Zum Hauptinhalt springen

Autor: Hahn, Sebastian

Loddenkemper

Betriebstätigkeit nach 130 Jahren eingestellt

Nach 130 Jahren hat der Schlaf- und Wohnmöbelhersteller Loddenkemper in Oelde seinen Betrieb offiziell eingestellt. Im November 2024 musste ein Insolvenzverfahren eingeleitet werden. Ende August wurden die letzten Aufträge abgewickelt.

Es hatte Bemühungen gegeben, einen Investor zu finden und das Unternehmen zu erhalten. Anfang März dieses Jahres konnte zunächst auch „erfolgreiche Sanierung“ vermeldet werden, nachdem mit einer Beteiligungsgesellschaft eine Vereinbarung zur Übernahme unterzeichnet worden war. Doch bereits im April 2025 war das Kapitel wieder Geschichte, weil der Investor wesentliche vertragliche Zusagen nicht einhielt.

Noch zu Beginn des Insolvenzverfahrens hieß von der Unternehmensleitung, dass man umsatzseitig gut dastehe, die Auftragslage zufriedenstellend sei und die Marke weiterhin Strahlkraft habe. Man hätte jedoch mit Altlasten aus der Vergangenheit zu kämpfen, die zu dem Schritt in die Insolvenz führten.

Ein Großteil der ehemals 180 Mitarbeiter wurde entlassen, während ein Kernteam von rund 25 Mitarbeitern die restliche Produktion abwickelte. In einem Abschiedsbrief erklärte das Führungsteam nun: „Mit Stolz, Leidenschaft und Demut haben wir unsere Fertigungsprozesse an die verkleinerte Belegschaft angepasst, um möglichst viele Kommissionen fertigzustellen.“ Und abschließend heißt es: „Mit den besten Grüßen verabschieden wir uns leise aus Oelde.“

Sustained Color Nummer 9 heißt „taste south!“

Das Mittelmeer in einem Farbton: Star-Designer Antonio Rodriguez aus Mailand hat eine neue Farbwelt geschaffen, die dem Produkt- und Raumdesign einen warmen, authentischen Touch verleiht. Die bereits neunte Sustained Color aus dem Colornetwork trägt den Namen „taste south!“ – ein ockergelber, natürlicher Erdton, inspiriert vom europäischen Süden und besonders von der Mittelmeerregion. Die Farbe weckt Assoziationen an endlose Sandstrände, uralte Stadtmauern, eine spanische Finca oder eine italienische Villa.

Ocker: eines der ältesten Farbpigmente der Welt

In der mediterranen Architektur spielt Ocker seit Jahrhunderten eine prägende Rolle, denn dieser Farbton lässt sich auf eines der ältesten Pigmente der Natur zurückführen. Es tritt weltweit in unterschiedlichen Nuancen auf und steht für Erdverbundenheit, Wärme und Ursprünglichkeit.

Sonnenlicht: positive Wirkung auf Räume und Menschen

„taste south!“ reflektiert das warme Sonnenlicht sanft und schmeichelnd, was in Innenräumen zu einem nachweislich positiven Effekt führt: „So schafft die Sustained Color No. 9 eine glückliche, fröhliche und optimistische Stimmung und kann dazu beitragen, die Kreativität in Arbeits- und Bewegungsräumen zu fördern“, erklärt Colornetwork -Gründerin und -Kuratorin Katrin de Louw.

Die Grundfarbe Gelb gilt als Farbe des Sommers und wird mit positiven Emotionen wie Freude und Energie verbunden. „taste south!“ erfüllt Räume deshalb mit der Kraft eines Hochsommertages. Wie ein Konzentrat, das das Sonnenlicht von Jahrhunderten speichert, wirkt der Farbton beruhigend, entspannend und stressreduzierend.

