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Autor: Hahn, Sebastian

VDM

Möbelindustrie fordert Stärkung der Baunachfrage

Anlässlich der vom Bundeskabinett beschlossenen erweiterten steuerlichen Förderung von Elektroautos als Dienstwagen erklärt Jan Kurth, Geschäftsführer der Verbände der deutschen Möbelindustrie:
 
„Aus unserer Sicht ist es schwer nachvollziehbar, dass nun wieder die deutsche Automobilindustrie und deren Großkonzerne kurzfristig von staatlicher Seite gefördert werden, während der Wohnungsbau und die nachgelagerten mittelständischen Bereiche bereits seit Jahren unter einer Nachfrageschwäche leiden. Das Cluster Bauen und Einrichten verfügt dabei über mehr als eine Million Beschäftigte und damit weit mehr als die Automobilindustrie samt Zulieferindustrie mit rund 800.000 Beschäftigten. Die Baukonjunktur ist wegen der höheren Baukosten und der gestiegenen Zinsen massiv eingebrochen. Das Ziel der Bundesregierung, jährlich 400.000 neue Wohnungen fertigzustellen, rückt in weite Ferne. Der stockende Wohnungsneubau hat nicht nur absehbare soziale Folgen, sondern belastet auch nachgelagerte Branchen wie die deutsche Möbelindustrie und gefährdet dort Arbeitsplätze. Jeder Neubau zieht erfahrungsgemäß zwei bis drei Folgeumzüge mit den entsprechenden Möbelkäufen nach sich. Dieser Bedarf fällt nun weg. Die Auftragslage unserer Unternehmen ist nach wie vor schwach. Wir appellieren abermals an die Bundesregierung, die Baunachfrage nachhaltig zu stärken. Gerade jetzt müssen die notwendigen Investitionen sowie Erleichterungen für den Wohnungsbau und die nachgelagerten Branchen auf den Weg gebracht werden.“ 

Dr. Andreas Ringhofer

Staffelübergabe in der Geschäftsführung

Mit September 2024 hat die Holz.bau forschungs GmbH eine neue Geschäftsführung. DI Dr. Andreas Ringhofer hat die Geschäftsführungsagenden von Univ.-Prof. Dr. Gerhard Schickhofer übernommen, der die Holz.bau forschungs gmbh seit ihrer Gründung im Jahr 2002 begleitet und gefördert hat, 16 Jahre davon in der Verantwortung als Geschäftsführer.

Gerhard Schickhofer, der Wegbereiter für Brettsperrholz, hat als weltweit anerkannter Wissenschaftler am Grazer Kompetenzzentrum Holz.bau forschungs gmbh und als Leiter des Instituts für Holzbau und Holztechnologie der TU Graz Meilensteine in der Forschung gesetzt. Für seine bahnbrechenden Forschungsleistungen und den Wissenstransfer in Bezug auf Brettsperrholz wurde ihm im Jahr 2019 der renommierte Marcus Wallenberg-Preis verliehen. Neben seiner umfangreichen wissenschaftlichen Tätigkeit war und ist es Schickhofer ein großes Anliegen, junge Studierende für den Werkstoff Holz zu begeistern. So wurde die holz.bau forschungs gmbh auch zu einer maßgeblichen Kaderschmiede für die Holzindustrie. Weit über 50 Diplomingenieur*innen fanden nach der hervorragenden Ausbildung am Institut für Holzbau und Holztechnologie der TU Graz und in der Holz.bau forschungs gmbh den Weg in die Holzindustrie, sehr viele heute an zentralen Positionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette Holz.

Mit dem Wechsel in der Geschäftsführung der Holz.bau forschungs gmbh vollzieht sich ein Generationenwechsel. Andreas Ringhofer ist ein junger Holzbauforscher, der ein tiefes Verständnis für die Anforderungen und Herausforderungen des nachhaltigen Bauens mitbringt und dabei auf die Expertise und Erfahrung seines Vorgängers aufbauen kann. In enger Zusammenarbeit mit Gerhard Schickhofer, dem Leiter des Instituts für Holzbau und Holztechnologie an der TU Graz, wird Ringhofer den Einsatz des Werkstoffs Holz im Baubereich weiter vorantreiben.

