Zum Hauptinhalt springen

Autor: Hahn, Sebastian

Übernimmt Hästens-Store in Köln als Partner

Das familiengeführte Unternehmen chez Douverne – Experte für gesunden Schlaf aus Sommerach – erweitert seine Präsenz mit einer Dependance in Köln. Der Hästens Store im Belgischen Viertel ergänzt das Stammhaus nahe Würzburg perfekt und präsentiert auf 250 Quadratmetern im Herzen von Köln die gesamte Welt der schwedischen Premium-Bettenmanufaktur Hästens.

Mit den beiden Standorten in Köln und Sommerach bietet chez Douverne nun auf insgesamt 700 m² Ausstellungsfläche ein umfassendes Angebot rund um Hästens Betten in Deutschland und ist damit ein exklusiver Hästens Partner.

Kompetenz für gesunden Schlaf
chez Douverne versteht sich als professioneller Ansprechpartner für gesunden und erholsamen Schlaf. Die individuelle Beratung ist Passion und Familientradition: Alle Schlafberatungen werden ausschließlich persönlich durchgeführt, mit dem Ziel, die Lebensqualität der Kundinnen und Kunden nachhaltig zu steigern.

Neben individuell in Schweden gefertigten Betten steht auch das umfangreiche Hästens Schnell-Lieferprogramm zur Verfügung, eine große Auswahl an sofort verfügbaren Hästens Betten.

Im Hästens Store Köln können Besucherinnen und Besucher in entspannter Loft-Atmosphäre im Sleep Spa verschiedene Modelle testen. Das einzigartige Probeschlaf-Konzept in Sommerach hebt chez Douverne zusätzlich hervor: Im exklusiven Boutique Bio-Hotel Suites können Gäste über Nacht die verschiedenen Hästens Modelle erleben und dabei die individuelle Festigkeit testen – Extra Soft, Soft, Medium oder Fest.

Ab Mai 2026 wird dieses Angebot durch die Villa Maison Eveline erweitert, die in ruhiger Umgebung ein unvergleichliches Schlaferlebnis verspricht. Dort haben Gäste die Möglichkeit, in unterschiedlichen Hästens Betten wie dem 2000T, Herlewing oder Excel zu schlafen und so die Vielfalt der Modelle in authentischer Wohnatmosphäre zu erleben.

VDMA

Dänemark und Deutschland bündeln Kräfte bei KI, Robotik und Automation

Auf dem 15. Deutschen Maschinenbau-Gipfel in Berlin unterzeichneten Dänemarks nationales Robotik-Cluster Odense Robotics und VDMA Robotik + Automation eine Kooperationsvereinbarung. Mit diesem Schulterschluss wollen beide Organisationen die Robotik und Automation in Europa stärken. Unterstützt wird diese Initiative von der dänischen und deutschen Regierung.

Die Unterzeichnung fand im Beisein des dänischen Ministers für Industrie, Wirtschaft und Finanzen, Morten Bødskov sowie der Parlamentarischen Staatssekretärin im BMWE, Gitta Connemann, statt. Der dänische Minister erklärte:

„Wir brauchen starke Partnerschaften, bei denen wir über Landesgrenzen hinweg die Stärken des jeweils anderen nutzen. Deshalb freue ich mich sehr, dass heute eine wichtige Zusammenarbeit zwischen zwei weltweit führenden Akteuren im Bereich Robotik zustande kommt – dem dänischen Odense Robotics und dem VDMA. Beide Parteien sollen sich gegenseitig stärken. Genau das braucht Europa, damit wir unsere gemeinsame Wettbewerbsfähigkeit ausbauen können.“

„Dänemark ist einer der Hotspots für Robotik weltweit. Mit der Vereinbarung bringen wir frische Ideen und neue Technologien zusammen mit deutscher und europäischer Industriekraft. So können wir gemeinsam Spitzentechnologien schneller entwickeln und skalieren. So geht Europa: Hand in Hand. Das ist ein Modell für die Zukunft.“, sagte die für das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie teilnehmende Parlamentarische Staatssekretärin Gitta Connemann.

Schon in der vergangenen Legislaturperiode hatte die Ampel-Koalition für KI und Robotik strategische Weichen gestellt. Erfreulich ist, dass die schwarz-rote Bundesregierung in ihrer Hightech-Agenda Deutschland bereits angekündigt hat, 2026 einen KI-Robotikbooster zu zünden.

