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Autor: Hahn, Sebastian

Erwirbt 100 Prozent der Gesellschaft Rheinspan

Der Übernahmeprozess des deutschen Unternehmens Rheinspan durch die italienische Industriegruppe Saviola wurde zügig abgeschlossen. Seit Freitag, dem 6. September, ist das italienische Unternehmen 100-prozentiger Eigentümer des Werks in Germersheim (im Raum Frankfurt, Rheinland-Pfalz). Die Synergie und der gemeinsame Wille der beiden Familien Saviola und Nolte zu diesem Projekt ermöglichten es, die Übernahme in sehr kurzer Zeit abzuschließen. Die Verhandlungen über den Erwerb des auf die Herstellung von Platten für die Möbelindustrie spezialisierten Unternehmens hatten bereits 2019 begonnen, wobei das italienische Unternehmen anschließend schrittweise in das Kapital des deutschen Unternehmens eintreten sollte. Bis Ende 2019 erwarb Saviola 50 Prozent des Unternehmens, um dann im Jahr 2022, drei Jahre früher als geplant, eine Mehrheit von 74,9 Prozent zu erreichen.

„Dieses Ergebnis bestätigt unseren festen Willen, den Investitionspfad fortzusetzen, der Saviola dazu bringt, sich zunehmend international zu profilieren. Rheinspan ist eine strategische Entscheidung, um uns auf dem Markt im Herzen Europas mit qualitativ hochwertigen Produkten und großem Mehrwert zu positionieren. Strukturiertes technologisches Know-how, eine kapillare Logistik und ein innovatives und umfassendes Produktsortiment mit attraktivem Design sind zunehmend die Eckpfeiler auf dem Weg in die Welt der Holzmöbel. Ich möchte der Familie Nolte für diese Jahre der fruchtbaren und loyalen Zusammenarbeit danken“, sagte Präsident Alessandro Saviola.

„Die schrittweise Übernahme von Rheinspan durch Saviola seit 2019 erfolgte auf partnerschaftlicher Basis und die Zusammenarbeit zwischen beiden Familien war stets von Vertrauen und Verlässlichkeit geprägt, wofür auch ich mich ausdrücklich bei der Familie Saviola bedanken möchte. Für mich war dies ein wesentlicher Faktor, um einer 100-prozentigen Übernahme von Rheinspan durch Saviola zuzustimmen. Durch die Übernahme kann Rheinspan von der globalen Reichweite, den finanziellen Ressourcen und der Technologiekompetenz der Saviola Gruppe profitieren. Der Verkauf trägt wesentlich zur Stärkung von Rheinspan in einem zunehmend globalen und dynamischen Markt bei. Wir sind überzeugt, dass die Übernahme die Zukunft von Rheinspan innerhalb einer starken, international agierenden Gruppe langfristig sichert und die Weichen für nachhaltiges Wachstum und Innovation damit gestellt sind“ Georg Nolte kommentiert den Verkauf.

In den letzten Jahren haben Saviola und Nolte in Rheinspan mit der Inbetriebnahme einer neuen Produktionslinie zusätzlich zu der bereits bestehenden eine bedeutende Neuinvestition in Technologie getätigt. Darüber hinaus arbeitet Saviola daran, die Spanplattenproduktion auch in Deutschland auf 100 Prozent recyceltes Holz umzustellen, und hat bereits Ende 2023 eine Sammelstelle für Altholz wenige Kilometer vom Rheinspan-Werk entfernt erworben.

Das Unternehmen, das früher Nolte Holzwerkstoff hieß und seit 2020 unter dem Namen Rheinspan auf dem Markt ist, verfügt über 70 Jahre Erfahrung in der industriellen Produktion von Spanplatten und ist damit der älteste Spanplattenhersteller in Familienbesitz. Heute sind im Werk Germersheim rund 210 Personen beschäftigt.

