Gute Position in allen Märkten weltweit
Trotz schwieriger Marktumstände hat Blum ein stabiles Geschäftsjahr 23/24 gehabt. Natürlich ist stabiler Umsatz nicht genug für Geschäftsführer Philipp Blum. Er sieht aber noch genug Potenziale in Märkten weltweit. Im Interview mit der möbelfertigung erzählt er, wie die Strategie von Blum aussieht und welche Produkte gerade im Fokus stehen.
möbelfertigung: Herr Blum, das Geschäftsjahr endete für Blum im Juli. Der Umsatz blieb in diesen schwierigen Zeiten stabil. Wie ist Ihnen das gelungen?
Philipp Blum: Unser Ergebnis von Minus 1,2 Prozent bewerten wir in diesen Zeiten als gut. Das zweite Halbjahr 2023 war wirklich sehr schwach, vor allem in Westeuropa.
In den USA war unser Geschäft dagegen stabil und wir haben sogar ein leichtes Wachstum verzeichnet. Ähnlich verhielt es sich in Asien, wobei dort China eine große Ausnahme darstellte. Im gesamten osteuropäischen Raum konnten wir ebenfalls erfolgreich agieren. Dort haben wir es mit vielen kleinen Handwerkskunden und weniger mit Industriebetrieben zu tun. Insgesamt ist diese Marktzusammensetzung stabiler.
Unterm Strich kann man sagen, dass uns unsere große Internationalität gut tut. Wenn irgendwo ein Markt schwächelt, kann das für gewöhnlich ein anderer auffangen.
möbelfertigung: Wagen Sie eine Prognose für das jetzt laufende Geschäftsjahr?
Philipp Blum: Die Zeit der Corona-Pandemie war eine Sonderkonjunkturphase. Ein solches Niveau werden wir lange Zeit nicht mehr sehen.
Wir bewegen uns insgesamt – nicht nur wirtschaftlich – in unsicheren Zeiten und viele Investitionen werden stärker hinterfragt als normalerweise.
Die Küche wird weiterhin eine wichtige Rolle im Leben von Menschen weltweit spielen. Davon bin ich überzeugt. Aber der Kuchen wird nicht viel größer werden, insbesondere nicht in Europa. Man muss also über Wertigkeit und Funktion wachsen.
möbelfertigung: Während und nach der Pandemie sind die Preise für Energie und Rohstoffe stark gestiegen. Wie sind Sie damit umgegangen?
Philipp Blum: Vor allem Stahl ist sehr teuer geworden. Einen kleinen Teil der Mehrkosten haben wir weitergegeben. Mittlerweile sind die Preise wieder etwas zurückgegangen, sind aber immer noch ungefähr 50 Prozent höher als im Jahr 2018.
Aufgrund der hohen Inflation sind natürlich auch die Lohnkosten in Österreich enorm gestiegen. Das ist aus Sicht unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Ordnung und auch notwendig, damit sie die gestiegenen Lebenshaltungskosten decken können, gleichzeitig spüren wir das natürlich.
Die Energiekosten sind zumindest in unserer Region dank Wasserkraft mittlerweile wieder auf einem akzeptablen Niveau. Die Preise für Energie sind für uns aber indirekt ein Problem, weil sie die Rohstoffe teurer machen.
Das komplette Interview lesen Sie in der möbelfertigung 7/24















