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Autor: Hahn, Sebastian

Roter Teppich für Europameister und Abschied von Branchen-Größen

Es war eine Mitgliederversammlung der großen Gefühle: Bei Tischler Schreiner Deutschland (TSD) in Leipzig standen in diesem Jahr Dankbarkeit und Stolz im Mittelpunkt. Neben dem feierlichen Empfang der erfolgreichen Berufssportler prägten vor allem die Verabschiedungen langjähriger Führungspersönlichkeiten das Programm.

Triumphaler Empfang für den Nachwuchs

Für Gänsehautmomente sorgte der Einzug der frisch gekürten Europameister. Unter Konfettiregen und begleitet von Standing Ovations wurden Lutz König und Moritz Wagner empfangen. Der Verband rollte den sprichwörtlichen roten Teppich aus – nicht nur für die Champions, sondern auch für das Team hinter dem Erfolg: Die Bundestrainer Florian Langenmair und Michael Martin sowie die Experten Ben Supé und Florian Meigel wurden für ihre Arbeit gefeiert.

Auch der nationale Spitzennachwuchs erhielt seine Bühne: Der frisch gekürte Bundessieger Simon Patrzek aus Schleswig-Holstein wurde für seine herausragende Leistung geehrt. TSD-Präsident Thomas Radermacher nutzte die Gelegenheit, um die exzellente Nachwuchsarbeit der Branche zu betonen, die solche Erfolge erst möglich mache.

Ehrennadeln und Jubiläen

Abseits des Wettbewerbsgeschehens würdigte der Verband verdiente Mitglieder für ihren langjährigen Einsatz. Jürgen Heller vom Landesfachverband Nordrhein-Westfalen erhielt für seine besonderen Verdienste um die Berufsbildung die TSD-Ehrennadel in Silber. Eine besondere Würdigung für Kontinuität ging an Frank Niehus: Er wurde für 30 Jahre Dienstzeit als Obermeister der Innung Berlin ausgezeichnet.

Generationswechsel im Hauptamt

Wehmut mischte sich in die Feierlichkeiten, als es an die Verabschiedung prägender Persönlichkeiten ging. Nach Jahrzehnten intensiver Verbandsarbeit wurden Dr. Christian Wenzler (Landesfachverband Schreinerhandwerk Bayern) und Hermann Hubing (Landesfachverband Leben, Raum, Gestaltung Hessen/Rheinland-Pfalz) verabschiedet. Auch Anke Maske (Landesfachverband Brandenburg) kündigte ihren Rückzug in den Ruhestand ab April 2026 an.

Präsident Radermacher hob in seiner Laudatio hervor, dass der Einsatz dieser Hauptamtlichen die Organisation nachhaltig geprägt und entscheidend vorangebracht habe.

Starker Zusammenhalt in fordernden Zeiten

Zum Abschluss der Veranstaltung in Leipzig resümierte TSD-Hauptgeschäftsführerin Dr. Katharina Gamillscheg die Bedeutung des Events: „Gerade in politisch sehr anspruchsvollen Zeiten bin ich froh und dankbar, dass der Zusammenhalt im Tischler- und Schreinerhandwerk so groß ist.“ Die Versammlung habe eindrucksvoll gezeigt, wie stark das Miteinander das Handwerk trage.

Auf den Tag genau mit den richtigen Maschinen

Die Schweizer Schreiner der Crea-Holz AG fertigen langlebige und ­hochwertig verarbeitete Küchen, Bäder, Türen, Möbel, Tische und ­Akustikplatten mit dem besonderen Feinschliff. Der basiert auf der guten Ausbildung und den handwerklichen Fertigkeiten des Crea-Teams und den präzisen und langlebigen Maschinen von Biesse.

Basis für die gute Arbeit und die hochwertigen Küchen, Möbel, Fenster und Türen sowie die wachsende Akustiksparte sind für den stets innovativen und entdeckungsfreudigen Alois Zahner neben seinem qualifizierten Team die hochwertige, saubere und aktuelle Maschinenwelt mit viel Automatisierung. „Seit 2008 sind bei uns Roboter mit dem Ziel im Einsatz, den Fertigungsprozess zu beschleunigen und die Qualität zu steigern.“

