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Autor: Hahn, Sebastian

Westag

Messestand mit dem Red Dot Design Award ausgezeichnet

Mit ihrem Messestand auf der BAU 2025 in München hat die Westag AG den „Red Dot Award: Brands & Communication Design“ in der Kategorie „Fair Stands“ erhalten. „Der Gewinn des Red Dot Design Awards ist für die Westag eine ganz besondere Ehrung“, erklärt Salvatore Figliuzzi, Geschäftsleitung Marketing und Strategie bei der Westag AG. „Er honoriert unser Engagement für exzellentes Design und höchste Qualität und ist ein großartiges Zeugnis für die Leistung des gesamten Teams.“

Auf der Weltleitmesse für Architektur, Materialien und Systeme präsentierte die Westag unter dem Motto „Dimension & Funktion“ eine beeindruckende Produktpalette, die zeigte, was in Sachen Innovation und Design möglich ist. Von stilvollen Innentüren bis zu maßgeschneiderten Speziallösungen – die Produkte begeisterten das Fachpublikum auf ganzer Linie. Der Messestand, der den idealen Rahmen für die Präsentation bot, entstand in enger Zusammenarbeit mit dem Kölner Architekturbüro DIIIP. „Ein großes Dankeschön an DIIIP für die Umsetzung unserer gemeinsamen Design-Vision“, betont Salvatore Figliuzzi.

Ausgezeichneter Messestand zukünftig im Showroom F10

Aktuell werden große Teile des Messestandes in den Westag-Showroom F10 in Rheda-Wiedenbrück nachhaltig integriert. Damit schafft das Unternehmen auch über die Messe hinaus einen Ort, an dem die Qualität und Innovation sowohl der Westag-Produkte als auch des nun prämierten Messestandes hautnah erlebt werden können. Der Red Dot Design Award ist ein international anerkannter Wettbewerb, bei dem herausragendes Design ausgezeichnet wird – das Red Dot Label gilt als eines der begehrtesten Qualitätssiegel. Eine unabhängige, internationale Jury aus Designern, Professoren und Fachjournalisten bewertet die eingereichten Arbeiten nach verschiedenen Kriterien wie Innovationsgrad, Funktionalität, formale Qualität und Nachhaltigkeit

Safaric Consulting

KI sorgt für besondere Einkaufserlebnisse

Künstliche Intelligenz im Einzelhandel: Wie haben sich umgesetzte und geplante Anwendungsfälle von KI in den vergangenen Jahren verändert? Antworten auf diese Frage gibt eine gemeinsame Online-Studie des Handelsverbands Deutschland und des Beratungsunternehmens Safaric Consulting.

Künstliche Intelligenz (KI) hat sich in den zurückliegenden Jahren von einem Trendthema zu einer unverzichtbaren Schlüsseltechnologie entwickelt. Sie hat den Handel nachhaltig transformiert. Mit immer ausgefeilteren Algorithmen und der Integration von generativer KI bietet sie personalisierte Einkaufserlebnisse. Darüber hinaus ermöglicht sie auch eine präzisere Prognose von Kundenbedürfnissen und eine noch bessere Prozessoptimierung. Dank KI erschließen sich dem Handel neue Wachstums- und Wettbewerbspotenziale. Sie ist nicht nur ein Treiber des modernen Handels, sondern ein zentraler Erfolgsfaktor für die Zukunft der Branche.

Umgesetzt und geplant: KI in der Anwendung

Eine in Kooperation zwischen dem Handelsverband Deutschland (HDE) und Safaric Consulting durchgeführte Online-Studie zum Thema „Künstliche Intelligenz im Handel 2025“ beschäftigt sich im Kern mit der Frage, wie weit die Anwendung von KI im deutschen Handel fortgeschritten ist? Dazu gehört auch die Betrachtung der umgesetzten und geplanten Anwendungsfälle. Diese haben sich in den vergangenen Jahren stark verändert.

