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Autor: Möbelfertigung

„Internationale Möbeltage Dresden“ 2023

Entwicklung eines individuell konfigurierbaren Flottenmanagement-Systems

Viele Kunden fordern heute von Unternehmen neben kurzen Lieferzeiten auch die Möglichkeit, die Produkte auf ihre individuellen Bedürfnisse anzupassen. Um die dafür notwendigen, flexiblen Produktionsprozesse zu ermöglichen, setzt die Industrie zunehmend auf den Einsatz von fahrerlosen Transportsystemen (FTS). Diese Systeme bestehen aus selbstfahrenden Transportrobotern, die durch eine zentrale Flottenmanagement-Software gesteuert werden müssen. Im Gegensatz zur Großindustrie können sich aufgrund der hohen Investitionskosten und fehlender IT-Expertise FTS in kleinen und mittleren Unternehmen noch nicht etablieren. Im Kooperationsprojekt soll ein Flottenmanagement-System entwickelt werden, das es den KMU ermöglicht, ihre speziellen Anforderungen erstmals selbständig zu integrieren.

Die TH Rosenheim hat sich zum Ziel gesetzt, anhand der Anforderungen von KMU ein serienreifes Flottenmanagement-System zu entwickeln, das die individuelle Konfiguration, Simulation und Optimierung in einer virtualisierten Produktionsstätte (digitaler Zwilling) sowie den operativen Betrieb von fahrerlosen Transportrobotern in einer intelligenten Fabrik vereint.

Die Projektleitung liegt in den Händen von Professor Erwin Friedl – und kein Geringerer berichtet während der „Internationalen Möbeltage Dresden“ am 22. und 23. März über den vollen Umfang des Projektes und den aktuellen Stand. Auf keiner anderen Konferenz können Teilnehmer bei derart vielen aktuellen Forschungsprojekten „über die Schulter blicken“.

Unbedingt dabei sein und vor Ort mit Erwin Friedl, Harald Klüh (Grass), Uwe Bodenschatz (Angewandte Kunst Schneeberg), Florian Fischer (Jowat), Sebastian Siwek (TU Dresden), Dr. Lars Maritzen (Kleiner Rechtsanwälte), Werner Herrmann (Berater für digitale Prozessoptimierung) sowie anderen Referenten und Teilnehmern austauschen: https://www.moebeltage.de
Das komplette Programm lässt sich auf der Veranstaltungshomepage ebenfalls ansehen.

Über individuelle Sponsoring-Möglichkeiten oder Company-Tickets informiert Sie Nicole Pornhagen, nicole.pornhagen@vincentz.net, +49 40 632018-81

Höchste Auszeichnung für „VS Top Down“ bei „Kitchen Innovation Award“ 2023

Der einzigartige Absenkbeschlag „VS Top Down“ hat den „Golden Award – Best of the Best in der Kategorie Küchenmöbel und -ausstattung“ gewonnen. Fachjury und Verbraucher sind sich einig: Das System setzt neue Maßstäbe im ergonomisch schwer zugänglichen Oberschrankbereich. Der „VS Top Down“ überzeugt dabei vor allem in den Kriterien Funktionalität, Innovation, Produktnutzen, Design und Ergonomie.

Welcher Hersteller, welche Marke ist besonders verbraucherorientiert, wenn es um Küchengeräte und -einrichtung geht? Welche Produkte werden von Verbrauchern als besonders innovativ und hilfreich eingeschätzt? Antworten auf diese Fragen liefert der weltweit anerkannte und jährlich verliehene Konsumentenpreis „Kitchen Innovation Award“. „Auf diese Auszeichnung sind wir deshalb besonders stolz, weil sie unsere gesamte Innovationskraft zeigt“, so Georg Wittenbrink, Head of Productmanagement and Design.