Antonio Rodriguez: Designer mit internationaler Handschrift

Der Designer Antonio Rodriguez, der „taste south!“ entwickelt hat, wurde 1963 in Spanien geboren. Nach seinem Studium in Valencia und Mailand zog er in den 1990er-Jahren nach Mailand, wirkte am Taipei Design Center und war von 2000 bis 2005 Dozent am Europäischen Designinstitut (IED). Er arbeitete mit Marken wie Hitachi, Mattel und Toshiba, und tat sich 1999 mit dem Studio Matteo Thun zusammen. Seit über zwanzig Jahren gestalten Antonio Rodriguez und Matteo Thun nun gemeinsam erfolgreiche Projekte.

Fragrance Story: der Duft von „taste south!“

Der Psychologe, Soziologe und Parfum-Kreateur Dr. Joachim Mensing hat für „taste south!“ eine eigene Fragrance Story entwickelt. Diese nimmt den Betrachter olfaktorisch mit auf eine Reise zu den ocker-gold-gelben, sonnenverwöhnten Früchten des Mittelmeeres – etwa Aprikosen, Datteln, Mirabellen, Quitten oder Zitrusfrüchte wie Zitronen und Orangen. Die Aromen sind vielschichtig und individuell. Ein Beispiel sind goldgelbe Bahri-Datteln, die zu den ältesten Früchten der Welt gehören und im südlichen und östlichen Mittelmeerraum gedeihen. Ihr fruchtig-süßes und doch komplexes Aroma mit Noten von buttrigem Karamell, Honig und Vanille lässt sich wunderbar mit dem Farbton „taste south!“ assoziieren.

Raumduft: Die Fragrance Story erstmals als echtes Produkt
Zur Küchen- und Möbelmeile 2025 präsentiert das Colornetwork erstmals seine Fragrance Story als real erlebbaren Raumduft – abgefüllt in einem hochwertigen 500-ml-Diffusor. Damit setzt das Netzwerk einen wichtigen Meilenstein: Erstmals wird die olfaktorische Interpretation einer Sustained Color konsequent in eine Duftessenz übersetzt, um die emotionale Wirkung der Farbe über alle Sinne erlebbar zu machen.

„Wir sind davon überzeugt, dass natürliche Aromen sich besonders positiv auf den menschlichen Organismus und das Wohlbefinden auswirken können“, erklärt Katrin de Louw, Initiatorin des Colornetwork . Aus diesem Grund werden ausschließlich 100 Prozent natürliche Aromaöle verwendet – kompromisslos in Qualität, Herkunft und Wirkung.

Der Duft „taste south!“ bringt den mediterranen Garten in den Innenraum: Eine fein abgestimmte Komposition aus Zitrusfrüchten, Meerkiefer sowie Kräutern wie Rosmarin und Salbei schafft ein ganzheitliches, sensorisches Erlebnis. Entwickelt und gefertigt wird der Raumduft in Deutschland – mit hoher Sorgfalt, kurzen Wegen und kontrollierter Qualität. Er ist schon bald über www.colornetwork.org erhältlich.

Herbstmessen: „taste south!“ ist an mehreren Standorten zu erleben

Das Colornetwork und die Sustained Color No. 9 „taste south!“ werden in diesem Herbst gleich an mehreren Standorten in Ostwestfalen zu erleben sein. Auf der Küchenmeile 2025 treten die Sustained Colors bei Ballerina Küchen, Blanco und auf der area30 u. a. bei Caesarstone in Erscheinung. Und natürlich ist auch das Furniture Future Forum (nach vorheriger Anmeldung) immer eine Anlaufstelle, die das Colornetwork Interessierten bietet.

area30: Vortrag und Podiumsdiskussion

Im Rahmen der area30 präsentiert Katrin de Louw am Sonntag, den 21. September 2025 um 16.00 Uhr den Trendreport 2026 für Küchenprofis. Dieser gibt Einblicke in aktuelle Farb- und Materialkonzepte, mit denen sich Küchen Studios profilieren können, und stellt Küchentrends in Form und Funktion vor.

