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Autor: Möbelfertigung

Tischler-Schreiner-Deutschland

Sorgt das Vergaberecht für noch mehr Bürokratie?

Im Zuge eines öffentlichen Konsultationsverfahrens hatte das Bundeswirtschaftsministerium zum Jahreswechsel unter anderem Verbände aufgerufen, ihre Einschätzungen und Ideen zur Vergabetransformation einzubringen. Erklärtes Ziel dabei: Die öffentliche Beschaffung des Bundes soll Innovationen stärken, die digitale Transformation der Wirtschaft nutzen und zum Bürokratieabbau beitragen. TSD-Hauptgeschäftsführer Martin Paukner, der die Stellungnahme für die Innungsorganisation des Tischler- und Schreinerhandwerks bearbeitet hat, setzt dabei klare Prioritäten: „Vom Grundsatz passen die Ziele, doch das Allerwichtigste ist, dass die permanente On-top-Mentalität in Sachen Bürokratie endlich wirkungsvoll durchbrochen wird. Denn die lähmt unser Vorankommen und verhindert am Ende, dass die anderen Ziele erreicht werden können.“ Dementsprechend pragmatisch und lösungsorientiert ist auch die 14-seitige Stellungnahme gehalten, die Tischler Schreiner Deutschland Mitte Februar an das Ministerium übersandt hat.

So thematisiert die Innungsorganisation gleich zu Beginn ihrer Einschätzung ein altbekanntes Problem öffentlicher Ausschreibungen: die wachsende Komplexität der öffentlichen Vergabeverfahren. Zu gern werden dabei die Auftragnehmer mit immer neuen Nachweispflichten belastet, wobei die Praxistauglichkeit der Nachweisführung oft auf der Strecke bleibt. Wenn also künftig Umwelt- und Klimaaspekte stärker berücksichtigt werden sollen, fordert Tischler Schreiner Deutschland hierfür ein Umdenken. Ein weiterer zentraler Punkt ist die Kompetenzschulung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Vergabestellen, zum Beispiel durch die Hinzuziehung länderübergreifender Fachstellen. Denn vor allem, wenn es um die Bewertung alternativer und sogar umweltverträglicherer Verfahren geht, sind öffentliche Ausschreibungen meist zu formal und unflexibel. Außerdem warnt die Innungsorganisation davor, vergabefremde Kriterien zu stark zu priorisieren. Denn dadurch besteht die Gefahr, die Prozesse unnötig zu verkomplizieren. Eine Ausnahme wäre die Berücksichtigung der Ausbildungsleistung eines Betriebes, um dessen gesellschaftliche Leistung zu honorieren. Ansonsten würden bereits heute schon etliche soziale Aspekte berücksichtigt, wie beispielsweise Anforderungen zur Tariftreue oder zum Mindestlohn. Entscheidend wäre allerdings, dass solche Anforderungen stichprobenartig kontrolliert würden, und zwar auch bei Sub-Unternehmern.

Letztlich gilt auch für das Vergaberecht: Gesetze müssen trotz steigender Komplexität in der Sache praktikabel bleiben. „Der aufrichtige Unternehmer – und das sind nun mal die allermeisten – kann die Menge an Nachweispflichten weder nachvollziehen noch wirtschaftlich abbilden“, argumentiert Martin Paukner, der aus Erfahrung weiß, dass die Novellierung von Gesetzen nur allzu oft mit zusätzlichen Dokumentationszwängen einhergeht. „Deshalb müssen vor allem die Verfahren und Prozesse effizienter werden und das bedeutet auch, dass unseren Innungsbetrieben mehr grundsätzliches Vertrauen entgegengebracht wird.“

„LightCon 2023“

Robert Habeck übernimmt Schirmherrschaft

Die neue Kongressmesse für den Leichtbau „LightCon“ erhält hochrangige Unterstützung aus der Politik: Robert Habeck, Bundesminister für Wirtschaft und Klimaschutz, übernimmt 2023 die Schirmherrschaft für die internationale Leichtbauplattform. Der Leichtbau gilt durch seine Energie- und ressourcenschonenden Eigenschaften als wichtiger Baustein der Deutschen Klimaschutzpolitik und als Schlüsseltechnologie in Hinblick auf die aktuellen Herausforderungen. Auf diese geht auch das diesjährige Thema der Konferenz „Leichtbau. Die Antwort in Zeiten von Energie- und Materialknappheit“ gezielt ein.

