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Autor: Möbelfertigung

Farbenindustrie trifft sich zur Jahresversammlung in Baden-Baden

Der Verband der deutschen Lack- und Druckfarbenindustrie (VdL) hat sich zu seiner ordentlichen Mitgliederversammlung getroffen. Baden-Baden war Tagungsort der traditionellen Veranstaltung, zu der am 18. Mai 2022 mehr als 100 Teilnehmer aus 68 Mitgliedsunternehmen und zahlreiche Gäste gekommen waren.

Auf die Tagungsteilnehmer aus den rund 200 Mitgliedsunternehmen der Lack- und Druckfarbenindustrie wartete ein umfassendes Programm: Los ging es bereits am Vor-tag mit ersten Treffen der Fachgruppen Bautenanstrichmittel, Druckfarben und Holzlacke, auf denen die drängendsten Themen der Branche besprochen wurden. Vor allem der Green Deal der EU und insbesondere die neue Chemikalienstrategie wurden diskutiert, aber auch die neue Druckfarbenverordnung und die Biozid Gesetzgebung waren komplexe Punkte.

Offiziell startete die Versammlung am Mittwochmorgen. Vizepräsident Robert Fitzka begrüßte, in Vertretung des verhinderten VdL-Präsidenten Peter Jansen, die Teilnehmer sowie Vertreter des Bundeswirtschaftsministeriums, des Handels und weiterer Verbände. In seiner Rede strich Fitzka die schwierigen Monate heraus, denen sich viele Firmen in der Covid19-Pandemie ausgesetzt sahen. Selbst Gewinner der Corona-Krise litten zuletzt unter galoppierenden Rohstoffpreisen und belasteten Lieferketten. Der Ukraine-Krieg tue sein Übriges. Auch mehrere Farbenhersteller haben Geschäftsbeziehungen in die Ukraine oder nach Russland und litten nun unter dem Konflikt. Die schwierigen Zeiten unterstrichen die von Fitzka präsentierten Wirtschaftszahlen: „Der Markt ging insgesamt um knapp fünf Prozent zurück, das laufende Jahr ist aufgrund der komplexen Weltlage kaum prognostizierbar.“

Hauptgeschäftsführer Dr. Martin Kanert vertiefte anschließend die politischen Themen und erläuterte die wichtigsten Projekte des VdL. Nach der einstimmigen Entlastung des Vorstands standen Personalien auf dem Programm. Dr. Carl Epple (Epple Druckfarben) und Klaus-Georg Gast (Axalta Coating Systems) wurden mit großer Mehrheit in das Präsidium gewählt. Christian Wiemer (Geholit+Wiemer) wurde für seine großen Verdienste zum Ehrenmitglied des VdL ernannt.

Anschließend konnte Berthold Welling, Leiter der Abteilung Recht, Steuern und Nachhaltigkeit im Verband der chemischen Industrie (VCI) als Keynote-Speaker zum Thema „Lieferkettensorgfalts-pflichten in Deutschland und Europa“ gewonnen werden, der den Zuhörern das neue Lieferkettensorgfaltspflichtengesetz vorstellte.

„Social Media für den Mittelstand – Fluch oder Segen?“ lautete der Vortrag von Patrick Schmidt-Kühnle. Der Kommunikator stellte die Struktur der Social-Media-Kanäle von BASF SE vor und zeigte Möglichkeiten, wie mittelständische Firmen deren Erfahrungen nutzen und überlegt in soziale Medien investieren können. Auf einer lebhaften Podiumsdiskussion wurde das umfassende digitale Thema auch anhand von Best-Practice-Beispielen aus der Branche diskutiert.

Abschließend dankte Dr. Martin Kanert für das rege Interesse und stellte fest, „wie wichtig und wohltuend es ist, sich wieder persönlich begegnen zu können“. Er lud zum nächsten Treffen in den hohen Norden ein: 2023 wollen sich die Mitglieder in Lübeck treffen.

Mit Fokus auf Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft

Mit unterschiedlichsten Nachhaltigkeitsansätzen und Innovationen wartet die „Heimtextil“ in Frankfurt auf, die in diesem Jahr als Summer Special vom 21. bis 24. Juni stattfindet. Wie in den zehn Jahren zuvor will die internationale Fachmesse für Wohn- und Objekttextilien Know-how-Transfer, Networking und Inspiration rund um das Thema Nachhaltigkeit bieten.