Das ist notwendig, weil gerade die Nachfrage nach Akustikplatten kontinuierlich steigt, wie der Firmengründer berichtet: „Also blieb uns zwangsläufig nichts anderes übrig, als den Sektor weiter auszubauen und eine Neuanschaffung in Form eines Schleifzentrums zu tätigen, die unsere besonderen Anforderungen an den Schleif- und Reinigungsprozess erfüllt und sich dazu noch mit dem eingeschränkten Platzangebot zufriedengibt.“

Für den vorausschauenden und nach vorne ­denkenden Geschäftsführer waren aber auch die Kostenachse, eine höchstmögliche Flexibilität und spezielle Oberflächeneffekte von ­Relevanz. „Wie gut, dass wir seit 2020 sehr gute Erfahrungen mit einem Hersteller, dessen CNC-gesteuertem Bearbeitungszentrum und dem Service gemacht haben. Summa summarum hat das zu einer guten und vertrauensvollen Zusammenarbeit geführt.“ Der Hersteller war Biesse, die trotz der damaligen „coronalen“ ­Umstände auf den Tag genau gelieferte Maschine eine „Rover A 1556“ und der Mann vor Ort Erich Lüchinger.

Mehr über das gemeinsame Projekt lesen Sie in der möbelfertigung Ausgabe 6/25, die in Kürze erscheint!

Burgbad

Investiert weiter in seine automatisierte Möbelfertigung

Am Standort Greding nimmt Badmöbelspezialist Burgbad eine neue Logistikhalle mit vollautomatischer Kommissionierung in Betrieb. Zur Zukunftssicherung des Produktionsstandorts investiert Burgbad konsequent in die weitere Digitalisierung seiner Möbelfertigung. Die im November 2025 in Betrieb genommene vollautomatische Kommissionierung ist ein weiterer Baustein zur Automatisierung der Produktion am Standort Greding-Grafenberg.

Bekenntnis zum Standort Deutschland

„Dieses Investment ist ein klares Bekenntnis zum Standort Deutschland“, erklärt Burgbads CEO Stefan Sallandt. „Der Markt verlangt zunehmend nach individuell konfigurierbaren Produktlösungen, wie wir sie dank digitalisierter Fertigung schon seit vielen Jahren anbieten. Mass Customization stellt hohe Ansprüche an die Flexibilität. Mit der Prozessoptimierung und Effizienzsteigerung durch die nun hinzugekommene automatische Kommissionierung erhöhen wir unsere Flexibilität und sichern langfristig Standort und Arbeitsplätze.“

Mut zur Investition in die Zukunft

Burgbad investierte in den letzten drei Jahren einen signifikanten Millionenbetrag in die 2024 fertiggestellte Erweiterung der Logistikhalle und die jüngst installierte vollautomatische Kommissionierung. Damit reagiert Burgbad initiativ auf die steigenden Anforderungen an Effizienz und Qualitätssicherung, die mit der auftragsspezifischen Möbelfertigung auf dem Standard Industrie 4.0 verbunden sind.

Effizienzsteigerung und Qualitätssicherung durch vollautomatische Kommissionierung

Burgbad produziert in Greding täglich mehr als 10.000 auftragsspezifische Bauteile, die verschnittoptimiert aus Werkstoffplatten diverser Qualität gefertigt werden. Die Bauteile werden in der vollautomatischen Kommissionierung im Lager fehlerfrei erkannt und dem Kundenauftrag zugeordnet. So können sie ohne manuelle Eingriffe zusammengestellt und über den gesamten Fertigungsprozess verfolgt werden. Dadurch werden die Lagerbestände für Halbfertigteile um bis zu 80 Prozent reduziert und die Lagerkapazitäten effizienter und nachhaltiger genutzt. Die Automatisierung der Qualitätskontrolle durch einen der Kantenbearbeitung nachgeschalteten, KI-gestützten Scanner und der Ausschluss von Picking-Fehlern in den Kommissionierzellen sorgen für eine reibungslose Weiterverarbeitung in der nachfolgenden Montage.

Sicherung künftigen Wachstums

Durch die Einbindung der Belegschaft bei der Planung und Implementierung der Automatisierungsschritte konnten auch viele erfahrungsbasierte Verbesserungsimpulse berücksichtigt werden. Ein wichtiger Aspekt ist die durch die Automatisierung verbesserte Ergonomie der Arbeitsprozesse. Auch die Personaleinsatzplanung gestaltet sich flexibler. „Wir werden auch weiterhin Personal für die Produktion in Greding suchen. Denn die Automatisierung generiert mehr Auslastung und erweitert unsere Kapazitäten. Damit sichern wir uns Potenziale für künftiges Wachstum“, so Stefan Sallandt.

