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Autor: Hahn, Sebastian

Klaus Monhoff demonstriert den Egger TrendCast - eine Symbiose aus anfassbaren Materialproben und virtueller Darstellung.
Egger

„Eggerzum“ 2025 unter dem Motto „Connextion“

Mit der Hausmesse „Eggerzum“, welche dieses Jahr erstmals im Herbst vom 18. November bis 13. Dezember in Brilon stattfand, zeigte der Holzwerkstoffspezialist seine Dekorneuheiten unter dem Motto „Connextion“. Egger präsentiert innovative Lösungen, die den Megatrend der Konnektivität widerspiegeln und den neuen Anforderungen der Raumgestaltung gerecht werden. Mit vielfältigen Materialoptiken werden harmonische, farbige oder auch monochrome Verbindungen geschaffen, die den Raum emotional gestalten.

Die Verbindung von warmen Neutraltönen mit gedeckten Farben und Materialien bildet die Grundlage für neue „Colour Connections“, die flexible, widerstandsfähige und harmonische Farbwelten entstehen lassen. Diese Farbwelten bleiben resilient gegenüber den Einflüssen des Zeitgeistes und eröffnen neue Gestaltungsmöglichkeiten. Nach einer längeren Zeit mit eher rustikalen Hölzern, präsentiert Egger einen ausgewogenen Mix aus Natürlichkeit und Eleganz, die auch wieder streifige Optiken zulässt. Neue Holzdekor-Serien wie „Bolivar Wood“ oder die Erweiterung der „Casella Eiche“ um neue Farbstellungen zeigen eine neue Stil-Freiheit für den Einsatz in verschiedensten Designs.

Ebenso authentisch entwickeln sich die Materialanmutungen: Mit den Dekorserien „Taormina Travertin“, „Formello Marmor“ oder „Calcit Stone“ wird eine homogene Optik in guter Balance mit charaktervoller Materialität gezeigt. Die perfekt abgestimmte Verbindung von Optik und Haptik unterstützt die Charakterstärke dieser Materialien optimal. Mit „PerfectSense Ambiance“ präsentiert EGGER eine Erweiterung der bestehenden PerfectSense Produktfamilie um eine innovative matt-glänzende Steinanmutung für exklusive, moderne Möbeldesigns. Der Matt-Glanz-Effekt ermöglicht nicht nur visuelle Authentizität: Die synchrone Oberflächenstruktur komplementiert die Steinanmutung mit einer angenehmen Haptik, die perfekt auf das Dekorbild abgestimmt ist.

Der heimliche Höhepunkt war aber „Egger TrendCast“ eine faszinierende Verbindung zwischen Echtmustern und digitaler Darstellung. „Egger TrendCast“ ermöglicht es, Trends und gestalterische Ansätze in computergenerierten Räumen direkt zu visualisieren, zu kombinieren und realitätsgetreu zum Leben zu erwecken. Mit „TrendCast“ vermittelt Egger ein realistisches Eintauchen in die feinen Details der verschiedenen Oberflächenstrukturen und Dekore. So wurden die Neuheiten der „Eggerzum“ den individuellen Bedürfnissen und Wünschen entsprechend in unterschiedlichen Raum- und Anwendungssituationen dargestellt. Das Dekor- und Designteam kann so die neuesten Trends und Designs auf eine faszinierende Weise präsentieren: „Vom Trend zur Pore“.

Hettich

„German Design Award“ für „FurnSpin“

Der neuartige Dreh-Schwenkbeschlag „FurnSpin“ von Hettich räumt einen Preis nach dem anderen ab. Jetzt auch den „German Design Award“ 2025. Denn die innovative Beschlagtechnik bildet die Basis für Designkonzepte, die es so bisher nicht gab: Dank „FurnSpin“ können Möbel ihr Inneres komplett nach außen drehen.

Der „Rat für Formgebung“ würdigt mit dem „German Design Award“ 2025 das gänzlich Neue, das diese Beschlagtechnik ermöglicht. Die einzigartige translatorische Rotationsbewegung von „FurnSpin“ definiert das Einrichtungsdesign neu und vereint zwei Möbel in einem: offenes Regal und geschlossene Front. Nach dem „Interzum Award best of the best“ 2023, dem „Red Dot Design Award“ 2024 und dem japanischen „Good Design Award“ 2024 ist es bereits die vierte Auszeichnung, die Hettich für den innovativen Beschlag erhält.

