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Autor: Möbelfertigung

Einrichtungsspezialisten präsentieren sich auf deutschem Gemeinschaftsstand in Dubai

Deutsche Einrichtungsspezialisten beteiligen sich in diesen Tagen an einem offiziellen deutschen Gemeinschaftsstand auf der „Middle East Design & Hospitality Week“ in Dubai. Auf der vom 24. bis 26. Mai 2022 stattfinden Fachmesse präsentieren sich im Rahmen der vom Bund geförderten Gemeinschaftsbeteiligung insgesamt zehn deutsche Aussteller aus den Bereichen Möbel, Innenausbau, Yachtbau und Heimtextilien dem Publikum im Nahen und Mittleren Osten.

Die Organisation des German Pavilion in Dubai übernahm in diesem Jahr die Leipziger Messe International in enger Abstimmung mit dem Gesamtverband der deutschen Textil- und Modeindustrie, dem Hauptverband der Deutschen Holzindustrie (HDH) und dem Verband der Deutschen Möbelindustrie (VDM). „Dieser Auftritt bietet eine vielversprechende Chance für deutsche Hersteller von Produkten aus dem hochwertigen Einrichtungsbereich“, sagt VDM-Außenhandelsexperte Alexander Oswald. Angesichts einer hohen Nachfrage nach Erzeugnissen „Made in Germany“ legten die deutschen Exporte von Möbeln und Möbelteilen in die Länder des Nahen und Mittleren Ostens im Jahr 2021 um 22,4 Prozent auf 227 Millionen Euro zu. „Wir gehen davon aus, dass die Zahl der deutschen Aussteller in den kommenden Jahren weiter steigen wird“, sagt Oswald.

Der Auftritt in Dubai stellt bereits die zweite deutsche Gemeinschaftsbeteiligung im Bereich Möbel an einer Auslandsmesse in diesem Jahr dar. Im Februar hatten sich deutsche Küchenhersteller auf der Küchen- und Badfachmesse KBIS in Orlando, Florida, präsentiert. Mit dem Wiederanlaufen der internationalen Messeaktivitäten nach der pandemiebedingten Pause soll auch die Zahl der deutschen Gemeinschaftsstände auf Auslandsmessen im Bereich Holz und Möbel sukzessive ausgebaut werden.

Für das kommende Jahr wurden auf Antrag des HDH und des VDM sieben Messen ins Auslandsmesseprogramm des Bundes aufgenommen. Die Messestandorte verteilen sich auf die Vereinigten Staaten, China, Japan, die Vereinigten Arabischen Emirate und Skandinavien. Neu berücksichtigt wurden die traditionsreiche Möbelmesse „Furniture China“ in der chinesischen Wirtschaftsmetropole Shanghai und die Büromöbelmesse „Orgatec Tokyo“ in der japanischen Hauptstadt, die erstmals im April 2022 von der Koelnmesse veranstaltet wurde.

Arndt und Gerecke verlassen das Unternehmen

Die Gesellschafter von Rauch haben in Abstimmung mit dem Beirat des Unternehmens die Zusammenarbeit mit den Geschäftsführern Jochen Arndt, CCO, und Andreas Gerecke, COO, mit sofortiger Wirkung beendet. Der Grund hierfür sind unterschiedliche Ansichten über die strategische Ausrichtung des Unternehmens. Die Aufgabenbereiche übernimmt zunächst Herr Michael Stiehl, CEO und geschäftsführender Gesellschafter in enger Zusammenarbeit mit der zweiten Führungsebene. Über die Nachbesetzung wird zum gegebenen Zeitpunkt informiert.

Der Holzbau wächst weiter

Das Zimmerer- und Holzbaugewerbe ist im Jahr 2021 erneut gewachsen, trotz der erschwerten Bedingungen durch die anhaltende Corona-Pandemie sowie der zeitweilig angespannten Lage bei der Verfügbarkeit von Holz und Holzprodukten. Die Anzahl der Betriebe stieg auf 12.014 und die der Beschäftigten auf 73.727. Holz als Baumaterial kommt immer häufiger zum Einsatz. Das belegt die bundesweite Holzbauquote. Sie lag 2021 sowohl beim Neubau von Wohngebäuden als auch von Nichtwohngebäuden bei über 21 Prozent.

