Zum Hauptinhalt springen

Autor: Möbelfertigung

Neue Höchststände im Geschäftsjahr 2022 bei Umsatz und EBIT

Die Jungheinrich AG hat im Geschäftsjahr 2022 unter erschwerten gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen Umsatz und EBIT gesteigert. Trotz diverser belastender Einflüsse konnte der Konzern im vergangenen Jahr nachhaltig profitabel wachsen.

Das Geschäftsjahr 2022 stand für die Jungheinrich AG ganz unter dem Eindruck des russischen Überfalls auf die Ukraine, in dessen Folge sich das Wachstum der Weltwirtschaft spürbar verlangsamte. In diesem weltpolitisch und makroökonomisch sehr herausfordernden Umfeld stieg der Umsatz des Konzerns um 12 Prozent auf 4.763 Mio. Euro. Haupttreiber für die starke Entwicklung des Konzernumsatzes war insbesondere das Neugeschäft. Ursächlich hierfür waren höhere Umsätze bei Neufahrzeugen sowie sehr gute Zuwächse im Geschäft mit Automatiksystemen. Das EBIT wuchs um 7 Prozent auf 386 Mio. Euro. Die EBIT-Rendite erreichte 8,1 Prozent. EBIT und EBIT-Rendite lagen damit noch über der für das Jahr prognostizierten Bandbreite. „Jungheinrich hat sich im Geschäftsjahr 2022 sehr gut behauptet“, sagt Dr. Lars Brzoska, Vorstandsvorsitzender der Jungheinrich AG. „Trotz der angespannten Marktsituation konnten wir neue Höchstwerte bei Umsatz und EBIT erreichen und haben uns damit erneut als äußerst krisenfest bewiesen“, so Brzoska.

Die bereits seit Beginn der Corona-Pandemie bestehenden Störungen in den weltweiten Lieferketten haben sich 2022 infolge des Russland-Ukraine-Krieges noch einmal verschärft. Der Jungheinrich AG ist es dank eines erfolgreichen Lieferantenmanagements dennoch gelungen, im Verlauf des Jahres stets produktions- und lieferfähig zu sein. Gleichzeitig konnte sich das Unternehmen trotz massiver Kostensteigerungen erfolgreich am Markt behaupten. Der wertmäßige Auftragseingang der Jungheinrich AG im Geschäftsjahr 2022 belief sich auf 4.791 Mio. Euro und lag damit fast auf dem Niveau des Vorjahres. Der Auftragsbestand im Neugeschäft betrug zum 31. Dezember 2022 1.595 Mio. Euro. Der Auftragseingang und der Auftragsbestand sind dabei um die Bestellungen aus Russland bereinigt, da die Jungheinrich AG ab März 2022 alle Lieferungen von Neu- und Gebrauchtfahrzeugen sowie Ersatzteilen nach Russland und Belarus gestoppt hat.

Vor dem Hintergrund des äußerst robusten Ergebnisses schlägt der Vorstand der Jungheinrich AG der Hauptversammlung am 11. Mai 2023 vor, eine Dividende in Höhe von 0,66 Euro je Stammaktie und 0,68 Euro je Vorzugsaktie auszuschütten. Aus dem Dividendenvorschlag ergibt sich eine Gesamtausschüttung in Höhe des Vorjahres von 68 Mio. Euro. Mit einer Ausschüttungsquote von 25 Prozent hält die Jungheinrich AG damit an ihrer Politik kontinuierlicher Dividendenzahlungen fest.

Für das Geschäftsjahr 2023 prognostiziert die Jungheinrich AG einen Auftragseingang zwischen 4,8 Mrd. Euro und 5,2 Mrd. Euro. Für den Konzernumsatz 2023 hat das Unternehmen eine Zielbandbreite von 4,9 Mrd. Euro bis 5,3 Mrd. Euro festgelegt. Das EBIT soll bei einem Wert zwischen 350 Mio. Euro und 400 Mio. Euro liegen. Der Konzern rechnet mit einer EBIT-Rendite von 7,3 Prozent bis 8,1 Prozent. Bereits in der Prognose berücksichtigt ist die am 15. März 2023 abgeschlossene Akquisition der US-amerikanischen Storage-Solutions-Gruppe, mit der die Jungheinrich AG künftig über eine starke Plattform für Wachstum innerhalb der Bereiche Regalsysteme und Lagerautomatisierung in den USA verfügt. Die Prognose basiert ferner auf der Annahme, dass im Jahresverlauf keine makroökonomischen Verwerfungen infolge von weltpolitischen Krisen oder Problemen an den Finanzmärkten eintreten. Vor diesem Hintergrund wird davon ausgegangen, dass die Lieferketten zur Aufrechterhaltung der Produktion 2023 weitgehend intakt bleiben und es nicht zu weitreichenden Produktionsstillständen kommt.