Umweltverschmutzung, Mikroplastik und hoher Wasserverbrauch sowie steigender Konsum sind Schlagworte, die die Textilbranche zum Thema Nachhaltigkeit treffen. Für die Produktion von Textilien werden Mengen an Ressourcen verbraucht, die insbesondere in Zeiten steigender Preise und Lieferengpässe, die Textilbranche vor Herausforderungen stellt. Deshalb befasst sich die Heimtextil-Industrie seit mehr als zehn Jahren mit dem Thema Kreislaufwirtschaft, um Ressourcen einzusparen und die Produktion sowie die Produkte nachhaltiger zu gestalten. Die Hersteller von Heimtextilien verfolgen dabei den Ansatz einer echten Kreislaufwirtschaft konsequent weiter und setzen auf Reduzierung, Energieeffizienz, Wiederverwendung und Recycling. So erzeugt etwa der spanische Hersteller Francisco Jover S.A. (Halle 4.1, C14) 99 Prozent der benötigten Energie über die Photovoltaikanlage auf dem Firmendach und recycelt 100 Prozent der Kunststoff-, Papier- und Kartonabfälle.

Darüber hinaus führen Aussteller, wie etwa Lech Fabrics (Halle 4.1, C91), hochwertige PET-Fasern in ihr Portfolio ein. Dabei spart das Unternehmen laut eigener Aussage bei der Herstellung seiner Fasern aus PET 94 Prozent Wasser, 60 Prozent Energie und 32 Prozent CO2 Emission im Vergleich zur Neuproduktion. Den Weg eines ganzheitlichen Ansatzes, der Kreislaufwirtschaft und nachwachsende Materialien umschließt, geht die österreichische Lenzing Gruppe. Als Erzeuger holzbasierter Zellstoffe und Fasern steht Lenzing am Anfang der Wertschöpfungskette zur Produktion von Textilien und Vliesprodukten.

Der Wertschöpfungskette wird in Bezug auf Nachhaltigkeit eine große Bedeutung zugeschrieben: Sie macht es möglich, den ganzheitlichen Prozess, der für die Herstellung eines Produktes nötig ist, transparent nachzuverfolgen. Durch das diesjährige Messetrio „Heimtextil Summer Special“, „Techtextil“ und „Texprocess“ werden große Teile der Wertschöpfungskette auf dem Frankfurter Messegelände abgebildet und geben Einblicke in große Teile der Textilindustrie. Auf der Heimtextil Conference „Sleep & More“ (Halle 3.0 D41) erwarten die Besucher:innen am Messe-Mittwoch und -Donnerstag Vorträge rund um Themen wie Lieferketten, Kreislaufwirtschaft und vieles mehr.

Im Zentrum des Messegeländes, in Halle 4.0, bietet das Trendareal unter dem Motto „Next Horizons“ nicht nur Inspiration zu den aktuellen Trendfarben und -materialien, sondern zeigt auch, wie nachhaltig Themen in Szene gesetzt werden können. Basierend auf dem Material Manifest werden für das Standdesign lokale Ressourcen, umweltfreundliche oder geliehene Materiale verwendet. Das „Green Village“ (Halle 3.0, Stand D51) hilft, den Überblick bei offiziellen Labels und Zertifikaten zu behalten. Ausstellern und interessierten Fachbesucher:innen geben Siegelgeber und Zertifizierer Antworten auf ihre Fragen und liefern aktuelle Informationen zu den gegenwärtigen Entwicklungen. Hier findet sich auch die SDG (Sustainable Development Goals) Lounge, die in Zusammenarbeit zwischen der Messe Frankfurt und dem Conscious Fashion and Lifestyle Network sowie dem United Nations Office for Partnerships entsteht. Mit dem Texpertise Network der Messe Frankfurt, dem Business-Netzwerk der rund 50 internationalen Textilmessen des Unternehmens, thematisiert die Lounge die Nachhaltigen Entwicklungsziele der UN. Das Online-Verzeichnis „Green Directory“ zeigt alle Anbieter nachhaltig produzierter Textilien. Das Zurechtfinden auf der Messe wird durch das deutlich erkennbare Standschild der Aussteller erleichtert. Die „Green Tours“ geben außerdem die Möglichkeit, sich direkt zu ausgewählten nachhaltig produzierenden Unternehmen führen zu lassen und mehr über deren Produkte zu erfahren.

Ein deutliches Zeichen für die hohe Relevanz der „Heimtextil“ belegen die Zahlen für die nächste „reguläre“ Ausgabe: Aktuell haben sich bereits rund 2.200 internationale Aussteller für die „Heimtextil“ 2023 registriert, die vom 10. bis 13. Januar 2023 stattfindet.

Letzte Chance für den Early-Bird-Tarif

Im September ist es wieder soweit: Die Fachmagazine „arcade“ und „möbelfertigung“ laden zum dritten Mal zum „Surface in Motion“-Event ein. Es erwarten Sie Top-Speaker und eine Top-Location in Wiesbaden bei Europas größter hersteller­unab­hängigen Oberflächen-, Trends- und Designkonferenz. Wählen Sie ganz nach Ihrer Prä­ferenz Themen und Referent:innen aus den Bereichen „Technologie“ oder „Design“. Und knüpfen Sie beim abendlichen Networking Dinner wertvolle, neue Kontakte. Jetzt anmelden und bis zum 31. Mai den Early Bird-Rabatt sichern! www.moebel-events.de/surface-in-motion

Das Themenspektrum reicht von neuesten technischen Möglichkeiten über spannende Zukunftstrends bin hin zu innovativen Materialkompositionen und die Wirkung, die Farben und Oberflächen im Raum entfalten. Wählen Sie am zweiten Veranstaltungstag aus zwei parallelen, attraktiven Vortragsprogrammen – ganz nach Ihrer Präferenz „Technologie“ oder „Design“.