Wagner & Schönherr

Übernimmt Osta Küchen-Elemente

Der Massivholzmöbler Wagner & Schönherr übernimmt die Rechte am Berliner Start-Up „Osta Küchen-Elemente“, das zuletzt von Designer Hans Winkler aus der Insolvenzmasse der Marke Zeyko herausgekauft und erfolgreich am Küchenmarkt positioniert wurde. Winkler fungierte nicht nur als kreativer Ideengeber und Gestalter des Osta-Sortiments, darunter mit der Outdoorküche „BBQPIPE“, sondern auch als Geschäftsführer des Unternehmens.

Mit Wagner & Schönherr verbindet Hans Winkler eine langjährige Zusammenarbeit: Das mittlerweile von Vater und Sohn geleitete Unternehmen für individuelle Massivholzprodukte belieferte auch Osta Küchen-Elemente – beispielsweise mit Arbeitsplatten, Theken oder Tischen. Der Zusammenschluss beschert Frank und Philipp Schönherr nun erstmals eine Positionierung als Küchenmöbelproduzent, die über die bisherige Arbeit als Zulieferer deutlich hinausgeht.

Als Lizenzfertiger für Osta fungierte bislang Goldbach Kirchner. Ob die Großtischlerei als Partner an Bord bleibt, blieb nach bisheriger Anfrage unbeantwortet.

Staud und Leuwico

Investoren gesucht

Nachdem die Möbelhersteller Staud und Leuwico beim Amtsgericht Stuttgart Antrag auf ein Insolvenzverfahren gestellt haben, werden jetzt Investoren für die Unternehmen gesucht. In Abstimmung mit dem vorläufigen Gläubigerausschuss hat der Insolvenzverwalter, Dr. Dietmar Haffa von der Kanzlei Schultze & Braun, das M&A-Team der Pluta Management GmbH damit beauftragt, diesen Prozess durchzuführen.

„Wir werden nun mit der Marktansprache beginnen und in den kommenden Tagen die ersten Gespräche mit Interessenten führen. Die beiden Marken Staud und Leuwico haben eine große Tradition und wir suchen einen geeigneten Investor, der die Möbelhersteller erfolgreich in die Zukunft führen wird“, erklärt Nikolaus Röver, Head of M&A Transactions bei Pluta. Ziel sei es, den Investorenprozess bis zur angedachten Eröffnung des Verfahrens im Februar 2025 abzuschließen.

„Staud und Leuwico stehen für hochwertige Möbel für Schlafräume und Büros. Das Feedback des Fachhandels und unserer Kunden ist positiv. Wir arbeiten an der Sanierung der Unternehmen. Mit dem passenden Partner sehen wir gute Chancen, dass es auch in Zukunft einen Markt für Möbel von Staud und Leuwico gibt“, sagen Günther Berchtenbreiter, kaufmännischer Leiter von Staud, und Nicolas Kammerer, Geschäftsführer von Leuwico. Die Geschäftsführung wird zusätzlich von Marc Trösser, Chief Restructuring Officer der Vivonio Gruppe (Trösser&Co.), unterstützt.

Beide Gesellschaften beschäftigen rund 250 Mitarbeiter:innen (rund 150 bei Staud und rund 100 bei Leuwico). Die Produktion an den Staud- und Leuwico-Standorten wird weitergeführt, die Auslieferungen an die Kunden erfolgt wie geplant. Die Geschäftspartner unterstützen die Betriebsfortführung. Auch auf der Branchenmesse PMRExpo war das Feedback für die durch Leuwico ausgestellten Leistellenmöbel durchweg positiv. Leuwico präsentierte seine Produkte Ende November trotz des Insolvenzantrags auf der in Köln stattfindenden Messe.

HWB-Geschäftsführer Christian Haeser sieht in der Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie Herausforderungen, aber auch große Chancen für die Home & Living-Branche.
HWB

Nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie bietet Chancen für Home & Living

Am 4. Dezember hat das Bundeskabinett die Nationale Kreislaufwirtschaftsstrategie (NKWS) verabschiedet. Der Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft erfordert einen Paradigmenwechsel in der gesamten Wertschöpfungskette. Die NKWS stellt die Home & Living-Branche vor Herausforderungen, bietet aber auch große Chancen, betont der Handelsverband Wohnen und Büro (HWB). Digitale Technologien – allen voran der Digitale Produktpass (DPP) – spielen dabei eine Schlüsselrolle.

Der Digitale Produktpass ermöglicht es, Informationen über Materialzusammensetzung, Produktionsprozesse und Recyclingfähigkeit bspw. von Möbeln transparent bereitzustellen. Dies ist nicht nur eine Antwort auf die wachsenden Ansprüche der Verbraucher:innen, sondern auch ein zentraler Baustein für die Entwicklung einer echten Kreislaufwirtschaft, erläutert der HWB. Digitale Technologien eröffnen im Möbelhandel auch innovative Geschäftsmodelle wie Plattformen für Second-Hand-Möbel, Sharing-Angebote und Product-as-a-Service-Konzepte.