„Ein zentraler Schwerpunkt unserer Arbeit wird auf ressourcenschonendem Bauen mit Holz im Bestand liegen“, betont Neo-Geschäftsführer Ringhofer. „Die gesamte Holzbau-Community ist sich der ökologischen Herausforderungen ebenso bewusst wie der Chancen, die eine systematische Nachverdichtung in Holzbauweise bietet.“

Entsprechend der von der Europäischen Union vorgegebenen Ziele, sind reuse/recycle/rebuild wesentliche Eckpfeiler für neue und bereits in Planung befindliche Projekte der holz.bau forschungs gmbh. Neben neuen Projekten werden bestehende Aktivitäten weiterentwickelt, die sich an den aktuellen Anforderungen des Holzbaus orientieren, sowie nationale und internationale Kooperationen ausgebaut.

Andreas Ringhofer ist studierter Bauingenieur und technischer Leiter des Lignum Test Centers (LTC) am Institut für Holzbau und Holztechnologie der TU Graz, in welchem er auch als Senior Scientist tätig ist. Er ist außerdem Zivilingenieur für das Bauwesen & geschäftsführender Gesellschafter der freiraum ZT gmbh.

DI Richard Stralz, Aufsichtsratsvorsitzender der holz.bau forschungs gmbh: „Die Expertise, die Gerhard Schickhofer und Andreas Ringhofer miteinander bündeln, wird die jetzt schon starke Verbindung von universitärer Grundlagenforschung und Lehre, ergebnisorientierten Forschungsprojekten und impulsgebender, umsetzungsorientierter Holzwirtschaft weiter ausbauen und noch mehr für die Holzindustrie leisten. Dass wir hier bereits auf einem hohen Level agieren, ist ein weltweit herausragender Erfolg im Bereich Holz- und Bauwerkstechnologie und der Weitsicht und dem Engagement von Professor Schickhofer und dem Team zuzuschreiben. Im Namen der holz.bau forschungs gmbh, des Aufsichtsrats sowie des gesamten Teams danke ich Professor Dr. Schickhofer für das bisher geleistete von Herzen und wünsche dem neuen Geschäftsführer, Dr. Ringhofer, das Allerbeste und viel Erfolg.“

Alicia Vierhaus, geschäftsführende Gesellschafterin der German Smart Living GmbH, und Vierhaus Geschäftsführer Arndt Vierhaus ergänzen ihr Portfolio um die Make Ronald Schmitt.
Vierhaus Group

Übernimmt Markenrechte von Ronald Schmitt

Die Markenrechte der insolventen Ronald Schmitt Design GmbH sind verkauft. Wie die German Smart Living GmbH, ein Unternehmen der Vierhaus Group, mitteilte, hat sie die Markenrechte übernomen. Mit dieser strategischen Akquisition stärkt die Gruppe ihre Position im Bereich hochwertiger Designmöbel. Die etablierten Linien von Ronald Schmitt sollen unter neuer Leitung fortgesetzt, neue Serien entwickeltund die Marke national sowie international weiter ausgebaut werden.

„Wir freuen uns, die Marke Ronald Schmitt in unser Portfolio aufnehmen zu können“, erklärt Alicia Vierhaus, geschäftsführende Gesellschafterin der German Smart Living GmbH. „Ronald Schmitt Design steht seit Jahrzehnten für außergewöhnliche Qualität und innovatives Design. Wir sind überzeugt, dass diese Marke hervorragend zu unserer Unternehmensphilosophie passt und wir gemeinsam neue Maßstäbe in der Designmöbelbranche setzen werden.“

Interface Logo
interface

Erweitert Recyclingkapazitäten in Europa

Kreislaufwirtschaft voranzutreiben ist ein wichtiger Bestandteil der Nachhaltigkeitsstrategie von Interface. Jetzt steigert das weltweit tätige Unternehmen für Bodenbelagslösungen sein Engagement zur Entwicklung der Kreislaufwirtschaft mit erweiterten Kapazitäten in seiner Recyclinganlage für Teppichfliesen in Scherpenzeel, Niederlande.

Die Recyclingmaschine in Scherpenzeel setzt ein innovatives Verfahren zum Recycling von Post-Consumer-Teppichfliesen mit „CQuest Bio Rücken“ ein, die im Rahmen des ReUse-Programms nicht wiederverwendet werden können. So lassen sich die gebrauchten Produkte sofort in den Produktionskreislauf zurückführen und zur Herstellung neuer Teppichfliesen für den europäischen Markt verwenden.