Die Deutsche Messe veranstaltet die internationale Kongressmesse zum Zukunftsthema Leichtbau am 13. und 14. Juni 2023 zum zweiten Mal auf dem Messegelände in Hannover. Partnerland in diesem Jahr ist Polen. Das Land wird durch das Polnische Ministerium für Entwicklung und Technologie und dem Polish Cluster of Composite Technologies (PKTK) vertreten sein. „Ich bin überzeugt, dass wir neben innovativen Lösungen der polnischen Industrie auch die Vorzüge Polens als exzellenten Investitionsstandort für diese Unternehmen präsentieren werden“, betonte Grzegorz Piechowiak, der stellvertretende Minister für Entwicklung und Technologie und sagte weiter: „Die Messe wird von einer sehr renommierten Konferenz begleitet, auf der wir die Leistungen polnischer Unternehmer und Wissenschaftler präsentieren werden.“

Zur Eröffnung der „LightCon“ werden unter anderem der parlamentarische Staatssekretär Michael Kellner vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz und Olaf Lies, Wirtschaftsminister des Landes Niedersachsen, sprechen. „Der Leichtbau findet eine enorme politische Unterstützung, denn er kann maßgeblich zur Bewältigung aktueller Herausforderungen wie dem Klimaschutz beitragen. Zudem bietet er in Zeiten unsicherer Lieferketten Energie- und Ressourceneffizienz und ist in der Lage zukunftssichere Arbeitsplätze zu schaffen. Mit der ,LightCon‘ bekommt der Leichtbau die Bühne, seine herausragenden Fähigkeiten zu präsentieren.“, sagte Dr. Gunnar Merz, Hauptgeschäftsführer von Gründungspartner Composites United. Composites United ist das weltweit größte Netzwerk für faserbasierten multimaterialen Leichtbau.

Mit ausstellenden Unternehmen aus der Industrie, Forschung und Entwicklung sowie zahlreichen Fachvorträgen bietet die „LightCon“ ein umfassendes Programm. Im Fokus stehen dabei die Materialien, Fertigungstechnologien und Anwendungen im Leichtbau. Kernelement ist die Konferenzbühne, die erstmals in die Ausstellung integriert wird. Auf dieser präsentieren die Sprecherinnen und Sprecher ihre Leichtbauinnovationen und -lösungen in den Themenslots „Nachhaltige Materialien“, „Kreislaufwirtschaft“, „Effiziente Produktion“, sowie „Neue Energielösungen“. Die Keynotes werden unter anderem von Markus Feiler, Head of Aerostructure R&T bei Airbus Aerostructures, Jan Henkel, Vice President bei Fassmer Maritime und Prof. Anna Boczkowska, Dekanin der Fakultät für Materialwissenschaft und Werkstofftechnik an der Technischen Universität Warschau gehalten.

Die „LightCon“ ist die erste internationale Leichtbau-Plattform, die die Dimensionen Material, Prozess, Funktion und Design miteinander verbindet. Damit ermöglicht sie als erste Veranstaltung den direkten Vergleich unterschiedlicher Werkstoffe und Verfahren. Zudem bietet sie zahlreiche Networking-Möglichkeiten, um sich über aktuelle Projekte und Kooperationsmöglichkeiten auszutauschen.