Eine Grundlage für die Aussagen und Prognosen ist die Konjunkturumfrage von Holzbau Deutschland. Zum Jahreswechsel 2021/2022 haben sich über 300 UnternehmerInnen des Holzbau- und Zimmerergewerbes daran beteiligt. Die Erkenntnisse aus der Konjunkturumfrage bilden neben Datenmaterial des Statistischen Bundesamtes und den Ergebnissen des jährlichen Betriebsvergleich die Basis für die Erstellung des Lageberichts.

Die Vorfertigung von Holzbauelementen gewinnt zunehmend an Bedeutung für die Arbeitsprozesse in den Zimmereibetrieben und auf den Baustellen. Durch den hohen Vorfertigungsgrad in der Halle verkürzen sich die Montagezeiten auf der Baustelle. Das spart Zeit und Kosten und sorgt für mehr Sicherheit auf der Baustelle. Denn mit zunehmender Vorfertigung und geringerem Montageaufwand können auch Unfallursachen reduziert werden.

Der Lagebericht Zimmerer/Holzbau 2022 steht hier zum Download zur Verfügung.

Blanc & Fischer

Auch 2021 mit gutem Ergebnis

Trotz der bekannt schwierigen Rahmenbedingungen erzielte die Blanc & Fischer Familienholding – einschließlich ihrer Untergruppen wie Blanco, E.G.O. und dem Professional Bereich – auch 2021 ein gutes Ergebnis erzielen. In fast allen Bereichen fallen die Umsatzsteigerungen zweistellig aus, sodass der Konzern weltweit mit 9.087 Mitarbeitenden insgesamt 1,389 Mrd. Euro und somit einen Zuwachs von 17,7 Prozent erzielte. „Ein fantastisches Ergebnis“ – zumal der Markt für Haushaltsgroßgeräte, in dem der Konzern rund 60 Prozent des Umsatzes erwirtschaftet, nur um rund zwei Prozent gewachsen ist, wie der erst seit Januar amtierende CEO Bernd Eckl erklärt. 

Stark betroffen vom Materialmangel bis hin zur Havarie der „Ever Given“ im Suez-Kanal war insbesondere die E.G.O. als größte Gruppe mit 772,4 Mio. Euro Umsatz (plus 17,8 Prozent). Das Plus resultiert u. a. auch aus der vollständigen Übernahme des italienischen Spezialisten für Gasbrenner Defendi. Die Blanco-Gruppe war mit 18,5 Prozent auf 482,9 Mio. Euro die erfolgreichste im Gesamtkonzern. Und sogar der Bereich B.Pro konnte trotz Gastronomie-Krise seinen Umsatz um 12,3 Prozent steigern. Seit September 2021 gehört zudem der bayrische Edelstahlverarbeiter Kugel (15 Mio. Euro Umsatz) zum Konzern. Herausragende Erfolge verzeichnet zudem die französische Arpa-Gruppe mit Herden und Einbaukochfeldern (51,2 Mio. Euro Umsatz), bei stark wachsendem Produktportfolio.

Für die Blanco-Gruppe sieht CEO Frank Gfrörer den eingeschlagenen Kurs als Systemanbieter bestätigt und setzt dabei auf eine verstärkte Platzierung der „Blanco Unit“: „Gerade in einem schwierigen Marktumfeld zeigt sich, dass unsere konsequente Ausrichtung auf ein Premium-Markenerlebnis am Wasserplatz in der Küche sowohl unsere Kundinnen und Kunden aus dem Fachhandel als auch unsere Endkonsumentinnen und Konsumenten überzeugt“. Parallel will das Unternehmen die Kommunikation in den digitalen Endkundenkanälen forcieren und entwickelt den Webshop für Ersatzteile und Zubehör mit verbessertem Service weiter. 13 Mio. Euro wurden bereits in die Stärkung des internationalen Produktions- und Logistikverbundes investiert, um die gestiegene Nachfrage sicherzustellen. Seit Mai 2022 ist Blanco überdies in Australien mit einer eigenen Tochtergesellschaft vertreten, während sich das Unternehmen nun vollständig aus dem russischen Markt zurückziehen will. 

