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Autor: Hahn, Sebastian

Wessel

Lasse Wessel neu in der Geschäftsführung

Seit 1. August 2025 führt Lasse Wessel (30) gemeinsam mit Maximilian Sander (34) die Geschäfte der Wessel – Licht für Möbel GmbH, Herford. Lasse kommt für seinen Vater Stefan Wessel. Dieser hatte das Unternehmen 1999 aus der Ludwig Wessel GmbH & Co. KG, die er bis heute in der dritten Generation führt, ausgliedert und neu gegründet. Stefan Wessel wird sich zum 31. Dezember 2025 aus dem operativen Geschäft zurückziehen, darüber hinaus aber beratend tätig bleiben.

Lasse Wessel studierte Wirtschaftsingenieurwesen mit den Schwerpunkten Maschinenbau und Automotive. Von 2021 bis 2025 war er in der zur Porsche AG gehörenden MHP Management- und IT-Beratung in Düsseldorf als Consultant tätig. MHP unterstützt Kunden bei der Digitalisierung ihrer Prozesse und Produkte und begleitet bei IT-Transformationen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Bei der Wessel – Licht für Möbel GmbH steht Lasse Wessel nun an der Seite von Maximilian Sander für eine geregelte Nachfolge und für Kontinuität. Sander ist bereits seit 2020 Geschäftsführer.

Das in Herford ansässige und weiterhin inhabergeführte Familienunternehmen entwickelt und produziert maßgeschneiderte Beleuchtungslösungen für die Möbelindustrie, den Laden- und Schiffsbau sowie den Objektbereich. Vom 14. bis 17. Oktober 2025 präsentiert sich Wessel mit dem neuen Geschäftsführerduo auf der Sicam im italienischen Pordenone.

Plattform für Zirkuläres Wirtschaften

Als international ausgerichtetes Herstellernetzwerk fördert der Furniture Club – Made in Germany gezielt den Austausch seiner Mitgliedsunternehmen zum Zirkulären Wirtschaften und stellt seine Plattform auf LinkedIn für Kooperationen zur Verfügung.

Warum? Die Einrichtungsbranche steht unter enormem Transformationsdruck. Zirkuläres Wirtschaften bietet hier entscheidende Chancen für mehr Wettbewerbsfähigkeit, Zukunftssicherheit und Innovation – insbesondere vor internationalem Hintergrund. Zudem kann das Netzwerk des Furniture Club bei diesem Thema seinen Mehrwert voll ausspielen, da im Furniture Club Unternehmen aus den unterschiedlichsten Segmenten und Fertigungsebenen der Einrichtungsindustrie vertreten sind: Erst durch Austausch und Kooperation wird es wirklich eine runde Sache, und Kreisläufe schließen sich. Think global, act local.

Wem die internationale Wettbewerbsfähigkeit nicht schon Grund genug liefert, um sich dem Zirkulären Wirtschaften trotz der noch beachtlichen Herausforderungen zu stellen:
– Mittlerweile fragen Kunden – vor allem aus der Objekteinrichtung – verstärkt kreislauffähige Interior-Lösungen nach.
– Ganz zu schweigen von der Notwendigkeit, in naher Zukunft Vorgaben zu Environmental Product Declaration, Digitalem Produktpass, etc. erfüllen zu können.
– Und last but not least ist da die Verantwortung für unser aller Gegenwart und Zukunft, nachhaltiger und ressourcenschonender zu wirtschaften.

Die Furniture Club-Mitglieder verfolgen bereits eine Vielzahl von Ansätzen zum Zirkulären Wirtschaften und für nachhaltige Geschäftsmodelle. Einige Unternehmen werden diese in der hiermit beginnenden Reihe von Beiträgen vorstellen, um das Netzwerk breiter zu öffnen und weitere Partner zu gewinnen.

Gefu

Daniel Schillheim 1 Jahr in der Geschäftsführung

Genau 1 Jahr leitet Daniel Schillheim als Geschäftsführer nun gemeinsam mit seinem Vater Rudolf Schillheim die Geschäfte des Küchenwerkzeugherstellers Gefu in Eslohe. Als familiengeführtes Unternehmen kann er sich dabei auch auf die Unterstützung seines Bruders René verlassen, der die Bereiche Laden- und Messebau sowie Merchandising verantwortet. Mit der Ernennung des 37-Jährigen sei ein erfolgreicher Generationswechsel markiert und die familiäre sowie zukunftsorientierte Unternehmensführung von Gefu bekräftigt worden, heißt es in einer Pressemitteilung.

