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Autor: Möbelfertigung

Hervorragendes erstes Quartal für italienische Maschinen- und Anlagenbauer

Das erste Quartal 2022 verlief für die italienische Holz- und Möbeltechnikindustrie sehr positiv. Das geht aus der vierteljährlichen Acimall-Umfrage hervor. Nachdem die Unternehmen bereits 2021 außergewöhnlich erfolgreich gewesen sind (plus 36,9 Prozent gegenüber 2020 und 11,6 Prozent gegenüber 2019), scheint sich dieser Trend auch 2022 fortzusetzen.

Im Zeitraum Januar-März 2022 stiegen die Aufträge um 21,7 Prozent gegenüber dem gleichen Quartal 2021, was auf eine 35,1-prozentige Expansion im italienischen Inlandsmarkt und ein moderates Wachstum von 3,3 Prozent im Export zurückzuführen ist. Der Auftragsbestand liegt stabil bei sechs Monaten gesicherter Produktion (6,1 Monate im Zeitraum Oktober-Dezember 2021). Allerdings setzte sich auch der Trend zu steigenden Preisen fort. Diese zogen im ersten Quartal 2022 um 5,3 Prozent an.

„Wir zahlen einen hohen Preis für die schwierige Situation der Einkaufs- und Lieferketten“, so Luigi De Vito, Präsident von Acimall. „Das globale Wirtschafts- und Produktionssystem ist mit einer Situation konfrontiert, die sich durch den Krieg in Osteuropa und die anhaltende Unsicherheit über mögliche Pandemieentwicklungen in der zweiten Jahreshälfte noch verschärft hat. Im Moment ist es noch schwer zu sagen, wann wir zur Normalität zurückkehren werden.“

48 Prozent der Befragten gehen davon aus, dass sich der positive Trend in der Produktion fortsetzt (gegenüber 57 Prozent im Vorquartal); 52 Prozent erwarten eine wesentliche Stabilität (43 Prozent im Oktober – Dezember 2021). Die Beschäftigung nimmt laut 38 Prozent der Befragten zu (gegenüber 57 Prozent im Vorquartal), nach Ansicht von 62 Prozent bleibt sie stabil (43 Prozent im Oktober -Dezember 2021). Die Lagerbestände sind nach Angaben von 33 Prozent der Befragten stabil, für 48 Prozent steigen sie, für 19 Prozent sinken sie.

Allerdings sinkt der Optimismus: Auf den Auslandsmärkten erwarten 48 Prozent der Befragten eine Phase der Stabilität (gegenüber 76 Prozent im Vorquartal), 33 Prozent sehen eine weitere Expansion (gegenüber 24 Prozent), während 19 Prozent einen Rückgang befürchten. Der Inlandsmarkt wird  laut 43 Prozent der Befragten auf dem derzeitigen Niveau bleiben (gegenüber 66 Prozent in der vorherigen Umfrage), er wird nach Ansicht von 33 Prozent weiter wachsen (29 Prozent im letzten Quartal 2021), während 24 Prozent mit einem Rückgang rechnen (5 Prozent im Oktober – Dezember 2021).

Robert Habeck besuchte Messepräsentation

Bundesminister Robert Habeck hat das Dresdner Robotiksoftware-Unternehmen Wandelbots auf der Hannover Messe besucht. Bei einer Runde Tic-Tac-Toe gegen einen – dank eigens entwickelter Software – unschlagbaren Roboter, hat Wandelbots CEO Christian Pichnick Habeck die smarte Entwicklung dahinter vorgestellt.

Im Rahmen der Sonderpräsentation „Start – Move – Follow“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie präsentiert sich Wandelbots noch bis einschließlich 02.06.2022 auf der Hannover Messe (Halle 2, Stand C34). Dort stellt es sich mit einer Roboter-Applikation vor, gegen den Messebesucher das Spiel „Tic-Tac-Toe“, auch bekannt als „Drei gewinnt“, spielen können. Das Spiel beginnt, sobald die Kontrahenten das Spielfeld auf eine leere Postkarte zeichnen und den ersten Zug machen. Der Roboter reagiert darauf und macht den nächsten Zug. Der Ausgang des Spiels ist aber von vornherein klar: Der Roboter ist unbesiegbar.