Qualitätssicherung und Kundenzufriedenheit

Kundenorientierung war für Burgbad ein weiteres zentrales Motiv für das Investment in die neue Anlage: Mit den Wettbewerbsvorteilen durch Automatisierung von Logistik und Kommissionierung kann sich Burgbad als langfristig verlässlicher Partner positionieren und einen noch besseren Service bieten. Burgbad kann sein hohes Qualitätsversprechen erfüllen und die Kundenzufriedenheit durch eine fehlerfreie Kommissionierung, termingerechte Lieferung und die langfristige Sicherung eines fairen Preis-Leistungs-Verhältnisses fördern. Eine konsequente Digitalisierung der Prozesse ermöglicht zudem ein transparentes Tracking und das Verfolgen des Auftragsstatus. Vor allem aber bietet sie burgbads Marktpartnern eine effiziente, auftragsspezifische Fertigung von variantenreichen Badmöbeln – bei Bedarf mit Maßanpassungen und hochgradiger Individualisierung.

Veröffentlicht Nachhaltigkeitsbericht 2023/2024

Mit dem Nachhaltigkeitsbericht für das Geschäftsjahr 2023/24 zeigt Geze einmal mehr, dass Nachhaltigkeit für das Unternehmen kein notwendiges Übel, sondern zentraler Teil der Wertschöpfung ist. Der Spezialist für Tür-, Fenster- und Sicherheitstechnik verbindet Governance, Daten sowie industrielle Praxis. „Nachhaltigkeit ist für Geze ein zentraler Bestandteil unserer Unternehmensstrategie. Unser Handeln orientiert sich dabei an den drei Bereichen People, Planet und Product und verfolgt das Ziel, kontinuierlich Verbesserungen zu erzielen und Chancen für eine nachhaltige Entwicklung zu nutzen“, sagt Sandra Alber, Chief Officer Legal & Finance bei Geze. Auf diese Weise will Geze bis 2045 treibhausgasneutral werden. Der Weg dorthin wird von den drei Schwerpunkten zirkuläres Wirtschaften, Umwelt und Klima sowie regionale Verantwortung im globalen Netzwerk geprägt.

Zirkuläres Wirtschaften: Produkte im Lebenszyklus denken
Geze entwickelt langlebige, wartungsfreundliche Produkte – vom Türschließer bis zum Drehtürantrieb – und hält die Systeme lange im Einsatz. Das senkt Material- und Energiebedarf über die Nutzungsdauer. Ausgediente, ölgefüllte Türschließer werden gesammelt und fachgerecht verwertet. In der Fertigung läuft parallel ein geschlossener Ölkreislauf, der Schmier- und Hydrauliköle aus den Anlagen aufbereitet und jährlich bis zu 1.000 Liter zurückgewinnt.

Das Unternehmen betreibt zudem ein deutschlandweites Mehrwegsystem mit über 160.000 Umlaufverpackungen, das Einmalmaterial konsequent ersetzt. Im zweiten Halbjahr 2024 wurden so knapp 750 Tonnen Verpackungen in den Kreislauf zurückgeführt. Das globale Abfallaufkommen sank im Berichtsjahr um fünf Prozent. In der Fertigung stabilisiert eine Trennqualität von rund 96 Prozent die Recyclingquoten.

Umwelt und Klima: Effizienz im Betrieb
Geze steuert Energieverbräuche systematisch und setzt in Deutschland auf 100 Prozent Ökostrom und ergänzt dies um zertifiziertes Ökogas. Der Hauptsitz wird über ein effizientes Blockheizkraftwerk (BHKW) mit Wärme versorgt. Ein Energiemonitoring in Leonberg identifiziert Einsparpotenziale im laufenden Betrieb. Im Berichtsjahr lag die Energieintensität bei 12,77 MWh pro Mitarbeitendem und damit deutlich unter dem Vorjahrswert. Zusätzlich nutzt Geze Prozesswärme aus der Abluft von Kompressoren und verbessert über viele kleine Hebel die Bilanz: So sparte etwa die getrennte Erfassung von 1.441 kg Papierhandtüchern im ersten Halbjahr 2025 rund 228 Kilogramm CO₂ ein.

