancen nutzen

Nach zwei Jahren, in denen die Möbelindustrie auf einer enorm hohen Nachfrage-Welle gesurft ist, sorgen nun die aktuellen Rahmenbedingungen für Verunsicherung. So ist vor allem aufgrund der enormen Preisanstiege bei Energie, Rohstoffen und Vorprodukten das Kalkulieren schwer. Und Prognosen, die über wenige Wochen hinausgehen, sind seriös kaum möglich. Darüber hinaus zeigen die Konsumentinnen und Konsumenten in den vergangenen Monaten eine deutliche Kaufzurückhaltung, speziell im Preiseinstiegssegment. Denn natürlich wissen auch sie zum Großteil (noch) nicht, welche Kosten in den kommenden Monaten konkret auf sie zurollen. Deshalb überlegen gerade die Angehörigen der niedrigeren Einkommensschichten aktuell sehr genau, wofür sie ihr Geld ausgeben.

„Bislang ist die Nachfrage vor allem im Preiseinstiegssegment, vor allem bei Wohnen und Schlafen, gesunken“, bestätigt auch André Dorner, Geschäftsführer von Blum Deutschland, im Gespräch mit der „möbelfertigung“. „Im mittel- und höherwertigen Bereich, gerade in der Küche, liegt sie noch recht hoch. Die Küchenmöbel­Produzenten haben in den kommenden Monaten also noch gut zu tun. Allerdings zeichnet sich bereits ab, dass mittelfristig auch hier der Auftragseingang sinkt.“

Wobei die Aussichten für die Möbelindustrie nicht so trübe wie für andere Branchen sind. Denn auch wenn die Kaufkraft gerade sinkt, dürften Investitionen in die eigene Wohnung oder das eigene Haus gerade in so angespannten Zeiten bei Vielen noch recht weit oben auf der Agenda stehen. Darüber hinaus sendeten die Küchen-Hausmessen sowie die „M.O.W.“ positive Signale. Und auch die „Sicam“ im italienischen Pordenone deutet schon kräftig an, dass sie ein erfolgreiches Event wird und dementsprechend Impulse geben kann. In Folge gilt es die Menschen mit überzeugenden Produkten zu begeistern.

Natürlich liegt eine herausfordernde Zeit vor der Branche. Das sieht auch André Dorner so: „In den kommenden Jahren wird es vermutlich erst einmal ruppig sein. Doch wir sind davon überzeugt, dass auf die Phase der Abkühlung eine langfristige, positive Entwicklung in den meisten Teilen der Welt folgen wird. Und was mich optimistisch stimmt, ist, dass unsere Branche in schwierigen Phasen immer wieder eine hohe Resilienz an den Tag legt. Hier waren zum Beispiel die Lieferketten nicht ganz so schwer gestört, wie in anderen Branchen.“

Das vollständige Interview mit dem Geschäftsführer von Blum Deutschland lesen Sie in der aktuellen „möbelfertigung“, die soeben erschienen ist.

Außerdem in der Ausgabe: Warum Messemacher Carlo Giobbi mit einer sehr erfolgreichen „Sicam“ rechnet, was Unternehmen vor dem Hintergrund der Sanktionen gegen Russland beachten müssen, wie Kvik Küchen zu 99 Prozent recyclebar macht, warum Villeroy & Boch auf Adler-Lacke setzt, welche Office-Trends die „Orgatec“ zeigen wird und noch vieles mehr.

Darüber hinaus: Das Special „Werkstoffe & Oberflächen“ mit der großen Übersicht der Dienstleister.

Macht Ernst mit der klimaneutralen Auslieferung

Der Hermes Einrichtungs Service (HES) hat vor kurzem angekündigt, bis 2025 in allen deutschen Großstädten die reinelektrische und damit emissionsfreie Auslieferung einzuführen. Diesem Ziel ist man nun einen wichtigen Schritt nähergekommen. 

Mit der Zielsetzung, das ideale Fahrzeug für die klimafreundliche Auslieferung großer und schwerer Waren zu finden, wurde nun ein erfolgreiches Konzept umgesetzt, das die innovative Technik des vollelektrisch angetriebenen Fiat „eDucato“ mit dem hinsichtlich Gewicht und cW-Wert optimierten Kofferaufbau des Herstellers Junge verbindet. 

Ulrich Koch, bei HES verantwortlich für Einkauf und Fuhrpark, äußert sich zufrieden mit der Kooperation der drei beteiligten Unternehmen: „Wir sind mit zweien unserer langjährigen, leistungsfähigen Partner ins Gespräch gegangen und haben gemeinsam schnell erkannt, dass wir ein sehr nachhaltiges Fahrzeugkonzept verwirklichen können, das perfekt zu unseren logistischen Anforderungen passt.“ Die ersten sieben „eDucato“ wurden nun von der Karabag-Gruppe – Deutschlands führendem Fiat-Nutzfahrzeughändler – und dem Fahrzeugaufbau-Spezialisten Junge an den Hermes Einrichtungs Service übergeben. Weitere 30 Fahrzeuge gleichen Typs sollen bis Jahresende folgen.