Bei der Frage, welche konkreten Anwendungsfälle bereits mit KI umgesetzt wurden oder in Zukunft geplant sind, gaben die befragten Handelsunternehmen unter anderem an, dass KI insbesondere bei der Generierung von Artikeltexten (4,1 Prozent), der Auswertung von Kundenbewertungen auf Social Media (4,0 Prozent) und bei der Massenprüfung von Daten (3,9 Prozent) eingesetzt wird. Auf den ersten drei Plätzen der Rangliste befinden sich damit neben einem Neuzugang zwei Anwendungsfälle, die im Jahr 2023 noch deutlich seltener umgesetzt wurden.

Bei den geplanten Anwendungsfällen stehen die Auswertung von Kundenbewertungen auf Social Media (3,8 Prozent), allgemeine Absatzprognosen (3,8 Prozent), Belegbearbeitung in der Buchhaltung (3,8 Prozent), Generierung von Artikeltexten (3,5 Prozent), die Trenderkennung von Kundenbedürfnissen (3,5 Prozent) und personalisierte Angebote und Preise (3,5 Prozent) im Fokus. Auch hier befinden sich unter den ersten drei Plätzen der Rangliste ein Neuzugang sowie zwei Anwendungsfälle, die einen Rangzuwachs von +12 bzw. +19 Positionen verzeichnen.

Die komplette Studie stellt der Handelsverband Deutschland HIER zur Verfügung.

VDMA

„Zolldeal“ mit den USA hat böse Folgen für den Maschinen- und Anlagenbau.

Die Europäische Kommission sieht in der nun getroffenen Zollvereinbarung mit den USA einen Akt der „Stabilität und Berechenbarkeit“. In einem Gastbeitrag für die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ schreibt Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen: „Das wichtigste Element unserer Vereinbarung ist, dass wir für die meisten EU-Produkte, darunter auch Fahrzeuge und Arzneimittel, eine sehr klare Linie bei 15 Prozent gezogen haben.“ Dabei lässt Frau von der Leyen jedoch zwei wesentliche Punkte unerwähnt, die den „Zolldeal“ in einem anderen Licht erscheinen lassen.

Zum einen haben die USA die Liste all jener Produkte erheblich ausgeweitet, für welche die weitaus höheren Stahl- und Aluminiumzölle gelten sollen. Infolgedessen unterliegen nun etwa 30 Prozent der US-Maschinenimporte aus der EU einem Zoll von 50 Prozent auf den Metallanteil des Produkts. Das bedeutet für viele Unternehmen aus dem produzierenden Gewerbe wie dem Maschinen- und Anlagenbau, dass ihr gesamtes US-Geschäft gefährdet ist.

Zum anderen soll die Liste der Stahl- und Aluminiumzölle alle vier Monate überprüft und gegebenenfalls erweitert werden. Statt Planungssicherheit, wie von der EU-Kommission verkündet, wird also weiterhin Unsicherheit im transatlantischen Handel vorherrschen, weil der „Zolldeal“ nicht auf Dauer gilt. Hinzu kommt eine erhebliche Zusatzbelastung durch Bürokratie, weil die Stahl- und Aluminiumzölle in einem aufwändigen Verfahren ermittelt werden.

Unternehmen müssen unter anderem Erklärungen zur Stahlschmelze, zur Herkunft der Gussteile und zum Nachweis des Metallgehalts liefern. Diese Daten kann der typische mittelständische Betrieb im Maschinenbau gar nicht im Detail beschaffen.

Der VDMA hat sich daher in einem offenen Brief an Frau von der Leyen gewandt. VDMA-Präsident Bertram Kawlath schreibt darin: „Wir fordern die Kommission nachdrücklich auf, alle verfügbaren Anstrengungen zu unternehmen, um die EU von den Zöllen auf Stahl- und Aluminiumderivate zu befreien und sicherzustellen, dass Maschinen und Ausrüstungen von künftigen sektoralen Zöllen ausgenommen werden.“

Denn schon jetzt wurden rund 150 neue Produkte in die Liste der Stahlderivate aufgenommen, für die künftig ein Zollsatz von 50 Prozent auf den Metallgehalt des Produkts gelten würde. Darunter befinden sich Motoren, Pumpen, Industrieroboter oder Land- und Baumaschinen. Bei der nächsten Überprüfung in vier Monaten könnten weitere Produkte dazukommen, etwa Drohnen oder Windturbinen und deren Komponenten. Das ist für die Branche ein nicht tragbares Ergebnis eines angeblich Stabilität bringenden „Zolldeals“.

