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Autor: Möbelfertigung

Auftragseingang im Bauhauptgewerbe zurückgegangen

Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) ist der reale (preisbereinigte) Auftragseingang im Bauhauptgewerbe im September 2022 gegenüber August 2022 kalender- und saisonbereinigt um 3,6 Prozent gesunken. Im Vergleich zum Vorjahresmonat September 2021 fiel der reale, kalenderbereinigte Auftragseingang um 22,6 Prozent. Das war der stärkste Rückgang im Vorjahresvergleich seit Februar 2005. Allerdings hatte das Bauhauptgewerbe im September 2021 seinen bisherigen Höchststand erreicht. Aufgrund der deutlich gestiegenen Baupreise lag der nominale (nicht preisbereinigte) Auftragseingang im September 2022 mit einem Volumen von 8,2 Milliarden Euro lediglich 9,3 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

In den ersten neun Monaten des Jahres 2022 sanken die Auftragseingänge im Bauhauptgewerbe gegenüber dem Vorjahreszeitraum kalender- und preisbereinigt um 7,3 Prozent, während sie nominal um 7,8 Prozent stiegen.

Der reale Umsatz im Bauhauptgewerbe ist im September 2022 gegenüber dem Vorjahresmonat um 7,8 Prozent zurückgegangen. Der nominale Umsatz erhöhte sich aufgrund der stark gestiegenen Baupreise um 8,1 Prozent auf 10,0 Milliarden Euro.

In den ersten neun Monaten des Jahres 2022 sanken die Umsätze im Vergleich zum Vorjahreszeitraum real um 4,7 Prozent und stiegen nominal um 11,0 Prozent.

Die Zahl der im Bauhauptgewerbe tätigen Personen erhöhte sich im September 2022 gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,7 Prozent.

AMK

Delegationsreise in die USA vom 29. Januar bis 2. Februar

Wie funktioniert der Küchenmarkt in den USA? Welche Technologien sind gefragt, welche Trends geben aktuell die Richtung vor und welche Netzwerke sind wichtig? Kurz: Was müssen Unternehmen der deutschen Küchenindustrie beachten, um auf diesem lukrativen Markt tragfähige Exportstrukturen aufzubauen? Praxisnahe Antworten verspricht eine Delegationsreise der Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche e.V. (AMK). Stattfinden wird diese für Mitgliedsunternehmen der AMK vom 29. Januar bis 2. Februar 2023 im Rahmen der Küchen- und Badmesse „KBIS“ (Las Vegas). Anmeldungen sind ab sofort möglich.

Mit Unterstützung der Koelnmesse und gemeinsam mit den Veranstaltern der KBIS geht die AMK bereits zum dritten Mal auf praktische Erkundungstour durch das Küchenland USA. Schon in den Jahren 2020 und 2022 organisierten die Partner diese Möglichkeit für Interessierte aus Deutschland. In beiden Fällen waren die Erfahrungen derart positiv, dass es nun zu einer erneuten Exkursion kommt. Diese hat laut AMK-Geschäftsführer Volker Irle ein klares Ziel: „Nicht nur über den Markt reden, sondern ihn hautnah erleben, die Eigenarten und Unterschiede zu Deutschland verstehen lernen und wichtige Marktteilnehmer kennenlernen.“

So stehen unter anderem Treffen mit Designern, Influencern, Showroomgestaltern und Projektentwicklern auf dem 5-tägigen Reiseprogramm. Eingebettet ist dieses in das vielschichtige Messeprogramm der KBIS (The Kitchen & Bath Industry Show), die als Teil der „Design & Construction Week“ im jährlichen Wechsel in Orlando und Las Vegas stattfindet. Sie gilt als wichtigste nordamerikanische Branchenschau für Küche und Bad und damit als eine Art Eintrittspforte für exportorientierte Unternehmen aus Deutschland. Auf der KBIS 2023 (31. Januar bis 2. Februar in Las Vegas) nutzen dies mehr Unternehmen denn je. So präsentierten sich auf dem Gemeinschaftsstand „German Pavilion“ Ballerina-Küchen, Bauteam, Burnout Kitchen, Elektra, Häcker Küchen, Hettich, imos, in2aqua, Kesseböhmer, Kirchhoff (Schütte), Nobilia und Vauth-Sagel. Der Gemeinschaftsstand wird von der AMK in Zusammenarbeit mit dem VDM (Verband der Deutschen Möbelindustrie) und weiteren Partnern organisiert.