Besonders sparsam im Verbrauch, bei gleichzeitig hoher Zuladekapazität, wird das vollelektrisch angetriebene Fahrzeugkonzept durch die neue „Lightstar Ecobox“ von Junge. Das geringe Gewicht sowie die optimierte Aerodynamik des Kofferaufbaus und Spoilers, die für einen um bis zu 40 Prozent verbesserten cW-Wert sorgen, bieten beste Voraussetzungen, um nachhaltige und gleichzeitig kosteneffiziente Logistiklösungen auch im Bereich großvolumiger Güter erreichen zu können.

Die CR-Managerin des HES, Anna Lindemann, sieht eine wichtige Zielsetzung im Thema Nachhaltigkeit erreicht: „Mit der vollelektrischen Zustellung, die wir bis 2025 in allen 80 deutschen Großstädten realisieren wollen, kommen wir unserer Verantwortung als Logistikunternehmen nach. Mit der Vermeidung von CO2 und Luftverschmutzung sowie der deutlich reduzierten Lärmbelastung ergeben sich Vorteile für die Umwelt ebenso wie für die Anwohner im Liefergebiet.“

Special edition with over 90,000 visitors

For the special edition of the leading international trade fair for lighting and building technology, 92,838 visitors from 147 countries came to the event (2018: 220,000 from 177 countries). In addition to Germany, most of them came from Italy, the Netherlands, France, Switzerland, Belgium, Spain, Austria, Great Britain and Poland. This meant that the internationality was 55 percent. The high level of visitor satisfaction shows that the trip was worthwhile for them. 95 percent of trade visitors are satisfied with the achievement of their visit objectives and the range of exhibits, and over 83 percent are already planning to visit „Light + Building 2024,“ which will be held in Frankfurt from March 3 to 8, 2024.

Held every two years, „Light + Building“ has been postponed several times due to the pandemic and has now been held as a one-off special edition in the fall at the request of the industry. In this context, the restart of the trade fair after two and a half years of pandemic has been more than successful in the view of the organizers. „We are delighted with the extremely high level of interest shown by the visitors who came to the ‚Light + Building Autumn Edition‘. The topics of the event offer the answers to the current challenges of our time. In addition – and this runs through all the discussions we have – personal encounters are and remain the central element of trade fairs. Business is done between people. One thing is true for all participants: In times of crisis, it takes courage and a willingness to take risks to look to the future in a positive and solution-oriented way. The exhibiting companies have impressively demonstrated this at the Light + Building Autumn Edition,“ says Wolfgang Marzin, Chairman of the Board of Management of Messe Frankfurt, summing up the past five days.

The „Light + Building Autumn Edition“ covered the areas of lighting and building technology. In the electrical engineering, home and building automation segment, the focus was primarily on technical innovations that help to increase energy efficiency in homes and buildings. Other growing areas include regenerative energy sources such as solar or photovoltaic panels, charging management systems for electromobility, and lighting control. Efficiency and sustainability also play an important role in the lighting sector. In combination with digital control, high-quality modular lighting systems provide light when it is actually needed. The newly planned lighting area was very well received by exhibitors and visitors. At 60 percent, the area still accounts for the largest share of the world’s leading trade fair.

For the first time, new perspectives also opened up for all participants in the digital space: at the „Light + Building Digital Extension“, exhibitors and visitors were able to make targeted contact with each other and expand their network on the basis of intelligent matchmaking. This is still possible until October 14, 2022. Lectures, discussion rounds and presentations are also available on-demand on the platform, so that knowledge transfer is still possible via the versatile supporting program of the leading international trade fair.

„A strong signal is coming from this Light + Building: There are solutions to the pressing energy and climate issues, and they lie in consistent electrification and digitization,“ said Wolfgang Weber, Chairman of the Board of Management of the German Electrical and Digital Manufacturers‘ Association (ZVEI). „The building sector is still a major CO2 emitter. That can and must change. We will see significant progress as early as the next ,Light + Building‘ in spring 2024. Policymakers will have to provide the right framework to stimulate investment in networking and energy efficiency. This is the only way we can keep the climate targets in sight.“

Ingolf Jakobi, General Manager of the Central Association of German Electrical and Information Technology Trades (ZVEH) adds, „The ‚Light + Building 2022‘ was an important signal to the industry. We are therefore pleased that the electrical trades were represented at the Autumn Edition in their usual strength. As a one-stop store, the trade fair once again enabled our businesses to find out about current trends, such as photovoltaics, heat pumps or even energy self-sufficiency, in the best possible way. Our impression is therefore that the e-business has returned to its tried and tested form with the Light + Building Autumn Edition. The exchange of information, always an essential part of the trade fair, was even more important this year. After all, it was not only a matter of celebrating a reunion with old acquaintances, but also of establishing contacts beyond classic trade boundaries in order to join forces and prepare for the challenges of the energy transition.“

Neue Folge mit Lea Oberwelland

Interessante Insights liefert jetzt die dritte Folge des „möbel kultur Podcast“, in dem wichtige Themen der Möbelbranche auch mal aus anderen Blickwinkeln betrachtet werden. Diesmal gibt Lea Oberwelland, Leiterin Marketing und Vertrieb von Werther – die Möbelmanufaktur, Einblicke ins Familienunternehmen. Außerdem erklärt sie, welche Frauen für sie ein besonderes Vorbild sind und wie sie mit den Herausforderungen der Branche umgeht. Die dritte Folge ist jetzt auf der „möbel kultur“-Homepage und bei Spotify, iTunes und Deezer hörbar. Viel Spaß beim Hören.

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