In einem Interview äußert sich Daniel Schillheim zu seinem bisherigen Wirken im Unternehmen und zur weiteren Positionierung von Gefu: „Mir ist wichtig, offen zu kommunizieren, klare Ziele zu setzen und mein Team zu motivieren, eigene Ideen einzubringen. Ich bin überzeugt, dass Familienunternehmen auch in Zukunft erfolgreich sein werden – wenn sie flexibel bleiben, mutig investieren und gleichzeitig ihre Werte bewahren. Genau das macht Gefu seit Jahrzehnten aus.“

Präsenz spürbar ausgebaut

Schillheim hat sich vorgenommen, die Marke national wie international weiterzuentwickeln, neue Märkte zu erschließen und den partnerschaftlichen Dialog mit dem Handel noch aktiver zu gestalten. Man habe unter seiner Leitung die Präsenz spürbar ausbauen können. Dabei sei die Zahl der stationären Handelspartner weiter angewachsen.

Im kommenden Jahr soll die Internationalisierung ein zentrales Thema bleiben. Zudem will man neue Zielgruppen ansprechen, die Marke emotional weiter aufladen und internen Prozesse durch Digitalisierung noch effizienter gestalten. „Mein Ziel ist es, Gefu zukunftssicher und innovativ aufzustellen – mit einer starken Marke, einem klaren Produktprofil und stabilen, vertrauensvollen Partnerschaften.“

Im nächsten Jahr soll weiter in neue Designs, nachhaltige Prozesse und die Digitalisierung investiert werden. „Die digitale Transformation ist auch für uns ein wichtiges Thema. KI unterstützt uns dabei, Prozesse zu optimieren, vor allem im Marketing und im E-Commerce nutzen wir die künstliche Intelligenz bereits. Weitere Bereiche kommen stetig hinzu. Es ist wichtig, Trends frühzeitig zu erkennen und unsere Handelspartner noch besser zu unterstützen“, so Daniel Schillheim.

HNI / Steelcase

Übernahme im Büromöbelmarkt

Die beiden US-amerikanischen Büromöbelspezialisten HNI Corporation und Steelcase Inc. gaben am 4. August bekannt, dass sie eine endgültige Vereinbarung getroffen haben, nach der HNI seinen bisherigen Wettbewerber Steelcase für einen Gesamtpreis von ca. 2,2 Mrd. USD übernehmen wird.

„Diese Übernahme bringt zwei renommierte Unternehmen mit sich ergänzenden Stärken zusammen und stellt einen spannenden Meilenstein in der Wachstumsgeschichte von HNI dar“, sagte Jeffrey Lorenger, Vorsitzender, Präsident und Chief Executive Officer von HNI. „Mit dem Markenportfolio von Steelcase und angesichts der zunehmenden Tendenz zur Arbeit im Büro werden wir noch besser positioniert sein, um den sich wandelnden Anforderungen des Arbeitsplatzes gerecht zu werden, die Beziehungen zu Händlern und Kunden zu verbessern, neue Wachstumschancen zu erschließen und einen überzeugenden Mehrwert für die Aktionäre des fusionierten Unternehmens zu schaffen.“

„Der Zusammenschluss mit HNI ist ein mutiger Schritt, der eine neue Ära für Steelcase, unsere Kunden, Händler und Mitarbeiter einläutet“, so Sara Armbruster, Präsidentin und Chief Executive Officer von Steelcase. „Gemeinsam werden wir in der Lage sein, die Möglichkeiten in den Bereichen Arbeitswelt, Arbeitnehmer und Arbeitsplätze neu zu definieren.“

Die Übernahme kombiniert komplementäre Portfolios und Händlernetzwerke. So soll künftig die Kundenreichweite verbessert werden. Die geografische Präsenz und das Händlernetzwerk von HNI und Steelcase würden sich „hervorragend“ ergänzen, heißt es in einer Mitteilung, wodurch das fusionierte Unternehmen noch besser in der Lage sei, mehr Kunden aus verschiedenen Branchensegmenten zu bedienen.