Der Küchenmarkt in den USA ist enorm groß und überdurchschnittlich kaufkräftig. Er gilt als einer der internationalen Wachstumsmärkte für Hersteller aus Deutschland. „Vor allem im hochwertigen Premiumsegment bietet er großes Potenzial“, berichtet Volker Irle. Einer offiziellen Statistik des US-amerikanischen Küchenverbands NKBA (National Kitchen + Bath Association) zufolge liegt der durchschnittliche Verkaufswert einer „Medium Size“-Küche bei 50.000 US-Dollar. Nur auf die Holzteile bezogen, Geräte gehen extra. In der Exportstatistik der deutschen Küchenmöbelindustrie liegt der US-Markt aktuell noch auf Rang neun. Mit Umsatzerlösen von rund 40 Millionen Euro (lt. Statistik 2021 des Verbands der Deutschen Küchenmöbelindustrie, VdDK). „Das Potenzial, das sich Unternehmen aus Deutschland in den USA bietet, ist also gigantisch“, fasst der AMK-Geschäftsführer die Möglichkeiten zusammen.

Vertreter und Vertreterinnen aus dem Kreis der AMK-Mitgliedsunternehmen können die Delegationsreise im Rahmen der KBIS für 990 Euro buchen. Gefördert wird dieser Preis vom Küchenverband NKBA, der auch Eigentümer der Messe KBIS ist. Allein die Ticketkosten für die geplanten Besuche der Messeveranstaltungen beliefen sich im Einzelerwerb auf rund 1.400 Euro.

Die Teilnehmerzahl der Delegationsreise ist limitiert. Deshalb zählt die Reihenfolge der Anmeldungen. Weitere Informationen zum Inhalt und zur Organisation sowie die Buchungsunterlagen erhalten Interessierte bei der AMK-Geschäftsstelle in Mannheim. Ansprechpartnerin ist Christine Bitz, Telefon 0621. 8506111, E-Mail: christine.bitz@amk.de.

Bilder vom zweiten Veranstaltungstag

Die fünfte Konferenz Effiziente Möbelfertigung in der Praxis“ ist bereits wieder „Geschichte“. Wir sind stolz auch auf den zweiten, sehr gelungenen Veranstaltungstag mit insgesamt zehn Vorträgen. Hier kommen weitere Bilder zur Veranstaltung.

Es ging los mit Dirk Fischer von König + Neurath AG. Automatisierung gestaltet sich in dem Unternehmen aufgrund der extremen Fertigungstiefe nicht ganz einfach. „Der Kern unserer Modernisierung war und ist die Mitarbeiterentwicklung.“

Thomas Albrecht vom Fraunhofer IML ist ein absoluter Experte in Sachen Fahrerlose Transportsysteme. „Ein gutes FTS zeichnet sich durch hohe Flexibilität und einfache Integration in bestehende Strukturen aus.“

André Eikenkötter berichtet über die Einführung eines neuen ERP-Systems bei der Rietberger Möbelwerke GmbH & Co. KG. „Jedes Digitalisierungsprojekt betrifft immer mehrere Abteilungen. Man sollte lieber gleich ganzheitlich denken, um problematische Schnittstellen zu vermeiden.“

