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Autor: Hahn, Sebastian

FuturePrint Industrial Print

Warum kleine Schritte im industriellen Druck oft wirkungsvoller sind

Der Jahresanfang ist traditionell die Zeit der guten Vorsätze – im Privaten wie im Geschäftlichen. Doch die Realität holt den Optimismus des Januars oft schnell ein. Ein Phänomen, das sich laut den Veranstaltern der „FuturePrint“ auch im industriellen Druck beobachten lässt: Unternehmen investieren in neue Inkjet-Technologien, behalten aber alte, analoge Denkweisen bei. Oder sie führen Workflow-Software ein, ohne die entsprechenden Rollen und Verantwortlichkeiten im Team anzupassen. Das Ergebnis ist oft ernüchternd: Trotz starker Absichten bleibt der Return on Investment (ROI) aus, und Projekte scheitern.

Evolution statt Revolution

In Anlehnung an James Clears Bestseller „Atomic Habits“ (Die 1%-Methode) argumentiert FuturePrint, dass nachhaltiger Erfolg nicht durch radikale Neuerfindungen entsteht, sondern durch viele kleine Verbesserungen – das Drehen an vielen kleinen Stellschrauben um nur ein Prozent.

Typische Fehler im industriellen Drucksektor sind laut den Experten oft hausgemacht:

  • Digitaldruck wird als Revolution statt als Evolution behandelt.
  • Technische Lösungen werden entwickelt, ohne frühzeitig mit Tintenherstellern zu kooperieren.
  • Es wird über KI diskutiert, während Operatoren Systeme weiterhin manuell übersteuern.

Die Lektion daraus: Erfolgreiche Transformationen im industriellen Druck beginnen mit einem klaren Problemverständnis und arbeiten sich rückwärts zur Lösung vor. Technologie kommt erst an zweiter Stelle, nach dem Systemverständnis.

Treffpunkt für Entscheider in der Motorworld

Um genau diese systematische Herangehensweise zu fördern, bringt die „FuturePrint Industrial Print“ Technologieanbieter, Tintenspezialisten, Integratoren, OEMs und Endanwender für zwei Tage in der Motorworld München zusammen. Ziel ist es, fundierte Entscheidungen zu ermöglichen und den Austausch zwischen den verschiedenen Akteuren zu fördern.

Statt auf kurzfristigen Hype setzt das Event auf langfristiges Systemdenken. Durch den direkten Zugang zu Experten sollen Unternehmen lernen, die richtigen Stellschrauben zu justieren, um Produktivität und Qualität inkrementell, aber dauerhaft zu steigern.

Für Interessierte, die ihre Erfolgschancen im Jahr 2026 verbessern wollen, bieten die Veranstalter derzeit mit dem Code SALE100 kostenlose Delegierten-Plätze für das Event in München an.

Quelle: FuturePrint Industrial Print: New Year, New Tech, New Focus, New Format = New Connections

Steffen Jensen kehrt zurück als Head of Marketing D/A

Die amerikanische Marke KitchenAid gewinnt ein bekanntes Gesicht zurück: Steffen Jensen hatte das Unternehmen als Marketing Manager auf dem deutschen und österreichischen Markt bereits von 2017 bis 2020 begleitet. Nach einer interimistischen Zusammenarbeit seit Sommer 2025 nimmt Jensen nun die Position als Head of Marketing für Deutschland und Österreich ein.

Mediastrategie 2026: Social Media als Top-Kanal

KitchenAid hat für 2026 große Pläne. Erst kürzlich wurde in einem Interview der W&V mit Jan Reichenberger (General Manager KitchenAid EMEA), Chad Ries (Global Brand Director KitchenAid) und Steffen Jensen (nun Head of Marketing Deutschland/Österreich) bekannt, dass das Unternehmen in seiner neuen Mediastrategie voll und ganz auf Social Media als Leadkanal setzt – noch vor anderen PR-Strategien wie Print, TV und Anzeigengeschäfte. Der Community-Gedanke stehe im Vordergrund, heißt es. Mehr noch als Reichweite und Hochglanz.