Gemeinsam fast 6 Mrd. USD Jahresumsatz

Das fusionierte Unternehmen wird einen pro forma Jahresumsatz von rund 5,8 Mrd. USD, ein pro forma bereinigtes EBITDA von rund 745 Mio. USD und einen Nettoverschuldungsgrad mit einem Faktor von 2,1 haben. Die beteiligten Unternehmen rechnen mit jährlichen Synergien aus dem Zusammenschluss bei voller Umsetzung von voraussichtlich 120 Mio. USD.

Mann im Büro, Pflanze im Hintergrund
Homag Group

Ergebnis verbessert, aber noch keine Markterholung

Die Homag Group hat ihr Ergebnis im ersten Halbjahr 2025 spürbar verbessert. Ausschlaggebend dafür waren Kostensenkungen und ein leicht wachsendes Service-Geschäft. Auftragseingang und Umsatz lagen leicht unter dem Vorjahresniveau. Die erwartete Markterholung im Geschäft mit der Möbelbranche ist noch nicht eingetreten.

„Wir bewegen uns im Möbelsektor unverändert in einem schwierigen Marktumfeld, in dem die Zollkonflikte zu einer zusätzlichen Verunsicherung der Kunden führen. Diese haben ihre Investitionen zuletzt tendenziell verschoben“, erklärt der Vorstandsvorsitzende Dr. Daniel Schmitt. Dementsprechend hat sich der Auftragseingang der Homag Group in den ersten sechs Monaten 2025 leicht auf 671 Mio. Euro (Vorjahr: 699 Mio. Euro) verringert. Dem schwächeren Möbelsektor steht eine positive Entwicklung des Geschäfts mit Produktionsanlagen für den Holzhausbau gegenüber. Hier setzte sich der Aufwärtstrend des Vorjahres fort. Der Auftragsbestand der Homag Group hat sich zum 30. Juni 2025 auf 724 Mio. Euro (30.06.2024: 833 Mio. Euro) reduziert.

Der Umsatz verringerte sich im ersten Halbjahr 2025 auf 674 Mio. Euro (Vorjahr: 706 Mio. Euro). Das EBIT vor Sondereffekten ist um 36 Prozent auf 29,2 Mio. Euro (Vorjahr: 21,5 Mio. Euro) gestiegen. Hier wirkte sich neben der Kostensenkung durch den im Vorjahr abgeschlossenen Personalabbau auch das stabile Service-Geschäft positiv aus. Die Zahl der Mitarbeitenden hat sich zum 30. Juni 2025 auf 6.621 (30.06.2024: 6.978 Mitarbeitende) reduziert.

Auf der weltweit größte Branchenmesse Ligna, die Ende Mai in Hannover stattgefunden hat, erhielt Homagviel positive Resonanz der Kunden. „Unsere Produktinnovationen sind sehr gut angekommen“, betont Dr. Schmitt. „Deshalb sind wir optimistisch, dass wir wieder profitabel wachsen werden, sobald der Markt sich erholt. Wann dies sein wird, ist allerdings sehr schwer vorherzusagen.“

Dr. Jochen Ihring, Geschäftsführer der Dauphin HumanDesign Group und Mitglied im Vorstand des Industrieverbands Büro und Arbeitswelt e.V. (IBA)
Dauphin HumanDesign Group

Mit New Work, Nachhaltigkeit und Fachhandelspartnerschaft durch ein herausforderndes Marktumfeld

Gerade in der unsicheren Wirtschaftslage und eines spürbaren Marktrückgangs richtet die Dauphin HumanDesign Group den Blick nach vorne mit innovativen und emotionalen Raumkonzepten, nachhaltigem Design und internationaler Präsenz.

Die Büromöbelbranche in Deutschland erlebt derzeit schwierige Zeiten: Laut Dr. Jochen Ihring, Geschäftsführer der Dauphin HumanDesign Group und Mitglied im Vorstand des Industrieverbands Büro und Arbeitswelt e.V. (IBA), ist der Umsatz der Branche im ersten Halbjahr 2025 im Vergleich zum Vorjahr um rund zehn Prozent zurückgegangen, besonders im Inlandsgeschäft.