Zu den diesjährigen Top-Referent:innen gehören unter anderem Designerin Hanne Willmann, Innenarchitektin Su­sanne Brandherm, Brandherm+Krumrey, Innenarchitekt Boris Bandyopadhyay, Farb­experte Prof. Dr. Axel Buether, Ralf Imbery (Continental) und Salvatore Figliuzzi (Westag&Getalit). Hinzu kommen Speaker von Interprint, Schattdecor, Windmöller, Pfleiderer, Nolte Küchen, Colorgate und viele mehr!

Veranstaltungsort ist erneut das „Neue Kurhaus“ in Wiesbaden. Hier gehts zu Infos und Anmeldung: www.moebel-events.de/surface-in-motion
Achtung: Das Frühbucherticket gibt es noch bis 31. Mai zum Vorzugspreis! Im letzten Jahr war die Veranstaltung schnell ausgebucht. Sichern Sie sich jetzt Ihren Platz. Wir freuen uns auf Sie!

Hoher Personalbedarf und gute Jobperspektiven im Maschinenbau

Im Maschinen- und Anlagenbau sind die Chancen auf einen Arbeitsplatz trotz der Folgen von Corona-Pandemie, Ukraine-Krieg und anderer Krisen derzeit sehr gut. Laut einer aktuellen Umfrage des VDMA möchten von rund 360 befragten Personalverantwortlichen 89 Prozent in den nächsten 6 Monaten die Stammbelegschaft im Unternehmen vergrößern. Knapp 60 Prozent der Befragten möchte das Stellenangebot für Fachkräfte (Beschäftigte mit abgeschlossener Ausbildung) ausweiten. Bei den Expertinnen und Experten (AkademikerInnen wie IngenieurInnen) planen dies rund 45 Prozent der Personalverantwortlichen. Mehr als 70 Prozent der Befragten erwarten zudem, dass sich das Stellenangebot für Fachkräfte und IngenieurInnen im eigenen Unternehmen in den nächsten 3 bis 5 Jahren erhöhen wird. Bei den IngenieurInnen dürfte sich im Zuge der Digitalisierung besonders der Bedarf an AbsolventInnen in den Fachrichtungen Elektrotechnik und Informationstechnik sowie Informatik erhöhen.

 „Die Perspektiven für Fachkräfte, IngenieurInnen aber auch InformatikerInnen im Maschinen- und Anlagenbau sind exzellent. Wer sich heute für den Maschinenbau als Arbeitgeber entscheidet, erhält nicht nur einen krisenfesten Job mit exzellentem Entwicklungspotenzial und sehr guten Gehaltschancen. Sie oder er darf sich auch als Wegbereiter der Zukunft sehen“, sagt Hartmut Rauen, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des VDMA. „Voranschreitende Digitalisierung, Entwicklung klimafreundlicher Technologien und Mobilitätswende – der Maschinen- und Anlagenbau liefert als beschäftigungsstärkste Schlüsselindustrie die Lösungen für die Herausforderungen unserer Zeit. Im Zuge des technologischen Wandels werden in den nächsten Jahren viele hochattraktive und sinnstiftende Arbeitsplätze entstehen“, betont Rauen.

Problematisch bleiben jedoch die Engpässe auf dem Personalmarkt. Die Mehrheit der Befragten sieht aktuell bei allen Beschäftigtengruppen – mit Ausnahme der Hilfskräfte – Engpässe. Dies trifft insbesondere auf die Expertinnen und Experten (88 Prozent) und Fachkräfte (93 Prozent) zu.

Die Qualität der Bewerbungen im Maschinen- und Anlagenbau ist in den letzten drei Jahren etwas zurückgegangen. Dies zeigt sich gerade bei den Auszubildenden. Etwa jeder dritte Personalverantwortliche gab an, dass die Qualität der Bewerbungen auf einen Ausbildungsplatz im Vergleich zu 2019 viel schlechter sei, weitere 56 Prozent sehen eine leichte Verschlechterung. Bei Bewerbungen von Fachkräften sieht sich etwa jeder zweite Personalverantwortliche mit einer leicht schlechteren und jeder zehnte mit einem viel schlechteren Eingang an Bewerbungen konfrontiert. Die Qualität der Bewerbungen von IngenieurInnen wird von den Personalverantwortlichen etwas besser beurteilt.