Die Gruppe Saviola ist der führende Hersteller von ökologischen Platten aus 100 Prozent recyceltem Holz. Sie wurde 1963 in Viadana (Mantua) gegründet und besteht heute aus fünf Geschäftsbereichen, hat 15 Werke in Italien und im Ausland, 30 Sammelstellen und 2.000 Mitarbeiter.

Die neuen Azubis in ihren grünen Schüller-T-Shirts wurden von ihren Ausbilder:innen und der gesamten Geschäftsführung zum Start in die Ausbildung herzlich willkommen geheißen.
Schüller

41 neue Azubis gestartet

40 neue Auszubildende und ein dualer Student verstärken seit diesem Monat das Team der Schüller Möbelwerke KG. Um ihnen einen bestmöglichen Start zu gewährleisten, hat der  Küchenhersteller wieder ein durchdachtes Onboarding-Programm von vier Tagen organisiert. Nach dem ersten Tag erwartet die Berufsanfänger:innen eine umfassende Einarbeitung in die unterschiedlichen Firmenbereiche und ein Kennenlernen des vielfältigen Produktspektrums: verschiedene Workshops, Teambuilding-Maßnahmen sind die ersten Schritte ins Berufsleben. „Wir sind im besten Sinne ein werteorientiertes Familienunternehmen. Deshalb werden unsere Unternehmenswerte Mut, Vertrauen, Verantwortung und Wertschätzung vom ersten Tag an gelebt,“ erklärt Geschäftsführer Manfred Niederauer.

Das Herrieder Familienunternehmen bietet 16 verschiedene Ausbildungsberufe an – von Handwerk über Technik und IT bis hin zur Verwaltung. Nach einer Einführungsphase können die Lehrlinge umfassende praktische Erfahrungen sammeln und alle nötigen Bereiche kennenlernen, um fit für das Berufsleben zu werden. „Unsere Azubis erhalten bei uns eine qualifizierte Ausbildung, die im Nachgang wieder unserem Unternehmen zu Gute kommt“, erklärt Geschäftsführer Max Heller.

Aktuell beschäftigt das Unternehmen 127 Auszubildende darunter zwölf dual Studierende, denen nach erfolgreichem Abschluss alle Türen in Herrieden offenstehen. Schon jetzt werden Bewerbungen für den Ausbildungsstart 2025 entgegengenommen. 

Freuen sich über das bestandene Audit: Guido Burmeister und Ralf Jäckel.
Hettich

EMAS-Audit wieder erfolgreich bestanden

Hohe Qualität, geringe Umweltbelastung. Die Hettich Gruppe ist und bleibt in diesem Segment Vorreiter der Branche. Das Unternehmen ist der einzige Möbelbeschlaghersteller im deutschsprachigen Raum, der sich seit 1997 den strengen EMAS-Anforderungen der EU stellt. Das Audit wurde auch in diesem Jahr bestanden und ist bis 2027 gültig.

EMAS (Eco Management and Audit Scheme, deutsch: Gemeinschaftssystem für Umweltmanagement und Umweltbetriebsprüfung) ist ein freiwilliges Instrument der Europäischen Union, das Unternehmen und Organisationen unterstützt, ihre Umweltleistung kontinuierlich zu verbessern. Es verlangt Transparenz und eine vollständige Umweltberichterstattung.

Daran fühlt sich das Hettich-Team gebunden. Zum Beispiel werden seit vielen Jahren ehrgeizige Ziele für nachhaltige Gebäudekonzepte verfolgt. Die aktuell im Bau befindliche Produktionshalle C3 in Kirchlengern wird den Jahres-Primärenergiebedarf nach Gebäudeenergiegesetz GEG 2020 um 84 Prozent unterschreiten.

