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Autor: Hahn, Sebastian

Swiss Krono

Datengetriebene ­Vertriebsstrategie und internationale Expansion

Der global agierende Holzwerkstoff-Konzern Swiss Krono hat sich in den zurückliegenden Monaten neu ­ausgerichtet – auch personell. In diesem Zuge hat Fabian Kölliker als Head of Group Marketing und Head of Sales Strategy mehr Verantwortung übernommen. Im Exklusiv-Interview im schweizerischen Menznau erklärt er, wie das Unternehmen mit Digitalisierung, gezielter Marktbearbeitung und ­nach­haltigen ­Initiativen wachsen will. Neben neuen Go-to-Market-Strategien stehen der Ausbau in ­Nordamerika, ­innovative Produkte wie „sensesation“ sowie die ambitionierte Nachhaltigkeitsstrategie „We Make it Zero“ im Mittelpunkt.

möbelfertigung: Herr Kölliker, Sie haben zusätzlich zur Aufgabe als Head of Group Marketing Anfang des Jahres auch die Verantwortung als Head of Sales Strategy der Swiss Krono Group übernommen. Wie bewältigen Sie diese zusätzlichen Aufgaben?

Fabian Kölliker: Mit Hilfe eines sehr guten Teams. Und einer klaren Fokussierung: Was tun wir und was tun wir nicht. Darüber hinaus habe ich gelernt, dass es gerade in dieser extrem dynamischen Zeit wichtig ist, im Team zusammenzuarbeiten. Also: Immer den Kontext der Entscheidungen und von Veränderungen zu erklären.

möbelfertigung: Welche Schwerpunkte haben Sie sich in Ihrer Funktion gesetzt?

Fabian Kölliker: Wir sind eine sehr spannende Firma und haben klare Wachstumspotenziale. Drei Felder stehen klar im Vordergrund: Erstens möchte ich unsere Go-to-Market-Strategien weiterentwickeln – also die Frage, wie wir als Gruppe strukturiert in neue Märkte gehen und diese konsequent bearbeiten. Zweitens identifizieren wir neue Absatzmärkte, allen voran Nordamerika, den Mittleren Osten und Asien. Drittens treiben wir die Digitalisierung unserer Vertriebsprozesse voran. Mit einem modernen CRM-System wollen wir vertrieblich noch ­datengetriebener werden und konsequent an Effizienz gewinnen.

Das komplette Interview lesen Sie in der kommenden Ausgabe möbelfertigung 6/25.

VDMA

Positive Impulse aus dem Ausland

Der Auftragseingang im deutschen Maschinen- und Anlagenbau ist im Oktober 2025 um real 4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat gestiegen. Wie der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) mitteilte, war das Geschäft mit Ländern außerhalb der Eurozone der entscheidende Treiber für diese Entwicklung.

Das Nicht-Euro-Ausland steuerte ein Orderplus von 9 Prozent bei. Im Gegensatz dazu verharrten die Bestellungen aus dem Inland sowie aus den Euro-Partnerländern lediglich auf dem Niveau des Vorjahres. Für das Auslandsgeschäft insgesamt ergab sich damit ein Zuwachs von 6 Prozent.

„Konsolidierung auf niedrigem Niveau“

Trotz der positiven Monatszahlen dämpft der VDMA die Erwartungen. „Das kleine Auftragsplus im Oktober ist erfreulich, aber leider nur eine Konsolidierung auf niedrigem Niveau“, kommentierte VDMA-Chefvolkswirt Dr. Johannes Gernandt die Zahlen. Er wies darauf hin, dass der Vergleichsmonat im Vorjahr (Oktober 2024) einer der schwächsten Monate des Jahres gewesen sei.

Die Gesamtbilanz für das laufende Jahr bleibt verhalten: In den ersten zehn Monaten des Jahres 2025 lagen die Bestellungen insgesamt noch um real 1 Prozent unter dem Vorjahreswert. „Die Maschinenbauindustrie tritt weiter auf der Stelle“, so Gernandt. Es fehlten weiterhin die benötigten Aufbruchsignale im globalen Handel sowie wirtschaftliche Reformen, die die Betriebe effektiv entlasten würden.

Dreimonatsvergleich bleibt im Minus

Dass die Trendwende noch nicht vollzogen ist, zeigt der Blick auf den weniger schwankungsanfälligen Dreimonatszeitraum. Von August bis Oktober 2025 verbuchten die Unternehmen insgesamt ein Orderminus von real 6 Prozent. Dabei sanken die Inlandsbestellungen um 3 Prozent, während das Ausland einen Rückgang von 8 Prozent verzeichnete. Besonders deutlich fiel in dieser längerfristigen Betrachtung das Minus aus den Nicht-Euro-Ländern mit 10 Prozent aus.