100 % Transparenz zu Werkstoffen, Herstellung und Rückführung

Rubner Türen, nach eigenen Angaben führender Hersteller von Echtholztüren im Alpenraum, gilt seit jeher als Trendsetter der Branche. Wie bei allen Unternehmen der familiengeführten Rubner Gruppe sind auch bei Rubner Türen sämtliche Produkte konsequent auf Nachhaltigkeit ausgelegt – entsprechend optimierte Produktionsweisen und die Verwendung von natürlichen Rohstoffen garantieren einen geringstmöglichen ökologischen Fußabdruck und eine lange Nutzungsdauer. Rubner Türen hat aktuell für seine Haustüren und Innentüren aus Holz entsprechende Umwelt-Produktdeklarationen mit dazugehörigen Ökobilanzen erstellen lassen. Dieser Schritt versteht sich als wesentlicher Baustein der Unternehmensphilosophie.

Eine Umweltproduktdeklaration kurz EPD (Environmental Product Declaration) ist ein neutrales Instrument zur Kommunikation der Umwelteigenschaften eines Produkts. EPDs beschreiben sowohl funktionale und technische Eigenschaften als auch die Umweltwirkungen auf Ökobilanz-Basis von Baustoffen, Bauprodukten und Baukomponenten. Dabei werden die Informationen auf den gesamten Lebenszyklus des Bauprodukts bezogen, wodurch sich eine wichtige Grundlage für die Nachhaltigkeitsbewertung von damit errichteten Bauwerken ergibt. Mit diesem ganzheitlichen Blick auf die gesamte Wertschöpfungskette in der Holzproduktion können Planer und Bauherren die Ökobilanz auf Gebäudeebene optimieren – das ist mittlerweile immer öfter Voraussetzung für die Zulassung von Projektausschreibungen und im Bereich öffentlicher Bauvergaben Standard.

Für die Berechnung wurde eine durchschnittliche Nutzungsdauer von 40 Jahren bei Haustüren und 50 Jahren bei Innentüren vorgenommen. Die Rubner Außentür Typ „Rubner Sicherheits- und Klimahaustür“ für Anwendung im Wohn- und Nichtwohnbereich besteht aus einer Türmittellage aus Holzwerkstoff und einer Korkdämmung. Die Innentür für den Wohnungs- und Nichtwohnungsbereich besteht aus Anleimern aus Massivholz und einer Mittellage aus Holzwerkstoffen. Die Produkte entsprechen bereits den Anforderungen gemäß der DIN EN 15804 und der internationalen Normen DIN EN ISO 14040, DIN EN ISO 14044, ISO 21930 und EIN ISO 14025. Die Ökobilanzen für Türen beruhen auf den PCR-Dokumenten „PCR Teil A“ PCR-A-0.3:2018, „Türen und Tore“ PCR TT-2.3:2018 sowie EN 17213.

Ziel dieser Analysen und Auswertungen ist es, die Umweltwirkungen für den betrachteten Lebenszyklus der Haustüren und Innentüren aus Holz darzustellen. Die Evaluierung umfasst dabei verschiedene Lebenszyklusstadien: die Herstellungs-, Errichtungs-, Nutzungs- und Entsorgungsphase. Dabei werden auch sämtliche Transporte, Inspektionen, Wartungen, Reparaturen, Modernisierungen, die fachgerechte Beseitigung und schlussendlich die Rückgewinnungs- und/oder Recyclingspotenziale berücksichtigt. Die Berechnung der Ökobilanz teilt sich in produktionsspezifische Inputs (Energieträger, Wasser, Hilfsstoffe, Rohstoffe und Verpackung) sowie Outputs (Abwasser und Abfälle) auf.

