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Autor: Möbelfertigung

Fordert schnelle Verabschiedung des EU-Sorgfaltspflichtengesetzes

Der TÜV-Verband begrüßt die Pläne der EU-Kommission, Anforderungen für ein verantwortliches Management von Lieferketten für in der EU tätige Unternehmen verbindlich zu machen. „Ein europäisches Sorgfaltspflichtengesetz, das neben Arbeits- und Menschenrechten auch umwelt- und klimabezogene Sorgfaltspflichten umfasst, ist längst überfällig“, sagt Juliane Petrich, Referentin für Politik und Nachhaltigkeit beim TÜV-Verband. „Es sollten jedoch nicht nur Anforderungen gestellt, sondern deren Einhaltung auch konsequent überprüft werden.“ Der TÜV-Verband bewertet es daher positiv, dass der EU-Gesetzesvorschlag unabhängigen Dritten eine wichtige Rolle zuweist. „Audits und Zertifizierungen sind der Schlüssel für den Erfolg des Sorgfaltspflichtengesetzes“, so Petrich. „Sie schaffen das notwendige Vertrauen in die Aussagen der einzelnen Glieder der Lieferkette, unterstützen damit Unternehmen und Behörden und erhöhen die Transparenz für die Verbraucherinnen und Verbraucher.“ 

Laut einer TÜV-Studie sehen 83 Prozent der deutschen Unternehmen ab 25 Mitarbeitenden die Entwicklung allgemeingültiger Standards für Sorgfaltspflichten und 73 Prozent die Schaffung einheitlicher Wettbewerbsbedingungen als wichtigste Vorteile eines Lieferkettengesetzes. Und 78 Prozent geben an, dass die Einhaltung von Sorgfaltspflichten entlang der Lieferkette von unabhängigen Stellen überprüft werden sollte. Die EU-Kommission hat im Frühjahr ihren lang erwarteten Gesetzentwurf vorgelegt, den der TÜV-Verband jetzt in einer Stellungnahme ausführlich kommentiert hat.

Trotz der aktuellen Herausforderungen – verursacht durch die Folgen der Corona-Pandemie und den Ukraine-Krieg – ist der Zeitpunkt für ein europäisches Sorgfaltspflichtengesetz richtig. „Jedes dritte befragte Unternehmen gibt an, in den vergangenen Jahren seine Lieferketten neu ausgerichtet zu haben“, sagt Petrich. „Der Ukraine-Krieg wird diesen Trend weiter verstärken. Unternehmen sind gut darin beraten, ihre bestehenden Lieferbeziehungen auf den Prüfstand zu stellen. Mit Blick auf die Zukunft muss das Sorgfaltspflichtengesetz jetzt soziale und ökologische Standards setzen, die langfristig geeignet sind, Ungerechtigkeiten in den globalen Wirtschaftsbeziehungen zu minimieren, Rechte von Menschen in Produktionsländern zu stärken und die Umwelt- und Klimakrise einzudämmen.“ Um Unternehmen schnell Planungssicherheit zu ermöglichen, sollten sich das EU-Parlament und der EU-Ministerrat um ein zügiges Gesetzgebungsverfahren bemühen. Gleichfalls brauchen Unternehmen, insbesondere KMUs, finanzielle und politische Unterstützung während der Einführung des Gesetzes.

Nachwuchswettbewerb „ein&zwanzig“

„Best of Best” für modulares Möbelsystem

Am Montag gab die Jury des internationalen Nachwuchswettbewerb „ein&zwanzig“ den diesjährigen „Best of Best“-Preisträger bekannt: Felix Landwehr erhält den Award für sein Projekt „Apio“, ein knotenbasiertes Verbindungssystem für modulare Möbel. Sie würdigt das modulare Möbel als kostengünstige, nachhaltige und moderne Lösung, die sich sogar in Kleinstflächen variabel einsetzen lässt. Im Rahmen der Milan Design Week wurde der Absolvent der Fachhochschule Potsdam bei einer Preisverleihung in der Officina 3 in der Zona Tortona geehrt. Der Nachwuchswettbewerb findet in diesem Jahr seinen Höhepunkt in Mailand: Neben der Award-Zeremonie ist die Ausstellung der 21 prämierten „Winner“-Exponate, die noch bis zum 12. Juni stattfindet, ein echtes Highlight. Neben den diesjährigen 21 „Winnern“ sind bei der Veranstaltung auch die 21 Nachwuchstalente aus dem Vorjahr vor Ort. Sie alle erhalten Gelegenheit, ihre Konzepte und Visionen dem internationalen Netzwerk des Rat für Formgebung vorzustellen und Kontakte mit dem internationalen Who is Who der Designszene zu knüpfen.

