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Autor: Möbelfertigung

Hat Klimaneutralität erreicht

Die Deutsche Gütegemeinschaft Möbel (DGM) hat das Unternehmen Koinor aus Michelau als klimaneutraler Möbelhersteller nach den Vorgaben des RAL-Gütezeichens 435 „Möbelherstellung Klimaneutral“ zertifiziert. Als Mitglied im Klimapakt für die Möbelindustrie seit 2022 hatte der Hersteller von Dining- und Polstermöbeln seine CO2-Emissionen bereits erfolgreich reduziert und nun für 2023 vollständig kompensiert. Für Endverbraucher im Möbelhandel wird dieses Verantwortungsbewusstsein deutscher Unternehmen immer wichtiger.

Mit der Zielsetzung, seinen CO2-Ausstoß bis zum Jahr 2025 um 40 Prozent zu reduzieren, ist Koinor im vergangenen Sommer dem DGM-Klimapakt beigetreten. Schnell folgten den Ambitionen auch Taten: Unter anderem wurden energetische Sanierungsmaßnahmen der Firmengebäude und eine Modernisierung des firmeneigenen Fuhrparks angegangen sowie die Beleuchtung auf LED-Technik und die Stromversorgung auf 100 Prozent Ökostrom samt Eigenstromerzeugung mit einer Photovoltaikanlage umgestellt. Jetzt ließ Koinor auch die Erfüllung eines weiteren Versprechens folgen, nämlich die Ablösung der verbliebenen CO2-Emissionen durch den Erwerb von hochwertigen Klimaschutzzertifikaten in den Ablösestandards „Gold“, „UN-CER“ und „VCS“. Fortan fertigt das Michelauer Unternehmen seine Möbel damit klimaneutral und kann dies gegenüber Endverbrauchern im Möbelhandel mit dem RAL-Gütezeichen „Möbelherstellung Klimaneutral“ bescheinigen.

Die DGM hat den Klimapakt für die Möbelindustrie im Jahr 2016 gegründet, um wichtige Zeichen für den Klimaschutz zu setzen und in einem Schulterschluss mit den teilnehmenden Möbelherstellern sukzessive CO2-Emissionen einzusparen. DGM-Geschäftsführer Jochen Winning lobt das Engagement von Koinor und erklärt: „Je besser die globale CO2-Bilanz Jahr für Jahr ausfällt, desto eher können wir die Erderwärmung und damit einhergehende Naturkatastrophen eindämmen. Gemeinsam möchten wir als Möbelindustrie einen Beitrag zum Schutz des Klimas und unserer Umwelt sowie der Generationengerechtigkeit leisten. Dafür verpflichten wir uns freiwillig, Treibhausgas-Emissionen so weit wie möglich zu vermeiden und unvermeidbare Emissionen vollständig zu kompensieren – genauso wie es Koinor jetzt vorgemacht hat.“

Exporte steigen im Februar um vier Prozent

Im Februar 2023 sind die deutschen Exporte gegenüber Januar 2023 kalender- und saisonbereinigt um 4,0 % und die Importe um 4,6 % gestiegen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) anhand vorläufiger Ergebnisse weiter mitteilt, stiegen die Exporte im Vergleich zum Vorjahresmonat Februar 2022 damit um 7,6 % und die Importe um 3,8 %.

Insgesamt wurden im Februar 2023 kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 136,7 Mrd. Euro aus Deutschland exportiert und Waren im Wert von 120,7 Mrd. Euro nach Deutschland importiert. Die Außenhandelsbilanz schloss im Februar 2023 mit einem Überschuss von 16,0 Mrd. Euro ab. Im Januar 2023 hatte der kalender- und saisonbereinigte Saldo der Außenhandelsstatistik ebenfalls +16,0 Mrd. Euro betragen, im Februar 2022 hatte er bei +10,7 Mrd. Euro gelegen.