Das ift Rosenheim, Institut zur Prüfung und Zertifizierung von Bauprodukten, Sicherheitstechnik und Schutzausrüstung, bestätigt, dass die Haus- und Innentüren den Anforderungen des zugrundeliegenden ift-Zertifizierungsprogramms in der aktuellen Fassung entsprechen. Matthias Willeit, Marketingverantwortlicher bei Rubner Türen, fasst zusammen: „Die aktuelle EPD-Zertifizierung war für uns ein logischer und konsequenter Schritt. Wir sind stolz auf die Qualität unserer Rohstoffe, Arbeit und Produkte und kommunizieren offen und transparent alle Details rund um unsere bewährten Haus- und Innentüren. Damit halten wir Schwarz auf Weiß den Schutz vor Einbruch, Schutz vor Schall und nachhaltigen Schutz unserer Umwelt fest – zum Vorteil der Planer, Architekten und Anwender.“

Erste Platte bei Metro Ply Group in Surat Thani

Am 04. März produzierte die Metro Ply Group die Erste Platte auf ihrer neuen Siempelkamp-Spanplattenanlage am Standort Surat Thani. Damit betreibt das Unternehmen nun fünf Siempelkamp-Anlagen. „Sehr zufrieden, tolle Performance“, lautet das Kundenfazit für das aktuelle Projekt wie auch für die gesamte Kooperation.

„Man kennt sich, man vertraut sich“ – so lässt sich die kontinuierlich gute Zusammenarbeit zwischen der Metro Ply Group und Siempelkamp auf den Punkt bringen. Metro, einer der größten Holzwerkstoffproduzenten in Südostasien und größter Spanplatten-Produzent der Region, betreibt insgesamt vier Spanplattenanlagen (drei davon made by Siempelkamp) und fünf MDF-Anlagen (zwei lieferte Siempelkamp). Sie befinden sich an den Standorten Sai Noi/Nonthaburi, Kanchanaburi und nun Surat Thani, der achtgrößten Stadt Thailands.

Der Lieferumfang für das aktuelle Projekt beinhaltet die Form- und Pressenstraße inklusive „Contiroll“ im Format 8‘ x 40,4m, eine Kühl- und Abstapelanlage und ein Plattenlager. Die Siempelkamp-Tochter Büttner lieferte den Trockner und die Energieanlage. Pallmann, der Zerkleinerungsspezialist innerhalb der Siempelkamp-Gruppe, steuerte die Zerkleinerungsmaschinen bei. Die Gesamtanlagenplanung übernahm die belgische Siempelkamp-Tochter Sicoplan. Getreu dem Motto „Wir sind Siempelkamp“ arbeiteten alle Seite an Seite nicht nur für den Kunden, sondern mit dem Kunden im Einklang: „Während der Montage und Inbetriebnahme wuchsen wir mit dem Metro-Team zu einem Team zusammen. Für uns alle stand im Fokus, das gleiche Ziel zu erreichen, und das ist uns geglückt“, so Torsten Kengels, Projektleiter bei Siempelkamp.

Errichtet wurde die Spanplattenanlage ab Mai 2022 als Greenfield-Projekt inklusive einer komplett neuen Infrastruktur. Die Region um Surat Thani stellt den höchsten Anteil an Rubberwood-Plantagen in Thailand, sodass das Rohmaterial für die neue Anlage aus diesen Vorkommen gespeist wird. Wie bereits in den drei vorherigen Projekten verlief die Kooperation und Kommunikation zwischen den Partnern professionell und harmonisch.

„Sämtliche Anlagen, die wir Metro im Verlauf der letzten 20 Jahre geliefert haben, leisten eine Top-Performance zur vollen Zufriedenheit unseres Kunden. Auch unser viertes Projekt läuft auf Erfolgskurs und wird in den nächsten Wochen zur Abnahme kommen. Wir gratulieren dem Metro-Team und wünschen herzlich, dass auch die neue Anlage Metros erstklassige Reputation als einer der ‚Top-Leader‘ der thailändischen Holzwerkstoffindustrie weiter festigen wird“, so Marc Müller, Head of Commercial Sales bei Siempelkamp.

VDDK

Baurückgang dämpft die Aussichten

Die deutschen Küchenmöbelhersteller zeigen sich für das laufende Jahr verhalten optimistisch, wie am 29. März auf der Vorstandssitzung des Verbands der Deutschen Küchenmöbelindustrie e.V. (VdDK) am Stammsitz der Pronorm Einbauküchen GmbH in Vlotho deutlich wurde.

