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Autor: Möbelfertigung

RAL Monitoring erfolgreich bestanden

Die Gütegemeinschaft Schlösser und Beschläge erhielt von dem Deutschen Institut für Gütesicherung und Kennzeichnung (RAL) kürzlich eine neue Bestätigung, dass die Produktprüfungen und Verfahrensabläufe den strengen RAL-Vorgaben entsprechen.
„Wir freuen uns, dass wir mit dem bestandenen RAL Monitoring nun erneut die Bestätigung haben, ordnungsgemäß und unabhängig die Einhaltung der Qualitätsvorgaben unserer RAL-Richtlinien zu erfüllen“, so Stephan Schmidt, Geschäftsführer der Gütegemeinschaft Schlösser und Beschläge.

Somit ist die Gütegemeinschaft Schlösser und Beschläge als eine Organisation zur Durchführung und Überwachung der Gütesicherung auch weiterhin berechtigt, Herstellern von Produkten und Anbietern von Dienstleistungen aus dem Schloss- und Beschlagbereich das RAL Gütezeichen „RAL-GZ 607“ zu verleihen. Dieses garantiert dem Verbraucher qualitativ hochwertige Produkte und schafft so eine bessere Orientierung bei der Produktauswahl.

Die Gütezeichenbenutzer unterziehen sich freiwillig die in den Bestimmungen vorgeschriebenen Prüfungen und der Überwachung für das RAL Gütezeichen. So erfolgen regelmäßige Kontrollen durch neutrale, anerkannte Prüfstellen wie das Prüfinstitut Schlösser und Beschläge Velbert (PIV).

Mit dem RAL Gütezeichen Schlösser und Beschläge wurden bestimmte Qualitätsstandards festgelegt. Die Güte- und Prüfbestimmungen des RAL Gütezeichens sichern die Funktionstüchtigkeit, Zuverlässigkeit und Langlebigkeit der Produkte. „Das Gütezeichen garantiert, dass der Kunde qualitativ hochwertige Schlösser und Beschläge erhält“, erläutert Stephan Schmidt.

Die Gütegemeinschaft Schlösser und Beschläge verleiht Gütezeichen für Einsteck-, Rohrrahmenschlösser und Mehrfachverriegelungen („RAL-GZ 607/2“), Dreh- und Drehkippbeschläge („RAL-GZ 607/3“), Schutzbeschläge („RAL-GZ 607/6“), Tür- und Sicherheitstürbänder („RAL-GZ 607/8“), Fenstergriffe und Fenstergriffe mit Schutzwirkung („RAL-GZ 607/9“) sowie Oberlichtbeschläge („RAL-GZ 607/12“).

Pilotpartner für neue Raumplanungs-App

Jetzt zieht künstliche Intelligenz (KI) in die Raumplanung ein. Team 7 testet seit November in einem Pilotprojekt mit dem Salzburger DeepTech-Start-up Amrax die App „Metaroom Beta“, eine mehrfach patentierte digitale Komplettlösung in Echtzeit, die die Mitarbeiter in den Team 7-Filialen bei der Umsetzung ihrer Einrichtungsprojekte auf innovative Weise unterstützt.

Die App ermöglicht es, Kundenräume in wenigen Sekunden auf einem iPhone oder iPad zu digitalisieren. So können sich die Mitarbeiter auf das Wesentliche konzentrieren: die Gestaltung von Lebensräumen nach individuellen Kundenwünschen.

Dank der „Metaroom“ App können Team 7-Kunden und -Mitarbeiter ab sofort ihre Maßbänder, Zollstöcke und elektronischen Messgeräte zur Seite legen. Mühsame Raumvermessungen und Zahlenfehler beim Aufmaß gehören der Vergangenheit an, was den Zeitaufwand und die Fehlerquellen deutlich minimiert. In nur wenigen Sekunden kann mit der App ein ganzer Raum auf dem iPhone oder iPad gescannt und ein maßstabsgetreues 3D-Modell erstellt werden. Der digitale Zwilling enthält neben den Raummaßen, Fenstern, Türen und Möbeln auch wichtige Informationen zu den Farben und Texturen des gescannten Raumes.

„Metaroom“ by Amrax speichert das 3D-Modell mit Vorschau in der Bibliothek. Nachdem ein Raum gescannt wurde, kann dieser digitale Zwilling in gängigen CAD-Programmen geöffnet und direkt mit der Neugestaltung des Raumes begonnen werden. Sobald Team 7 ein Projekt fertiggestellt hat, kann es direkt in der App mit den Kunden geteilt und auf den Bildschirm gebracht werden. Anpassungswünsche lassen sich einfach und effizient umsetzen und dem Kunden schnell präsentieren. Das Ergebnis ist eine Win-Win-Situation: eine höhere Team 7-Kundenzufriedenheit durch den einfachen Workflow und eine Reduktion von Retouren oder Reklamationen.