Als „aufgehender Stern“ in der Familienholding gilt seit Anfang 2022 das eigene Start-up „Atoll Living Spaces“. In Partnerschaft mit dem Company Builder Brid Gemaker soll aus dem Geschäftsmodell ein nachhaltig profitables Unternehmen werden. „Die Küche wandelt sich noch stärker zum Lebensraum und ist ein Ort für Begegnungen und das Erleben gemeinsamer Momente“, erhofft sich CEO Bernd Eckl ein Wachstumssegment durch innovative Produkte für den Küchen-, Wohn- und Outdoorbereich. Erste Beispiele sind multifunktionale Kochtische mit hochwertiger Induktionstechnologie sowie hochwertige Outdoorküchen zählt.

„Vollautomatisiert und vernetzt – so präsentiert sich der Lebensraum Küche künftig“, ist Eckl überzeugt. Somit geht es nun über alle Unternehmensgruppen hinweg um eine verstärkte Digitalisierung: Die Einführung von SAP S/4HANA als Standard für alle IT-Plattformen gilt dabei als Grundlage für alle weiteren Maßnahmen zur weitgehenden Automatisierung von Prozessen, um einerseits Effizienz- und Kosteneffekte, andererseits eine schnellere Entwicklung von smarten, auf die Märkte zugeschnittenen Produkten und Geschäftsmodellen zu generieren.

Weiteres Wachstum soll eine breite Aufstellung im Export generieren, wobei auch das Prinzip lokaler Produktionsstandorte weiterhin verfolgt wird. Hier sei der Konzern insbesondere in Asien, der Pazifik-Region und Nord- und Süd-Amerika noch nicht ausreichend vertreten. Amerika ist im vergangenen Jahr um 15 Prozent auf 220,6 Mio. Euro gewachsen und repräsentiert bereits einen Umsatzanteil von etwa 16 Prozent. Der Umsatzanteil Deutschlands sank entsprechend mit 368,1 Mio. Euro auf jetzt 26,5 Prozent. Die übrigen EU-Länder kommen auf 536,7 Mio. Euro (plus 38,6 Prozent).

Als feste Bestandteil der Konzernstrategie wurde überdies Nachhaltigkeit auf breiter Ebene definiert. Beispielsweise decken seit Januar 2022 alle deutschen Standorte der Familienholding 100 Prozent ihres Strombedarfs aus erneuerbaren Energien. „Nachhaltigkeit ist für uns keine Pflichtübung oder ein ‚Nice-to-have‘, sondern Teil unserer gesellschaftlichen Verantwortung und ein Wettbewerbsvorteil“, betonte dazu Eckl, wozu vor allem auch die Mitarbeiterentwicklung mit entsprechender Qualifizierung zählt.

Eine konkrete Prognose wagt CEO Bernd Eckl derzeit nicht angesichts volatiler Aussichten. Zu befürchten sei jedoch, dass die Preisspirale noch lange nicht am Ende sei und eher noch auf andere Rohstoffe oder Personalkosten überspringen könnte.

VDM

Möbelausfuhren legten im ersten Quartal 2022 deutlich zu

Deutliche Steigerung im Exportgeschäft: Wie das Statistische Bundesamt ermittelte, legten die Möbelausfuhren im ersten Quartal 2022 im Vorjahresvergleich um 11,8 Prozent auf 2,1 Mrd. Euro zu. „In einem schwierigen Marktumfeld, das gekennzeichnet ist von Lieferengpässen, inflationären Tendenzen und ersten Auswirkungen des Kriegs in der Ukraine, haben sich ‚Möbel Made in Germany‘ gut behaupten können“, so VDM/VHK-Geschäftsführer Jan Kurth.

Auf dem wichtigsten Absatzmarkt Frankreich erhöhten sich die Möbelverkäufe um gut 5 Prozent. In der Schweiz gab es ein Plus von rund 12 Prozent und in den Niederlanden von 12,3 Prozent. Dagegen gingen die Ausfuhren nach Österreich um 1,6 Prozent zurück. Eine überdurchschnittlich starke Steigerung von rund 30 Prozent gelang den deutschen Möbelherstellern bei den Exporten nach Großbritannien, die in den Vorjahren durch die Unsicherheiten rund um den Brexit und die Pandemie beeinträchtigt waren. Die Ausfuhren nach Russland wurden nach einem guten Jahresstart bereits im März mit minus 37 Prozent kriegsbedingt stark ausgebremst. Im Februar wurden noch 20 Prozent mehr Möbel nach Russland exportiert als im Vorjahresmonat. Bei den Verkäufen in die Vereinigten Staaten, den wichtigsten außereuropäischen Absatzmarkt, konnte die deutsche Möbelindustrie ein Plus von 29 Prozent verzeichnen. Die Ausfuhren nach China zogen um rund 8 Prozent an. Weiterhin dynamisch entwickelten sich im Auftaktquartal die deutschen Möbelimporte mit einem Plus von 19,6 Prozent auf 2,9 Milliarden Euro.