„Unser Exponat zeigt spielerisch, dass mit der Wandelbots Technologie eine Vielzahl an Roboter-Applikationen realisiert werden können – sowohl einfache Roboter-Mensch-Spiele als auch und insbesondere Industrie-Applikationen, zum Beispiel zum Schweißen, Kleben, in der Materialbearbeitung oder in den Bereichen Inspektion und Qualitätssicherung”, sagt Christian Piechnick, Gründer und CEO von Wandelbots.

„CIFF“, „CIFM“ & „Interzum Guangzhou“

Verschoben auf den 26. bis 29. Juli

Nach der Ankündigung der Regierung von Guangzhou, dass alle Messen nach dem 11. März vorerst ausgesetzt werden sollen, haben die Organisatoren die beiden Veranstaltungen „China International Furniture Fair“ in Guangzhou („CIFF Guangzhou“) und die „China International Furniture Machinery & Furniture Raw Materials Fair“ 2022 („CIFM“/„Interzum Guangzhou“) auf einen späteren Zeitpunkt verschoben.

Nun steht fest: der neue Termin ist der 26. bis 29. Juli.

Konferenz zur Zukunft der Architektur in Kassel

Die internationale Architektur-Konferenz „Anders Bauen – Build Different“ in Kassel wagt am 16. und 17. Juni 2022 in Kassel einen ganzheitlichen Blick in die Zukunft des Bauens. Zirkuläres Wirtschaften, der Ruf nach Gemeinwohl, der Umgang mit der Klimakrise, das Aufkommen neuer Medien und die Digitalisierung: fast alle Domänen des Architekturgeschehens definieren sich neu. Wir werden anders bauen müssen. Aber wie sieht eine „andere“ Architekturproduktion aus? Welchen Modellen folgt sie? Und wie lassen sie sich vermitteln? 

Darüber diskutieren die Veranstalter vor der Eröffnung der Documenta Fifteen u. a. mit Anne Lacaton und Jean-Philippe Vassal (FR), Andreas Hofer (CH), raumlabor berlin (DE), Atelier Fala (PT), Bauhaus der Erde (DE), Lacol – arquitectura cooperativa (SP), Ruangrupa (ID) und Studierenden aus Kassel, Deutschland und ganz Europa. Am Donnerstagabend laden die Veranstalter zum gemeinsamen „Anders essen“ ein. 

Veranstaltet wird die Konferenz von Kvadrato, einem Kollektiv von Redakteuren der Publikationen Architectuul, Domus und Volume mit Unterstützung der Universität Kassel | Architektur, Landschaftsplanung, Stadtplanung. 

Die Konferenz ist von den Architektenkammern Berlin und Hessen, für die Teilnahme an beiden Tagen mit insgesamt zwölf Fortbildungspunkten anerkannt. Die Konferenzsprache ist Englisch.

Weitere Informationen, Programm, Anmeldung und Tickets unter kvadrato.org

Umsatzwachstum trotz Preissteigerung im Bauhauptgewerbe

Der reale (preisbereinigte) Auftragseingang im Bauhauptgewerbe ist nach Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im März 2022 gegenüber Februar 2022 kalender- und saisonbereinigt um 10,1 Prozent gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat März 2021 stieg der reale, kalenderbereinigte Auftragseingang um 16,8 Prozent. Nominal (nicht preisbereinigt) lag der Auftragseingang aufgrund der deutlich gestiegenen Baupreise mit einem Volumen von 10,6 Milliarden Euro 32,7 Prozent über dem Vorjahresniveau.

In den ersten drei Monaten diesen Jahres stiegen die Auftragseingänge gegenüber dem Vorjahreszeitraum real um 3,3 Prozent und nominal um 17,8 Prozent.

Der reale Umsatz im Bauhauptgewerbe ist im März 2022 gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,3 Prozent gestiegen. Der nominale Umsatz erhöhte sich aufgrund der stark gestiegenen Baupreise deutlich stärker, und zwar um 15,2 Prozent auf 8,6 Milliarden Euro.

