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Autor: Hahn, Sebastian

Egger Gruppe

Zukunftsfähig dank strategischer Investitionen

In einem herausfordernden Marktumfeld blickt Egger dank strategischer Investitionen optimistisch in die Zukunft. ­Besonders die Übernahme des Werks in Markt ­Bibart, in das die Gruppe 200 Mio. Euro investiert, und die ­Expansion in den USA stehen im Fokus. Wir sprachen mit ­Michael Egger jun. über die aktuelle Lage, die Bedeutung von Nachhaltigkeit und die digitale Transformation.

möbelfertigung: Herr Egger, wie schätzen Sie die aktuelle Marktlage für Holzwerkstoffe, insbesondere im Bereich Möbel und Innenausbau, ein?

Michael Egger jun.: Der größte Wachstumsmarkt ist für uns definitiv die USA. Dort sehen wir das größte Potenzial, um mit beschichteten Platten und Schichtstoffen weiter zu wachsen.

Mitteleuropa hingegen ist ein stagnierender Markt mit extrem hohen Kapazitäten, was sich besonders in Deutschland und Österreich in einem intensiven Wettbewerb zeigt. Jeder kämpft um das verfügbare Volumen. Das hängt natürlich direkt mit der stark rückläufigen Bautätigkeit zusammen. Wenn wir erst 2026 oder 2027 wieder eine Zunahme des Bauvolumens sehen, wird es in den kommenden zwei Jahren sicher herausfordernd, die Kapazitäten auszulasten.

Als Gruppe sind wir dennoch zufrieden mit den aktuellen Zahlen, auch wenn unsere Werke nicht zu 100 Prozent ausgelastet sind.

möbelfertigung: Europa ist ein gesättigter Markt, die USA wachsen. Egger tritt stets mit einem gesunden Optimismus auf. Müssen sich Ihre Mitarbeiter in Europa Sorgen machen?

Michael Egger jun.: Nein, unsere Mitarbeiter müssen sich keine Sorgen machen. Wir denken und handeln in Generationen. Es wird bei uns keine Entlassungswellen aufgrund von KI geben. Und auch nicht aufgrund der Marktsituation.

Wir müssen, wie alle Unternehmen, unsere Fixkosten im Griff behalten, um wettbewerbs­fähig zu bleiben. Das geht nur, indem wir ­effizienter werden. Wir machen unsere Haus­aufgaben und sind so für die Erholung der Märkte, die unweigerlich kommen wird, wirklich ­bestens gerüstet.

Das komplette Interview lesen Sie in der möbelfertigung Ausgabe 5/2025. HIER GEHT ES DIREKT ZUM E-MAGAZIN.

USA / Exporte

Zollforderung von bis zu 50 Prozent für Möbel wieder zurückgenommen

Jan Kurth, Hauptgeschäftsführer der Verbände der deutschen Möbelindustrie, hat heute Vormittag eine Mitteilung aus dem Weißen Haus geteilt. Demnach gelten die erhöhten Zölle von 30 Prozent auf Polstermöbel und bis zu 50 Prozent auf Küchenmöbel nicht für das Vereinigte Königreich und die EU. Für diese gelten die bisher bestehenden Bedingungen weiterhin.

Dauphin Human Design Group

Verlässlicher Partner für zukunftsorientierte Lösungen.

Dr. Jochen Ihring ist seit 2007 Geschäftsführer der Dauphin HumanDesign Group sowie der zugehörigen Entwicklungs- und Auslandsgesellschaften. Zudem ist er Mitglied im Vorstand des Industrieverbands Büro und Arbeitswelt e.V. (IBA). In den ­vergangenen Jahren hat sich die Unternehmensgruppe von ­einem ergonomischen Produktspezialisten zu einem Gestalter emotionaler und ganzheitlicher Arbeitswelten entwickelt. Im ­Interview erklärt Dr. Ihring, was das bedeutet.

möbelfertigung: Herr Dr. Ihring, die Möbelbranche im Allgemeinen durchlebt aktuell eine Krise. Wie beurteilen Sie die aktuelle Marktlage und was spürt Dauphin von der Situation?

Dr. Jochen Ihring: Die Büromöbelbranche verzeichnet im ersten Halbjahr 2025 einen Rückgang von rund zehn Prozent gegenüber dem Vorjahr. Besonders stark betroffen ist das ­Inlandsgeschäft, während sich die Exporte bislang stabiler zeigen. Innerhalb der Branche trifft es Büromöbel stärker als Bürostühle.