Steffen Jensen als Head of Marketing Deutschland & Österreich

An der eigenen Community feilt das Unternehmen nun ebenso wieder. Nachdem die Position des Head of Marketing für Deutschland und Österreich eine Zeit lang unbesetzt blieb, holt KitchenAid einen ehemaligen Manager wieder an Bord. Steffen Jensen war bereits zuvor rund drei Jahre lang für das amerikanische Kleingeräte-Unternehmen tätig und berichtete in seiner Funktion als Marketing Manager von 2017-2020 direkt an Nicole Thiery, damals Market Leader KitchenAid für Deutschland und Österreich.

Werdegang in Beauty- und Fashion-Branche

Jensen kommt ursprünglich aus der Beauty-Branche und war über viele Jahre für L’Oréal sowie andere Kosmetikfirmen tätig. Zwischen seinen Anstellungen bei KitchenAid kehrte Jensen offensichtlich in das Segment zurück: In einer Mitteilung heißt es, Steffen Jensen habe unter anderem bei Ghd, einem Unternehmen für Haarstylingprodukte, gearbeitet, sowie 2023 seine eigene Marketingberatung für die Beauty-, Fashion- und Lifestylebranche gegründet.

Möglicherweise kam so auch wieder der Kontakt zu KitchenAid zustande: Seit Sommer 2025 verstärkt Jensen das Marketing-Team für den deutschen und österreichischen Markt interimistisch und war auch auf dem PR- und Influencer-Event der Marke Mitte Oktober 2025 in München zugegen.

Die Position war zuvor längere Zeit unbekleidet geblieben, nachdem Emanuel Spulak, der die Rolle bis April 2023 innehatte, das Unternehmen Anfang 2024 verließ, um zur Groupe SEB zu wechseln.

Jowat SE

Dr. Olaf Meincke neu im Vorstand

Der Aufsichtsrat der Jowat SE hat Dr. Olaf Meincke mit Wirkung zum 01. Januar 2026 in den Vorstand berufen. In seiner neuen Funktion übernimmt Dr. Olaf Meincke die Verantwortung für die Bereiche F&E sowie Forschungsdienste von Herr Dr. Christian Terfloth, der zum 30. Juni 2026 in den Ruhestand treten wird.

Dr. Olaf Meincke verfügt über langjährige Erfahrung in der Polymerforschung und -entwicklung. Nach seiner Promotion an der Albert-Ludwigs-Universität in Freiburg war er bei verschiedenen Chemieunternehmen in Deutschland und in der Schweiz tätig. Vor dem Wechsel zur Jowat SE verantwortete Dr. Olaf Meincke als Managing Director das Schweiz-Geschäft eines weltweit führenden Unternehmens in der Entwicklung und Herstellung von Materialien für den 3D-Druck.

„Mit Dr. Olaf Meincke gewinnen wir eine ausgewiesene Führungspersönlichkeit mit tiefem wissenschaftlichem Verständnis und hoher Innovationskraft“, erklärt Prof. Dr. Andreas Wiedemann, Vorsitzender des Aufsichtsrats der Jowat SE. „Er wird mit seiner Expertise und Erfahrung die technologische Weiterentwicklung des Unternehmens entscheidend mitgestalten.“

Dr. Olaf Meincke ergänzt: „Ich freue mich sehr auf die neuen Aufgaben und darauf, gemeinsam mit dem Vorstandsteam die Innovationsstrategie der Jowat SE weiter voranzutreiben und nachhaltige Lösungen für unsere Kunden zu entwickeln.“

Die Staffelübergabe zwischen Dr. Christian Terfloth und Dr. Olaf Meincke markiert einen wichtigen Schritt für die langfristige Fortentwicklung der Jowat SE als Technologieführer im Bereich Industrieklebstoffe.

