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Autor: Hahn, Sebastian

Beckermann Küchen

Dirk Leenderts wird neuer Geschäftsführer für Vertrieb und Marketing

Ein gutes Jahr hat es gedauert, bis Beckermann Küchen nach dem kurzen Gastspiel von Christian Jenner erneut einen Anlauf in Richtung Personalwechsel unternimmt: Dem scheidenden Bernd Lampe soll nun Dirk Leenderts als Geschäftsführer für Vertrieb und Marketing folgen. Der 41-Jährige ist branchenfremd, bringt aber laut Unternehmen „umfassende Führungskompetenzen“ mit.

Dirk Leenderts übernimmt die Position des Geschäftsführers zum 1. November 2025. Dort wird der Wirtschaftsingenieur parallel zu Jürgen Gieske tätig sein, der weiterhin für den Bereich Produktion verantwortlich zeichnet. Das neue Führungsduo berichtet an Jürgen Horstmann, Gesellschafter bei Beckermann Küchen und Eigentümer der Horstmann-Group.

Erfahrung in leitenden Positionen

„Mit Herrn Leenderts gewinnen wir einen jungen, zugleich äußerst erfahrenen Geschäftsführer, der sowohl strategisch denkt als auch operativ überzeugt“, erklärte Jürgen Horstmann zur Personalie. Leenderts war demnach von 2016 bis 2025 in leitenden Funktionen tätig, unter anderem als kaufmännischer Leiter, Betriebsleiter und Geschäftsführer bei einem Maschinen- und Anlagenbauer in Westerstede. Seit 2021 verantwortete er zusätzlich das technische Management von 31 Standorten einer regionalen Warengenossenschaft.

Eingearbeitet von Bernd Lampe

Seine Branchenfremdheit dürfte – zusammen mit dem frischen Blick von außen sowie durch die Einarbeitung über Bernd Lampe – kein langfristiger Nachteil sein. Lampe, der als langjähriger Geschäftsführer Vertrieb bereits im vergangenen Jahr in den Ruhestand gehen wollte, hatte den Posten um weitere 12 Monate verlängert. Der zwischenzeitlich als neuer GF Vertrieb und Marketing angedachte Christian Jenner blieb zwischen August 2024 und Dezember 2024 nur knapp 5 Monate im Unternehmen. Mittlerweile ist Jenner wieder in die Möbelbranche zurückgekehrt und führt die Geschäfte bei „Kusch+Co.“.

„Es ist mir eine große Ehre, Bernd Lampe als langjährigem Geschäftsführer nachzufolgen. Beckermann steht für Stabilität, moderne Fertigungsprozesse und bietet ein enormes Wachstumspotenzial – ich freue mich sehr auf die kommenden Herausforderungen“, erklärte Dirk Leenderts laut einer Unternehmensmitteilung.

Fachverband Matratzen

Deutschen Herstellern drohen Lieferengpässe im Herbst

Der Chemie-Konzern Covestro hat eine Force-Majeure-Erklärung für TDI (Toluoldiisocyanat) und weitere Produkte veröffentlicht. Auslöser war ein Brand in einer externen Umspannstation im Chempark Dormagen am 12. Juli 2025, der zu einem Stromausfall und Produktionsstillstand führte.

TDI ist ein zentraler Rohstoff für die Herstellung von PU-Schaumstoffen, wie sie in Matratzen verwendet werden. Sie bestehen zu rund einem Drittel aus TDI. Die Versorgungslücke betrifft laut Angaben der Chemie-Branche rund 10 Prozent des jährlichen TDI-Bedarfs in Deutschland.

Diese Situation bringt auch Matratzenhersteller gehörig unter Druck. Aufgrund der nach wie vor angespannten Absatzlage können die gestiegenen Rohstoffkosten nur teilweise weitergegeben werden. Obwohl die Branche selbst nicht für die aktuelle Situation verantwortlich ist, drohen Lieferengpässe im Herbst.

