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Autor: Hahn, Sebastian

Der Mittelstandsverbund ZGV

100-Tage-Bilanz Regierung: Jetzt braucht’s Konkretes

„Nach 100 Tagen zeigt sich: Die anfängliche Dynamik droht nachzulassen.“ Dr. Henning Bergmann, Hauptgeschäftsführer Der Mittelstandsverbund – ZGV, ist zum Auftakt der 100-Tage-Bilanz der Bundesregierung besorgt und hat klare Erwartungen an sie.

Spürbarer Bürokratieabbau als „Wachstumsprogramm zum Nulltarif“

Steuer- und Abgabenpolitik, die echte Entlastung bringt – statt neuer Belastung

Gestaltung einer mittelstandsgerechten Wettbewerbsfähigkeit – national wie europapolitisch

Aufbruch könnte verpuffen, Wirtschaftsstandort bedroht sein

Dr. Henning Bergmann ortet vor allem unnötige Bürkratie als Bremsklotz für die Unternehmen im kooperierenden Mittelstand: „Das bedroht auch den Wirtschaftsstandort Deutschland.“ Die neue Bundesregierung sei zwar mit großen Ambitionen gestartet, nun müssten die Ankündigungen konkrete Ergebnisse bringen, sonst würde der Aufbruch verpuffen.

Bergmann weiter: „Die Politik muss Leistung, Eigenverantwortung und Unternehmertum wieder stärker wertschätzen.“ Denn der kooperierende Mittelstand sei mehr als nur ein Fundament – er lebe eine Haltung: Verantwortung, Zusammenhalt und Innovationskraft. „Gerade jetzt, unter den heutigen wirtschaftlichen Herausforderungen, beweisen viele Mittelständler, dass sie ihrem Standort treu bleiben und ihn zugleich aktiv mitgestalten.“ In Genossenschaften und anderen Verbundgruppen trage man gemeinsam zur Stärke der gesamten Wirtschaft bei – das mache den Mittelstand zu einem entscheidenden Wachstumstreiber.

Westwing

CEO Hoerning: „Starkes erstes Halbjahr“

Westwing steigerte im zweiten Quartal 2025 das bereinigte EBITDA im Vergleich zum Vorjahr um 61 Prozent. Gleichzeitig verzeichnete die Westwing Collection ein Wachstum von 19 Prozent und erreichte damit einen Rekordanteil von 65 Prozent am Bruttowarenvolumen (GMV).

Das bereinigte EBITDA stieg auf 6 Mio. Euro (Q2 2024 4 Mio. Euro), was einer Marge von 6,3 Prozent und einer Verbesserung um 2,6 Prozentpunkte entspricht. Dr. Andreas Hoerning, CEO von Westwing, kommentierte: „Westwing hat ein starkes erstes Halbjahr hinter sich, mit einer deutlichen Steigerung der Profitabilität, die auf die erfolgreich umgesetzten Veränderungen im Jahr 2024 zurückzuführen ist. Mit dem Übergang in die dritte Phase unseres dreistufigen Wertsteigerungsplans sind wir auf dem besten Weg, das volle Wertpotenzial von Westwing zu erschließen.“

GMV-Rückgang um 3,6 Prozent

Das Bruttowarenvolumen (GMV) ging im Vergleich zum Vorjahr um 3,6 Prozent zurück. Diese Entwicklung ist in erster Linie auf die Umstellung auf ein hochwertigeres und kleineres Produktsortiment zurückzuführen. Der Umsatz belief sich auf 100 Mio. Euro, was einem Rückgang von 6,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum entspricht und im Rahmen der Erwartungen liegt. Der GMV stieg im Juni leicht an, wobei sich der Aufwärtstrend im Juli verstärkte. Es wird weiterhin ein positives zweites Halbjahr 2025 erwartet.