In die Mitgliedstaaten der Europäischen Union (EU) wurden im Februar 2023 kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 73,9 Mrd. Euro exportiert und es wurden Waren im Wert von 62,8 Mrd. von dort importiert. Gegenüber Januar 2023 stiegen die kalender- und saisonbereinigten Exporte in die EU-Staaten um 2,0 % und die Importe aus diesen Staaten um 5,1 %.

In die Staaten außerhalb der EU (Drittstaaten) wurden im Februar 2023 kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 62,8 Mrd. Euro exportiert und Waren im Wert von 57,9 Mrd. Euro aus diesen Staaten importiert. Gegenüber Januar 2023 nahmen die Exporte in die Drittstaaten um 6,6 % und die Importe von dort um 4,0 % zu.

Die meisten deutschen Exporte gingen im Februar 2023 in die Vereinigten Staaten. Dorthin wurden kalender- und saisonbereinigt 9,4 % mehr Waren exportiert als im Januar 2023. Damit stiegen die Exporte in die Vereinigten Staaten auf einen Wert von 14,0 Mrd. Euro. Die Exporte in die Volksrepublik China stiegen um 10,2 % auf 8,5 Mrd. Euro und die Exporte in das Vereinigte Königreich um 2,5 % auf 6,3 Mrd. Euro.

Die meisten Importe kamen im Februar 2023 aus der Volksrepublik China. Von dort wurden kalender- und saisonbereinigt Waren im Wert von 13,6 Mrd. Euro eingeführt, das waren 6,7 % mehr als im Vormonat. Die Importe aus den Vereinigten Staaten sanken um 8,7 % auf 7,6 Mrd. Euro. Die Importe aus dem Vereinigten Königreich nahmen im gleichen Zeitraum um 4,0 % auf 3,1 Mrd. Euro ab.

Die Exporte in die Russische Föderation sanken im Februar 2023 gegenüber Januar 2023 kalender- und saisonbereinigt um 14,3 % auf 0,9 Mrd. Euro, gegenüber Februar 2022 nahmen sie um 59,9 % ab. Die Importe aus Russland sanken im Februar 2023 gegenüber Januar 2023 um 67,2 % auf 0,3 Mrd. Euro.

„Techtextil“ & „Texprocess“ 2024

Mit Innovationen und nachhaltigen Lösungen in Richtung Zukunft

Die Planungen der „Techtextil“ und „Texprocess“ vom 23. bis 26. April 2024 starten erfolgsversprechend. Aussteller aus über 40 Ländern haben sich bereits für eine Teilnahme angemeldet. Mit dabei sind auch Aussteller, die 2022 noch auf eine Teilnahme verzichtet haben. Die kommenden Messeausgaben drehen sich um das Thema Nachhaltigkeit und präsentieren zukunftsfähige Lösungen für die Textilindustrie. Start-ups erhalten auf den Weltleitmessen eine aufmerksamkeitsstarke Plattform, um Geschäftspartner zu finden. „Techtextil“ und „Texprocess“ spiegeln die Innovationskraft der technischen Textilien, Textilherstellungs- und Verarbeitungstechnologien. Dies zeigt sich in einem breiten Spektrum an Ausstellerpräsentationen und einem umfassenden Rahmenprogramm, unter anderem mit „Innovation Awards“.

„Es ist ein starkes Signal, dass sich Aussteller, die wir auf der ,Techtextil‘ und ,Texprocess‘ 2022 vermisst haben, für das kommende Jahr wieder angekündigt haben. Dies bestätigt die internationale Relevanz der beiden Messen. Wir bieten die wichtigste Innovationsplattform der Branche, um Produkte und Technologien einem internationalen Publikum zu präsentieren, sich mit der Industrie auszutauschen und Wissen zu erweitern“, erklärt Sabine Scharrer, Director der beiden Messen.