Homann Holzwerkstoffe

Erzielt leichtes Umsatzwachstum und solides operatives Ergebnis

Die Homann Holzwerkstoffe GmbH, einer der führenden europäischen Anbieter von dünnen, veredelten Holzfaserplatten für die Möbel-, Türen- und Beschichtungsindustrie, hat ihren Konzernzwischenbericht für das erste Halbjahr 2025 veröffentlicht. Der Unternehmensgruppe gelang es im Berichtszeitraum, in einem herausfordernden Marktumfeld die Absatzmenge zu steigern und damit den Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum von 186,3 Mio. Euro auf 195,0 Mio. Euro zu erhöhen.

Das um Währungskurseffekte bereinigte EBITDA lag mit 22,1 Mio. Euro unter Vorjahresniveau (Vorjahreszeitraum: 28,4 Mio. Euro). Die EBITDA-Marge bezogen auf die Gesamtleistung reduzierte sich entsprechend auf 11,3 Prozent (Vorjahreszeitraum: 15,1 Prozent ). Diese Entwicklung ist auf zwei einmalige Sondereffekte zurückzuführen: Zum Einen traten temporäre Produktionsstillstände im Zeitraum Januar bis Mai am Standort Losheim nach erfolgter Modernisierung der Rohplattenanlage auf. Zum Anderen verspätete sich die Inbetriebnahme des neuen Werkes in Pagiriai, Litauen. Das Halbjahresergebnis der Gruppe betrug -2,7 Mio. Euro nach 7,9 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum.

Bedingt durch das Halbjahresergebnis sowie die Reduzierung der negativen Eigenkapitaldifferenz aus der Währungsumrechnung ist das Eigenkapital im ersten Halbjahr 2025 leicht auf 195,4 Mio. Euro gesunken (31. Dezember 2024: 197,1 Mio. Euro). Dementsprechend reduzierte sich die Eigenkapitalquote von 33,2 Prozent zum Ende des Geschäftsjahres 2024 auf 31,6 Prozent per 30. Juni 2025. Mit der Emission einer neuen Unternehmensanleihe über 120 Mio. Euro mit einer Laufzeit von sieben Jahren sowie der jüngst erfolgten Prolongation der Finanzierung in Litauen hat die Gruppe wesentliche Teile ihrer Finanzverbindlichkeiten auf langfristige Beine gestellt.

Fritz Homann, Geschäftsführer der Homann Holzwerkstoffe GmbH: „In der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2025 haben wir einige wesentliche Weichenstellungen gelegt. Operativ konnten wir unseren Umsatz weiter steigern und haben durch die Begebung unserer neuen Unternehmensanleihe unsere Finanzierungsbasis gestärkt. Die vorübergehenden Belastungen durch Anlaufschwierigkeiten nach Modernisierungsmaßnahmen in Losheim und der verzögerten Inbetriebnahme unseres neuen Werks in Pagiriai sind weitestgehend überwunden. Strategisch haben wir mit diesen fortlaufenden Maßnahmen im Rahmen der Investitionsoffensive am Standort Losheim sowie der Investitionsentscheidung für unseren neuen Produktionsstandort in den USA die Weichen für weiteres solides, nachhaltiges Wachstum gestellt.“

Nach der Umsatzsteigerung im ersten Halbjahr und dem erfolgten Produktionsstart in Litauen, erwartet die Geschäftsführung für das zweite Halbjahr 2025 nach wie vor, dass das Umsatzniveau des Vorjahres leicht überschritten wird. Für das Gesamtjahr 2025 wurde ursprünglich eine seitliche EBITDA-Bewegung prognostiziert. Aufgrund der beschriebenen Sondereffekte in Losheim und Litauen lag das bereinigte EBITDA zum 30. Juni 2025 jedoch um 6,4 Mio. Euro unter dem Vorjahreszeitraum, sodass die aktualisierte Ergebnisprognose für 2025 unter dem Vorjahreswert liegt.