„Die Digitalisierung ist ein wichtiger Trend, der unser Leben und Wirtschaften tagtäglich beeinflusst und verändert. Auch in der Möbelindustrie müssen wir die Automatisierung und Digitalisierung vorantreiben, um langfristig effizient und wettbewerbsfähig zu bleiben. Mit Amrax haben wir einen Partner gefunden, der uns als Pionier in ein neues Zeitalter der Möbelplanung führen wird“, so Georg Emprechtinger, Geschäftsführender Inhaber Team 7 und Obmann der Österreichischen Möbelindustrie.

Auch Martin Huber, CEO von Amrax, freut sich über Team 7 als Partner. „Wir forschen und entwickeln im Bereich der Digitalisierung und Gestaltung von Räumen für die Einrichtungsbranche. Dabei nutzen wir mobile Geräte wie Smartphones und entwickeln Methoden der künstlichen Intelligenz, insbesondere des maschinellen Sehens. Unsere Entwicklungsergebnisse für digitales Raumverständnis, gekoppelt mit künstlicher Intelligenz, ermöglichen neue Interaktionen und zusätzliche Touchpoints mit Kunden. Wir freuen uns, mit Team 7 einen ersten Pilotkunden und einen nachhaltigen, innovativen Partner für den kollaborativen Austausch gefunden zu haben. Durch die hohe Qualität unserer Zusammenarbeit schaffen wir attraktive Lösungen und das Know-how der Zukunft.“

Big three der Digitalisierung beim „IWOfurn Summit“

In knapp zwei Wochen ist es wieder so weit: Der „IWOfurn Summit“ wird am 29. und 30. November wieder zum wichtigen Dreh- und Angelpunkt in der Möbel- und Einrichtungsbranche. Unter dem Motto „Big Three der Digitalisierung“ trifft man sich auch in diesem Jahr wieder im bauwerk in Köln.

Es werden Entscheider aus Industrie, Handel und Logistik zusammengeführt und die IWOfurn schafft – wie auch in Jahren zuvor – einen attraktiven Raum zum gemeinsamen netzwerken, weiterdenken und voneinander lernen. Aufgeteilt in drei große Themenblöcke können sich die Besucher am 30.11.2022 auf folgende Inhalte freuen:

Prozessexzellenz: Von Konzepten und Herausforderungen aus der Praxis lernen!

In diesem Themenblock werden von unterschiedlichen Sprechern Erfahrungen aus der Praxis mit den Besuchern geteilt. Sie erfahren alles über die komplexen Anforderungen der Prozessdigitalisierung aus Sicht eines Möbelherstellers und hören spannende Vorträge über die Bedeutung des Onboardings von Lieferanten, Produkten und die Organisation der Endkundenlogistik. Auch B2C-Logistiklösungen für den reibungslosen Waren- und Datenstrom werden thematisiert.

Big Data & KI: Daten intelligent und gewinnbringend nutzen!

Der IWOfurn Summit schafft eine wichtige Grundlage, da Big Data und KI die Teilnehmer für die Zukunft bereit machen. Wertvolle Impulse zeigen, wie digitale Branchenkennzahlen und Unternehmensdaten die strategischen Entscheidungen von Unternehmen beeinflussen werden. Neue Innovationen für den kollaborativen Austausch von Feedbackdaten durch das vom BMBF unterstützte Projekt „furnFUSION“ und wie Daten zur datengesteuerten Entscheidungsfindung verknüpft werden können, runden diesen Themenblock ab. Weiter wurden auf Basis von realen Transaktionsdaten der Möbelbranche verschiedene KI-Ansätze für den Praxiseinsatz von künstlicher Intelligenz analysiert. Hier werden der Branche auf dem Summit erstmals konkrete Ergebnisse vorgestellt.

Zukunftswissen: Mit gemeinsamem Know-how die Digitalisierung von morgen meistern!

Die Besucher erfahren, wie mit dem richtigen Know-how die Digitalisierung von morgen – auch im Umfeld Circular Economy – umgesetzt und wie der DCC-Digitalindex als Basis für eine Standortbestimmung in Unternehmen genutzt werden kann. Um das Wissen im Bereich der Digitalisierung allgemein zu erweitern, lernen sie in diesem Block auch die Wissensplattform Moebel Digit@l näher kennen, eine Initiative, die alle Branchenbeteiligten auf dem Digitalisierungsweg unterstützend begleitet.