Auch in diesem Sommer hat der größte Hettich-Standort in Kirchlengern/Bünde erneut die unabhängige, externe Validierung bestanden. „Wir bei Hettich engagieren uns deutlich über die gesetzlichen Anforderungen hinaus. Das schätzen unsere Kunden und wir sind stolz darauf“, sagt Ralf Jäckel, Umweltmanagementbeauftragter bei Hettich. „Bei uns bedeutet Nachhaltigkeit mehr als Umweltschutz, nämlich auch soziale und die gesellschaftliche Verantwortung.“ Mittlerweile beteiligen sich vier deutsche Standorte sowie die Töchter in Spanien und Tschechien an den jährlichen EMAS-Überprüfungszyklen.

Metabo
Metabo

Neue Akkutechnologie mit bis zu 100 Prozent mehr Performance

Die neuen „LiHDX“-Akkus von Metabo bieten bis zu 100 Prozent mehr Performance, überzeugen mit bis zu 85 Prozent längerer Laufzeit und werden doppelt so schnell geladen. Dieser Quantensprung in Leistung und Produktivität kommt besonders bei den leistungsintensiven Maschinen wie Winkelschleifern, großen Bohrhämmern oder Tauchkreissägen zum Tragen.

Möglich macht es die neue Tabless-Technologie: Der technisch bedingte „Flaschenhals“ der bisherigen Zellgenerationen wurde bei dieser neuen Generation beseitigt. Der Schlüssel zu mehr Power ist ein geringerer Innenwiderstand der Akkuzellen. Dadurch kann mehr Energie fließen, was eine höhere Leistung bedeutet. Gleichzeitig bleibt die Zelle kühler. Das verlängert die Laufzeit.  Die „LiHDX“-Akkus sind zu 100 Prozent kompatibel mit allen 18V-Maschinen von Metabo, das heißt: Jede Akku-Maschine der vergangenen 15 Jahre kann problemlos mit den neuen „LiHDX“-Akkus betrieben werden. Dies bietet den Anwendern die Sicherheit, dass sie ihre bestehenden Werkzeuge ohne zusätzliche Investitionen weiterhin nutzen können. Zudem sind die „LiHDX“-Akkus auch Teil des Multi-Marken-Systems CAS und mit den 18-Volt-Akkugeräten von mehr als 40 Herstellern kompatibel.

Ashleigh Lawson
Elektra

Verstärkt Niederlassung in den USA

Am 1. August hat Ashleigh Lawson den Vertrieb der US-amerikanischen Tochtergesellschaft von Elektra in Wilmington, North Carolina, übernommen. In dieser Funktion betreut die Vertriebsexpertin gemeinsam mit ihren Kolleginnen und Kollegen die Möbelhersteller und Ladenbauer in der Region, die einen hohen Bedarf an intelligenten und zuverlässigen Beleuchtungssystemen haben.

Ashleigh Lawson bringt viel Erfahrung aus ihren Tätigkeiten bei Unternehmen wie Würth, Makita und Fastenal mit. Dabei baute sie ihr Know-how im Vertriebsmanagement, in der Geschäftsentwicklung und der strategischen Planung erfolgreich aus. In ihrer neuen Position will sie den Vertrieb bei Elektra noch mehr auf die Kunden ausrichten. Dabei steht für sie die konsequente Umsetzung der Unternehmensstrategie im Fokus. Lawson betont: „Ich freue mich darauf, für Elektra neue Wege zu finden, um Innovationen und Produkte in den USA noch bekannter zu machen.“

Boris Niessing, Geschäftsführer der Elektra GmbH in Deutschland, ergänzt: „Wir sind sehr froh, mit Ashleigh Lawson eine kompetente Kollegin gewonnen zu haben. Ich bin mir sicher, dass sie den Markt optimal betreuen und das Potenzial ausschöpfen wird.“

Logo area30

Große Namen und smarte Innovationen

Die dreizehnte Ausgabe der „area30“ vom 21. bis 26. September 2024 steht unmittelbar vor der Tür und bereits heute ist absehbar, dass diese zentrale Geschäftsplattform der Küchenbranche die Erwartungen erfüllt, wenn nicht sogar übertrifft: Mit den meisten Ausstellern und Marken an einem Ort, der damit verbundenen größten Neuheitendichte und natürlich dem stärksten Besucherzuspruch wird die area30 sicher das bedeutendste Ereignis innerhalb des diesjährigen Küchenherbst Ostwestfalens, welcher inzwischen tausende Fachleute aus der ganzen Welt anlockt und über die Angebote der kommenden Saison entscheidet.