Sonae Arauco

Nimmt Recyclinglinie für Faserplatten in Betrieb

Sonae Arauco, einer der weltweit führenden Hersteller von Holzwerkstoffplatten für Möbel, Bau und Inneneinrichtung, hat in seinem Werk in Mangualde die erste industrielle Recyclinglinie für Faserplatten in Betrieb genommen. Mit einem Investitionsvolumen von acht Millionen Euro markiert das Projekt einen wichtigen Meilenstein für die Branche und unterstreicht das Engagement des Unternehmens für Kreislaufwirtschaft und Innovation.

Die neue Anlage ermöglicht es, ausgediente MDF-Platten in Rohstoffe für die Herstellung neuer MDF/HDF-Faserplatten umzuwandeln – ein Verfahren, das bislang in industriellem Maßstab nicht realisierbar war. Bei voller Auslastung kann die neue Linie bis zu 20 Prozent recycelte MDF-Fasern in die Produktion neuer Platten einbinden.

„Diese Investition ist nicht nur für die Sonae Arauco Gruppe, sondern für die gesamte Holzwerkstoffindustrie von strategischer Bedeutung“, erklärt Michael Betz, COO Nord-Ost-Europa der Sonae Arauco Gruppe. „Mit der Einführung recycelter MDF-Fasern in neue Platten im industriellen Kontext bekräftigen wir unser Engagement für die Kreislaufwirtschaft und die kaskadische Nutzung von Holz. Die ersten Ergebnisse sind vielversprechend und wir sind zuversichtlich, unser Ziel einer 20-prozentigen Integration zu erreichen.“

Recycling als strategischer Pfeiler

Im Jahr 2024 nutzte Sonae Arauco insgesamt 809.000 Tonnen recyceltes Holz und erhöhte den Recyclinganteil im Produktportfolio auf 33 Prozent. Bereits heute stammen mehr als 70 Prozent des Holzes in den Spanplatten des Unternehmens aus Recyclingquellen. In einigen Märkten soll dieser Anteil bis Ende des Jahres auf über 75 Prozent steigen. Dieser technologische Fortschritt unterstreicht die strategische Rolle der Holzwerkstoffindustrie beim Übergang zu einer zirkulären Bioökonomie.

Prozesse mit KI einfacher und schneller machen

Die Imos AG stellte auf der Ligna sehr konkrete Anwendungsfälle für KI in der Möbelfertigung vor. Im Interview erklärt Geschäftsführer Winfried Dell, was möglich ist und was in Zukunft noch denkbar ist. Klar ist: Die Technologie steht gerade erst am Anfang.

möbelfertigung: Herr Dell, auf der Ligna haben Sie KI-gestützte Visualisierung präsentiert. Wie heißt das Produkt eigentlich genau und was kann es? Wie waren die Reaktionen auf der Messe?

Winfried Dell: Wir haben gezeigt, wie KI die gesamte Prozesskette vom Verkauf bis zur Produktion verändern kann. Unser Ziel war KI-Technologie in konkreten Anwendungsfällen zu zeigen, um eine Diskussion anzuregen und so unsere KI-Konzepte validieren zu können. Neben zahlreichen KI-Ansätzen kam das Visualisierungskonzept am besten bei den Besuchern an. Mittels KI haben wir eindrucksvoll gezeigt, wie aus einer stilneutralen Vorplanung in unserer Online Planungslösung „iX NET“ in Sekunden eine verkaufswirksame virtuelle Raumsituation mit Beleuchtung, Dekoration und Materialtexturen entsteht.

Nach dem Ligna Messeerfolg haben wir entschieden zusammen mit dem offiziellen Release der „Imos iX 2025“ Ende Oktober einen Cloud Service für unsere „iX CAD“ Anwender anzubieten, der ergänzend zu der traditionellen Render-Funktion fotorealistische Bilder mit einem Mouse-klick erzeugt. In sekundenschnelle mit automatischer Beleuchtungs- und Dekorationsfunktion. Erzeugen von verkaufswirksamen, fotorealistischen Bildern aus der CAD Konstruktion ist damit nicht mehr nur den Render-Spezialisten vorbehalten.

möbelfertigung: Können Sie in Laiensprache erklären, wie das System funktioniert?