Zur Einstimmung auf den ereignisreichen Haupt-Veranstaltungstag beginnt die Abendveranstaltung des IWOfurn Summit am 29.11.22 mit dem Keynote-Speaker Bernd Werner und dem spannenden Thema: „Dem Kunden in den Kopf geschaut“ – Ein neuro-psychologischer Blick auf Zielgruppen und das Thema „Einrichten“. In gemütlicher Atmosphäre mit Live-Musik, kulinarischen Verführungen sowie der Möglichkeit zum netzwerken, lässt man gemeinsam den Abend ausklingen, bevor es dann am nächsten Tag wieder mit einem gemeinsamen Frühstück beginnt.

Analyse der konjunkturellen Lage bei Konferenz in Velbert

Am 9. November 2022 trafen sich rund 70 Vertreter der Schloss- und Beschlagindustrie sowie des Baubeschlagfachhandels zur 61. Ständigen Konferenz in Velbert, wo sie von Martin Meesenburg, Sprecher des Arbeitskreises Baubeschlag im ZHH, und dem FVSB-Vorsitzende Karl Kristian Woelm die Teilnehmer begrüßt wurden. Turnusgemäß organisierte in diesem Jahr der Fachverband Schloss- und Beschlagindustrie (FVSB) wieder die Konferenz.

Rückblickend wurde festgehalten, dass die Branche recht robust durch die Pandemie gekommen ist und dass das vergangene Jahr als Boomphase bezeichnet werden konnte. Allerdings sind die Auftragseingänge in Summe wieder rückläufig, Produktsortimente und Regionen zeichnen dabei ein uneinheitliches Bild. Viele Teilnehmer sind direkt durch den Ukrainekrieg betroffen, indirekt haben sich aber die Rahmenbedingungen für alle verschlechtert. Unternehmer hoffen insbesondere bei der Energieproblematik auf konkrete Maßnahmen seitens der Regierung. Einschränkungen der Bautätigkeit aufgrund steigender Zinsen oder Anforderungen aus der Kreislaufwirtschaft werden die Branche zukünftig noch stärker beschäftigen. Der FVSB-Vorsitzende sah keinen Grund, alles zu pessimistisch zu sehen, ergänzte aber: „Es wird schwieriger, optimistisch zu sein!“

Wirtschaftlich ist der Handel mit dem bisherigen Jahresverlauf sehr zufrieden, aber Abwärtstendenzen sind bereits sichtbar. „Es kann nicht auf allen Decks weitergefeiert werden, sondern es ist an der Zeit, den Kurs zu überprüfen und geeignete Maßnahmen zu ergreifen“, so Hobbsegeler Martin Meesenburg. Es sei zu analysieren, ob der bereits zu registrierende Mengenrückgang tatsächlich nur einen geringeren Bedarf widerspiegelt, oder ob sich zusätzlich auch Vertriebswege im Baubeschlagsbereich ändern.

Dorentina Kodralija ist seit September Geschäftsführerin des AKB im Zentralverband Hartwarenhandel (ZHH) und nahm erstmalig an der Ständigen Konferenz teil. Sie zeichnete ein positives Stimmungsbild des Baubeschlagfachhandels auf, insbesondere im Fensterbereich. Aufgrund von Preissteigerungen wird für das nächste Jahr mit weiteren Umsatzsteigerungen gerechnet, der Mengenabsatz dürfte zurückgehen. Chancen werden im Renovierungsmarkt und den noch gut gefüllten Auftragsbüchern der Kunden gesehen. Aber auch die Herausforderungen für die Zukunft wurden benannt. Kostensteigerungen in vielen Unternehmensbereichen werden einem stagnierenden oder gar rückläufigen Markt gegenüberstehen. Zentrale Aufgabe wird die Reduktion des Fachkräftemangels bleiben.

Holger Koch, stellvertretender Geschäftsführer des FVSB, wies auf die immer rascher zu revidierenden Konjunkturprognosen hin. Die gesamtwirtschaftlichen Geschäftserwartungen fallen derzeit schneller als die Lagebeurteilungen. Auch die Baubranche wird zunehmend pessimistischer. Rückläufige Baugenehmigungen, rasant steigende Häuserpreise bei explodierenden Hypothekenzinsen sorgen für ein Einbrechen bei der Vergabe neuer Immobilienkredite. Die monatliche Produktion von Baubeschlägen entfernt sich zusehends von ihren Höchstwerten im Frühjahr. Die jüngst von Heinze aktualisierten Fenster- und Außentürenstudien sehen für 2023 ein Rückgang des Marktvolumens um jeweils circa ein Prozent voraus. Die Zuwächse im Renovierungssektor können demnach den schwächelnden Neubau nicht vollständig kompensieren.