„Best of Best“ – „Apio“ von Felix Landwehr: Ein Regal muss heute mehr als ein Aufbewahrungsmöbel sein, es soll viel mehr eine Raumstruktur bilden, welche sich den Lebensphasen und der Individualität der Nutzerinnen und Nutzer anpasst. Knapper Wohnraum fordert zudem individuelle Lösungen, um Nischen und beengte Raumsituationen maximal zu nutzen. Die Beschränkung auf starre Vorgaben und die überfordernde Komplexität der Einzelteile stellen Benutzerfreundlichkeit und langlebige Verwendung auf die Probe. Flexibilität, Mobilität und Anpassungsfähigkeit, sind also entscheidende Faktoren, die das Regal von morgen erfüllen soll.

Designer Felix Landwehr kreiert mit dem knotenbasierten Verbindungssystem ein wandelbares Möbel, das sich dank seiner intelligenten Verknüpfung einzelner Elemente flexibel an unseren Alltag anpasst. Anwender:innen können mit nur einem Verbindungselement und herkömmlichem Rundmaterial aus dem Baumarkt oder aus recycelten Materialien, eigene Ideen kostengünstig verwirklichen. Der Aufbau gelingt ohne Werkzeuge und kommt so dem Wunsch nach Vereinfachung und Aufwandsminimierung entgegen. Dank der innovativen Verbindung können die Elemente frei auf dem Rundmaterial angeordnet werden. Durch diese maximale Flexibilität und Wandelbarkeit des Systems gelingt die Nutzung in privaten Interieurs genauso wie in Office- oder Retail-Bereichen. Apio ist aus ökonomischer Sicht ein kostengünstiges Verbindungselement, das anhand von 3D-Lasertechnologie und CNC-Drehtechnik effektiv und kosteneffizient in Brandenburg hergestellt wird und somit zu niedrigeren Preisen erhältlich ist.

Felix Landwehr konzipiert das Möbelstück über seinen Lebenszyklus hinaus: Die Monomaterialität des Verbindungselements erlaubt die vollständige Trennbarkeit der Materialien, welche so wieder in den Kreislauf zurückgeführt werden. Das Verbindungselement besteht aus vier Einzelteilen. Die zwei verwendeten Materialien, Stahl und Gurtband aus biobasierten Dyneema-Fasern – bis zu 15x zugfester als Stahl – sind durch ihre Beständigkeit auf sehr lange Dauer nutzbar und können nach ihrer Lebensdauer wiederverwendet werden. Alle Einzelteile des Verbindungselements können eigenhändig und ohne Werkzeug ausgetauscht werden. Das innovative Verbindungssystem ist auch für andere Nutzungsszenarien denkbar.

Der Rat für Formgebung kürt mit dem internationalen Nachwuchswettbewerb ein&zwanzig jedes Jahr herausragende Entwürfe junger Designer:innen. Unter den zahlreichen Einreichungen von jungen Talenten, Designstudierenden und Absolvent:innen prämiert eine Jury namhafter Gestalter:innen die 21 besten Produkt- und Projektideen. Ein Projekt, das die Jury in besonderem Maße überzeugt, erhält zudem die begehrte „Best of Best“-Sonderauszeichnung.

