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Zumtobel Group
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Rückläufige Umsatzerlöse: Unternehmensgruppe zieht Bilanz

Für die Zumtobel Group war das Geschäftsjahr 2024/25 im Kontext der globalen Krisen und einer schwachen Konjunktur ein schwieriges Jahr: Der Gruppenumsatz reduzierte sich um -2,6 % auf 1.097,2 Mio. EUR, währungsbereinigt sank der Umsatz um -3,0 %. Zwar hat sich das Geschäft im Components Segment im abgelaufenen Geschäftsjahr mit 299,3 Mio. EUR auf Vorjahresniveau stabilisiert, der Umsatz im Lighting Segment ging hingegen um 2,8 % auf 864,0 Mio. EUR zurück. Das bereinigte operative Ergebnis liegt bei 46,9 Mio. EUR (Vorjahr: 57,3 Mio. EUR), die bereinigte EBIT-Marge bei 4,3 %. Sie befindet sich somit genau in der prognostizierten Spanne von 3 % bis 6 %. Das Jahresergebnis nach Steuern und Abgaben beläuft sich auf 15,5 Mio. EUR (Vorjahr: 24,7 Mio. EUR).

„In Europa war und ist die Nachfrage im Bereich Neubau sehr verhalten“, sagt Alfred Felder, CEO der Zumtobel Group. „Hinzu kommen verlängerte Entscheidungsprozesse, bedingt durch geringere Investitionsbereitschaft sowie zunehmende Projektverschiebungen auf Kundenseite. Das alles macht das Marktumfeld für unser Unternehmen mehr als herausfordernd.“

Unterschiedliche Umsatzentwicklungen

Die Umsatzerlöse in der Gruppe entwickelten sich je nach Region unterschiedlich. So verzeichnete das Unternehmen in allen drei Ländern der D/A/CH-Region steigende Umsätze. Auch in der Region Nord- und Westeuropa konnte die Zumtobel Group die Umsatzerlöse leicht erhöhen, insbesondere dank des Wachstums im Vereinigten Königreich (UK) und in Irland. In der Region Süd- und Osteuropa verzeichnete das Unternehmen vor allem in Frankreich schwache Umsätze. Die Region Asien & Pazifik offenbarte einen Umsatzrückgang insbesondere in Australien. In der Region Amerika & MEA trugen vor allem die enttäuschenden Umsatzerlöse in Nordamerika zur negativen Entwicklung bei.

Im Lighting Segment sanken die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2024/25 um -2,8 % auf 864,0 Mio. EUR. Die positive Entwicklung in UK, Irland und der Schweiz konnte schwache Umsatzerlöse in der Region Süd- und Osteuropa sowie in der Region Asien & Pazifik nicht kompensieren. Der Umsatz im Components Segment hingegen lag mit 299,3 Mio. EUR auf Vorjahresniveau. Im vorherigen Geschäftsjahr waren es 299,4 Mio. EUR. Besonders in UK und der D/A/CH-Region konnte dieser Geschäftsbereich seine Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahr steigern, allerdings wurden diese positiven Effekte durch schwächere Umsätze in anderen Ländern und negative Preisentwicklungen wieder aufgehoben.

Bereinigte Bruttoergebnismarge steigt

Trotz geringerem Umsatz stieg die bereinigte Bruttoergebnismarge im abgelaufenen Geschäftsjahr aufgrund einer niedrigen Materialquote auf 36,5 % (2023/24: 35,8 %). Das bereinigte Gruppen-EBIT sank von 57,3 Mio. EUR auf 46,9 Mio. EUR, vor allem infolge der schwächeren Umsatzerlöse und höheren Fixkosten im Lighting Segment. Dabei belief sich die bereinigte EBIT-Marge auf 4,3 % (Vorjahr: 5,1 %).
Das Ergebnis vor Ertragsteuern betrug im Berichtszeitraum 16,1 Mio. EUR (Vorjahr: 34,9 Mio. EUR). Das Jahresergebnis lag bei 15,5 Mio. EUR nach 24,7 Mio. EUR im Vorjahr. Für die Aktionäre der Zumtobel Group AG ergab sich daraus ein Ergebnis je Aktie (unverwässert bei 42,6 Mio. Aktien) von 0,36 EUR (2023/24: 0,57 EUR).