Gelungener Auftakt für die erste Ausgabe in Kolumbien

Vom 10. bis 13. Mai 2022 öffnete die erste Ausgabe der „Interzum Bogotá“ für mehr als 10.000 Besucher ihre Tore. Die Messe, die seit vielen Jahren unter ihrem ehemaligen Namen „Feria Mueble y Madera“ als zentraler Treffpunkt für die Branchen der Holzbearbeitung, der Möbelfertigung und des Interior Designs in Kolumbien, der Anden-Region und der Karibik etabliert ist, fand dieses Jahr erstmals als Teil der „Interzum“-Familie statt. Die Messe wird gemeinsam von der Koelnmesse und Corferias veranstaltet. Eine noch internationalere Plattform für einzigartige Markenerlebnisse, wertvolle Netzwerkbegegnungen – und damit die Möglichkeit für internationale Unternehmen in den lateinamerikanischen und karibischen Markt einzutreten, während sich gleichzeitig den regionalen Unternehmen neue Absatzmärkte etwa in Europa oder den USA eröffnen – das ist das Erfolgsrezept der „Interzum Bogotá“.

Vier Jahre Pause haben die Erwartungen an die wichtigste Messe in Lateinamerika hochgeschraubt – und sie wurden erfüllt: Nach dem Rebranding in „Interzum Bogotá“ zeigte sich das Event als ein zentraler Treffpunkt für die Industrie der Holzverarbeitung, Möbelhersteller, Innenausstatter und anderer Branchen-Akteure mit internationaler Strahlkraft. Und wie überall auf der Welt wurde dem nach der Corona-Pause erhöhten Bedürfnis nach persönlichem Austausch und Live-Erlebnis perfekt Rechnung getragen. Dabei überzeugte das umfassende Messe-Konzept mit seinem Schwerpunkt auf Nachhaltigkeit, Design, Kreislaufwirtschaft und Innovation auf ganzer Linie, wie die Zahlen zeigen: Mit über 10.000 Fachbesuchern und 115 Ausstellern aus 14 Ländern erfüllte die erste Ausgabe der „Interzum Bogotá“ die selbst gesteckten Ziele und landete mit Geschäftserwartungen von über 3 Mio. USD ein überzeugendes Ergebnis. „Nach vier Tagen hat die „Interzum Bogotá“ ihren Anspruch als Benchmark-Messe für Lateinamerika und die Karibik für die Möbelherstellung und die holzverarbeitende Industrie unter Beweis gestellt“, sagt der Geschäftsführer der Koelnmesse SAS in Kolumbien, Christian Guarin.

Nicht nur inhaltlich, sondern auch hinsichtlich ihrer internationalen Bedeutung zeigte sich das gelungene Rebranding der Messe: Die internationale Beteiligung war mit namhaften Unternehmen wie Arauco, Arkopa, Elektroteks, Fecken-Kirfel, Häfele, Jowat, Karebant, Kronospan, Lignadecor, Makita, Mammut, Rehau, Stihl und Wilsonart gut besetzt. Darüber hinaus zeugten Länderpavillons, unter anderem aus der Türkei, Brasilien und Chile, von der wirtschaftlichen Bedeutung der „Interzum Bogotá“ und des gesamten regionalen Marktes. Die Messe bot eine perfekte Plattform für qualifizierte Geschäftskontakte: In den vier Messetagen konnten zahlreiche Geschäftsabschlüsse mit einem Volumen von über drei Millionen US-Dollar erzielt werden. Dies spiegelt das Engagement der Koelnmesse und Corferias, der Branche weiterhin ein perfektes Umfeld für Geschäftsmöglichkeiten zu bieten und das positive Image Kolumbiens und der Region in der Welt zu festigen, wider.