Mehr als ein Jahr vor dem Start der Veranstaltungen zeichnet sich bereits ab: Aussteller aus aller Welt setzen auf die Techtextil und Texprocess als wichtige Netzwerkplattformen und Vertriebskanäle für die Zukunft. Unternehmen aus über 40 Ländern, darunter Italien, Südkorea und die Vereinigten Staaten haben sich bereits für eine Teilnahme angemeldet. Als neues Ausstellerland, im Vergleich zu 2022, wird Brasilien wieder repräsentiert sein. Alle Produktsegmente, von Fibres & Yarns über Nonwovens bis hin zu Coated Textiles inklusive der Textilherstellungstechnologie werden auf der Techtextil präsentiert. Maschinen, Anlagen und Prozesse, von Cutting-, Näh- und Sticktechnologie über Printing Technologies bis hin zu Finishing, werden auf der Texprocess gezeigt.

Zurückhaltung bei den Bestellungen

Der Maschinen- und Anlagenbau blickt auf ein durchwachsenes Jahr 2022 zurück. Ein anfänglicher zweistelliger Zuwachs bei den Bestellungen kehrte sich im Jahresverlauf in ein Minus von preisbereinigt insgesamt 4 Prozent zum Vorjahr. Dabei nahmen die Inlandsbestellungen um 5 Prozent, die Auslandsbestellungen um 4 Prozent ab.

Während in den ersten drei Quartalen 2022 noch Zuwächse bei den Aufträgen erzielt werden konnten, kippte anschließend die Nachfrage nach Investitionsgütern. Für das gesamte vierte Quartal 2022 beläuft sich der Auftragsrückgang auf 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Inlandsbestellungen schrumpften um 10 Prozent, die Auslandsbestellungen um 18 Prozent.

Allein im Dezember 2022 blieb die Branche um real minus 18 Prozent hinter dem Vorjahresergebnis zurück. Die Inlandsbestellungen verzeichneten ein Minus von 8 Prozent, aus dem Ausland kamen 22 Prozent weniger Orders. Nach dem Rekordstand im Dezember 2021 konnten auch zahlreiche Großanlagen-Aufträge zum Jahresende 2022 das Ergebnis nicht ins Plus wenden.

„Die Dezember-Zahlen überraschen nicht, aus drei Gründen: Wir haben erstens einen Basiseffekt. Zweitens gab es Stornierungen. Das ist nicht ungewöhnlich für den Dezember, denn die Unternehmen gehen zum Jahresende ihre Bücher durch und bereinigen wo nötig. Und drittens schlagen sich die zuletzt weniger negativen Meldungen aus dem wirtschaftlichen Umfeld erwartungsgemäß noch nicht in den Bestellungen bei den Unternehmen des Maschinen- und Anlagenbaus nieder“, kommentierte VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers.

Zu Jahresbeginn waren die Bestellungen im Maschinen- und Anlagenbau aus Deutschland ein weiteres Mal deutlich gesunken. Im Januar blieben die Auftragseingänge um real 18 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Aus dem Inland kamen 16 Prozent weniger Bestellungen, die Auslandsorders gingen um 19 Prozent zum Vorjahresmonat zurück. Dabei fiel der Auftragsrückgang aus den Euro-Ländern mit 8 Prozent deutlich geringer aus als das Minus aus den Nicht-Euro-Ländern, deren Bestellungen einen Rückgang von 23 Prozent verbuchten.

„Im vergangenen Jahr war der Januar ein starker Auftakt mit einem Orderplus von fast 20 Prozent. Deshalb spielt jetzt der statistische Basiseffekt für den ebenso kräftigen Rückgang eine maßgebliche Rolle. Aber nach wie vor sind viele Kunden angesichts der erheblichen Unsicherheiten mit Neuinvestitionen zurückhaltend. Zwar hat sich die Lage in den Lieferketten etwas entspannt, aber der Ukraine-Krieg, die hohe Inflation und die lange schwächelnde chinesische Wirtschaft dämpfen nach wie vor die Konjunktur“, erläutert VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers.

Im weniger schwankungsanfälligen Drei-Monats-Zeitraum November 2022 bis Januar 2023 sanken die die Bestellungen um real 17 Prozent zum Vorjahr. Im Inland wurden 10 Prozent weniger Aufträge verbucht mit dem Ausland wurde ein Bestellminus von 20 Prozent verbucht. Dabei gingen die Orders aus den Euro-Ländern um 18 Prozent zurück, das Minus mit den Nicht-Euro-Ländern betrug 20 Prozent.