Erwirtschaftet erneut Top-Umsatzzahlen

Trotz der aktuell herausfordernden Marktlage vermeldet die Schmidt Groupe für das abgelaufene Geschäftsjahr erneut positive Geschäftszahlen. Dabei hing die Messlatte hoch: Denn im Pandemiejahr 2021 gelang der Gruppe die beste Bilanz ihrer Historie. So verbuchte das Unternehmen alleine beim Umsatz einen Sprung um 27 Prozent. Jetzt liegt der Jahresabschluss für 2022 vor und dem französischen Marktführer gelang es, an diese Rekordzahlen anzuknüpfen – und sie zum Teil sogar zu übertreffen. So lag der Produktionsumsatz bei 724 Millionen Euro, was eine leichte Steigerung von 0,7 Prozent bedeutet. Der Konzern konnte dabei erneut das Ergebnis beim kontinuierlich wachsenden Geschäftsfeld der Wohnwelten verbessern. Es legte um 20 Prozent zu. Der Handelsumsatz mitsamt der über die Gruppe gelieferten Elektroeinbaugeräte bleib ungefähr auf dem Spitzenniveau von 2021. Er belief sich am Ende auf 1,91 Milliarden Euro, was einem minimalen Minus von 0,3 Prozent entspricht. Wiederum einen Höchstwert lässt sich bei der Anzahl der Geschäfte ausmachen. So gibt es mittlerweile 856 exklusive Partnerhäuser, welche die Marke SCHMIDT sowie in Frankreich und Belgien zudem das Label „Cuisinella“ vertreiben. Das sind 47 und somit 5,8 Prozent mehr als noch im vorherigen Jahresabschluss. „Trotz vieler Ungewissheiten und eines sich als sehr schwierig entwickelnden Marktumfeldes möchten wir dieses hohe Level konstant halten. Das wird sicher nicht einfach, denn 2023 ist ein Geschäftsjahr, das sich nur schwer vorhersagen lässt. Doch ungeachtet davon, sind wir sehr gut aufgestellt und extrem resilient, was das permanente Wachstum der vergangenen Jahre beweist“, erklärt Wolfgang Thorwart, der Geschäftsführer der zur Gruppe gehörenden Schmidt Küchen GmbH & Co. KG.

Im Vorjahr tätigte die Schmidt Groupe Investitionen in Höhe von 43 Millionen Euro, in den vergangenen vier Jahren waren es zusammengerechnet 104 Millionen Euro. Das in dritter Generation von Anne Leitzgen geführte deutsch-französische Familienunternehmen ist weiterhin in 27 Ländern rund um den Globus vertreten. Wendet man in der Bilanz 2022 den Blick auf die Belegschaftszahlen, verheißen sie auch nur Gutes. So gingen 1.898 Mitarbeiter ihrer Beschäftigung bei Europas fünftgrößtem Küchenhersteller nach – so viele wie nie zuvor. Das entspricht einem Plus von 6,2 Prozent. Innerhalb eines Jahrzehntes kam es bei der Zahl der Betriebsangehörigen zu einer Zunahme von 39 Prozent. „In Deutschland sind am Stammsitz in Türkismühle 188 Arbeitnehmer beschäftigt“, erläutert Wolfgang Thorwart. Die Kurve bei der Belegschaft mitsamt den Angestellten aus den Studios machte einen 5,8-prozentigen Satz auf nun 8.385. Das ist ein neuer Maximalwert beim Möbelhersteller, der im nächsten Jahr seinen 90. Geburtstag feiert. Und die Schmidt Groupe wurde erneut als Top-Arbeitgeber zertifiziert. Unternehmen mit dieser Auszeichnung legen bei der Personalführung sehr hohe Maßstäbe an, bei denen die Mitarbeiter an erster Stelle stehen. Auch gehört die Gruppe zum sechsten Mal in Folge zu den 500 besten Arbeitgebern in Frankreich – im Segment „Einzelhandel“ belegte man sogar den vierten Platz. Dieses Ranking basiert auf einer unabhängigen Studie, welche die Zufriedenheits- und Weiterempfehlungsrate von 20.000 französischen Arbeitnehmern gegenüber ihrem Arbeitgeber misst.