„Die ,Interzum Bogotá‘ vereint alles, was für eine Messe mit starker Wirkung notwendig ist. Sie hat enorme Schlagkraft, um die Anforderungen wichtiger Protagonisten der Branche zu erfüllen, Geschäfte zu dynamisieren und die Erschließung neuer Märkte voranzutreiben“, sagt Andres Lopez Valderrama, CEO von Corferias.

Ein besonderer Schwerpunkt der Messe war die Berücksichtigung der gesamten Wertschöpfungskette, von der Forstwirtschaft bis zum Interior Design. Das Ergebnis bot dem Fachpublikum in Bogotá ein spannendes Messeerlebnis: Alle relevanten Akteure und Inhalte wurden einbezogen und in ein umfangreiches, exklusives Konzept aus einerseits Marken- und Produktpräsentationen und andererseits zusätzlichen spannenden Themen gegossen. Über 34 Veranstaltungen konnten an den vier Messetagen besucht werden, wie beispielsweise die „Smart Talks“, das gemeinsam mit Fedemaderas, dem kolumbianischen nationalen Verband der holzverarbeitenden Industrie, veranstaltete Forum „Madera, pilar del crecimiento verde“ („Holz, eine Säule des grünen Wachstums“) oder ein Business Matchmaking in Kooperation mit dem WWF. Diese Programmpunkte spiegeln die besondere Bedeutung der Forstwirtschaft und Holzbearbeitung auf der „Interzum Bogotá“ wider: Auf rund 200 Quadratmetern wurden verschiedene Holzsorten, Unterprodukte und deren Anwendung vorgestellt. Einzigartige Materialien kolumbianischen Ursprungs wie Fique, Mais, Banane und Seegras wurden in einer Erlebniszone präsentiert und trafen durch die Integration in Räume den Schnittpunkt zwischen Architektur und Design. Juan Miguel Vásquez, Direktor von Fedemaderas, sieht eine hohe Dynamik in der Holzwirtschaft Kolumbiens: „Das Land birgt noch ein enormes Potenzial an Flächen für den Anbau von Holz für die gewerbliche Nutzung. Hier liegt eine riesige Chance für Wachstum, neue Arbeitsplätze, Social-Impact-Unternehmen – und vor allem für ein höheres Bewusstseins beim Endverbraucher für die Wichtigkeit von legal und nachhaltig erwirtschaftetem Holz.“

Das gelungene Messekonzept der „Interzum Bogotá“ sowie die verzeichneten Geschäftserfolge führten zu einem hohen Maß an Zufriedenheit seitens der ausstellenden Unternehmen. Durch die Möglichkeit, auf relevantes Fachpublikum und potenzielle Käufer zu treffen und zugleich die Innovationsstärke innerhalb der Branche voranzutreiben, ist für viele Aussteller klar: Auf der nächsten „Interzum Bogotá“ wird es ein Wiedersehen geben.

„Wir haben bereits beschlossen, bei der nächsten Auflage im Jahr 2024 wieder dabei zu sein. Diese Veranstaltung hat unsere Erwartungen übertroffen und die Ergebnisse unsere Prognosen. Wir haben neue gute Geschäftspartner gefunden, außerdem haben wir für die nahe Zukunft Geschäfte mit Kolumbien, Peru, Ecuador, Bolivien und Guatemala auf den Weg gebracht und dies alles im Rahmen der ,Interzum Bogotá“, so Héctor Silver, CEO von Mahexa Forestal.

Auch Häfele Colombian SAS war auf der Messe in Bogotá mit dem Ergebnis sehr zufrieden. „Nach nur zwei Tagen haben wir bereits über 200 qualifizierte Kontakte gewonnen. 2024 können wir uns auf eine sehr interessante Edition freuen, da wieder wichtige Marken mit dabei sein werden, die in diesem Jahr pandemiebedingt gefehlt haben“, so der CEO in Kolumbien Helberth Ramirez.

Und so blicken die Veranstalter Koelnmesse und Corferias der „Interzum Bogotá“ 2024 selbstbewusst entgegen: „Die erfolgreiche Premiere der „Interzum Bogotá“ in diesem Jahr legt den perfekten Grundstein für die nächste Ausgabe 2024. Wir konnten mit unserem Konzept den Anforderungen der Aussteller und Besucher gerecht werden und haben bereits von zahlreichen Ausstellern die Rückmeldung erhalten, dass sie beim nächsten Mal wiederkommen und ihre Präsentation noch vergrößern wollen“, sagt Christian Guarin.