In den ersten drei Monaten des Jahres 2022 stiegen die Umsätze im Vergleich zum Vorjahreszeitraum real um 5,6 Prozent und nominal um 19,7 Prozent. Die Zahl der im Bauhauptgewerbe tätigen Personen stieg im März 2022 gegenüber dem Vorjahresmonat um 2,1 Prozent.

Content-Angebot wächst kontinuierlich

Drei Monate nach dem offiziellen Start der Brancheninitiative zeigt sich, dass „Moebel Digital“ einen Bedarf in der Einrichtungsbranche deckt. Unter dem Dach der Initiative der Branchenverbände VDM (Verband der Deutschen Möbelindustrie), DCC (Daten Competence Center e.V.), BVDM (Handelsverband Möbel und Küchen) sowie ZGV e.V. (Der Mittelstandsverbund) und der IWOfurn Service GmbH wird der interdisziplinäre Austausch gefördert, um das digitale Know-how zu verbessern und gemeinsam zu lernen.

Dreh- und Angelpunkt der Initiative ist die Website www.moebeldigital.de, auf der das digitale Know-how in einer Art Branchen-Wikipedia gesammelt wird. Hier nimmt das Content-Angebot kontinuierlich zu. Seit dem Start sind wöchentlich neue Inhalte hinzugekommen – in Form von dauerhaft relevanten Expertenbeiträge und auch als Meldungen mit Aktualitätsbezug („News“-Rubrik).

Zudem ist die Initiative auch mit einer LinkedIn-Gruppe vertreten, die allen Interessierten unter https://www.linkedin.com/groups/9129197/ offensteht. Hier haben sich schon weit über 250 Interessierte angeschlossen.

Der Akademie-Bereich bietet darüber hinaus ein breit gefächertes Angebot interaktiver Formate: Bisher haben acht Webinare mit gezieltem Moebel-Digital-Bezug stattgefunden, vier externe Webinare mit relevanten Inhalten sind empfohlen worden. Bei allen Formaten geht es darum, Wissen und Know-how rund um die Digitalisierung zu vermitteln.

„Es freut uns, dass es uns gelingt das neutrale Content-Angebot von Moebel Digital laufend zu erweitern. Deshalb setzen wir alles daran, um in den kommenden Monaten noch mehr Öffentlichkeit für die Initiative herzustellen. Moebel Digital ist ein Know-how-Booster, von dem alle profitieren, die in der Einrichtungsbranche arbeiten. Deshalb rufen wir gern dazu auf, die Reichweite der Plattform für weitere Beiträge, Webinare, Seminare, Veranstaltungen zu nutzen“, sagt Sascha Tapken, verantwortlicher Redakteur von Moebel Digital.

Akademische Unterstützung bekommt die Initiative ab sofort von Prof. Dr. Nektarios Bakakis, der als wissenschaftlicher Berater für Moebel Digital zur Verfügung steht. Über seine Mitwirkung sagt der Dozent und Professor für Handelsmanagement der Hochschule Worms (University of Applied Sciences): „Der intensive Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis sichert den kontinuierlichen Strom innovativer Ideen und Ansätze in die Wirtschaft.“

Führungsebene ausgebaut

Vivonio verstärkt bei Maja Möbel die Geschäftsleitung und hat in der Gruppe die Position des Chief Procurement Officers neu geschaffen. Bei Maja Möbel ist seit heute Nicolas Kammerer als Geschäftsführer Technik an Bord. Kammerer hat nach seinem Studienabschluss als Diplom-Ingenieur Fachrichtung Maschinenbau einen Großteil seiner Karriere in Führungspositionen in der Automobilzulieferindustrie verbracht. Zuletzt arbeitete er sieben Jahre als Operations Director Deutschland und Osteuropa bei dem Büromöbelhersteller Haworth. Gemeinsam mit dem kaufmännischen Geschäftsführer Peter Völkner soll der Wachstumskurs weiter fortgesetzt werden. Der frühere Geschäftsführer Axel Brömstrup hatte das Unternehmen im Mai 2021 verlassen. „Mit Nicolas Kammerer konnten wir eine sehr erfahrene Führungspersönlichkeit für den weiteren Kapazitätsausbau in Kasendorf gewinnen“, so Elmar Duffner, CEO der Vivonio Furniture GmbH. „Gemeinsam mit Peter Völkner, der bei der Maja-Möbelwerk GmbH in Wittichenau ebenfalls als kaufmännischer Geschäftsführer fungiert, übernimmt nun Herr Kammerer die unternehmerische Verantwortung für eines unserer wachstumsstärksten Portfoliounternehmen.“