Im Geschäftsjahr 2024/25 konnte die Unternehmensgruppe ein positives Nettoergebnis von 15,5 Mio. EUR erwirtschaften. Der Vorstand plant, dem Aufsichtsrat und in Folge der für den 26. September 2025 anberaumten Hauptversammlung eine Dividende von 15 Eurocent je Aktie für das Geschäftsjahr 2024/25 vorzuschlagen (2023/24: 25 Eurocent). Das entspräche 42 % des Nettogewinns. Gemessen am Schlusskurs des Geschäftsjahres 2024/25 würde die Dividendenrendite damit 3,2 % betragen.

Weiterentwicklung der Unternehmensstrategie

Als Antwort auf die sich wandelnden wirtschaftlichen und geopolitischen Rahmenbedingungen hat die Zumtobel Group im abgelaufenen Geschäftsjahr ihre bisherige Unternehmensstrategie unter dem Schlagwort „FOCUSED[+]“ gezielt weiterentwickelt. Nachhaltigkeit und Digitalisierung bleiben zentrale Eckpfeiler dieser Strategie. In diesem Zusammenhang hat das Unternehmen auch seine Positionierung im Bereich smarter Gebäudeinfrastruktur weiter gestärkt.

„Mit dieser Strategie bauen wir auf einem stabilen Fundament auf und richten unser Unternehmen weiter konsequent auf Zukunftsfähigkeit aus – insbesondere im Hinblick auf die fortschreitende Digitalisierung und die steigenden Nachhaltigkeitsanforderungen von Gesetzgebung und Kunden in Europa“, erklärt Alfred Felder, CEO der Zumtobel Group.

Ein zentraler Bestandteil der Unternehmensstrategie ist die Bündelung aller Aktivitäten rund um intelligente Lichtlösungen. Unter dem Leitmotiv „Smart Building Solutions“ investiert die Zumtobel Group gezielt in entsprechende Forschung, Technologie und vernetzte Beleuchtungssysteme. Sensorbasierte Lichtsteuerung, datenbasierte Flächennutzung und Human Centric Lighting leisten einen substanziellen Beitrag zu smarter Gebäudetechnik zur Sicherung optimaler Energieeffizienz. Strategische Partnerschaften mit Technologieführern wie Siemens und ABB unterstreichen den Anspruch des Unternehmens, zukunftsweisende Systeme für das nachhaltige Gebäudemanagement bereitzustellen.

Nachhaltigkeit und Digitalisierung im Fokus

Auch im Hinblick auf die eigene Organisation und die internen Prozesse setzt die Zumtobel Group weiter auf die Eckpfeiler Nachhaltigkeit und Digitalisierung. So wurden etwa die Klimaziele der Gruppe im abgelaufenen Geschäftsjahr von der renommierten Science Based Targets initiative (SBTi) bestätigt. Sie sind inzwischen fest in der Organisation verankert. Die bereits im Vorjahr eingeleiteten Initiativen zur digitalen Transformation wurden ebenfalls konsequent weiter vorangetrieben, dazu gehören u. a. die Entwicklung eines neuen Produktinformations-Management-Systems und die Neugestaltung des eCommerce-Kanals der Lighting Marken Thorn und Zumtobel. Parallel dazu überprüft das Management nach wie vor kontinuierlich die Kostenstrukturen im Produktionsnetzwerk, um die Resilienz des Unternehmens zu erhöhen und die Wettbewerbsfähigkeit langfristig zu sichern.

Geschäftsbericht Jahresbilanz Zumtobel