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Zumtobel Group
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Konzern verzeichnet Umsatzrückgang im Geschäftsjahr 2025/26

Die Zumtobel Group hat sich im Geschäftsjahr 2025/26 in einem weiterhin fordernden Wettbewerbsumfeld behauptet. Belastet durch eine schwache Nachfrage in wesentlichen europäischen Absatzmärkten sowie eine anhaltende Investitionszurückhaltung im Industriesektor, verringerte sich der Konzernumsatz um -5,2 Prozent auf 1.040,4 Mio. Euro (Vorjahr: 1.097,2 Mio. Euro). Währungsbereinigt lag der Rückgang bei -4,4 Prozent.

Regional blieb die D/A/CH-Region mit einem Anteil von 38,1 Prozent der wichtigste Markt der Zumtobel Group, verzeichnete jedoch im Vergleich zum Vorjahr einen leichten Umsatzrückgang von -3,0 Prozent. In Süd- und Osteuropa lag das Minus bei 5,3 Prozent, während Nord- und Westeuropa mit -8,6 Prozent stärker rückläufig war. Positive Impulse kamen aus der Region Amerika & MEA, in der die Zumtobel Group den Umsatz um 7,2 Prozent verbessert hat.

Kostendisziplin stabilisiert Profitabilität

Trotz des anspruchsvollen Marktumfelds gelang es der Zumtobel Group, durch konsequente Kostendisziplin und erste Effekte des eingeleiteten Effizienzprogramms die Profitabilität zu stabilisieren. Die bereinigte Bruttomarge verbesserte sich auf 37,3 Prozent (Vorjahr: 36,5 %). Material-, Personal- sowie Verwaltungskosten wurden reduziert. Das bereinigte Gruppen-EBIT belief sich auf 42,4 Mio. Euro (Vorjahr: 46,9 Mio. Euro), die bereinigte EBIT-Marge lag bei 4,1 Prozent (Vorjahr: 4,3 %).

Alfred Felder, CEO der Zumtobel Group

„Das Marktumfeld im Geschäftsjahr 2025/26 war herausfordernd, insbesondere in unseren europäischen Kernmärkten und im Industriesektor. Gleichzeitig zeigen unsere Effizienzmaßnahmen erste Wirkung: Trotz rückläufiger Umsätze konnten wir unsere Bruttomarge verbessern und die Kostenbasis reduzieren. Für das Geschäftsjahr 2026/27 liegt unser Fokus klar auf konsequenter Transformation, operativer Exzellenz und profitablen Wachstumsfeldern“, sagt Alfred Felder, CEO der Zumtobel Group.

Das Lighting Segment entwickelte sich im Geschäftsjahr 2025/26 vergleichsweise robust. Der Umsatz reduzierte sich um 3,7 Prozent auf 832,3 Mio. Euro, während das bereinigte EBIT auf 54,7 Mio. Euro (Vorjahr: 51,3 Mio. Euro) gesteigert werden konnte. Einsparungen bei Material- und Fixkosten kompensierten den Umsatzrückgang dabei mehr als vollständig.

Das Components Segment war infolge der anhaltend schwachen Industriekonjunktur deutlich stärker belastet. Der Umsatz sank um 11,0 Prozent auf 266,4 Mio. Euro, das bereinigte EBIT reduzierte sich auf 4,6 Mio. Euro (Vorjahr: 13,5 Mio. Euro).

Sondereffekte belasten Ergebnis

Im Geschäftsjahr 2025/26 wurden Sondereffekte in Höhe von -19,3 Mio. Euro verbucht. Diese resultierten im Wesentlichen aus Restrukturierungsmaßnahmen, darunter die Schließung des US-Produktionsstandorts in Highland, New York, USA, die Einstellung der Produktionstätigkeit in Frankreich sowie Aufwendungen für das konzernweite Effizienzprogramm. Darüber hinaus wirkten Wertminderungen auf Entwicklungsprojekte sowie die Abschreibung des Firmenwerts der ZGE Components belastend.