Auch wenn es durch steigende Energiepreise und dem politischen Willen zur Klimaneutralität noch stärkere Impulse zur Renovierung geben sollte, rechneten die anwesenden Händler und Hersteller mit größeren Rückgängen als prognostiziert. In einer spontanen Umfrage ging die deutliche Mehrheit der Teilnehmer von einem mengenmäßigen Rückgang zwischen fünf und zehn Prozent im Fenster- und Außentürenmarkt aus.

FVSB-Geschäftsführer Stephan Schmidt berichtete von der Veröffentlichung des Entwurfes der der neuen EU-Bauproduktenverordnung (Construction Products Regulation, CPR) und den möglichen Auswirkungen auf die CE-Kennzeichnung. Der Entwurf wurde trotz zahlreicher Anmerkungen des Juristischen Dienstes der EU im Frühjahr veröffentlicht. Nur im Falle erheblicher Einwände dürfte noch eine Überarbeitung vorgenommen werden. Es ist daher damit zu rechnen, dass nach Zustimmung von Rat und Parlament die CPR bald in Kraft tritt, aber erst 2045 in allen Punkten umgesetzt sein wird. Insbesondere der Anwendungsbereich sowie zahlreiche Begriffsbestimmungen wurden als zu unpräzise kritisiert. Zudem wurde bemängelt, dass politische Ziele wie beispielsweise Umweltauflagen in die CPR aufgenommen wurden, die weit über den Bereich der Normung hinausgehen. Hürden und Lasten für Unternehmen dürften somit weiter steigen.

Abgerundet wurde das Tagungsprogramm durch zwei Gastvorträge: Matthias Strauß, Exhibition Director „Bau“ der Messe München GmbH, berichtete über das Event und die Herausforderung Klimawandel, Digitale Transformation, Zukunft des Wohnens sowie Ressourcen und Recycling. Jörg Scheyhing, Geschäftsführer ECG Energie Consulting GmbH, referierte über das Thema „Ungewisse Energie – Unsicherheit und Preisexplosion“.

Matthias Strauß berichtete nach dem Totalausfall 2021 von einem durcheinandergewirbelten Messejahr 2022, die Rückkehr in gewohntes Fahrwasser sei aber absehbar. Für die „Bau“ 2023 bis Ende September bereits 1.467 Aussteller auf rund 112 Tausend m² Ausstellungsfläche registriert. Als Leitthemen wurden der Klimawandel, die Digitale Transformation, Ressourcen und Recycling sowie die Zukunft des Wohnens identifiziert. Ein umfangreiches Rahmenprogramm mit neuem Innovation Hub soll auch die Besucher wieder anlocken. Über mögliche Besucherzahlen wolle die Messe zu diesem Zeitpunkt keine Aussagen tätigen, namhafte Stammaussteller haben die Messlatte mit 200.000 erhofften Besuchern aber wieder recht hochgelegt.

Jörg Scheyhing informierte die Teilnehmer über die Preisentwicklung und Preiszusammensetzung bei den unterschiedlichsten Energieträgern. Es wurden Beschaffungsmodelle vorgestellt, die die durch den Ukrainekrieg ausgelösten Turbulenzen etwas glätten könnten. Abschließend erläuterte Scheyhing den aktuellen Diskussionsstand bei den geplanten Maßnahmen des Bundes. Eine Einigung beim Gas- und Strompreisdeckel sei in Kürze zu erwarten. Trotzdem sollten Einsparpotenziale beim Energieverbrauch und der Selbsterzeugung nicht aus dem Blick verloren werden.

 

Übernimmt den kroatischen Möbelhersteller Spin Valis

Pervanovo, die Muttergesellschaft von Bjelin industries in Kroatien und der Välinge-Gruppe in Schweden, hat über ihre Tochtergesellschaft Välinge Croatia eine Vereinbarung zum Erwerb von 85 % der Anteile an dem kroatischen Möbelunternehmen Spin Valis unterzeichnet. Es ist beabsichtigt, 100 % der Anteile zu erwerben. Die Übernahme bedeutet, dass die Produktion und Vermarktung von Möbeln mit der Klick-Technologie von Välinge in großem Maßstab schneller als ursprünglich geplant erfolgen kann und die Verfügbarkeit von Eichenmaterial erhöht wird. Die Übernahme muss noch von den Kartellbehörden genehmigt werden. Spin Valis wird in Bjelin Spinvalis umbenannt.

Spin Valis ist einer der größten kroatischen Hersteller von massiven Eichenmöbeln. Die Produktion umfasst auch Elemente, verleimte Massivholzplatten und Elektrizität auf der Basis von Bioenergie und Solarzellen. Spin Valis in Požega, Kroatien, hat 420 Mitarbeiter.