Egger

Business Talk in der Häfele Blackbox

Material, Oberflächen und Farben treffen auf Lichtlösungen – ein Zusammenspiel, das sowohl für Planer als auch für Verarbeiter und Objekteure einen praxisnahen Mehrwert schafft. Genau hier setzt die Häfele Blackbox in Stuttgart an: eine Ideenwerkstatt für all jene, die sich mit den Themen Licht und Raum, Material- und Farbimpulsen beschäftigen. Egger und Häfele luden jetzt zum Business Talk in diese einzigartige Location ein. In lockerer Atmosphäre standen informative und inspirierende Vorträge und exklusive Informationen zu den Neuheiten der Egger Kollektion Dekorativ 26+ auf dem Programm. 

Wo kommen Trends her und welche Strömungen kommen als Nächstes? Das Thema Interior Trends stand im Fokus der ersten Referentin Katrin de Louw. Die Innenarchitektin, Autorin und Jurorin mit über 25 Jahren internationaler Erfahrung leitet den „Trendfilter – designzukunft für Möbel und Materialien“ und hat das Furniture Future Forum sowie das Colornetwork ins Leben gerufen. Als führende Expertin für Interior Trends im deutschsprachigen Raum gab sie den rund 60 Teilnehmern des Egger Business Talks unter anderem eine einzigartige Farbvorschau mit ihrer Auswahl von 24 Möbelfarben für 2026/2027 als Ergebnis ihrer Trendrecherche. „Funktioniert die Farbe auf einem Möbel oder ist sie zu kräftig, zu bunt, zu dunkel? Wie steht die Farbe zu aktuellen Hölzern, Steinen, Keramik und angesagten Metallfarben? Wir haben hier in unserer Auswahl von Möbelfarben eine ganze Reihe von ruhigen, natürlichen Farben, die auch auf großer Fläche gut funktionieren. Zwei bis drei kräftigere Farben haben sich für kleinere Möbel oder als Statement im Schaufenster eingeschlichen“, so Katrin de Louw, die sich selbst als „kreative Strategin und Trendnase“ bezeichnet.  

Neuheiten der Egger Kollektion Dekorativ 26+ 

An das Thema Trends und wie diese im Bereich Möbel und Innenausbau umgesetzt werden, konnte Hannes Kochan, Gebietsverkaufsleitung Handwerk bei Egger, anschließend anknüpfen. Er präsentierte die Neuheiten der Egger Kollektion Dekorativ 26+, die im Februar auf den Markt kommt und unter dem Motto „Raum für Lösungen“ steht. „Das Motto zeigt, dass wir uns bei Egger als Lösungsanbieter verstehen, bei dem unsere Kunden verlässlich alles aus einer Hand erhalten. Es ist der Innovationsgedanke, der uns jeden Tag antreibt, Prozesse zu optimieren, Produkte weiterzuentwickeln und Neues anzubieten. Bei der Entwicklung unserer Produktpalette orientieren wir uns an aktuellen Trends. Die Neuheiten der Kollektion Dekorativ 26+ sind durch den Megatrend Konnektivität geprägt. Das Ergebnis sind inspirierende neue Dekore und passende Produktlösungen, die den Bedürfnissen unserer Kunden entsprechen und gleichzeitig Raum für neue Möglichkeiten eröffnen“, so Kochan. 