„Wir kennen die positiven Auswirkungen CO2-armer Produkte und zirkulärer Lösungen auf die Verringerung unseres CO2-Fußabdrucks. Und wir wissen, wie sie dazu beitragen, den globalen Temperaturanstieg im Einklang mit den im Pariser Abkommen geforderten Reduzierungen zu halten“, sagt Nigel Stansfield, Chief Innovation & Sustainability Officer bei Interface. „Diese Investition in unser europäisches Werk ist ein entscheidender Schritt, da wir daran arbeiten, so viel Kohlenstoff wie möglich in unseren Produkten, unseren Geschäftstätigkeiten und unserer Lieferkette zu vermeiden, zu reduzieren und zu speichern. Die Aufrüstung der Anlage veranschaulicht unser Engagement, unsere Klimaziele durch direkte CO2-Reduzierung schneller zu erreichen.“

Begrüßt neuen Ausbildungsjahrgang

Am 1. August begann für tausende junge Menschen in ganz Deutschland ein neuer Lebensabschnitt. So auch für insgesamt 30 Auszubildende, die bei Remmers ins Berufsleben gestartet sind. Personalleiterin Janka Miesch begrüßte die angehenden Industriekaufleute, Kaufleute im E-Commerce, Produktionsfachkräfte Chemie, Chemielaboranten, Mechatroniker Fachinformatiker und duale Studenten im Remmers Kompetenzzentrum Bauten- und Bodenschutz in Löningen.

Jedes Jahr freut sich das Unternehmen über das große Interesse an seinem Ausbildungsangebot, in diesem Jahr gingen über 200 Bewerbungen ein.

In ihren ersten Arbeitstag starteten die Nachwuchskräfte bei einem gemeinsamen Frühstück mit den Ausbildern. Es folgten wichtige Informationen zum Ausbildungsstart und ein Betriebsrundgang. „Traut euch auch selbst viel zu“, gab Personalleiterin Janka Miesch den Auszubildenden bei der Begrüßung mit auf den Weg: „Ihr seid in der Ausbildung, um zu lernen und um euch zu entwickeln.“

Nicht fehlen durfte an diesem Tag die traditionelle „Baumpflanzaktion“ auf dem Unternehmensgelände, in diesem Jahr war es ein Säulenahorn. Bereits seit vielen Jahren pflanzt der Berufsnachwuchs einen Baum, der das persönliche Wachstum im neuen beruflichen Umfeld symbolisiert und gleichzeitig eine bleibende Erinnerung an jeden Ausbildungsjahrgang ist.

Nach dem gemeinsamen Mittagessen verbrachten die neuen Auszubildenden den Nachmittag in ihren Fachabteilungen.

Vertragsunterzeichnung bei S.Kijchai Enterprise Public Company Ltd., v.l.n.r.: Kanokkorn Massayamas (Project Director), Vichai Sangwongkit (Managing Director), Harnsiri Sangwongkit (Vice President), Henning Gloede (Managing Director Siempelkamp Pte. Ltd.), Daniel Hasemann (Sales Director Siempelkamp Südamerika)
Siempelkamp

Anlage verstärkt MDF-Produktion von S.Kijchai Enterprise am Standort Rayong

Neuer Auftrag für Siempelkamp: Der thailändische Holzwerkstoffproduzent S.Kijchai Enterprise Public Company Ltd. gab im Mai eine MDF-Anlage bei seinem neuen deutschen Lieferanten in Auftrag. Die insgesamt dritte MDF-Anlage des Unternehmens entsteht wie die beiden anderen am Stammsitz in der Provinz Rayong.