Einen Neuzugang gibt es ebenfalls bei der Vivonio Furniture Group zu vermelden. Bereits seit Februar 2022 verstärkt dort Oliver Hentze die Vivonio-Gruppe. Er besetzt die neu geschaffene Position des Chief Procurement Officers (CPO) und ist damit als Leiter des Einkaufs für die Entwicklung der Einkaufsstrategie und der Einkaufskoordination für alle Portfoliounternehmen verantwortlich. „Mit Herrn Hentze haben wir einen gestandenen Einkaufsmanager mit internationaler Erfahrung gewinnen können“, betont Duffner. „Wir sehen, dass ein unternehmensübergreifender Einkauf für die gesamte Vivonio Furniture Group bei den aktuellen wie auch zukünftigen Herausforderungen im Beschaffungsmarkt sehr viel Sinn macht.“ Oliver Hentze verfügt über langjährige Erfahrungen, u.a. bei Accenture und der Grohe AG.

Zusammenarbeit im IML Enterprise Lab

Im neu gegründeten Enterprise Lab wollen SSI Schäfer, einer der weltweit größten Anbieter von Intralogistiklösungen, und das Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML gemeinsam an Innovationen für die Zukunft der Logistik forschen. Denn die Logistik-Branche steht vor vielen Herausforderungen: Die Urbanisierung und der zunehmende Verkehr erschweren die Lieferungen in Innenstädten. Gleichzeitig bestellen immer mehr Menschen online Produkte, die anschließend möglichst schnell und bestenfalls nachhaltig geliefert werden sollen. Die Pandemie hat diese Entwicklung noch weiter verstärkt. Diese Megatrends erfordern nachhaltige technologisch innovative Lösungen für die Logistik.

SSI Schäfer ist nach Unternehmen wie der Kion Group, Keller & Kalmbach, der Commerzbank, der European Pallet Association e.V. (EPAL), der Deutschen Telekom, Dachser SE, der Rhenus SE & Co. KG, Boehringer-Ingelheim, der BMW Group, der DB Schenker AG, der Würth-Gruppe und der Sick AG bereits das 13. Unternehmen, das sich für diese innovative Form der gemeinsamen Forschung von Industrie und Wissenschaft entschieden hat.

„Wir freuen uns auf die intensive Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer IML und auch mit den anderen Enterprise Lab-Partnern“, so Steffen Bersch, CEO der SSI Schäfer Gruppe. „Wir sind überzeugt, dass uns die Kooperation mit den Experten neue Erkenntnisse und Impulse für zukünftige Innovationen in der Intralogistik liefern wird. Dieses zunächst für drei Jahre geschlossene Engagement startet am 1. Juni 2022 und ist Teil der globalen Technologieoffensive von SSI Schäfer.“

„Mit SSI Schäfer hat sich ein weiterer Big Player der Branche für ein Enterprise Lab am Fraunhofer IML entschieden“, ergänzt Prof. Michael ten Hompel, geschäftsführender Institutsleiter am Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML. „Dieses Kooperationsformat macht es möglich, uns gemeinsam mit unseren Partnern an die Spitze der Forschung zu setzen und das Disruptionspotenzial neuester technologischer Entwicklungen zu heben. Mit dem Start der Zusammenarbeit mit SSI Schäfer sind wir nun einen wichtigen Schritt gegangen, gemeinsam einen international sichtbaren Innovationsstandort für Künstliche Intelligenz und Industrie 4.0 in Dortmund aufzubauen.“