Alle Preisträger 2022 unter: http://www.ein-und-zwanzig.de/preistraeger

Tradition und Digital perfekt vereint

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Seit 1943 stellt Le Klint Designerlampen her. Dabei ist das dänische Unternehmen vor allem für seine ­gefalteten und plissierten Lampenschirme aus Papier und Kunststoff bekannt. Aber auch Glas, Metall oder Holz kommen bei den unterschiedlichste Lampentypen zum Einsatz. Darüber hinaus spielen Cutter von Zünd eine wichtige Rolle.

In den bald 80 Jahren ihres Bestehens hat es Le Klint immer verstanden, sich zu erneuern und innovativ zu bleiben und dabei nicht von ihren Grundwerten abzurücken: Geschmackvolles skandinavisches Design, kombiniert mit hochwertigen Materialien für die perfekte Beleuchtung. Dementsprechend wird die Produktpalette ständig weiterentwickelt, neue Modelle entworfen, Designs erneuert. Dafür arbeitet Le Klint mit freiberuflichen Designern zusammen. Neben der Fabrik in Odense führt Le Klint in der Hauptstadt Kopenhagen seit 1943 ein Geschäft, wo seither Le Klint-Leuchten ausgestellt und verkauft werden. Das Unternehmen vertreibt seine Leuchten auch über einen eigenen Online-Shop und liefert europaweit an Fachhändler.

Die Herstellung der kunstvoll gefalteten Lampenschirme erfordert viel Fach- und Materialkenntnis und hohes technisches Know-how. Dabei kommen für Leuchten, die in größeren Serien hergestellt werden, Stanzmaschinen zum Einsatz. Bei Prototypen oder Leuchten, die in limitierter Auflage hergestellt werden oder sehr groß sind, setzt Le Klint auf digitale Schneidtechnologie von Zünd.
Seinen ersten Zünd Cutter kaufte Le Klint bereits 2005, der später mit einem Sheet Feeder für die automatische Bogenzuführung erweitert wurde. Damit wurden die dünnen Kunststoffplatten zugeschnitten, die für die Leuchtenserie „Swirl“ zum Einsatz kamen.

Vor Kurzem hat Le Klint den Zuschnitt mit einem Zünd Cutter „G3 XL-3200“ modernisiert. Beide Cutter verfügen über leistungsstarke und präzise Schneid- und Rillwerkzeuge für die Verarbeitung der dünnen Kunststoff- und ­Papiermaterialien, aus denen die Leuchten hergestellt werden. Darüber hinaus nutzt das Unternehmen Le Klingt die Zünd Cutter auch für die Herstellung kundenspezifischer Verpackungen aus Karton, Schaumstoff und Silikon. „Wenn man entdeckt, dass eine Schneidemaschine viel mehr kann als erwartet, kommt sie auch für ganz neue Anwendungen zum Einsatz“, erklärt Lars ­Kirkebæk Madsen, Produktionsleiter bei Le Klint. „Deshalb schneiden wir heute auch Verpackungen aus Karton oder Dichtungen aus Silikon auf unseren Zünd Cuttern. Früher mussten wir solche Produkte extern beziehen, heute stellen wir sie ganz einfach inhouse her. Unseren ersten Zünd Cutter hatten wir in erster Linie angeschafft, um übergroße Lampenschirme zu produzieren, die für unsere klassischen Stanzmaschinen zu groß waren. Dabei kommen ­Messingwalzen zum Einsatz, welche die ­Faltlinien ins Material prägen. Diese Art der Herstellung von Leuchten stellte uns aber insbesondere in der Entwicklung und Prototypenfertigung vor Probleme, da wir für jeden Lampenschirm eine neue Messingwalze anfertigen lassen mussten, was sehr teuer war. Vor allem, wenn an den Walzen Anpassungen vorgenommen werden mussten.“

Bei ihrem Verpackungslieferanten entdeckten sie schließlich einen Zünd Cutter und wussten gleich, dass dieses digitale Flachbettschneidsystem genau das ist, was sie brauchen. Es dauerte nicht lange und der Zünd Cutter wurde auch für andere Verarbeitungsmethoden eingesetzt. Dazu Lars Kirkebæk Madsen: „Wir stellten fest, dass wir die Löcher in den Schirmen nicht mehr von Hand stanzen mussten, sondern den Zünd Cutter verwenden konnten.“
Überzeugt von dieser Anwendungsvielfalt investierte Le Klint in einen weiteren Zünd Cutter. Dabei nutzt das Unternehmen die Cutter längst nicht mehr nur für die Entwicklung oder nur für übergroße Schirme, sondern auch für viele andere Dinge.