Der VDMA hat sich seit der ersten Ankündigung der Zölle vorsichtig optimistisch geäußert, dass ein dauerhafter 15-Prozent-Zoll zumindest Planungssicherheit für die Unternehmen bringen könnte. Nach der nun getroffenen Vereinbarung lautet das Fazit von VDMA-Präsident Bertram Kawlath jedoch, dass die neuen Zölle die europäische Industrie erneut verunsichert haben. „Der dadurch verursachte Schaden und die Aussicht auf weitere Zölle in den kommenden Monaten treiben wichtige Industriezweige im Maschinenbau an den Rand einer existenziellen Krise“, warnt er.

Glas Wulfmeier

Übernimmt LED-Lichtlösungen von A.L.D. GmbH und baut Marke Vetrovari aus

Die Glas Wulfmeier GmbH hat zum Jahresbeginn 2025 die Produktion von LED-Glas-Flächenbeleuchtungen übernommen, die bislang von der A.L.D. GmbH (Acryl-Licht-Design) aus Oelde gefertigt wurden. Unter dem Markennamen Vetrovari LED-Design entstehen die Produkte nun in eigener Fertigung am Standort Bielefeld.

Der ehemalige A.L.D.-Inhaber Rainer Horst hat sich in den Ruhestand verabschiedet und sein Unternehmen geschlossen. Kunden der Branche können ihre bewährten Lösungen damit künftig direkt von Glas Wulfmeier beziehen.

Das Unternehmen kündigt zudem an, das bestehende Angebot um weitere innovative Licht- und Glaslösungen zu erweitern. Dank optimierter interner Prozesse und zusätzlicher Ressourcen können Projekte für die Möbel- und Innenausbaubranche künftig noch effizienter umgesetzt werden.

Glas Wulfmeier bringt neben der LED-Beleuchtung auch seine Kernkompetenzen in der Glasveredelung ein, darunter Einscheiben- und Verbundsicherheitsglas, Isolierglas, Glasbearbeitung sowie schaltbares Smart Glass. Damit positioniert sich die Marke Vetrovari als Anbieter von hochwertigen und zukunftsorientierten Glaslösungen für Interieur und Ladenbau.

Weitere Informationen zu den Produkten bietet das Unternehmen auf der Website www.vetrovari.de an.

Neue US-Zölle

Möbelbranche fürchtet massiven Dämpfer

Die deutsche Möbelindustrie blickt mit Sorge über den Atlantik. Zwar legten die Ausfuhren in die USA im ersten Halbjahr 2025 noch um 3,7 Prozent zu, doch die gerade eingeführten Strafzölle von 15 Prozent auf EU-Möbel könnten diesen Trend abrupt beenden. „85 Prozent unserer Unternehmen gehen davon aus, dass das Geschäft zurückgehen wird“, erklärte VDM-Hauptgeschäftsführer Jan Kurth auf der Jahreswirtschaftspressekonferenz in Köln. „Diese Zölle lassen sich nicht in den Margen auffangen, sie werden auf den Endverbraucher weitergegeben.“

Trump droht mit weiteren Maßnahmen

Besondere Verunsicherung löste die jüngste Ankündigung von Donald Trump auf seiner Plattform Truth Social aus. Der US-Präsident begründet eine geplante 50-Tage-Sektoruntersuchung mit „nationaler Sicherheit“ und stellte weitere Zölle auf Möbelimporte in Aussicht.