Ostermann

Erfolgreich mit breiter Aufstellung und perfektem Service

Ostermann hat eine rasante Entwicklung vom Kantenprofi hin zum Vollsortimenter gemacht. Christian Spenner, Leiter Produktmanagement, erklärt, wie dem Unternehmen das gelungen ist und welche Herausforderungen und Chancen sich aktuell präsentieren.

möbelfertigung: Herr Spenner, welche globalen Trends beeinflussen derzeit am stärksten Ihre Produkte? Gibt es überhaupt noch global gültige Trends?

Christian Spenner: Aktuell sehen wir matte Oberflächen als übergreifenden Trend in ganz Europa. Hinzu kommen Nachhaltigkeit und Natürlichkeit. Bei den Hölzern ist und bleibt die Eiche ein Dauerbrenner und wird von diversen Plattenherstellern weiterhin fokussiert. Hier sind wir sowohl mit unseren Echtholzkanten als auch mit der Vielfalt an ABS-Eichendekorkanten sehr gut aufgestellt. Bei den Unis gewinnt die Haptik an Bedeutung. So sieht man immer häufiger farbige Oberflächen mit Prägungen wie zum Beispiel Holzpore oder Textilstruktur. Auch hier bieten wir passende Lösungen für die Kante.

möbelfertigung: Sehen Sie regionale Unterschiede in der Nachfrage, was Farben oder Oberflächen angeht?

Christian Spenner: Natürlich hat jedes Land seine eigenen Vorlieben. Während es in Osteuropa gerne etwas mehr glitzern und glänzen darf, sieht man dies bei uns aktuell kaum. Selbst metallische Looks, die auch hierzulande durchaus angesagt sind, kommen sehr matt daher. Italien ist immer ein Vorreiter bei den Möbeltrends, gefolgt von den Niederlanden. Hier sieht man aktuell wieder großflächig dunkle Hölzer – oft in Kombination mit extrem glanzarmen Marmordekoren oder Unis im helleren rotbraunen Spektrum bis hin zu angesagten Ocker- und Naturtönen. Bei uns sind erdige Unis gerade sehr angesagt. In Skandinavien werden hellere Hölzer bzw. Holzdekore bevorzugt.

Das komplette Interview lesen Sie in der kommenden möbelfertigung 6/25.

Hunger Möbelproduktion

Setzt auf Portal-Anlage von Homag

Bei Hunger Möbelproduktion gibt es immer mehr Aufträge für besonders großformatige Fronten. Mit den bestehenden Anlagen waren diese Anforderungen nur schwer zu erfüllen und eine konventionelle Lösung hätte zu viel Platz gebraucht. Darum hat das Unternehmen gemeinsam mit Homag eine Anlage konzipiert, die als geschlossener Umlauf mit zwei Portalen die Teile handhabt.

„Wir haben viele verschiedene Konzepte durchgearbeitet. Roboter waren für diesen Anwendungsfall zu langsam, was uns letztlich zur Portal-Lösung geführt hat“, rekapituliert Ulrich Hartner, der seitens Homag das Projekt betreut hat. Oliver Hunger ergänzt: „Zu unserem Service gehört, dass wir den Kunden die Ware sortiert liefern, sodass sie direkt dort in den Produktionsprozess eingespeist werden kann. Und alle Kunden haben da unterschiedliche Anforderungen. Wir müssen deshalb besonders flexibel sein.“ Um zu vermeiden, dass die vorab sortieren Teile an der Anlage durchmischt werden, wurde statt eines konventionellen Kettenhubspeichers eine längere Zuführstrecke gewählt. Dieser Puffer sorgt für eine kontinuierliche Materialversorgung, ohne dass in die Sortierung eingegriffen wird.

Mehr zu diesem spannenden Projekt lesen Sie in der kommenden möbelfertigung 6/25.

IMA Schelling und Zimmer

Innovation im Doppelpack bei Rotpunkt Küchen

Eine hochautomatisierte Anlage für die Frontenbearbeitung bringt seit ­neuestem Tempo und Flexibilität in die auftragsbezogene Produktion von ­Rotpunkt Küchen in Bünde. Ermöglicht hat diesen Schritt zu mehr Effizienz die Technologie-­Partnerschaft zwischen IMA Schelling und der Zimmer Group, die ihr Know-how in einer maßgeschneiderten Lösung bündelten. Ein Blick hinter die Kulissen zeigt die Vorteile automatisierter Produktionsabläufe bei der ­Fertigung kundenspezifischer Qualitätsküchen.

