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Autor: Möbelfertigung

Drei Fragen an Projektleiter Matthias Strauss

Die Vorbereitungen für die „Bau“, Weltleitmesse für Architektur, Materialien, Systeme, die von 17. bis 22. April 2023 stattfindet, sind derzeit im vollen Gange. In knapp sechs Monaten beginnt der Branchentreffpunkt in München. Ein guter Zeitpunkt, um auf den aktuellen Anmeldestand, Neuheiten und Schwerpunkte der kommenden „Bau“ zu blicken. Matthias Strauss, Projektleiter „Bau“, steht hierzu Rede und Antwort.

möbelfertigung: In rund einem halben Jahr findet die „Bau“ in München statt. Wie viele Unternehmen haben sich hierfür bereits angemeldet?
Matthias Strauss:
Wir blicken sehr optimistisch auf die Veranstaltung im kommenden April. Zum aktuellen Zeitpunkt sind im Vergleich zu 2019 bereits 95 Prozent der Fläche fix belegt. Das entspricht mehr als 115.000 Quadratmeter bzw. 16 Fußballfeldern. Insgesamt haben bisher 1.450 Unternehmen ihre Teilnahme bestätigt. Das unterstreicht die Bedeutung der „Bau“ als wichtigster Treffpunkt der Baubranche. Es freut uns sehr, dass unsere Kunden die Terminänderung so gut annehmen und alles daransetzen, Teil der Weltleitmesse für Architektur, Materialien und Systeme zu sein. Nach vier Jahren Pause ist es einfach an der Zeit, sich wieder persönlich in München zu treffen und über Trends und Entwicklungen auszutauschen.

möbelfertigung: Wird es neue Ausstellungsbereiche auf der „Bau“ 2023 geben?
Matthias Strauss:
Wir entwickeln die Veranstaltung selbstverständlich immer weiter. Unser Ziel ist es, neben der Stärkung der bestehenden Segmente auch neue Unternehmen und Besucher für die „Bau“ zu gewinnen. Deshalb gibt es bei der Veranstaltung im kommenden April zwei neue Ausstellungsbereiche. Im Innovation Hub in der Halle B0 stehen besonders die Themen Ressourcen und Recycling, Urban Mining, Modulares Bauen sowie innovative Bauprozesse im Fokus. Damit möchten wir die Bedeutung von klimagerechtem und ressourcenschonendem Bauen hervorheben. Für das bereits erwähnte Thema Modulares Bauen bieten wir im Atrium zwischen den A- und B-Hallen eine Sonderfläche mit Village Charakter an. Dort zeigen Aussteller die Vorteile architektonischer Modulbauweise. Ergänzend hierzu gibt es einen Gemeinschaftsstand in der Halle A2. Sowohl für den Innovation Hub als auch das Thema Modulares Bauen haben Unternehmen nach wie vor die Möglichkeit, sich anzumelden.

möbelfertigung: Auf welchen Branchenthemen liegt im nächsten Jahr der Fokus bei der „Bau“?
Matthias Strauss:
Wie in der Vergangenheit werden sich auch bei der kommenden „Bau“ Themen, die aktuell die Branche beschäftigen und bewegen wie ein roter Faden durch die Ausstellung und das Rahmenprogramm ziehen. Eine besondere Herausforderung für die Baubranche stellt der Klimawandel dar. Zur Eindämmung trägt unter anderem Energieeffizientes Bauen einen wichtigen Teil bei. Hierzu passt auch das weitere Leitthema „Ressourcen & Recycling“. Neben der Energieeffizienz beim Bauen zählen wiederverwertbare Rohstoffe zu den Schlüsselelementen für das Bauen der Zukunft.
Wie bei allen Industriezweigen spielt die Digitale Transformation auch im Baubereich eine wichtige Rolle. Nicht umsonst haben wir vor zwei Jahren mit der „DigitalBau“ eine eigene Veranstaltung zu diesem Thema initiiert. In diesem Jahr erhalten Besucher sowohl auf der „Bau“ im April als auch auf der „DigitalBau conference & networking“ vom 4. bis 6. Juli Einblicke in digitale Lösungsansätze innerhalb der Bauindustrie.
Aktuelle Einflüsse wie steigende Energiekosten und Mobiles Arbeiten wirken sich auf die Zukunft des Wohnens aus. Auf der „Bau“ zeigen Unternehmen Lösungsansätze und in den Foren diskutieren Experten verschiedene Aspekte und Herausforderungen.