Die nächste „Interzum Bogotá“ findet vom 14. bis zum 17. Mai 2024 statt.

Steigende Preise pushen Umsätze im Holzhandel deutlich

Die Umsätze haben sich im deutschen Holzhandel auch im 1. Quartal 2022 sehr gut entwickelt. Dabei gibt die große Mehrheit der teilnehmenden Betriebe allerdings an, dass diese hohen Zuwächse weit überwiegend preisbedingt sind. So liegt der Mengenumsatz wohl in etwa auf Vorjahresniveau oder leicht darüber.

Die deutlichen Umsatzzuwächse ziehen sich durch alle wesentlichen Sortimente, in der Spitze Plattenwerkstoffe mit einem Plus im 1. Quartal von 32 Prozent, gefolgt von Schnittholzsortimenten mit einem Plus von 23 Prozent, aber auch Fußböden sind mit einem Plus von 21 Prozent sehr stark angestiegen. Im Vergleich der Vertriebsschienen haben sich die Umsätze im Großhandel besser entwickelt als im Holzeinzelhandel.

Die Erwartung der Teilnehmer am Betriebsvergleich zeigt für die kommenden drei Monate ein durchwachsendes Bild, im Großhandel erwarten etwa 80 Prozent steigende oder gleichbleibende Umsätze, im Einzelhandel sind dies nur 50 Prozent. Hier erwartet die 

Hälfte der Teilnehmer rückläufige Umsätze. Die Nachfrage wird insgesamt als weiterhin stabil und gut bezeichnet, allerdings gibt es auch einige Stimmen, die eine zunehmende Zurückhaltung am Markt beobachten. Nach Einschätzung von Marktteilnehmern liegt dies überwiegend an den im Jahresvergleich sehr stark angestiegenen Preisen. Ware dagegen ist grundsätzlich genügend verfügbar, auch wenn es in einigen Bereichen Wartezeiten gibt.

Der GD Holz erwartet im Jahresverlauf auch weiterhin eine stabile Holzbaukonjunktur und gute Absatz- und Geschäftsmöglichkeiten für den Holzhandel. Dies natürlich unter der Voraussetzung, dass sich die konjunkturellen Rahmenbedingungen der Volkswirtschaft in Deutschland und Europa auf einem stabilen Niveau bewegen.

Verkauft sein Geschäft in Russland

Die Rehau Group wird ihr Geschäft in Russland an das dortige Management verkaufen und zieht sich damit komplett aus dem Land zurück. Ein entsprechender Vorvertrag wurde jetzt von beiden Seiten unterzeichnet.

Schon am 4. März 2022 hatte sich das Unternehmen entschieden, das Geschäft in Russland kontrolliert herunterzufahren. Die Entwicklung der vergangenen Wochen hat weitergehende Entscheidungen unumgänglich gemacht.

Die Rehau Group ist seit rund 30 Jahren in Russland tätig und hat den dortigen Markt vor allem mit polymerbasierten Lösungen für den Fenster-, Bau- und Möbelbereich bedient.

2021 war das in Zahlen beste Geschäftsjahr des Unternehmens

Die diesjährige Hauptversammlung der Jungheinrich AG fand zum dritten Mal virtuell statt und wurde live aus der Konzernzentrale in Hamburg übertragen. Die Aktionärsversammlung folgte dem Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat und beschloss für das Geschäftsjahr 2021 die Ausschüttung einer Dividende von 0,68 Euro je Vorzugsaktie und 0,66 Euro je Stammaktie. Der Vorstandsvorsitzende Dr. Lars Brzoska stellte in seiner Rede das erfolgreiche Geschäftsjahr 2021 vor und erläuterte die aktuellen Herausforderungen im Jahr 2022. Dabei betonte er, dass für das laufende Geschäftsjahr ein profitables Wachstum erwartet werde, jedoch mit einer geringeren Dynamik als ursprünglich geplant. Gründe hierfür sind die angespannten Lieferketten und die stark steigenden Material- und Logistikkosten. Der Ende Februar von Russland begonnene Krieg gegen die Ukraine verschärft die hohen Unsicherheiten für die europäische und weltweite Wirtschaft und damit auch für die Geschäftsentwicklung von Jungheinrich.