„Wenn wir mit Designern zusammenarbeiten, sind wir nun in der Lage, auf Grundlage ihrer Entwürfe in kürzester Zeit Prototypen herzustellen, die von unseren Mitarbeitenden direkt gefaltet werden können und uns als Entscheidungsgrundlage für weitere Anpassungen dienen“, erläutert Kirkebæk Madsen. „An einem einzigen Arbeitstag können wir so viele Designvarianten erstellen und schnell über das weitere Vorgehen entscheiden. Das war in der Vergangenheit praktisch unmöglich. Für jede neue Idee, für jedes neue Design musste von Hand eine neue Messingwalze angefertigt werden. Mittlerweile reicht eine digitale Zeichnung, um eine neue Leuchte zu produzieren.“
Bei einigen Lampenschirmen von Le Klint sind die Falzlinien zusätzlich mit schwarzen Linien nachgezogen. Das erzeugt einen schönen Effekt, erfordert aber höchste Präzision in der manuellen Faltung. Um sicherzustellen, dass die Rillung exakt auf den Druck passt, setzt wir das Unternehmen die ICC-Kamera ein. Denn mit ihr lassen sich auch kleinste Abweichungen präzise korrigieren.

„Der ältere Zünd Cutter rillt mit gleichmäßigem, konstantem Druck. Der neue Zünd G3 Cutter ist in der Lage, den Rilldruck entsprechend den vorgegebenen Parametern zu regulieren. Für das spätere Falten der Lampenschirme sind gleichmäßige Rillungen unerlässlich“, betont Lars Kirkebæk Madsen. „Wenn wir von Toleranzen sprechen, meinen wir Zehntelmillimeter – das ist nicht viel. Es braucht nicht viel, bis das dünne, empfindliche Material durchgeschnitten oder nicht mehr faltbar ist. Die Zünd Cutter sind aber auch diesbezüglich hochpräzise und konstant. Die beiden Zünd Cutter sind täglich im Einsatz. Wenn wir Hilfe benötigen, reagiert Zünd sehr schnell. Im Allgemeinen benötigen wir aber nur sehr wenig Service, die Cutter ­laufen und laufen und laufen.“

Mehr Infos: www.zund.com

Schließen Vertrag für Aufforstungsprojekt in Uganda

Der Büromöbelhersteller Hammerbacher fördert im Rahmen eines langfristig angelegten Projektes die Wiederherstellung beziehungsweise Aufforstung von 250 Hektar degradierter Fläche in Uganda. Dabei handelt es sich um Wälder, die nicht länger imstande sind, ihre Ökosystemdienste zu leisten. Die Größe der Fläche ist so gewählt, dass im langjährigen Durchschnitt etwa 1.800 Tonnen Kohlendioxid aufgenommen werden, um etwa dem Kohlendioxid-Ausstoß der Firma zu entsprechen.

Neben der Waldzertifizierung nach FSC wird der naturnahe Wald auch nach dem Ökosystemleistungs-Standard des FSC zertifiziert, so dass die zentralen Leistungen des Waldes langfristig gesichert, evaluiert und nachgewiesen werden.