Stefan Eisenkohl von Baumer Inspection GmbH erklärt die Benefits automatischer Inspektion an verschiedenen Stellen einer Möbelproduktion. „Nach der Kantenbearbeitung kann die automatische Inspektion zum Beispiel sehr objektiv die Qualität von Kantenband und Leim aufzeigen.“

Andreas Wagner, Inhaber von Rotpunkt Küchen GmbH berichtet, warum Automatisierung in Zeiten von Fachkräftemangel notwendig ist. „Rationalisierung bedeutet ja nicht zwingend Personalabbau sondern auch Entlastung für die Mitarbeitenden.“ Er empfiehlt, die Mitarbeiterbindung immer im Fokus zu halten. Vor allem im „Haifischbecken Küchenindustrie OWL“.

Olaf Sackers von Bürstner GmbH & Co. KG und Sebastian Marschner von der Biesse Group haben bei dem Caravan-Hersteller Bürstner auf wenig Raum eine effiziente Möbelteile-Produktion geschaffen. Dafür nutzt Bürstner unter anderem vier Nesting-Zellen „Rover B FT HD“ zum Einsatz. Know-how hierzu kam von auch von Marcel Hinger von Lignum Consulting GmbH.

Rolf Köppel von Zünd Systemtechnik AG erläutert die Vorteile von digitalen Einzellagencuttern im Textilzuschnitt. Nämlich die bessere Materialausnutzung und sehr geringes Fehlerrisiko. „In der weiteren Automatisierung des Handling Prozesses vor und nach dem Cutter gibt es noch einige wenige Schwierigkeiten, aber es werden gerade sehr interessante Möglichkeiten entwickelt, damit Stoffe besser von Robotern gegriffen werden können.“

Jonas Metzger und Christian Vollmer von SmartFactory-KL beziehungsweise Mittelstand-Digital sind sich sicher, dass Künstliche Intelligenz vermutlich nicht die Weltherrschaft übernimmt. Aber fast jedem Unternehmen helfen kann. „KI macht überall Sinn, wo Aufgaben relativ gleichbleibend sind und eine Datenbank zur Verfügung steht.“

Yannick Ryl von Würth Group kennt „Towio“, eine neue Digitalisierungsplattform für Handwerker, par excellence. Denn laut einer Studie von Lab4innovation aus dem Jahr 2020 brauchen 84 Prozent der Handwerker dabei Unterstützung, darum wurde Würth aktiv. „Unsere Cloud-Plattform ist modular aufgebaut. Jeder Kunde wählt genau die Bestandteile, die er braucht. Das funktioniert wie ein App-Shop.“

Den gelungenen Abschluss machte Gerold Ohlendorf von GOcon, bzw. Hesse GmbH & Co. KG und Windmöller GmbH. Er zeigte auf, dass Supply Chain Management vor allem eine Frage guter Partnerschaft ist. „In einer stabilen Lieferkette muss es jedem Glied gut gehen.“ Folgerichtig ist jedes Unternehmen auch in der Pflicht, sowohl seine Lieferanten als auch seine Kunden zu unterstützen.

Wir bedanken uns bei allen Referenten und Teilnehmern sowie natürlich den Sponsoren und Partnern Baumer Inspection GmbH, Biesse Group, Blum Group, Cyncly, Ferwood srl, Fives, Hecht Electronic AG, Hettich Group, HOMAG, L’ENGINEERS – Ingenieurbüro Lammers GmbH, die Scm Group und Välinge Innovation AB, interzum-cologne und LIGNA.

Jetzt schon vormerken: Am 22. und 23. November 2023 veranstalten wir die sechste Konferenz „Effiziente Möbelfertigung in der Praxis“.

HDH

Stärkt Hauptstadtvertretung und Facharbeit

Der Hauptverband der Deutschen Holzindustrie (HDH) hat seinen ersten Sitz künftig in Berlin. Das beschloss die Mitgliederversammlung gestern in Berlin einstimmig.  „Mit der entsprechenden Satzungsänderung stärken wir in politisch und ökonomisch bewegten Zeiten die Interessenvertretung für unsere nachhaltig wirtschaftende Branche. Parallel dazu intensivieren wir in Kooperation mit den Mitgliedern die fachliche Arbeit”, erklärt HDH-Präsident Johannes Schwörer.