Beim Plan zur Wertsteigerung weiter auf Kurs

Die Westwing Collection wuchs im Vergleich zum Vorjahr um 19 Prozent und erreichte mit 65 Prozent des GMV (ein Anstieg um 12 Prozentpunkte gegenüber Q2 2024) einen neuen Höchststand, wodurch die Margen und die Markendifferenzierung weiter verbessert wurden. Westwing hat seine geografische Präsenz in diesem Jahr durch die Expansion in acht neue Länder erfolgreich ausgebaut und plant bis Jahresende den Eintritt in zwei weitere Länder.

Darüber hinaus wurde die Sichtbarkeit der Marke durch wirkungsvolle Initiativen weiter erhöht, darunter eine exklusive Produktkooperation mit dem renommierten Künstler und Designer Harry Nuriev. Das Unternehmen ist weiterhin zuversichtlich, seine operativen und finanziellen Ziele für 2025 zu erreichen und damit die Grundlage für eine Rückkehr zu einem hohen ein- bis zweistelligen Wachstum im Jahr 2026 bei weiter verbesserter Profitabilität zu schaffen.

Umsatzprognose zwischen 425 und 455 Mio. Euro

Westwing bestätigt die Prognose für das Geschäftsjahr 2025, die im März 2025 veröffentlicht wurde. Das Unternehmen hat ein starkes erstes Halbjahr hinter sich, das den Erwartungen entspricht. Die negativen Auswirkungen der Einführung eines überwiegend globalen, hochwertigeren und kleineren Produktsortiments auf die Umsatzentwicklung dürften bis zum Ende des Jahres nachlassen. Für das Geschäftsjahr 2025 prognostiziert Westwing daher einen Umsatz zwischen 425 und 455 Mio. Euro mit einer Wachstumsrate von -4 bis +2 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Während der Umsatzausblick für das Geschäftsjahr verhalten bleibt, bilden die Transformationsfortschritte des Jahres 2024 die Grundlage für eine deutliche Verbesserung der Profitabilität in 2025. Westwing erwartet ein bereinigtes EBITDA zwischen 25 und 35 Mio. Euro bei einer bereinigten EBITDA-Marge im Bereich von +6 bis +8 Prozent.

Entwickelt umweltfreundliche intumeszente Flammschutzlösungen für Holzfassaden

Der Einsatz von Holz im Bauwesen ist wichtig, da Holz ein nachwachsender Rohstoff ist, der Energieeffizienz fördert und CO₂ speichert. Zudem bietet Holz ästhetische Vorteile und ist vielseitig einsetzbar, was es zu einem attraktiven Material für verschiedene Bauprojekte macht. „Mit unserem Forschungsprojekt tragen wir dazu bei, dass Holzfassaden und andere Außenbauteile aus Holz in der Bauindustrie stärker verwendet werden – zum Beispiel bei Hochhäusern, Schulen oder Krankenhäusern“, erläutert Dr. Torsten Kolb, Projektleiter am Fraunhofer WKI.

In bisherigen Forschungsarbeiten des Fraunhofer WKI und des DTNW wurden intumeszierende Beschichtungen (Dämmschichtbildner) für Holz und andere cellulosehaltige Materialien entwickelt, die sich für die Innenanwendung eignen. Diese Lacke haben den Nachteil, dass sie aufgrund von Witterungseinflüssen (Regen, Sonne) nicht für die Außenanwendung eingesetzt werden können. Am Markt sind einige Flammschutzlösungen für Außenanwendungen etabliert, die jedoch nur in Kombination mit einer Decklackschicht anwendbar sind. Diese haben den Nachteil, dass für den Flammschutz von Holz-Außenfassaden immer ein zusätzlicher, kostenintensiver Arbeitsvorgang notwendig ist.

Aufbauend auf den bereits gewonnenen Erkenntnissen sind die Forschenden in diesem Projekt der Frage nachgegangen, ob sich eine Brandschutzbeschichtung für Holz im Außenbereich auf Basis von wasserlöslichen Stickstoff-Phosphor-Silanen (N-P-Silane) oder Cyclophosphazenen (CPZ) herstellen lässt.