Und auch der Februar bringt keine Ausreißer: Weiterhin prägt Zurückhaltung den Auftragseingang im Maschinen- und Anlagenbau. Im Februar blieben die Auftragseingänge um real 17 Prozent unter dem Vorjahresniveau. Aus dem Inland kamen 18 Prozent weniger Bestellungen, die Auslandsorders gingen um 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat zurück. Dabei fiel der Auftragsrückgang aus den Euro-Ländern mit 15 Prozent geringer aus als das Minus aus den Nicht-Euro-Ländern mit 17 Prozent.

„Der Rückgang erklärt sich insbesondere dadurch, dass die wirtschaftliche Lage unverändert von zahlreichen Herausforderungen geprägt ist, was bei vielen Investoren Zurückhaltung hervorruft. Hinzu kommt, dass im Februar des vergangenen Jahres enorm viele Aufträge in die Order-Bücher kamen: Damit lag die Messlatte für den Auftragseingang im diesjährigen Februar hoch“, kommentiert VDMA-Konjunkturexperte Olaf Wortmann.

Im weniger schwankungsanfälligen Drei-Monats-Zeitraum Dezember 2022 bis Februar 2023 sanken die Bestellungen um real 17 Prozent zum Vorjahr. Im Inland wurden 14 Prozent weniger Aufträge verbucht; mit dem Ausland ein Bestellminus von 19 Prozent. Dabei gingen die Orders aus den Euro-Ländern um 13 Prozent zurück, das Minus mit den Nicht-Euro-Ländern betrug 22 Prozent.

Stärkt den Bereich Automatisierung und Projekt-Kompetenz durch Übernahme

Wie die Michael Weinig AG heute mitteilt, hat der Holzbearbeitungsspezialist Ende März einen Vertrag über den Erwerb von Mehrheitsanteilen an der H.I.T. Maschinenbau und der H.I.T. Keilzinkentechnik abgeschlossen. Mit dieser strategischen Akquisition des am Markt hervorragend positionierten Unternehmens erweitert Weinig sein Portfolio im Bereich Automatisierung und Mechanisierung und baut den Bereich BSH Technologie und Sägewerk-Technik weiter aus.

„Mit der H.I.T. stärken wir unsere Kompetenzen im Projektgeschäft und freuen uns ein projekterfahrenes Team in die Weinig Gruppe aufzunehmen“, betont Gregor Baumbusch, Vorstandsvorsitzender der Michael Weinig AG. Aufgrund der sehr erfolgreichen Arbeit der H.I.T. in den vergangenen Jahren bedarf diese Akquisition noch der finalen Zustimmung der Kartellbehörden. Die H.I.T. Geschäftsführer Franz Anton und Werner Spieth werden in den nächsten Jahren das operative Geschäft der H.I.T. verantworten, Franz Jeckle steht dem Team noch für einige Zeit beratend zur Seite. „Mit Weinig haben wir einen starken Partner, der sich für die Weiterentwicklung der H.I.T. einsetzen wird“, unterstreicht Franz Jeckle. Die laufenden Projekte der H.I.T. werden unverändert weitergeführt.

H.I.T. produziert an den Standorten Ettringen und Breitenthal kundenspezifische Lösungen für die Säge- und und Holzindustrie. Der Bereich Sägewerksmaschinen umfasst Nachschnittmaschinen und Säumer, sowie die kombinierte Nachschnitt- und Besäummaschine. Des Weiteren werden kundenspezifische Automatisierungsanlagen zur Schnittholzmanipulation bis hin zu großen Sortieranlagen mit Stapelung und Verpackung hergestellt. Der Bereich Weiterverarbeitung umfasst Maschinen und Anlagen für komplett neue Werke, oder für die Modernisierung und Optimierung von bestehenden Anlagen. Hierzu werden auch Maschinen anderer Hersteller integriert, so dass dem Kunden Komplettlösungen angeboten werden können.