Am Montag, den 22. September 2025 um 16.00 Uhr moderiert Katrin de Louw zudem eine 40-minütige Podiumsdiskussion mit den namhaften Expertinnen und Experten: Evie Van Maele, Geschäftsführerin Caesarstone Deutschland, Kristin Cramer, Künstlerin Atelier Borchard, Kristina Meyer, Designerin ByForm, Jens Mulder, Head of Hospitality/Contract, Segment Liv Tec, bei Continental. Das Talkformat steht unter dem Titel: „Colornetwork: Mit Mehrwert und Sicherheit zur Kaufentscheidung“. Es wird diskutiert, wie die Farb- und Materialkonzepte des Netzwerks für Handel und Endverbrauchern einen konkreten Nutzen stiften können.

AMK

Vorstand mit neuer Stärke aufgestellt

Die Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche e.V. (AMK) hat im Rahmen ihrer diesjährigen Vorstandsstrategietagung in Berlin bedeutende personelle Veränderungen beschlossen und wichtige Weichen für die Zukunft gestellt.

Gleich zu Beginn der begleitenden Vorstandssitzung wurde Ulrike Pesta, verantwortlich für den Küchen- und Möbelfachhandel bei der BSH Hausgeräte GmbH, als neues Mitglied in den AMK-Vorstand kooptiert. Zudem wählte das Gremium Christian Gerwens (Miele) als weiteren Vorstandssprecher, der künftig gemeinsam mit Bernd Weisser (Nobilia) die Sprecherrolle übernimmt.

„Ich freue mich sehr, dass wir mit Ulrike Pesta eine erfahrene und kompetente Kollegin in unseren Reihen begrüßen dürfen, die unser Gremium inhaltlich und menschlich bereichern wird“, so AMK-Vorstandssprecher Bernd Weisser. „Ebenso bin ich froh, mit Christian Gerwens einen starken Partner an meiner Seite zu haben. Die diesjährige Strategietagung hat gezeigt, wie zielgerichtet wir im Vorstand zusammenarbeiten. Ich bin überzeugt, dass die AMK ihre führende Rolle in der Branche damit für die kommenden Jahre noch weiter festigen und unterstreichen wird.“

Am letzten Abend der dreitägigen Tagung wurden die scheidenden Vorstände Michael Mehnert und Markus Sander in einem würdigen Rahmen verabschiedet. Beide haben über viele Jahre hinweg die Arbeit der AMK entscheidend mitgeprägt und ihre Erfahrungen in die Entwicklung der Küchenbranche eingebracht.

Die Strategietagung selbst stand im Zeichen intensiver Diskussionen und klarer Beschlüsse. In Berlin kamen Vorstand und Geschäftsführung zusammen, um die Rolle der AMK als Plattform, Netzwerk und Sprachrohr der Branche weiter zu schärfen.

„Diese Tagung hat erneut gezeigt, was die AMK auszeichnet: In familiärer Atmosphäre und über Unternehmensgrenzen hinweg gemeinsam die Zukunft der Küchenbranche gestalten. Das macht uns stark und gibt Orientierung für die kommenden Jahre“, sagt AMK-Geschäftsführer Volker Irle.

Neben den neu gewählten Vorstandsmitgliedern gehören dem Gremium weiterhin Matthias Berens (Bauformat), André Dorner (J. Blum), Volker Klodwig (MHK Group), Michael Lehmkuhl (Hettich) und Ralph Leimbach (DER KREIS) an. (AMK)

Sudbrock

Eröffnet neuen Begegnungsort: Ein Raum für Wandel und Design

Der traditionsreiche Möbelhersteller Sudbrock hat in Zusammenarbeit mit dem Designstudio Besau Marguerre einen neuen, flexiblen Begegnungsraum in seinem Showroom in Rietberg-Bokel geschaffen. Der Ort soll die Philosophie des Unternehmens erlebbar machen und als Plattform für kreativen Austausch dienen.