Am DTNW wurden verschiedene Flammschutzmittel synthetisiert und am Fraunhofer WKI in eine intumeszierende Beschichtung einformuliert. »Die von uns durchgeführten Arbeiten zeigen, dass eines der synthetisierten Flammschutzmittel, die nach dem Sol-Gel-Verfahren in eine intumeszierende Beschichtung eingearbeitet wurden, gute flammhemmende Eigenschaften aufweist und gleichzeitig auch witterungsbeständig ist. Zur Herstellung der Sol-Gel-Lösungen wurden die jeweiligen Silan-Präkursoren in einem Wasser-Ethanol-Gemisch gelöst, wobei eine Zielkonzentration von 25 Gew.-% angestrebt wurde«, berichtet Dr. Kolb.

Die Forschenden ermittelten vier vielversprechende Formulierungen. Diese wurden für Untersuchungen im Brandschacht, im Cone-Kalorimeter sowie unter natürlicher Bewitterung verwendet. Zwei der Beschichtungen bestanden aus einer klassischen intumeszierenden Mischung und einem Bindemittel. Die anderen beiden Formulierungen enthielten zusätzlich die neu synthetisierten Flammschutzmittel. Eine Formulierung, die das synthetisierte Flammschutzmittel enthielt, wies auch nach 12 Monaten Freibewitterung noch sehr gute Lackeigenschaften auf. Außerdem konnte durch die Untersuchung von nicht bewitterten Proben im Brandschacht die Schwerentflammbarkeit nachgewiesen werden. Durch Untersuchungen im Cone-Kalorimeter und die anschließende Simulation der Ergebnisse mit dem Programm ConeTools konnten die Forschenden vorhersagen, dass diese Beschichtung im SBI-Prüfstand zunächst die Baustoffklasse B und nach der Bewitterung die Baustoffklasse C erreichen kann.

Mit diesem Ergebnis kann der sichtbare Holzbau in den höheren Gebäudeklassen gestärkt werden. Nach § 28 Absatz 3 der Musterbauordnung von 2002 müssen in den Gebäudeklassen 4 und 5 die Oberflächen von Außenwänden schwerentflammbar sein. Das betrifft hohe und/oder großflächige Gebäude wie beispielsweise Mehrfamilienhäuser, Bürogebäude, Krankenhäuser oder Schulen. Auch kleinere Sonderbauten wie Kitas unterliegen oft hohen Brandschutzanforderungen.

Die Ergebnisse des Forschungsvorhabens stellen eine Chance sowohl für mittelständische Betriebe der Lackindustrie als auch für Firmen aus dem Bereich des Holzbaus dar. Bei entsprechender Weiterentwicklung der Effizienz der Flammschutzbeschichtung für die Außenanwendung können diese entwickelten Systeme zur Vermarktung gebracht werden. Somit wird der Einsatz von Holz in den höheren Gebäudeklassen möglich. Dies kann den KMU aus den oben genannten Bereichen ein neues nationales, aber auch internationales Marktsegment erschließen und die Wettbewerbsfähigkeit gegenüber ausländischen Mitbewerbern nachhaltig erhöhen.

Design Nation

Fachevent für Design-Profis in Berlin

Design Nation – ein exklusive B2B-Format mit Wurzeln in der Biennale Interieur – kommt nach zwei erfolgreichen Events in Belgien am 22. und 23. Oktober jetzt erstmals nach Deutschland.

Die Veranstaltung richtet sich an Design-Profis und Entscheidungsträger:innen im Bereich Objekt- und Vertragsgeschäft. Während des zweitägige Fachevents stehen Innovationen in den Bereichen Möbel, Teppiche & Textilien, Beleuchtung, Sanitär- & Küchendesign, Boden- & Wandbeläge sowie Designobjekte im Mittelpunkt.