Neue Unifarben, vor allem bei der Trendfarbe Beige, lineare Hölzer im italienischen Stil, Erweiterungen im Farbspektrum der matten PerfectSense Oberflächen, das neue rapportlose Halbformat für absolut authentische Holzreproduktionen und eine neue matte Allover-Holzstruktur sind nur einige der Innovationen. Hannes Kochan fasst zusammen: „Die Kollektion Dekorativ 26+ beinhaltet mehr als 360 Dekor- und Strukturkombinationen, 220 Dekore mit 18 Neuheiten für dekorative Platten, 65 PerfectSense Dekor-Strukturkombinationen inklusive zehn Neuheiten sowie ein harmonisiertes Farbkonzept von 25 Uni-Dekoren mit den Lackoberflächen PM PerfectSense Premium Matt auf MDF-Platte und TM PerfectSense Matt auf Spanplatte sowie 85 Dekor-Strukturkombinationen im Bereich Arbeitsplatte mit inklusive zwölf Neuheiten.“ 

Bei den Teilnehmern des Business Talks kamen vor allem die neuen PerfectSense Ambiance Oberflächen besonders gut an. Die Besonderheit der neuesten Innovation unter den PerfectSense Lackprodukten liegt in dem Matt-Glanz-Effekt, der über synchrone Strukturtiefen auch haptisch hervorgehoben wird. Durch die Abstimmung auf das jeweilige Dekor wird ein sehr hoher Grad an Authentizität der Materialreproduktion erreicht.  

Wissenswertes im Häfele Lichtseminar  

Für optische Erlebnisse sorgte im Anschluss das Häfele Lichtseminar unter Einbindung der Egger Kollektion Dekorativ 26+ Neuheiten. Frank Schlosser, Leitung Lichtplanung bei Häfele, hob zunächst die wertvolle Partnerschaft hervor: „Egger und Häfele arbeiten schon seit vielen Jahren zusammen. Das Großartige daran ist die Synergie von den beiden Unternehmen, denn das ist einmalig am Markt. Oberflächen und Licht passen wunderbar zusammen und das gilt auch für die beiden Unternehmen.“ Hannes Kochan von Egger bestätigte dies und ging dann auf die Kombination der Produkte ein: „Unser gemeinsames Ziel ist es, nah dran an unseren Kunden zu sein und ihnen in lockerer Atmosphäre Wissen zu vermitteln. Das Thema Oberfläche funktioniert nicht ohne Licht und Licht ohne eine passende Oberfläche funktioniert auch nicht. Deswegen ist die Kooperation aus beiden Welten extrem wichtig.“ 

Im Vortrag von Frank Schlosser sowie im anschließenden Lichtseminar wurde den Teilnehmern verdeutlicht, dass Licht weit mehr als nur eine Lichtquelle ist, sondern ein Gestaltungselement, das Räume formt und unsere Wahrnehmung beeinflusst. In einem Architektur- oder Interior-Design-Projekt bedeutet der gekonnte Umgang mit Licht, die Kontrolle über das Endergebnis zu haben und Licht bewusst, funktional und ästhetisch wirkungsvoll zu planen. „Ob man an einem offenen Wohnbereich, einem Geschäftslokal oder einer musealen Ausstellung arbeitet – wir können helfen, Licht professionell und stimmig in ein Projekt zu integrieren, typische Fehler zu vermeiden und Materialien, Formen und Funktionen des Raums optimal zur Geltung zu bringen“, heißt es seitens Häfele.  

VDMA

„Reformunfähigkeit kostet Arbeitsplätze“

Der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) hat angesichts der Arbeitsmarktzahlen für 2025 scharfe Kritik an der Bundesregierung geübt. „In der Industrie wurden 2025 kontinuierlich Stellen abgebaut“, sagte VDMA-Hauptgeschäftsführer Thilo Brodtmann am Dienstag in Frankfurt. Zwar wollten die Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau ihre Stammbelegschaft halten, dennoch planten mehr Betriebe mit einem Stellenabbau.

Als Hauptgrund nannte Brodtmann die schwierigen Rahmenbedingungen am Standort Deutschland – insbesondere die im internationalen Vergleich zu hohen Unternehmenssteuern. Die geplante Senkung der Körperschaftsteuer müsse daher „deutlich früher kommen als 2028″, forderte der Verbandschef.