Mit der Investition in die neue Siempelkamp-Anlage steigert S.Kijchai Enterprise seine Produktionskapazität für MDF an seinem Stammsitz auf 500.000 m³. Das Unternehmen mit über 30 Jahren industrieller Erfahrung gilt als einer der führenden Holzwerkstoffproduzenten Südostasiens unkonzentriert sich auf die Herstellung und den Vertrieb von MDF-Produkten.
Dabei unterstützt künftig Siempelkamp: Zum Lieferumfang der neuen Anlage gehört die Form- und Pressenstraße mit einer „ContiRoll“ im Format 8‘ x 52,1 m. Dabei handelt es sich um die innovative Weiterentwicklung „Generation 9i“, die erstmals auf der LIGNA 2023 vorgestellt wurde. In der Formstraße kommt Siempelkamps Lösung einer sich selbst einstellenden Mattengewichtsverteilung in Längs- und Querrichtung (Adaptive Forming System) zum Einsatz. Dabei wird die Matte auf der Formstraße mit dem „EcoScan NEO fly“-System detektiert – ein Produkt des Siempelkamp-Partners EWS. Diese Daten bilden die Basis zur Optimierung der Streuverteilung über die vorgelagerten Aggregate. An den entsprechenden Aggregat-Steuerungen wird über die Regelalgorithmen eine optimale Einstellung berechnet und kontinuierlich nachgestellt. Das Auftragsvolumen endet mit einer Beschleunigungsrollenbahn nach der 3-fach-Diagonalsäge.

„Dieser Auftrag ist ein neues, erfreuliches Projekt in Thailand und ein ebenso erfreuliches Bekennt eines Neukunden zur Siempelkamp-Expertise. Wir danken S.Kijchai Enterprise Public Company Ltd. für das Vertrauen!“, so Henning Gloede, Managing Director Siempelkamp Pte. Ltd. Siempelkamp-Vertriebsleiter Ulrich Kaiser ergänzt: „Unsere Partnerschaft wurde von Beginn an in einem guten, konstruktiven Dialog geführt. Gemeinsame Besuche bei Siempelkamp-Kunden in der Türkei führten zu einem partnerschaftlichen Austausch am ‚lebenden Objekt‘ der Referenzanlagen. Deren Technik hat überzeugt und wird künftig auch für S.Kijchai Enterprise Public Company Ltd. als Erfolgskonzept zum Einsatz kommen.“

VDMA

Statement zu den Wahlen in Sachsen und Thüringen

Nach den Landtagswahlen in Sachsen und Thüringen müssen in beiden Bundesländern konstruktive Mehrheiten gefunden werden, die sich für gute standortpolitische Vorhaben einsetzen.
Dazu erklärt der Familienunternehmer und Vorsitzende des VDMA-Landesverbands Ost Alexander Jakschik:

  • „Die Wahlergebnisse in Sachsen und Thüringen überraschen leider nicht. Sie spiegeln die Vorhersagen der Demoskopen wider und sind zugleich ein deutliches Signal des Unmutes über die Ampel-Regierung.“
  • „Beide Bundesländer stehen in den nächsten Jahren vor gewaltigen Herausforderungen. Daher braucht es konstruktive politische Mehrheiten und eine gute Standortpolitik für den industriellen Mittelstand, um die Länder nach vorne zu bringen.“
  • „Gerade die mittelständisch geprägten Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus sind in ihrer Region verwurzelt. Gleichzeitig sind sie stark exportorientiert und verkaufen ihre Produkte in die ganze Welt. Diese Erfolgsgeschichten wollen wir in den nächsten Jahren weiter ausbauen. Dazu braucht es eine weltoffene und sachorientierte Politik, die Investoren, Unternehmer und Arbeitskräfte ermutigt und nicht verunsichert.“
Timpla

Landkreis Barnim beauftragt Timpla mit zwei Holzmodulgebäuden

Der Landkreis Barnim hat die Timpla GmbH aus Eberswalde, nördlich von Berlin, mit dem Bau von zwei Gebäuden in vorgefertigter Holzmodulbauweise beauftragt. Dieser Schritt unterstreicht das gemeinsame Engagement für nachhaltiges und zukunftsorientiertes Bauen sowie die Entwicklung des Landkreises Barnim zu einem Holzbaucluster.

Die beiden Gebäude, die zunächst zur Unterbringung von Geflüchteten und Asylsuchenden am Standort Stadtsee in Eberswalde zum Einsatz kommen, werden jeweils drei Etagen umfassen, mit zwei Wohneinheiten pro Etage. Jede Wohneinheit wird aus drei Schlafräumen, einem Aufenthaltsraum mit angrenzendem Flur, einem Badezimmer und einem separaten WC bestehen. Sämtliche Sanitär- und Elektroinstallationen werden direkt im Werk bei timpla gefertigt, um höchste Qualität und Effizienz zu gewährleisten. Für die Wärmeerzeugung ist der Einsatz einer energiesparenden Luft-Wärmepumpe vorgesehen.