Das Gruppen-EBIT belief sich auf 23,1 Mio. Euro (Vorjahr: 33,0 Mio. Euro), das Ergebnis vor Ertragsteuern auf 10,7 Mio. Euro (Vorjahr: 16,1 Mio. Euro). Höhere Ertragsteuern, insbesondere infolge von Wertberichtigungen aktiver latenter Steuern in den USA, Großbritannien und Österreich sowie Einmaleffekten, wirkten sich negativ auf das Jahresergebnis aus. Das Jahresergebnis lag bei 1,0 Mio. Euro (Vorjahr: 15,5 Mio. Euro). Daraus ergibt sich ein Ergebnis je Aktie von 0,03 Euro (Vorjahr: 0,36 Euro). Der Vorstand und der Aufsichtsrat empfehlen der Hauptversammlung am 25. September 2026, angesichts des leicht positiven Jahresergebnisses auf eine Dividendenausschüttung zu verzichten.

Fokus auf profitable Wachstumsfelder

Unabhängig von der kurzfristigen Marktschwäche konzentriert sich die Zumtobel Group auf klar definierte Wachstumsfelder: Das Unternehmen setzt auf energieeffiziente und vernetzte Beleuchtungslösungen für den Gebäudebestand. Das modulare Lichtbandsystem „Tecton II“ von Zumtobel adressiert insbesondere den steigenden Bedarf an intelligenten Retrofit-Lösungen und integrierbaren Smart-Building-Anwendungen.

Ein weiterer Wachstumsbereich ist die globale Sportbeleuchtung. Mit der FIFA-zertifizierten Flutlichtlösung „Altis“ von Thorn verfügt die Zumtobel Group über eine starke Position in einem technologisch anspruchsvollen Segment mit attraktiven internationalen Projektchancen.

Zusätzliches Wachstumspotenzial entsteht durch Partnerschaften im Smart-Building-Umfeld. Gemeinsam mit Unternehmen wie Siemens, ABB und Legrand stärkt die Zumtobel Group die Integration eigener Lichtlösungen in digitale Gebäudesysteme und erweitert so den Zugang zu neuen Anwendungen und Kundengruppen.

Veränderung im Vorstand

Bernard Motzko, seit Februar 2018 Chief Operating Officer (COO) der Zumtobel Group, wird zum 30. September 2026 planmäßig aus dem Vorstand ausscheiden. Seine operative Verantwortung wird künftig innerhalb der bestehenden Geschäftsbereiche und Führungsstruktur verankert.

„Im Namen des Aufsichtsrats danke ich Herrn Motzko für seine außerordentlichen Verdienste in den vergangenen acht Jahren. Unter seiner Führung wurden zentrale operative Bereiche maßgeblich gestärkt – insbesondere das Produktionsnetzwerk, die Lieferkette sowie das Qualitätsmanagement und der Einkauf. Er hat damit ein solides Fundament geschaffen, von dem das Unternehmen auch künftig profitieren wird“, so Karin Zumtobel-Chammah, Vorsitzende des Aufsichtsrats der Zumtobel Group.

COO Bernard Motzko wird aus dem Vorstand ausscheiden. Aufsichtsratsvorsitzende Karin Zumtobel-Chammah dankte ihm für seine Verdienste.

Ausblick für das Geschäftsjahr 2026/27

Das Marktumfeld bleibt für die Zumtobel Group weiterhin herausfordernd. Die verhaltene Konjunkturentwicklung in wesentlichen europäischen Absatzmärkten, die geringe Dynamik im Bausektor sowie geopolitische Unsicherheiten begrenzen die kurzfristige Visibilität. Gleichzeitig bieten regulatorische Initiativen zur Energieeffizienz und Gebäudesanierung mittelfristig Wachstumschancen. Vor diesem Hintergrund erwartet der Vorstand der Zumtobel Group für das Geschäftsjahr 2026/27 einen Umsatz auf Vorjahresniveau. Die bereinigte EBIT-Marge wird zwischen 3 Prozent und 5 Prozent prognostiziert.

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