Nachhaltigkeitszahlen auf einen Blick (Stand Berichtsjahr 23/24):

  • 100 Prozent Ökostrom und Ökogas in Deutschland
  • 96 Prozent Trennqualität beim Recycling
  • 12,77 MWh Energieintensität pro Mitarbeitendem
  • 1.000 Liter rückgewonnenes Öl pro Jahr aus Fertigungskreislauf
  • 160.000 Mehrwegverpackungen im Umlaufsystem
  • 750 Tonnen an Verpackungen in H2/2024 rückgeführt
  • 80 Prozent des Einkaufsvolumens werden risikobasiert geprüft
Domotex

Retailers Park ausgebucht, starke Aussteller und digitale Innovationen

Vom 19. bis 22. Januar 2026 wird Hannover wieder zum Zentrum der internationalen Boden- und Interiorbranche. Die Domotex 2026 präsentiert ein erweitertes Konzept mit neuen Produktgruppen und praxisnahen Digitalisierungslösungen. Besonders der Retailers Park, gemeinschaftlich von Mega Gruppe und Decor-Union umgesetzt, hat schon im Vorfeld für volle Belegung gesorgt. Neben den Ausstellerflächen profitieren Fachbesucher erneut von einem vielseitigen Rahmenprogramm mit Fachvorträgen und Diskussionsformaten.

Neue Themenfelder prägen das Messebild

Mit dem klaren Ziel, die gesamte Wertschöpfungskette des Interior Finishings abzubilden, öffnet die Domotex ihr Spektrum. Neben Bodenbelägen stehen künftig auch Farben, Tapeten, Akustikelemente, Sonnenschutzlösungen und Fliesen im Fokus. Zu den Ausstellern zählen Branchenführer wie Kährs, Weitzer Parkett, ter Hürne und Stile genauso wie Unternehmen aus dem erweiterten Produktumfeld, etwa Lanxess, Saint-Gobain, Erfurt Tapeten oder Akzonobel. Der Messeplatz Hannover wird so erneut zur Bühne für Innovation und Austausch zwischen Herstellern, Handel und Verarbeitern.

Digitale Werkzeuge für die Praxis

Ein thematischer Schwerpunkt liegt diesmal auf Digitalisierung und Prozessoptimierung. Im Innovationsparcours und im neu geschaffenen Digital Shop können Besucher Lösungen rund um KI, Chatbots, Software für Datenverwaltung oder Projektsteuerung kennenlernen. Der Ansatz ist deutlich praxisorientiert – Handwerker und Händler sollen die Werkzeuge unmittelbar auf ihre Abläufe übertragen können.

Rückkehr prominenter Aussteller

Dass der Parketthersteller Kährs nach mehreren Jahren Abstinenz wieder auf der Messe vertreten ist, wird in der Branche aufmerksam registriert. Auch zahlreiche weitere Hersteller von Holz- und Designböden nutzen die Domotex 2026, um ihre Neuheiten vorzustellen. Das vielfältige Ausstellerfeld gilt damit als Gradmesser für die Marktentwicklung innerhalb Europas.

Marktplatz für die Branche

John Herbert, Generalsekretär der European DIY Retail Association (EDRA) und des Global Home Improvement Network (GHIN), betont die Bedeutung der Domotex als Treffpunkt für den internationalen Austausch. Angesichts globaler Lieferkettenveränderungen sei eine diversifizierte Beschaffung zentral, sagte Herbert. Messen wie die Domotex böten genau die Plattform, um solche Netzwerke zu pflegen und neue Produkte zu entdecken.

ifo-Institut

Geschäftsklimaindex im November gefallen

Die Stimmung unter den Unternehmen in Deutschland hat sich verschlechtert. Der ifo Geschäftsklimaindex sank im November auf 88,1 Punkte, nach 88,4 Punkten im Oktober. Dies war auf pessimistischere Erwartungen zurückzuführen. Die Unternehmen beurteilten ihre aktuelle Lage hingegen etwas besser. Die deutsche Wirtschaft zweifelt jedoch weiterhin an einer baldigen Erholung.

Im Verarbeitenden Gewerbe ist der Index gefallen. Insbesondere die Erwartungen bekamen einen deutlichen Dämpfer. Die Unternehmen blicken skeptischer auf die kommenden Monate. Der Auftragsbestand war leicht rückläufig. Mit den laufenden Geschäften waren sie hingegen etwas zufriedener.

Erwartungen rutschten im Handel nach unten

Im Handel hat das Geschäftsklima nachgegeben. Die Unternehmen bewerteten ihre aktuelle Lage etwas schlechter. Auch ihre Erwartungen rutschten nach unten. Insbesondere der Einzelhandel zeigte sich zu Beginn des Weihnachtsgeschäfts enttäuscht.