Nahe der Abfahrt Nr. 30 der Autobahn A30 liegt das Messezentrum der „area30“ mit der „innovation area“, der „stage“, der „outdoor area“ und vis-a-vis dem Ausstellungspavillon „cube30“ sowie unzähligen Parkmöglichkeiten inklusive Shuttle-Transfers. Dank erfolgreich etablierter USPs der Veranstaltung, aufmerksamstarken Kommunikationsaktivitäten und intelligenten Kampagnen zur Besuchergenerierung von Veranstalter Trendfairs sowie dessen Ausstellern werden 2024 erneut weit über 13.000 Fachleute von Kanada bis Neuseeland als Messegäste erwartet.

„Wir profitieren von dem zentralen Standort der ,area30′ und erreichen das gewünschte Fachpublikum. Das Konzept ist dabei ebenso innovativ wie hochwertig. Die ,area30′ plus ,cube30′ und der Küchenherbst sind für uns Garanten für Neukunden, ein Treffpunkt mit unseren Kunden und wichtig zum Netzwerken innerhalb der Branche“ – davon ist Uwe Steinhorst, Vertriebsleiter Küche Österreich, Deutschland, Benelux bei Walden, überzeugt. 

Dieser „Run“ zieht bekanntermaßen Jahr für Jahr die entscheidenden Player in der Küchenbranche auf diese Messe. Hersteller von Küchenmöbeln sowie Anbieter von Spülen, Armaturen, Absaugsystemen, Accessoires, Elektrogeräten und IT bzw. Software begrüßen dann ihre Messegäste in angenehmer Wohlfühlatmosphäre. Mit dabei sein werden die bekannten Namen AKP, Berbel und Der Kreis, Dinger Stone und Falmec, Hansgrohe und Küchentreff, Midea und Naber, Novy und Oranier, Quooker und Samsung, Schock und Strasser Steine sowie Systemceram. Logischerweise bildet die Auswahl nur einen Bruchteil der Ausstellerseite ab. Auch Cyncly und SHD stehen hier nur stellvertretend für viele andere Dienstleister, insbesondere aus der IT.

Albrecht Arenz, geschäftsführender Gesellschafter der Zülpicher Softwareschmiede Dein-Konfigurator, meint dazu: „Die ,area30′ bietet uns das ideale Umfeld, unsere außerordentlichen Software-Lösungen zu präsentieren. Wir erreichen über sechs Messetage hinweg unsere wichtigsten Geschäftskontakte und bauen unser Netzwerk aus. Wir genießen das professionelle Umfeld, denn so können wir uns auf unsere Geschäfte konzentrieren. Neben dem Business bleibt ausreichend Zeit für den Austausch unter Kollegen.“

So finden gerade Softwarehäuser im Löhner Messezentrum der Trendfairs ganz offensichtlich ihr Zuhause – nicht zuletzt geht auch in modernen Küchen und deren Zubehör ohne Daten und deren Management nichts mehr. Zudem wird 2024 die überraschende Anzahl innovativer Präsentationen aus den Bereichen E-Geräte, Wasser, Arbeitsplatten und Zubehör ins Auge fallen. Nicht zu vergessen sind natürlich die Eye-Catcher vor Eintritt der Besucher auf die Messe: Gemeint sind jene Aussteller, die mit ihrem Profil und Produktportfolio für die „outdoor area“ prädestiniert sind. Bei dieser Outdoorküchenshow wird es fünf Präsentationen geben – für DVA, Garant, Grohe, Jäschke und Koqoon.