Winfried Dell: Stellen Sie sich ein Team aus Spezialisten vor: Jeder kann etwas anderes und zusammen lösen sie eine Aufgabe. Genauso arbeitet unsere KI. Wir haben ihr in den letzten Jahren beigebracht, unsere Produkte, Regeln und Abläufe zu verstehen. Die einzelnen Einheiten arbeiten selbstständig, tauschen sich untereinander aus und stimmen sich bei Bedarf mit Menschen ab. Heraus kommt kein starres Programm, sondern ein intelligentes System, das eigenständig Aufgaben löst.

Bei der Visualisierung läuft das dann so: Ein Teil der KI versteht die Aufgabe in natürlicher Sprache. Ein anderer prüft bestehende Pläne und erkennt, was bleiben darf und was geändert werden muss. Wieder andere analysieren Kanten und Tiefen in der Planung und geben diese Infos an eine bildgenerierende KI weiter, die dann die finale Visualisierung erstellt.

Die Kunst ist also eine Vielzahl verschiedener KI-Modelle so zu orchestrieren, dass sie effektiv zusammenarbeiten. So entstehen nicht nur schöne Bilder, sondern echte Planungsdaten, die den Designwunsch treffen und gleichzeitig technisch umsetzbar bleiben.

Das komplette Interview lesen Sie in der möbelfertigung Ausgabe 4/25. Zum Beispiel hier als E-Magazin: https://tinyurl.com/yzhyyyfw

Fachverband Schloss- und Beschlagindustrie (FVSB)

Neue Homepage und neues Logo

Der Fachverband Schloss- und Beschlagindustrie (FVSB) hat seinen Online-Auftritt von Grund auf erneuert. Seit dieser Woche ist die neue Homepage des Verbandes online, die nicht nur mit einem frischen Design, sondern auch mit verbesserter Technik und einer deutlich schnelleren Ladegeschwindigkeit aufwartet.

Der Relaunch umfasst alle Bereiche der Website. Für die Öffentlichkeit wurden die Startseite sowie die Themen- und Netzwerkseiten überarbeitet, um die Arbeit des Verbandes transparenter darzustellen. Ein eigener Pressebereich bündelt alle relevanten Nachrichten und bietet einen einfachen Bilder-Download. Für die Mitgliedsunternehmen wurde der geschlossene Mitgliederbereich übersichtlicher und benutzerfreundlicher gestaltet.

Zu den sichtbarsten Änderungen gehört das neue, responsive Design. Eine neue Schriftart, größere Bilder und ein klares Erscheinungsbild sollen die Orientierung erleichtern. Um die Handhabung auf mobilen Endgeräten wie Tablets oder Smartphones zu verbessern, wurde auf die bisherigen Drop-down-Menüs verzichtet. Stattdessen sind alle Bereiche über einen sogenannten Burger-Button erreichbar. „Die neue Seite bietet unseren Nutzerinnen und Nutzern, und vor allem unseren Mitgliedern einen deutlich besseren Zugriff auf wichtige Informationen. Die Inhalte sind klarer, schneller, intuitiver auffindbar“, erklärt FVSB-Geschäftsführer Stephan Schmidt.

Zusammen mit der neuen Website wurde auch das Logo des Fachverbandes modernisiert. Das bekannte blaue Rechteck wurde verlängert, um symbolisch einer Tür oder einem Fenster zu ähneln. Zudem wurde die Schrift angepasst: Der Schriftzug „FACHVERBAND“ erscheint nun in Grau, während „SCHLOSS- UND BESCHLAGINDUSTRIE“ in Blau gehalten ist, um den Branchenfokus stärker zu betonen.