Laut Beschluss der Mitgliederversammlung ist Berlin künftig der erste Sitz des HDH. Der bisherige Hauptsitz des HDH in Bad Honnef bleibt erhalten und nimmt für die Facharbeit des Dachverbandes seine unverändert starke Rolle ein. „In der Rhöndorfer Verbändegemeinschaft hat sich in Bad Honnef unsere langjährige Kooperation und der enge direkte Austausch mit den Mitgliedern hervorragend bewährt.  Gleichzeitig setzen wir durch die Verlegung unseres Hauptsitzes nach Berlin nicht nur ein Zeichen für eine verstärkte Präsenz im Regierungsviertel, sondern intensivieren in der Bürogemeinschaft in Berlin-Mitte auch das vernetzte Arbeiten mit den Mitgliedern und weiteren Akteuren aus der Holzwirtschaft”, erklärt Schwörer.

Die Mitgliederversammlung fand in einem Umfeld wachsender Unsicherheit für die Unternehmen der Holzindustrie statt. Sie sind mit stark gestiegenen Energiepreisen ebenso konfrontiert wie mit teilweise nach wie vor angespannten Lieferketten im internationalen Handel. In Deutschland und Europa wirken sich die steigenden Zinsen zunehmend auf das Geschäft u.a. im Bausektor aus.  „In einer Zeit großer Volatilität an den Rohstoff- und Geldmärkten muss die Bundesregierung alles tun, um weiterer Verunsicherung an den Märkten vorzubeugen. Das geht nur mit einem transparenten, proaktiven Krisenmanagement, das den Bedürfnissen des Mittelstandes Rechnung trägt und weitere Lasten für die Unternehmen vermeidet”, betont Schwörer. Kein Verständnis hat er daher für das sogenannte Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz, dessen Aussetzen der HDH gemeinsam mit weiteren namhaften Verbänden des Mittelstandes befürwortet. „Mit ihren in Deutschland verorteten Produktions- und Vertriebsstrukturen und ihrer starken Verwurzelung in regionalen Lieferketten leisten unsere Unternehmen schon heute tagtäglich Beiträge für eine nachhaltigere Zukunft – wenn man uns lässt”, unterstrich Schwörer in Berlin. Er verwies in diesem Zusammenhang auf die sehr zugkräftige Brancheninitiative Klimaschutz Holzindustrie, in der zahlreiche Unternehmen des Sektors mit seinen rund 200.000 Beschäftigten engagiert sind.

An die Mitgliederversammlung schloss sich die offizielle Eröffnung des Hauses des Holzes in der Chausseestraße 99 an, wo die gemeinsame Interessenvertretung der Verbände aus der Holzindustrie fortan angesiedelt ist. Der HDH will von hier aus die Arbeit der Bundesregierung konstruktiv begleiten, so bei der im Koalitionsvertrag angekündigten Holzbau-Initiative. „Gleichzeitig gilt es, heimische Rohstoffquellen für die Versorgung unserer Branche mit dem nachwachsenden Bau- und Werkstoff Holz zu sichern. Wer den Weihnachtsbaum im Wohnzimmer schätzt, sollte sich des Wertes von Nadelbaum und -holz auch an anderen Stellen bewusst sein. Weitere Nutzungsbeschränkungen im Wald, wie sie in Teilen der Regierung befürwortet werden, sind daher abzulehnen, weil sie nicht nur Ausbauziele, sondern auch konkret Jobs und Wertschöpfung in Deutschland gefährden”, unterstreicht Schwörer und betont: „Nur aktive Waldbewirtschaftung kann schnell bei den CO2-Reduzierungszielen helfen.“
 