Dr. Brzoska hob im Verlauf seiner Rede die erzielten Fortschritte und umgesetzten Maßnahmen der Strategie 2025+ sowie die damit verbundene Anpassung der strategischen Zielgrößen hervor. Der Jungheinrich Belegschaft dankte Brzoska für die außergewöhnliche Teamleistung im Jahr 2021 sowie für das hohe Engagement für Flüchtende des Russland-Ukraine-Krieges.

Trotz fortbestehender Einschränkungen der Wirtschaftstätigkeiten und anhaltender Herausforderungen in den Lieferketten durch die Corona-Pandemie stiegen Auftragseingang und Umsatz des Jungheinrich Konzerns im Jahr 2021 stärker als zunächst prognostiziert. Die bereits im Jahresverlauf angehobenen Zielkorridore für Auftragseingang und Umsatz wurden angesichts der anhaltenden sehr guten Nachfrage nach den Produkten und Dienstleistungen von Jungheinrich übertroffen. Der Auftragseingang erreichte mit 4,87 Milliarden Euro einen Rekordwert, auch der Konzernumsatz verzeichnete mit 4,24 Milliarden Euro einen historischen Spitzenwert. Das EBIT verbesserte sich sehr deutlich und übertraf mit 360 Millionen Euro den Vorjahreswert um 142 Millionen Euro, was einer Steigerung von 65 Prozent entspricht. Auch die EBIT-Rendite übertraf den Vorjahreswert erheblich und erhöhte sich auf 8,5 Prozent. Das EBT lag bei 349 Millionen Euro. Die EBT-Rendite betrug 8,2 Prozent. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit erreichte 251 Millionen Euro. Zum 31. Dezember 2021 wurde zudem ein Nettoguthaben in Höhe von 222 Millionen Euro erzielt.

Dr. Lars Brzoska erklärte in seiner Rede vor den Aktionärinnen und Aktionären: „Im Spannungsfeld von Boom und Krise war 2021 nach Zahlen das erfolgreichste Geschäftsjahr der Firmengeschichte. Wir sind in das Jahr mit dem Anspruch gestartet, auch in der Pandemie profitabel zu wachsen. Das ist uns gelungen. Wir haben im Jahr 2021 gemäß unserer Strategie 2025+ nachhaltig Werte geschaffen und den Unternehmenswert gesteigert. Zudem zeigt die Wiederaufnahme in den MDAX, dass sich Jungheinrich auch aus Sicht des Kapitalmarktes auf einem guten Weg befindet.“

Vor dem Hintergrund des sehr erfolgreichen Geschäftsjahres folgten die Aktionärinnen und Aktionäre dem Dividendenvorschlag des Jungheinrich Vorstandes, eine Ausschüttung in Höhe von 0,68 Euro je Vorzugsaktie und 0,66 Euro je Stammaktie vorzunehmen. Daraus ergibt sich eine Gesamtausschüttung in Höhe von 68 Millionen Euro. Die Ausschüttungsquote von 26 Prozent entspricht damit der langfristigen Dividendenpolitik der Jungheinrich AG, nach welcher jährlich zwischen 25 und 30 Prozent des Ergebnisses nach Steuern ausgeschüttet werden sollen.

Dr. Lars Brzoska: „Wir setzen unsere Politik der kontinuierlichen Dividendenzahlungen fort, in diesem Jahr steigt die Dividende auf ihre historische Bestmarke. Eine verlässliche Beteiligung der Aktionärinnen und Aktionäre am Unternehmenserfolg ist für uns wesentlich.“