„Wir freuen uns, dass wir nun unsere fünfte Akquisition in Kroatien abgeschlossen haben. An allen Produktionsstandorten wurden umfangreiche Investitionen in neue Technologien, Gebäude und Maschinen getätigt. Mit unserem neuen Werk in Ogulin, wo wir die größte Fabrik für Holzfußböden in Europa bauen, wird unsere kroatische Unternehmensgruppe sehr effizient und wettbewerbsfähig sein, insbesondere bei Produkten auf Eichenbasis. Spin Valis und alle unsere anderen kroatischen Unternehmen sind sehr profitabel. Die Übernahme von Spin Valis wird unseren Umsatz in Kroatien um 30 Mio. Euro auf 170 Mio. Euro erhöhen, und unser Betriebsergebnis wird 2022 über 40 Mio. Euro liegen. Wir haben die Absicht, Spin Valis als Premium-Möbelhersteller weiterzuentwickeln und zusammen mit unserer Möbelproduktion in Bjelin Spacva zu einem der führenden Möbelhersteller in Europa in unserem Bereich zu werden“, sagt Darko Pervan, Eigentümer und CEO von Pervanovo Invest AB.

„Unser Ziel ist es, unsere patentierten Technologien durch unsere eigene Produktion und unseren eigenen Vertrieb zu vermarkten. Wir glauben, dass wir die Möbelproduktion des Unternehmens Spin Valis durch die Implementierung der Klick-Möbel-Technologie von Välinge erheblich erweitern können. Darüber hinaus werden wir unsere ,Woodura‘-Technologie für gehärtetes Holz auch in der Möbelproduktion einsetzen. Wir glauben, dass unser internationales Verkaufspersonal und unser Online-Verkauf in hohem Maße zum Wachstum der Spin Valis-Möbelverkäufe beitragen können. Neben der neuen Produktion von Hochleistungsböden auf Basis der Woodura-Technologie in Ogulin planen wir Investitionen in eine neue Kernmaterialfabrik, die unsere zukünftige Produktion von Böden und Möbeln noch integrierter und kosteneffizienter machen wird“, sagte Niclas Håkansson, CEO von Välinge.

„Mit der Übernahme von Spin Valis werden wir unsere Produktion und unseren Umsatz erheblich steigern, und die Zahl der Beschäftigten wird auf insgesamt 2 200 steigen. Unsere Investitionen in Kroatien haben bisher Hunderte von neuen Arbeitsplätzen geschaffen, und alle unsere Anlagen sind sehr modern und effizient. Die Koordinierung von Produktion und Vertrieb wird die Rentabilität erheblich steigern, insbesondere bei Eichenprodukten wie Massivmöbeln, Dreischichtparkett, Lamellen, Furnieren, Elementen und verleimten Platten, aber auch bei Pellets und Briketts für Bioenergie. Wir haben bereits eine starke Position auf dem europäischen Markt für Eichenprodukte, die sich noch weiter verstärken wird, wenn unsere neuen Investitionen in die Produktion von Holzböden mit ,Woodura‘-Belägen und in neue Furnierproduktionskapazitäten in Bjelin Spačva und Bjelin Otok in den Jahren 2023 und 2024 in Betrieb gehen. Es ist auch wichtig darauf hinzuweisen, dass wir mit der Übernahme von Spin Valis stark in die Produktion von Ökostrom und Wärmeenergie einsteigen, was weiter zur Nachhaltigkeit unserer Produkte beitragen wird“, sagt Stjepan Vojinić, CEO von Bjelin Industries.

Auch die Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates von Spin Valis sind mit dem Ergebnis des Prozesses äußerst zufrieden.

„Wir können mit Freude sagen, dass das Hauptziel des Prozesses unseres Ausstiegs aus dem Eigentum erreicht wurde. Wir übergeben Spin Valis an einen erfahrenen und innovativen neuen Eigentümer, der über 3.000 Patente besitzt und für seine hervorragende Einstellung zu den Mitarbeitern bekannt ist. Ich wünsche allen viel Glück und bin mir des langfristigen Erfolgs dieses Unternehmens sicher“, sagt der Vorsitzende des Aufsichtsrats von Spin Valis, Vinko Pisarović.

Eröffnung des „Haus des Holzes“ in Berlin steht kurz bevor

Die Holzwirtschaft hat in Berlin-Mitte ein neues, verbandsübergreifendes Zentrum ins Leben gerufen: Das frisch renovierte „Haus des Holzes“ befindet sich in der Chausseestraße 99 im Regierungsviertel der Hauptstadt. Im Rahmen der Mitgliederversammlungen des Deutschen Holzwirtschaftsrates (DHWR) und des Hauptverbandes der Deutschen Holzindustrie (HDH), die am 24. November stattfinden, wird die gemeinsame Interessenvertretung feierlich eröffnet.