Nach dem Umsatzplus von knapp 10 Prozent auf rund 6,2 Milliarden Euro im vergangenen Jahr gelang der Branche auch im Januar 2023 ein Zuwachs (plus 3,3 Prozent). Dieser resultierte nahezu komplett aus dem Auslandsgeschäft, während sich der Heimatmarkt eher verhalten entwickelte. Das wirtschaftliche Umfeld stelle sich derzeit insbesondere im Inland herausfordernd dar, sagte VdDK-Vorstandsvorsitzender Stefan Waldenmaier.

In seinem Gastvortrag machte Klaus Wohlrabe, Leiter Umfragen beim Ifo-Institut, auf mögliche Folgen des stockenden Wohnungsbaus für die Küchenmöbelindustrie aufmerksam. Das Wohnungsbaugewerbe habe mit höheren Baukosten und einer Stornierungswelle infolge der gestiegenen Immobilienkreditzinsen zu kämpfen. Im Januar lag die Zahl der Baugenehmigungen für Wohnungen um 26 Prozent unter dem Vorjahresmonat. Die Politik werde ihr Ziel von jährlich 400.000 Fertigstellungen in diesem Jahr verfehlen, stellte Wohlrabe fest. Mit Blick auf das Budget der Verbraucher sehe sich die Küche zudem einer neuen Konkurrenz durch die Themen Heizungsaustausch bzw. energetische Sanierung gegenüber.

Zum Thema Kreislaufwirtschaft berichtete Heiner Strack, Leiter Technik/Umwelt/Normung der Möbelverbände, von einer hohen Wahrscheinlichkeit, dass Möbel zu den ersten Produkten gehören werden, die in der Ökodesign-Richtlinie ESPR erfasst werden. In diesem Fall würden die erhöhten Anforderungen zur Kreislaufwirtschaft ab den Jahren 2026/2027 auf die Unternehmen zukommen. Geplant ist unter anderem die Einführung eines digitalen Produktpasses. Als weiteres Nachhaltigkeitsthema präsentierte Verbandsgeschäftsführer Jan Kurth Ideen für ein Pilotprojekt zur Rückgewinnung von Altmöbeln. Ziel ist die Rückführung des Altholzmaterials in die Holzwerkstoffproduktion.

Vor dem Hintergrund der hohen Exportquote (45 Prozent) der Küchenmöbelindustrie berichtete Außenhandelsexperte Alexander Oswald über das Wiederanlaufen der internationalen Messeaktivitäten. Nach dem erfolgreichen Auftritt deutscher Hersteller auf der amerikanischen Küchenfachmesse KBIS befinden sich derzeit deutsche Gemeinschaftsstände für Messen in Guangzhou (China) und Dubai (Vereinigte Arabische Emirate) in Vorbereitung.

Trauert um den langjährigen Geschäftsführer Wilhelm Riesmeier

Eine traurige Nachricht kommt von der Ima Schelling Group: Das Unternehmen trauert um Wilhelm Riesmeier, den langjährigen Geschäftsführer und Standortgründer der ehemaligen Ima Klessmann GmbH & Co KG in Lübbecke. Letztere war die Vorläuferin der heutigen Ima Schelling Deutschland GmbH.

Seit dem Arbeitsbeginn im Jahr 1958 war das Leben von Riesmeier ausgefüllt mit Arbeit und großer Energie zum Wohle der „Ima“ und seiner Mitarbeitenden.

Bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand Anfang der 2000er war Wilhelm Riesmeier im Bereich der Kunden ein immer gern gesehener Geschäftspartner. Er hat maßgeblich zur Entwicklung des Unternehmens beigetragen, besonders auch in technologischer Hinsicht.

Als ein Pionier im Bereich der Spanplatten einsetzenden Möbelindustrie sind die von ihm initiierten Entwicklungen wegweisend gewesen. Immer waren Verbesserungen der überkommenen Arbeitsweise seine Triebfeder. Das Ziel, mit technologischen vorauseilenden Maschinen aus der schnöden Spanplatte ein technisch anspruchsvolles, optisch zukunftsweisendes und wirtschaftlich hervorragendes Produkt zu fertigen, haben er und seine kreativen Mitarbeitenden beharrlich angestrebt. Ein Blick, nicht nur in die besonders in seinem Heimatgefilde Ostwestfalen angesiedelten Möbelunternehmen zeigt: Sie haben es erreicht. Weltweit sind Maschinen mit dem Ima-Zeichen im Einsatz.