Stolz ist das Traditionsunternehmen auch, dass man 2022 als eines von nur 51 Unternehmen zum sechsten Mal vom französischen Wirtschaftsministerium mit dem „Responsible Supplier Relations and Purchasing“ geehrt wurde. Dieses drei Jahre gültige Siegel bekommt nur, wer nachhaltige und ausgewogene Beziehungen zu seinen Lieferanten aufweisen kann. „Dies garantiert unseren Kunden, dass sie Produkte von einem verantwortungsbewussten Hersteller kaufen, der mit zuverlässigen Partnern zusammenarbeitet“, erläutert Thorwart. Und diesen Königsweg möchte man kontinuierlich weitergehen. So hat die Schmidt Groupe einen Prozess zur Erlangung der BCorp-Zertifizierung eingeleitet. BCorp steht für „Business Corporation“ und ist ein weltweites Netzwerk von Unternehmen, die wirtschaftlichen Erfolg für sich neu definieren. Statt die beste Firma der Welt zu sein, geht es vielmehr darum, die beste Firma für die Welt zu sein. Das Zertifikat misst die soziale, ökologische und ökonomische Gesamtleistung eines Unternehmens und setzt dabei vor allem auf öffentliche Transparenz sowie rechtliche Verantwortlichkeit. Um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen, hat sich die Gruppe für eine starke CSR – Corporate Social Responsibility Strategie entschieden, die sich in ihren Statuten zu gesellschaftlichem Mehrwert und ökologischer Nachhaltigkeit bekennt. Dabei verpflichtet sich die Unternehmensführung, dass sie stets die Auswirkungen ihrer Entscheidungen auf alle Beteiligte berücksichtigt: auf Mitarbeiter, Kunden, Lieferanten, die Gesellschaft und die Umwelt.

Küchenmarke Prisma feiert 25 Jahre

Das 25-jährige Jubiläum seiner Eigenmarke Prisma feiert der Alliance Verband in diesem Jahr mit einer Reihe von Aktionen, von denen alle 132 Platzierungsstandorte profitieren. Den Höhepunkt markieren Preisausschreiben, welche im Zeitraum vom 1. Juli bis 31. Oktober jeweils speziell auf Händler:innen, Verkäufer:innern und Endverbraucher zugeschnitten sind. Begleitet werden die Aktionen auf einer zentralen Landingpage sowie von diversen Digital- und Print-Materialien für die Prisma-Gesellschafter:innen. Die Preise, darunter ein E-Mini, E-Bikes, iPhones und Vespa E-Roller, werden im Rahmen einer Auslosung vergeben, die am 15. November in Rheinbach stattfindet. Die Prisma-Handelspartner dürfen sich darüber hinaus auf eine Jubiläums-Sonderausschüttung seitens der Industrie freuen.

Das Jubiläum war nicht zuletzt Anlass für das Team um Kai Buchheister, Einkaufsleiter Küchen, die Erfolgsgeschichte auf den Prisma-Tagungen bei Schüller Küchen in Herrieden sowie bei Möbel Thill in Luxemburg Revue passieren zu lassen.

„Green Product Award“ und „Green Concept Award”

Die Sieger stehen fest

Bereits zum 10. Mal lobte der ­Green Future Club 2023 ­zwei Nachhaltigkeitspreise aus: den „Green Concept Award“ sowie den „Green Product Award“. Die 2013 ins Leben gerufenen Auszeichnungen prämieren Produkte, Konzepte und Dienstleistungen, die in den Disziplinen Nachhaltigkeit, Innovation und Design überzeugen. „Der­ Green Product Award“ ­richtet sich an Start-ups und etablierte Unternehmen, während mit dem­ „Green Concept Award“­ in Kooperation mit der Ikea Stiftung­ Student:innen und Absolvent:innen für visionäre Konzepte ausgezeichnet werden, die noch nicht auf dem Markt sind. Die Preisverleihung, bis zu der die Gewinnerliste geheim gehalten wurde, fand am 24. März im Felleshus der Nordischen Botschaften in Berlin statt.