Bedeutung von Robotik und Automation wird gestärkt

Die Kooperationsvereinbarung umfasst zahlreiche Maßnahmen, darunter die verstärkte Kommunikation der Rolle der Robotik und Automation an relevante Stakeholder in Europa, gemeinsame Events für Vernetzung und Matchmaking im dänischen, deutschen und europäischen Robotik-Ökosystem sowie die Zusammenarbeit mit der VDMA Startup Machine. Zudem soll die erfolgreiche Zusammenarbeit im Rahmen der Weltleitmesse automatica in München ausgebaut werden.

Mit einem „Robotics Action Plan for Europe“ hat der VDMA Fachverband Robotik + Automation bereits im vergangenen Jahr eine europäisch ausgerichtete Robotik-Strategie ausgearbeitet und damit die Grundlage für einen intensiven Dialogprozess mit der Bundesregierung und der Europäischen Kommission gelegt. „Der Schulterschluss der beiden Organisationen kommt zur richtigen Zeit“, bekräftigte Dr. Dietmar Ley, Vorsitzender des VDMA Robotik + Automation nun in Berlin:

„Europa steht vor tiefgreifenden Herausforderungen. Für die Sicherung unserer Wettbewerbsfähigkeit brauchen wir mehr Innovationskraft und deutlich schnelleres Tempo. Robotik, KI und Automation sind dabei zentrale Schlüsseltechnologien. Mit der Kooperation bündeln wir unsere Kräfte, damit Europa weiter an der Weltspitze bleibt: als führender Produzent und als Anwender hoch innovativer Automationslösungen“.

„Wir sind stolz und freuen uns, diese Zusammenarbeit mit einem so starken Partner wie dem VDMA einzugehen, und ich bin überzeugt, dass wir gemeinsam neue Möglichkeiten für Unternehmen schaffen und die Innovation in ganz Europa stärken können“, ergänzte Søren Elmer Kristensen, CEO von Odense Robotics. „Dies ist ein weiterer Schritt in unserem Bestreben, dänische Innovation in die Welt zu bringen – und die Welt nach Dänemark zu holen.“

Wuppermann Austria

Herbert Sikovc übernimmt Vertriebsleitung

Zum 1. September 2025 hat Herbert Sikovc die Leitung des Vertriebs bei der Wuppermann Austria GmbH (WA) übernommen. Der Diplom-Ingenieur berichtet direkt an den WA-Geschäftsführer Hubert Pletz.

Herbert Sikovc ist seit über 12 Jahren bei Wuppermann tätig und hat in dieser Zeit zahlreiche Projekte und Aufgaben erfolgreich umgesetzt – zunächst als Application Manager und später als Leiter des Technischen Kundensupports. Hier konnte Herr Sikovc seine Erfahrungen insbesondere bei Themen rund um den Korrosionsschutz sowie bei der Entwicklung von Zink-Magnesium-Beschichtungen einbringen. Herbert Sikovc hat an der Montanuniversität Leoben Metallurgie mit Schwerpunkt Eisenstahlmetallurgie und Wirtschaft studiert.

„Mein Herz schlägt für hochwertigen Stahl. Als Leiter des Technischen Kundensupports habe ich die Bedürfnisse und Wünsche unserer Kunden detailliert kennenlernen dürfen. Ich freue mich darauf, gemeinsam mit dem Vertriebsteam von Wuppermann unsere Kundenbeziehungen weiter auszubauen“, erklärt Herbert Sikovc.

Institut der Deutschen Wirtschaft

Investitionskrise verschärft sich

Die deutsche Wirtschaft stagniert 2025. Erst 2026 ist mir einer leichten Erholung zu rechnen – mit gut einem Prozent wird der Aufschwung jedoch nur schwach ausfallen. Das zeigt die neue IW-Konjunkturprognose. Hohe Energie- und Arbeitskosten, überbordende Regulierung sowie geopolitische Unsicherheiten und protektionistische Tendenzen setzen Deutschland weiterhin unter Druck.