Alle Arten von zuverlässigen Klebetechniken für die dekorativen Schmalflächenbeschichtungen – früher sprach man vom „Kanten verleimen“ – sind auf Wilhelm Riesmeiers Entwicklungen zurückzuführen. Mit der „Combima“ genannten Kantenbearbeitungsmaschine schuf das Unternehmen ein unverwechselbares Symbol für perfekte und wirtschaftliche Hochleistungsbearbeitung im Durchlauf.

Das in den 1970er Jahren unter seiner Leitung entwickelte „Postforming“-Verfahren“ ist bis heute das Standardverfahren für die Vorderkantenausführung von Arbeitsplatten. Mit dem nahtlosen Übergang der Arbeitsfläche in die Vorderkante hat das Wasser nun keine Chance mehr, in die bisherige Klebefuge einzudringen.

Neuartig war auch seine Idee vom „Softforming“, bis heute vielfach in der Anwendung. Es brachte die Spitzenstellung im dekorativen Frontendesign und den Möbelentwicklern völlig neuartige Gestaltungsmöglichkeiten. Die Schranktüren bekamen damit einen neuartigen 3D-Touch: Profilierte Schmalflächen übernahmen das Dekor der Türfläche, sie konnten aber auch mit Kontrastfarben dominieren. Spanplatten konkurrierten jetzt mit Massivholz. Das umlaufende Profil machte die Illusion perfekt. Die dazu notwendigen Erfindungen und Weiterentwicklungen wurden durch Riesmeiers ingeniösen Geist beflügelt.

Das Schwesterunternehmen Norte aus Gütersloh, in dem der Firmengründer Erich Klessmann Metallbearbeitungsmaschinen herstellte, war es, das ihn in die Technik der numerisch gesteuerten Maschinen einführte. Stationsweises Bohren und Beschlageinsetzen im Durchlauf auf bis zu über 20 Meter langen NC-Maschinen fanden ihren Einsatz in der Küchenmöbelindustrie. Sie eröffneten die Tür dem heute üblichen Verfahren der Klein- und Kleinstserienfertigung bis hin zur Einzelteilfertigung.

Die logische Weiterentwicklung fand in den CNC-Bearbeitungszentren namens „Bima“ ihren Höhepunkt. Stationärbearbeitung, wie wir sie heute im Ima-Schelling-Portfolio in perfekter Form vorfinden.

Aber bis dahin war es ein weiter und steiniger Weg. Die Vorreiter der CNC-Metallindustrie kannten weder die Geschwindigkeitsvorstellungen noch die Drehzahlen für die Holz- und Plattenbearbeitung. Alles musste um den Faktor 10 (mindestens) schneller, kürzer und größer sein. Wilhelm Riesmeiers Elan trieb die Zulieferindustrie für Steuerungen, Motore, Werkzeuge und vieles mehr zu neuen Höchstleistungen. Schnell reichten auch die drei Achsen X, Y und Z nicht mehr aus.

Die seinerzeit entstandenen Entwicklungen kamen seinem Ideenreichtum perfekt entgegen. Alte Grenzen fielen, neuartige Verfahren und Methoden bereiteten den Weg für die Technologie des einundzwanzigsten Jahrhunderts. Beispielsweise wurde Ima mit dem Patent zur Umkantung von Freiformplatten der zunächst konkurrenzlose Ansprechpartner für die Tisch- und Büromöbelindustrie. Innenarchitekten konnten jetzt in „Bürolandschaften“ mit ergonomisch geformten Tischplatten schwelgen.

Wilhelm Riesmeier schuf als Hauptakteur die „Ima“ zu einem Synonym für fortschrittliche Fertigungstechnik in der gesamten Möbelindustrie und dem Holzhandwerk.

Auch nach seinem Ausscheiden war Riesmeier mit seinem Rat und seinen praktischen Erfahrungen eng mit seiner „Ima“ verbunden. Daher wird Ima Schelling stets ein ehrendes Gedenken aufrechterhalten. Sein Leben und Wirken soll immer Vorbild und Verpflichtung bleiben.