Ergänzend dazu betont Geschäftsführer Claus Sagel: „Wir wollen den Alltag der Menschen in allen Lebensbereichen leichter machen, dazu trägt das Produkt in hohem Maße bei.“ Gerade selten benötigte Gegenstände, die sich in der hintersten Ecke des Oberschranks befinden, gehören wohl zu den größeren Herausforderungen in der Küche. Abhängig vom eigenen Alter und der Körpergröße, sind diese häufig unerreichbar. Das Balancieren auf Zehenspitzen oder das Bemühen der Trittleiter gehört dank „VS Top Down“ der Vergangenheit an. Bereits ein leichter Zug am Griffelement reicht aus, um das edle Stahlblechregal aus dem Oberschrank nach vorne zu bewegen und dessen Inhalt komfortabel zugänglich zu machen. Auch hier gilt die Devise: „Aus unerreicht wird leicht“ – ganz im Sinne des von Vauth-Sagel befürworteten „Universal Designs“.

Die Juroren erkannten aber noch weitere Vorteile im Umgang mit dem Produkt: Mit dem „VS Top Down“ bleibt auch der Platz unterhalb des Regals weiterhin nutzbar. Er lässt sich einfach nachrüsten und ist sowohl für Oberschränke mit Flügeltüren als auch mit Klappenbeschlägen geeignet. Zudem lässt sich das Regal problemlos konfigurieren: Dank manueller Federkrafteinstellung ist eine gleichbleibend gedämpfte Absenkbewegung garantiert, und die Funktionalität in der Küche wird maßgeblich bereichert.

Das Auswahlverfahren zur Award-Vergabe verdeutlicht erneut, dass die erfolgreichsten Produkte nicht bloß in einem Kriterium zu überzeugen brauchen, sondern die Wünsche der Konsumenten auf verschiedenen Bedürfnisebenen aufgreifen und erfüllen müssen. Besonders die Konzepte, die die Bedürfnisse unserer Gesellschaft in den Mittelpunkt stellen, gewinnen immer mehr an Zuspruch. Daher, so die Jury, habe der „VS Top Down“ die volle Punktzahl erreicht.

Unter Europas ESG-Top-Rated Industrieunternehmen

Im März 2022 wurde Pfleiderer mit einer sehr guten Bewertung von Sustainalytics bescheinigt, beim Thema Nachhaltigkeit einer der Champions in der europäischen Baustoffindustrie ist. Konkret lautete das positive Urteil „geringes Risiko“ und war das Ergebnis aus einem als „medium“ eingestuften Branchenrisiko und dessen als „strong“ bewerteten Management. Die jährliche Liste der am besten bewerteten ESG-Unternehmen auf der Grundlage dieses branchenführenden ESG-Risiko-Ratings führt Pfleiderer nun als eines der Top-Rated Industrieunternehmen.

Die ESG-Risiko-Ratings von Sustainalytics decken mehr als 15.000 Unternehmen in 42 Branchen ab. Auf der Grundlage einer Best-in-Class-Methode wurden aus allen analysierten Teilnehmenden die weltweit Top-Rated-Unternehmen mit der besten ESG-Performance ermittelt, ebenso wie die leistungsstärksten ESG-Unternehmen pro Branche und Region. In der Branche Bauprodukte ist Pfleiderer damit eines von sieben ausgezeichneten europäischen Unternehmen. Systainalytics gratulierte, da dieses Ergebnis das Engagement des Unternehmens für ESG-Praktiken unter Beweis stelle und Pfleiderer nun von Sustainalytics als eines der leistungsstärksten ESG-Industrieunternehmen eingestuft ist. „Wir werden nicht müde zu betonen, wie stolz uns auch diese Auszeichnung macht und zugleich Ansporn und Verpflichtung ist, den eingeschlagenen Weg konsequent weiterzugehen“, erklärte Dr. Frank Herrmann, CEO der Pfleiderer Gruppe. „Die Ziele hinsichtlich Klimaneutralität, konsequentem Ausbau von Kaskaden- und Kreislaufwirtschaft, zunehmender Unabhängigkeit von fossilen Rohstoffen sowie Einhaltung hoher ethischer und sozialer Standards und Verpflichtung zu verantwortungsvoller Unternehmensführung begleitet unser Wirtschaften.“