Hat Insolvenz angemeldet

Die Küchenquelle GmbH ist insolvent. Viel mehr ist derzeit noch nicht zu erfahren. Der Antrag liegt dem Amtsgericht Nürnberg vor. Ein Insolvenzverwalter ist noch nicht bestimmt.. Zu den letzten Nachrichten gehört der (erneute) Personalwechsel an der Spitze, die Martin Vlcek als Managing Director sowie CEO der Home Furniture Group GmbH (HFG) und damit auch CEO von Küchenquelle und der Software-Schmiede Island Labs an der Seite von Mikhail Nikitin übernommen hat. Im März hatte Küchenquelle-Geschäftsführer Daniel Haberkorn seine Aufgaben auf eigenen Wunsch niedergelegt.

Markenzeichen von Küchenquelle ist neben dem Vertriebskonzept über direkte Beratung von Kund:innen zu Hause der Einsatz von Mixed Reality, womit das Unternehmen heute – nach langer Tradition im Versandhaus Quelle und späterer Fusion mit dem Onlinevermarkter Kiveda – zu den Top 10-Küchenhändlern gehört. Der Umsatz 2021 wurde mit 120 Mio. Euro angegeben. Seit April dieses Jahres ist Küchenquelle Mitglied im Alliance-Verband.

Erhält für „Corian“ prestigeträchtige Auszeichnung

Als erstes Produkt in der Kategorie der Mineralwerkstoffe erhielt „Corian Solid Surface“ vor kurzem die „Eurofins Indoor Air Comfort Gold“-Zertifizierung. Dies ist die klassenbeste Leistung bei der VOC-Testung (flüchtige organische Verbindungen) auf Ausgasungen, die von einer unabhängigen, in ganz Europa anerkannten Behörde ausgestellt wurde. Die „Eurofins Indoor Air Comfort Gold“-Zertifizierung kombiniert die strengsten europäischen Vorschriften und freiwillig festgelegte Leis-tungsstandards, die von VOC-Emissionszertifikaten abgedeckt werden.

Dabei belegt die Zertifizierung die vollständige Einhaltung der in den meisten europäischen Ländern geltenden Vorschriften für VOC-Emissionen. Darüber hinaus wird die Zertifizierung in Form eines einzigen Dokuments ausgestellt, das für das gesamte Angebot von „Corian Solid Surface“ gilt, was für Effizienz und Benutzerfreundlichkeit sorgt und von Qualitäts- und Dokumentenprüfern geschätzt wird, wie der Global Reporting Initiative, dem United Nations Global Compact und der ISO 26000.

Erschließung von Verwertungsmöglichkeiten für Kalamitätsholz

Im August startete das FNR-Verbundvorhaben „Stoffliche Verwertungsmöglichkeiten für stehend gelagertes Kalamitätsholz der Baumart Fichte in Abhängigkeit von Schadfortschritt und Holzqualität (NUKAFI)“. Hintergrund sind die massiven und weiter zunehmenden Waldschäden. Auf diese dramatische Entwicklung haben die Bundesministerien BMEL und BMUV mit dem Förderaufruf „Umgang mit Kalamitätsflächen und Kalamitätsholz“ (Förderrichtlinie „Waldklimafonds“) reagiert, in dessen Rahmen das von der Fachagentur Nachwachsende Rohstoffe e.V. (FNR) betreute Vorhaben läuft.