Im Gespräch mit möbelfertigung spricht Dr. Ihring über die aktuelle Wirtschaftslage und verweist auf neue Impulse durch den Wandel der Arbeitswelt: „New Work verändert nicht nur die Nutzung von Büroflächen, sondern auch die Erwartungen an Möbel.“ Im Fokus stehen flexible, multifunktionale Produkte, die Konzentration, Kreativität, Kommunikation und Identifikation mit dem Arbeitgeber gleichermaßen fördern. Dem zugrunde liegt das Flächenkonzept Dauphin Workheart. Damit reagiert das Unternehmen, das sich vom Hersteller ergonomischer Bürostühle zum Anbieter ganzheitlicher New Work Konzepte gewandelt hat, auf die Marktentwicklungen. Im Zentrum der Raumplanung stehen die Strukturierung in Me-, Team- und Family-Zonen, die sich nach dem Grad der sozialen Interaktion richten, sowie die Emotionalisierung des Arbeitsraums. Ergänzt wird das Portfolio durch nachhaltige Innovationen: recycelbare Materialien, modulare Produkte mit langer Lebensdauer und Raum-in-Raum-Lösungen mit lokaler Supply Chain.

Auch international zeigt sich Dauphin breit aufgestellt: Neben europäischen Kernmärkten wie Frankreich, den Niederlanden und der Schweiz betreibt das Unternehmen ein eigenes Werk in den USA und ist in über 80 Ländern aktiv. Die Strategie „Made in Germany“ für Europa und „Made in the US“ für den süd- und nordamerikanischen Markt soll auch künftig fortgeführt werden.

Trotz anhaltender Unsicherheiten bleibt Dr. Ihring optimistisch: „Das Büro bleibt ein zentraler Ort. Nicht nur zum Arbeiten, sondern für Austausch, Kreativität und gelebte Unternehmenskultur.“ Mit einer klaren Ausrichtung auf erlebbare Ergonomie, emotionales Design und konsequente Nachhaltigkeit will Dauphin weiter die Arbeitswelt von morgen gestalten. Ganz gemäß dem Slogan der Dauphin HumanDesign Group: „Wir gestalten Arbeits- und Wohnwelten für Menschen“.

Die Egger Gruppenleitung (v. l.): Thomas Leissing, Frank Bölling, Michael Egger jun. und Hannes Mitterweissacher
Egger Group

Trotzt der Krise mit solidem Geschäftsjahr

Wirtschaftsflaute, schwache Baukonjunktur, globale Konflikte und Unsicherheiten: Die Rahmenbedingungen für das Geschäftsjahr 2024/2025 der Egger Gruppe gestalteten sich durchaus herausfordernd. Trotz dieses wirtschaftlichen Umfelds kann Egger einen sehr soliden Geschäftsjahresverlauf berichten. Egger erwirtschaftete einen gruppenweiten Umsatz von 4,13 Mrd. Euro und ein EBITDA von 541,3 Mio. Euro. Stabilität in solch volatilen Zeiten ist keineswegs gleichzusetzen mit Stillstand. Dank seiner soliden finanziellen Basis realisiert das Familienunternehmen auch in einem sehr schwachen Marktumfeld wesentliche Wachstumsprojekte und Investitionen in den Aufbau weiterer Kapazitäten sowie in Nachhaltigkeit. In einem der größten Projekte der Branche, der 200-Millionen-Euro-Investition in das Werk Markt Bibart (DE), steht der Abschluss der ersten Ausbaustufe kurz bevor.

„Wir würden uns zwar eine ambitioniertere Entwicklung wünschen, angesichts des wirtschaftlichen Umfelds können wir aber wirklich zufrieden sein. Stabilität in solch volatilen Zeiten ist ein Kraftakt. Dafür gilt unser Dank unseren 11.860 Mitarbeitenden. Unser globales Team beweist einmal mehr, dass Egger nicht nur krisenfest ist, sondern Krisen sogar als Chance nutzt“, so Thomas Leissing, Gruppenleitung Finanzen/Verwaltung und Sprecher der Gruppenleitung, bei der Jahrespressekonferenz am Stammsitz in St. Johann in Tirol (AT).