Erreicht wurde dieser Meilenstein durch eine gezielte, umfassende und abgestimmte Strategie zur Reduzierung der CO2 -Emissionen, die Pfleiderer seit vielen Jahren umsetzt – und die weiter ausgebaut wird, wie Dr. Herrmann betont: „Festgeschrieben sind die anspruchsvollen Ziele von Pfleiderer in unserem ESG-Framework. Im Bereich Werkstoffe verpflichten wir uns, den Anteil des verwendeten Recyclingholzes von 40 % im Jahr 2020 auf 50 % in 2025 zu erhöhen, das eingesetzte Durchforstungs- und Restholz ausschließlich von Lieferanten zu beziehen, die nachweislich nach den Richtlinien von FSC®- oder PEFC arbeiten und, ebenfalls bis 2025, mindestens 10 Prozent unseres Produktionsvolumens an Spanplatten unter Verwendung von Bioharzen zu fertigen.“

Dr. Herrmann führt zudem aus: „Im Bereich „Klima“ setzen wir auf ambitionierte kurz- und mittelfristige Reduktionsziele für Treibhausgase, um die Umstellung zur Klimaneutralität voranzutreiben. Die Scope-1- und Scope-2-Treibhausgasemissionen aus eigener Energieerzeugung und -bezug sollen dabei um 21 Prozent bis 2025 sinken, womit wir uns klar dem 1,5 Grad Ziel des Pariser Klimaabkommens verpflichten. Darüber hinaus streben wir im Scope 3 eine Reduzierung der Treibhausgase-Bilanz der hergestellten Produkte im Zusammenhang mit zugekauften chemischen Produkten um 21 Prozent bis 2025 an. Und nicht zuletzt setzen wir im Bereich „Menschen“ hohe Zielanforderungen an Arbeitsschutz, Diversität und Weiterbildung der Mitarbeitenden. Unsere Kunden und Stakeholder können sich sicher sein, dass sie mit uns einen zukunftsorientierten Partner haben. Das gilt für eine belegbare Nachhaltigkeit, aber auch für unsere anderen Qualitäten: für den Kundenfokus, die hohe Qualität und für innovative Produkte und Service, die in der Branche Maßstäbe setzen – und die zusätzlich auf das Thema Nachhaltigkeit einzahlen.“

Beschäftigung im Verarbeitenden Gewerbe nahm im Dezember 2022 leicht zu

Ende Dezember 2022 waren gut 5,5 Millionen Personen in den Betrieben des Verarbeitenden Gewerbes mit 50 und mehr Beschäftigten tätig. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach vorläufigen Ergebnissen mitteilt, stieg die Zahl der Beschäftigten gegenüber Dezember 2021 um 69.700 oder 1,3 Prozent. Die Beschäftigtenzahl stieg damit in allen 12 Monaten des Jahres 2022 gegenüber dem jeweiligen Vorjahresmonat. Insgesamt bleibt die Beschäftigtenzahl im Dezember 2022 allerdings noch 1,8 Prozent unter dem Vorkrisenniveau im Dezember 2019. Im Vergleich zum November 2022 sank die Zahl der Beschäftigten saisonüblich leicht um 13.200 oder 0,2 Prozent.

Deutlich überdurchschnittlich stieg die Beschäftigtenzahl im Dezember 2022 gegenüber dem Vorjahresmonat in der Herstellung von elektrischen Ausrüstungen (+4,2 %) sowie in der Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen (+3,6 %). Überdurchschnittlich waren die Zuwächse auch in der Metallerzeugung und -bearbeitung (+2,0 %) sowie im Maschinenbau (+1,4 %). In der Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln lag der Anstieg der Beschäftigtenzahl mit 1,2 Prozent knapp unter dem Durchschnitt. Dagegen ging die Zahl der Beschäftigten in der Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen um 0,3 Prozent zurück, wobei sich der Rückgang im Vergleich zu den vergangenen Monaten allerdings leicht abgeschwächt hat: Dies ist der geringste Rückgang der Beschäftigtenzahl zum Vorjahresmonat seit Juni 2019.

Die Zahl der im Dezember 2022 im Verarbeitenden Gewerbe geleisteten Arbeitsstunden sank gegenüber Dezember 2021 um 0,6 Prozent auf 600 Millionen Stunden. Dabei ist allerdings zu berücksichtigen, dass der Dezember 2022 zwei Arbeitstage weniger hatte als der Vorjahresmonat.