Die Gebäude werden den Anforderungen des Gebäudeenergiegesetzes (GEG) entsprechen. Damit werden eine hohe energetische Effizienz und Nachhaltigkeit bei zugleich niedrigen Betriebskosten sichergestellt. Die modulare Bauweise schafft zudem Flexibilität für künftige Entwicklungen. Je nach Bedarf können die Gebäude zu einem späteren Zeitpunkt auch an einen anderen Standort versetzt werden und für andere Verwendungszwecke zum Einsatz kommen.

„Mit diesem Projekt kommen wir nicht nur unserer Pflichtaufgabe zur Schaffung dringend benötigter Unterbringungskapazitäten nach, sondern auch unserem Anspruch, kreisliche Bauvorhaben besonders nachhaltig und zugleich zeiteffizient umzusetzen“, sagt Daniel Kurth, Landrat des Landkreises Barnim. „Wir freuen uns, hierfür mit Timpla einen erfahrenen Holzbau-Partner direkt vor Ort im Barnim gefunden zu haben.“

Geschäftsführer Roland Kühnel freut sich über den Landkreis als einen der ersten Kunden: „Dass mit dem Landkreis Barnim unser Heimatkreis ein Startkunde ist, hat sich nach unserer Fertigungsplanung zufällig so ergeben. Aber natürlich freuen wir uns sehr darüber. Timpla ist eng mit der Region vernetzt und unterstützt gerne die Entwicklung für einen nachhaltigen Barnim.“

Eines der für das Wohnheim vorgesehenen Module wird eine Hauptrolle auf der Werkseröffnung am 19. September 2024 spielen. Bundesbauministerin Klara Geywitz und Wirtschaftsminister Steinbach sind geladen, ein Modul symbolisch zu verschrauben.

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HDE

Konsumstimmung verschlechtert sich erheblich

Die Stimmung der Verbraucher in Deutschland verschlechtert sich im September spürbar, es zeigt sich ein negativer Trend. Das macht das Konsumbarometer des Handelsverbandes Deutschland (HDE) deutlich. Infolgedessen nimmt die Konsumzurückhaltung zu. Damit wird der private Konsum in den kommenden Monaten kein signifikantes Wachstum erreichen können. Die Wahrscheinlichkeit für eine Erholung noch in diesem Jahr verringert sich zunehmend.

Dieser abnehmende Optimismus korrespondiert mit dem Stimmungsrückgang in der Wirtschaft sowie dem aktuellen konjunkturellen Ausblick. Die Verbraucher:innen sind mit Blick auf die weitere konjunkturelle Entwicklung sowie auf das eigene Einkommen pessimistischer. In der Folge planen die Konsumenten für die kommenden Monate weniger Anschaffungen.

Das gegenwärtige gesamtwirtschaftliche Umfeld ist nicht förderlich für den privaten Konsum, der im zweiten Quartal dieses Jahres um 0,2 Prozent im Vergleich zum Vorquartal sank. Angesichts dieser Entwicklung verstärkt sich der Eindruck, dass in diesem Jahr eine Erholung weder gesamtwirtschaftlich noch beim privaten Konsum gelingen wird. Es ist kein Wachstumsimpuls für den Einzelhandel in Sicht. Ohne den privaten Konsum als Wachstumstreiber verdüstert sich zudem der weitere konjunkturelle Ausblick. Eine gesamtwirtschaftliche Stagnation – wenn nicht sogar ein BIP-Rückgang – im Gesamtjahr wird wahrscheinlicher.

Das jeweils am ersten Montag eines Monats erscheinende HDE-Konsumbarometer basiert auf einer monatlichen Umfrage unter 1.600 Personen zur Anschaffungsneigung, Sparneigung, finanziellen Situation und zu anderen konsumrelevanten Faktoren. Das Konsumbarometer, das vom Handelsblatt Research Institute (HRI) im Auftrag des HDE erstellt wird, hat eine Indikatorfunktion für den privaten Konsum. Es bildet nicht das aktuelle Verbraucherverhalten ab, sondern die erwartete Stimmung in den kommenden drei Monaten.