Eine Auswahl hochwertiger Marken präsentiert aktuelle Kollektionen in einer einzigartigen und inspirierenden Szenografie. Die neutrale Kulisse bei Design Nation soll dafür sorgen, die Designobjekte bestmöglich zur Geltung zu bringen. Veranstaltungsort ist Station Berlin, das durch seine Lage mitten im Zentrum der Hauptstadt und der verbundenen guten Erreichbarkeit, die Größe und Ausstattung sowie die denkmalgeschützte Architektur als ein nationaler und internationaler Hotspot für Messe- und Kongressveranstaltende, Eventagenturen, Unternehmen und andere Organisationen gilt.

Vortragsprogramm mit AIT-Dialog

Inspiration ist das A und O bei der Design Nation. Deshalb arbeiten die Veranstalter mit AIT-Dialog zusammen, das für ein interessantes Vortragsprogramm auf der „Trend Stage“ sorgen soll.

Einstieg ins Influencer-Marketing

Leicht Küchen hat den Schritt in Richtung Influencer-Marketing gemacht. Der Hersteller konnte dazu die Influencerin Ayşe Şen gewinnen, die auf Instagram mit ihrem Kanal Aysens Kitchen zweisprachig Tipps und Tricks rund ums Kochen und Anrichten teilt. Sie hat dort mehr als 2,7 Mio. Follower. Die stärkste Altersgruppe liegt im Bereich von 35 bis 44 Jahren.

„Gemeinsam stehen wir am Anfang eines Projekts, das Interior Design, Kulinarik und digitales Storytelling verbindet“, heißt es auf der LinkedIn-Seite von Leicht Küchen. „Schon die ersten Inhalte zeigen, welches Potenzial in dieser Zusammenarbeit steckt“, zeigt man sich erfreut. Allein auf das Reel der Kampagne gab es über 400.000 Views mit einer durchschnittlichen Wiedergabedauer von 71,4 %. „Wir freuen uns auf die weitere Entwicklung des Projekts und sind gespannt, welche Möglichkeiten sich daraus ergeben.“

Schon vor der Kooperation mit Leicht Küchen hat Aysen Kitchen bereits mit renommierten Marken wie Bosch, WMF und Villeroy & Boch zusammengearbeitet.

Integrated Worlds

Strategische Partnerschaft zur EUDR

Die Integrated Worlds (Marke: Iwofurn) und Supplycanvas gehen eine strategische Partnerschaft ein, um Unternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette bei der Umsetzung der EU-Entwaldungsverordnung (EUDR) zu unterstützen.

Die EUDR betrifft ab Ende 2025 nicht nur Produzenten und Importeure, sondern auch Händler und Zulieferer in der Möbelbranche. Viele Unternehmen sehen sich mit unklaren Vorgaben, hohem manuellen Aufwand und unzureichender technischer Anbindung konfrontiert.

Integrated Worlds gehört zu den Pionieren digitaler Vernetzung, Supplycanvas ist eine Plattform, die ESG-Aufgaben automatisiert – die also hilft, Environmental-, Social- und Governance-Risiken in Lieferketten zu managen. Die beiden Unternehmen vereinen ihre jeweiligen Kernkompetenzen Datenintegration und Compliance, um maßgeschneiderte Serviceleistungen für Marktteilnehmer anzubieten.

Ziel der Partnerschaft ist es, regulatorische Anforderungen effizient zu erfüllen und gleichzeitig die digitale Integration zwischen Geschäftspartnern zu beschleunigen. Gemeinsam bietet sie skalierbare Services für Handel, Hersteller und Zulieferer, die rechtliche Sicherheit schaffen und Abläufe automatisieren sollen.