Haben die Unternehmen erstmal eine Auszubildende oder einen Auszubildenden gefunden, sind die Chancen hoch, dass diese Nachwuchskräfte auch die Berufsausbildung erfolgreich abschließen. Jeder zweite Personalverantwortliche gibt an, dass in der Regel alle Auszubildenden eines Ausbildungsjahrgangs im eigenen Unternehmen ihre Ausbildung auch abschließen. Im Schnitt liegt die Abbruchquote unter fünf Prozent.

Viele Beschäftigte im Maschinen- und Anlagenbau sind mit Ihrem Arbeitsplatz zufrieden. Fluktuation spielt in der Branche kaum eine Rolle, wie die Umfrage zeigt. „Die überwiegende Mehrheit der Beschäftigten im Unternehmen ist mindestens zehn Jahre im Unternehmen beschäftigt. Viele Beschäftigte bleiben sogar bis zur Rente im gleichen Unternehmen“, sagt Jörg Friedrich, Leiter der VDMA-Bildungsabteilung. Dies sei ein gutes Argument für eine Ausbildung und Beschäftigung im Maschinen- und Anlagenbau. „Aus Umfragen wissen wir, dass für junge Leute Jobsicherheit einer der wichtigsten Faktoren bei der Wahl ihres Ausbildungsplatzes ist. Und die finden sie im Maschinen- und Anlagenbau“, ergänzt Friedrich. Eine geringe Fluktuation im Unternehmen sorge darüber hinaus dafür, dass Wissen und Kompetenz im Unternehmen bleibe und an die nächste Generation weitergegeben werden könne.

Die Ergebnisse der Blitzumfrage im Überblick:
• Die Mehrheit der Unternehmen plant, in den nächsten 6 Monaten Personal aufzustocken. Mehr als vier von fünf Befragten (88 Prozent) möchte die Stammbelegschaft ausweiten. Von diesen Unternehmen gehen 71 Prozent von einer moderaten Personalaufstockung von bis zu 5 Prozent aus.

• Um dem hohen Bedarf an Personal gerecht zu werden, sollen insbesondere für Fachkräfte mehr Stellen geschaffen werden: 57 Prozent der Befragten möchten in den nächsten 6 Monaten mehr Stellen für Fachkräfte anbieten. 44 Prozent möchten mehr Stellen für Expertinnen und Experten (i. d. R. Ingenieurinnen und Ingenieure) und 39 Prozent für Spezialistinnen und Spezialisten anbieten. Für die nächsten 3 bis 5 Jahre erwarten je 72 Prozent mehr Stellen für Fachkräfte und IngenieurInnen sowie 65 Prozent für SpezialistInnen. 81 Prozent sehen für diesen Zeitraum einen steigenden Bedarf an IngenieurInnen aus den Fachrichtungen Elektrotechnik und Informationstechnik, 68 Prozent aus dem Bereich Informatik und 44 Prozent aus den Bereichen Maschinenbau und Verfahrenstechnik.

• Die Mehrheit der Befragten sieht – mit Ausnahme bei den Hilfskräften – aktuell bei allen Beschäftigtengruppen Engpässe. Bei den Expertinnen und Experten sehen aktuell 87 Prozent der Befragten leichte bis starke Engpässe; bei den Fachkräften sind es sogar 93 Prozent.

• Im Bereich der Nachwuchskräfte planen 38 Prozent der Befragten mit mehr technisch-gewerblichen Ausbildungsplätzen; im November 2021 waren es noch 30 Prozent. Darüber hinaus sollen mehr Stellen für dual Studierende in den Ingenieurwissenschaften und der Informatik entstehen: 40 Prozent der Personalverantwortlichen wollen künftig mehr technische duale Studienplätze in ihren Unternehmen anbieten.

• Der Maschinenbau ist attraktiver Arbeitgeber mit hoher Mitarbeiterbindung: Die Fluktuationsrate in der Branche ist gering, viele MitarbeiterInnen sind langjährig bei Ihrem Arbeitgeber beschäftigt. 38 Prozent der Fachkräfte, 33 Prozent der SpezialistInnen und 24 Prozent der ExpertInnen arbeiten länger als 20 Jahre bei ihrem Arbeitgeber.

• Vom Fachkräfteeinwanderungsgesetz konnten bislang nur wenige Unternehmen profitieren. Lediglich 8 Prozent der Befragten konnten dadurch zusätzliche Arbeitskräfte gewinnen. 37 Prozent der Befragten sind zuversichtlich, Flüchtlinge aus der Ukraine als Arbeitskräfte einstellen zu können.

Gründungs-Präsident Dr. Siempelkamp übergibt den Staffelstab

Die erstmalige Vergabe des Dr. Dieter Siempelkamp Stipendiums begleitet die Verabschiedung des langjährigen Präsidenten und maßgeblichen Initiators der Prowood Stiftung.

