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Autor: Hahn, Sebastian

Heimtextil

Partnerschaft mit Hospitality Interiors Europe (HINT)

Die Heimtextil erweitert ihr Profil als internationale Leitmesse für Wohn-, Objekttextilien und textiles Design und geht ab 2027 eine strategische Partnerschaft mit Hospitality Interiors Europe (HINT) ein. Das neue Format wird parallel zur Heimtextil stattfinden und richtet sich gezielt an Entscheiderinnen und Entscheider aus Hotellerie, Hospitality-Design und Objektgeschäft. Ziel ist es, textile Expertise mit hochwertigem Interior- und Hospitality-Design zu verbinden und neue Synergien für Aussteller und Besucher zu schaffen.

Bereits zur Heimtextil 2026, die vom 13. bis 16. Januar 2026 in Frankfurt am Main stattfindet, wird Hospitality Interiors Europe mit einem eigenen Lounge-Areal vertreten sein. Dort erhalten Branchenvertreter erste Einblicke in das künftige Konzept und können Kontakte knüpfen.

Mit dem offiziellen Launch 2027 erhält das internationale Hospitality- und Contract-Segment eine zusätzliche Plattform. Hospitality Interiors Europe bespielt eine eigene Halle und präsentiert Einrichtungskonzepte für luxuriöse Hospitality-Umgebungen. Angesprochen werden Entscheiderinnen und Entscheider aus Innenarchitektur, Architektur, Projektentwicklung und Interior Design sowie aus Bereichen wie Hotellerie, Resort, Wellness und Spa, Extended Stay und Pflegeeinrichtungen. Ergänzt wird die Ausstellung durch ein exklusives Kongressprogramm mit internationalen Expertinnen und Experten, das Trends und aktuelle Projektentwicklungen im Hospitality-Design beleuchtet.

Die Heimtextil bringt ihre globale Reichweite, textile Materialkompetenz und Innovationskraft ein, während Hospitality Interiors Europe eine spezialisierte Perspektive auf Hospitality Interiors und hochwertige Produktwelten bietet. Veranstaltet wird das Format von Strive Exhibitions, gegründet von Toby Walters und Sam Murray, den Initiatoren der Cruise Ship Interiors Expo. Die Partnerschaft unterstreicht die wachsende Bedeutung von Hospitality und Objektgeschäft als zentrale Wachstumstreiber der globalen Textilbranche.

Beide Formate profitieren künftig von ihren komplementären Besucherstrukturen und Programminhalten. Besucher der Heimtextil erhalten Zugang zu hochwertigen Hospitality-Konzepten und neuen Zielgruppen, während Aussteller ihre Reichweite insbesondere im luxuriösen Hospitality-Segment ausbauen können. Ziel der Kooperation ist es, einen klar profilierten, internationalen Treffpunkt für textiles Contract- und Hospitality-Design zu etablieren.

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AUMA

Messewirtschaft sichert 280.000 Jobs und erwirtschaftet 30 Milliarden Euro

Die Messewirtschaft in Deutschland trägt Jahr für Jahr mit gut 30 Milliarden Euro wirtschaftlichen Effekten zum Wohlstand des Landes bei. Dies zeigen frische Zahlen des Wirtschaftsforschungsinstituts Prognos, das im Auftrag des Verbandes der deutschen Messewirtschaft AUMA die Bedeutung der Branche ermittelt hat. Die Studie, die in den kommenden Wochen in Gänze erscheint, zeigt zudem, dass in Deutschland wenigstens 280.000 Arbeitsplätze durch die Messewirtschaft gesichert und gut 5,4 Milliarden Euro Steuern bei Bund, Ländern und Gemeinden eingenommen werden.