Unter dem Motto „Vernetztes Arbeiten beginnt hier“ bündelt das Haus des Holzes Wissen, findet Synergien und fördert Kooperationen, die über die sieben Gesellschafter hinausgehen. Diese sind DHWR und HDH, die Arbeitsgemeinschaft Rohholz (agr), der Bundesverband Deutscher Fertigbau (BDF), der Deutsche Holzfertigbau-Verband (DHV), die Deutsche Säge- und Holzindustrie (DeSH) und der Verband der Deutschen Möbelindustrie (VDM). Neben Mitarbeitenden dieser und weiterer Verbände und Institutionen, sind im Haus des Holzes auch Expertinnen und Experten von Unternehmen der Branche anzutreffen. Geschäftsführer der „Haus des Holzes – Gesellschaft zur Förderung der Holzwirtschaft GmbH“ sind Lars Schmidt (DeSH) und Jan Kurth (VDM).

Das Haus des Holzes erstreckt sich im Gebäudekomplex Chausseestraße 99 über zwei Etagen. Unterschiedlichste Materialien aus der Holzwirtschaft – und vor allem unterschiedliche Holzarten fanden bei der Einrichtung und dem Innenausbau Verwendung, der Strom kommt aus erneuerbaren Energien. Im Erdgeschoss finden Besucher das „Woodlab I“, den größten der drei Besprechungsräume. Im ersten Obergeschoss warten ein großer Open-Space-Bereich mit Schreibtischarbeitsplätzen und Fensterarbeitsplätzen, vier Private-Space-Schreibtisch-Boxen sowie die „Woodlabs II“ und „III“.

Mehr über die Buchungsmöglichkeiten von Arbeitsplätzen und Besprechungsräumen bis hin zur Kaffeeflatrate und Geschäftsadresse im „Haus des Holzes“ gibt es online unter haus-des-holzes.berlin, per E-Mail an info@haus-des-holzes.berlin oder telefonisch unter 030/2061399-00.

Hohe Energiepreise, mehr Kurzarbeit und eine schwache Konsumstimmung – was antwortet die Politik?

Spannender Austausch in Berlin: Bei einem parlamentarischen Abend haben rund 30 Mitglieder der Verbände der deutschen Möbelindustrie in der vergangenen Woche mit den Bundestagsabgeordneten und Mitgliedern der Ausschüsse Wirtschaft, Finanzen und Umwelt, Dr. Sandra Detzer (Bündnis 90/Die Grünen), Reinhard Houben (FDP) und Dr. Klaus Wiener (CDU), über die drängendsten Themen der Branche diskutiert. Im Fokus der Veranstaltung in der Deutschen Parlamentarischen Gesellschaft standen die gestiegenen Strompreise, die rapide Zunahme der Kurzarbeit in der Möbelindustrie infolge der schwachen Konsumstimmung und der harte Wettbewerb um den Rohstoff Holz.

Elmar Duffner, Präsident des Verbands der Deutschen Möbelindustrie (VDM), und Verbandsgeschäftsführer Jan Kurth machten auf die Kostenbelastungen für die Möbelhersteller durch die gestiegenen Strompreise sowie auf die Sorgen um die Versorgungssicherheit aufmerksam. Er gehe nicht davon aus, dass Deutschland im bevorstehenden Winter in eine Strom- oder Gasversorgungslücke hineingeraten werde, sagte FDP-Abgeordneter Houben. Frankreich fahre derzeit seine Atomkraftwerke weiter hoch und in sechs Wochen werde das erste Flüssiggas-Terminal an der deutschen Küste eröffnet.

Dr. Klaus Wiener aus der CDU/CSU-Fraktion warnte vor einer längeren Phase mit konjunkturellen Schwierigkeiten und drohenden Wohlstandsverlusten. „Deutschland unternimmt momentan alle Anstrengungen, damit wir ausreichend Energie zur Verfügung haben.“ Allerdings werde der Ausbau der erneuerbaren Energien noch Zeit brauchen, unter anderem mangele es auch in diesem Bereich an Fachkräften.

Die Grünen-Abgeordnete Dr. Sandra Detzer verwies auf die starke Krisenreaktion der Ampelkoalition und den 200-Milliarden-Euro-Rettungsschirm der Bundesregierung. „Wir haben richtig Geld in die Hand genommen, damit auch die Unternehmen Ihres Verbands durch diese Krise kommen.“ Sie stellte fest, dass die Netzinfrastruktur derzeit oftmals noch nicht ausreiche. Dies habe zur Folge, dass Windkraft in Spitzenzeiten bisweilen nicht eingespeist werden könne. „Der Weg zur Klimaneutralität braucht noch viele Investitionen“, sagte Dr. Detzer.