Seit gestern ist der Online-Ticketshop der Veranstaltung geöffnet: Messe München – BAU 2023 (messe-muenchen.de)

Erzeugerpreise um 34,5 % höher als im Oktober 2021

Die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte waren im Oktober 2022 um 34,5 Prozent höher als im Oktober 2021. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, hat sich der Preisauftrieb auf Erzeugerebene damit verlangsamt. Im August und September hatte die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahresmonat jeweils bei +45,8 Prozent gelegen. Gegenüber dem Vormonat September 2022 sanken die Erzeugerpreise im Oktober 2022 um 4,2 Prozent. Dies war der erste Preisrückgang gegenüber dem Vormonat seit Mai 2020 (-0,4 % gegenüber April 2020).

Hauptverantwortlich für den Anstieg der gewerblichen Erzeugerpreise im Vorjahresvergleich ist weiterhin die Preisentwicklung bei Energie, bedingt durch den hohen Wägungsanteil der Energiepreise am Gesamtindex in Kombination mit außergewöhnlich hohen Preisveränderungen. Zudem stiegen, teilweise infolge der Preissteigerungen für Energie, auch die Preise für Verbrauchsgüter, Vorleistungsgüter, Gebrauchsgüter und Investitionsgüter deutlich an.

Auch für den Rückgang des Erzeugerpreisindex gegenüber dem Vormonat ist die Entwicklung der Energiepreise hauptverantwortlich.

Energiepreise im Vorjahresvergleich um knapp 86 Prozent gestiegen

Die Energiepreise waren im Oktober 2022 im Durchschnitt 85,6 Prozent höher als im Vorjahresmonat. Den höchsten Einfluss auf die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahr bei Energie hatten die Preissteigerungen für Erdgas in der Verteilung, gefolgt von denen für elektrischen Strom.

Gegenüber dem Vormonat September sanken die Energiepreise im Durchschnitt um 10,4 Prozent, hauptsächlich verursacht durch den Rückgang der Preise für elektrischen Strom sowie für Erdgas in der Verteilung.

Strom kostete über alle Abnehmergruppen betrachtet 90,3 Prozent mehr als im Oktober 2021. Für Weiterverteiler war er 137,7 Prozent teurer als ein Jahr zuvor, für Sondervertragskunden 80,1 Prozent. Gewerbliche Anlagen, die häufig tarifgebundene Verträge abschließen, zahlten 19,0 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Im Vormonatsvergleich sanken die Preise für elektrischen Strom über alle Abnehmergruppen betrachtet im Oktober um 16,9 Prozent. Während Großabnehmer hierbei weniger zahlen mussten als im Vormonat, stiegen die Preise für Abnehmer kleinerer Mengen.

Erdgas in der Verteilung kostete 125,6 Prozent mehr als im Oktober 2021. Industrieabnehmer zahlten für Erdgas 151,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Für Handel und Gewerbe erhöhten sich die Preise um 119,2 Prozent, für Wiederverkäufer um 117,7 Prozent. Für Kraftwerke war Erdgas 110,2 Prozent teurer. Gegenüber dem Vormonat September 2022 wurde Erdgas über alle Abnehmergruppen hinweg 9,0 Prozent billiger, vor allem bedingt durch die Preisrückgänge für Abnehmer größerer Mengen.

Mineralölerzeugnisse waren 34,6 Prozent teurer als im Oktober 2021, gegenüber September 2022 stiegen die Preise um 2,6 Prozent. Leichtes Heizöl kostete 76,2 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, Kraftstoffe 30,8 Prozent mehr.

Ohne Berücksichtigung von Energie waren die Erzeugerpreise im Oktober 2022 um 13,7 Prozent höher als im Oktober 2021 (+0,4 % gegenüber September 2022). 