Erste gemeinsame Produktentwicklungen und Vertriebserfolge

Noch nicht mal ein Jahr ist vergangen, seit Heesemann und Homag ihre Technologiepartnerschaft im Bereich Schleifmaschinen verkündet haben. Erklärtes Ziel von Homag war es, weiterhin die gesamte Prozesskette der Kunden abzudecken. Die Verantwortung für die Entwicklung und Fertigung von Schleifmaschinen sollte jedoch künftig bei Heesemann liegen. Um durchgängige Lösungen für alle Segmente von Einstiegs- bis hin zu High-End Lösungen anbieten zu können, hat Heesemann sein Schleifmaschinenportfolio erweitert. Und das Ergebnis kann sich sehen lassen, wird vollumfänglich auf der „Ligna“ in Hannover präsentiert.

Mit einem Handover-Event Mitte Februar wurde der erfolgreiche Projektabschluss bei Heesemann in Bad Oeynhausen gefeiert. Neben dem deutschsprachigen Vertriebsteam waren auch die internationalen Kollegen per Live-Übertragung mit dabei. Dass nicht nur im technischen Bereich zusammengearbeitet wurde, sondern auch im Vertriebs- und Servicenetzwerk, war deutlich zu sehen. Peter Niederer, Standortleitung Homag Schweiz, berichtete von ersten gemeinsamen Vertriebserfolgen und was sein „Geheimrezept“ ist: „Die Qualität der Maschinen ist einfach einzigartig. Die Ergebnisse sprechen für sich, denn mit keiner anderen Maschine bekommen Sie solche Oberflächen wie mit einer Heesemann. Bei jeder einzelnen Maschine ist die Heesemann DNA spürbar, was letztendlich auch unsere Kunden überzeugt. Es macht einfach Spaß, solche Maschinen im Portfolio zu haben.“

Alle Seiten scheinen sichtbar zufrieden: „Hut ab! In so kurzer Zeit haben es die Heesemänner geschafft, die Homag-Schleiftechnik abzulösen. Wir können unseren Kunden nun durchgängige Lösungen für alle Segmente anbieten: von Einstiegs- bis hin zu High-End-Maschinen“, so Frederik Meyer, Executive Vice President, Business Unit CNC Processing bei Homag.

Christoph Giese, Geschäftsführer Heesemann beschreibt: „Die Teams auf beiden Seiten haben in den letzten Wochen und Monaten beachtliche Arbeit geleistet, und ich bin wirklich stolz auf diese Leistung. Ohne den Einsatz jedes Einzelnen hätten wir das sicher nicht in so kurzer Zeit geschafft. Ein herzliches Dankeschön an alle Beteiligten.“

Neue AG gegründet – digitales Informationstreffen am 13. April für Anwenderbranchen

Der Fachverband Fördertechnik und Intralogistik im VDMA gründet die Arbeitsgemeinschaft „Intralogistics-2X“, um Schnittstellenthemen in der Intralogistik zu entwickeln. Anbieter und Anwender sind gleichermaßen gefragt.

Mit zunehmender Automatisierung und Vernetzung von Intralogistiklösungen ist auch eine komplexere IT-Struktur verbunden. Standardisierte Schnittstellenprotokolle können Anbieter und Anwender dabei unterstützen, Projekte flexibler zu gestalten. Die neue Arbeitsgemeinschaft Intralogistics-2X verschreibt sich genau diesen Themen für die Intralogistik. „2X steht dabei für die Interoperabilität von Fahrerlosen Transportsystemen (FTS), mobilen Robotern und anderen Intralogistiksystemen untereinander und mit der Anwendungsumgebung“, erklärt Sascha Schmel, Geschäftsführer des VDMA-Fachverbands Fördertechnik und Intralogistik sowie der neuen Arbeitsgemeinschaft Intralogistics-2X. „Mit der VDA 5050 haben wir ein erstes erfolgreiches Beispiel für einen solchen offenen Standard, der von Anbietern und Anwendern aus der Automobilindustrie gemeinsam entwickelt wird. Wir möchten auch anderen Anwenderbranchen die Möglichkeit geben, sich aktiv in die Entwicklungsarbeit dieser und anderer Schnittstellenthemen einzubringen“, so Sascha Schmel.
In der Arbeitsgemeinschaft stehen künftig standardisierte Kommunikationsprotokolle von fahrerlosen Fahrzeugen (FTF) und Systemen (FTS), autonomen mobilen Robotern (AMR) und intralogistischen Anwendungen sowie deren Umfeld im Fokus. Ebenso sollen standardisierte Kriterien zur Prüfung dieser Kommunikationsprotokollen Arbeitsziele sein.