Bitkom-Studie

IT-Fachkräftemangel verschärft sich

Laut einer Bitkom-Studie fehlen in der deutschen Wirtschaft aktuell rund 109.000 IT-Fachkräfte. Das sind zwar deutlich weniger als noch vor zwei Jahren mit 149.000, allerdings sehen die Unternehmen keine wirkliche Abmilderung des Fachkräftemangels. So beklagen derzeit 85 Prozent einen Mangel an IT-Fachkräften auf dem deutschen Arbeitsmarkt, nur 4 Prozent sprechen von einem Überangebot und 10 Prozent sagen, dass es ausreichend IT-Fachkräfte gibt. 79 Prozent erwarten, dass sich der IT-Fachkräftemangel in Zukunft sogar weiter verschärfen wird, nur 4 Prozent erwarten, dass er abnimmt und 16 Prozent rechnen mit keiner Veränderung.  Das sind Ergebnisse der neuen Bitkom-Studie zum Arbeitsmarkt für IT-Fachkräfte, für die 855 Unternehmen aller Branchen repräsentativ befragt wurden. „Die konjunkturelle Eintrübung und geopolitische Unsicherheiten haben dazu geführt, dass Unternehmen bei Neueinstellungen zurückhaltend sind oder sogar IT-Stellen abgebaut haben. Zugleich schreitet die Digitalisierung der Unternehmen, aber auch in Verwaltungen und Behörden, voran, so dass dort eher mehr als weniger IT-Expertinnen und -Experten benötigt werden“, sagt Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst. „Mit Blick auf die demografische Entwicklung in Deutschland, durch die sehr viel weniger junge Menschen auf den Arbeitsmarkt kommen als ältere aus dem Berufsleben ausscheiden, müssen wir mehr Anstrengungen unternehmen, die IT-Fachkräftelücke zu schließen. Der Fachkräftemangel darf nicht zur Digitalisierungsbremse werden.“

Allerdings mussten 6 Prozent der Unternehmen in den vergangenen zwölf Monaten wegen der wirtschaftlichen Lage IT-Fachkräfte entlassen und 14 Prozent rechnen damit, dass dies in den kommenden zwölf Monaten in ihrem Unternehmen der Fall sein wird. Sogar 35 Prozent erwarten, dass es in der deutschen Wirtschaft aufgrund der schwächelnden Konjunktur zu einem Stellenabbau in der IT kommen wird. Allerdings sagen auch 6 Prozent, dass sie bereits IT-Fachkräfte eingestellt haben, die aufgrund der wirtschaftlichen Situation anderswo ihren Job verloren haben. Und 52 Prozent rechnen damit, künftig bessere Chancen bei der Suche nach IT-Fachkräften zu haben, weil anderswo Stellen gestrichen werden.

EK-Retail

Fachhandelsnachwuchs trifft sich

Im Anschluss an das diesjährige KIQ-Event des electroplus küchenplus Netzwerks von EK-Retail wurde deutlich: der Nachwuchs steht bereit – motiviert, gut vernetzt und voller Ideen. Die Next Generation der Partnerunternehmen traf sich zur offiziellen Kickoff-Veranstaltung.

Was als Ergänzung zum Hauptprogramm begann, entwickelte sich schnell zu einem inspirierenden Forum für unternehmerischen Austausch: Jungunternehmerinnen und Jungunternehmer aus dem electroplus küchenplus Netzwerk nutzten das Treffen, um gemeinsam über ihre Rolle im Handel von morgen zu sprechen.

Dabei sind die Wege in die unternehmerische Verantwortung so vielfältig wie die Teilnehmer selbst: Einige führen den Betrieb bereits eigenständig, andere gestalten gemeinsam mit den Eltern die Zukunft des Familienunternehmens oder stehen kurz vor dem Einstieg in die Geschäftsführung. Dieser Mix aus Erfahrung, frischer Perspektive und Gestaltungswillen macht die Runde so wertvoll.