EGGER erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2024/2025 einen gruppenweiten Umsatz von 4.126,3 Mio. Euro (Minus 0,1 Prozent zum Vorjahr). Das EBITDA belief sich auf 541,3 Mio. Euro (Plus 9,7 Prozent zum Vorjahr) und die EBITDA-Marge betrug 13,1 Prozent (Vorjahr: 11,9 Prozent). Die Eigenkapitalquote liegt mit 42,8 Prozent weiterhin auf einem hohen Niveau.

Entwicklungen in den Produktbereichen   

Die Egger Gruppe produzierte im Geschäftsjahr 2024/2025 10,8 Mio. Kubikmeter Holzwerkstoffe und Schnittholz (Vorjahr: 10,4 Mio. m3). In den einzelnen Produktbereichen und Märkten waren die Effekte der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in unterschiedlicher Ausprägung spürbar. „Unser Geschäft ist eng an die Baukonjunktur der jeweiligen Länder geknüpft. Eine besonders schwache Entwicklung sahen wir in unseren Kernmärkten in West- und Mitteleuropa. Die schwache Bauwirtschaft drückt die Nachfrage nach unseren Produkten, insbesondere im Bauproduktesegment, aber auch nachgelagert nach unseren dekorativen Produkten. Naturgemäß resultiert diese schwache Nachfrage in einem starken Preis- und Mengenwettbewerb. In diesem Umfeld konnten wir uns aber insgesamt sehr gut behaupten“, so Michael Egger jun., Gruppenleitung Vertrieb/Marketing. Positiv entwickelten sich im abgelaufenen Geschäftsjahr vor allem die Märkte in Osteuropa und Übersee, dort besonders Asien. Auch das Werk in Lexington, North Carolina, USA, lieferte eine Ergebnisverbesserung. Der Bereich Decorative Products (Produkte für den Möbel- und Innenausbau) erwirtschafte im Geschäftsjahr 2024/2025 einen unkonsolidierten Umsatz von 3.647,7 Mio. Euro (Plus 0,5 Prozent zum Vorjahr). Der unkonsolidierte Umsatz im Bereich Building Products (Produkte für den konstruktiven Holzbau und Fußboden) belief sich auf 705,4 Mio. Euro (Plus 0,1 Prozent zum Vorjahr).

Konsequente Investitionstätigkeit

Die EGGER Gruppe verfolgt eine langfristige Investitionsstrategie, die auf nachhaltiges Wachstum abzielt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2024/2025 wurden insgesamt Investitionen in der Höhe von 435,0 Mio. Euro (Vorjahr: 568,6 Mio. Euro) getätigt. Der Fokus lag dabei auf dem Aufbau weiterer Kapazitäten sowie auf Nachhaltigkeitsprojekten. Das derzeit größte Projekt in Umsetzung ist der Ausbau des 2023 übernommenen Werks in Markt Bibart (DE). Bis 2026 investiert die Egger Gruppe dort mehr als 200 Mio. Euro in Nachhaltigkeit, Veredelung und Automatisierung. Die erste Ausbaustufe ist bereits weit fortgeschritten. In wenigen Wochen wird die Inbetriebnahme der neuen Recyclingholz-Aufbereitungsanlage für die Spanplattenproduktion in Markt Bibart beginnen.

Auch die Umsetzung der Klimastrategie mit dem Bekenntnis zu Net Zero bis 2050 bleibt prägend für die Investitionstätigkeit. „71 Prozent unserer eingesetzten Energie werden schon jetzt aus erneuerbaren Quellen bezogen. Der Bau unseres zweiten Kraftwerks in St. Johann in Tirol, mit dem wir aus biogenen Brennstoffen noch mehr erneuerbare Energie erzeugen werden, schreitet gut voran. Unser Werk in Caorso (IT) produziert dank eines neuen Thermalölkessels im Normalbetrieb erdgasfrei. Auch drei neue Timberpak Recyclingsammelstandorte konnten wir im Geschäftsjahr in Betrieb nehmen und unsere Aufbereitungskapazitäten in unseren Werken erweitern“, fasst Hannes Mitterweissacher, Gruppenleitung Technik/Produktion, die vielen Schritte und Anstrengungen zusammen, die den ökologischen Fußabdruck des Unternehmens nach und nach verkleinern werden. Schon jetzt stammen 66 Prozent des von Egger in seinen Holzwerkstoffen eingesetzten Holzes aus Recycling oder Nebenprodukten der Sägeindustrie. Auch künftig wird Egger konsequent seine Klima- und Nachhaltigkeitsstrategie verfolgen.