Das Verbundvorhaben wird durch fünf Forschungspartner mit jeweils spezifischen Aufgabenstellungen bearbeitet. Dazu gehören das Fraunhofer-Institut für Holzforschung (WKI) als Projektkoordinator, der Deutsche Säge- und Holzindustrie Bundesverband e. V. (DeSH), die Georg-August-Universität Göttingen, das Zentrum für Wald und Holzwirtschaft – Wald und Holz NRW sowie das Institut für Holztechnologie Dresden (IHD). Projektbegleitend beteiligt sind die Nationalparkverwaltung Harz, der Verband der Deutschen Holzwerkstoffindustrie e. V. (VHI), die Ante-Holz GmbH, die Egger Holzwerkstoffe Brilon GmbH & Co. KG., die Elka-Holzwerke GmbH, die Sonae Aurauco Deutschland GmbH, die Überwachungsgemeinschaft Konstruktionsvollholz e. V. und die Fiberboard GmbH.

Ziel ist es, die Veränderung der Holzqualität an durch Borkenkäferbefall geschädigten bzw. an abgestorbenen Fichten systematisch zu untersuchen, die nach Befall bzw. Absterben im Sinne einer „Stehendlagerung“ über eine bestimmte Zeit ungefällt im Wald verbleiben. Dabei soll geklärt werden, wie sich die Holzqualität in Abhängigkeit von der Lagerungsdauer und vom jeweiligen Standort verändert und wann eine Weiterverarbeitung für bestimmte Holzprodukte wie Brettsperrholz oder Holzwerkstoffe noch möglich ist. Zudem soll ein Leitfaden für Waldbesitzer und Holznutzer erstellt werden, mit dessen Hilfe eine produktspezifische Stehendsortierung von Kalamitätsfichten möglich ist und die Verwendungsmöglichkeiten des Holzes abgeschätzt werden können.

Aufgaben des IHD sind insbesondere die Bestimmung biotischer Schadorganismen sowie physikalisch-mechanische Untersuchungen an verklebten Vollholzprodukten.

Ansprechpartner im IHD ist Dr. rer. silv. Wolfram Scheiding, wolfram.scheiding@ihd-dresden.de

Mit neuem Logo unterwegs

Mit Beginn der „Orgatec“ 2022 präsentierte Palmberg, unter dem Motto „Aufbruch in neue Zeiten“ nicht nur neue Konzepte für die ideale Arbeitsumgebung von morgen, sondern auch ein neues Logo, das sowohl der Tradition des Unternehmens gerecht wird und gleichzeitig auch einen zeitgemäßen, zukunftsorientierten Eindruck vermittelt.

„Das bis dato verwendete Logo gibt es nun seit fast genau 20 Jahren. In dieser Zeit hat sich die Welt stark gewandelt und auch Palmberg entwickelt sich stetig weiter. Die Werte, die uns in der Vergangenheit und auch in Zukunft prägen, werden jeden Tag gelebt und mit dem neuen Logo noch stärker und klarer nach innen und außen repräsentiert. Qualität „Made in Germany“, Zuverlässigkeit und Innovationskraft gepaart mit nachhaltigem Handeln und sozialer Verantwortung bestimmen unsere Firmenphilosophie. Das neue Logo symbolisiert Palmberg als konstanten, verantwortungsvollen Partner in sich schnell verändernden und unruhigen Zeiten auf Jahre hinaus“, so Christoffer Süß, Palmberg -Marketingleiter.
Das neue Palmberg Logo ähnelt zwar in vielerlei Hinsicht dem bisherigen Logo, zeigt aber in vielen kleinen Details die Modernität der Marke, ohne dabei seine Wiedererkennbarkeit einzubüßen. Ein einfaches, aber aussagekräftiges Quadrat im neuen, modernen und frischen grün führt zukünftig den Schriftzug Palmberg an. In Verbindung mit einer moderneren Form und einer neuen Schriftart präsentiert das neue Logo mit klaren Linien den markanten und starken Charakter des Unternehmens. Bewusst verzichtet wurde beim neuen Logo auf den bisherigen Unterstrich, den Einschnitt im grünen Kasten und einen Claim. Das neue Markenzeichen ist zudem zukünftig auf Broschüren, Anzeigen, Werbemitteln oder digitalen Kommunikationsformen leichter abzubilden und signalisiert die Transformation, Entwicklung und Zukunftsfähigkeit der Marke Palmberg.