Brodtmann warf der Politik vor, dringend benötigte Strukturreformen zu versäumen: „Statt dringend benötigter Strukturreformen vor allem in der Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik erleben wir eine politische Reformunfähigkeit in einer Zeit, in der andere Standorte an uns vorbeiziehen.“ Die Folgen dieser Versäumnisse müssten nun Beschäftigte und Unternehmen tragen.

Der VDMA fordert von der Bundesregierung konkrete Maßnahmen: eine Senkung der Sozialabgaben, die Einführung einer flexiblen wöchentlichen Höchstarbeitszeit, einen konsequenten Bürokratieabbau sowie das Ende von Vorhaben wie dem Bundestariftreuegesetz. „Der Maschinen- und Anlagenbau glaubt an die Zukunft des Standorts Deutschland, daher erwarten wir in diesem Jahr Taten statt Ankündigungen“, so Brodtmann.

Bene

Gewinnt Rahmenvertrag zur Ausstattung moderner Arbeitswelten der Deutschen Bahn AG

Der österreichische Büromöbelhersteller Bene hat den bedeutendsten Rahmenvertrag der Unternehmensgeschichte erzielt: Das Unternehmen hat den Zuschlag für die Ausstattung der Deutschen Bahn AG mit Büro- und Polstermöbeln über einen Zeitraum von acht Jahren erhalten. Diese langfristige Kooperation unterstreicht Benes Position als international führender Hersteller moderner Arbeits- und Bürowelten. Mit einer hohen Design- und Fertigungsqualität, modularen Raumlösungen und einem nachhaltigen Gesamtkonzept ist Bene ein verlässlicher Partner bei anspruchsvollen Projekten.

„Wir freuen uns sehr über das Vertrauen und die Wertschätzung“, sagt Geschäftsführer Michael Fried. „Der Auftrag ist eine großartige Bestätigung für unsere Vision moderner, nachhaltiger Arbeitswelten und ein starkes Zeichen dafür, dass Qualität, Design und Verantwortung international geschätzt und eingefordert werden.“

„Bene hat uns mit seinem hohen Anspruch an Qualität, Design und einem herausragenden Service überzeugt“, so Alexander Walter, Referent Büroimmobilienmanagement, Deutsche Bahn AG. „Insbesondere die Verbindung aus Innovationskraft und gelebter Nachhaltigkeit spiegelt unsere Unternehmenskultur der Deutschen Bahn AG wider. Wir freuen uns auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit.“

Adler

Bei ideensprühender DIPA-Jahreshauptversammlung

Fünf Gründungsmitglieder, darunter Österreichs führender Lackhersteller Adler, fanden sich 2019 zur DIPA zusammen und entfachten ein wahres Feuer der Begeisterung: Heute sind es mehr als 30 Unternehmen, auf die der Funke übergesprungen ist. Ende November trafen sich die DIPA-Mitglieder zur Jahreshauptversammlung – diesmal bei Koenig & Bauer in Würzburg. Der renommierte Druckmaschinenhersteller und Technologie-Vorreiter bot das perfekte Umfeld für befruchtenden Wissensaustausch, angeregtes Netzwerken und inspirierende Impulse. 

Beeindruckend

Nach der internen Mitgliederversammlung und einem gemeinsamen Abendessen mit geladenen Gästen erwartete die DIPA-Mitglieder am nächsten Tag ein besonderes Highlight: Bei einer Führung durch die Koenig & Bauer-Produktionsstätten durften sie nicht nur die beeindruckende „RotaJET“ Rollendigitaldruckmaschine live in Action erleben, sondern auch bei einem Metallguss dabei sein. Auf den funkensprühenden Einblick hinter die Kulissen der Drucktechnologie folgten spannende Ausblicke auf die Zukunftsthemen, Trends und künftigen Möglichkeiten des Digitaldrucks. „Solche Veranstaltungen zeigen, wie Zusammenarbeit und geteilte Expertise den Fortschritt in unserer Branche vorantreiben. Wir konnten uns in einer einladenden, vertrauten und offenen Atmosphäre über die Entwicklungen im Digitaldruck austauschen und neue Impulse setzen“, freuten sich Julian Berghofer, Adler Key Account Manager für die Möbelindustrie, und Simon Leimgruber, Entwicklungsgruppenleiter für Fenster- und Bautenlacke bei Adler, über das rundum gelungene Event. 