Die Prognose im Detail:

  • Trotz Zoll-Deal mit Trump: Die deutsche Wirtschaft leidet besonders unter der unberechenbaren US-Außenhandelspolitik. Die Exporte werden 2025 voraussichtlich um rund 0,5 Prozent sinken. 2026 dürften sie sich höchstens leicht erholen. Eine Rückkehr zu alten Verhältnissen ist aber wegen der schwierigen Weltlage nicht in Sicht.
  • Die ungewisse Weltlage und der Reformstau in Deutschland bremsen die Investitionen spürbar aus: Die Bruttoanlageinvestitionen lagen im ersten Halbjahr 2025 um 1,7 Prozent unter dem Vorjahr; das Investitionsniveau liegt etwa elf Prozent unter dem Stand von 2019. Besonders gravierend ist der Rückgang bei den Ausrüstungsinvestitionen (minus 2,5 Prozent in diesem Jahr) – sie entscheiden, welches Wachstum in den kommenden Jahrzehnten möglich ist.
  • Auch die Baubranche erholt sich nicht: Die Bauinvestitionen bleiben im Minus – 2025 geht es erneut um 1,7 Prozent bergab, im Wohnungsbau sogar noch kräftiger. Erst 2026 werden sich die Investitionsmittel des Staates positiv auswirken.
  • Der Konsum erholt sich nur langsam: Die privaten Konsumausgaben legen 2025 nur schwach um etwa ein Prozent zu. Die Wirtschaftskrise ist auch bei den Menschen angekommen: Viele Haushalte sparen, aus Sorge ihren Arbeitsplatz zu verlieren.
  • Und das nicht grundlos. Denn die Situation auf dem Arbeitsmarkt wird sich fürs Erste nicht verbessern: Die Erwerbstätigkeit stagniert bei rund 46 Millionen, die Arbeitslosenquote verharrt auf erhöhtem Niveau. Reformen wie beim Bürgergeld dürften frühestens 2026 Wirkung zeigen.

Regierung muss Reformstau auflösen

Die erhofften positiven Effekte des Infrastruktur-Sondervermögens lassen auf sich warten. Deutschland steckt weiterhin in einer Investitions- und Strukturkrise. „Stellt die Bundesregierung im Herbst der Reformen endlich die richtigen Weichen, könnte es im kommenden Jahr wieder bergauf gehen“, sagt IW-Konjunkturchef Michael Grömling. Dazu brauche es aber dringend eine Unternehmenssteuerreform, spürbare Bürokratieentlastungen und gezielte Investitionsanreize.

Maschinenbau fordert einen „Herbst des Handelns“

Handelskriege, Bürokratiefrust, globale Verunsicherung sowie immer höhere Kosten belasten den Maschinen- und Anlagenbau im laufenden Jahr schwer. Der VDMA sieht für 2025 daher einen Produktionsrückgang von 5 Prozent voraus. Auch 2026 ist nur ein leichtes Wachstum von 1 Prozent in Sicht. VDMA-Präsident Bertram Kawlath fordert, dass aus dem angekündigten Herbst der Reformen ein „Herbst des Handelns“ wird.

Eine Welt voller Militär- und Handelskriege, politischer Lähmung und verunsicherter Investoren hat im exportorientierten Maschinen- und Anlagenbau deutliche Spuren im laufenden Jahr hinterlassen. „Die Unternehmen sind wütend über Reformen, die versprochen, aber nicht schnell genug umgesetzt werden. Über Handelskriege, die auf dem Rücken der Betriebe ausgetragen werden. Über Regulierungen, die in erster Linie zu ausufernder Bürokratie führen und vielfach von industriellen Mittelständlern gar nicht erfüllt werden können“, betonte VDMA-Präsident Bertram Kawlath im Pressegespräch auf dem 15. Deutschen Maschinenbau-Gipfel in Berlin. Zugleich verunsichere die wachsende Zahl von Kriegen die Unternehmen. „Wir erleben, wie in unserer unmittelbaren europäischen Nachbarschaft der russische Angriffskrieg unvermindert weitergeht. Ein Angriff, der auch unser freiheitliches System bedroht. Auch im vierten Jahr dieses Kriegs gilt: Wir dürfen in unserer Unterstützung der Ukraine nicht nachlassen!“, betonte Kawlath.