Mit diesem Projekt verbindet das Familienunternehmen Hammerbacher zwei große Herzensangelegenheiten auf einen Schlag. „Wir engagieren uns seit Jahren für Hilfsprojekte in Uganda. So unterstützen wir unter anderem ein Schulprojekt, das zum Ziel hat ehemaligen Kindersoldaten eine Lebensperspektive zu geben. Gleichzeitig verwenden wir seit August 2011 für die Herstellung unserer Büromöbel ausschließlich Holz aus verantwortungsvollen Quellen, das dem hohen Standard des FSC entspricht. Mit dem neuen Projekt können wir diese beiden Überzeugungen und Anliegen vereinen. Besonders wichtig ist uns, dass auch die lokalen Communities vor Ort in die Wiederherstellung von Waldflächen eingebunden sind. Somit spielt neben der ökologischen auch die soziale Komponente eine tragende Rolle“, beschreibt Bernhard Hammerbacher, Geschäftsführer des Büromöbelherstellers die Beweggründe. Das Neumarkter Unternehmen Hammerbacher ist der erste deutsche Büromöbelhersteller, der ausschließlich Büromöbel nach dem Standard des FSC herstellt und ist zusätzlich auch Gewinner der europäischen „FSC Furniture Awards“ 2021.

„Als Familienunternehmen ist uns das Thema Enkeltauglichkeit und Nachhaltigkeit besonders wichtig. Ein reines Kaufen von Carboncredits, um unseren Kohlendioxid Ausstoß zu kompensieren, erschien uns zu kurzsichtig und einseitig. In diesem Kooperationspaket mit FSC, einem zuverlässigen und kompetenten Partner, haben wir die perfekte und nachhaltigste Lösung für unseren Wunsch gefunden, Kohlenstoffspeicher zu schaffen. Ein umfassendes Ökosozial-Projekt mit Herz, zum Angreifen und mit persönlichem Bezug“, so Junior-Chef Christoph Hammerbacher ergänzend.

„Wir freuen uns sehr, dass Hammerbacher als eines der ersten Unternehmen die Bedeutung der Ökosystemleistungen der Wälder erkannt und als förderungswürdig erachtet hat. Neben der Wiederaufforstung und der durch die FSC-Zertifizierung abgesicherten verantwortungsvollen Bewirtschaftung nach den strengen ökologischen und sozialen Standards von FSC, sorgt das vorliegende Projekt auch für die Wiederherstellung intakter Ökosysteme. Dazu zählen die Förderung der Artenvielfalt, sowie der Schutz von Klima, Wasser und Boden – all jene Leistungen, die ein gesunder Wald uns Menschen bietet. Er schützt unsere Lebensgrundlagen. Als wichtiger Wasser- und Kohlenstoffspeicher dient der Wald auch Tieren und Pflanzen als Heimat“, zeigt sich Djuran Koopmanns, seitens FSC Deutschland als Projektleiter für die Kooperation verantwortlich, begeistert von dem Engagement des Büromöbelproduzenten. Das Projekt wird von FSC Deutschland in enger Zusammenarbeit mit FSC in Ostafrika umgesetzt.

Über das Projekt: Die zu schaffenden Kohlenstoffspeicher in Uganda werden in Wäldern eines
FSC-zertifizierten Forstbetriebs realisiert. In den nächsten 5 Jahren werden jeweils 50 ha, insgesamt 250 ha naturnaher Wald aufgeforstet. Das Projekt umfasst ebenso die fachkundige Pflege und Betreuung des entstehenden Waldes. Ebenso ist sichergestellt, dass die neu geschaffene Co2-Senke etwa durch den Verkauf von Co2-Zertifikaten nicht mehrfach bilanziert wird Die zusätzliche Zertifizierung der Ökosystemleistungen nach den strengen ökologischen und sozialen Kriterien des FSC wertet die Leistungen des Waldes zusätzlich aus. Geplant ist das Projekt für eine langfristige Perspektive von 20 Jahren, um die CO2 Leistung maximal auszuschöpfen.

Vorsitzender Philipp Zumsteg zum Vizepräsidenten des Deutschen Holzwirtschaftsrates (DHWR) gewählt

Anlässlich der DHWR Mitgliederversammlung am Freitag, den 03. Juni 2022 wurde Philipp Zumsteg zu deren Vizepräsidenten gewählt. Der Vizepräsident amtiert für zwei Jahre in dieser Position und ist gleichzeitig designierter Nachfolger für das Amt des DHWR-Präsidenten.