Jungheinrich verzeichnete im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2022 eine erwartungsgemäße Geschäftsentwicklung. Auftragseingang, Umsatz und EBIT stiegen trotz der angespannten Lieferketten und Engpässe in der Materialversorgung gegenüber dem Vorjahr. Der Ende Februar von Russland begonnene Krieg gegen die Ukraine führt zu hohen Unsicherheiten für die europäische und weltweite Wirtschaft und damit auch für die Geschäftsentwicklung von Jungheinrich. Vor diesem Hintergrund bleibt die Prognose für 2022 unverändert. Der Vorstand rechnet auf Basis der aktualisierten Unternehmensplanung aufgrund wirtschaftlicher Unsicherheiten für das Gesamtjahr 2022 von einem leicht unter dem Vorjahr liegenden Auftragseingang (2021: 4,9 Mrd. Euro). Für den Konzernumsatz 2022 wird bei anhaltenden Engpässen in den Lieferketten ein leicht über dem Vorjahr liegender Wert (2021: 4,2 Mrd. Euro) erwartet. Das EBIT und das EBT dürften jeweils einen Wert erreichen, der deutlich unter dem Vorjahreswert liegt (2021: 360 Mio. Euro beziehungsweise 349 Mio. Euro). Die Renditen für EBIT und EBT dürften im Vergleich zum Vorjahr ebenfalls deutlich niedriger ausfallen (2021: 8,5 % beziehungsweise 8,2 %).

Dr. Lars Brzoska: „Trotz der herausfordernden Ausgangslage ist es uns gelungen, im ersten Quartal 2022 Auftragseingang, Umsatz und EBIT im Vergleich zum Vorjahr zu erhöhen. Bislang verzeichnen wir eine unverändert gute Marktnachfrage.“

Dr. Brzoska erläuterte in seiner Rede die im Herbst 2020 beschlossene Unternehmensstrategie 2025+ und ihr zentrales Ziel: nachhaltig Werte für alle Stakeholder zu schaffen. Trotz aller geopolitischen Veränderungen werden strategische Projekte und Maßnahmen konsequent fortgesetzt.

Aufgrund der erfolgreichen Umsetzung hat Jungheinrich bereits im Jahresverlauf 2021 die Zielgrößen der Strategie 2025+ überprüft und die Umsatz-, Produktivitäts- und Renditeziele erhöht. Um diese Ziele zu erreichen, wird im Rahmen von sechs Handlungsfeldern – Automatisierung, Digitalisierung, Energiesysteme, Effizienz, Global Footprint und Nachhaltigkeit – eine Vielzahl von Projekten initiiert und vorangetrieben.
So stellten im Jahr 2021 unter anderem die Markteinführung des neuen automatisierten Vertikal-Kommissionierers „EKS 215a“ und die Akquisition des Technologieunternehmens Arculus die beiden wichtigsten Meilensteine für das Unternehmen im Bereich Automatisierung dar. Im Bereich Energiesysteme wurden mit dem „Ere 225i“ und „Erd 220i“ zwei neue Deichselhubwagen aus der „Powerline“-Familie erfolgreich in den Markt eingeführt. Diese Fahrzeuge bieten einen deutlichen Kundenmehrwert im Hinblick auf Kompaktheit, Ergonomie, Sicherheit und Performance. Zudem sind sie bis zur Auslieferung komplett CO2-neutral.

Mit dem Ziel, die Produktionskapazitäten und -effizienz fortlaufend zu optimieren, erweitert Jungheinrich sein Produktionsnetzwerk mit einem neuen Werk im tschechischen Chomutov. Darüber hinaus hat Jungheinrich im internen Transformationsprogramm „Deep“ die Meilensteine IST-Analyse und Konzeption des neuen Konzernsteuerungssystems abgeschlossen.

Im Handlungsfeld Nachhaltigkeit wird Klimaneutralität mittelfristig als Ziel inklusive der Verpflichtung zur „Science Based Targets initiative“ definiert. Dr. Brzoska informierte, wie durch Jungheinrich Produkte und Lösungen ein Beitrag insbesondere zur Emissionsreduktion geleistet wird. So ist der CO2-Ausstoß eines Jungheinrich Lithium-Ionen-Fahrzeuges unter Einsatz von Ökostrom gegenüber dem eines verbrennungsmotorischen Staplers um bis zu 90 Prozent niedriger. Hinsichtlich Kreislaufwirtschaft setzt Jungheinrich Schwerpunkte auf Gebrauchtfahrzeuge mit 94 prozentiger Wiederverwertungsrate sowie Second- und Third-Life-Batteriekonzepte. Für seine Leistungen wurde Jungheinrich erstmalig mit dem „EcoVadis“-Rating in Platin als TOP 1 Prozent der nachhaltigsten Unternehmen weltweit ausgezeichnet.