Seit über 100 Jahren steht der Name Sudbrock für exzellentes Möbelhandwerk aus Ostwestfalen. Nun schlägt das in dritter Generation geführte Familienunternehmen ein neues Kapitel auf: Im Obergeschoss des Firmenshowrooms wurde ein innovativer Begegnungsort eröffnet, der unter dem Motto „Metamorphose – alles im Flow“ zum Perspektivwechsel einlädt.

Ein Raum für Wandel und Kreativität

Für das Konzept holte sich Sudbrock das renommierte Hamburger Designstudio Besau Marguerre an Bord. Gemeinsam wurde ein flexibler Raum entwickelt, der die Werte des Unternehmens – „Herz. Freiraum. Wert.“ – widerspiegelt. „Wir wollten einen Ort schaffen, der unsere Herkunft sichtbar macht und gleichzeitig in die Zukunft denkt“, erklärt Geschäftsführerin Theres Sudbrock. „Eine Werkstatt, die dazu einlädt, Neues auszuprobieren.“

Das Ergebnis ist ein multifunktionaler Bereich, der als Ausstellungs- und Schulungsraum für Händler, Innenarchitekten und Endkunden konzipiert ist. Zukünftig sollen hier auch Veranstaltungen wie Design-Workshops, Vorträge und Lesungen stattfinden.

Handwerkliche Expertise trifft auf modernes Design

Der neue Bereich demonstriert eindrucksvoll die gestalterische Vielfalt und handwerkliche Kompetenz von Sudbrock. Maßgefertigte Elemente wie mobile Thekentische, eine raumhohe Paneelwand und Regale aus heller Eiche zeigen die Expertise in der Furnierverarbeitung. Ein besonderes Highlight ist der Dielenboden, der eigens aus gelagertem Restholz der hauseigenen Holzhalle gefertigt wurde – eine Hommage an den Werkstoff, der das Unternehmen seit seiner Gründung 1922 prägt.

Glasschiebetüren aus warmem Kirschbaumholz, Vorhänge von Création Baumann und ein abgestimmtes Lichtkonzept schaffen eine inspirierende Atmosphäre.

Vom Showroom direkt in die Manufaktur

Eine Besonderheit des Konzepts ist der direkte Übergang vom neuen Showroom in die angrenzende Massivholzhalle. Besucher haben so die einmalige Möglichkeit, den gesamten Herstellungsprozess nachzuvollziehen – von der Auswahl der Baumstämme aus heimischen Wäldern bis zum fertigen Designmöbel. Ein Café- und Loungebereich mit Blick ins Grüne rundet das Erlebnis ab und bietet Raum, um die Eindrücke nachwirken zu lassen und neue Ideen zu entwickeln.

Positives Signal im ersten Schritt der Eigenverwaltung

Die erste Woche des vorläufigen Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung liegt hinter der Mäusbacher Möbelfabrik. Der Hersteller zieht ein positives Zwischenfazit: In zahlreichen Gesprächen mit Kunden, Lieferanten und Partnern habe es große Unterstützung und viel Zuspruch gegeben. „Dieses Vertrauen und die enge Zusammenarbeit mit unseren Geschäftspartnern bestärken uns darin, unseren Weg mit voller Energie und Zuverlässigkeit fortzuführen“, betont die Geschäftsführung.

Waren werden regulär durch die Speditionen abgeholt und ausgeliefert. Damit sei die Versorgung der Kunden sichergestellt. Auch die Produktion laufe in gewohnt hoher Qualität weiter und Reklamationen würden „selbstverständlich zuverlässig bearbeitet“.

„Unser besonderer Dank gilt unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die mit großem Engagement für die gewohnte Qualität und Verlässlichkeit sorgen“, so die Geschäftsführung.

Messeauftritte bestätigt

Mäusbacher bleibt präsent: Auf der kommenden M.O.W.-Messe wird das Unternehmen wie gewohnt mit einem eigenen Stand vertreten sein. Auch auf der Musterring-Messe im September beabsichtigt das Unternehmen auszustellen. „Wir bleiben ein verlässlicher Partner und freuen uns darauf, unsere erfolgreiche Zusammenarbeit fortzusetzen“, heißt es abschließend in einer Mitteilung.