Der Deutsche Holzwirtschaftsrat ist der Spitzenverband der deutschen Holzwirtschaft und hat 16 Mitgliedsverbände. Als Spitzenverband hat der DHWR nicht nur ein großes Ansehen bei Politik und Verbänden, sondern auf Grund seiner großen Präsenz auch eine hohe Wahrnehmung durch die Politik.

Exporte im April gestiegen

Die deutschen Exporte sind im April gegenüber März 2022 kalender- und saisonbereinigt um 4,4 Prozent und die Importe um 3,1 Prozent gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand vorläufiger Ergebnisse weiter mitteilt, gingen die Exporte im Vergleich zum Vorjahresmonat April 2021 um 12,9 Prozent und die Importe um 28,1 Prozent nach oben. Die Exporte in die Russische Föderation sanken im April 2022 infolge der wegen des Kriegs in der Ukraine gegen Russland getroffenen Sanktionen, anderer Maßnahmen zur Exportbeschränkung und nicht sanktioniertem Verhalten der Marktteilnehmer gegenüber März 2022 um 10,0 Prozent auf 0,8 Milliarden Euro, nachdem sie im März 2022 bereits um mehr als 60 Prozent gegenüber Februar 2022 eingebrochen waren. Die Importe aus Russland gingen im April 2022 gegenüber März 2022 um 16,4 Prozent auf 3,7 Milliarden Euro zurück.

Insgesamt wurden im April 2022 kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 126,4 Milliarden Euro aus Deutschland exportiert und Waren im Wert von 122,8 Milliarden Euro nach Deutschland importiert. Die Außenhandelsbilanz schloss im April 2022 mit einem Überschuss von 3,5 Milliarden Euro ab. Im März 2022 hatte der kalender- und saisonbereinigte Saldo der Außenhandelsstatistik plus 1,9 Milliarden Euro betragen, im April 2021 hatte er bei plus 16,1 Milliarden Euro gelegen.

In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) wurden im April 2022 kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 69,4 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 59,8 Milliarden Euro von dort importiert. Gegenüber März 2022 stiegen die kalender- und saisonbereinigten Exporte in die EU-Staaten um 4,2 Prozent und die Importe aus diesen Staaten um 2,4 Prozent. In die Staaten der Eurozone wurden Waren im Wert von 48,2 Milliarden Euro (plus 5,9 Prozent) exportiert und Waren im Wert von 41,4 Milliarden Euro (plus 1,7 Prozent) aus diesen Staaten importiert. In die EU-Staaten, die nicht der Eurozone angehören, wurden Waren im Wert von 21,2 Milliarden Euro (plus 0,6 Prozent) exportiert und Waren im Wert von 18,4 Milliarden Euro (plus 3,8 Prozent) von dort importiert.

In die Staaten außerhalb der EU (Drittstaaten) wurden im April 2022 Waren im Wert von 56,9 Milliarden Euro exportiert und Waren im Wert von 63,0 Milliarden Euro aus diesen Staaten importiert. Gegenüber März 2022 nahmen die Exporte in die Drittstaaten um 4,7 Prozent und die Importe von dort um 3,8 Prozent zu.

Dabei gingen die meisten deutschen Exporte in die Vereinigten Staaten. Dorthin wurden kalender- und saisonbereinigt 7,7 Prozent mehr Waren exportiert als im März 2022. Damit stiegen die Exporte in die Vereinigten Staaten auf einen Wert von 12,6 Milliarden Euro. Die Exporte in die Volksrepublik China sanken um 4,5 Prozent auf 8,7 Milliarden Euro und die Exporte in das Vereinigte Königreich stiegen um 7,1 Prozent auf 5,9 Milliarden Euro.

Die meisten Importe kamen im April 2022 aus der Volksrepublik China. Von dort wurden kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 18,4 Milliarden Euro eingeführt, das waren 12,3 Prozent mehr als im Vormonat. Die Importe aus den Vereinigten Staaten sanken um 1,2 Prozent auf 6,7 Milliarden Euro. Die Importe aus dem Vereinigten Königreich nahmen im gleichen Zeitraum um 5,6 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro zu.