Diese Ansätze können den Ressourcenverbrauch schonen und dem Fachhandel neue Umsatzquellen eröffnen. Um den Übergang zur Kreislaufwirtschaft voranzutreiben, ist auch ein Umdenken im Produktdesign der Home & Living-Branche notwendig. So können z.B. Möbel aus recycelbaren Materialien bestehen, modular aufgebaut sein und sich leicht reparieren lassen. Die Integration von Softwareupdates und austauschbaren Komponenten würde die Nutzungsdauer erheblich verlängern. „Die Home & Living-Branche muss die Möglichkeiten der Digitalisierung jetzt aktiv nutzen. Besonders kleine und mittelständische Unternehmen sollten von gezielten Förderprogrammen profitieren, um innovative

Leuchtturmprojekte im Bereich des Digitalen Produktpasses und der Kreislaufwirtschaft voranzubringen. Der Weg in eine nachhaltige Zukunft führt ganz klar über digitale Innovationen und Zusammenarbeit. Der Digitale Produktpass ist dabei ein echter Gamechanger: Er schafft Transparenz, steigert die Ressourceneffizienz und macht den Möbelhandel im Sinne der neuen NKWS fit für die Herausforderungen von morgen“, betont HWB-Geschäftsführer Christian Haeser.

Stephan Igel, CSO Interprint, und Steffen Fillibeck, Global Director Marketing & Design bei Interprint.
Interprint

Starke Partner für den Erfolg von morgen

Interprint ist auf der ganzen Welt erfolgreich. Das liegt vor ­allem daran, dass das Unternehmen als zuverlässiger ­Partner der Kunden vor Ort agiert und ihnen in ­unsicheren Zeiten Halt gibt. Wie das funktioniert, wie sich das globale ­Design global entwickelt und wie sich das Unternehmen ­strategisch ­aufstellt, erklären CSO Stephan Igel und Global Director Marketing & Design Steffen Fillibeck im Interview.

möbelfertigung: Herr Igel, Herr Fillibeck, ­Interprint hat zuletzt stark in die Produktion in Nordamerika investiert. Wie ist der Stand?
Stephan Igel:
Neben dem klassischen Tiefdruck auf Dekorpapieren ist Interprint USA seit mehr als einem Jahrzehnt sehr erfolgreich im Tiefdruck auf thermoplastischen Substraten, insbesondere für Fußbodenanwendungen. Hier gibt es seit einigen Jahren einen deutlichen Onshoring-Trend von Fußböden, die früher in Asien hergestellt wurden. In der Vergangenheit haben wir zwei Tiefdruckanlagen modifiziert, um auch Thermoplaste bedrucken zu können.
Dem ist 2021 die erste Filmmaschine als Neuinvestition gefolgt. 2023 haben wir die zweite Filmmaschine in Betrieb genommen und das Produktionsgebäude um 5.300 m² e­rweitert. 2024 haben wir die dritte Filmmaschine angefahren. Die Vierte befindet sich aktuell im Aufbau.
Insgesamt werden wir bis Ende diesen Jahres rund 30 Millionen US-Dollar in den Ausbau investiert haben. Der nordamerikanische Markt hält aus unserer Sicht noch große Wachstumspotenziale für uns und unsere Kunden vor. Anders als Zentraleuropa wächst die nordamerikanische Bevölkerung. Dadurch entsteht kontinuierlich neuer Bedarf an Wohnraum und damit auch an Interieur- und Exterieur-Lösungen. Zum anderen ist der Pro-Kopf-Verbrauch von beschichteten Holzwerkstoffen noch deutlich ausbaufähig. Der liegt heute bei nur etwa 20 Prozent des Verbrauchs in Europa. Um das zu triggern bedarf es allerdings noch eines Umdenk- und Transformationsprozesses in der nordamerikanischen Möbelfertigung. Aber auch daran arbeiten wir mit unseren Partnern in der Industrie und den Verbänden.
Die Druckmaschinen sind in erster Linie für den Druck auf thermoplastischen Folien gedacht, sind aber Hybride, die auch ­Dekorpapier bedrucken können. Damit sind wir sehr gut auf eine weiter wachsende Nachfrage in beiden ­Substratbereichen vorbereitet.