Im Jahresdurchschnitt 2022 nahm die Zahl der Beschäftigten um 0,8 Prozent gegenüber 2021 zu. Bis auf die Herstellung von Kraftwagen und Kraftwagenteilen, die mit -1,5 Prozent einen Rückgang zu verzeichnen hatte, konnten alle großen Branchen im Verarbeitenden Gewerbe die Beschäftigung ausweiten. Insbesondere in der Herstellung von elektrischen Ausrüstungen (+3,6 %) sowie in der Herstellung von Datenverarbeitungsgeräten, elektronischen und optischen Erzeugnissen (+3,5 %) stiegen die Beschäftigtenzahlen überdurchschnittlich.

Die Zahl der 2022 geleisteten Arbeitsstunden nahm im Vergleich zum Vorjahr um 0,4 Prozent auf 8,1 Milliarden zu. Die Entgelte erhöhten sich um 5,1 Prozent auf 310 Milliarden Euro.

„Interzum“

Der Ticket-Verkauf startet

Branchenteilnehmer aus aller Welt haben schon mit ihrer Besuchsplanung begonnen. Denn auf der „Interzum“ finden sich unzählige Antworten auf diese zentralen Fragen des Marktes. Der Ticketverkauf hat jetzt begonnen. Durch die Kombination aus Digital- und On-Site-Event bietet die „Interzum“ die Möglichkeit, durch die „Interzum @home“ ihre Reichweite zu erweitern und neue internationale Businesskontakte zu knüpfen.

Auch in diesem Jahr werden wieder ausschließlich digitale, personalisierte Tickets ausgegeben.
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Reduzierung der Klimabilanz um sechs Prozent – Ikea um 12 Prozent

Die Ingka Gruppe hat ihren Geschäfts- und Nachhaltigkeitsbericht für das Geschäftsjahr 2022 (1.9.21-31.8.22) veröffentlicht. Demnach hat das Unternehmen seine Klimabilanz um 13,6 Prozent im Vergleich zum Ausgangsjahr, dem Geschäftsjahr 2016, und um sechs Prozent gegenüber dem Geschäftsjahr 2021 gesenkt. Die Reduzierung trägt zur gesamten Ikea-Klimabilanz bei, die um zwölf Prozent (im Vergleich zum GJ16) sank.

Die Ingka Gruppe investierte in neue und bestehende Einrichtungshäuser, digitale Tools und Services, erneuerbare Energien und Customer Fulfillment. Im Laufe des Jahres eröffneten sogenannte Ikea City Stores in Schweden, Großbritannien, Kanada und Indien. Die Ingka Gruppe unternimmt unternehmensübergreifende Schritte, um die Verpflichtung von Ikea zu erfüllen, bis 2030 klimapositiv zu werden. Als größter Ikea-Franchisenehmer spielt die Ingka Gruppe eine wichtige Rolle, diese Verpflichtungen zu erreichen, z. B. durch die Umstellung auf erneuerbare Energie, den Übergang zu emissionsfreien Lieferungen nach Hause, die Einführung eines vermehrt pflanzenbasierten Lebensmittelangebots sowie das Angebot zirkulärer Services wie Rückkauf und Rücknahme.

Die Klimabilanz von Ikea im GJ22 wird auf 25,8 Millionen Tonnen Kohlendioxidäquivalent geschätzt – das entspricht einem absoluten Rückgang von fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahr und um 12 Prozent im Vergleich zum Basisjahr GJ16. Die anhaltende Reduzierung lässt sich hauptsächlich auf einen höheren Anteil erneuerbarer Energie im Einzelhandel und in der Produktion sowie auf ein energieeffizienteres Sortiment, insbesondere durch die „Solhetta“-LED-Leuchtmittel, zurückführen. So steigerte sich der Anteil von Strom aus erneuerbaren Quellen im Ikea-Einzelhandelsgeschäft und in anderen Bereichen von Ikea auf 76 Prozent im Vergleich zu 71 Prozent im GJ21. Im GJ22 nutzen 24 Ikea-Einzelhandelsmärkte 100 Prozent Strom aus erneuerbaren Quellen, darunter auch Ikea Deutschland. In der Produktion erhöhte sich der Anteil von Strom aus erneuerbaren Energien von 52 Prozent auf 64 Prozent. Um in der Produktion die Senkung der Klimabilanz zu beschleunigen, hat das Unternehmen beschlossen, zehn weitere Märkte in das Programm einzubeziehen, das Lieferanten bei der Umstellung auf Strom aus erneuerbaren Quellen unterstützt. Nach dem Start in China, Indien und Polen kommen nun Tschechien, Deutschland, Italien, Litauen, Portugal, Rumänien, Slowakei, Schweden, Türkei und Vietnam hinzu. Der kombinierte Stromverbrauch für die Produktion in diesen Märkten beträgt 0,27 Millionen Tonnen Kohlendioxidäquivalent oder 13 Prozent der Klimabilanz aus der Produktion. Der Roll-out beginnt im Kalenderjahr 2023.