Zumtobel Group

Legt Zahlen für das erste Quartal vor

Die Zumtobel Group ist verhalten in das neue Geschäftsjahr gestartet: In den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres 2025/26 verringerten sich die Umsatzerlöse um 7,8 Prozent auf 266,4 Mio. Euro (Q1 2024/25: 289,1 Mio. Euro). Währungsbereinigt betrug der Rückgang 7,7 Prozent. Im Components Segment sanken die Umsatzerlöse um 11,8 Prozent auf 70,9 Mio. Euro, während der Umsatz im Lighting Segment um 7,0 Prozent auf 210,7 Mio. Euro rückläufig war. Vor diesem Hintergrund sank auch das operative Ergebnis deutlich: Das bereinigte Gruppen-EBIT belief sich auf 6,6 Mio. Euro nach 20,2 Mio. Euro im Vorjahresquartal. Die bereinigte EBIT-Marge liegt mit 2,5 Prozent (Q1 2024/25: 7,0 Prozent) innerhalb der prognostizierten Spanne. Infolge negativer Sondereffekte durch die Werksschließung in den USA weist das Unternehmen für die ersten drei Monate ein negatives Periodenergebnis in Höhe von minus 4,0 Mio. Euro aus.

Während der Umsatz in der D/A/CH-Region im Vergleich zum Vorjahresquartal weitgehend stabil blieb, verzeichnete die Zumtobel Group in Nord- und Westeuropa Umsatzrückgänge, besonders deutlich in UK. In Süd- und Osteuropa ging der Umsatz in den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres ebenfalls leicht zurück. Auch in den Regionen Asien & Pazifik und Amerika & MEA konnte die Zumtobel Group aufgrund der schwierigen Rahmenbedingungen nicht das Umsatzniveau des Vorjahresquartals erreichen.

Im Lighting Segment sank der Umsatz im ersten Quartal 2025/26 um 7,0 Prozent auf 210,7 Mio. Euro (Q1 2024/25: 226,6 Mio. Euro). Zwar konnten Umsatzsteigerungen in Teilen Süd- und Osteuropas erzielt werden, diese reichten jedoch nicht aus, um die Rückgänge in UK und in der Region Asien & Pazifik auszugleichen.

Das Components Segment verzeichnete einen Umsatzrückgang von 11,8 Prozent auf 70,9 Mio. Euro (Q1 2024/25: 80,3 Mio. Euro). Hier führte das herausfordernde wirtschaftliche Umfeld in allen Regionen zu rückläufigen Umsätzen.

Angesichts der wirtschaftlichen Herausforderungen hat der Vorstand in den letzten Monaten ein globales Effizienzprogramm für die Zumtobel Group auf den Weg gebracht. Ziel des Programms ist es, Entscheidungswege zu verkürzen, Verantwortlichkeiten klarer zu definieren und die Innovationskraft nachhaltig zu stärken, um damit noch kundenorientierter handeln zu können. Damit sollen auch die Effizienz und die Kostenstrukturen dauerhaft verbessert werden. Die signifikanten Einsparungen im Bereich Vertrieb und Verwaltung sollen jährlich steigen und im Geschäftsjahr 2028/29 ein Volumen von 30 bis 40 Mio. Euro erreichen.

Das Management der Zumtobel Group beurteilt die aktuelle geopolitische und wirtschaftliche Lage als nach wie vor angespannt und schwer prognostizierbar. Dies macht es schwierig, die wirtschaftliche Entwicklung im Geschäftsjahr 2025/26 zu antizipieren. Vor diesem Hintergrund und mit Hinweis auf die genannten Unwägbarkeiten erwartet der Vorstand der Zumtobel Group für das Geschäftsjahr 2025/26 weiterhin einen Umsatzrückgang im einstelligen Prozentbereich im Vergleich zum Vorjahr und eine bereinigte EBIT-Marge zwischen 1 Prozent und 4 Prozent.

Grotefeld

Problemlöser in Sachen Spezialwerkzeuge

Grotefeld ist Spezialist für Spann- und Antriebstechnik zur maschinellen Bearbeitung verschiedenster Werkstoffe von Holz über Metallen bis hin zu Kunst- und Verbundstoffen. Die Kunden sind vielfältig, die Anforderungen extrem. Jede Lösung ist kundenspezifisch und individuell. Wie sich das Unternehmen in diesem Markt behauptet und was aktuelle Herausforderungen sind, erzählt Geschäftsführer Carsten Clauder im Interview.

möbelfertigung: Herr Clauder, Grotefeld steht seit 1963 für spezielle Spann- und Antriebstechnik in der zerspanenden Bearbeitung. Welche Trends machen Sie auf diesem Gebiet aktuell aus bzw. welche Aufgabenstellungen tragen insbesondere Hersteller von Maschinen und CNC-Bearbeitungszentren für die Möbelfertigung gerade an Sie heran?