Auch die Dauphin Human Design Group kann sich dieser allgemeinen Marktentwicklung im laufenden Jahr nicht entziehen – nachdem wir 2024 entgegen dem bereits leicht rück­läufigen Branchentrend noch ein Wachstum verzeichnen konnten.

Die Branche ist traditionell stark konjunkturabhängig, denn Investitionen in Büroausstattungen werden in wirtschaftlich unsicheren Zeiten oft verschoben. Und die Rahmenbedingungen bleiben auch 2025 herausfordernd: Die geopolitischen Krisenherde bestehen fort, die US-Zoll­politik bleibt unklar und das Konjunkturpaket der neuen Bundesregierung hat bisher noch keine spürbaren Wachstumsimpulse ausgelöst.

Trotz einer leichten Stimmungsaufhellung – etwa erkennbar am verbesserten Geschäftsklimaindex des ifo Instituts – leidet die Branche weiterhin unter zurückhaltenden Investitionen, Budgetkürzungen und den strukturellen Veränderungen infolge von Flächenkonsolidierungen, die den Bedarf an klassischer Büroausstattung reduzieren. Mit der Etablierung von New Work Konzepten ergeben sich aber auch neue Impulse für den Markt.

In diesem Umfeld setzt Dauphin weiterhin konsequent auf Innovationskraft und ein starkes Fachhandelsnetzwerk – und positioniert sich damit auch in einem herausfordernden Marktumfeld als verlässlicher Partner für zukunftsorientierte Arbeitsplatzlösungen.

möbelfertigung: Vielerorts wird über die schwindende Bedeutung des klassischen Büros diskutiert. Welche Rolle spielt das Büro Ihrer Meinung nach in Zukunft und welche Konzepte entwickeln Sie, um es als Ort der Begegnung, Kollaboration und Identifikation attraktiv zu halten?

Dr. Jochen Ihring: Das Büro verliert zunehmend seine Rolle als reiner und einziger Arbeitsplatz – gewinnt jedoch gleichzeitig an Bedeutung als sozialer Ort. Kommunikation, kreative Kollaboration und Unternehmenskultur rücken stärker in den Fokus. Mitarbeitende wünschen sich inspirierende Räume, die sowohl Austausch ermöglichen als auch emotional ansprechen – mit wohnlichem Design, angenehmen Materialien und hoher Aufenthaltsqualität. Der Arbeitsplatz von morgen braucht Kommunikationszonen für den Austausch, aber auch moderne Materialien, angenehme Farben und ansprechende Stoffe für den Wohlfühlfaktor sind wichtige Aspekte der neuen Arbeitswelt.

Studien belegen, dass sich Mitarbeitende eine Büro-Umgebung wünschen, die wohnlicher, kommunikativer und attraktiver ist – gestalterische Anlehnungen aus dem Bistro- oder Boutique-Hotel-Bereich sind durchaus erwünscht.

Das komplette Interview lesen Sie in der möbelfertigung Ausgabe 5/2025. HIER GEHT ES DIREKT ZUM E-MAGAZIN.

Wiemann

Feiert 125-jähriges Bestehen

Die Oeseder Möbel-Industrie Mathias Wiemann GmbH & Co. KG feiert in diesem Jahr ihr 125-jähriges Jubiläum. Das Familienunternehmen aus Georgsmarienhütte würdigte diesen Anlass mit einer großen Firmenfeier, zu der über 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit ihren Partnern zusammenkamen.

Der geschäftsführende Gesellschafter Markus Wiemann betonte in seiner Festrede den Teamgeist als Erfolgsrezept: „das Wir – das man spürt, wenn man mit uns zu tun hat. Wenn man sich gegenseitig unterstützt, auch wenn’s mal schwierig wird.“ Der familiäre Umgang und das gegenseitige Vertrauen seien nicht nur im Arbeitsalltag spürbar.

Als weiteres Fundament nannte Wiemann die Bodenständigkeit und die stabile Entwicklung des Schlafzimmerproduzenten, auch in wirtschaftlich herausfordernden Zeiten. Das Unternehmen setze auf nachhaltige Produktionsweisen und langlebige Möbel. „Wir bauen nicht nur Möbel, sondern auch auf langjährige Partnerschaften – mit Kunden, Lieferanten und vor allem mit unseren Mitarbeitern“, so Wiemann weiter. Mit Blick auf die Zukunft sieht sich das Unternehmen gut gerüstet, um den Betrieb für die kommende fünfte Generation aufzustellen.