Teilnehmer aus 40 Ländern haben mit 1.300 Einreichungen für eine erneute Rekordbeteiligung an den Awards gesorgt und somit durch ihre Teilnahme und ihr Interesse die Wichtigkeit von Ideen, Produkten, Konzepten und Materialien für die Gestaltung einer nachhaltigeren Zukunft unterstrichen.

Beide Preise wurden in dreizehn­ Kategorien vergeben: Architektur & Tiny Houses, Arbeitswelt, Beauty & Personal Care, Fashion, Freestyle, Gebäudekomponenten, Interior & Lifestyle, Kinder, Konsumgüter, Küche, Mobilität, Neue Materialien und Verpackung. Ausrichter der Awards ist der Green Future Club, ein Netzwerk nachhaltiger Innovatoren und Experten mit einer Vision für eine nahe Zukunft, in der alle Produkte
nachhaltig sind.

Alle Gewinner des „Green Product Award“ und des „Green Concept Award“ finden Sie über diese Links:

“Green Product Award”: https://gp-award.com/de/produkte
“Green Concept Award”:
https://gp-award.com/de/konzepte

Im Bild: Einer der Sieger – das „No Footprint House“ wurde als modulares Komponentensystem für nachhaltiges Bauen entwickelt. Der erste Wohnprototyp wurde 2018 in Costa Rica gebaut, weltweit veröffentlicht und erhielt zahlreiche internationale Auszeichnungen für Architektur, Bau, Innovation und Nachhaltigkeit, darunter auch der „Green Product Award“ 2020. Seit der Herstellung des Prototyps wurden Iterationen des ursprünglichen Schemas gebaut, um neue Häuser auf der Grundlage des modularen Komponentensystems zu entwerfen sowie neue Materialien und Baukomponenten zu entwickeln – darunter eine Ausführung komplett in Holz.

Stellt das neue End-to-End-Lösungsportfolio auf der „Ligna“ vor

Cyncly, die neue Marke, die Unternehmen unterstützt, außergewöhnliche Räume zu erschaffen, kündigte heute an, dass sie auf der „Ligna“, der weltweit wichtigsten Messe für holzverarbeitende Unternehmen, das erste echte End-to-End-Portfolio für die Möbelfertigung vorstellen wird. Das Software-Portfolio von Cyncly für Hersteller, das unter anderem die Softwareprodukte von 2020, 3CAD, Go2B und Mozaik umfasst, hilft Unternehmen, die Effizienz der Maschinen-Investitionen zu maximieren, indem es die operative Effizienz und die Reaktionsfähigkeit auf sich schnell ändernde Kundenanforderungen verbessert. Die Palette der integrierten Lösungen des Unternehmens, einschließlich GAE/GAV, ERP, MES, WMS und CAD/CAM Lösungen, ermöglicht es Unternehmen, den gesamten Fertigungsprozess von Anfang bis Ende zu rationalisieren und zu beschleunigen.