Jan Kurth, Andreas Wagner, Bianca Winkelmann, Steffen Kampeter, Jürgen Müller
VDM

BDA-Hauptgeschäftsführer Steffen Kampeter: „Möbelindustrie wird gestärkt aus der Krise hervorgehen“

„Wir freuen uns, dass sich so viele Gäste zu unserem traditionellen Sommerfest eingefunden haben“, so Andreas Wagner, Vorsitzender des Verbandes der Holzindustrie und Kunststoffverarbeitung Westfalen-Lippe sowie des Serienmöbelverbandes. Gemeinsam mit Hauptgeschäftsführer Jan Kurth begrüßte er am gestrigen Abend die rund 120 Gäste auf der Terrasse des Marta-Cafés in Herford und wertete die gute
Beteiligung als Zeichen des Zusammenhalts der Branche.

Steffen Kampeter, Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände, machte als Hauptredner der Veranstaltung Mut für die Zukunft. „Auch wenn die Möbelindustrie derzeit vor großen Herausforderungen steht, bin ich überzeugt, dass sie mit den richtigen Rahmenbedingungen gestärkt aus dieser Krise hervorgehen kann.“ Die Möbelindustrie habe das Potenzial, sich neu zu erfinden und wieder als starker Wirtschaftsmotor zu wirken. Jetzt sei die Zeit, optimistisch nach vorn zu schauen und durch Handeln die notwendigen Schritte einzuleiten, führte er aus.

Besonders in Ostwestfalen-Lippe gebe es eine gute Wirtschaftsstruktur, sagte er. „Man muss uns nur machen lassen.“ An die anwesenden Unternehmer appellierte er, sich auch gegenüber der Politik für mehr Anreize zur Arbeit einzusetzen. „Der Aufschwung wird nur gelingen, wenn alle die Ärmel hochkrempeln
und fleißig sind.“ Bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf, ein in die Zeit passendes Bildungssystem und der Abbau von bürokratischen Hürden seien nur einige von vielen Ansätzen.

Besonders der Bürokratieabbau war auch Thema bei der anschließenden Diskussionsrunde mit der Landtagsabgeordneten Bianca Winkelmann (CDU), dem Herforder Landrat Jürgen Müller (SPD), Steffen Kampeter, Jan Kurth und Andreas Wagner.

Im Rahmen des Sommerfests wurde darüber hinaus Rechtsanwalt Klemens Brand offiziell in den Ruhestand verabschiedet. Der langjährige Mitgeschäftsführer und Leiter der juristischen Abteilung,
scheidet nach fast 35 Jahren altersbedingt aus. „Ohne zu übertreiben, muss ich sagen, dass mit ihm eine fachliche Institution – und echtes Original – unserer Verbandsgeschäftsstelle geht“, so Andreas Wagner in seiner Abschiedsrede.

88 neue Lehrlinge bei Blum Österreich.
Blum

Begrüßt 100 neue Lehrlinge

Bei Blum haben am 1. September 100 neue Lehrlinge mit der Ausbildung begonnen, der Großteil davon – nämlich 88 – in Österreich. Blum USA stellte sieben Lehrlinge ein, das Werk in China vier sowie ein zusätzlicher Lehrling in Polen. Damit bildet Blum ab Herbst 389 Jugendliche in nicht weniger als elf Lehrberufen aus.

Blum setzt neben der „klassischen“ Lehrlingsausbildung vermehrt auf duale Ausbildungsmodelle, die eine praxisnahe Ausbildung nach der Matura ermöglichen. „Wir legen“, erläutert Robert Kaufmann, seit 2021 Ausbildungsleiter bei Blum, „auf eine möglichst umfassende Ausbildung großen Wert. Das Ziel: junge Menschen durch einen ganzheitlichen Ausbildungsansatz und die enge Verbindung von Theorie und Praxis für die Anforderungen des Arbeitslebens fit zu machen.“