möbelfertigung: Herr Fillibeck, was für Produkte muss man in den USA denn bieten, um Produzenten und Kunden zu überzeugen?
Steffen Fillibeck:
Zunächst muss man den Markt für das Produkt empathisieren. Das machen nicht nur wir sondern auch unsere Marktbegleiter und andere europäische Unternehmen, die den Weg über den großen Teich angetreten haben.
Das wird sicherlich ein langer Weg werden, der sich aber ständig nach oben bewegt und der gut betreut und begleitet sein möchte. Was auffällt ist die gestalterische Nähe zu Europa die sich immer mehr ausdehnt und somit die Produkte nicht mehr so stark abgegrenzt werden können, hatte man vor Jahren noch über „klassische ­US-Dekore“ gesprochen, sehen wir aktuell einen starken match der globalen Editions auch dort im Markt.

möbelfertigung: Und in Sachen Design?
Steffen Fillibeck:
Die Welt ist sehr viel globaler geworden. Einflüsse aus aller Welt finden sich überall wieder. Es ist an sich also weniger wichtig, das Design dem Markt anzupassen, als es früher der Fall war. Und gerade in den USA gibt es viele Menschen, die gerne modern eingerichtet sein wollen und nicht das für Amerika „klassische“ Möbeldesign bevorzugen.
Der stark wachsende Markt im Bereich ­„staging“, vormöblierte Wohnungen, die eine Kaufentscheidung leichter machen sollen und dem Käufer ein Raumgefühl vermittelt, hilft hier stark das Interior Design von Heute und Morgen zu gestalten und zu beeinflussen und das direkt am Endkonsument.
All das sind gute Indikatoren für ein globaleres Miteinander.

Das komplette Interview lesen Sie in der möbelfertigung 7/24

Zumtobel

Konnte operatives Ergebnis im ersten Halbjahr steigern

Die Zumtobel Group verzeichnet im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres 2024/25 ein Umsatzplus von 0,6 Prozent, bereinigt um Währungseffekte stieg der Umsatz um 0,4 Prozent. Die Umsätze im Components Segment haben sich leicht stabilisiert, sie stiegen um 3,4 Prozent auf 157,3 Mio. EUR. Das Lighting Segment erzielte im ersten Halbjahr ein Umsatzplus von 0,4 Prozent auf 456,1 Mio. EUR. Das operative Ergebnis legte leicht zu: Nach sechs Monaten des laufenden Geschäftsjahres kann die Zumtobel Group ein bereinigtes EBIT von 41,2 Mio. EUR (Vorjahr: 40,0 Mio. EUR) und somit eine bereinigte EBIT-Marge von 7,1 Prozent (Vorjahr: 7,0 Prozent) ausweisen. Das Periodenergebnis beläuft sich auf 18,4 Mio. EUR (Vorjahr: 21,2 Mio. EUR).

„Trotz eines erfreulichen Ergebnisses nach den ersten sechs Monaten bleiben wir aus gutem Grund vorsichtig, da klar ist, dass das zweite Halbjahr weiterhin anspruchsvoll sein wird. Dies gilt insbesondere im Hinblick auf die geopolitische Lage und die damit verbundenen Unsicherheiten. In einem weiter schwierigen wirtschaftlichen Umfeld wird die Bautätigkeit in Europa noch etwas stärker zurückgehen als im Vorjahr, und der Wettbewerb im Markt für professionelle Lichtlösungen ist weiterhin intensiv“, so Alfred Felder, CEO der Zumtobel Group.

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HDE

Wenig Schwung im Weihnachtsgeschäft

Dem in diesem Jahr durchwachsen gestarteten Weihnachtsgeschäft fehlte es auch in der Woche vor dem zweiten Advent noch an Schwung. Wie eine aktuelle Trendumfrage des Handelsverbandes Deutschland (HDE) unter 318 Handelsunternehmen zeigt, sehen Händler:innen im Vergleich zum Geschäftsverlauf der Vorwoche keine spürbare Verbesserung. Nach HDE-Schätzung wurden in der Woche vor dem zweiten Advent im Einzelhandel insgesamt 14 Mrd. Euro umgesetzt. . Mehr als zwei Mrd. Euro hiervon wurden im Online-Handel umgesetzt.

„Das Weihnachtsgeschäft nimmt bislang nur langsam Fahrt auf. Die zurückliegende Woche vor dem zweiten Advent verlief ähnlich durchwachsen wie schon die Vorwoche“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. Allerdings sei im Vergleich zum Vorjahr ein etwas besserer Geschäftsverlauf zu beobachten. Wie aus der HDE-Umfrage hervorgeht, sind vor allem Handelsunternehmen in den Bereichen Drogerie und Kosmetik sowie der Buch-, Technik- und Lebensmittelhandel mit der zweiten Adventswoche zufrieden.