„Ich kann mir keinen besseren Ort für unsere erste Präsentation des Cyncly Herstellerportfolios vorstellen als die ,Ligna‘“, sagt Karl Fuchs, Prokurist, Senior Director Sales, Factory EMEA bei Cyncly. „Unsere End-to-End-Lösungen sind eine Neuentwicklung für den Markt. Diese Lösungen werden einen echten Unterschied für Hersteller machen, die ihre Prozesse optimieren und ihre Flexibilität verbessern wollen. Durch die Nutzung der Funktionalitäten unserer führenden Produkte wie ,2020 Insight‘, ,3CAD‘, ,GO2B‘ und ,Mozaik‘ können Möbelhersteller das Maximum aus ihren Maschinen-Investitionen herausholen und eine höhere Effizienz und Rentabilität erzielen.“

Mit seinen End-to-End-Softwarelösungen hilft Cyncly Herstellern – aber auch Verbrauchern, Handelspartnern und Monteuren dabei, außergewöhnliche Räume zu erschaffen. Die Hersteller erhalten ein komplettes Set von Tools, die nahtlos integriert und einfach zu bedienen sind und die es ihnen ermöglichen, ihre Produktionsprozesse zu optimieren, Arbeitsabläufe zu rationalisieren, die Produktion effizient zu skalieren und Kosten zu senken.

„Der begrenzende Faktor bei der Maximierung der Maschinenleistung sind in der Regel nicht Ihre Maschinen, sondern Ihre Fähigkeit, auf die sich ändernden Anforderungen des Marktes zu reagieren, was in hohem Maße von der Flexibilität Ihrer Prozesse abhängt“, so Andrea Gnoato, General Manager of Kitchen, Bathroom and Furniture Manufacturing bei Cyncly. „Dies gilt insbesondere für das Zeitalter der Individualisierung, in dem die Losgröße eins zur neuen Normalität wird. Für Hersteller jeder Größenordnung – ob klein, mittel oder groß – gilt: Wenn Ihre Prozesse Ihre Hochleistungsmaschinen nicht rechtzeitig mit den benötigten Informationen und Materialien versorgen, verlieren Sie an Produktivität. Deshalb sind wir überzeugt, dass unsere End-to-End-Angebote für Hersteller, die ihre Produktion effizienter und profitabler gestalten wollen, einen entscheidenden Unterschied machen werden.“

Auf dem „Ligna“-Stand F33 in Halle 15 wird Cyncly zeigen, wie Hersteller den größten Nutzen aus ihren Investitionen in der Produktion ziehen können, indem sie die Möglichkeiten moderner, umfassender branchenspezifischer Software nutzen. Die Lösungen von Cyncly bieten produktivitätssteigernde Funktionen für Möbelhersteller und die holzverarbeitende Industrie, wie z. B. grafische Auftragserfassung, Produktionsplanung, Produktionssteuerung, Zuschnitt Optimierung, Betriebsmittelverwaltung, Produktionskontrollpunkte und andere erweiterte MES-Funktionen. Cyncly bietet allen Interessierten eine kostenlose Eintrittskarte für die Veranstaltung. Registrieren Sie sich hier, um sich Ihre Eintrittskarten zu sichern.

Wer sich für die Optimierung von Produktionsprozessen interessiert, sollte auch den Vortrag des Cyncly MES-Experten Jan Brockmann auf der offiziellen „Ligna“-Bühne am Donnerstag, 18. Mai 2023 um 14:00 Uhr zum Thema „Fabrik der Zukunft: Exzellente Produktionsprozesse in der Möbel- und Holzindustrie“ besuchen.

Zusätzlich zu den Vor-Ort-Aktivitäten auf der „Ligna“ bietet Cyncly virtuelle Vorträge an, in denen die Besucher Hinweise zur Optimierung von Prozessen in der Produktion erhalten und anhand von Best Practice Beispielen erfahren, wie sie ihre Produktivität steigern können. Die englischsprachigen Vorträge sind ideal für Hersteller, die nicht persönlich an der „Ligna“ teilnehmen können oder sich Lösungen für bestimmte Anwendungsfälle genauer ansehen möchten. Die kostenlose Anmeldung ist hier möglich.