Die Prowood Stiftung wurde im Jahr 1999 gegründet, und seitdem steht Dr. Dieter Siempelkamp ihr als Präsident vor. Damit hat er nicht nur den Impuls zur Stiftungsgründung im Jahr 1999 gegeben, sondern die Stiftung auch maßgeblich durch sein persönliches Engagement geprägt. Nun übergibt er mit seinem Ausscheiden das Amt des Präsidenten an Dr. Stefan Möhringer, der seit mehr als 10 Jahren Mitglied des Vorstands ist und nun zusammen mit Birgit Gros, Matthias Krauss, Christian Dieffenbacher und Dr. Bernhard Dirr die Geschicke der Stiftung leiten wird.

Dr. Dirr, geschäftsführender Vorstand der Stiftung, würdigte das außergewöhnliche Engagement Siempelkamps: „Dr. Siempelkamp hat die Stiftung mit großer Leidenschaft und einer vorbildlichen Sorgfalt geführt. Er hat die Stiftung dadurch ganz entscheidend geprägt, die kaum näher an der grundsätzlichen Idee des eigentlichen Stiftungsgedankens sein könnte. Das sucht wohl seinesgleichen, sogar in der Welt des ehrenamtlichen Engagements.“

Nach 23 Jahren endet eine Ära, die aber mit der Einrichtung des Dr. Siempelkamp Stipendiums nicht aus den Augen verloren werden soll. Das Stipendium darf und soll als Würdigung an das Lebenswerk von Dr. Siempelkamp verstanden werden.

Vor allem die Idee des Impulsgebens soll in dem Stipendium in den Blick genommen werden. Im Rahmen der Stiftungsprojekte können Menschen mit einem kleinen finanziellen Impuls von 2.000 € ermutigt werden, ihre Ideen umzusetzen, nicht aus den Augen zu verlieren, größer zu machen oder auszuprobieren. Damit sollen die bestehenden Stiftungsprojekte begleitet werden, die im Grundsatz darauf ausgelegt sind, sich zusammen mit den Destinatären zu entwickeln, um Lösungen für gesellschaftlichen Probleme zu entwickeln.

Mit der neuen Homepage www.prowood.org gibt die Stiftung einen umfassenden Überblick über ihre Projekte.

FSK

Jubiläumsfeier auf der Internationalen Fachtagung Schaumkunststoffe und Polyurethane

Der Fachverband Schaumkunststoffe und Polyurethane e.V. (FSK) feiert sein 60-jähriges Bestehen im Rahmen seiner Internationalen Fachtagung und Schaumkunststoffe Polyurethane am 13. und 14. September 2022 in Dortmund.

Vor 60 Jahren im Oktober 1962 wurde der Fachverband Schaumkunststoffe und Polyurethane FSK in Frankfurt gegründet. Damals hieß der FSK noch Industrieverband Schaumkunststoffe (ISK) und benannte sich vier Jahre später um in Fachverband Schaumkunststoffe. Der FSK gehört zu den weltweit ältesten Verbänden für die Schaumkunststoff- und Polyurethan-Branche. Kein anderer Verband in Europa umfasst Polyurethane sowie weitere Werkstoffe und zählt so viele Mitgliedsunternehmen wie der FSK. Schon in frühen Jahren stand der FSK in engem Kontakt mit dem Polyurethan-Schöpfer Prof. Dr. Otto Bayer, der – wie einige Pioniere der Branche – vom FSK für seine Leistungen mit der Ehrenmedaille des Verbandes ausgezeichnet wurde.

Seit mehr als einem halben Jahrhundert veranstaltet der FSK Fachtagungen zu Schaumkunststoffen sowie zu Polyurethan-Anwendungen. 1987 fand der erste Polyurethan-Weltkongress unter der Führung des FSK auf europäischem Boden statt. Weltweit schreibt der FSK bis heute als einziger Verband einen Innovationspreis Polyurethan und einen Innovationspreis Schaumkunststoffe aus, mit dem seit über 25 Jahren Studenten, Nachwuchskräfte aber auch Unternehmen für ihre Ideen ausgezeichnet werden. Seit Gründung begleitet der FSK die politischen und gesellschaftlichen Entwicklungen und die Konsequenzen für die Branche. Ganz neu wird in diesem Jahr mit einer zusätzlichen Kategorie die Forderung nach einem Umdenken zu mehr Nachhaltigkeit gewürdigt und im Rahmen der Jubiläumstagung erstmals auch ein Innovationspreis in der Rubrik Nachhaltigkeit verliehen.