Hohe Preissteigerungen bei Vorleistungsgütern, vor allem bei Metallen und chemischen Grundstoffen

Vorleistungsgüterwaren im Oktober 2022 um 15,9 Prozent teurer als ein Jahr zuvor. Gegenüber September 2022 stiegen diese Preise leicht um 0,1 Prozent. Hauptverantwortlich für die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahresmonat in dem Bereich waren die Preissteigerungen für Metalle mit einem Plus von 15,7 Prozent. Gegenüber dem Vormonat September 2022 sanken die Metallpreise jedoch um 0,4 Prozent. Roheisen, Stahl und Ferrolegierungen waren 21,0 Prozent teurer als im Oktober 2021.

Chemische Grundstoffe, Düngemittel und Stickstoffverbindungen verteuerten sich gegenüber dem Vorjahr um 32,8 Prozent. Besonders hoch waren die Preisanstiege gegenüber dem Vorjahr bei Düngemitteln und Stickstoffverbindungen mit +113,1 Prozent. Das für die Düngemittelherstellung wichtige Vorprodukt Ammoniak kostete 182,3 Prozent mehr als im Oktober 2021.

Die Preise für Pellets und Briketts aus Sägenebenprodukten stiegen binnen Jahresfrist um 151,0 Prozent, Holz in Form von Plättchen oder Schnitzeln fast gleich stark um 146,8 Prozent. Zeitungsdruckpapier verteuerte sich um 95,7 Prozent. Getreidemehl war 40,7 Prozent teurer als im Oktober 2021, Futtermittel für Nutztiere kosteten 33,4 Prozent mehr.

Niedriger als im Vorjahresmonat waren bei den Vorleistungsgütern die Preise für Holz insgesamt (-12,5 %) und Sekundärrohstoffe (-12,4 %).

Die Preise für Gebrauchsgüter waren im Oktober 2022 um 11,3 Prozent höher als ein Jahr zuvor, insbesondere bedingt durch die Preisentwicklung bei Möbeln (+13,4 %).

Investitionsgüter kosteten 7,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Den höchsten Einfluss auf die Veränderungsrate für Investitionsgüter gegenüber Oktober 2021 hatten die Preissteigerungen für Maschinen mit einem Plus von 9,5 Prozent, gefolgt von denen für Kraftwagen und Kraftwagenteile (+5,6 %). Besonders stark stiegen die Preise unter anderem für Turbinen (+20,0 %) und Ventilatoren (+17,9 %).

Erklärung zum BDIA Hochschultag Innenarchitektur

Am 26. Oktober 2022 veranstaltete der BDIA Bund Deutscher Innenarchitekten den BDIA Hochschultag Innenarchitektur 2022 zum Thema „Analog vs. Digital. Sind digitale Lehrformate die Zukunft?“ in Köln. Im Fokus des Austausches zwischen Dozierenden des Studiengangs Innenarchitektur an deutschen Hochschulen sowie weiteren Gästen stand die steigende Zahl digitaler und hybrider Lehrangebote und -formate in der Ausbildung von Innenarchitekt:innen sowie das Angebot reiner Fernstudiengänge unter dem Titel Innenarchitektur.

Nach einer Begrüßung durch Dipl.-Ing. (FH) Pia A. Döll, Präsidentin BDIA, stellte Dipl.-Ing. Dipl.-Wirt.Ing. Birgit Schwarzkopf, Sprecherin das ASAP Fachausschusses Innenarchitektur, die Aufgaben und die Arbeit des Akkreditierungsverbundes für Studiengänge der Architektur und Planung (ASAP) vor.

Anschließend führten drei Impulse von Dr. Florian Hartmann (Architektenkammer Nordrhein-Westfalen), Prof. Wibke Schaeffer (Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe) und Prof. Dr. Michael Simon (IU Internationale Hochschule) in die Thematik ein.