Neustart unter Führung von Uwe Kluck

Für die Collection C, die am 27. Dezember 2022 einen Antrag auf Insolvenz stellen musste, geht es unter neuer Führung weiter. Heute informierte das Weimarer Unternehmen über die aktuellen Entwicklungen. „Die Sanierung der Collection C ist fortgeschritten. Der Abschluss von Übernahmeverträgen mit einem der potenziellen Investoren befindet sich auf der Zielgeraden. Vor diesem Hintergrund wird die Eröffnung des Insolvenzverfahrens voraussichtlich am 1. Mai 2023 erfolgen.“, heißt es in dem Schreiben an die Partner.

Darüber hinaus stehe eine wichtige personelle Veränderung unmittelbar bevor: Ralf Hentschel, Geschäftsführer und Gesellschafter der Collection C, werde sich im allseitigen Einvernehmen zum Monatsende aus dem Unternehmen verabschieden und neuen Aufgaben zuwenden. Er übernehme mit diesem Schritt die Verantwortung für die entstandene Lage und begründe ihn wie folgt: „Ein Neuanfang der Collection C sollte auch mit einer neuen Führung des Unternehmens einhergehen.“

Sein Nachfolger steht bereits fest. Der Branchenkenner und langjährige Möbelprofi Uwe Kluck wird mit Wirkung zum 1. April die Verantwortung als Geschäftsführer der Collection C übernehmen.

„Ich bedanke mich für das Vertrauen und freue mich, dass ich zusammen mit dem Team der Collection C das Unternehmen in die nächste Entwicklungsstufe führen darf“, so wird Uwe Kluck in den Schreiben zitiert. Die Collection C-Partner werden gebeten, „auch Uwe Kluck bei der Vollendung der Sanierung und dem das folgenden Neustart tatkräftig zu unterstützen“.

Homag Group: Das Exklusiv-Interview mit Vorstands-Chef Dr. Daniel Schmitt bereits jetzt lesen

Rekordwerte bei Umsatz und Ergebnis in 2022 – und weiteres Wachstum im Blick. Die Homag Group löst aktuell ihren Investitionsstau der vergangenen Jahre auf und investiert unter anderem in mehrere Logistikzentren. Die größten Erwartungen liegen mittelfristig auf dem Segment Holzhausbau. Kapazitätsmanagement und der Aufbau von Zweit- und Drittlieferanten sind weitere strategisch wichtige Themen, so Vorstands-Chef Dr. Daniel Schmitt im Exklusiv-Interview mit „möbelfertigung“.

Das komplette Interview können Sie bereits jetzt, vor Erscheinen der Ausgabe 3/2023 Anfang Mai zur „Ligna“ und „Interzum“ HIER lesen.

Kernaussagen von Dr. Daniel Schmitt unter anderem:

– Der Holzhaus-Bau ist das Wachstumsfeld der kommenden Jahre. Wir erwarten bis 2030 einen Umsatzanstieg von 100 auf 500 Mio. Euro.

– Die nächsten Effizienzsprünge in der Möbelfertigung werden softwaregetrieben sein.

– Der Teamgedanke ist mir wichtiger als die Einzelleistung. Die Homag Group präsentiert sich aktuell homogen.

– Mittelfristig wollen wir in Märkten, in denen wir Kunden haben, auch möglichst viel Wertschöpfung generieren. Das benötigt aber Zeit.

– Die Homag Group zu führen, ist mehr als nur ein Job für mich.

– Die „Ligna“ ist unsere Leitmesse, wir sind Weltmarktführer, wir müssen und wollen nach Hannover und unsere Innovationen präsentieren.

Covestro

Auf dem Weg zum geschlossenen Kreislauf für PU-Matratzen

Nach dem Ende des europaweiten Forschungsprojekts „PUReSmart“ freuen sich Covestro und das federführende Unternehmen Recticel über das positive Ergebnis. Denn sie konnten zeigen, dass die beiden ursprünglich eingesetzten Hauptrohstoffe von Polyurethan(PU)-Weichschaum aus Matratzen auf chemischem Wege und in hoher Qualität und Reinheit zurückgewonnen werden können. Erstmals wurde jetzt ein Weichschaum-Muster aus jeweils vollständig recyceltem Polyol und Toluol-Diisocyanat (TDI) hergestellt. Beide Rohstoffe wurden in der Pilotanlage von Covestro in Leverkusen gewonnen.