Die Präsentation des neuen Logos auf dem „Orgatec“-Stand in Köln und der Palmberg Website waren die ersten Schritte bei der Einführung des neuen Corporate Designs, welches in den kommenden Wochen und Monaten schrittweise in allen Bereichen vonstattengehen wird.

„Kontinuität und Wandel sind im neuen Palmberg Logo vereint. Das macht es für uns auch möglich, die Einführung wirtschaftlich sinnvoll und ohne festen Stichtag über einen längeren Zeitraum für alle Bereiche zu gestalten“, erklärt Christoffer Süß den Ablauf der Logo-Einführung.

Die Geometrie der Natur ist ein Kreis

In Kreisläufen denken. Lineares in zirkuläre Strukturen bringen und neue Wege gestalten, die weit über die Herstellung eines Produktes hinausgehen. Ökonomisch, ökologisch und auch im sozial-kulturellen Selbstverständnis. Darum geht es Team 7 aus Österreich. Der Naturholzmöbelhersteller für maßgefertigte Premiummöbel gilt seit den 80er-Jahren als Öko-Pionier und arbeitet permanent an seiner Nachhaltigkeits-Performance.

„Der Nachhaltigkeitsgedanke bestimmt bei allen Aktivitäten unser Handeln und unser Denken“, erklärt Inhaber und Geschäftsführer Dr. Georg Emprechtinger. Und geht noch einen entscheidenden Schritt weiter. „Wir möchten die Welt mit unseren Möbeln ein wenig besser machen und Verantwortung für die nachkommenden Generationen übernehmen.“ Denn zeitgemäßes Design denkt das Produkt als Ganzes. Vom Anfang bis zum Ende der Wertschöpfungskette, die Team 7 in jedem Schritt kontrolliert. Das beginnt bereits bei der Gestaltung, Entwicklung und Herstellung: Erst wenn sich das Prinzip der Nachhaltigkeit über den gesamten Lebenszyklus eines Möbelstücks zieht, sind die hohen Anforderungen von Team 7 erfüllt. Vom Design über die Fertigung bis hin zur Nutzung und Wiedereingliederung in den Naturkreislauf – streng nach dem Cradle-to-Cradle-Prinzip. Schon bei der Planung eines neuen Produkts haben die Entwickler im Blick, wie es später wieder in den Naturkreislauf zurückgeführt werden kann. Durch ihr zeitloses Design sowie die hohe Qualität und Funktionalität sind die Möbel äußerst langlebig. Darüber hinaus binden sie dauerhaft, über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg, den Kohlenstoff, der der Atmosphäre während des Holzwachstums entzogen wurde, und tragen so zu einem nachhaltigen Konsum bei.

„Wir liefern alles aus einer Hand: vom Baum bis zum fertigen Möbel“, so Emprechtinger. Dafür mobilisiert Team 7 die gesamte Wertschöpfungskette aus eigener Kraft. Zwei Möbelwerke, ein Plattenwerk sowie ein Sägewerk gehören zum Betrieb. Darüber hinaus bewirtschaftet das Unternehmen einen eigenen 77 ha großen Wald und weiß die Kostbarkeit des Holzes zu schätzen. Sämtliche europäischen Laubbäume, aus denen die Team 7 Möbel gefertigt sind, wachsen in nachhaltiger Forstwirtschaft und bekommen die Zeit, die sie brauchen. So kann der Naturholzspezialist vom Baum über die Plattenherstellung bis hin zu den mit reinem Naturöl veredelten Oberflächen ökologisch einwandfreie Qualität garantieren. Gleichzeitig legt Team 7 höchsten Wert auf eine schonende und nachhaltige Herstellung in allen Produktionsschritten.