„Wir freuen uns, dass wir unsere Jubiläumsfeier – 60 Jahre FSK – als Live-Veranstaltung begehen können“, so Klaus Junginger. „In den letzten Jahren sind viele wichtige Themen in der Branche aufgekommen, die wir auf unserer Fachtagung vorstellen und diskutieren wollen. In diesem Jahr haben wir daher für die Tagung die aktuellen Themen Kreislaufwirtschaft und Nachhaltigkeit, Künstliche Intelligenz, Flammschutz und europäische Chemikalienpolitik aufgegriffen. Wir werden zu diesen Themen spannende Vorträge hören und Diskussionen erleben. Die Fachtagung ist in der Polyurethanindustrie als wichtige Plattform für den Wissensaustausch anerkannt.“

Begleitet werden die FSK-Tagungen in gewohnter Manier von außerordentlichen Partnern, die im Rahmen der Vortragsveranstaltung Live-Einblick in ihr Unternehmen bieten. In Dortmund öffnet die Firma Atlas Schuhfabrik GmbH & Co.KG, bekannt als Atlas – the shoe company, ihre Tore für die FSK-Veranstaltungsteilnehmer und stellt den Fertigungsprozess ihrer Sicherheitsschuhe vor.

Das Veranstaltungsprogramm zur Internationalen FSK-Fachtagung Polyurethane 2022 finden Sie HIER.

Bosch Gruppe

Will mit Greentech für die Industrie Milliardenumsatz erzielen

Im Kampf gegen den Klimawandel ebnet Technik den Weg. Bosch geht voran. Das Unternehmen produziert als erster globaler Industriekonzern seit Februar 2020 CO2-neutral und entwickelt „grüne Technologien“, die Ressourcen schonen, den Energieverbrauch senken, Umwelt und Klima schützen. „Beim ökologischen Umbau von Wirtschaft und Gesellschaft wird die Industrie zum Motor. Bosch mobilisiert alle Kräfte und bringt sich mit seiner Technologiekompetenz und langjährigen Fertigungserfahrung ein“, sagt Rolf Najork, in der Bosch-Geschäftsführung zuständig für die Industrietechnik. 2021 hat das Unternehmen über 800 Millionen Euro mit Greentech für die Industrie erzielt. Das entspricht knapp 14 Prozent des Umsatzes des Bosch-Unternehmensbereichs Industrial Technology (6,1 Milliarden Euro in 2021). Jährlich wächst der Greentech-Markt um acht Prozent (Quelle: BMU, 2021). „Bosch wächst schneller als der Markt. 2023 wollen wir mit ‚grüner Industrietechnik‘ die Schwelle zum Milliardenumsatz brechen“, so Najork. Die ökologische Transformation zahlt sich aus: Mit dem konsequenten Einsatz von Greentech lassen sich laut dem Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau nahezu 90 Prozent der Treibhausgase in der Industrie einsparen (Quelle: VDMA, 2020). Zudem entsteht der Studie zufolge mit dem Ausbau klimafreundlicher Technologien für die Branche bis 2050 ein Marktpotenzial von über 300 Milliarden Euro pro Jahr. Auf der Hannover Messe (30. Mai bis 2. Juni 2022) stellt Bosch seine Greentech-Lösungen vor – aus der Industrie, für die Industrie und für den Einsatz darüber hinaus.

Den Klimawandel einzudämmen, ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Rund ein Fünftel der weltweiten CO2-Emissionen entfällt auf den industriellen Sektor. „Die Industrie muss einen wesentlichen Beitrag zu Umwelt- und Klimaschutz leisten – und sie kann es“, sagt Najork. „Grüne Fabriken sind keine Fantasiegebilde. Grüne Fabriken sind Realität. Wir brauchen nur mehr davon.“ Ein zentraler Hebel ist die Energieeffizienz; Maschinen und Anlagen, die weniger Energie verbrauchen. Digitalisierung hilft und sorgt für Transparenz. Zur Steuerung des Verbrauchs von Wärme, Strom oder Druckluft setzt Bosch auf die selbst entwickelte Energy Platform mit der Industrie 4.0-Software „Nexeed“. Der Energieverbrauch lässt sich besser vorhersagen, Lastspitzen werden vermieden, Abweichungen bei Maschinen erkannt und korrigiert. Inzwischen ist die Plattform an über 120 Standorten des Unternehmens und bei mehr als 80 Kunden-Projekten im Einsatz. Im Industrie 4.0-Leitwerk von Bosch in Homburg ließ sich auch dank der Software der Energieverbrauch um über 40 Prozent pro hergestelltes Produkt senken. Künstliche Intelligenz erweitert die Möglichkeiten. Im Werk in Eisenach pilotiert Bosch derzeit das Balancing Energy Network. Basierend auf der Energy Platform steuert und optimiert die KI-Lösung den Energiebedarf von 1.000 Maschinen. Die KI setzt Informationen aus Fertigung und Logistik, Wetterdaten und Energiepreise ins Verhältnis und spricht Handlungsempfehlungen aus. Mit Hilfe der KI sollen die jährlichen Energiekosten am Standort zusätzlich um rund fünf Prozent sinken.

