Prozesse mit KI einfacher und schneller machen
Die Imos AG stellte auf der Ligna sehr konkrete Anwendungsfälle für KI in der Möbelfertigung vor. Im Interview erklärt Geschäftsführer Winfried Dell, was möglich ist und was in Zukunft noch denkbar ist. Klar ist: Die Technologie steht gerade erst am Anfang.
möbelfertigung: Herr Dell, auf der Ligna haben Sie KI-gestützte Visualisierung präsentiert. Wie heißt das Produkt eigentlich genau und was kann es? Wie waren die Reaktionen auf der Messe?
Winfried Dell: Wir haben gezeigt, wie KI die gesamte Prozesskette vom Verkauf bis zur Produktion verändern kann. Unser Ziel war KI-Technologie in konkreten Anwendungsfällen zu zeigen, um eine Diskussion anzuregen und so unsere KI-Konzepte validieren zu können. Neben zahlreichen KI-Ansätzen kam das Visualisierungskonzept am besten bei den Besuchern an. Mittels KI haben wir eindrucksvoll gezeigt, wie aus einer stilneutralen Vorplanung in unserer Online Planungslösung „iX NET“ in Sekunden eine verkaufswirksame virtuelle Raumsituation mit Beleuchtung, Dekoration und Materialtexturen entsteht.
Nach dem Ligna Messeerfolg haben wir entschieden zusammen mit dem offiziellen Release der „Imos iX 2025“ Ende Oktober einen Cloud Service für unsere „iX CAD“ Anwender anzubieten, der ergänzend zu der traditionellen Render-Funktion fotorealistische Bilder mit einem Mouse-klick erzeugt. In sekundenschnelle mit automatischer Beleuchtungs- und Dekorationsfunktion. Erzeugen von verkaufswirksamen, fotorealistischen Bildern aus der CAD Konstruktion ist damit nicht mehr nur den Render-Spezialisten vorbehalten.
möbelfertigung: Können Sie in Laiensprache erklären, wie das System funktioniert?
Winfried Dell: Stellen Sie sich ein Team aus Spezialisten vor: Jeder kann etwas anderes und zusammen lösen sie eine Aufgabe. Genauso arbeitet unsere KI. Wir haben ihr in den letzten Jahren beigebracht, unsere Produkte, Regeln und Abläufe zu verstehen. Die einzelnen Einheiten arbeiten selbstständig, tauschen sich untereinander aus und stimmen sich bei Bedarf mit Menschen ab. Heraus kommt kein starres Programm, sondern ein intelligentes System, das eigenständig Aufgaben löst.
Bei der Visualisierung läuft das dann so: Ein Teil der KI versteht die Aufgabe in natürlicher Sprache. Ein anderer prüft bestehende Pläne und erkennt, was bleiben darf und was geändert werden muss. Wieder andere analysieren Kanten und Tiefen in der Planung und geben diese Infos an eine bildgenerierende KI weiter, die dann die finale Visualisierung erstellt.
Die Kunst ist also eine Vielzahl verschiedener KI-Modelle so zu orchestrieren, dass sie effektiv zusammenarbeiten. So entstehen nicht nur schöne Bilder, sondern echte Planungsdaten, die den Designwunsch treffen und gleichzeitig technisch umsetzbar bleiben.
Das komplette Interview lesen Sie in der möbelfertigung Ausgabe 4/25. Zum Beispiel hier als E-Magazin: https://tinyurl.com/yzhyyyfw