Produktion im ersten Halbjahr sinkt um 4,5 Prozent

All dies spiegele sich in der aktuellen Konjunkturlage und dem Ausblick für die Branche wider. Im ersten Halbjahr sank die reale Produktionsleistung im Maschinen- und Anlagenbau am Standort Deutschland um 4,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Und die Dynamik hat sich zuletzt verstärkt: der Rückgang im zweiten Quartal 2025 erreichte 4,9 Prozent und war damit größer als im ersten Quartal. „Immerhin gibt es erste Hoffnungsschimmer im Auftragseingang. Von Januar bis einschließlich Juli kamen real 2 Prozent mehr Bestellungen in die Bücher“, sagte Kawlath. Allerdings waren die technischen Kapazitäten im Juli nur zu 77,6 Prozent im Branchendurchschnitt ausgelastet – „das ist deutlich zu wenig!“, betonte der VDMA-Präsident. „All diese Faktoren führen dazu, dass wir unsere Prognose für die Produktion in diesem Jahr nach unten korrigieren müssen. Bisher gingen wir von einem Minus von 2 Prozent aus, nun rechnen wir mit minus 5 Prozent für 2025“, sagte Kawlath.

Erhebliche Risiken auch im kommenden Jahr

Für das Jahr 2026 erwarten die VDMA-Volkswirte eine leichte Erholung der Maschinenbaukonjunktur – vorausgesetzt, der von der Politik angekündigte Herbst der Reformen zeigt tatsächlich Wirkung. „Technologische Innovationen und die fortschreitende Digitalisierung bieten Wachstumspotenzial, ebenso wie die Stärkung des europäischen Binnenmarkts“, erläuterte Kawlath. Auch die EU könne sich als sicherer Hafen für Investitionen etablieren, was steigende Ausrüstungsinvestitionen begünstigt – wenngleich der Maschinenbau als Spätzykliker davon erst verzögert profitiert. „Dem stehen jedoch erhebliche Risiken gegenüber“, mahnte der VDMA-Präsident und nannte als Belastungsfaktoren:

  • eine weitere Verschärfung von Handelskonflikten, neue Zölle und geopolitische Eskalationen,
  • steigende Staatsschulden und Inflationsraten sowie die darauf folgenden höheren Zinsen,
  • die drohende Ausweitung der amerikanischen Strafzölle für Stahl und Aluminium auf weitere Maschinenbauprodukte.

 „Angesichts dieser schwierigen Gemengelage blicken wir derzeit nur mit leichtem Optimismus auf das kommende Jahr. Wir erwarten einen preisbereinigten Produktionsanstieg von 1 Prozent für 2026“, sagte Kawlath

Klare politische Agenda zur Standortstärkung gefordert

Der VDMA-Präsident stellte klar, dass es im „Herbst der Reformen“ vor allem um die Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands und Europas gehen muss. „Nur ein industriell starkes Deutschland kann den Wohlstand hier und auch in Europa sichern“, betonte er. Der Standort Deutschland hat ein großes Kostenproblem: Bürokratie, Steuern, Lohnnebenkosten, Energie – „überall muss angesetzt werden“, forderte Kawlath. Dabei seien harte Maßnahmen unvermeidlich. „Aber ein Sozialstaat, dessen Abgabenquote immer mehr in Richtung 50 Prozent steuert, ist nicht haltbar“, warnte der VDMA-Präsident. Erwartet und notwendig sei jetzt eine klare politische Agenda, mit der erkennbar werde, wie die Wirtschaft, Arbeitsplätze und auch der Sozialstaat gesichert werden sollen. „Nennen Sie es Agenda 2030 oder anders. Aber dieser Kurs muss jetzt beschlossen und beherzt verfolgt werden. Es ist keine Zeit mehr für lange Debatten in Kommissionen oder für Koalitionsstreitigkeiten. Wir brauchen einen Herbst des Handelns“, bekräftigte er.

Gerade für den exportorientierten Maschinen- und Anlagenbau ist ein starker Heimatmarkt essenziell. Das gilt für Deutschland ebenso wie für Europa. „Wir müssen Deutschland und Europa erfolgreicher im internationalen Wettbewerb machen, weil uns auch auf den wichtigen Märkten dieser Welt der Wind immer rauer ins Gesicht weht“, sagte Kawlath. „China ist zum größten globalen Wettbewerber im Maschinen- und Anlagenbau aufgestiegen. Weil chinesische Unternehmen enorm aufgeholt haben. Aber auch, weil sie vom chinesischen Staat unfair subventioniert werden. Und wir fragen uns: Wo bleibt die politische Antwort, wo bleibt eine China-Strategie der neuen Bundesregierung?“, betonte er.