Die Prognos-Studie basiert auf Befragungen von mehr als 33.700 Besucherinnen und Besuchern und über 17.700 ausstellenden Unternehmen. Durchgeführt wurde sie zwischen September 2024 und Oktober 2025 bei 30 Messen an zehn deutschen Messeplätzen. Die Messe Frankfurt hat ihre Zahlen, die Teil der gesamten Erhebung sind, als erste jüngst veröffentlicht. Demnach sichert sie allein deutschlandweit mehr als 30.000 Jobs und generiert 667 Millionen Euro an Steuereinnahmen.

Philip Harting, Vorsitzender des Verbandes der deutschen Messewirtschaft AUMA: „Die deutsche Messewirtschaft ist Schlüsselindustrie für die internationale Vernetzung und eine Exportförderung ersten Ranges. Zwei Drittel aller Leitmessen der Weltwirtschaft finden in Deutschland statt. Kaum zu überschätzen ist ihre Bedeutung für den deutschen Mittelstand, für den Messen die idealen Absprungplätze sind, um internationales Geschäft aufzubauen. Unschätzbar sind Messen als Wirtschaftsbooster ganzer Regionen, für Gastgewerbe, Einzelhandel und Handwerk. Die Wirtschaftsministerinnen und -minister in Bund und Ländern müssen den Messeplatz Deutschland stärken: Eine moderne und digitale Visa-Vergabe für unsere ausländischen Messegäste, eine Top-Verkehrsinfrastruktur und weniger Berichtspflichten, um das Kerngeschäft mit voller Kraft zu treiben sowie Messe-Förderprogramme, die einer führenden Exportnation gerecht werden, sind die Basis für die weltweite Spitzenposition.“

Geplant sind in diesem Jahr 320 Messen auf den gut 70 Messeplätzen Deutschlands. Besonders quirlig wird es 2026 in Stuttgart mit allein 25 Messen, gefolgt von Köln und Nürnberg mit jeweils 24 Messen.

Würth Industrie Service

Beruft Alexandros Mikros in die Geschäftsführung

Zum Jahresbeginn erweitert die Würth Industrie Service GmbH & Co. KG die Geschäftsführung: Alexandros Mikros, zuvor Geschäftsführer Vertrieb bei Würth Industry USA, übernimmt zum 01. Januar 2026 die Position des Geschäftsführers Vertrieb der Würth Industrie Service. Er ergänzt damit die bestehende Geschäftsführung um Martin Jauss, Executive Vice President Würth Group und CEO der Würth Industrie Service, Stefan Reuss, Geschäftsführer IT und Digital Solutions, Ralf Gehringer, Geschäftsführer Finanzen, Marcus Otto, Geschäftsführer Einkauf und Helmut Eisenkolb, Geschäftsführer Logistik. Mit dieser Entscheidung stärkt das Unternehmen gezielt seine Vertriebsorganisation und setzt ein klares Zeichen für nachhaltiges Wachstum, Kundenorientierung und Marktpräsenz.

Mikros ist seit vielen Jahren in unterschiedlichen Funktionen innerhalb der Würth-Gruppe tätig und verfügt über eine umfassende Expertise im nationalen sowie internationalen Vertrieb. Nach seinem Studium der Betriebswirtschaft an der Hochschule Nürnberg begann er 2007 seine Laufbahn bei der Würth Industrie Service in Bad Mergentheim als Key Account Manager. 2011 übernahm er die Leitung des Bereichs Baumaschinen und verantwortete von 2015 bis 2021 das Key Account Management Cargo. In diesen Funktionen prägte er die Entwicklung des Vertriebsbereichs maßgeblich und trug zur erfolgreichen Positionierung der Würth Industrie Service in verschiedenen Marktsegmenten bei. Im August 2021 wechselte Mikros in die USA, wo er zunächst als Geschäftsführer die Gesamtverantwortung für die Unternehmen Würth Construction Services und Marine Fasteners übernahm. 2025 war er als Geschäftsführer Vertrieb bei Würth Industry USA tätig und verantwortete die strategische Ausrichtung und Weiterentwicklung des US-amerikanischen Vertriebs.