Kurth dazu: „Es wird eine Sektoruntersuchung sozusagen für das Thema Möbelimporte geben. Die meisten Möbel in den USA stammen aus China oder aus Vietnam. […] Uns macht ein bisschen Sorge, dass es insgesamt um dieses Thema Möbelimporte geht. Insgesamt wird das begründet mit dem Thema nationale Sicherheit, wo ich mir den direkten Zusammenhang zwischen Möbeleinfuhren und nationaler Sicherheit nicht unmittelbar herleiten kann.“

Heimische US-Industrie im Fokus

Trump stellte zugleich heraus, mit neuen Zöllen die eigene Industrie – etwa in North Carolina oder South Carolina – zu stärken. Auch das ordnete Kurth ein: „Es gibt ungefähr ein Produktionsvolumen an Möbeln in den USA von 50 Milliarden Dollar. Wir haben einen Inlandsmarkt von 100 Milliarden Dollar. Das heißt, ungefähr die Hälfte dessen, was in den USA verkauft wird, wird importiert. […] Welche Industrien sollen geschützt werden? Ja, es ist die heimische Industrie mit dieser Größenordnung, die sitzt hauptsächlich in North und South Carolina. […] Es ist nicht zwingend vergleichbar mit der europäischen Importware.“

Mehrere Segmente betroffene

Schon jetzt zeigen sich Unterschiede zwischen den Warengruppen:

  • Küchenmöbel: Exporte in die USA bereits im ersten Halbjahr -5 Prozent.
  • Polstermöbel: noch leicht im Plus (+3 Prozent).
  • Wohnmöbel: bereits rückläufig.
  • Büromöbel: bislang stabil.

„Das USA-Geschäft war für viele Unternehmen in den letzten Jahren ein Wachstumsanker. Wenn jetzt zusätzliche Importhemmnisse kommen, droht dieses Standbein wegzubrechen“, warnte Kurth.

Wettbewerbsverzerrung durch Asien

Während europäische Hersteller höhere Zölle fürchten, dominieren längst asiatische Produzenten den US-Markt. Rund die Hälfte des dortigen Möbelbedarfs wird importiert – vor allem aus China und Vietnam. Der Anteil deutscher Anbieter liegt bei rund 2 Prozent, Italien kommt auf knapp 4 Prozent. „Unsere Sorge ist, dass wir dabei in Mithaftung genommen werden“, so Kurth.

Fazit: Politisches Risiko für ein Schlüsselgeschäft

Noch ist unklar, ob die von Trump angedeutete Importprüfung tatsächlich in neue Strafmaßnahmen mündet. Doch schon die Unsicherheit dämpft die Erwartungen. „Für unsere Branche ist klar: Zölle auf Möbelimporte sind ein massives Geschäftsrisiko. Wir brauchen offene, aber faire Märkte – und eine US-Politik, die europäische Partner nicht unter Generalverdacht stellt“, betonte Kurth.

Sonae Arauco

Startet Kooperation mit Influencerin „Die.Tischlerin“

Sonae Arauco, einer der weltweit führenden Anbieter von Holzwerkstoffen, freut sich über die neue Partnerschaft mit der bekannten Influencerin und Tischlerin Isabelle Vivianne, besser bekannt als Die.Tischlerin. Mit rund 100.000 Followern begeistert sie ihre Community regelmäßig mit innovativen Innenausbauprojekten, kreativen Lösungen und handwerklichem Know-how.

Im Rahmen der Kooperation wird Isabelle in den kommenden Monaten zeigen, wie sich mit Innovus stilvolle, hochwertige und funktionale Einrichtungskonzepte realisieren lassen. Ihre Leidenschaft für Holzwerkstoffe und Design, kombiniert mit einem ausgeprägten Gespür für Trends, machen sie zur idealen Markenbotschafterin.

“Frisch im Denken, stark im Umsetzen – Die.Tischlerin steht für das, wofür Innovus gemacht ist“, sagt Werner Ebenhoch, Salesmanager DACH Benelux und Specification, bei Sonae Arauco. „Unsere dekorativen Produkte stehen für Qualität, Vielfalt und Designstärke – genau wie Isabelles Projekte. Wir freuen uns sehr auf die Zusammenarbeit.“ Die ersten gemeinsamen Projekte und Inspirationen sind ab sofort auf Isabelles Instagram-Kanal @die.tischlerin sowie den deutschsprachigen Social-Media Kanälen von Sonae Arauco zu sehen.