Anwenderbranchen gefragt
Neben Herstellern und Vertreibern von Fahrerlosen Transportsystemen und mobilen Robotern oder Intralogistiklösungen aus der Intralogistik sucht die Arbeitsgemeinschaft aktive Unterstützung von Systemintegratoren und Softwareanbietern, interessierten Anwendern aus Industrie, Logistik und Handel sowie Universitäten, Hochschulen und andere Forschungseinrichtungen, sofern sie in die für die Arbeitsgruppe relevante Forschung eingebunden sind.

Kompaktes Informationsformat zum Kennenlernen
Am 13. April 2023 veranstaltet die neue Arbeitsgemeinschaft ein kurzes digitales Informationsformat, um sich vorzustellen. Interessenten können sich hier kostenfrei registrieren: https://bit.ly/intralogistics-2x.

Maschinenauktion von insolventem Halbfertig- und Endmöbelhersteller

Der tschechische Hersteller von Möbeln und Halbfertigerzeugnissen Pronarp s.r.o. musste letztes Jahr im Oktober Insolvenz anmelden. Nun findet der Ausverkauf des Betriebsinventars statt. Bei Surplex.com, einem Industrieauktionshaus für Gebrauchtmaschinen sind bis zum 12. April die über 50 Maschinen und Zubehör zur Auktion angeboten.

Weil man bei Pronarp regelmäßig in die Produktion investiert hat, sind unter den Auktionsgegenständen auch neuere und somit energieeffizientere Maschinen. Auf der Plattform Surplex.com werden noch bis zum 12. April die über 50 hochwertigen Maschinen für die Herstellung von Möbeln und Halbfertigerzeugnissen angeboten. Neben Bearbeitungszentren, Plattenaufteilsäge und Kantenanleimmaschine gehören Durchlaufbohrmaschinen, Furnierscheren, Hobelmaschinen sowie Gabelstapler, Werkstattausrüstung und Kompressoren zum Angebot. Die Maschinen stehen in Stary Plzenec in der Tschechischen Republik. Wer Probleme mit der Transport-Organisation hat oder Unterstützung bei Papieren und Zollabwicklung benötigt, kann auf die Expertise der Surplex-Mitarbeiter zählen. Das Portal bietet Käufern und Verkäufern einen persönlichen Full-Service in 16 Sprachen.

Hier geht es direkt zur Auktion: https://www.surplex.com/de/al/4/aufloesung-eines-herstellers-von-moebeln-und-halbfertigerzeugnissen-…

Neues Gütezeichen – „Möbel – zirkulär nachhaltig“

Eine nachhaltige Kaufentscheidung für Möbel zu treffen, ist durch das neue Gütezeichen „Möbel – zirkulär nachhaltig“, das die Deutsche Gütegemeinschaft Möbel (DGM) entwickelt und gemeinsam mit RAL auf den Markt gebracht hat, einfacher. „Das neue RAL Gütezeichen führt alle bisherigen DGM-Anforderungen an die Nachhaltigkeit von Möbeln zusammen, ergänzt diese insbesondere im Bereich der Nachweispflichten für zertifizierte Hersteller und schafft damit eine ganzheitlich zuverlässige Orientierungshilfe für den nachhaltigen Möbelkauf“, sagt DGM-Geschäftsführer Jochen Winning. Möbelherstellern helfe die neue Zertifizierung zudem nicht nur bei der Vermarktung ihrer nachhaltigen Produkte, sondern auch zur Vorbereitung kommender Anforderungen aus dem „Green Deal“ der Europäischen Union (EU) und bei einer insgesamt zukunftssicheren Firmenausrichtung.