US-Strafzölle bis zu 200 Prozent drohen

Denn auch im Handel mit dem wichtigsten Partner außerhalb der EU, den USA, herrscht inzwischen ein stürmisches Klima. „Strafzölle und Drohungen sind Gift für langfristige Investitionen, die gerade in unserer Industrie eine entscheidende Rolle spielen“, betonte Kawlath. Denn die jüngste Ausweitung der US-Zölle treffe den europäischen Maschinenbau ins Mark: Rund 40 Prozent der Maschinenimporte aus der EU in die USA unterliegen nun einem Zoll von 50 Prozent auf den Metallanteil des Produkts. „Das führt für unsere Unternehmen zu zwei gravierenden Problemen: Zum einen wird die Liste von den US-Behörden alle vier Monate überprüft und kann jederzeit erweitert werden – eine tickende Zeitbombe für unsere Branche“, warnte der VDMA-Präsident. Die durch den Zolldeal erhoffte Planungssicherheit für künftige Geschäfte sei damit faktisch aufgehoben.

„Zum anderen besteht die größte Herausforderung für unsere Unternehmen nun darin, den Metallanteil zu berechnen und zu belegen sowie die Herkunft des eingesetzten Stahls und Aluminiums nachzuverfolgen. Für viele Firmen ist das schlicht nicht möglich, da sie zahlreiche Zulieferer haben und diese solche Detaildaten teilweise nicht bereitstellen“, sagte er. Im schlimmsten Fall drohen nun 200 Prozent Zoll auf das gesamte Produkt. „Deshalb stoppen einige Unternehmen ihre Exporte – das Risiko ist schlicht zu hoch“, resümierte Kawlath und forderte: „Die Europäische Union muss den USA deutlich machen, dass unsere Maschinen die amerikanische Produktion und den Export ermöglichen – und daher von Strafzöllen auszunehmen sind.“

EU muss Mercosur und andere Freihandelsabkommen umsetzen

Der VDMA-Präsident widersprach daher in aller Deutlichkeit der Aussage von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, dass der Zolldeal für Stabilität und Berechenbarkeit im Handel sorge. Insgesamt seien die wirtschaftspolitischen Impulse in der jüngsten „State of the Union“-Rede „sehr überschaubar“ gewesen, fügte er hinzu. „Zwar stärkt die EU-Kommission die Handelspolitik – das ist ein sehr positiver Ansatz. Jetzt muss die EU aber auch umsetzen und vor allem das Mercosur-Abkommen endlich in Kraft setzen“, forderte Kawlath. Auch weitere Abkommen zum Beispiel mit Indien müssten rasch folgen.

Positiv zu sehen seien die Ankündigung von der Leyens zu einer Roadmap zur Vollendung des Binnenmarktes und die Weiterführung der Vereinfachungsagenda, ergänzte der VDMA-Präsident. „Aber auch hier gilt: die verschiedenen Omnibusse müssen ihr Ziel auch erreichen, ohne auf der Strecke zu viel Ballast aufgeladen zu bekommen“, mahnte Kawlath. „Wenn das EU-Parlament die angekündigten Vereinfachungen und Streichungen von Regulierung wieder zunichtemacht, bleibt das Versprechen, Europa wettbewerbsfähiger zu machen, ein reines Lippenbekenntnis.“

Neue Studie zur Wettbewerbsfähigkeit des europäischen Maschinenbaus

Nicht nur die Politik ist gefordert, die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts zu stärken – auch die Unternehmen stehen in dieser Pflicht. Sie sind gefordert, ihre Wettbewerbsfähigkeit für die kommenden Jahre durch eigene Maßnahmen zu sichern. Das heißt: etablierte Geschäftsmodelle und Wertschöpfungsketten auf den Prüfstand stellen und für eine Welt fit machen, in der insbesondere Digitalisierung und Künstliche Intelligenz eine immer größere Rolle spielen.

Der VDMA hat dazu mit seinem Wissenspartner McKinsey die Studie „Wettbewerbsfähigkeit in einer neuen Ära – Erfolgsfaktoren, Trends und Handlungsansätze im europäischen Maschinen- und Anlagenbau“ erstellt und auf dem 15. Deutschen Maschinenbau-Gipfel vorgestellt. Darin werden unter anderem acht Erfolgsfaktoren von operativer Exzellenz über Innovation bis zur geopolitischen Resilienz beschrieben, die künftig Wachstum und Profitabilität der Unternehmen bestimmen. Zudem werden sechs zentrale Wege aufgezeigt, wie Unternehmen ihre Wettbewerbsfähigkeit sichern und ausbauen können – vom konsequentem Kostenmanagement über die Erschließung neuer Märkte bis zur Stärkung des Service- und Aftersales-Geschäfts.