Auch im Bauhauptgewerbe verzeichnete der Index einen Rückgang. Während die aktuelle Lage einen klaren Aufwärtstrend zeigt, fielen die Erwartungen erneut pessimistischer aus. Die schwache Nachfrage bleibt ein bestimmender Engpass.

Im Dienstleistungssektor hat sich das Klima erneut aufgehellt. Die Dienstleister beurteilten die aktuelle Lage etwas besser. Die Aussichten trübten sich jedoch leicht ein. Einen merklichen Rückschlag gab es im Bereich Transport und Logistik.

Mehr als 93 Prozent der Ausstellungsfläche gebucht

Ende Oktober endete der Early Bird für die interzum 2027 mit einem beeindruckenden Ergebnis: Bereits eineinhalb Jahre vor Messestart ist ein breites Ausstellerfeld bestätigt – darunter nahezu alle globalen Key Player, langjährige Aussteller sowie Unternehmen, die zur interzum zurückkehren. Über 93 Prozent der Ausstellungsfläche der interzum 2025 ist für die nächste Ausgabe 2027 bereits wieder gebucht. Das frühe Commitment der Industrie unterstreicht das große Vertrauen in die Weltleitmesse für Möbelfertigung und Interior Design. Vom 11. bis 14. Mai 2027 trifft sich die internationale Zulieferindustrie erneut in Köln – die Vorzeichen stehen auf Erfolg.

„Wir freuen uns sehr darüber, dass bereits jetzt so viele führende Unternehmen an Bord sind“, so Oliver Frese, Geschäftsführer der Koelnmesse. „Das frühe und breite Aussteller-Commitment und die hohe Rückkehrerquote schaffen für alle Messeteilnehmenden Planungssicherheit und sind zugleich ein deutliches Signal für die Stärke und Zuversicht der gesamten Möbelzuliefer- und Interior-Design-Industrie.“

Starke Resonanz – hohe Rückkehrerquote
Zum Ausstellerkreis der interzum 2027 gehören erneut die Branchengrößen, die auch 2025 vertreten waren. Zudem kehren Unternehmen, die in der Vergangenheit Teil der Weltleitmesse waren, nach Köln zurück, darunter Sonae Arauco, Surteco und Losán Spanien.

Das herausragende Ergebnis der Frühbucherphase bestätigt einmal mehr, was die interzum seit Jahren auszeichnet: enge Branchenbindung, hohe Internationalität und eine einzigartiges Innovationsdichte.

Branche blickt mit großer Vorfreude nach Köln
„Als weltweit bedeutendstes Branchenevent ist die interzum ein wichtiger Impulsgeber für die Weiterentwicklung in der Möbelindustrie – wir freuen uns auf die nächste Ausgabe 2027“, erklärt Dr. Andreas Hettich, Vorsitzender des interzum-Fachbeirats und Vorsitzender des Beirats der Hettich Unternehmensgruppe

Auch Claudia Küchen, stellvertretende Vorsitzende des interzum-Fachbeirats und Vorständin Design, Marketing und Personal bei Schattdecor, betont: „In Köln lässt sich die Vielfalt und Innovationskraft der internationalen Zulieferbranche so umfassend erleben wie nirgendwo sonst. Auch die interzum 2027 wird der Pflichttermin für alle sein, die sich über Trends und Neuheiten in Möbelfertigung und Interior Design informieren wollen.“

Erfolgreiche Ausgangslage für 2027
Mit dem Early-Bird-Ergebnis knüpft die interzum an die erfolgreiche Ausgabe 2025 an, die mit rund 60.000 Fachbesucherinnen und Fachbesuchern aus 157 Ländern sowie über 1.600 Ausstellern aus 57 Ländern eindrucksvoll ihre internationale Spitzenposition bestätigte. Die positive Aufbruchsstimmung der letzten interzum setzt sich nun fort und bildet die Basis für eine starke Veranstaltung 2027.

Als globale Bühne für innovative Materialien, Komponenten und Technologien präsentiert die interzum Trends und Entwicklungen, die das Wohnen und Arbeiten von morgen prägen. Fachbesucherinnen und -besucher aus aller Welt dürfen sich auf zukunftsweisende Lösungen und Inspiration entlang der gesamten Wertschöpfungskette freuen. Interessierte Unternehmen können sich weiterhin unter www.interzum.com/de/fuer-aussteller/aussteller-werden/ als Aussteller registrieren.