Das Format der Enterprise Labs entstand 2013 am Fraunhofer IML als neue Art der Zusammenarbeit zwischen Unternehmen, Forschung und Entwicklung. Die Labs sind das Ecosystem langfristiger und agiler Zusammenarbeit mit der Wirtschaft. Hierzu verabreden Unternehmen und das Fraunhofer IML eine mindestens dreijährige Kooperation in agilen Teams und mit flexiblen Forschungsschwerpunkten – häufig in Partnerschaft mit den assoziierten Lehrstühlen der TU Dortmund oder dem Fraunhofer-Institut für Software und Systemtechnik ISST. Für die gemischten Teams aus Unternehmen und den Fraunhofer-Forschenden stehen außerdem Coworking Spaces, professionelle Werkstätten, Labore und Versuchseinrichtungen in drei großen Hallen sowie im eigens 2016 eingerichteten Enterprise Lab Center am Fraunhofer IML zur Verfügung. Dort lassen sich auch Prototypen direkt vor Ort bauen und sogar in Kleinserien fertigen.

Das wird 2023 alles neu

Zeitenwende in Köln: Die „Imm Cologne“ steht im Zeichen des Wandels und öffnet ab 2023 mit überarbeiteter konzeptioneller Ausrichtung, neuen Formaten und Strukturen ihre Türen. So soll das Kölner Messegelände – mit einer der weltweit leistungsstärksten Möbelindustrien und in einem der attraktivsten Märkte Europas – wieder zur Bühne für Neuheiten, Innovationen und inspirierende Design- und Geschäftsideen werden, auf der sich die deutschen wie die internationalen Player, coole Start-ups und die exklusivsten Einrichtungsmarken dem Fachpublikum präsentieren. Dann aber noch vielseitiger, frischer und effizienter.

„Die Imm Cologne meldet sich im Januar stark zurück. Unsere Vorbereitungen laufen auf Hochtouren,“ sagt Matthias Pollmann, Geschäftsbereichsleiter Messemanagement der Koelnmesse. „Die Erwartungen im Markt an die Businessplattform der Interior Branche sind groß. Wir sind bereit, um dem Business neue Impulse zu geben und damit der Branche eine angemessene Bühne zu bereiten. Vor allem aber verspricht die Messe 2023 ein Fest des Wiedersehens, der neuen Begegnungen und des Neuanfangs zu werden,“ so der Bereichsleiter weiter.

Ziel der Neuausrichtung der „Imm Cologne“ ist es, im Sinne eines „Business Enabling“ einen Rahmen zu schaffen, der über die klassische Produktpräsentation der Aussteller hinausgeht, umso neues nachhaltiges Business aufbauen zu können. Wie beeinflussen Lieferengpässe, Logistik, Energie sowie ein verändertes Kaufverhalten durch Inflation und Wertewandel, insbesondere in Bezug auf Nachhaltigkeit den zukünftigen Geschäftserfolg. Welche Chancen bieten neue Geschäftsmodelle? „Durch inspirierende Talks, verschieden neue Formate zum Networken schaffen wir Möglichkeiten zum Business Enabling und zeigen so neue Perspektiven auf die drängendsten Fragen und Probleme, ganz im Sinne von up next Business“, erläutert Pollmann die neuen Möglichkeiten der „Imm Cologne“.

Darüber hinaus steht ein „Thought-Leadership“ als Zukunftsvision im Fokus der Neuausrichtung. Denn zukünftig wird es entscheidend sein, wirtschaftliche Ziele mit der gesellschaftlichen Verantwortung in Balance zu bringen. Das heißt, ein Branchentreff wie die „Imm Cologne“ muss mehr sein als eine reine Leistungsschau. Sie soll wichtige Themen wie Nachhaltigkeit, Mobilität und Digitalisierung aufnehmen, in den Vordergrund stellen und zur Diskussion einladen. „Viele der zentralen Fragestellungen, die uns alle betreffen, können und werden hier im Wettbewerb der Ideen und Innovationen neue Lösungen finden. Deshalb will die ,Imm cologne‘ an der Gestaltung der Zukunft einen immer aktiveren Part übernehmen, indem sie nicht nur die Plattform für die Diskurse stellt, sondern auch Themen aufwirft und neue Zusammenhänge bildet – zu anderen Industrien, Disziplinen, Dienstleistungen, Technologien, Thinktanks. Damit wandeln wir uns als Messegesellschaft immer mehr vom Content Mover zum Thought Leader“, erläutert Matthias Pollmann. „Das heißt wir positionieren uns als Vordenker der Branche und Unterstützer der Unternehmen bei der Bewältigung der komplexen Dynamik in der fluktuierenden Welt“.