Als Belege für seine ökologische und faire Produktion trägt die erfolgreiche Öko-Marke das Österreichische Umweltzeichen und ist an den Produktionsstandorten nach ISO 9001, ISO 14001, ISO 50001 und ISO 45001 zertifiziert. Besonders stolz ist Team 7 auf das EMAS-Zeichen. Denn diese europaweite anspruchsvolle Zertifizierung für freiwilliges, systematisches Umweltmanagement unterstreicht das hohe ökologische Engagement der Manufaktur aus Österreich. Für seine nachhaltige Wirtschaftsweise und die verständliche und transparente Aufbereitung der umweltrelevanten Themen in der Umwelterklärung wurde Team 7 als Preisträger für den Umweltmanagement-Preis 2022 in der Kategorie „Beste EMAS Umwelterklärung“ ausgezeichnet.

Um auch zukünftig die größten Effizienzpotenziale generieren zu können, hat sich Team 7 außerdem dem „Klimapakt für die Möbelindustrie“ der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel (DGM) angeschlossen. Die Basis für den Klimapakt stellt der Corporate-Carbon-Footprint (CO2-Fußabdruck des Unternehmens) dar – je kleiner dieser ist, desto besser für die Umwelt. Dieser wurde gemeinsam mit einer professionellen Klimaschutzberatung* erstellt: Demnach emittierte die Team 7 Natürlich Wohnen GmbH inkl. der Vertriebsgesellschaften Team 7 Österreich GmbH und Team 7 Deutschland GmbH im Berichtsjahr 2021 insgesamt 2.274 Tonnen CO2e. Umgerechnet ergibt sich ein äußerst niedriger Wert von 3,36 Tonnen CO2e pro Mitarbeiter/-in. Da bei der Bilanz die wesentlichen Scope 3-Kategorien berücksichtigt wurden, können nun gezielt weitere wirksame Maßnahmen eingeleitet werden, um die internen Treibhausgasemissionen so weit wie möglich zu reduzieren.

Den Emissionen stehen bei Team 7 allerdings auch positive CO2-Effekte gegenüber. Die hochwertigen Naturholzmöbel stellen langfristige Kohlenstoffspeicher dar und speichern auf Basis der im Jahr 2021 ausgelieferten Möbel den Kohlenstoff aus 6.369 Tonnen CO2. In dem eigenen 77 ha umfassenden, nachhaltig bewirtschafteten Wald werden der Atmosphäre durch den jährliche Holznachwuchs ca. 1000 Tonnen CO2 entzogen. Weitere positive Effekte ergeben sich durch die klimaneutrale Wärmegewinnung mit Produktionsresten (Biomasse) und den Bezug von Öko-Strom an den Produktionsstandorten. Das belegt das große Engagement des Unternehmens, das bereits seit 12 Jahren konsequent daran arbeitet, die ökologischste und effizienteste Massivholzfertigung der Welt zu entwickeln – die „grüne Fabrik“.

Damit hat Team 7 die Weichen für die Zukunft gestellt: In den kommenden Jahren tätigt das Unternehmen mit 40 Mio. Euro die größte Investition in der Firmengeschichte. Sie umfasst neben dem Ausbau der grünen Fabrik unter anderem die neue Team 7 Welt am Standort Ried. Bei allen Investitionen stehen Nachhaltigkeit und Ökologie im Fokus: „Wir möchten mehr als nur Möbel bauen“, so Mitgeschäftsführer Hermann Pretzl. „Uns geht es darum, mit unseren nach Maß gefertigten Naturholzmöbeln zu überzeugen, Ökologie mit Ästhetik zu verbinden und den grünen Gedanken in die Welt zu tragen. Zudem ist es uns ein Anliegen, die heimischen Arbeitsplätze unserer exzellenten Fachkräfte zu erhalten und auszubauen.”

*Berichterstellung durch Focus Zukunft GmbH u. Co. KG in Kooperation mit der Gesellschaft für Klimaschutz für die Holzindustrie GmbH