Im Verlauf seiner Karriere sammelte Mikros umfangreiche Erfahrungen in einer Vielzahl von Kundenbranchen – sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene. Dabei trug er wesentlich zur erfolgreichen Entwicklung von Kundenbeziehungen, Mitarbeitenden sowie der Transformation von Organisationen bei. Für sein Engagement und seine Verdienste wurde Mikros mit der Würth Ehrennadel in Silber und Gold ausgezeichnet.

„Nach mehreren Jahren Auslandstätigkeit freue ich mich sehr, zur Würth Industrie Service nach Bad Mergentheim zurückzukehren. Gemeinsam mit unserem erfahrenen Vertriebsteam werden wir unsere Organisation konsequent auf die dynamischen Marktveränderungen und die steigenden Anforderungen unserer Kunden ausrichten. Mein Ziel ist es, unsere Kunden in ihrem Transformationsprozess verlässlich zu begleiten, das Vertrauen in uns weiter zu stärken und neue Chancen verantwortungsvoll zu nutzen.

Verlässlichkeit, Qualität und konsequente Kundenorientierung bilden die Grundlage unseres Handelns – mit dem Ziel, unsere Kunden noch erfolgreicher zu machen und die Zukunftsfähigkeit unseres Unternehmens nachhaltig zu sichern.“ so Mikros anlässlich seiner Ernennung zum Geschäftsführer Vertrieb.

Holzfachschule Bad Wildungen

Neuer Kurs hat begonnen

22 neue Meisterschülerinnen und Meisterschüler haben an der Holzfachschule Bad Wildungen mit dem Vorbereitungslehrgang auf die Meisterprüfung Teil III + IV begonnen. Der Lehrgang dauert bis zum 20. Februar. Danach besuchen alle 18 angehenden Tischlermeisterinnen und -meister die Vorbereitungskurse für die Teile I und II der Meisterprüfung an der Holzfachschule. An dem Kurs nehmen auch Meisterschüler aus anderen Gewerken teil, darunter drei angehende Bestattermeister und ein angehender Elektronikermeister.

Die Nachwuchsführungskräfte wurden von der Geschäftsführerin und Schulleiterin der Holzfachschule Bad Wildungen, Andrea Belegante, sowie von Lehrgangsleiter Norbert Koberstein begrüßt. Sie stammen zum großen Teil aus der Region. Über die Schwerpunkte Hessen und Nordrhein-Westfalen hinaus besuchen jedoch auch Teilnehmer aus dem ganzen Bundesgebiet den Lehrgang an der Holzfachschule. Dies unterstreicht die überregionale Bedeutung der größten privaten Weiterbildungseinrichtung der Holzbranche in Deutschland.

Die nächsten Vorbereitungslehrgänge auf die Teile I und II der Meisterprüfung im Tischlerhandwerk beginnen am 2. März und am 1. Juni. Die erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen erhalten ihre Urkunden im September des Abschlussjahres im Rahmen der großen Meisterfeier der Holzfachschule Bad Wildungen.

Hansgrohe Group

Trauer um langjährigen Firmenchef Klaus Grohe

Ein Visionär voller Tatendrang und von zupackendem Pragmatismus: Was die Hansgrohe Group zum Tod des ehemaligen Firmenchefs Klaus Grohe veröffentlicht, zeichnet das Bild eines erfolgreichen und sehr beliebten Unternehmers. Nun ist der jüngste und dritte Sohn des Firmengründers Hans Grohe am 3. Januar im Alter von 88 Jahren verstorben.

Weitblick im Unternehmertum

Klaus Grohe prägte den väterlichen Konzern mit Weitblick und individuellen Maximen. In den knapp fünf Jahrzehnten, die der studierte Betriebswirt das Unternehmen Hansgrohe begleitete, sprach sich Klaus Grohe beispielsweise schon früh für umweltbewusstes Handeln aus – heute eines der zentralen Leitmotive des Armaturen- und Brausenherstellers. Unter seiner Führung stellte Hansgrohe einen Umweltbeauftragten ein, entwickelte wassersparende Brausen und integrierte schon 1993 am Offenburger Standort einen Solarturm sowie ein dachintegriertes Solarkraftwerk in die Produktion.