„Die Anlage sollte die manuellen Arbeitsprozesse in der Frontenfertigung auf ein Minimum reduzieren und so unsere hochflexible auftragsbezogene Fertigungsstrategie effizienter machen“, erklärt Günter Wolfart, Technischer Leiter bei Rotpunkt Küchen. „Unsere Kernan­forderung war, dass unsere Fronten – vom kleinen Schubkastenvorderstück bis zur Hochschrankfront mit einer Höhe von bis zu 2,34 Metern – in einem Zug bearbeitet und gleichzeitig die Beschläge gesetzt werden können – das heißt Scharniere, Adapter für Auszüge und zur Kastenaufnahme sowie Blendenhalter und Dämpfungspuffer. Außerdem sollte bei den langen Türen ein sogenannter Spannbeschlag eingefräst werden.“

Wie die Anforderungen erfüllt wurden lesen Sie in der kommen möbelfertigung 6/25.

Hettich

Spin to Win – Die Branche wird durchgewirbelt

Auf den letzten beiden Interzums in Köln haben FurnSpin und RoomSpin von Hettich sehr viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen. In der Welt der technischen Möbelbeschläge stellen die Systeme eine echte Neuheit dar, die zum Anfassen und Ausprobieren einlädt. „Für uns sind diese Beschläge die Möglichkeit, Möbel zu transformieren und von einem Nutzungsszenario zum nächsten zu wandeln“, fasst Daniel Rehage, Innovationsmanager von Hettich das Prinzip zusammen. „Es geht um eine funktionale Vorwärtsintegration“, ergänzt Michael Lehmkuhl. „Wir verändern den ganzen Raum. Und Menschen lieben Bewegung, die sie nicht sofort nachvollziehen können. Das bringt die Begeisterung.“

Bewegte Geschichte

FurnSpin war aber nicht das erste Produkt der SpinLines. Die Anfänge dieser Produktfamilie sind ebenso ungewöhnlich wie interessant. ­Michael Lehmkuhl erzählt: „Letztlich war es eine Unternehmensentscheidung, etwas wirklich Neues zu entwickeln. Daniel Rehage ­bekam 2014 die Aufgabe, ein Innovationsteam zu ­bilden, das außerhalb der Organisation ­Hettich operiert. Letztlich geschah das mit einem Seniorenkolleg der TU Chemnitz. Das ganze Projekt lief unter dem Namen Wirfinder.“ Das Senioren­kolleg der TU Chemnitz hat mehr als 1.000 „Studierende“, in der Hauptsache ­Ingenieure, die bereits in Rente sind.

Den kompletten Beitrag lesen Sie in der Ausgabe 6/25 der möbelfertigung.

Hawa

Sachsenküchen setzt auf charakterstarke Schiebelösungen

Das Erfolgsrezept von Sachsenküchen: „Das Sortiment bietet ein Höchstmaß an Individualisierungsmöglichkeiten und Gestaltungsfreiheit, verbunden mit einem schlichten Beschlagdesign“, erklärt Geschäftsführer Elko Beeg. Dieser Philosophie will Sachsenküchen treu bleiben und legt neben der trendgerechten Dekor- und Oberflächenauswahl großen Wert auf die Auswahl der Einbauten und der Beschlagtechnik. Lösungen der Hawa Sliding Solutions AG tragen mit Qualität, Design, Montagefreundlichkeit und Individualisierbarkeit zu einem Upgrade der inneren Werte der Premiumküchen bei und schaffen neue Anreize für anspruchsvolle, designaffine Küchenkäufer.

Wie das im Detail aussieht, sehen Sie in der kommenden Ausgabe 6/25 der möbelfertigung.

Adler Lacke

Mit Umweltmanagement-Preis ausgezeichnet

Anlässlich des 30-Jahr-Jubiläums des europäischen Umweltmanagementsystems EMAS wurden herausragende Leistungen auf dem Gebiet der Nachhaltigkeit ausgezeichnet. Der Hauptpreis in der Kategorie „Kommunikation und Beteiligung“ ging an EMAS-Pionier Adler.