Texprocess

Texprocess 2026 mit starkem Buchungsstand – Branche positioniert sich zu zentralen Zukunftsfragen

Mehr als eineinhalb Jahre vor Messebeginn haben sich bereits über 200 Aussteller aus 24 Ländern für die Texprocess 2026 registriert. Darunter befinden sich Branchengrößen wie Brother, Zünd, Morgan Tecnica und Kornit Digital. Besonders erfreulich ist die hohe Zahl von 25 Neuausstellern, zu denen renommierte Namen wie die Coats Group und Amann & Söhne gehören.

Technologie als Antwort auf den Marktdruck

Der frühe Ansturm auf die Messeflächen zeigt: In Zeiten von Investitionszurückhaltung, Konsumflaute und geopolitischen Unsicherheiten sucht die Branche aktiv nach Lösungen. Die Texprocess positioniert sich als zentraler Ort für technologische Innovationen, die Effizienz und Flexibilität steigern.

„Die wirtschaftlichen Belastungen erfordern Effizienz und Flexibilität. Die technologischen Lösungen dafür finden Besucher auf der Texprocess“, erklärt Olaf Schmidt, Vice President Textiles & Textile Technologies der Messe Frankfurt. Themen wie KI-basierte Qualitätskontrolle, robotergestützte Näheinheiten und intelligente Materialflusssysteme stehen im Mittelpunkt, um Produktionsprozesse zu optimieren und die Abhängigkeit von volatilen Lieferketten zu verringern.

Starke Synergien durch Parallel-Messe Techtextil

Ein entscheidender Vorteil für Aussteller und Besucher ist die parallel stattfindende Techtextil, die Leitmesse für technische Textilien und Vliesstoffe. Zur letzten Ausgabe nahmen 72 Prozent der Techtextil-Besucher auch die Angebote der Texprocess wahr. Für 2026 wird diese Synergie durch eine optimierte Hallenplanung weiter gestärkt: Die Texprocess in Halle 8.0 rückt direkt an die Halle 9.0, in der relevante Produktgruppen der Techtextil platziert sind.

TH Rosenheim

Neuer Studiengangsleiter für Innenausbau

Personalwechsel an der Fakultät für Holztechnik und Bau der Technischen Hochschule Rosenheim: Professor Rolf Staiger, der den Studiengang Innenausbau seit 2015 geleitet hat und im kommenden Jahr in den Ruhestand geht, übergibt das Amt an Professor Dr. Benno Eierle. Dieser übernimmt die neue Funktion offiziell zum 1. Oktober.

Bekanntgegeben wurde die Personalie beim Beiratstreffen der Fakultät. Die anwesenden Vertreter von Industrie und Handwerk wünschten Professor Eierle, der bereits in der Aufbauphase von 2004 bis 2009 den Studiengang geleitet hat, für seine Aufgabe viel Glück und Erfolg. Eierle studierte Bauingenieurwesen, promovierte an der TU München und war technischer Projektleiter in der Bauindustrie, bevor er 2002 als Professor für Statik, Festigkeitslehre und Grundlagen des Holzbaus an die damalige Fachhochschule berufen wurde.

Der Studiengang Innenausbau ist nach wie vor ein einmaliges Studienangebot im deutschsprachigen Raum. „Bauingenieure für alles, was nach dem Rohbau kommt“, so beschreibt der designierte neue Studiengangsleiter die Absolventinnen und Absolventen. Sie seien als Planer und Projektleiter nicht nur im Neubau, sondern vor allem beim immer wichtiger werdenden Bauen im Bestand gefragt. Inzwischen haben mehr als 800 Absolventinnen und Absolventen den Studiengang abgeschlossen. Kaum eine größere Baumaßnahme in Deutschland, bei der nicht Rosenheimer Innenausbauingenieure beteiligt sind. „Teil dieses großen Netzwerks zu sein, ist ein unschätzbarer Vorteil für unsere Studierenden“, betont der scheidende Studiengangsleiter Professor Staiger.