Fünf Jahrzehnte voller Engagement

Auch ins internationale Marketing investierte der Unternehmer bereits Anfang der 1980er Jahre – weil er, wie Hansgrohe in einer Mitteilung betont, wusste, „dass hochwertige Produkte richtig vermarktet werden müssen“.

In seinem langjährigen Engagement für das familieneigene Unternehmen war Klaus Grohe zunächst ab 1968 als Prokurist und Vertriebsleiter tätig und wurde später zum geschäftsführenden Gesellschafter. Ab 1999 belegte er den Posten als Vorstandsvorsitzender; 2008 bis 2015 fungierte er als Vorsitzender des Aufsichtsrats.

Als „Chef zum Anfassen“ habe Klaus Grohe demnach auf sämtliche Privilegien verzichtet und das Unternehmen dennoch zu einem „Global Player der Sanitärbranche“ entwickelt. 2001 ernannte ihn seine Heimatstadt Schiltach zum Ehrenbürger. 2009 gründete er die Stiftung Klaus Grohe. 2012 wurde er für sein Lebenswerk als Unternehmer und Impulsgeber der Sanitärbranche ausgezeichnet – und 2022 erhielt er für sein Lebenswerk den Deutschen Gründerpreis von Stern, Sparkassen, ZDF und Porsche, einen der renommiertesten Wirtschaftspreise in Deutschland.

Spenden an die Stiftung

„Mit Klaus Grohe verlieren wir unseren Wegbereiter, der bis zuletzt als Ehrenvorsitzender unseres Aufsichtsrats die Entwicklung von Hansgrohe mit großem Interesse und Engagement verfolgte“, sagt Hans Jürgen Kalmbach, Vorsitzender des Vorstands der Hansgrohe SE. „Er hat das Fundament für den weltweiten Erfolg der Unternehmensgruppe gelegt und die DNA von Hansgrohe maßgebend geprägt. Wir sind ihm dafür sehr dankbar und werden ihn und seine Ratschläge vermissen. (…) Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, der Vorstand sowie der Aufsichtsrat von Hansgrohe und auch unser Anteilseigner Masco trauern um ihn und sind in Gedanken bei seinen Angehörigen.“

Als Zeichen der Anteilnahme können Spenden an die Stiftung Klaus Grohe (IBAN: DE55 6645 2776 0000 0745 34, Stichwort: Wasser) geleistet werden.

VDMA Umfrage

Mittelständischer Maschinenbau setzt auch in schwierigem Fahrwasser auf Ingenieurinnen und Ingenieure

Laut der neuen VDMA-Ingenieurerhebung, an der gut 400 Maschinenbaubetriebe teilgenommen haben, wollen 77 Prozent der befragten Unternehmen (bis 500 Beschäftigte) die Anzahl ihrer Ingenieurinnen und Ingenieure stabil halten. Weitere 17 Prozent gehen sogar von einer Erhöhung aus. Weniger positiv sind die Erwartungen bei den größeren Unternehmen. Jedes vierte Unternehmen rechnet hier mit einer rückläufigen Zahl und nur 56 Prozent gehen von einer stabilen Entwicklung aus.

Gleichzeitig bestehen weiterhin Engpässe auf dem Arbeitsmarkt: 54 Prozent der Unternehmen berichten von leichten, 17 Prozent von starken Engpässen, die richtigen Ingenieurkräfte zu finden. „Der Druck auf unseren Innovationsstandort wächst und das gleich an mehreren Fronten“, kommentiert Hartmut Rauen, stellvertretender VDMA-Hauptgeschäftsführer, die Ergebnisse. „Eine wesentliche Basis unserer Innovationskraft droht zu erodieren.“ Denn der Trend bei den Ingenieuren spiegelt sich auch in der Forschung wider: Vor allem große Unternehmen rechnen mittlerweile mit einer stärkeren Ausweitung ihrer FuE-Aufwendungen im Ausland als im Inland.