VDM

Umsatz der deutschen Möbelindustrie liegt im ersten Halbjahr um 5 Prozent unter dem Vorjahresniveau

Die deutsche Möbelindustrie hat laut amtlicher Statistik in der ersten Hälfte dieses Jahres rund 7,9 Mrd. Euro umgesetzt, ein Minus von 5,1 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Auf dem Heimatmarkt wurde ein Umsatzrückgang von 6,2 Prozent auf rund 5,2 Mrd. Euro verzeichnet. Im Ausland fielen die Einbußen geringer aus. Hier sank der Umsatz um 2,9 Prozent auf rund 2,7 Mrd. Euro. Die Exportquote lag mit 34,1 Prozent leicht über dem Vorjahreswert (33,4 Prozent).

„Unsere Branche sieht sich weiterhin schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen gegenüber: International aufgrund der vielfältigen Auswirkungen der US-Zollpolitik, vor allem aber auf dem Heimatmarkt“, sagte Jan Kurth, Geschäftsführer der Verbände der deutschen Möbelindustrie, bei der heutigen Jahres-Wirtschaftspressekonferenz in Köln. Für das dritte Quartal 2025 planen einer Verbandsumfrage zufolge 36 Prozent der Unternehmen Kurzarbeit.

Als ihre größte Sorge nennen die befragten Betriebe das schwache Konsumklima. In ihrer Entwicklung beeinträchtigt sehen sie sich zudem durch den rückläufigen Wohnungsbau. Der Bau-Turbo der neuen Bundesregierung biete zwar gute Ansätze zur Vereinfachung und Beschleunigung der Genehmigungsverfahren, sagte Kurth. „Allerdings können ohne eine Bündelung und Aufstockung der Förderprogramme sowie ergänzende eigenkapitalersetzende Maßnahmen nicht die notwendigen Impulse freigesetzt werden.“

Zu einer immer größeren Belastung entwickelt sich die überbordende Bürokratie. Als Beispiel nannte der Verbandsgeschäftsführer die EU-Entwaldungsverordnung. Die Nachweispflichten über eine entwaldungsfreie Lieferkette bedeuteten einen immensen Aufwand für Branche hinsichtlich des Datentransfers. Einer aktuellen Umfrage des Hauptverbands der Deutschen Holzindustrie zufolge fallen bei den Möbelherstellern für die EUDR bis zu sechsstellige Implementierungskosten, hohe laufende Kosten und zusätzlicher Personalaufwand an.

„Für den Herbst rechnen wir mit einer leichten Belebung der Möbelnachfrage gegenüber dem ersten Halbjahr“, blickte Kurth auf die kommenden Monate. Erfahrungsgemäß rücke nach dem Ende der Urlaubszeit das eigene Zuhause wieder stärker in den Fokus der Menschen. „Die steigenden Realeinkommen werden unserer Einschätzung nach dazu beitragen, dass aufgeschobene Möbelkäufe dann auch getätigt werden.“ Chancen rechne sich die Branche unter anderem im Renovierungsbedarf aus. Vor diesem Hintergrund sei für das Gesamtjahr 2025 mit einem Umsatzrückgang von rund 3 Prozent für die deutsche Möbelindustrie zu rechnen, prognostizierte Kurth. Damit wäre die Entwicklung nicht mehr so stark rückläufig wie im vergangenen Jahr. 2024 war der Umsatz um 7,8 Prozent auf 16,3 Mrd. Euro gesunken. Die deutsche Möbelindustrie umfasst 400 Betriebe (mit 50 und mehr Beschäftigten) mit insgesamt rund 69.000 Beschäftigten.