Altendorf Group

Bündelt Marken, Kompetenzen und Produktion unter dem Namen Altendorf

Im Jahr ihres 120-jährigen Bestehens stellt die Altendorf Group die Weichen für die Zukunft. Unter dem Leitgedanken „vom Pionier zum besten Freund des Handwerks“ bündelt das Unternehmen seine Marken, Kompetenzen und Produktionsstrukturen konsequent unter einem Namen: Altendorf.

Künftig treten alle Maschinen und digitalen Lösungen der Gruppe unter der Marke Altendorf auf – vom Zuschnitt bis zur Kante. Auch die bisher unter dem Namen Hebrock geführten Kantenanleimmaschinen sind vollständig integriert. Mit diesem Schritt vollzieht die Altendorf Group den Übergang von einer Mehrmarken- hin zu einer klaren Einmarkenstrategie.

Was bislang nebeneinanderstand, wächst damit strukturell und inhaltlich zusammen. Für Handwerk und Handel bedeutet das vor allem Orientierung und Klarheit: ein einheitlicher Markenauftritt, abgestimmte Designs, ein durchgängiges Bedien- und Steuerungskonzept sowie integrierte Service- und Digitallösungen – verbunden mit einem klaren Qualitätsversprechen aus einer Hand.

Klare Strukturen für Kunden, Handel und Markt

Die Vereinheitlichung der Markenarchitektur ist Teil einer langfristigen strategischen Ausrichtung. Ziel ist es, Komplexität zu reduzieren, die Wiedererkennbarkeit im Markt zu stärken und die Zusammenarbeit mit Kunden, Händlern und Partnern weiter zu vereinfachen.

Für Anwender in Werkstätten wird das Produktportfolio klarer nachvollziehbar: Von der Formatkreissäge bis zur Kantenanleimmaschine ist unmittelbar erkennbar, was zusammengehört – in Funktion, Bedienung und Service. Für Handelspartner ergeben sich klare Vorteile in Beratung, Kommunikation und Außendarstellung.

Investition in die Zukunft: Produktion wird gebündelt

Parallel zur Markenvereinheitlichung investiert Altendorf gezielt in ihre Produktions- und Fertigungsstrukturen. Die Produktion der Kantenanleimmaschinen, bislang am Standort Hüllhorst angesiedelt, wird schrittweise in den Produktionsstandort Minden integriert. Dafür investiert das Unternehmen einen einstelligen Millionenbetrag in moderne Strukturen und Prozesse.

Mit der Bündelung verfolgt Altendorf das Ziel, Synergien zu schaffen, Abläufe zu harmonisieren und Kompetenzen zusammenzuführen. Neben Effizienzgewinnen in der Fertigung stehen dabei organisatorische und logistische Optimierungen im Fokus. Die Investition stärkt den Standort Minden nachhaltig und schafft die Grundlage für weiteres Wachstum.

Kontinuität im Anspruch – Zukunft in der Ausrichtung

Der inhaltliche Anspruch bleibt dabei unverändert. Seit 120 Jahren entwickelt Altendorf Technologien für das Handwerk – von der Entwicklung der Formatkreissäge nach dem Typ Altendorf bis hin zu heutigen, digital vernetzten Lösungen. Der Weg vom technologischen Pionier hin zu einer verlässlichen Partnerschaft mit dem Handwerk prägt auch die aktuelle Ausrichtung des Unternehmens. Die Einmarkenstrategie und die Investition in die Produktion sind Ausdruck dieses Selbstverständnisses: sichere, produktive und einfach bedienbare Technologien bereitzustellen – mit Verantwortung, Partnerschaft und dem klaren Blick auf die Zukunft.