Der BDIA nimmt in folgender Erklärung Stellung zu den diskutierten Inhalten des Hochschultages:

„Wir beobachten eine Zunahme digitaler und hybrider Lehrangebote und -formate in der Ausbildung von Innenarchitektinnen und Innenarchitekten. Weiterhin werden rein digitale Fernstudiengänge unter dem Titel Innenarchitektur angeboten. Drei Impulse führten in die Diskussion ein. Dr. Florian Hartmann (Architektenkammer Nordrhein-Westfalen) legte dar, dass nach den Empfehlungen der Bundesarchitektenkammer ein reines Fernstudium der Innenarchitektur und äquivalent der Architektur nicht zur Eintragung in die Innenarchitekten-/Architektenliste einer Kammer befähige. In Nordrhein-Westfalen seien die Regelungen der Berufszulassungsvoraussetzungen so gefasst, dass ein überwiegender Teil des Studiums in Präsenz vermittelt werden müsse. Jedoch würden sich die Kammern nicht der voranschreitenden Digitalisierung in der Lehre verschließen. Prof. Wibke Schaeffer (TH OWL) sah nicht die Möglichkeit, ein Studium der Innenarchitektur als reines Fernstudium erfolgreich zu absolvieren, fügte jedoch hinzu, dass bestimmte Lehrinhalte auch digital vermittelt werden können. Prof. Dr. Michael Simon (IU Internationale Hochschule) berichtete über die Ausbildung an der IU und wies daraufhin, dass Entwicklungen in der Hochschullehre in Bezug auf die Digitalisierung nicht mehr rückgängig gemacht werden könnten und die Perspektiven auf die digitale Lehre nachhaltig verändern würden.

Anschließend diskutierten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Hochschultages und sind dabei mehrheitlich übereingekommen, dass die Digitalisierung längst in der Lehre angekommen sei und die Ausbildung von Innenarchitektinnen und Innenarchitekten bereichere, ein reines Online-Studium der Innenarchitektur die Studierenden jedoch nicht ausreichend auf die technischen, materiellen, sinnlichen und sozialen Herausforderungen des Berufs vorbereite.

Wir als BDIA begrüßen die Digitalisierung grundsätzlich und sehen auch, dass die Wissensvermittlung dadurch ergänzt werden kann. Jedoch kann ein reines Online-Studium aufgrund der gesetzlichen Richtlinien, der fachlichen Kriterien des Akkreditierungsverbundes für Studiengänge der Architektur und Innenarchitektur (ASAP) und der Europäischen Charta zur Innenarchitektur Ausbildung nicht zur Befähigung der Ausübung des freien Berufes Innenarchitektin/Innenarchitekt führen. Deshalb fordern wir von den Fernhochschulen Transparenz in der Aufklärung gegenüber Studierenden, Studieninteressentinnen und Studieninteressenten, dass mit ihrem Studienangebot die Fähigkeit zur Eintragung als Innenarchitektinnen und Innenarchitekten in die Liste einer Kammer nicht möglich ist.

Die Entwicklung virtueller Welten schreitet voran. Wir als BDIA verfolgen diese gesellschaftlichen Entwicklungen mit Interesse. Insofern sollte eine Offenheit gegenüber der Entstehung neuer Berufsfelder, denen rein digitale Lehrmodelle zugrunde liegen können, bestehen. Davon klar abzugrenzen ist jedoch das Berufsbild der Innenarchitektinnen und Innenarchitekten, dem ein hoher Ausbildungsstandard zugrunde liegt. Nur ein anerkannter Studiengang der Innenarchitektur berechtigt zur Eintragung in die Innenarchitektenliste einer Kammer und zum Führen des geschützten Berufstitels Innenarchitektin oder Innenarchitekt. Dies dient zum einen dem Verbraucherschutz und zum anderen sichert es die hohe Qualität in Ausbildung und Lehre des Berufs der Innenarchitektin und des Innenarchitekten.“

Weiterführende Informationen: „Empfehlungen zu den ausbildungsbezogenen Eintragungsvoraussetzungen für Architekten, Landschaftsarchitekten, Innenarchitekten und Stadtplaner für Bewerber aus dualen und Fernstudiengängen“ (Bundesarchitektenkammer, Stand: 25.01.2021)

Neuer Mehrheitsaktionär

Seit Jahren schon arbeiten Christoph Fughe und Michael Otto an der „vertikalen AG“ bei Störmer. Mit einem neuen Mehrheitsaktionär – der Berliner Niu Tech GmbH – geht die Strategie nun in eine neue Phase über. Der neue Investor (die GmbH wurde erst im Juni gegründet) ist Teil einer Gruppenstruktur, die aus dem Real Estate Bereich heraus die Wertschöpfungskette ausweiten und Wohnraum künftig mit Fully-Furnished Konzepten anreichern wird. So lautet das Ziel.