Nur bessere Standortbedingungen sichern Innovationskraft
„Im Maschinenbau arbeitet über die Hälfte der Ingenieurinnen und Ingenieure in Forschung, Entwicklung und Konstruktion und damit im innovativen Herzstück der Unternehmen“, sagt Rauen. „Unsere Ingenieurinnen und Ingenieure innovieren aber nicht im luftleeren Raum. Wer Ingenieurbeschäftigung und damit die Innovationskraft in Deutschland wieder nachhaltig voranbringen will, muss den Standort auf Kurs bringen, und zwar schnell!“ So geben fast alle Unternehmen, die einen Personalabbau bei Ingenieurinnen und Ingenieuren planen, als Grund einen Auftragsrückgang beziehungsweise eine schwierige wirtschaftliche Lage an. Bei zwei von drei Unternehmen, die Personal reduzieren wollen, spielen auch gestiegene Personalkosten eine Rolle.

Zumindest in der Innovationspolitik sieht Rauen die Bundesrepublik mit der jüngst beschlossenen Hightech Agenda auf einem zielführenden neuen Kurs. „Aber jetzt kommt es auf Geschwindigkeit beim Umsetzen und auf Durchschlagkraft am Standort an, wofür wir mit unseren Produktionstechnologien stehen“, betont der stellvertretende VDMA-Hauptgeschäftsführer.

Weiter gute Zukunftsperspektiven für den Techniknachwuchs
Etwa 20 Prozent der Ingenieurinnen und Ingenieure im Maschinen- und Anlagenbau werden voraussichtlich in den kommenden zehn Jahren in den Ruhestand gehen. Zusätzlich stellt die sinkende Zahl an Absolventinnen und Absolventen – insbesondere in Maschinenbau/Verfahrenstechnik – eine Herausforderung für die Nachbesetzung dar. „Trotz aktuell beispielloser Unsicherheiten und der anhaltenden konjunkturellen Schwäche ist der künftige Bedarf an Ingenieurinnen und Ingenieuren weiterhin gegeben“, sagt Rauen. „Als größter industrieller Arbeitgeber und wichtigster Ingenieurarbeitgeber bleibt der Maschinen- und Anlagenbau die Zukunftsbranche für den Techniknachwuchs mit Berufen, die begeistern und sinnstiftend sind. Denn wir sind es, die Zukunftslösungen erarbeiten, von erneuerbaren Energien über die humanoide Robotik bis hin zur nachhaltigen Ernährung der Weltbevölkerung.“

Engpässe halten an, KI-Kompetenzen werden wichtiger
Die überwiegende Mehrheit der Unternehmen beobachtet auf dem Arbeitsmarkt weiterhin Engpässe bei Ingenieurinnen und Ingenieuren. Dies betrifft in erster Linie die Unternehmensbereiche Forschung und Entwicklung sowie IT/Informatik. Insbesondere bei kleineren Unternehmen steht dagegen der Bereich Konstruktion an erster Stelle. Lediglich 29 Prozent beobachten keine Engpässe. Für Unternehmen wird es immer wichtiger, dass Ingenieurinnen und Ingenieure über KI-Kompetenzen verfügen. 55 Prozent halten anwendungsbezogene KI-Kompetenzen für eher wichtig, 31 Prozent sogar für sehr wichtig. Bei großen Unternehmen ist dieser Anteil noch deutlich höher. Ähnlich ist es bei Daten- und Modellkompetenzen sowie Entwicklungs- und Integrationskompetenzen.