Sämtliche konsumnahen Segmente der Branche schnitten in den ersten sechs Monaten schwächer ab als im Vorjahreszeitraum. Am stabilsten zeigte sich die Küchenmöbelindustrie mit einem Umsatzrückgang von lediglich 2 Prozent auf knapp 2,9 Mrd. Euro; auch beim Auftragseingang der Sparte zeichnet sich eine Stabilisierung ab. Das Segment der sonstigen Möbel (darunter Wohn-, Ess- und Schlafzimmermöbel sowie Möbelteile) erzielte einen Umsatz von 2,4 Mrd. Euro, ein Minus von 5,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Der Umsatz der Polstermöbelhersteller gab um 8 Prozent auf 467 Mio. Euro nach. Das kleinste Segment der Branche – die Matratzenindustrie – verzeichnete einen Rückgang von 18,8 Prozent auf 217 Mio. Euro.

Ein gemischtes Bild zeigt sich bei den Investitionsgütersegmenten der Möbelindustrie. Während die Büromöbelindustrie ein Umsatzminus von 14,5 Prozent auf rund 940 Mio. Euro erlitt, konnten die Hersteller von Laden- und sonstigen Objektmöbeln ihren Umsatz um 2,1 Prozent auf fast 975 Mio. Euro steigern.

Beim Exportgeschäft sind erhebliche Unterschiede auf den wichtigsten Absatzmärkten zu beobachten. Die Ausfuhren nach Frankreich, dem größten Exportmarkt, lagen um 3 Prozent unter dem Vorjahr. Einbußen gab es auch bei den Möbellieferungen nach Österreich (minus 4,2 Prozent), in die Niederlande (0,7 Prozent) und das Vereinigte Königreich (minus 5 Prozent). In der auf Rang zwei rangierenden Schweiz gelang dagegen ein Zuwachs von 1,1 Prozent. Auch die Exporte nach Italien zogen an (plus 1,6 Prozent). Besonders erfreulich ist der starke Anstieg der Ausfuhren nach Spanien in Höhe von 6,1 Prozent, der vor allem auf den florierenden Wohnungsbau des Landes zurückzuführen ist.

Den wichtigsten außereuropäischen Auslandsmarkt für Möbel „Made in Germany“ stellen die Vereinigten Staaten dar. Der Absatz konnte hier in der ersten Jahreshälfte um 3,7 Prozent auf rund 132 Mio. Euro ausgebaut werden. Allerdings ist der Ausblick eingetrübt: Ein Großteil der Unternehmen rechnet mit negativen Auswirkungen durch die US-Zölle in Höhe von derzeit 15 Prozent, wie eine aktuelle Verbandsumfrage zeigt. So stellen sich 85 Prozent der in den USA tätigen Möbelhersteller für ihr Exportgeschäft in die Vereinigten Staaten auf Rückgänge ein. „Für neue Verunsicherung sorgt die Ankündigung von Donald Trump vom Wochenende, im Rahmen einer Sektoruntersuchung höhere Zölle auf Möbelimporte prüfen zu wollen. Sein erklärtes Ziel lautet, die heimische Möbelindustrie zu stärken“, berichtete Kurth.

Bei den Exporten nach China, dem weltweit größten Möbelmarkt, mussten die deutschen Möbelhersteller erhebliche Einbußen (minus 42 Prozent) hinnehmen. Grund ist der verstärkte Wettbewerb auf dem chinesischen Markt. Infolge der hohen US-Zölle auf chinesische Möbel suchen die chinesischen Hersteller ihre Chancen verstärkt auf dem Heimatmarkt. China ist nach Vietnam der zweitgrößte Möbellieferant für die Vereinigten Staaten.