Der Studiengang Innenausbau steht generell vor einem Generationswechsel des Lehrpersonals. „Geeignete Nachfolgerinnen und Nachfolger für die Kernfächer des Innenausbaus zu finden, wird keine leichte Aufgabe. Diese wichtige Weichenstellung hat oberste Priorität in den nächsten Jahren“, blickt Eierle voraus. Inhaltlich sieht er die Themen Nachhaltigkeit, integrale Planung und Bauausführung mit BIM sowie Künstliche Intelligenz als bedeutsame Schwerpunkte.

HDH

Hoffnung in der Holzindustrie – gedämpfte Stimmung bei Kunststoffen

Die Stimmung in der deutschen Holzindustrie hat sich im Juli 2025 zum dritten Mal in Folge verbessert. Laut dem aktuellen Konjunkturindikator des Hauptverbandes der Deutschen Holzindustrie (HDH) zeigen sich die Unternehmen zufriedener mit ihrer aktuellen Geschäftslage und blicken vorsichtig optimistisch auf das kommende Halbjahr.

Als Hauptgründe für die positive Entwicklung nennt der HDH den von der Bundesregierung beschlossenen „Bau-Turbo“ sowie eine spürbare Zunahme der Baugenehmigungen. In den ersten fünf Monaten des Jahres 2025 stieg die Zahl der Genehmigungen für Ein- und Zweifamilienhäuser um 11,1 Prozent und für Mehrfamilienhäuser um 0,4 Prozent. Zusätzlichen Optimismus schöpft die Branche aus dem kürzlich abgeschlossenen Handelsabkommen zwischen der EU und den USA.

Große Unterschiede innerhalb der Branche

Trotz des positiven Gesamttrends bleibt die Lage innerhalb der Holzindustrie uneinheitlich. Besonders der Holzfertigbau profitiert von der aktuellen Entwicklung und meldet als einziger Sektor durchweg positive Werte bei Geschäftslage und Erwartungen. Auch die Holzwerkstoff- und Holzverpackungsindustrie bewerten ihre Lage positiv.

Ein gänzlich anderes Bild zeigt sich in der Möbel- und Sägeindustrie. Hier wird die Geschäftslage weiterhin als deutlich negativ beurteilt, und auch die Erwartungen für die Zukunft bleiben pessimistisch.

Kunststoffindustrie kämpft mit schwacher Nachfrage

Im Gegensatz zur Holzindustrie trübte sich die Stimmung in der kunststoffverarbeitenden Industrie im Juli leicht ein. Die Unternehmen sind unzufriedener mit der aktuellen Lage und blicken skeptischer auf die kommenden Monate. Als Bremsklötze identifiziert der HDH hier die unsichere US-Handelspolitik, die den Welthandel belastet, sowie die weiterhin schwache Konjunktur und Auftragsentwicklung in Deutschland.

Umsätze steigen, doch Betriebe und Jobs fallen weg

Ein Blick auf die konkreten Wirtschaftszahlen vom Mai 2025 bestätigt das gemischte Bild:

  • Umsatz: Die Holzindustrie insgesamt verzeichnete ein Umsatzplus von 1,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat. Besonders stark legten die Sägewerke (+11,5 Prozent) zu. Die Kunststoffindustrie wuchs um 2,4 Prozent.
  • Betriebe & Beschäftigte: Dieser positiven Umsatzentwicklung steht jedoch ein negativer Trend bei der Anzahl der Betriebe und Mitarbeiter gegenüber. In fast allen Segmenten beider Branchen ging die Zahl der Unternehmen und Beschäftigten im Vergleich zum Vorjahr zurück. Dies deutet auf einen anhaltenden Konsolidierungs- und Effizienzdruck in der Branche hin.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass vor allem die baunahen Sektoren der Holzindustrie wieder Tritt fassen, während andere Bereiche sowie die Kunststoffindustrie weiterhin vor großen Herausforderungen stehen.