Moderiert, gefördert, begleitet

Geleitet wurde der Austausch von Meike Ullrich, Senior Concept Managerin bei electroplus. Ihr ist wichtig, dass die jungen Unternehmerinnen und Unternehmer nicht nur einen Platz am Tisch, sondern eine eigene Bühne bekommen: „Unser Ziel ist es, eine Plattform zu schaffen, auf der die Next Gen sich austauschen, voneinander lernen und gemeinsam wachsen kann. Wer Zukunft gestalten will, muss heute vernetzt denken“, so Ullrich. Der direkte Kontakt zu den electroplus küchenplus Konzeptverantwortlichen in Bielefeld, kurze Entscheidungswege und eine offene Diskussionskultur zeichnen das Format aus. Das Team von des Netzwerks begleitet die Gruppe aktiv, liefert Impulse und setzt auf eine langfristige Perspektive.

OMR-Trends als Zukunftschance

Ein besonderes Highlight der Kickoff-Veranstaltung: Paul Süwer, Team Lead Marketing and E-Commerce, und Pia Strieder, E-Commerce Managerin bei electroplus küchenplus, präsentierten ihre persönlichen „Takeaways“ vom renommierten OMR-Festival in Hamburg – und übersetzten die dort identifizierten Digitaltrends in konkrete Chancen für den Elektro- und Küchenfachhandel.

Künstliche Intelligenz, datengetriebenes Marketing und neue Kunden-Touchpoints waren zentrale Themen. Dabei wurde deutlich: Wer online sichtbar ist, profitiert stationär – vorausgesetzt, Markenführung und Kundenerlebnis sind konsequent durchdacht.

Mit dem Next-Gen-Treffen will electroplus küchenplus seinen Anspruch unterstreichen, „dem Fachhandel Perspektive zu geben – nicht nur mit Konzepten und Kampagnen, sondern durch echte Teilhabe“, heißt es in einer Pressemitteilung. „Die Botschaft an die Branche ist klar: Wer junge Unternehmer fördert, sichert die Zukunft des stationären Handels.“

Plant Biomasseanlage um CO2 einzusparen

Dekodur International GmbH & Co. KG, innovativer Hersteller hochwertiger Schichtstoffplatten, und MVV Enamic GmbH, ein Tochterunternehmen des Mannheimer Energieunternehmens MVV Energie AG, haben eine strategische Partnerschaft zur Dekarbonisierung des Dekodur-Produktionsstandortes in Hirschhorn geschlossen. Im Zentrum der Vereinbarung steht die Planung einer modernen Dampferzeugungsanlage, die den bisherigen Brennstoff Öl durch Biomasse ersetzen wird. Dieses zukunftsweisende Projekt soll nach Fertigstellung die CO₂-Emissionen um über 1.000 Tonnen pro Jahr reduzieren und die Energieversorgung der Produktion nachhaltig sichern.

Für Dekodur ist dieser Schritt eine logische Konsequenz der eigenen Unternehmensphilosophie. Die Umstellung ist eine direkte Investition in die Nachhaltigkeit und Effizienz der Produktionsprozesse. „Die Dekarbonisierung unserer Energieversorgung ist ein entscheidender Meilenstein“, so Rolf van den Berg, Geschäftsführender Gesellschafter von Dekodur International. „Wir bekennen uns damit klar zu unserer ökologischen Verantwortung. Mit MVV haben wir einen Partner gefunden, der nicht nur über die technische Expertise für ein solches Contracting-Projekt verfügt, sondern auch unsere Vision einer nachhaltigen Industrieproduktion teilt.“

Im Rahmen der Vereinbarung wird MVV Enamic die Vorplanung für eine neue Dampferzeugungsanlage auf Basis von Holzpellets übernehmen. Diese Variante wurde aufgrund des geringen Betriebsaufwands und der hohen Flexibilität favorisiert. Eine zusätzliche Redundanzlösung soll dabei jederzeit die maximale Versorgungssicherheit für die Produktionsanlagen von Dekodur gewährleisten. „Wir freuen uns, Dekodur mit unserer über 25-jährigen Erfahrung bei der Umsetzung komplexer Energielösungen zu unterstützen“, erklärt Dr. Johannes Werhahn, Geschäftsführer von MVV Enamic.