Informierte in New York zu textilen Nachhaltigkeitsaktivitäten

Mit ihren Textilveranstaltungen engagiert sich die Messe Frankfurt seit mehr als 15 Jahren global für die Sichtbarkeit nachhaltiger Entwicklungsziele. Dabei arbeitet sie mit dem Conscious Fashion and Lifestyle Network und dem UN Office for Partnerships zusammen, die sich am 2. Juni am Sitz der Vereinten Nationen zur ersten Jahrestagung trafen. Um auf das Thema Nachhaltigkeit aufmerksam zu machen, gibt sie spezielle Messe-Guides heraus, initiiert Talkrunden, bietet geführte Touren zu ausstellenden Unternehmen mit entsprechendem Portfolio, erstellt Materialgalerien mit nachhaltigen Textilinnovationen und veranstaltet eigene Events, wie etwa die „Neonyt“, ausschließlich zu nachhaltiger Mode.

In einer gemeinsamen Paneldiskussion sprachen Olaf Schmidt, Vice President Textiles & Textile Technologies bei der Messe Frankfurt, Sara Kozlowski, Vice President Education and Sustainability Initiatives beim Council of Fashion Designers of America, Sergio Fernández de Córdova, Vorsitzender der PVBLIC Foundation und Roberta Marcenaro, CEO der Strategieberatung IMARK und Strategin bei der Polimoda über die Bedeutung von Partnerschaften und Zusammenarbeit bei der Erreichung der Nachhaltigen Entwicklungsziele. Moderiert wurde die Diskussion von Lucie Brigham, Chief of Office des United Nations Office for Partnerships und Mitgründerin des Conscious Fashion and Lifestyle Networks.

„Die Textilindustrie ist eine Branche mit starken Gegensätzen. Man findet hier sowohl traditionelle Handwerkskunst als auch Hightech mit vollständig digitalisierten und automatisierten Fertigungsprozessen. Gleichzeitig sind die Lieferketten so komplex und global vernetzt wie in kaum einer anderen Branche. Nachhaltigkeit kann nur im engen Zusammenspiel der richtigen Partnerinnen und Partner erreicht werden“, so Olaf Schmidt während der Diskussion. „Als Messeveranstalter machen wir selbst die Textilindustrie zwar nicht unmittelbar nachhaltiger. Unsere zentralen Aufgaben im Texpertise Network der Messe Frankfurt sind jedoch andere: Wir bieten Plattformen zum Netzwerken und bringen auf weltweit rund 60 Textilveranstaltungen die richtigen Partner:innen zusammen. Wir schaffen Sichtbarkeit, indem wir der Branche eine Bühne bieten, um ihr Nachhaltigkeitsengagement ins Blickfeld zu rücken. Wir bieten Bildung und Wissenstransfer auf zahlreichen Konferenz- und Talkformaten rund um das Thema Nachhaltigkeit. Und wir gehen mit gutem Beispiel voran. Mit unseren weltweiten Aktionen zu den SDGs haben wir bislang schätzungsweise rund 9.200 Ausstellernn und 195.500 Besucherinnen und Besucher erreicht – auch in Zeiten der Pandemie.“

Die nächsten Gelegenheiten, sich umfassend zur textilen Wertschöpfungskette einschließlich innovativer textiler Materialien, Herstellungsverfahren sowie Einrichtungs- und Objekttextilien und nachhaltiger Mode zu informieren, bieten die internationalen Leitmessen „Techtextil“, „Texprocess“ und das „Heimtextil Summer Special“ vom 21. bis 24. Juni 2022 sowie die erste Ausgabe der „Neonyt“, das „Neonyt Lab“, vom 24. bis 26. Juni  in Frankfurt.

Beckermann Küchen als klimaneutraler Möbelhersteller ausgezeichnet

Die Deutsche Gütegemeinschaft Möbel (DGM) hat dem niedersächsischen Unternehmen Beckermann Küchen jetzt das RAL Gütezeichen für klimaneutrale Möbelherstellung verliehen. Dafür musste der Hersteller aus Cappeln im Landkreis Cloppenburg seine CO2-Emissionen vollständig bilanzieren und durch den Kauf hochwertiger Klimaschutzzertifikate ablösen.