„Es geht jetzt darum, die Innovationskraft der Branche zu entfesseln – nicht nur in den Produkten, sondern auch in den Prozessen und Geschäftsstrategien“, erläuterte Dr. Dorothee Herring, Studienautorin und Senior Partner von McKinsey. „Entscheidend ist dabei, begrenzte Ressourcen wie Kapital, Mitarbeiterkapazitäten oder die Aufmerksamkeit des Managements auf die richtigen Prioritäten zu konzentrieren. Nur durch eine schonungslose Analyse und die entschlossene Umsetzung von Verbesserungen können Unternehmen ihre Position nachhaltig stärken“, betonte Dr. Herring.

Die gesamte Studie finden Sie hier.

VDMA bringt seine Europäisierung voran

Die Maschinen- und Anlagenbauindustrie braucht ein starkes Europa und damit auch eine europäische Interessenvertretung durch starke Industrieverbände. Der VDMA ist mit mehr als 400 Mitgliedsfirmen außerhalb Deutschlands die wichtigste Stimme des europäischen Maschinen- und Anlagenbaus und will dies künftig noch stärker nach außen zeigen. Dazu wurde bereits im vergangenen Oktober von der Mitgliederversammlung eine Namensänderung beschlossen: Der Zusatz „Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau“ wurde gestrichen, der Verband heißt seither offiziell VDMA e.V. „Selbstbewusst sagen wir zusätzlich Europas größter Verband des Maschinen- und Anlagenbaus“, betonte Kawlath. Zudem hat sich der VDMA den Claim „Advancing Europe’s Machinery Industry“ sowie ein neues Logo und ein moderneres Erscheinungsbild gegeben. „All dies steht für die europäische Stärke des Verbands und seiner Industrie, die wir in den kommenden Jahren weiter ausbauen wollen“, resümierte der VDMA-Präsident.

PAD

Verstärkt Vertrieb in Belgien und Luxemburg

Die Heimtextilmarke PAD aus Mertingen baut ihre Vertriebsstruktur in Europa aus und verstärkt ihre Präsenz in Belgien und Luxemburg. Ab sofort übernimmt der erfahrene Handelsvertreter Kris van Walleghem die Betreuung beider Märkte für die Marken PAD und PROFLAX.

Laut Unternehmensangaben bringt van Walleghem jahrzehntelange Erfahrung in der Branche und ein breites Netzwerk mit. Ziel der Neubesetzung ist es, die Kundenbeziehungen in der Region zu intensivieren und die Position der Marken weiter zu stärken.

„Wir freuen uns sehr, mit Kris van Walleghem einen langjährigen Branchenkenner für Belgien gewonnen zu haben“, so Geschäftsführer Dr. Jens Hourle. „Seine Expertise und seine Leidenschaft für hochwertige Marken sind ein echter Gewinn für PAD und unsere Partner vor Ort.“

PAD wurde 2006 gegründet und ist auf textile Wohnaccessoires spezialisiert. Das Unternehmen entwirft seine Kollektionen am Firmensitz in Mertingen und fertigt nach eigenen Angaben fast ausschließlich in Europa. Die Produkte sind nach Standard 100 by Oeko-Tex zertifiziert.

Häfele

Heißt 22 Nachwuchstalente willkommen

Am 1. September haben 16 junge Menschen ihre Ausbildung bei Häfele begonnen. Unter ihnen sind Auszubildende in den Berufsfeldern Groß- und Außenhandelsmanagement, E-Commerce und Lagerlogistik. Ab dem 1. Oktober werden zudem sechs dual Studierende in den Studiengängen BWL-Handel, BWL-Digital Business Management sowie Wirtschaftsingenieurwesen folgen. Gemeinsam bilden sie den Ausbildungsjahrgang 2025.

Traditionell beginnt der Ausbildungsstart bei Häfele Anfang September mit den Welcome Days, einem dreitägigen Onboarding-Programm in Nagold. Ziel ist es, den Berufseinsteigern den Start in den neuen Lebensabschnitt zu erleichtern, Orientierung im Unternehmen zu geben und den Teamgeist zu stärken.