Der österreichische Lackhersteller Adler setzt auf dem Weg zu einer nachhaltigen Oberflächenveredelung nicht nur eine Vielzahl konkreter Maßnahmen um. Auch eine breite Kommunikation ist Teil der Nachhaltigkeitsstrategie. Ein Kernbestandteil ist der umfassende – und bereits vielfach ausgezeichnete – Nachhaltigkeitsbericht, den Adler seit mehr als 25 Jahren veröffentlicht. „Der Austausch von Wissen und Erfahrungen ist im Nachhaltigkeitsbereich unverzichtbar. Dafür schaffen wir mit unserer Umwelterklärung eine hervorragende Grundlage“, erklärt Dr. Albert Rössler, Geschäftsleiter F&E bei Adler. Auch der Dialog mit Kunden ist wichtig: „Wir wollen am Markt aktiv für umwelt- und klimaschonende Beschichtungstechnologien werben und Informationen teilen“, so Dr. Rössler. Ein dritter, wesentlicher Erfolgsfaktor sind für ihn die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter: „Die besten Projekte können nicht erfolgreich sein, wenn wir nicht alle an einem Strang ziehen. Deshalb ist es uns ein Anliegen, unser Team umfassend über alle Nachhaltigkeitsbelange zu informieren und für unsere Ziele zu begeistern.“

Bestätigung und Motivation

In diesem Sinne setzt Adler auf eine umfassende Nachhaltigkeits-Kommunikation auf allen Kanälen – von der Umwelterklärung über die Presseinformation, von der Firmenzeitschrift bis zu Schulungen und Workshops. Dafür wurde Adler nun mit dem Umweltmanagement-Preis 2025 ausgezeichnet. „Diese Auszeichnung bestätigt, dass wir mit unserer ganzheitlichen Nachhaltigkeitsstrategie auf dem richtigen Weg sind, und ist gleichzeitig ein Ansporn, unseren Weg hin zu einer nachhaltigen Oberflächenveredelung konsequent weiterzuverfolgen.“

Adler– In unseren Adern fließt Farbe

Mit rund 730 Mitarbeiter/-innen ist Adler Österreichs führender Hersteller von Lacken, Farben und Holzschutzmitteln. 1934 von Johann Berghofer gegründet, wird das Familienunternehmen heute in der dritten Generation von Andrea Berghofer geführt. Rund 21.000 Tonnen Lack verlassen jährlich das Schwazer Werk und gehen an Kunden in über 30 Ländern weltweit. Adler hat Vertriebsgesellschaften in Deutschland, Italien, Polen, den Niederlanden, der Schweiz, Tschechien und der Slowakei; einziger Produktionsstandort ist die Adler-Werk Lackfabrik in Schwaz / Tirol (A). Innovation und Nachhaltigkeit sind die Grundlagen der Unternehmensstrategie. Adler bekennt sich zu aktivem Klimaschutz und arbeitet kontinuierlich daran, den ökologischen Abdruck des Unternehmens zu verbessern und nachhaltige Lösungen für seine Kunden zu entwickeln.

Continental

Aus dem Auto in die Küche

Wie sieht die Küche der Zukunft aus? Diese Frage beantworten Continental und der Küchenhersteller Nobilia mit einem gemeinsamen Innovationsprojekt, das auf der diesjährigen Nobilia-Haus­messe in Verl ­erstmals einem internationalen Fachpublikum präsentiert wurde. Der Continental-Unternehmensbereich ContiTech brachte dabei seine langjährige Kompetenz in Materialentwicklung und Oberflächentechnologie aus dem Fahrzeuginterieur und der Möbel­industrie zusammen und schaffte damit neue Impulse für die Küche als modernen Lebensraum.

„Unsere Materialien und Technologien prägen seit Jahrzehnten moderne Lebensräume – vom Fahrzeuginterieur bis hin zu Badezimmermöbeln. Mit der Projektküche zeigen wir, wie sich unsere Expertise gezielt auf neue Anforderungen übertragen lässt: für mehr Funktionalität, nutzerorientiertes Design und modernste Technologie im Alltag“, erklärt Ralf Imbery, verantwortlich für Design, Marketing und Strategie für das weltweite Oberflächengeschäft von Continental. „Solche Kooperationsprojekte sind für uns ein strategisches Instrument, um Innovationen frühzeitig zu testen und gemeinsam mit Partnern neue Per­spektiven für zukünftige Wohnwelten zu entwickeln.“

Eine Projektküche mit Nobilia zeigt, wie Continental ihre ­Expertise aus der Fahrzeugtechnologie und Oberflächen­entwicklung ­kombiniert – und damit neue Maßstäbe für die ­Küche als ­Lebensraum setzt. Transluzente Oberflächen und ­gedruckte Elektronik des Unternehmensbereichs ContiTech ­ermöglichen technologische Innovationen für Einbauküchen.

Den kompletten Bericht lesen Sie in der möbelfertigung Ausgabe 6/25, die demnächst erscheint.