„Damit haben wir das Ziel, eine Technologie zu entwickeln, um diese Produkte chemisch zu recyceln und Polyurethan in ein hochwertiges Recyclingmaterial umzuwandeln, vollständig erreicht“, erläutert Bart Haelterman, F&E-Direktor bei Recticel. „Zum ersten Mal in der Geschichte wird Polyurethan wirklich in eine Kreislaufwirtschaft integriert.“ Die Europäische Union förderte das „PUReSmart“ Projekt über einen Zeitraum von vier Jahren mit sechs Millionen Euro im Rahmen ihres Forschungs- und Innovationsprogramms ʺHorizon 2020ʺ.

„Unser Ziel ist es, Abfälle in wertvolle Rohstoffe zu verwandeln und dazu das Prinzip der Kreislaufwirtschaft in unserem Unternehmen und entlang der Wertschöpfungskette mit unseren Partnern zu verankern“, sagt Christine Mendoza-Frohn, Head of Performance Materials Sales in den Regionen EMEA und LATAM bei Covestro. „Deshalb machen wir innovatives Recycling zu einer Priorität.“

Im Unterschied zu anderen chemischen Prozessen für das Recycling von PU-Matratzenschaum kommt Covestro ohne die Verwendung von fossilbasiertem Polyol aus. Das Verfahren benötigt nur den vorsortierten Schaum aus Matratzenabfällen, ein Glykol und ein Additiv. Bei der Chemolyse werden das Polyol sowie Toluol-Diamin (TDA), die Vorstufe zu TDI, in hoher Reinheit und Ausbeute wiedergewonnen. Sie können nach Aufbereitung wieder beliebig oft für die Herstellung neuer PU-Weichschäume eingesetzt werden. So wird eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft für PU-Weichschaum mit reduziertem CO2-Fußabdruck gewährleistet.

Die erste Initiative von Covestro, „Evocycle CQ Mattress“, verwandelt ausgedienten Matratzenschaum direkt zurück in die Hauptbausteine und gibt altem Schaumstoff innerhalb eines optimierten Kreislaufsystems ein neues Leben. Das Unternehmen hat sich zum Ziel gesetzt, den Kreislauf in der PU-Matratzenindustrie zu schließen, indem es Abfälle in wertvolle Ressourcen umwandelt, den Einsatz fossiler Brennstoffe reduziert und die CO2-Emissionen deutlich senkt. Bis diese Vision Wirklichkeit wird, sind jedoch noch viele Schritte zu unternehmen, vor allem im Hinblick auf die Hochskalierung des Prozesses.

Die Reise begann für Covestro im Jahr 2019 und führte bereits 2021 zum Start einer Pilotanlage im Werk Leverkusen, mit der die bisherigen positiven Laborergebnisse überprüft werden. Wenn die Versuche weiterhin erfolgreich verlaufen, plant das Unternehmen den Bau einer größeren Recyclinganlage, um die Technologie in einer industriellen Simulationsumgebung zu validieren.

Für den Aufbau einer Kreislaufwirtschaft ist aber auch eine effektive und kostengünstige Versorgung mit gebrauchten PU-Matratzen entscheidend. Dafür müssen große Mengen gesammelt, in Einzelkomponenten wie Federn, Textilien und Schaumteile zerlegt und die Schaumkomponenten nach Reinheit und Dichte vorsortiert werden. Dies kann nur in enger Zusammenarbeit mit Partnern – in diesem Fall in der Recyclingindustrie – gelingen. Covestro kooperiert dazu bereits mit Unternehmen wie Interzero und Ecomaison (vormals Eco-mobilier).