Carsten Clauder: Die Trends, mit denen wir es derzeit zu tun haben, lassen sich auf vier Stichworte herunterbrechen: Material, Qualität, Individualisierung und Digitalisierung.

Das Material unterliegt einer besonderen Dynamik und ist sehr schnelllebig. Zudem drängen immer komplexere Werkstoffmixe auf den Markt, deren Bearbeitungen entsprechend komplexe Herausforderungen mit sich bringen. Wenn wir über die Qualität sprechen, dann hat insbesondere die Präzision in allen Prozessen neue Dimensionen erreicht. Da müssen die Aggregate mithalten.

Mit Individualisierung meine ich, dass sich immer öfter auch eine Losgröße 1 nahtlos und automatisiert in die Fertigung integrieren lassen muss.

Und über allem steht natürlich die Entwicklungsstufe Industrie 4.0 mit fortschreitenden vernetzten Infrastrukturen und digitalisierten Prozessen.

möbelfertigung: Wie begegnet Grotefeld diesem Bedarf?

Carsten Clauder: Auf der einen Seite stehen wir in kontinuierlichem Dialog mit Maschinenherstellern und den Maschinenanwendern. Auf der anderen Seite begegnen wir den Marktanforderungen mit Forschung und Entwicklung. Zum Beispiel dürfen sich Produktionstakte nicht verändern, wenn es unsere Bohrgetriebe plötzlich mit besonders harten Fronten zu tun bekommen. Oder wir entwickeln neu, um manuelle Eingriffe zu ersetzen.

So entstand kürzlich gemeinsam mit der Firma Riepe ein Sprühaggregat, das vor dem Aufbringen der Kante zum Einsatz kommt.

Das komplette Interview lesen Sie in der möbelfertigung Ausgabe 4/25. Zum Beispiel hier als E-Magazin: https://tinyurl.com/yep9pad4

Küchentrends 2025

Der letzte Schliff in der Küche

Kurz vor den Herbstmessen der Küchenmöbelbranche lohnt sich ein Blick auf aktuelle Trends und Entwicklungen: Immer öfter laufen naturbelassene Oberflächen dem klassischkantigen Minimalismus vergangener Jahre den Rang ab. Das zahlt auch aufs Stichwort Individualität ein.

So langsam scheint die Krise in der Küchenbranche ausgestanden zu sein – das jedenfalls legen die Neuheiten nahe, die von der Möbel- und Geräteindustrie mit Blick auf die anstehenden Herbstmessen unter vorgehaltener Hand verkündet werden. Plötzlich ist das Interesse an Nachhaltigkeit wieder vorhanden, was sich hervorragend über langlebige Rohstoffe und Materialien spielen lässt. Gebürstetes Holz, gelederter Stein und handpatinierte Metalloberflächen versprechen Exklusivität und einen individuellen Anstrich. Das setzt sich gegen die allzu harmonische Gleichförmigkeit aus Beige, Grau und Terrakotta erfolgreich zur Wehr.

Zugleich wird nicht mehr nur in den Preiseinstieg investiert, der noch zur Hochphase der Pandemie – und damit während der boomenden Sonderkonjunktur – sträflich vernachlässigt wurde, aber in den vergangenen zwei Jahren gezwungenermaßen wieder in den Mittelpunkt rückte. Stattdessen machen sich nun erneut Luxuskonzepte breit, die die Küche dort verorten, wo sie fantasievolle Projektentwickler schon seit jeher sehen: Als Statussymbol des modernen Wohnens, das als Lebensraum und – mit dem nötigen Kleingeld angereichert – als Ausdruck individueller Schaffenskraft fungiert.

Eine komplette Trendübersicht finden Sie in der möbelfertigung Ausgabe 4/25. Zum Beispiel hier direkt als E-Magazin: https://tinyurl.com/y5kkfana