Großer Handlungsbedarf bei KI an Hochschulen
Für mehr als 80 Prozent der Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau zählt Künstliche Intelligenz (KI) zu den wichtigsten Schlüsseltechnologien. Zugleich stellt KI neue Anforderungen an die Ausbildung von Ingenieurinnen und Ingenieuren an den Hochschulen. Fast jedes zweite befragte Unternehmen (49 Prozent) ist jedoch der Ansicht, dass Ingenieurinnen und Ingenieure während des Studiums eher schlecht oder sehr schlecht auf den Umgang mit KI vorbereitet werden. Nur 23 Prozent glauben dagegen, dass die Vorbereitung eher gut oder sehr gut ist.

„Das Ingenieurstudium muss mit der technologischer Entwicklung Schritt halten, sonst werden wir perspektivisch bei einer erfolgskritischen Schlüsseltechnologie abgehängt“, mahnt Rauen. „Wir brauchen schnell neue Qualifikations- und Kompetenzprofile für eine zukunftssichere Ingenieurausbildung.“ Insgesamt gehen 75 Prozent der Befragten davon aus, dass der Bedarf an Ingenieurinnen und Ingenieuren durch KI stabil bleibt oder sogar steigt. „Der Einsatz von Künstlicher Intelligenz bietet mannigfache Chancen, auch für angehende Ingenieurinnen und Ingenieuren, die wir gemeinsam realisieren werden“, resümiert Rauen.

Poggenpohl

Vertriebsleiter geht – CEO übernimmt interimsweise

Noch im alten Jahr gab Poggenpohl eine buchstäbliche Last Minute-Personalie bekannt: Vertriebsleiter Damian Ostrowski verlässt demnach das Unternehmen auf eigenen Wunsch, wie das Unternehmen in einer Mitteilung vom 31.12. um 18 Uhr bekanntgab. CEO Lars Eriksen übernimmt den Posten als Vertriebschef für Deutschland, Österreich, Mittel- und Osteuropa sowie Zentralasien kommissarisch, bis eine dauerhafte Nachfolgelösung gefunden ist.

Luxusküchenproduzent Poggenpohl ist auf Sparkurs. Das gilt nicht nur fürs Sortiment, sondern auch für die eigene Belegschaft. Sozialverträglich wurden in Herford bislang bereits ältere Mitarbeitende in den Ruhestand versetzt oder zeitlich befristete Arbeitsverträge auslaufen gelassen. Mit Vertriebsleiter Damian Ostrowski nimmt nun, wie einer Meldung des Herstellers zu entnehmen ist, ein Mitarbeiter freiwillig seinen Hut.

Immerhin fünf Jahre arbeitete Ostrowski für Poggenpohl und war in diesem Zeitraum zunächst im Business Development tätig, bevor er vertrieblich die Verantwortung für Osteuropa und Zentralasien übernahm und schließlich zum „Head of Channel Sales“ auch in Deutschland und Österreich aufstieg. Sein Abgang erfolgt überraschend; jedoch auf eigenen Wunsch, wie Poggenpohl betont.

Eine Nachfolgelösung will das Unternehmen zeitnah bekanntgeben.

Onlinehandel

Billigplattformen profieren von geringer Kaufkraft

Das Einkaufen zu Weihnachten war 2025 geprägt durch das „Günstig oder gut“-Dilemma, wie die repräsentative Weihnachtsumfrage des bevh am 23. Dezember gezeigt hat. Eine zentrale Rolle im Sparverhalten der Deutschen spielen dabei Billigplattformen wie Temu, Shein & Co. auf die zum Jahresende bereits jede 20. Online-Bestellung aus Deutschland (4,9 %) entfiel. In einer weiteren repräsentativen Erhebung ist der bevh daher gesondert auf die Gründe für den Kauf bei den asiatischen Anbietern eingegangen. Danach gefragt, was diese Plattformen so attraktiv macht, wollten vier von fünf Befragten (76,8 %) die Gründe allerdings nicht nennen – oder nicht zugeben. Offen zeigt sich erneut nur die jüngere Generation: Insgesamt 60,7 Prozent der Unter-30-Jährigen geben an, bei diesen Anbietern wegen niedriger Preise, Rabatten oder besonderer Angebote einzukaufen.