Die Anforderungen beim Thema Nachhaltigkeit werden von Verbrauchern sowie gerade auch von der Politik immer höher und umfassender. „Hersteller und Produkte sollen über die gesamte Wertschöpfungskette so umwelt- und klimafreundlich wie möglich sein und darüber hinaus vielen weiteren Qualitäts- und Nachhaltigkeitsansprüchen genügen“, erklärt Winning. Die DGM decke viele dieser Ansprüche schon lange mit dem RAL Gütezeichen für Möbel, dem „Goldenen M“, ab und habe in den vergangenen Jahren mit ihrem Emissionslabel zur Kennzeichnung besonders wohngesunder Möbel und ihrem Klimalabel zur Auszeichnung von klimabewussten und klimaneutralen Herstellern weitere Anstrengungen für eine nachhaltige Möbelindustrie unternommen. „Bei der Konzeption des neuen RAL Gütezeichens ‚Möbel – zirkulär nachhaltig‘ haben wir viele vorhandene Kriterien eingebunden, zusammengeführt und ergänzt. Die daraus entstandenen Güte- und Prüfbestimmungen RAL-GZ 436 für zirkulär nachhaltige Möbel sind anspruchsvoll, aber bewusst und transparent so gestaltet, dass sie gegenwärtigen und kommenden Marktanforderungen, die Verbraucher und die Politik an die Möbelindustrie und an die Kreislaufwirtschaft stellen, bestmöglich entsprechen“, erklärt Reimund Heym, Leiter für Technik und Normung bei der DGM.

Zertifizierungsvoraussetzungen für Möbelhersteller sind unter anderem die Einhaltung aller Qualitätsanforderungen des „Goldenen M“. Hinzu kommen beim neuen Gütezeichen strenge Anforderungen an die Ressourceneffizienz und an den Recycling-Anteil der beim Möbelbau verwendeten Materialien und Verpackungen sowie an die Haltbarkeit, Reparaturfreundlichkeit und Ersatzteilverfügbarkeit der zertifizierten Modelle. „Wir haben den politischen Interessen der EU in Bezug auf die Dekarbonisierung, Ressourcenschonung und Kreislaufwirtschaft vorgebeugt, um die Möbelindustrie für zu erwartende administrative Vorgaben zu rüsten, die mittel- bis langfristig voraussichtlich zu verpflichtenden Standards werden dürften“, so Heym.

Auch alle Emissionsanforderungen der Klasse A des DGM-Emissionslabels sind für das neue RAL Gütezeichen einzuhalten. Zudem müssen Unternehmen ihre Klimaneutralität entsprechend dem Klimapakt für die Möbelindustrie nachweisen, Energieeinsparmaßnahmen entwickeln und umsetzen und dabei mindestens 5 Prozent ihres Energiebedarfs durch erneuerbare Energien decken. Weiter sind unter anderem ein Nachhaltigkeitsbericht nach anerkannten Standards zu veröffentlichen, umfassende Informationspflichten an Möbelkäufer zu erfüllen und soziale Verantwortung im eigenen Betrieb zu übernehmen. Hierzu zählen beispielsweise eine faire Einstellungspraxis und Weiterbildungsangebote für die Mitarbeitenden.

„Alle Anforderungen wurden an anerkannten Nachhaltigkeitszielen ausgerichtet und gemeinsam mit dem DGM-Beirat für Nachhaltigkeit entwickelt. Dem Beirat gehören erfahrene Expertinnen und Experten von Möbelherstellern an, mit denen wir die Praxistauglichkeit des neuen RAL Gütezeichens ‚Möbel – zirkulär nachhaltig‘ stets im Blick hatten. Die ersten Interessenten werden schon in den kommenden Wochen zertifiziert und Endverbraucher entsprechend schnell im Handel auf das neue Zeichen stoßen“, schließt DGM-Geschäftsführer Winning.