Große Showroom-Eröffnung

Fachhändler und Fachhandwerker waren Mitte März zur offiziellen Eröffnung des neuen Showrooms an den Hain-Unternehmenssitz in Rott am Inn eingeladen. Auf mehr als 500 Quadratmetern präsentiert die Parkettmanufaktur dort ab sofort ihren Kunden die hochwertigen Parkettböden aus eigener Produktion. Neben der reinen Musterpräsentation stehen auch Informationen rund um die Böden im Fokus, wie zum Beispiel zu den eingesetzten Hölzern. „Mit dem neuen Showroom können wir unsere Manufakturböden jetzt in einem modernen und attraktiven Umfeld präsentieren“ so Hain-Werkleiter Alexander Karnstädt. „Wir freuen uns auf viele Kundenbesuche aus der Region, aus ganz Deutschland und darüber hinaus!“

Das gesamte Ausstellungs- und Seminargebäude wurde neu gestaltet und modernisiert, so auch der Eingangsbereich, der mit neuer Lichtinstallation und Empfangstheke jetzt freundlich und einladend wirkt. Von hier aus führt eine offene Treppe zur Produktausstellung im Obergeschoss. Im Erdgeschoss stehen zusätzlich ein voll ausgestatteter Technikraum für Verlegeseminare und der Schulungsraum für Produktseminare zur Verfügung.

Im neuen Showroom wurde den Besucherinnen und Besuchern exklusiv vor offizieller Vorstellung auf der „Bau“ im April das neue Hain-Sortiment präsentiert. Dieses bietet Individualisierungsmöglichkeiten mit System und basiert auf sechs Parkettkollektionen, die neben klassischen Landhausdielen auch großformatige Schlossdielen und elegantes Fischgrätparkett enthalten. Je nach Holzart haben Kunden die Wahl aus bis zu 16 Farben, sechs Sortierungen, sechs Strukturen und sechs Fasen. Die Holzart Eiche spielt bei Hain weiterhin die Hauptrolle, zusätzlich stehen mit Lärche, Esche, Nussbaum und ganz neu auch Zirbe attraktive Alternativen zur Verfügung.

Die Hain-Kompetenz geht im neuen Sortiment aber weit über Böden hinaus: Passende Treppenkantenprofile ergänzen das Angebot genauso wie ein Premium-Portfolio aus Möbeln und Accessoires, die über den qualifizierten Hain-Fachhandel bezogen werden können.

80 Mitarbeiter bleiben & Nutzen besonders im Lackbereich

Nachdem von Hülsta gestern schon die Nachricht über die Übernahme von Warendorf Küchen übermittelt wurde, meldet sich nun auch die Kanzlei Pluta mit weiteren Details. Bestätigt wird in der Presseinfo der Verkauf der beiden Unternehmen Warendorf Küchenfabrik GmbH und die Warendorf Küchen Retails GmbH mit Wirkung zum 1. April 2023 an ein Unternehmen der Hülsta-Gruppe. Da noch für beide Transaktionen bestimmte Closing-Bedingungen zu erfüllen sind, wird sich der Abschluss voraussichtlich bis Anfang/Mitte April hinziehen.

Als einzigartig werden diese Transaktionen nicht zuletzt deshalb eingestuft, weil sich die operative Hülsta-Werke Hüls GmbH & Co. KG ebenfalls in einem Insolvenzverfahren in Eigenverwaltung befindet. Für die Warendorf Küchenfabrik GmbH hatte das Amtsgericht Münster am 30. November 2022 die vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet, im Februar 2023 wurde das Verfahren eröffnet und Stefan Meyer von der Pluta Rechtsanwalts GmbH zum Insolvenzverwalter bestellt. Den Produktionsumsatz gibt die Kanzlei mit rund 10 Millionen Euro an, mit stark abnehmender Tendenz in den vergangenen Jahren.

Warendorf wird nun eine Schwestergesellschaft neben der operativen Hülsta-Gesellschaft unter dem Dach der Holding der Hülsta-Gruppe. Vereinbart ist, dass die Marke Warendorf auch unter dem Hülsta-Dach ihre Unabhängigkeit behält. Über 80 Mitarbeiter werden übernommen. Diese teilen sich auf die zukünftige Warendorf Werke GmbH mit 74 Beschäftigten und die zukünftige Warendorf Individual GmbH mit 9 Beschäftigten auf. Zur ebenfalls insolventen Küchen Retails GmbH zählen ein Werksstudio in Warendorf sowie zwei exklusive Küchenstudios der Premium-Marke an den Standorten Berlin und Düsseldorf.

„Wir haben den Geschäftsbetrieb in den vergangenen vier Monaten stabilisiert und sämtliche möglichen Sanierungsoptionen eingeleitet. Mit der nun unterschriebenen übertragenden Sanierung im Rahmen eines inhaltlich sehr spannenden Projekts ist uns eine erfolgreiche Transaktion gelungen, die die Zukunft von Warendorf sichert. Dieser Erfolg hat viele Mütter und Väter; ganz besonders bedanke ich mich bei der großartigen Belegschaft, die einen hervorragenden Job in den vergangenen Wochen gemacht hat“, resümiert Sanierungsexperte Stefan Meyer den Erfolg.