Nach der offiziellen Begrüßung durch CEO Gregor Riekena und Chief Human Relations Officer Marco Esser lernten sich die Neuzugänge im Häfele Team näher kennen. In interaktiven Workshops wurden Erwartungen, Wünsche und Fragen rund um den Start in Ausbildung und Studium thematisiert. Einen ersten intensiven Eindruck vom Unternehmen erhielten die Nachwuchstalente bei einer Führung durch die Häfele Markenwelt, einer umfassenden Unternehmenspräsentation mit Einblicken in die Fachabteilungen und einem interaktiven Hausrundgang.

Besonders wertvoll war auch das erste Treffen mit den Paten aus höheren Ausbildungsjahren: Sie stehen den Neueinsteigern während ihrer Ausbildung mit Rat und Tat zur Seite. Azubis und Studierende aus vorangegangenen Jahrgängen stellten im Rahmen der Welcome Days außerdem ausgewählte Projekte vor, darunter die Ausbildungsmesse Top Job oder das Instagram-Team rund um die Häfele Youngsters. Abgerundet wurde das Programm durch praktische Informationen rund um den Ausbildungsalltag.

Egger Logo

Investitionsprojekte im Werk Markt Bibart gehen in großen Schritten voran

Die Egger Gruppe mit Stammsitz in St. Johann in Tirol (AT) investiert über 200 Millionen Euro in ihr 22. Werk in Markt Bibart (DE) und realisiert damit eines der größten Investitionsprojekte der Branche. Der Holzwerkstoffhersteller setzt umfangreiche, mehrstufige Investitionsschritte, die im Herbst 2026 abgeschlossen werden sollen. Die einzelnen Teilprojekte liegen im Zeitplan, und mehrere Meilensteine wurden nun erreicht: der Beginn der Inbetriebnahme der Recyclingholz-Aufbereitungsanlage, die Fertigstellung jener Produktionshalle, in der die erste Beschichtungsanlage Einzug halten wird, sowie der Montagebeginn dieser ersten Kurztaktpresse. Alle diese Fortschritte wurden mit Mitarbeitenden, Partnern und Vertretern der lokalen Behörden auf dem Richtfest gefeiert.

„Wir sind vom großen Potenzial des Werks Markt Bibart überzeugt. Gemeinsam mit unseren Mitarbeitenden und Partnern entwickeln wir das Werk zu einem hochmodernen Holzwerkstoff-Standort weiter. Markt Bibart wird eine bedeutende strategische Rolle in der Gruppe einnehmen. Wir sind stolz, dass wir mit den Bauarbeiten in Rekordgeschwindigkeit vorankommen. Dabei handelt es sich um eine große und erfolgreiche Teamleistung“, so Michael Egger jun., Egger Gruppenleitung Vertrieb/Marketing.

möbelfertigung. Der Podcast. #Folge 44

Spin to Win – Wie Hettich die Einrichtungsbranche durchwirbelt

ComfortSpin, FurnSpin und RoomSpin haben in den letzten Jahren in der Welt der Möbelbeschläge für Furore gesorgt. Aber warum eigentlich? Und wie ist die Produktlinie bei Hettich überhaupt entstanden? Geschäftsführer Michael Lehmkuhl und Innovationsmanager Daniel Rehage erzählen im Gespräch mit Redakteur Sebastian Hahn die überraschende Entwicklungsgeschichte der SpinLines und wo die Reise als nächstes hingehen könnte.

Und was haben Rentner aus Chemnitz mit der Entwicklung der Drehschwenk-Beschlag-Familie zu tun?

Das erfahren Sie im Podcast direkt hier: https://open.spotify.com/episode/1RS2lJevq2jIh0jZp2svF7 und überall sonst, wo es Podcasts gibt.

Sie haben ein spannendes Thema, über das Sie gern mal mit einem Redakteur der „möbelfertigung“ im Podcast diskutieren möchten? Dann melden Sie sich bei Sebastian Hahn, sebastian.hahn@vincentz.net

Darüber hinaus gibt es verschiedene Möglichkeiten, Ihr Produkt in einem Podcast zu bewerben. Oder auch als Premium-Sponsor bei jedem neu erscheinenden Podcast genannt zu werden. Genauso ist es möglich, einen gesamten Podcast zu Ihrem Unternehmen zu recorden. Über sämtliche zur Verfügung stehenden Möglichkeiten informiert Sie gerne Hans-Christian Hahn, hans-christian.hahn@vincentz.net