Garant/EMV

Möbelverbände treten Klimaschutz-Initiative bei

Auf dem Weg in eine klimafreundlichere Zukunft: Die branchenübergreifende Initiative „Holz rettet Klima“ möchte Deutschland führend in der Nutzung und Verarbeitung von nachhaltigem, heimischen Holz machen. Die Garant Gruppe und der Europa Möbel-Verbund unterstützen die Initiative als Pilot-Verbände.

Zahlreiche Branchenverbände unterschiedlicher Wertschöpfungsstufen haben sich unter dem Dach des Deutschen Holzwirtschaftsrates (DHWR) zusammengetan und die Initiative „Holz rettet Klima“ ins Leben gerufen. Dahinter steht ein klar formuliertes Ziel: Gemeinsam will man auf den Umbau zu klimastabileren Wäldern und eine effektivere Nutzung von Holz zusteuern, während gleichzeitig das Bewusstsein bei Politik und Verbrauchern für die Wichtigkeit von Holz und Waldbewirtschaftung im Klimaschutz geschärft werden soll.

Holz ist ein nachwachsender Rohstoff. Es bindet langfristig CO2. Holz eignet sich hervorragend für Kreislaufwirtschaft. Und für die Gewinnung sind – im Gegensatz zu Materialen wie Stahl, Beton oder Kunststoff – keine fossilen Brennstoffe nötig. All das macht Holz zum idealen Rohstoff für eine nachhaltigere Wirtschaft. Dafür ist in Zeiten von Ressourcenknappheit und Ereignissen wie Waldbränden oder Schädlingsbefall eine nachhaltige Waldbewirtschaftung nötig. Verantwortungsvoll bewirtschaftete Wälder, in denen Biodiversität gefördert wird und in denen mehr Bäume nachwachsen, als gefällt werden – für dieses bewusste Management setzt sich die Initiative ein.

Als Pilot-Verbände mit am Start

Garant und EMV, die mit ihrer gemeinsamen Einkaufsgesellschaft EMMK mehr als 2.000 mittelständische Möbel- und Küchenhändler repräsentieren, haben sich entschlossen, aktiv voranzugehen und sich daher als die ersten Verbände der Möbelbranche der Initiative angeschlossen. „Als Pilot-Partner von ‚Holz rettet Klima‘ haben wir uns dazu bekannt, sowohl unsere Anschlusshäuser als auch deren Endkunden bestmöglich über das Potenzial von Holz für den Klimaschutz zu informieren“, so EMMK und Garant Geschäftsführer Jens Hölper.

Gemeinsam mit Vertretern aus der Holzwirtschaft, dem Fertighausbau und der Möbelindustrie haben beide Verbände bereits seit Ende vergangenen Jahres konkrete Marketingmaßnahmen entwickelt, die sie nun über die verbandseigenen Marketingabteilungen umsetzen. Für die angeschlossenen Möbelhändler und Küchenspezialisten werden emotionale, endkundenorientierte Inhalte für Social Media, Webseiten und POS zur Verfügung gestellt bzw. verbandsseitig gesteuert. Skispringer Andi Wellinger fungiert als starkes Testimonial, das auch die angeschlossenen Händler nutzen können.

„Wir wollen unseren Beitrag für die Transformation hin zu einer nachhaltigeren Wirtschaft leisten“, erklärt EMMK und EMV Geschäftsführer Ulf Rebenschütz. „Darum freuen wir uns, als erste Möbelverbände in Deutschland Teil der Initiative zu sein.“

Der offizielle Startschuss für die gemeinsamen Marketingaktivitäten erfolgt am 10. September. Zusammen mit den Anschlusshäusern, den Lieferanten und der Holzbranche findet ein Webinar  – live mit Andi Wellinger – statt.