Christoph Fughe hatte mit seiner Mannschaft in den letzten eineinhalb Jahren das Konzept „Architecto“ aufgebaut, welches jetzt unter der neuen Marke „Inti“ die Vermarktung im Einrichtungsbereich nachhaltig verändern soll und die Digitalisierung in alle Prozesse der Wertschöpfungskette integrieren wird. In den kommenden Wochen und Monaten wird „Inti“ weiter strukturiert und zusätzliche Akquisitionen der Gruppe sind geplant. Christoph Fughe, bereits im März 2022 in den Aufsichtsrat der Störmer AG gewechselt, bleibt weiterhin Aktionär, wird sich aber jetzt im Fokus um die Holdinggesellschaft Inti SE mit Sitz in Berlin kümmern und somit nur noch vertriebsseitig bei der Störmer AG wirken.

Gemeinsam mit Thorben Wiedemann, CO-CEO bei der Inti SE stellt sich Fughe der Realisierung sowie dem Aufbau der Operations des erarbeiteten Digitalkonzeptes sowie der marketingtechnischen und vertrieblichen Bündelung der Gruppenunternehmen innerhalb der INTI. Stefan Hofemeier bleibt indes weiterhin als Vorstand für die operativen Herausforderungen bei der Störmer AG verantwortlich und kümmert sich mit dem bekannten Team um die anstehenden Aufgaben in Rödinghausen. Vorsitzender des Aufsichtsrats ist anstelle von Christoph Fughe jetzt Sandro Lassmann.

Einmal mehr als „Architects’ Darling“ ausgezeichnet

Rund 1.900 Architekten und Planer haben sich auch in diesem Jahr wieder an der Abstimmung zu den „Architects’ Darling“ beteiligt. Die Türtechnik von Geze haben sie mit dem Bronze Award ausgezeichnet. Damit konnte das Traditionsunternehmen bereits zum wiederholten Mal in dem Wettbewerb punkten. 

Marco Zaoral, Team Lead Internal Building Project Consulting bei Geze, sagt: „Für uns ist ein Award bei ,Architects’ Darling‘ besonders wertvoll, weil hier keine Design-Jury entscheidet, sondern sehr viele Menschen aus der Praxis abstimmen. Für Geze ist das ein tolles Feedback, dass wir wirklich auf die Bedürfnisse im Markt eingehen und hier Mehrwert liefern – von der Planung bis hin zur Bauausführung.“

Beschaffung ist das Top-Thema

Das Thema Beschaffung war heute Vormittag ein wichtiger Punkt in dem FSC-Webinar „Gemeinsam zu mehr Nachhaltigkeit in der Möbelbranche“, an dem knapp 100 Zuhörer:innen teilgenommen haben. Die Gründe liegen auf der Hand: Zum einen sind die Kosten in den letzten Monaten enorm gestiegen, zum anderen sorgt der Kriegt in der Ukraine für Unsicherheiten. Zum Start des Webinars gab VDM-Geschäftsführer Jan Kurth einen Einblick in die aktuellen Entwicklungen der Möbelbranche. Ohne Schwarzmalen zu wollen machte er deutlich, dass die konjunkturelle Lage deutlich schwieriger wird. „Wir hoffen aber, dass der Einbruch temporär ist“, sagte Kurth.  Für die Zukunft rechnet er damit, dass sich die Themen Wohnen und Einrichten wieder positiv entwickeln werden. Umfragen des Verbands haben zudem ergeben, dass es zuletzt eine klare Diversifikation in der Beschaffung gegeben hat. Rund 60 Prozent der Unternehmen kaufen heute anders ein. Es gäbe eine eindeutige Tendenz zu einer standortnäheren Beschaffung. Und trotz der derzeitigen großen Herausforderungen und der angespannten Situation in puncto Kapazitäten bleibe das Thema Nachhaltigkeit ganz oben auf der Agenda. Das werde künftig auch helfen, sich von Importware abzugrenzen, Stichwort „Möbel made in Germany“.