Auch bei den Möbelimporten nach Deutschland sind die Folgen der US-Zollpolitik zu spüren: Da die Absatzmöglichkeiten für chinesische Möbel auf dem amerikanischen Markt infolge der Zölle erschwert sind, drängen noch mehr China-Möbel auf den deutschen Markt als bislang. In der ersten Jahreshälfte kletterten die Möbeleinfuhren aus China um rund 25 Prozent auf 1,7 Mrd. Euro. Damit steht China für 30 Prozent der deutschen Möbelimporte. Zweitwichtigstes Lieferland ist Polen mit einem Anteil von 28 Prozent. Bei den Einfuhren aus Polen gab es ein Plus von knapp 9 Prozent auf fast 1,6 Mrd. Euro. Auch die Möbellieferungen aus Italien (plus 27 Prozent) und aus Vietnam (plus 21 Prozent) legten spürbar zu. Insgesamt wuchsen die Möbelimporte nach Deutschland um fast 15 Prozent auf 5,6 Mrd. Euro. Der Importanteil am deutschen Möbelmarkt stieg vor diesem Hintergrund auf 59,8 Prozent (2024: 53,1 Prozent).

Swiss Krono Group

Abschluss der Übernahme der Produktionsanlagen von Collins Pine Company

Collins Pine Company und die Swiss Krono Group geben den erfolgreichen Abschluss des Verkaufs der Produktionsstätten der Collins Pine Company für Spanplatten und Holzwerkstoff-Fassadenverkleidungen in Klamath Falls, Oregon, mit Wirkung zum 25. August 2025, bekannt.

Dieser Abschluss markiert den letzten Schritt der am 30. Mai 2025 angekündigten Transaktion und stellt einen bedeutenden Meilenstein für beide Unternehmen dar. Die Produktionsstätten und ihr Betrieb sind nun offiziell Teil der Swiss Krono Group, was deren Präsenz in Nordamerika stärkt und ihre Reichweite in den Westen der Vereinigten Staaten erweitert.

Beide Unternehmen bedanken sich bei allen Mitarbeitenden, Kunden und Geschäftspartnern, die den Übergang unterstützt haben, und freuen sich auf den weiteren Erfolg unter der Eigentümerschaft von Swiss Krono.

Die finanziellen Bedingungen der Transaktion bleiben vertraulich. Andere Geschäftsbereiche von Collins sind von dieser Transaktion nicht betroffen.

Meisterteam

Burkhard Leffers als Vorsitzender bestätigt

Die Meisterteam-Verbundgruppe setzt weiter auf Burkhard Leffers. Auf der Sitzung bei der Frerichs-Glas-Gruppe in Verden bestätigte der Aufsichtsrat (AR) den selbstständigen Unternehmensberater aus Bad Homburg erneut einstimmig als Vorsitzenden des Gremiums. Der ehemalige Commerzbank-Manager engagiert sich seit 2014 an der Spitze des Meisterteams und bringt dort seine Erfahrungen aus der mittelständischen Wirtschaft ein.

Zum stellvertretenden Vorsitzenden wählte das Gremium erneut und ebenfalls einstimmig, den Handwerksunternehmer Clemens Geßmann aus Rheinberg. Der Schlossermeister übernimmt die Position im Rotationsverfahren von Stefan Spiekermann. Der Tischlermeister und Geschäftsführer der Tischlerei Spiekermann in Havixbeck (Kreis Coesfeld) ist weiter im Aufsichtsrat tätig. Zu dem Gremium gehören außerdem der Tischlermeister Kevin Stern aus Freiburg (Elbe), geschäftsführender Gesellschafter der Tischlerei Brauer. Weitere Mitglieder des Gremiums sind der Unternehmer Florian Günther aus Saerbeck (Kreis Steinfurt), Hubertus Kost (Geschäftsführer a.D. der Handwerkskammer Münster) und Reinhard Cordes, Geschäftsführer der Frerichs-Glas-Gruppe in Verden.

Zum Meisterteam gehören bundesweit produzierende Handwerksbetriebe aus den Branchen Holz, Glas, Metall und Fensterbau sowie Partner aus der Industrie, dem Handel und dem Dienstleistungsbereich. Die Verbundgruppe bietet ihren Mitgliedsbetrieben zum Beispiel gute Einkaufskonditionen mit Zentralregulierung, Erfahrungsaustauschgruppen, gemeinsame Marketing-Aktivitäten und Unterstützung bei der Personalgewinnung und Digitalisierung.