Ambiente 2026 mit Nachhaltigkeit im Fokus

Das Frankfurter Konsumgütermessetrio Ambiente, Christmasworld und Creativeworld rückt nachhaltigen Konsum stärker in den Mittelpunkt. Vom 6. bis 10. Februar 2026 tragen insgesamt 335 Aussteller das Ethical-Style-Label. Verantwortungsvoller Konsum prägt die Konsumgüterbranche nachhaltig. Das spiegelt sich auch in den Zahlen des Ethical-Style-Programms wider, das 2026 bereits zum elften Mal stattfindet. Von den ausgezeichneten Ausstellern entfallen 289 auf die Ambiente, 32 auf die Christmasworld und 14 auf die Creativeworld. Eine international besetzte Jury hat 123 Teilnehmer neu bewertet.

Kriterien für das Label

Das Ethical-Style-Label behält jeweils drei Jahre seine Gültigkeit. Unternehmen können sich mit einzelnen Produkten, kompletten Produktlinien oder als gesamtes Unternehmen bewerben. Zu den Bewertungskriterien zählen die Verwendung kreislauffähiger Materialien, ressourcenschonende Produktion, handwerklich tradierte Herstellungsverfahren sowie sozial faire Arbeitsbedingungen.

Ausgezeichnete Produkte

Unter den prämierten Ausstellern findet sich das finnische Unternehmen Nature Line Cutlery, das Besteck aus 95 Prozent Biokomposit herstellt. Die Mischung aus Weichholz und erneuerbarem Polypropylen stammt aus Tallöl, einem Rückstand aus Kiefern. Juror Kees Bronk von Go Good Opportunity lobt das Unternehmen dafür, dass es der Konkurrenz einen Schritt voraus sei, während die EU noch um die Umsetzung der Europäischen Entwaldungsverordnung ringe. Die japanische Marke Shupatto / Marna überzeugte mit faltbaren Tragetaschen aus recyceltem Kunststoff. Jurorin Sabine Meyer von Side by Side Design erklärt, dem Unternehmen sei es gelungen, ansprechendes Design mit einem hohen Maß an Nachhaltigkeit zu verbinden. Das ausgeklügelte Faltsystem erinnere an Origami.

Tradition trifft Nachhaltigkeit

Auch traditionelle Handwerkskunst findet Anerkennung. Das peruanische Unternehmen Textialpaca arbeitet seit über 35 Jahren mit Strickerinnen aus der Stadt Callalli zusammen und verbindet hochwertige Alpakafasern mit sozialer Verantwortung. Die deutsche Marolin Manufaktur aus Thüringen fertigt seit über 120 Jahren Krippenfiguren und Baumschmuck aus einer Masse aus Kaolin, Ton, Kreide, Papierfasern und Pflanzenleim. Jurymitglied Mimi Sewalski beschreibt das Unternehmen als bemerkenswerte Verbindung aus Tradition und Widerstandskraft. Die 1584 gegründete Papiermanufaktur Hahnemühle Fine Art präsentiert ihre Natural Line mit Künstlerpapieren aus veganen Pflanzenfasern wie Bambus oder Hanf. Lutz Dietzold vom Rat für Formgebung sieht darin eine vorbildliche Verbindung aus nachhaltiger Materialwahl und energieeffizienter Produktion.

Orientierung auf der Messe

Das Programm erleichtert Händlern die Suche nach nachhaltigen Produkten. In der Online-Ausstellersuche lässt sich gezielt nach dem Ethical-Style-Label filtern. Auf den Messen kennzeichnet das Label die teilnehmenden Stände. Zwei Sonderareale in Halle 3 und im Foyer der Halle 10.1 bündeln ausgewählte Produkte aller drei Messen.