Laut Berechnung der CO2-Bilanz für das Jahr 2021 emittiert das 1896 gegründete Beckermann Küchen derzeit knapp 2.042 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr. Diesen Carbon Footprint (CO2-Fußabdruck) möchte der Hersteller von Küchen sowie weiteren Möbeln für den Wohnbereich, den Hauswirtschaftsraum und das Homeoffice fortan stetig verkleinern, indem vermeidbare Emissionen weiter identifiziert und schließlich so weit wie möglich reduziert werden. Ungeachtet der angestrebten CO2-Einsparmaßnahmen hat der Hersteller jetzt bereits 4.084 Klimaschutzzertifikate erworben und sich damit bilanziell für zwei Jahre klimaneutral gestellt. Dabei zertifiziert jedes neutralisiert eine Tonne CO2 und kommt einer Klimaschutzinitiative beispielsweise im Bereich Aufforstung, erneuerbare Energien oder Trinkwasseraufbereitung an unterschiedlichen Projektstandorten auf der Welt zugute. Die Projekte dienen sowohl der Infrastruktur vor Ort als auch der globalen CO2-Bilanz und damit als Unterstützung zum Erreichen des 1,5-Grad-Ziels der Vereinten Nationen (UN).

„Wir sind froh und dankbar, dass sich Beckermann Küchen dem Klimapakt für die Möbelindustrie angeschlossen und gleich die größtmögliche Verantwortung für den Klimaschutz übernommen hat – nämlich die Bilanzierung, Reduzierung und Neutralisierung von CO2-Emissionen“, betont DGM-Geschäftsführer Jochen Winning. „Mit jedem weiteren Möbelhersteller wächst der Beitrag, den die deutsche Möbelindustrie zum Erreichen wichtiger Klimaziele der UN, der Europäischen Union und der Bundesregierung leistet.“

Neuordnung bei Vertrieb und Service

Aufgrund der Insolvenz der Dr. Keller Maschinen GmbH endet auch die langjährige Vertriebspartnerschaft mit Homag. Deshalb nimmt der Anlagenspezialist den Vertrieb und Service der Produkte in Baden-Württemberg, Hessen und größtenteils in Rheinland-Pfalz in die eigenen Hände. Alle Kunden und Interessenten aus diesen Gebieten können somit ab sofort direkt durch Homag betreut werden.

„Wir bedauern das Ende der Partnerschaft sehr, aber sehen dies gleichzeitig auch als Chance, die Zusammenarbeit mit Kunden und Interessenten zukünftig noch intensiver und individueller gestalten zu können.“, betont Eduard Schiessl, Vice President, Vertrieb und Service, Region Deutschland. „Wir bieten unseren Kunden die ideale Basis, um Sie über den gesamten Produktlebenszyklus zu begleiten: von der Auswahl der jeweils passenden Maschinentechnik über die richtige Softwarelösung bis hin zum Service aus einer Hand. Dass das Konzept eines Direktvertriebs aufgeht, beweisen wir schon seit fast 20 Jahren erfolgreich in der Region Bayern. Hier werden unsere Kunden aus dem Handwerk und Mittelstand bereits optimal direkt betreut.“

In allen anderen Vertriebsregionen wird Homag die bisherige Vertriebsorganisation beibehalten und setzt weiterhin auf die Zusammenarbeit mit den bewährten Vertriebspartnern.

Aktuell plant das Unternehmen ein neues Kundencenter am Hauptstandort in Schopfloch, das Ende 2024 / Anfang 2025 fertiggestellt sein wird. Bis zu dessen Fertigstellung können die Kunden die Maschinen für das Handwerk und den Mittelstand bereits auch im Showroom in Holzbronn live in Aktion sehen.

Zusammen mit den bestehenden CompetenceCentern in Herzebrock (NRW) und Denkendorf (Bayern) bildet das neue Kundencenter in Schopfloch zukünftig eine ideale Basis für eine optimale Marktbearbeitung in ganz Deutschland.