„Immer mehr Menschen sehen aktuell keine andere Wahl“

Der bevh wollte es genauer wissen: Dass die Billigwaren auf den großen asiatischen Plattformen eine geringere Qualität haben und häufiger Sicherheitsmängel bzw. Schadstoffe aufweisen, ist dank umfangreicher Berichterstattung allgemein bekannt. Deshalb wurden Kunden von Temu und Shein gesondert gefragt, warum sie trotz der negativen Berichte weiter auf diesen Plattformen einkaufen. Die Ergebnisse zeigen, dass die sinkende Ausgabenbereitschaft im Land eine ernste Seite hat: Jede/r vierte (24,4 %) Kundin oder Kunde gab an, aktuell nicht über genügend finanzielle Mittel zu verfügen, um auf die Billigplattformen verzichten zu können. „Der Spaß an der Schnäppchenjagd tritt in den Hintergrund. Immer mehr Menschen sehen aktuell keine andere Wahl, als den Gürtel enger zu schnallen und im Zweifel über Qualität und Image der Plattformen sowie der angebotenen Waren hinwegzusehen“, stellt Daniela Bleimaier fest.

Auffällig ist, wie viele Verbraucherinnen und Verbraucher dafür bereit sind, Risiken in Kauf zu nehmen. So gaben 40,2 Prozent der Kund:innen asiatischer Plattformen an, den kritischen Medienberichten nicht zu glauben. Mehr als die Hälfte (53,5 %) vertraut darauf, selbst beurteilen zu können, ob ein Produkt sicher ist. Rund ein Drittel (33 %) nutzt bewusst das Rückgaberecht, um besonders günstige Produkte zu testen und bei Mängeln wieder zurückzusenden.

Verbraucher sind für Appelle nicht zugänglich

„Wir müssen feststellen, dass viele Verbraucher für die Appelle von Handel, Politik und Verbraucherschutz nicht zugänglich sind. Wenn wir wirklich wollen, dass sicher und nachhaltig eingekauft wird, muss sich die wirtschaftliche Lage verbessern“, erklärt Alien Mulyk, Geschäftsführerin Public Affairs Europa & International beim bevh. „Es muss für die Menschen in unserem Land wieder eine wirkliche Option werden, sicher, nachhaltig und gut einzukaufen, statt nur gefährlichen Billigprodukten hinterherzulaufen. Einstweilen bleibt es die Aufgabe von Behörden und Zoll, bestehendes Recht umfassend durchzusetzen und dadurch die Gefahren durch unsichere Produkte abzuwenden.“

möbelfertigung

Rückblick: Effiziente Möbelfertigung in der Praxis (EMF) 2025

Bereits zum achten Mal fand am 3. und 4. Dezember unsere Veranstaltung Effiziente Möbelfertigung in der Praxis (oder kurz: EMF) statt. Zum zweiten Mal in Köln. Das Motto lautete wie bei den Vorveranstaltungen: Aus der Praxis für die Praxis. Also sehr konkret auf die Belange der Möbelindustrie zugeschnitten. Sehr gut besucht, exzellente Themen und sehr gute Networking-Möglichkeiten. Das ist die EMF.

Podiumsdiskussion: Tino Eggert, Verena Fink, Sönke Neitzel, Gregor Baumbusch, Andreas Hettich

Wir bedanken uns bei allen Teilnehmer:innen, Referent:innen und insbesondere bei den Sponsoren, die diese Veranstaltung möglich machen. Und wir hoffen, dass wir uns auch im Jahr 2026 wieder in Köln sehen werden!

Abendveranstaltung und Networking sind immer wichtig bei der EMF.