Der Kreis

Beruft Roland Hagenbucher in den Verwaltungsrat

Die Verbundgruppe Der Kreis hat Roland Hagenbucher als neues Mitglied in den Verwaltungsrat berufen. Hagenbucher, der als langjähriger Geschäftsführer von Siemens Hausgeräte und Vorstandssprecher der AMK bekannt ist, gilt als eine prägende Persönlichkeit der deutschen Hausgerätebranche. Die Vorstellung erfolgte im Rahmen der Verwaltungsratssitzung in Harsewinkel.

Hagenbucher war knapp 20 Jahre für Siemens Hausgeräte tätig und positionierte die Marke als Innovationsführer im Premiumsegment. Mit Botschaften wie „Der Mercedes steht in der Küche“ trug er maßgeblich dazu bei, das Image von Hausgeräten von reinen Nutzgegenständen zu Symbolen für Lifestyle und Lebensqualität zu wandeln.

„Nun freue ich mich sehr, meine Erfahrung und Perspektive in den Verwaltungsrat von Der Kreis einzubringen und gemeinsam die Zukunft des Küchenfachhandels mitzugestalten“, so Hagenbucher zu seiner neuen Aufgabe.

Ernst-Martin Schaible, Gründer und geschäftsführender Gesellschafter von Der Kreis, kommentierte die Berufung: „Wir freuen uns sehr, dass wir mit Roland Hagenbucher eine der prägendsten Persönlichkeiten unserer Branche für den Verwaltungsrat gewinnen konnten. Seine Innovationskraft, seine Marktkenntnis und sein Netzwerk werden wertvolle Impulse geben.“

Sonae Arauco

Ergänzt Vertriebsteam im DACH- und Benelux-Raum mit Florian Baum

Mit Florian Baum möchte Sonae Arauco die Präsenz in den wichtigen Kernmärkten DACH und Benelux weiter ausbauen und die Beziehungen zu industriellen Partnern intensivieren. Baum bringt umfassende Erfahrungen im Vertrieb und Gebietsmanagement mit, insbesondere aus der Baustoff- und Holzwerkstoffbranche. Seine langjährige Expertise in der Kundenbetreuung und im Key Account Management machen ihn zu einer wertvollen Ergänzung des Sales Industry Teams.

In seiner neuen Rolle als Sales Representative konzentriert sich Florian Baum insbesondere auf die Stärkung und Positionierung der Marke Innovus für dekorative Produkte, einschließlich der Kollektion Innovus Artwork. Sein Fokus liegt auf der Betreuung und dem Ausbau von Geschäftsbeziehungen zu Hauptkunden aus der Möbelindustrie und Möbelzulieferern, mit einem besonderen Schwerpunkt auf den Bereichen Küchen, Bäder und Büros. Er berichtet direkt an Nerses Fatunz, Sales Manager Industrie DACH Benelux.

„Wir freuen uns sehr, Florian Baum für unser Team gewonnen zu haben“, sagt Nerses Fatunz. „Seine Expertise und sein Engagement werden uns dabei helfen, unsere strategischen Ziele zu erreichen, die Zusammenarbeit mit unseren Partnern zu vertiefen und die Bekanntheit unserer hochwertigen Produkte, insbesondere der ,Innovus Kollektion‘, weiter zu steigern. Wir sind überzeugt, dass er einen wesentlichen Beitrag zum Erfolg unserer Kunden und unseres Unternehmens leisten wird.“

HPI

Öffnet sich für externe Kunden

Die Import-Tochter von Begros macht ihr Komplettangebot rund um Einkauf, Logistik und Abwicklung nun auch für Nicht-Mitglieder zugänglich. Neukunden können von der langjährigen Expertise der Verbundgruppe profitieren. HPI wickelt pro Jahr rund 3.000 Container-Lieferungen ab.

Die Begros-Tochter Home Product Import GmbH (HPI) bietet ihre Dienstleistungen ab sofort auch für Nicht-Mitglieder an.