Enttäuscht zeigt sich hingegen der Schuh- und Bekleidungshandel, der die gegenüber der Vorwoche schwächere Entwicklung in den Innenstadtlagen zu spüren bekam.

Viele Kund;innen zog es in den vergangenen Tagen besonders in die städtischen Vororte und Stadtteilzentren. „Je nach Handelsbranche und Standort ergibt sich auch in dieser Woche ein sehr gemischtes Bild“, so Genth weiter.

Mit dem bisherigen Verlauf des Weihnachtsgeschäfts ist nur rund ein Viertel der befragten Unternehmen zufrieden. Das gilt vor allem für größere Betriebe. „Händlerinnen und Händler richten ihren Blick jetzt auf die bevorstehenden Adventswochen, in denen das Weihnachtsgeschäft bis zu den Festtagen noch Fahrt aufnehmen kann“, so Genth.

Für das diesjährige Weihnachtsgeschäft in den Monaten November und Dezember rechnet der Einzelhandel insgesamt mit einem Umsatz in Höhe von 121,4 Mrd. Euro. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht das einem Plus von 1,3 Prozent.

Philipp Blum, Geschäftsführer der Blum Gruppe.
Blum

Gute Position in allen Märkten weltweit

Trotz schwieriger Marktumstände hat Blum ein stabiles ­Geschäftsjahr 23/24 gehabt. Natürlich ist stabiler Umsatz nicht genug für Geschäftsführer Philipp Blum. Er sieht aber noch genug Potenziale in Märkten weltweit. Im Interview mit der möbelfertigung erzählt er, wie die Strategie von Blum aussieht und welche Produkte gerade im Fokus stehen.

möbelfertigung: Herr Blum, das Geschäftsjahr endete für Blum im Juli. Der Umsatz blieb in diesen schwierigen Zeiten stabil. Wie ist ­Ihnen das gelungen?
Philipp Blum:
Unser Ergebnis von Minus 1,2 Prozent bewerten wir in diesen Zeiten als gut. Das zweite Halbjahr 2023 war wirklich sehr schwach, vor allem in Westeuropa.
In den USA war unser Geschäft dagegen ­stabil und wir haben sogar ein leichtes ­Wachstum ­verzeichnet. Ähnlich verhielt es sich in ­Asien, wobei dort China eine große Ausnahme ­darstellte. Im gesamten osteuropäischen Raum konnten wir ebenfalls erfolgreich agieren. Dort haben wir es mit vielen kleinen Handwerkskunden und weniger mit Industriebetrieben zu tun. Insgesamt ist diese ­Marktzusammensetzung stabiler.
Unterm Strich kann man sagen, dass uns unsere große Internationalität gut tut. Wenn irgendwo ein Markt schwächelt, kann das für gewöhnlich ein anderer auffangen.

möbelfertigung: Wagen Sie eine Prognose für das jetzt laufende Geschäftsjahr?
Philipp Blum:
Die Zeit der Corona-Pandemie war eine Sonderkonjunkturphase. Ein solches Niveau werden wir lange Zeit nicht mehr sehen.
Wir bewegen uns insgesamt – nicht nur wirtschaftlich – in unsicheren Zeiten und ­viele Investitionen werden stärker hinterfragt als normalerweise.
Die Küche wird weiterhin eine wichtige Rolle im Leben von Menschen weltweit spielen. Davon bin ich überzeugt. Aber der Kuchen wird nicht viel größer werden, insbesondere nicht in Europa. Man muss also über Wertigkeit und Funktion wachsen.

möbelfertigung: Während und nach der ­Pandemie sind die Preise für Energie und Rohstoffe stark gestiegen. Wie sind Sie ­damit umgegangen?
Philipp Blum:
Vor allem Stahl ist sehr teuer ­geworden. Einen kleinen Teil der Mehrkosten haben wir weitergegeben. Mittlerweile sind die Preise wieder etwas zurückgegangen, sind aber immer noch ungefähr 50 Prozent höher als im Jahr 2018.
Aufgrund der hohen Inflation sind natürlich auch die Lohnkosten in Österreich enorm gestiegen. Das ist aus Sicht unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Ordnung und auch notwendig, damit sie die gestiegenen Lebenshaltungskosten decken können, gleichzeitig spüren wir das natürlich.
Die Energiekosten sind zumindest in unserer Region dank Wasserkraft mittlerweile wieder auf einem akzeptablen Niveau. Die Preise für Energie sind für uns aber indirekt ein Problem, weil sie die Rohstoffe teurer machen.

Das komplette Interview lesen Sie in der möbelfertigung 7/24