VDM-Geschäftsführer Kurth wies darauf hin, dass Möbelhersteller bei dem Ausbau und der Nutzung von Photovoltaikanlagen häufig mit bürokratischen Hürden zu kämpfen hätten. Houben beteuerte, die Ampelkoalition sei entschlossen, solche bürokratischen Hemmnisse abzubauen.

In ihren ebenfalls in Berlin abgehaltenen Jahresversammlungen befassten sich die Mitglieder des VDM, des Verbands der Deutschen Polstermöbelindustrie (VdDP) und des Verbands der Deutschen Wohnmöbelindustrie (VdDW) unter anderem mit den verhaltenen Konjunkturaussichten. „Wir befinden uns auf dem Weg in eine Rezession“, stellte Thomas Hüne vom Bundesverband der Deutschen Industrie bei seinem Vortrag fest. So werde etwa die seit Pandemiebeginn bislang als Stabilisator wirkende – Baukonjunktur nun durch die stark gestiegenen Zinsen ausgebremst.

Darüber hinaus berichtete Bernd Sanden von der Koelnmesse über die Vorbereitungen für die „Imm Spring Edition“, die vom 4. bis 7. Juni 2023 in Köln stattfinden wird. In weiteren Referaten wurden unter anderem die Anforderungen im Zuge der Kreislaufwirtschaft, die Entwicklung der Auslandsmärkte und die internationalen Messeaktivitäten behandelt.

Egger

Großinvestition für Unterradlberg

Im Jahr 1970 wurde Unterradlberg als drittes Werk der Egger Gruppe eröffnet, 2000 komplett erneuert. Nun investiert Egger erneut 25 Millionen Euro in die Modernisierung seiner niederösterreichischen Produktionsstätte.

Seit jeher ist es Teil der Egger Strategie, die Unternehmensgruppe kontinuierlich weiter zu entwickeln. Mit 10.800 Mitarbeitern weltweit zählt das Familienunternehmen zu den führenden Holzwerkstoffherstellern. Nun tätigte Egger am niederösterreichischen Standort Unterradlberg umfangreiche Investitionen in die Modernisierung der gesamten Spanplattenproduktion. Bei einer sehr intensiven fünf-wöchigen Wartungs- und Umbau-Phase war die Expertise aller 400 Mitarbeiter sowie der Mitarbeiter aus Schwesterwerken der Egger Gruppe gefragt. Anfang November wurde das Werk neu in Betrieb genommen. Für das kommende Jahr ist zudem der Ausbau der nachhaltigen Energiegewinnung geplant. Insgesamt werden 25 Millionen Euro in den Standort Unterradlberg investiert.

Die Produktion von Spanplatten stand im Egger Werk im Oktober fünf Wochen lang still, um die geplanten Umbau- und Wartungsarbeiten der primären Anlagen zur Spanplattenproduktion effizient durchzuführen. Konkret wurden die Rohplattenpresse („Contiroll“ der Firma Siempelkamp) sowie die Beleimung (Firma IMAL) samt dazugehöriger Steuerung erneuert. Bis Anfang November wurde an deren Aufbau und Implementierung gearbeitet. Dabei wurde vor allem auf die interne Expertise der Egger Mitarbeiter gesetzt. Fast alle technischen Mitarbeiter des Standorts sowie auch Kollegen aus anderen Werken der internationalen Egger Gruppe führten die Wartungsarbeiten gemeinsam mit den Monteuren von Lieferanten durch. „Die Koordination von rund 300 zusätzlichen Kollegen von Schwester- und Montagefirmen war ein ziemlicher Kraftakt. Jeder einzelne hat großartige Arbeit geleistet und wir sind wirklich stolz auf den reibungslosen Ablauf der Umbau- und Wartungsarbeiten“, berichtet Instandhaltungs- und Projektleiter Thomas Pöll.

Mit der Investition in die neueste Analgentechnik kommt Egger seinem hohen Qualitätsanspruch nach, wie Martin Wurzl, Werksleiter Technik und Produktion, erklärt: „Die Erneuerung der Anlagen war nötig, um unsere Plattenproduktion fit für die Zukunft zu machen. Auf diese Weise werden wir für unsere Kunden auch künftig ein zuverlässiger Partner sein.“ Dabei wurde der Zeitpunkt strategisch gewählt. „Die Vorbereitungen zur Modernisierung und Wartung liefen schon seit vielen Monaten, die Planungen dazu – auch aufgrund von Verschiebungen während der Corona-Pandemie – schon einige Jahre. Es war aber ganz klar die richtige Entscheidung, mit der Modernisierung zu warten. So konnte Egger die hohe Nachfrage der Kunden in Zeiten der Hochkonjunktur gut bedienen“, erklärt Wurzl weiter.