Maschinen und Abläufe intelligent zu vernetzen und mit Informations- und Kommunikationstechnologie zu verzahnen, das schafft die Grundlagen für eine energieeffiziente Produktion. Dabei werden zunehmend Funktionalitäten von der Hardware in die Software verlagert und um Digitale Zwillinge ergänzt. „In der Fabrik der Zukunft lässt sich vieles auf Knopfdruck anpassen“, sagt Najork. Bosch wählt dafür einen modularen Ansatz: Nur noch Boden, Decke und Wände sind statisch und fest, alles andere ist wandelbar. Maschinen ordnen sich immer wieder neu an, konfigurieren sich selbst – je nachdem, was gerade gefertigt werden muss. Die Anlagen werden langlebiger, der Verbrauch von Rohstoffen zur Herstellung neuer Hardware sinkt. Auf Basis von Digitalen Zwillingen lassen sich Produktionssysteme ressourcenschonender planen, entwickeln und erproben. „Mit virtuellen Abbildern physischer ‚Assets‘ in der realen Fabrik können wir Abläufe und Prozesse simulieren und optimieren – und das parallel zum laufenden Betrieb“, sagt Najork.

Auch die neue Steuerungstechnik „ctrlX Automation“ von Bosch Rexroth besticht durch App-Technologie und webbasiertes Engineering und ermöglicht, das Bauvolumen aller Automatisierungskomponenten im Durchschnitt um bis zu 50 Prozent zu reduzieren. Die Antriebe wiegen bis zu einem Drittel weniger. Je leichter die Hardware, desto weniger Antriebsleistung reicht aus, und desto weniger Energie wird benötigt. Drei Jahre nach Markteinführung nutzen bereits über 300 Kunden die Bosch-Automatisierung nach dem Smartphone-Prinzip. Selbst Hydraulik denkt das Unternehmen neu und hebt Potentiale: Bei Werkzeug-, Spritzgussmaschinen oder Pressen kommen oft intelligente Hydraulikaggregate wie die „Cytrobox“ von Bosch Rexroth zum Einsatz. Die integrierten drehzahlvariablen Pumpenantriebe reduzieren Energieverbrauch und Stromkosten um bis zu 80 Prozent gegenüber konventionellen Antrieben. Das Prinzip: Dank lastabhängiger Regelung arbeitet die „Cytrobox“ stets im optimalen Betriebsmodus. Wird keine Leistung benötigt, schaltet sie automatisch auf Standby.

Deutsche Unternehmen zählen zu den führenden Anbietern von Umwelttechnologien und tragen mit 15 Prozent zum Greentech-Weltmarkt bei. Eine herausgehobene Position hat der Anlagen- und Maschinenbau; die Branche verzeichnet in Deutschland den höchsten Greentech-Anteil (Quelle: BMU, 2021). „Beim Aufbau einer Green Economy kommt es vor allem auf die Industrie an. Hier entstehen Innovationen, die nicht nur die Industrie nachhaltig gestalten, sondern verschiedene Wirtschaftssektoren“, sagt Najork. Beispiel Mobilität: Bosch ist der weltweit größte Automobilzulieferer und Innovationsführer bei elektrischem Fahren. Kein zweites Unternehmen bietet ein so breites Portfolio – vom eBike über den Pkw bis hin zu Nutzfahrzeugen. In einem nächsten Schritt treibt Bosch Rexroth die Elektrifizierung mobiler Arbeitsmaschinen wie Bagger, Gabelstapler oder Traktoren voran. Der Start der Serienproduktion von Elektromotoren für Off-Highway-Anwendungen ist für die zweite Jahreshälfte 2022 geplant. Bosch ist aber auch einer der führenden Fabrikausrüster. Das Unternehmen stattet sowohl die eigenen Fabriken als auch die seiner Kunden mit Anlagen und Maschinen aus. Der Umstieg auf die Elektromobilität ist nur möglich, werden hochwertige Energiespeicher entwickelt und diese nachhaltig produziert und recycelt. Bosch bietet alles aus einer Hand, von einzelnen Komponenten und Systemlösungen über Software bis hin zu kompletten Montagelinien zu Produktion und Recycling von Batteriemodulen und -packs. Gemeinsam mit Volkswagen will Bosch Fabrikausrüstung für die Fertigung des „Herzstücks“ entwickeln, die Batteriezelle. Ein Projekthaus evaluiert derzeit den Markt und soll die Gründung eines Unternehmens bis Ende des Jahres prüfen und vorbereiten.

Neben Batterien wird die Brennstoffzelle auf Wasserstoffbasis der Energieträger für die Mobilität der Zukunft. Der Bosch-Sondermaschinenbau liefert effiziente Fertigungs- und Prüftechnik, individuell zugeschnitten auf Bedarfe der Automobilhersteller, -zulieferer und Kunden aus der Luftfahrtindustrie. So stattet Bosch in diesem Jahr etwa die Fabrik seines Partners Nikola im US-Bundesstaat Arizona mit Fertigungslinien zur Produktion von Brennstoffzellensystemen für Trucks aus. Für den Aufbau einer Infrastruktur gilt es, den aus der Elektrolyse gewonnenen Wasserstoff an Tankstellen zu komprimieren. Bosch Rexroth entwickelt hierfür hydraulische Antriebe und elektrische Steuerungen inklusive Software für Wasserstoffverdichter, die den Druck des Gases auf bis zu 900 bar erhöhen. Bis 2030 sollen weltweit rund 4.000 Wasserstofftankstellen mit Bosch-Technik ausgerüstet sein. „Die Industrie öffnet das Tor zu einer klimaneutralen Zukunft“, ist Najork überzeugt.