Zudem veröffentlicht Ikea jetzt einen Fußabdruck der Luftverschmutzung im Freien, der über die Wertschöpfungskette hinweg verursacht wird.

Verringert CO2-Fußabdruck mit Ökostrom und „grünem Aluminium“

Nach dem „grünen Stahl“ setzt Miele jetzt auch auf „grünes Aluminium“. Im Rahmen eines Pilotprojekts kommt in der Backofenfertigung jetzt Primäraluminium, das zu 100 Prozent mit Ökostrom aus Wasserkraft produziert wird, zum Einsatz. Damit verringert Miele seinen CO2-Fußabdruck um 645 Tonnen pro Jahr und leistet einen weiteren Beitrag zu mehr Nachhaltigkeit in der Lieferkette. „Wir zeigen als Erster der Branche, dass auch CO2-reduziertes Aluminium erfolgreich in Backöfen verbaut werden und den CO2-Fußabdruck verkleinern kann“, sagt Miele-Einkaufschef Hans Krug. „Ziel ist es, den großflächigen Einsatz von klimafreundlichem Aluminium abzusichern und so einen Beitrag zu zukunftsorientiertem Wirtschaften zu leisten“, skizziert Krug den Strategiepfad. Rouven Vierfuß, Miele-Werkleiter in Oelde, beschreibt einen weiteren Vorteil: „Um uns in puncto Nachhaltigkeit immer weiter zu verbessern, spielt auch das Thema Kreislaufwirtschaft eine zentrale Rolle. Das in unseren Backöfen verwendete Aluminium ist zu 100 Prozent recyclingfähig.

Zehn Prozent Umsatzplus in 2022

Hettich erwirtschaftete im Geschäftsjahr 2022 1,5 Milliarden Euro und damit ein Wachstum von zehn Prozent. Dieses Umsatzwachstum wurde sowohl aus Mengen als auch höheren Preisen gespeist. Angaben zum Gewinn machte der Beiratsvorsitzende der Gruppe Dr. Andreas Hettich wie gewohnt nicht, deutete aber an, dass die gestiegenen Kosten die Margen durchaus belastet hätten.
2021 war das Unternehmen sogar noch um 26 Prozent gewachsen.
Der Auslandsanteil lag 2022 bei 74 Prozent. Bei den Auslandsmärkten waren unter anderem die USA und Indien stark. In China musste Hettich aufgrund der dortigen Lockdown-Politik und der Immobilienkrise hingegen deutliche Rückgänge hinnehmen.

125 Millionen Euro hat Hettich global in neue Produkte, Gebäude und Maschinen investiert. Aktuell sind rund um den Globus rund 8.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei Hettich tätig, davon fast 3.800 in Deutschland.