Egger reagiert mit weiteren Investitionen auch auf die momentane Energieversorgungssituation. Es ist geplant, einen Wärmetauscher zu installieren, der mittels Dampf aus dem bestehenden Biomassekessel betrieben wird. Dieser neue Wärmetauscher wird künftig das Thermalöl erhitzen, das für den Betrieb der Rohplattenpresse und Beschichtungsanlagen benötigt wird – ein Prozess, der aktuell noch mittels eines Gaskessels vonstattengeht. Zurzeit laufen die Detailplanungen dazu, mit einem Teil der Einbindungsarbeiten wurde bereits begonnen. Ab der zweiten Hälfte 2023 wird ein nahezu erdgasfreier Betrieb des gesamten Standorts möglich sein.

Was die umweltfreundliche Produktion betrifft, gilt das Werk schon lange als Benchmark für die Industrie: „Wir sind stolz, unsere Energieversorgung mit unseren Biomassekraftwerken – eine der größten Anlagen Österreichs – sicherzustellen. Dafür verwerten wir Holzstaub aus der eigenen Produktion, Holzabfälle, biogene Produktionsreststoffe aus der Sägeindustrie sowie Waldhackgut aus dem Forst, die nicht mehr stofflich eingesetzt werden können. Wir versorgen nicht nur unsere eigene Produktion, sondern auch umliegende Unternehmen mit Ökostrom und Wärme“, sagt Martin Wurzl. Der Standort deckt bereits heute über 90 % seines gesamten Energiebedarfs mittels biogener Brennstoffe ab.

HDE

Positive Aussichten für das Weihnachtsgeschäft

Trotz historisch schwieriger Rahmenbedingungen im Einzelhandel rechnet der Handelsverband Deutschland (HDE) mit einem weitgehend stabilen Weihnachtsgeschäft. Für die letzten beiden Monate des Jahres geht der Verband von einem nominalen Umsatzplus von 5,4 Prozent aus. Preisbereinigt ergibt sich allerdings ein Minus von vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Erstmals wird auch der Online-Handel nach zwei starken Pandemiejahren einen realen Umsatzrückgang zu verzeichnen haben. Das Umsatzniveau bleibt hier aber deutlich über den Vorkrisenwerten.

Mit Blick auf die aktuelle Stimmung geben 70 Prozent der in einer aktuellen HDE-Umfrage befragten 500 Unternehmen an, mit einem im Vergleich zum Vorjahr schlechteren Weihnachtsgeschäft zu rechnen. Und auch auf der Kundenseite zeigte sich die Verbraucherstimmung im HDE-Konsumbarometer zuletzt nur geringfügig über dem Niveau des jüngsten Allzeittiefs. Gleichzeitig ergab eine repräsentative HDE-Umfrage unter mehr als 2.000 Personen, dass fast ein Fünftel der Befragten plant, mehr als 300 Euro für Weihnachtsgeschenke auszugeben – im Vergleich zum Vorjahr wollen insgesamt mehr als 40 Prozent die Höhe ihrer Ausgaben für Geschenke zum Jahresende stabil halten.

Der ARD-Deutschlandtrend in Zusammenarbeit mit Infratest Dimap kommt zu einem ähnlichen Ergebnis. Danach wollen 8 Prozent der befragten mehr Geld für Geschenke ausgeben als noch 2021, 54 Prozent genauso viel und nur 30 Prozent weniger. 6 Prozent kaufen gar keine Präsente.

Mit Blick auf diese Rahmenbedingungen prognostiziert der HDE für die letzten beiden Monate des Jahres einen Gesamtumsatz für den Einzelhandel von 120,3 Mr. Euro. Das entspricht im Vorjahresvergleich einem nominalen Plus von 5,4 Prozent und einem preisbereinigten Minus von vier Prozent. „Die Umsätze wachsen nur über die inflationsbedingt steigenden Preise. Für die Handelsunternehmen bleibt das eine schwierige Zeit“, sagt HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.

Für das Gesamtjahr 2022 geht der Handelsverband nun von einem nominalen Plus von 7,5 Prozent aus, real bedeutet das ein Minus von 0,1 Prozent. Nach zwei herausragend umsatzstarken Jahren findet dabei im Online-Handel eine deutliche Normalisierung statt. Erstmals wird dort im Vergleich zum Vorjahr ein Minus beim Umsatz stehen. Der HDE erwartet hier für November und Dezember ein nominales Plus von 1,4 Prozent, real ein Minus von 4,5 Prozent. Für das Gesamtjahr 2022 sinken die Onlineumsätze um nominal 2,3 Prozent, real um 7,2 Prozent.