Über seine Erfahrungen bei der FSC-Strategie informierte Johannes Heydler, Geschäftsführer Trend Einrichtungs Möbel aus Buchen, der seit 2009 zu 100 Prozent FSC-zertifiziertes Laubholz verarbeitet. Er nannte das Thema Beschaffung als einen Stolperstein, da es derzeit schwierig sei, FSC-zertifiziertes Massivholz zu bekommen, auch wegen des Ukraine-Krieges. Zudem sei zertifiziertes Sperrholz, z.B. für Rückwände, im Grunde nicht zu bekommen. Hilde Dorninger, die im Bereich Qualitätssicherung bei XXXLutz tätig berichtete von ihren Erfahrungen über die Zusammenarbeit mit der Ukraine. Auch wenn es zu Beginn des Krieges schwierig war in der Kommunikation und mit der Belieferung, so sagte sie, dass es nach wie vor möglich sei, FSC-zertifiziertes Holz aus der Ukraine zu verwenden und sie appellierte an die Zuhörer:innen den FSC in der Ukraine zu unterstützen.

Zum Abschluss startete Uwe Sayer, Geschäftsführer des FSC Deutschland, noch eine Umfrage unter den Teilnehmer:innen. Dabei kam u.a. heraus, dass diese davon ausgehen (77%), dass die Bedeutung der FSC-Zertifizerung in den nächsten Jahren zunimmt, bei 70 Prozent sei die Zertifizierung ein Teil der Nachhaltigkeitsstrategie und größere Unterstützung vom FSC brauche man derzeit vor allem bei dem Thema Lieferketten.

Erst Ende Oktober hatte der FSC die diesjährigen „Furniture Awards“ vergeben. Unter den Preisträgern waren drei deutsche Unternehmen: Als „Hersteller des Jahres, Indoor“ wurde Hammerbacher geehrt. Schon im Vorjahr konnte sich der Büromöbel-Hersteller als „Office-Möbelhersteller des Jahres“ durchsetzen. Erstmals wurde der FSC Furniture Award in diesem Jahr auch für Händler geöffnet. Und dabei konnten gleich zwei deutsche Unternehmen punkten. So sicherte sich Otto die Auszeichnung „Retailer of the Year“. Die T&S Home&Living überzeugte die Jury in der Kategorie „Commitment“. Unser Schwestermagazin, die „möbel kultur“ ist Medienpartner der „FSC Furniture Awards“.

Top-Küchengeschäfte mit den Holländern

Die Niederlande waren mal das wichtigste Exportland für Küchen, bevor das Land im rasanten Tempo von Frankreich geholt wurde. In diesem Jahr legt die Nummer 2 laut VdDK/Destatis wieder kräftig zu: Um 19,6 Prozent kletterte der Umsatz mit den Niederländern in den ersten drei Quartalen. Währenddessen gab es aus Frankreich eine Steigerung um 2,8 Prozent. Stark rückläufig ist dagegen China mit -24,9 Prozent beim Auslandsumsatz. Auch Tschechien macht sich in letzter Zeit gut und kommt mit fast 58 Prozent Plus auf Platz 9 der wichtigsten Exportmärkte aus Sicht der deutschen Küchenmöbelindustrie. Gefolgt von USA mit 26 Prozent Zuwachs.

HDH

Mehr Wald wachsen lassen

Die Klimakonferenz COP27 in Ägypten zeigt erneut die Dringlichkeit entschlosseneren Handelns beim Klimaschutz. Um das 1,5 Grad Ziel zur Begrenzung der Erderhitzung einhalten zu können, müssen die Potenziale der Holznutzung, gerade beim Bauen mit Holz, endlich gehoben werden. Gleichzeitig müssen Waldschutz und das Wachstum der Waldfläche forciert werden, fordert der Hauptverband der Deutschen Holzindustrie (HDH).