Alle Details zum Geschäftsjahr 2024/2025 können im Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht unter to.egger.link/credit-relations eingesehen werden.

Verhaltener Ausblick für das Geschäftsjahr 2025/2026

Gesamtwirtschaftlich gesehen ist weiterhin mit schwacher Konjunktur, verhaltener Nachfrage im Bausektor und durchaus herausfordernden geopolitischen Rahmenbedingungen zu rechnen. Die Umsatz- und Ergebniserwartungen für EGGER fallen entsprechend verhalten aus. Es gibt jedoch erste Anzeichen einer wirtschaftlichen Stabilisierung. „Für eine Markterholung sind wir bestens aufgestellt. Mit unserer hochmodernen industriellen Basis haben wir große Produktionsvorteile geschaffen, die wir entsprechend nutzen werden. Das klare Ziel für das laufende Geschäftsjahr ist es, unsere Kapazitäten maximal auszulasten. Gemeinsam mit unserer internationalen Belegschaft von rund 12.000 Mitarbeitenden und unseren vielen zufriedenen Kunden weltweit wollen wir weiter nachhaltig wachsen“, so die Gruppenleitung geeint.

Schmidt Groupe

Beteiligt sich an Start-Up Cubro

Die Schmidt Groupe hat die Übernahme einer Mehrheitsbeteiligung am spanischen Design-Startup Cubro bekannt gegeben. Mit dieser strategischen Partnerschaft wollen beide Unternehmen die Digitalisierung im Interior-Design vorantreiben und eine ambitionierte Omnichannel-Entwicklung in Europa einleiten.

Innovation trifft auf industrielle Stärke

Cubro, 2019 in Madrid gegründet, hat sich mit einem innovativen Konzept einen Namen gemacht: Das Unternehmen ermöglicht es Kunden, Standardmöbel durch eine große Auswahl an stilvollen Fronten in individuelle Designobjekte zu verwandeln. Mit einem rein digitalen Geschäftsmodell und einem Umsatz von über sechs Millionen Euro im Jahr 2024 hat das Startup schnelles internationales Wachstum erzielt und spricht vor allem eine junge, urbane und online-affine Zielgruppe an.

Für die Schmidt Groupe (bekannt für Marken wie Schmidt und Cuisinella) ist die Akquisition ein entscheidender Schritt, um mehrere strategische Ziele zu erreichen:

  • Stärkung der internationalen Präsenz, insbesondere im spanischen Markt.
  • Beschleunigung der digitalen Transformation durch das Know-how und die Agilität von Cubro.
  • Erschließung neuer Zielgruppen (Millennials) und Ausbau der Beziehungen zu Designern und Architekten.
  • Schaffung von Synergien durch die Kombination der digitalen Expertise von Cubro mit der industriellen und logistischen Kraft der Schmidt Groupe.

Gemeinsame Vision für die Zukunft

Beide Unternehmen betonen die perfekte Ergänzung ihrer jeweiligen Stärken. „Cubro verkörpert einen neuen Blick auf das Design von Innenräumen: einfach, erfahrungsbasiert, digital“, so Anne Leitzgen, Präsidentin der Schmidt Groupe.

Wichtig dabei: Cubro wird seine Eigenständigkeit, sein Team und seine Marke beibehalten. Die Schmidt Groupe wird ihre industrielle Erfahrung und logistische Stärke einbringen, um das Wachstum von Cubro weiter zu beschleunigen. Gleichzeitig profitiert die Schmidt Groupe von der Omnichannel-Expertise des Startups, um ihre eigenen Marken weiterzuentwickeln.

„Mit dieser Allianz dringen wir in neue Dimensionen vor, ohne unsere Agilität oder Einzigartigkeit zu verlieren“, erklärt Jaime Pont, CEO von Cubro. Die Partnerschaft zielt darauf ab, gemeinsam neue Regionen zu erobern und die Art und Weise, wie Wohnräume in Europa gestaltet werden, neu zu erfinden.

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