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Zumtobel Group  | 

Erreicht trotz guter Auftragslage das Umsatzniveau des Vorkrisenjahres nicht

Die Zumtobel Group erzielte trotz der herausfordernden Situation auf dem Rohstoffmarkt im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres 2021/22 im Vergleich zum Vorjahr gute Ergebnisse. So stieg  der Gruppenumsatz um 10,1 Prozent auf 567,4 Mio. Euro (Vorjahr: 515,4 Mio. Euro), jedoch beeinträchtigten die Knappheit wichtiger Rohstoffe und die entsprechenden Preiserhöhungen die Umsatzentwicklung speziell im zweiten Quartal. Vor diesem Hintergrund konnte die Gruppe ungeachtet hoher Auftragsbestände noch nicht das Umsatzniveau des Vorkrisenjahres (603,8 Mio. Euro) erreichen. Indes stieg das operative Ergebnis (EBIT) im Vergleich zur Vorjahresperiode um 52,4 Prozent auf 35,0 Mio. Euro (Vorjahr 22,9 Mio. Euro) und erreichte damit beinahe das Niveau des Vorkrisenjahres 2019/20. Das Periodenergebnis stieg auf 23,0 Mio. Euro (Vorjahr 13,3 Mio. Euro).

„Damit haben wir auch unter dem Strich mit einem um 72 Prozent höheren Nettoergebnis von 23 Mio. Euro das Krisenjahr 2020/21 hinter uns gelassen“, so Alfred Felder, CEO der Zumtobel Group. „Dennoch hat uns das zweite Quartal gezeigt, dass die Situation auf dem globalen Rohstoffmarkt herausfordernd bleibt.

Währungsbereinigt stiegen die Umsatzerlöse um 9,2 Prozent. Der Umsatz im Lighting-Segment stieg im ersten Halbjahr um 6,7 Prozent auf 420,5 Mio. Euro (Vorjahr: 394,1 Mio. Euro). Im Components-Segment verzeichnete das Unternehmen einen deutlichen Umsatzanstieg um 20,6 Prozent auf 175,7 Mio. Euro. Neben dem generellen wirtschaftlichen Aufwärtstrend trugen teilweise durchgesetzte Preiserhöhungen zur positiven Umsatzentwicklung bei, sodass das Vorkrisenniveau von 2019/20 in diesem Bereich nur knapp verfehlt wurde. Insgesamt konnten die Umsätze in fast allen Regionen im Vergleich zur Vorjahresperiode deutlich gesteigert und bis zu zweistellige Umsatzzuwächse in den Kernmärkten Großbritannien und Frankreich erzielt werden. Eine Ausnahme bildete unter anderem die DACH-Region: Hier fiel der Zuwachs geringer aus, da trotz einer sehr erfreulichen Entwicklung in Österreich die Umsätze in Deutschland und der Schweiz weitgehend auf Vorjahresniveau blieben.
Speziell das zweite Quartal der Zumtobel Group stand im Zeichen knapper Rohstoffe. Mit Einschränkungen und Preissteigerungen in den Warengruppen „Kunststofffabrikate“, „Stahl“ oder „Aluminiumprodukte“ konnte das Unternehmen dank guter und langjähriger Beziehungen zu den Lieferanten vergleichsweise gut umgehen. Dagegen war die mangelnde Verfügbarkeit von Schlüsselkomponenten wie Halbleitern für die High-End-Treiber deutlich zu spüren, da diese nicht im angefragten Umfang geliefert wurden, was auch zu verzögerten Auslieferungen an Kunden führte und weiterhin führt. Um die Abhängigkeit von einzelnen Lieferanten zu reduzieren, passt die Zumtobel Group die Produktentwicklung so an, dass nötigenfalls ein Hersteller gewechselt oder der Bedarf auf mehrere Hersteller verteilt werden kann.

Die Vertriebs- und Verwaltungskosten stiegen im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres um 13,0 Mio. Euro  auf −154,1 Mio. Euro (Vorjahr: −141,1 Mio. Euro). Hintergrund waren unter anderem erhöhte Zölle im Zusammenhang mit dem Brexit sowie gesteigerte Ausgangsfrachtkosten. Dessen ungeachtet stieg das Gruppen-EBIT von 22,9 Mio. Euro im 1. HJ 2020/21 auf 35,0 Mio. Euro im 1. HJ 2021/22. Damit erhöhte sich die Umsatzrendite von 4,5 auf 6,2 Prozent.

Das Periodenergebnis konnte noch deutlicher gesteigert werden – um 72,4 Prozent auf 23,0 Mio. Euro (Vorjahr 13,3 Mio. Euro) – und erreichte somit fast das Niveau des Vorkrisenjahres (24,7 Mio. Euro).

Für die Aktionäre der Zumtobel Group ergab sich ein Ergebnis je Aktie (unverwässert bei 43,1 Mio. Aktien) von 0,53 Euro (1. HJ 2020/21: 0,31 Euro). Der Free Cashflow verschlechterte sich im Berichtszeitraum im Wesentlichen wegen des Mittelabflusses im Working Capital und in den sonstigen operativen Positionen auf 6,7 Mio. Euro (1. HJ 2020/21: 35,0 Mio. Euro).

Die Bilanzstruktur ist gegenüber dem 30. April 2021 nahezu unverändert. Die Eigenkapitalquote lag zum 31. Oktober 2021 bei 32,7 % und die Nettoverbindlichkeiten erhöhten sich gegenüber dem Bilanzstichtag um 6,4 Mio. Euro auf 103,7 Mio. Euro.

Der Vorstand der Zumtobel Group ist trotz der angespannten Situation auf dem Rohstoffmarkt  zuversichtlich und erwartet weiterhin für das Geschäftsjahr 2021/22 steigende Umsatzerlöse in einer Größenordnung von vier bis sieben Prozent sowie eine EBIT-Marge von vier bis fünf Prozent.

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