Holz ist weltweit in zweierlei Weise unverzichtbar, um die Erderhitzung zu begrenzen: Zum einen nehmen die Bäume in Wäldern und Plantagen während ihres Wachstums Kohlenstoff auf und neutralisieren so den Klimakiller CO2. Zum anderen bleibt der Kohlenstoff auch in langlebigen Holzprodukten gebunden. „Ein Wachstum der Waldfläche, wie wir es in Deutschland seit Jahrzehnten sehen, ist deshalb ein hervorragendes Mittel, um den Klimawandel einzudämmen. Denn gerade junge und mittelalte Bäume nehmen besonders viel CO2 auf. Gleichzeitig muss der Raubbau an den Wäldern, wie wir ihn gerade in den Ländern des globalen Südens leider erleben, schnellstens gestoppt werden”, fordert HDH-Hauptgeschäftsführer Denny Ohnesorge anlässlich des Abschlusses der UN-Klimakonferenz im ägyptischen Sharm el Sheikh.
 
Laut Angaben der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) gingen im vergangenen Jahrzehnt rund 7,8 Millionen Hektar (Mio. ha) Wald verloren – pro Jahr. Ausschlaggebend für den weiteren Raubbau war die Lage in tropischen Ländern, auf die allein rund 90 Prozent der Verluste entfielen. Hingegen konnte in Deutschland die Waldfläche seit 1990 um mehr als 200.000 ha ausgeweitet werden. „Um die Waldverluste in den Tropen endlich zu stoppen, braucht es mehr internationale Anerkennung für die Klimaleistungen von Wald und langlebigen Holzprodukten”, unterstreicht Ohnesorge.

Welch riesiges Potenzial gerade das Bauen mit Holz für den Klimaschutz besitzt, stellt die Holzindustrie unter Beweis und hat die Wissenschaft gezeigt. Laut einer kürzlich veröffentlichten Studie, u.a. von Prof. Galina Churkina von der TU Berlin, könnten durch das Bauen mit Holz bis zum Jahr 2100 mehr als 100 Milliarden Tonnen an CO2-Emissionen eingespart werden. Das entspreche etwa 10 Prozent des verbleibenden Kohlenstoffbudgets für das 2°C-Klima-Ziel. Gebraucht würde dazu unter anderem eine Ausweitung der weltweiten Fläche an Holzplantagen um 140 Millionen Hektar auf dann 425 Millionen Hektar. Laut Schätzungen gibt es vor dem Hintergrund von Raubbau und Entwaldung viele Millionen Hektar, die nach einer Wiederaufforstung verlangen. „Wenn wir mit der angestrebten Kreislaufwirtschaft Ernst machen wollen, müssen wir die Potenziale für mehr nachwachsende Rohstoffe endlich heben, in Deutschland und weltweit. Denn nur dann können wir auf den Wert von Holz, insbesondere in langlebigen Produkten wie Möbeln, Häusern und anderen Bauwerken als Kohlenstoffspeicher dauerhaft zurückgreifen”, betont Ohnesorge.

Öffentliches Rückkaufangebot für die Vorzugsaktien der Gesellschaft

Der Vorstand hat Freitag mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, von der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 19. Mai 2022 zum Erwerb eigener Aktien Gebrauch zu machen. Dazu wird allen Vorzugsaktionären ein freiwilliges öffentliches Kaufangebot unterbreitet, welches auf den Erwerb von insgesamt bis zu 454.010 Vorzugsaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von EUR 2,56 je Aktie (ISIN DE0007775231) beschränkt ist. Das Angebot bezieht sich nicht auf die Stammaktien der Gesellschaft (ISIN DE0007775207).

Mit vollständiger Annahme des Rückkaufangebots wäre die Höchstgrenze der Ermächtigung vom 19. Mai 2022 in Höhe von 10 Prozent des Grundkapitals erreicht. Der Angebotspreis beträgt EUR 25,00 je eingereichter Vorzugsaktie und liegt damit um 7,8 Prozent über dem maßgeblichen Schlusskurs an der Frankfurter Wertpapierbörse am 17. November 2022. Die Annahmefrist läuft von Freitag, dem 25. November 2022 um 0:00 Uhr bis Freitag, dem 16. Dezember 2022 um 12:00 Uhr (MEZ).

Die Angebotsunterlage wird auf der Internetseite der Gesellschaft unter https://www.westag.de/aktienrueckkauf sowie im Bundesanzeiger voraussichtlich am 24.11.2022 veröffentlicht.