Der Nachfrageaufschwung im Einrichtungsmarkt, der im 2. Halbjahr 2020 begonnen hatte, setzte sich bis Mitte 2022 fort. Die Themen Schöner Wohnen und Einrichten sowie Do-It-Yourself lagen bei den Verbrauchern weltweit hoch im Kurs. Viele Menschen investierten in ihre eigenen vier Wände. Die Hettich Unternehmensgruppe gab ihr Bestes, um gemeinsam mit ihren Kunden möglichst vielen Endverbrauchern neue, schöne Einrichtungslösungen zu ermöglichen. Den Trend von Heimwerkerprojekten unterstützte Hettich mit seinen Lösungen für den Do-It-Yourself-Bereich. Auf das lange Hoch im Möbelmarkt folgte in der zweiten Jahreshälfte in vielen Ländern eine spürbare Kaufzurückhaltung der Endverbraucher. Hohe Inflationsraten in den meisten Regionen der Erde sowie steigende Strom- und Gaskosten ließen 2022 Preise für Hettich als Unternehmen und für die Endverbraucher stark in die Höhe steigen. „Güter des täglichen Bedarfs, Energie und Möbel verteuerten sich, sodass Endverbraucher in vielen Regionen der Welt 2022 begannen, bei ihren Einkaufsentscheidungen neue Prioritäten zu setzen“, so Jana Schönfeld, Geschäftsführerin der Hettich Gruppe.

Auch hinsichtlich möglicher Gasengpässe ist Hettich vorbereitet. „Aber wir müssen viel höhere Kosten in Kauf nehmen“, erläutert Sascha Groß, Geschäftsführer der Hettich Gruppe. So können als Alternativen zum Gasbedarf im Fertigungsprozess sowohl Flüssiggas als auch elektrische Energie eingesetzt werden. Unterstützen sollen zudem Verfahren für die Energieeinsparung und -rückgewinnung, da diese besonders nachhaltig sind. „Es ist uns sehr wichtig, uns für eine eventuelle Gasknappheit vorzubereiten, um auch in solch herausfordernden Zeiten ein zuverlässiger und transparenter Partner für unsere Kunden zu bleiben“, bestätigt Groß. „Natürlich begrüßen wir, dass die Bundesregierung die Unternehmen durch Preisbremsen entlasten möchte.“ Ob und in welcher Form Hettich in Deutschland die beschlossenen Strom- und Gaspreisbremsen überhaupt nutzen kann, ist derzeit nicht absehbar. Der Grund hierfür liegt in der komplexen Ausgestaltung der Preisbremsen.

„Wir haben die letzten Monate genutzt, uns standortübergreifend noch stärker zu vernetzen, gemeinsam auf neue Ideen zu kommen, unsere Prozesse übergreifend zu verbessern und vor allem gemeinsam Spaß an der Arbeit zu haben“, freut sich Schönfeld.

Bei einem ersten globalen Hettich-Lernereignis namens Future Days haben Kollegen drei Tage lang ihr Wissen ausgetauscht und sich von Impulsen externer Experten inspirieren lassen. „Unsere Kolleginnen und Kollegen haben insgesamt 62 Online-Events und zahlreiche Präsenz-Veranstaltungen an unseren Standorten weltweit auf die Beine gestellt“, schwärmt Groß von dem neuen Lernformat bei dem Strategiethemen im Fokus standen. Außerdem fand ein deutschlandweites Betriebsfest mit 1.700 Kollegen im Bielefelder Lokschuppen statt. Zum Jahresabschluss haben darüber hinaus rund 230 Kollegen weltweit bei einem gemeinsamen Weihnachtsvideo mitgewirkt und damit für noch mehr Zusammenhalt bei Hettich gesorgt.

Im letzten Jahr hat die Hettich Gruppe im letzten Jahr 125 Millionen Euro in neue Produkte, Infrastrukturprojekte, Gebäude, Anlagen, Software für die Digitalisierung, aber auch in Kapazitätserweiterungen investiert. „Beispielsweise schreitet der Bau unserer Multifunktions-Produktionshalle in Kirchlengern voran. So konnten wir Anfang Februar Richtfest feiern und freuen uns, dass alles nach Zeitplan voran geht“, informiert Groß.

Herausforderungen wie hohe Stahlpreise sowie Energie- und Frachtkosten, geopolitische Risiken und eine unsichere Gasversorgung werden das Unternehmen weiterhin begleiten. Ebenso rechnet Hettich auch 2023 mit lokalen Corona-Restriktionen und einer weiterhin angespannten Supply Chain. „Zugleich sind wir zuversichtlich, dass wir diesen Herausforderungen als starkes Team begegnen. Unsere Kolleginnen und Kollegen weltweit machen jedes Jahr aufs Neue einen großartigen Job und wir werden uns auf unsere zuverlässigen Lieferanten und Partner auch 2023 verlassen können“, beschreibt Schönfeld den starken Zusammenhalt.