In diesem Zusammenhang hat Blum das Ausbildungsangebot erweitert: Neu ist neben den zehn bisherigen Lehrberufen Elektro-, Maschinenbau-, Prozess- und Fertigungsmesstechnik, Zerspanungs-, Konstruktions-, Werkzeugbau- und Kunststofftechnik sowie Mechatronik und Applikationsentwicklung – Coding das Fach Betriebslogistik. Alle Lehrberufe werden auch als Blum-Lehre mit Matura angeboten – in den Bereichen Mechatronik, Elektrotechnik und Applikationsentwicklung – Coding können Maturantinnen und Maturanten im Rahmen der Dualen Akademie nach der Matura eine verkürzte Lehre absolvieren. Der duale Ausbildungsweg ist eine gute Alternative zum Studium: Maturantinnen und Maturanten lernen und arbeiten direkt im Unternehmen, verdienen ihr eigenes Geld und sammeln während der dreijährigen Ausbildung neben der Theorie auch wichtige praktische Erfahrungen.

Vermittelt werden sollen, wie Robert Kaufmann betont, „auch Zukunftskompetenzen in sozialen, digitalen und internationalen Bereichen. Dabei geht es einerseits um Zusammenarbeit und Teamfähigkeit, andererseits natürlich auch darum, sich in der modernen Arbeitswelt schnell zurechtzufinden.“ Die dafür entwickelten Standards setzt Blum auch bei seinen Töchtern in den USA, in Polen und – eine erfreuliche Premiere – in China um, wo ab Herbst erstmals Lehrlinge ausgebildet werden.

Bei Blum beginnt die Lehre traditionell mit einem Kennenlern-Workshop, der dieses Jahr in Bregenz stattfand. Hier trafen die Lehrlinge erstmals auf ihre Ausbilderinnen und Ausbilder und lernen sich auch gegenseitig kennen. „Im Mittelpunkt des mehrtägigen Workshops“, so Robert Kaufmann abschließend, „steht das ‚Ankommen‘ im Unternehmen. Die neuen Mitarbeitenden sollen sich bei uns wohlfühlen. Und möglichst früh alles Wesentliche über Blum erfahren – über unsere Produkte, aber auch über unsere Arbeitsweise und Unternehmenskultur. Damit legen wir den Grundstein für eine erfolgreiche Berufslaufbahn.“

Zumtobel Group

Guter Start ins neue Geschäftsjahr

Die Zumtobel Group verzeichnet im ersten Quartal einen leichten Umsatzzuwachs von 1,2 Prozent auf 289,1 Mio. EUR, bereinigt um Währungseffekte liegt das Umsatzplus bei 1,3 Prozent. Das Components Segment konnte erstmalig seit sechs Quartalen wieder einen Umsatzanstieg verzeichnen: Vor allem dank der wieder zunehmenden Nachfrage in Großbritannien, der D/A/CH-Region und in Greater China erhöhten sich die Umsatzerlöse um 4,3 Prozent auf 80,3 Mio. EUR. Im Lighting Segment stieg der Umsatz im ersten Quartal um 1,1 Prozent auf 226,6 Mio. EUR (Vorjahr: 224,1 Mio. EUR), hier gab es Zuwächse vor allem in Großbritannien. Durch Umsatzsteigerungen und eine Verbesserung der Materialquote konnten die Personal- und sonstigen Kostenerhöhungen überkompensiert werden. Als Folge erhöhte sich das bereinigte EBIT der Zumtobel Group von 14,5 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum auf 20,2 Mio. EUR. Dies entspricht einer deutlich erhöhten bereinigten EBIT-Marge von 7,0 Prozent (Vorjahr: 5,1 Prozent). Das Periodenergebnis beläuft sich auf 12,8 Mio. EUR (Vorjahr: 9,8 Mio. EUR).

„Steigende Umsätze und Auftragseingänge im Components Segment signalisieren uns, dass die Zeit der gut gefüllten Lager unserer Kunden inzwischen weitgehend vorüber ist. Die schwierige Phase in diesem Geschäftsbereich scheint überwunden zu sein“, so Alfred Felder, CEO der Zumtobel Group.