Der Redaktion wurde zudem eine interne Veröffentlichung von Dr. Thomas Knecht zugeschickt, mit der bei Hülsta die verbleibenden Mitarbeiter gestern eingeschworen wurden – immerhin geht es auch bei Hülsta im Zuge der Insolvenz um einen Personalabbau mit rund 230 Personen (siehe News vom 13. Januar 2023). Darin heißt es in Punkto Synergien, dass Hülsta beispielsweise bei Lackoberflächen von Warendorf profitieren soll: „Diese strategische Partnerschafft schafft für beide Unternehmen umfassende Synergien. Um nur ein Beispiel zu nennen: etwa bei unseren Lack-Oberflächen, die wir bisher von externen Lieferanten aus der EU bezogen haben.“ Weiter heißt es: „Wir freuen uns darauf, mit Ihnen allen – und gemeinsam mit den Warendorf Teams – diesen neuen Weg zu gehen. Wir teilen das Know-how in der Holzverarbeitung, die Leidenschaft für das Naturmaterial, gute Möbel und Wertarbeit „Made in Germany“. Das ist eine gute Grundlage, um unser aller Kunden künftig mit herausragenden Möbeln und Küchen zu begeistern. Waldemar Bauer, Daniel Griehl und ich sind davon überzeugt, dass dies ein konsequenter und bisher einmaliger Schritt in unserer Branche ist. Das wird richtig gut!“

Blitzumfrage: Ausblick verhalten optimistisch

Die Mehrheit der Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau blickt – trotz vieler Unsicherheitsfaktoren – verhalten optimistisch auf das Jahr 2023. Zwar sind Produktion und Lieferfähigkeit des Maschinen- und Anlagenbaus in Deutschland durch gestiegene Preise und angespannte Lieferketten weiter unter Druck, bei den Lieferketten scheint sich die Lage jedoch nach und nach aufzuhellen. „Zwar melden immer noch mehr als die Hälfte der Unternehmen merkliche oder gravierende Beeinträchtigungen in ihren Lieferketten. Die Lage hat sich seit Mitte letzten Jahres jedoch Schritt für Schritt gebessert“, sagt VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers. Außerdem erwarten nur noch 6 Prozent der Unternehmen in den nächsten Monaten eine Verschlechterung der Versorgungssituation, jedes vierte Unternehmen hingegen stellt sich ein auf eine verbesserte Versorgungslage ein. „Die Belieferung mit Elektronikkomponenten bleibt jedoch herausfordernd. Fast jedes dritte Unternehmen meldet hier gravierende Engpässe“, ergänzt Wiechers.

Die verbesserte Versorgungslage schlägt sich positiv in den Produktions- und Umsatzerwartungen nieder. Rund 70 Prozent der Unternehmen erwarten trotz nach wie vor vielfältiger Herausforderungen und hoher Risiken im laufenden Jahr ein nominales Umsatzwachstum. Dies geht aus aktuellen Zahlen einer Blitzumfrage des VDMA hervor, an der 639 Mitgliedsunternehmen vom 21. bis 24. März teilnahmen.

Fachkräftemangel bleibt größte Herausforderung
In Anbetracht gut ausgelasteter Kapazitäten und positiver Geschäftserwartungen möchten 60 Prozent der Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau im laufenden Jahr die Stammbelegschaften ausweiten. Der geplante Beschäftigtenaufbau gestaltet sich aufgrund des Fachkräftemangels jedoch schwierig. Drei von vier Unternehmen melden merkliche oder gravierende Engpässe bei den Fachkräften. Damit bleibt die Lage bei den Beschäftigten weiter angespannt. „Wir haben es hier – nicht nur im Maschinenbau und nicht nur in Europa – mit einem tiefgreifenden strukturellen Wandel zu tun, der ein hohes Maß an Flexibilität und einen effizienten Einsatz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erfordert”, sagt Wiechers. Denn dass sich diese Engpässe in absehbarer Zeit entschärfen, erwarten die wenigsten. Mehr noch: Das Thema „Fachkräftemangel/Demografie“ wird unter neun zentralen Herausforderungen des Maschinen- und Anlagenbaus der kommenden Jahre als die größte eingestuft.