„Wir schauen nicht nur auf die nächsten Monate, sondern denken langfristig“, ergänzt Groß. „Die verschiedenen Regionen der Welt, in denen wir aktiv sind, entwickeln sich sehr unterschiedlich. Daher werden wir uns weiterhin flexibel auf die verschiedenen Bedürfnisse unserer Kunden in unterschiedlichen Ländern einstellen und sich ergebende Chancen nutzen.“ Hettich schaut voller Zuversicht auf weltweite Wachstumspotenziale und wird freie Produktionskapazitäten für bestehende und neue Kunden nutzen.

9,3 % weniger Gründungen größerer Betriebe im Jahr 2022

Im Jahr 2022 wurden in Deutschland gut 115.100 Betriebe gegründet, deren Rechtsform und Beschäftigtenzahl auf eine größere wirtschaftliche Bedeutung schließen lassen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) nach Auswertung der Gewerbemeldungen mitteilt, waren das 9,3 Prozent weniger Betriebe als im stark von der Corona-Krise geprägten Vorjahr. Gegenüber dem Vorkrisenjahr 2019 verringerte sich die Zahl der Gründungen größerer Betriebe um 6,1 Prozent.

Im Gegensatz zu den größeren Unternehmen lag die Zahl neu gegründeter Kleinunternehmen im Jahr 2022 mit rund 138.500 um 4,9 Prozent über dem Vorjahresniveau. Im Vergleich zum Vorkrisenjahr 2019 ging die Zahl der Neugründungen kleiner Unternehmen um 15,5 Prozent zurück. Die Zahl der neu gegründeten Nebenerwerbsbetriebe sank im Jahr 2022 gegenüber dem Vorjahr um 7,1 Prozent auf rund 301.200.

Die Gesamtzahl der Gewerbeanmeldungen ging im Jahr 2022 um 4,5 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf rund 673.500 zurück. Zu den Gewerbeanmeldungen zählen neben Neugründungen von Gewerbebetrieben auch Betriebsübernahmen (zum Beispiel Kauf oder Gesellschaftereintritt), Umwandlungen (zum Beispiel Verschmelzung oder Ausgliederung) und Zuzüge aus anderen Meldebezirken.

Die Gesamtzahl der vollständigen Gewerbeaufgaben war im Jahr 2022 mit rund 449.400 um 7,0 Prozent höher als im Vorjahr. Gegenüber dem Vorkrisenniveau lag sie 8,8 Prozent niedriger. Dieser starke Rückgang gegenüber dem Jahr 2019 kann mit den staatlichen Unterstützungsmaßnahmen in der Corona-Krise zusammenhängen, welche die wirtschaftlichen Folgen der Pandemie für Gewerbetreibende mildern und Gewerbeaufgaben verhindern sollten.

Rund 89.500 Betriebe mit größerer wirtschaftlicher Bedeutung gaben im Jahr 2022 ihr Gewerbe vollständig auf. Das waren 2,7 Prozent mehr als im Vorjahr. Gegenüber dem Vorkrisenjahr 2019 ging die Zahl der aufgegebenen Betriebe mit größerer wirtschaftlicher Bedeutung um 9,9 Prozent zurück. Die Zahl der aufgegebenen Kleinunternehmen stieg gegenüber dem Vorjahr um 8,5 Prozent auf rund 165.100 (-18,8 % gegenüber dem Vorkrisenniveau). Die Zahl der aufgegebenen Nebenerwerbsbetriebe stieg um 7,7 Prozent auf rund 194.700 (+ 2,3 % gegenüber dem Vorkrisenjahr).

Die Zahl der Gewerbeabmeldungen bei den Gewerbeämtern lag im Jahr 2022 mit rund 563.100 um 4,5 Prozent über dem Vorjahresniveau. Bei dieser Gesamtzahl handelt es sich nicht nur um Gewerbeaufgaben, sondern auch um Betriebsübergaben (zum Beispiel Verkauf oder Gesellschafteraustritt), Umwandlungen oder Fortzüge in andere Meldebezirke.