Pfleiderer

Nimmt neue 15-Millionen-Euro-Anlage in Betrieb

Holzwerkstoffhersteller Pfleiderer Deutschland GmbH hat am Standort Gütersloh seine Produktionskapazitäten deutlich erweitert. Nach einer Bauzeit von gut einem Jahr nahm das Unternehmen die neue Kurztaktpresse 7 (KT7) offiziell in Betrieb. Mit einem Investitionsvolumen von rund 15 Millionen Euro stärkt das Unternehmen damit seine Fertigung von hochwertigen Dekorplatten für den Möbel- und Innenausbau.

Straffer Zeitplan beim Bau
Das Projekt wurde in Rekordzeit umgesetzt. Nach dem Spatenstich für den Hallenneubau im Juli 2024 war das Gebäude bereits drei Monate später bezugsfertig, sodass im Oktober 2024 mit der Installation der Anlagentechnik begonnen werden konnte. Die neue Halle umfasst eine Fläche von rund 4.200 Quadratmetern. „Das Herzstück dieses Projekts war die Integration der neuen Produktionslinie in unsere bestehenden Prozesse“, erklärt Stefan Zinn, CCO der Pfleiderer Gruppe. Besonders die automatisierte Zuführung der Spanplatten und Dekorimprägnate sei für die Wirtschaftlichkeit der Anlage entscheidend.

Fokus auf authentische Haptik
Mit der neuen Anlage reagiert Pfleiderer auf die steigende Nachfrage nach besonders realistischen Oberflächen. Die KT7 ist auf eine Jahreskapazität von ca. 15 Millionen Quadratmetern ausgelegt und spezialisiert auf Produkte mit tiefen Strukturen („DeepFlow“) sowie Synchronporen („SyncroFlow“). Diese Technologien ermöglichen es, Holzmaserungen, Äste oder Risse nicht nur optisch, sondern auch haptisch deckungsgleich zum Dekorbild abzubilden.

„Die Authentizität der Dekore wird durch tiefe und Synchronstrukturen hervorgehoben“, so Zinn. Das Ergebnis seien extrem matte Finishes und eine „haptisch erlebbare Tiefe“, die das Material sinnlich erfahrbar machen sollen.

Nachhaltigkeit und Markteinführung
Die auf der neuen Anlage gefertigten Produkte werden laut Hersteller mit einem hohen Recyclingholzanteil produziert und tragen Zertifikate wie den „Blauen Engel“ sowie „Cradle to Cradle Certified Bronze“. Im Rahmen der hauseigenen „Inspiration Days“ im November und Dezember will Pfleiderer die neuen Strukturen und Dekore nun den Kunden aus der Möbelindustrie präsentieren.

DHV und VHI

Starkes Signal für das Bauen mit Holz und Holzwerkstoffen

Über hundert Teilnehmende aus den Bereichen Holzfertigbau, Holzwerkstoffindustrie, Bauindustrie und Architektur- und Ingenieurbüros zählte das erste Fachsymposium „Bauen mit Holz“, welches am 21.11.2025 vom Deutschen Holzfertigbauverband (DHV) und dem Verband der Holzwerkstoff- und Innentürenindustrie (VHI) in den Räumlichkeiten des Deutschen Institutes für Normung (DIN) in Berlin ausgerichtet wurde.

In verschiedenen Vorträgen und Diskussionsrunden wurden von Expertinnen und Experten aus Architekturbüros, der Ministerialverwaltung, Holzfertigbauunternehmen, Wohnungswirtschaft, Politik und Verbänden die Potenziale des seriellen und modularen Bauens mit Holz und deren Bedeutung für die schnelle Schaffung von bezahlbarem Wohnraum und der Bewältigung der Bauwende aufgezeigt.

DHV und VHI werten diese erste gemeinsame Veranstaltung als vollen Erfolg: Es konnte gezeigt werden, was beim Holzbau bereits möglich ist – sei es in Form des seriellen und modularen Neubaus in privaten und öffentlichen Projekten oder dem Bauen im Bestand durch Aufstockungen. Insbesondere zeigten die Vorträge auch die Bedeutung der Kooperation in der Wertschöpfungskette und der Akteure bei den beeindruckenden Holzbauprojekten auf. Zugleich wurden aber auch die Hemmnisse für den Holzbau benannt.