Für die Messe sei es entscheidend, Content und Business in Balance zu bringen: auf der einen Seite die Förderung von Ordergeschäft, wirtschaftlicher Brancheninteressen und der Entstehung neuer Geschäftsmodelle; auf der anderen Seite die gesellschaftliche Verantwortung, die der Leitmesse „Imm Cologne“ und ihren Ausstellern zukommt, und der u.a. durch die Förderung des Branchendiskurses zu gesellschaftsrelevanten Themen Rechnung getragen wird. Das Konzept zum Umbau der Veranstaltung soll nachhaltig umgesetzt werden. Die Grundlagen hierzu werden schon im nächsten Jahr gelegt, indem in einem ersten Schritt in den Themenwelten von „Pure“ und „Home“ entsprechende Formate installiert werden.

„Die ,Imm Cologne‘ 2023 wird komplett anders aussehen!“, ergänzt Imm-Creative Director Dick Spierenburg. Denn die Messe wird sowohl konzeptionell neue Wege gehen, als auch ihr Layout verändern. „Am augenfälligsten für die Besucher der ,Imm Cologne‘ 2023 werden die Veränderungen in der Themenwelt Pure Atmospheres sein, die sich komplett neu präsentieren wird. Und es gibt vieles zu entdecken, weil die räumliche Verschiebung des Bereichs vom Osten nach Westen sowie die neue Halle 1 Chancen für neue Kontexte, neue Präsentationsmöglichkeiten und neue Ansätze mit sich bringen, um die Markenidentität von Ausstellern zu zeigen“, erläutert Spierenburg.

Größete Änderung: Das neue Messe-Layout sieht einen Umzug des „Pure“-Herzstücks „Pure Atmospheres“ aus der Halle 11 in die neue Halle 1 und die benachbarten Areale (4.2 und 5.2) vor, die als Brücke zum Boulevard fungieren. Die „Home“-Themenwelt „Home Scenes“ wandert in die 3-geschossige Halle 11 und schließt direkt an den Südeingang an. Damit bespielt „Pure“ überwiegend die westliche und „Home“ die östliche Achse des Messegeländes – getrennt und gleichzeitig verbunden durch die Nord-Süd-Achse des Boulevards. Im Norden schließen sich im „LivingKitchen“-Jahr 2023 die Themenwelten rund um Küche, Kochen und Genießen an (Hallen 7 und 8).

Im Messeschwerpunkt „Pure“ soll zudem noch mehr Vielfalt herrschen. Statt singulärer Highlight-Events wie „Das Haus“ werden mehr thematisch gebundene Event-Flächen und kuratierte Präsentationsformate auf der Fläche integriert. Neu sind etwa die „Spots“ – hier präsentieren die Messe oder einzelne Aussteller zu einem aktuellen Thema gestaltete Inszenierungen auf kreisrunder Fläche, die durch Standgestaltung und Gastronomie zum Verweilen, Austausch und Diskurs einladen. Als weiteres neues, von Kunstmessen inspiriertes Format soll „Pure Galleries“ eine Präsentationswelt für minimalistische, personalisierte Markenräume bieten.

Durch die überarbeitete Struktur sollen die Hallen kompakter und vielfältiger werden und eine höhere Durchmischung kleinerer, mittlerer und größerer Stände für einen frischeren Look und höhere Aufenthaltsqualität sorgen. Die Integration neuer Angebote zum Networking („Home“) und zur Inspiration („Pure“) über die gesamte Fläche steht dabei für ein zeitgemäßes Messeerlebnis: „Experience“ ist das dritte Element des Messekonzepts, das inspirierenden Content, Networking-Angebote, Socializing-Formate und Messearchitektur zum Erlebnis verbindet. „Unser Ziel ist es, unseren Ausstellern und Besuchern viele professionelle Kontakte zu vermitteln und neue Entwicklungen und relevante Themen erlebbar zu machen“, so Dick Spierenburg.