Schon jetzt Aussteller aus über 30 Nationen angemeldet

Die diesjährige „M.O.W.“ in Bad Salzuflen wird vom 18. bis 22. September über die Bühne gehen. Bereits jetzt vermelden die Messemacher Bernd Schäfermeier und Maximilian Richter Aussteller aus über 30 Nationen. Gerade in diesem Jahr, in Anbetracht der großen Herausforderungen wie dem Krieg in der Ukraine, Inflation, Preissteigerungen, Lieferengpässen und der nachlassenden Konsumstimmung kommt es mehr denn je darauf an, auch neue Wege mit neuen Lieferanten zu gehen, alternative Lieferketten sind gefragt.

Die Halle 22.2 zum Beispiel präsentiert sich als Europas Plattform für Junges Wohnen/SB mit führenden Anbietern aus Dänemark, Deutschland, Frankreich, Griechenland, Großbritannien, Italien, Österreich, Portugal, Polen, Schweden, Serbien und Spanien. In der Halle 6 gibt es die türkische Gemeinschaftspräsentation „Furnicity Union“ des Hersteller-Verbands IMOS zu sehen. Das speziell für den Europa-Export geschaffene Vertriebsunternehmen agiert wie ein Großhändler/Importeur und bündelt gezielt das Sortiment aus speziell für die europäischen Märkte ausgewählten Produkten, Programmen und Kollektionen der kooperierenden Mitglieder bzw. deren Produktionskapazitäten. Dazu kommt in der Halle 5 eine Gemeinschaftspräsentation rumänischer Möbelhersteller.

Quer durch die Hallen präsentieren sich Neuaussteller, die die Angebotsbandbreite der „M.O.W.“ mit ihren Produkten und Sortimenten von SB bis zur oberen Mitte bereichern. In sämtlichen Segmenten wird es Erweiterungen geben. Auch die „360GradPlaza“, die hybride Dienstleister-Plattform der Messe, stellt sich neu und umfangreicher auf. Die Messeleitung ist überzeugt: „Das wird eine starke und wichtige ,M.O.W‘., mit allem, was dazu gehört, maßgebend für alle Handelspartner!“

Gewinnt Design Award in den USA

Erfolg für Poggenpohl: Der Küchenspezialist wurde in der Kategorie „Kitchen-Cabinetry“ mit dem amerikanischen „NYCxDesign Award“ gewürdigt. Die Dimensionen, die natürliche Opulenz des Materials und die neue Inszenierung der „+Modo“ Kücheninsel mit einer Arbeitsplatte aus extravagantem „Rosso Lepanto“ überzeugten die Jury.

Die „NYCxDesign Awards“ würdigen das Talent und die Vielfalt internationaler Designer, Hersteller und Produzenten, indem sie ihre besten Projekte und Produkte auszeichnen. Fast 500 Designer, Architekten und Hersteller versammelten sich am 10. Mai im Penn 1 in Manhattan, um die Gewinner und Preisträger der 7. jährlich stattfindenden „NYCxDesign Awards“ zu feiern. Die Preise wurden von Interior Design-Chefredakteurin Cindy Allen übergeben.

Das Küchen-Konzept „+Modo“ beeindruckte bereits bei seinem Launch 2005 durch den unkonventionellen Umgang mit Dimensionen. In einer Produktversion sind Arbeitsplatte und Korpus gegeneinander verschoben. Auch die herausziehbaren Tablare spielen mit der Idee des Versatzes. In der unverwechselbaren Designsprache von Jorge Pensi überspannt die unterleuchtete Arbeitsplatte wie schwebend die Unterschränke. Somit entsteht ein Freiraum, welcher zur Bühne für Utensilien und persönliche Accessoires wird.

Die Küche wurde seit 2005 immer wieder mit unterschiedlichen Varianten, Spielformen, Farben und Materialien ausgestattet. Ihre unveränderte Form und individuelle Wandelbarkeit betonen das zeitlose Design der Küche, das in den vergangenen Jahren mehrfach preisgekrönt wurde. Die „+Modo“ Küche erhielt 2005 das neue Küchenkonzept den „Good Design Award“, kuratiert von The Chicago Athenaeum Museum of Architecture and Design and Metropolitan Arts Press Ltd. 2006 wurde sie  mit dem „If Design Award“ und dem „Red Dot Award“ geehrt. Sie gilt als Ikone in der Kollektionshistorie von Poggenpohl, die weltweit bekannt geworden ist.