Seit ihrer Gründung im Jahr 2000 hat sich der Dienstleister zu einem führenden Spezialisten für den Import von Möbeln und Wohnaccessoires entwickelt. Heute bewegt das Unternehmen – nach eigenen Angaben – pro Jahr mehr als 3.000 Container für die Begros-Mitglieder.

In dieser Wertschöpfungskette fungiert HPI als erfahrener Partner und verbindet die Händler mit internationalen Lieferanten insbesondere in preissensitiven Marktsegmenten. Das Leistungsspektrum umfasst den gesamten Importprozess: von einer Marktsondierung über die umfassende Beratung bis hin zur kompletten Importlogistik und Feinverteilung.

Import-Management von A bis Z

„Der Import aus außereuropäischen Regionen ist für einzelne Händler oft aufwendig und durch EU-Regularien erschwert“, erklärt Oliver Müther, Geschäftsführer der Begros GmbH.  „Als erfahrener Spezialist kann HPI nicht nur optimale Einkaufskonditionen realisieren, sondern auch den gesamten Importprozess von A bis Z managen.“

Dieses Angebot möchte man nun auch externen Unternehmen zugänglich machen. Carsten Hiller Geschäftsführer der Home Product Import GmbH, ist der zentrale Ansprechpartner für Unternehmen, die an einer Zusammenarbeit mit der HPI interessiert sind.

Holzfachschule Bad Wildungen

Reagiert auf hohe Nachfrage

Die Holzfachschule Bad Wildungen erweitert ihr Angebot zur Vorbereitung auf die Teile I und II der Tischlermeisterprüfung. Ab Juni 2026 startet erstmals ein zusätzlicher Kurs im Sommerhalbjahr – eine Neuerung, die auf die anhaltend starke Nachfrage nach den Meisterkursen zurückgeht. Zuletzt waren alle Lehrgänge bis auf den letzten Platz ausgebucht. Um dem großen Interesse künftig noch besser gerecht zu werden, führt die Holzfachschule zudem eine Teilnehmerbegrenzung ein. Die Kursgröße wird dem erweiterten Angebot angepasst und entsprechend reduziert. Damit gewinnen die Lehrgänge nicht nur an Qualität, sondern auch an Verlässlichkeit für die Planung der Teilnehmenden.

Der neue Kurs beginnt am 1. Juni und endet am 30. Oktober 2026. Er ergänzt die beiden bestehenden Termine im Frühjahr (2. März bis 10. Juli 2026) und Herbst (12. Oktober 2026 bis 26. Februar 2027). Wer sich für eine Meisterfortbildung entscheidet, kann künftig also zwischen drei – mit den Vorbereitungskursen auf die Teile III und IV sogar fünf – Startterminen pro Jahr wählen. Das erhöht die Flexibilität, sollte ein Kurs ausgebucht sein, lässt sich ohne lange Wartezeit der nächste Einstieg realisieren.

Die Konzentration auf kleinere Gruppen ermöglicht intensivere Betreuung, gezielteres Feedback und eine bessere individuelle Förderung. Neben der praxisnahen Ausbildung durch erfahrene Dozentinnen und Dozenten profitieren die Teilnehmer vom modernen Maschinenpark, der hauseigenen CNC-Technik, einem attraktiven Internatsangebot und der engen Verknüpfung von Theorie und handwerklicher Anwendung.

Als einer der bundesweit renommiertesten Bildungsanbieter für das Tischlerhandwerk verbindet die Holzfachschule Tradition mit Innovationskraft. Das neue Kursmodell ist ein weiterer Schritt, ihr Angebot noch mehr zukünftigen Führungskräften im Handwerk zugänglich zu machen.

Sprunghafter Anstieg der Baugenehmigungen im Juli

Im Juli 2025 wurde in Deutschland der Bau von 22.100 Wohnungen genehmigt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren das 30,0 Prozent oder 5.100 Baugenehmigungen mehr als im Juli 2024, als die Zahl genehmigter Wohnungen auf den niedrigsten Wert für einen Juli seit dem Jahr 2009 gesunken war.

Von Januar bis Juli 2025 wurden 131 800 Wohnungen genehmigt. Das waren 6,6 Prozent oder 8 200 Wohnungen mehr als im gleichen Zeitraum 2024. In diesen Ergebnissen sind sowohl Baugenehmigungen für Wohnungen in neuen Wohn- und Nichtwohngebäuden als auch für neue Wohnungen in bestehenden Gebäuden enthalten.