Energiepreisbremsen werden nur teilweise genutzt
Entspannter, vor allem verlässlicher gestaltet sich inzwischen auch die Versorgung der Firmen im Maschinen- und Anlagenbau mit Energie. Rund zwei Drittel der Unternehmen haben einen Festpreisvertrag für Strom und 70 Prozent für Gas. Eine nicht unerhebliche Zahl der Unternehmen ist aber weiterhin am Spotmarkt aktiv, weil sie keinen Festpreisvertrag von ihrem Versorger erhalten. „Die Gasversorgung stellen 15 Prozent der Unternehmen über den Spotmarkt sicher, teilweise weil sie keine Alternative zum Spotmarkt sehen oder sogar freiwillig dort agieren. Beim Strom sind es sogar 23 Prozent der Unternehmen“, sagt Wiechers.

Rund die Hälfte der Unternehmen im Maschinen- und Anlagenbau nimmt die Energiepreisbremsen in Anspruch. Etwa jedes vierte Unternehmen kann darauf verzichten, weil es einen günstigeren Vertragspreis hat. „Immerhin jedes zehnte Unternehmen verzichtet bewusst darauf, die Energiepreisbremsen in Anspruch zu nehmen. Und fast 15 Prozent der Befragten haben schlichtweg noch keine Entscheidung getroffen“, resümiert Wiechers.

Lädt zu Branchentagen „VDays“ 2023 ein

„Zurück mit neuer Schärfe“ – so lautet nach der coronabedingten Zwangspause das Motto der diesjährigen Vollmer „VDays“. Vom 18. bis 20. April 2023 lädt Vollmer seine Kunden und Partner zu den Branchentagen nach Biberach ein. Keynotes, Fachvorträge, Produktvorführungen, Firmenrundgänge und der Austausch mit Experten stehen an den ersten beiden Tagen in Englisch und am dritten Tag in Deutsch auf der Agenda. Außer über seine Schleif-, Erodier- und Lasermaschinen informiert Vollmer auf den „VDays“ auch über die Themen Automatisierung und Digitalisierung.

„Wir laden nach Biberach sämtliche Branchen ein, bei denen es um die Zerspanung von Holz, Metall oder Verbundwerkstoffen geht“, sagt Jürgen Hauger, Geschäftsführer der Vollmer Gruppe. „Mit unseren Maschinen, Automatisierungen und digitalen Services können wir stets kundenspezifische Lösungen konzipieren, um das präzise Schärfen von Rotationswerkzeugen oder hartmetallbestückten Kreis- und Bandsägen zu gewährleisten.“

Auf den „VDays“ 2023 können sich Werkzeughersteller, Schärfdienste oder Endanwender vom 18. bis 20. April selbst ein Bild davon machen, wie sich Vollmer Schleif-, Erodier- und Lasermaschinen für die Bearbeitung von Schneidkanten eignen – unabhängig davon, ob diese aus Hartmetall, PKD (polykristalliner Diamant) oder anderen Schneidstoffen bestehen. Im Biberacher Technologie- und Dienstleistungszentrum (TDZ) finden nicht nur Fachvorträge und Experten-Gespräche statt, sondern auch Live-Produktvorführungen.

Als Fullliner bietet Vollmer seinen Kunden die gesamte Bandbreite an Schärftechnologien, die sich mit Automatisierungen, Dienstleistungen und digitalen Services ergänzen lassen. Auch die Vollmer Töchterunternehmen Ultratec Innovation und Loroch sind auf den „VDays“ mit von der Partie: Loroch informiert über seine aktuellen Sägenschärfmaschinen und Ultratec über seine innovativen Ultraschall-Entgratanlagen.

Am 18. und 19. April 2023 finden die Veranstaltungen der „VDays“ in englischer Sprache satt, am 20. April 2023 in deutscher Sprache. Jeweils zwischen 9 und 17 Uhr haben die Teilnehmenden die freie Wahl zwischen Keynote-Präsentationen, Fachvorträgen, Betriebsführungen und Live-Vorführungen direkt an den Maschinen. Am Dienstag und Mittwoch stehen Abendveranstaltungen auf dem Programm.

Die Teilnehmerzahl pro Tag ist auf 200 begrenzt. Weitere Informationen zu den Vollmer „VDays“ sowie den Link für die Online-Registrierung finden Interessierte unter: https://www.vollmer-vdays.com/de/