Zum Hauptinhalt springen

Autor: Möbelfertigung

Weniger Regelinsolvenzen im Januar als im Vormonat

Die Zahl der beantragten Regelinsolvenzen in Deutschland ist nach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Januar 2023 um 3,2 Prozent gegenüber dem Vormonat gesunken. Im Dezember 2022 war sie hingegen noch um 3,1 Prozent gegenüber November 2022 gestiegen. Bei den Ergebnissen ist zu berücksichtigen, dass die Verfahren erst nach der ersten Entscheidung des Insolvenzgerichts in die Statistik einfließen. Der tatsächliche Zeitpunkt des Insolvenzantrags liegt in vielen Fällen annähernd drei Monate davor. Die Insolvenzstatistik bildet nur Geschäftsaufgaben ab, die im Zuge eines Insolvenzverfahrens ablaufen, nicht jedoch solche aus anderen Gründen beziehungsweise vor Eintritt akuter Zahlungsschwierigkeiten. Diese und weitere Hinweise sind bei der Interpretation der Insolvenzstatistiken zu beachten.

Im November 2022 haben die deutschen Amtsgerichte nach endgültigen Ergebnissen 1.312 beantragte Unternehmensinsolvenzen gemeldet. Das bedeutet einen Anstieg um ein Fünftel (19,9 %) gegenüber November 2021. Bereits im Oktober war die Zahl der Unternehmensinsolvenzen im Vergleich zum Vorjahresmonat um 17,9 Prozent angestiegen.

Die voraussichtlichen Forderungen der Gläubiger aus den im November 2022 gemeldeten Unternehmensinsolvenzen bezifferten die Amtsgerichte auf knapp 1,5 Milliarden Euro. Im November 2021 hatten die Forderungen bei rund 0,5 Milliarden Euro gelegen. Die meisten Unternehmensinsolvenzen gab es im November 2022 im Baugewerbe mit 237 Fällen (November 2021: 205; plus 15,6 Prozent). Es folgte der Handel (einschließlich Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen) mit 207 Verfahren (November 2021: 172; plus 20,3 Prozent).

Die Zahl der Verbraucherinsolvenzen ist im November 2022 um 5,8 Prozent gegenüber dem entsprechenden Vorjahresmonat gesunken. Die Entwicklung der Verbraucherinsolvenzen ist seit Mitte 2020 im Zusammenhang mit einem Gesetz zur schrittweisen Verkürzung von Restschuldbefreiungsverfahren von sechs auf drei Jahre zu betrachten. Die Neuregelung gilt für seit dem 1. Oktober 2020 beantragte Verbraucherinsolvenzverfahren. Sie ermöglicht den Betroffenen einen schnelleren wirtschaftlichen Neuanfang im Anschluss an ein Insolvenzverfahren. Daher ist davon auszugehen, dass viele überschuldete Privatpersonen ihren Insolvenzantrag zunächst zurückhielten, um von der Neuregelung zu profitieren. Dieser Nachholeffekt sorgte ab Anfang 2021 für einen starken Anstieg der Verbraucherinsolvenzen und scheint inzwischen beendet.

„Internationale Möbeltage Dresden“ 2023

Konstruktiver Leichtbau für Funktionsmöbel

Tolle, innovative Ideen – die gibt es bei den „Internationalen Möbeltagen Dresden“ am 22. Und 23. März 2023 im großen Stil. Eine davon stellt Kevin Schlunze vom Institut für Holztechnologie Dresden vor: „Konstruktiver Leichtbau von Hartholz-Verbundelementen zur industriellen Fertigung nachhaltiger Funktionsmöbel“ heißt Schlunzes Forschungsansatz. Dieses Projekt wurde gemeinsam mit dem Polstermöbelhersteller Franz Fertig er- und bearbeitet. Hintergrund war hier eine konkrete Fragestellung zum Einsatz der Möbelkomponenten von Franz Fertig im Schifffahrtsbereich und die damit einhergehende Forderung einer deutlichen Gewichtsreduzierung. Mittels Finite-Elemente-Methode wurde die Möbelkonstruktion simuliert und belastungsgerecht konstruktiv überarbeitet.

Kevin Schlunze ist wissenschaftlicher Mitarbeiter des Ressorts Möbel und Innenausbau am Institut für Holztechnologie Dresden. Er absolvierte zuvor sein Maschinenbaustudium an der TU Dresden mit dem Schwerpunkt Leichtbau. Sein Forschungsschwerpunkt ist die Finite-Elemente-Simulation von Möbelkonstruktionen und Umformprozessen.

Unbedingt dabei sein und vor Ort mit Schlunze sowie anderen Referenten und Teilnehmern austauschen: https://www.moebeltage.de
Das komplette Programm lässt sich auf der Veranstaltungshomepage ebenfalls ansehen.

Über individuelle Sponsoring-Möglichkeiten oder Company-Tickets informiert Sie Nicole Pornhagen, nicole.pornhagen@vincentz.net, +49 40 632018-81

Silber von EcoVadis – Gütesiegel im Bereich Nachhaltigkeit

Für das Engagement in puncto Nachhaltigkeit hat Lohmann eine Silbermedaille von EcoVadis, einer Rating-Organisation für Nachhaltigkeit und Corporate Social Responsibility, erhalten. Es war das erste Mal, dass das Unternehmen am Zertifizierungsprozess teilgenommen und auf Anhieb die Anforderungen erfüllt hat. Das Zertifikat gilt für alle Lohmann-Standorte weltweit und unterstreicht die unternehmerischen Bestrebungen im Bereich Nachhaltigkeit.

Die Nachhaltigkeitsleistung des Klebebandspezialisten wurde als „gut“ eingestuft und somit mit dem Zertifikat in Silber ausgezeichnet. Damit zählt das Unternehmen zu den nachhaltigsten Unternehmen der Welt. EcoVadis, der führende Anbieter von Assessments im Bereich CSR/Nachhaltigkeit, ermöglicht es Unternehmen mit Hilfe einer gemeinschaftlich betriebenen CSR-Bewertungsplattform, die Leistungsfähigkeit eines Lieferanten im Hinblick auf CSR und Nachhaltigkeit zu beurteilen. Die zu Grunde liegende Methodik entspricht den internationalen GRI/G4 und ISO 26000 Richtlinien. Grund genug für Lohmann sich erstmals den Anforderungen von EcoVadis zu stellen und aus dem Stand den Sprung in die Bestenliste der nachhaltigsten, internationalen Unternehmen zu schaffen.

Die Nachhaltigkeitsexperten von EcoVadis prüften die Aktivitäten des Unternehmens in den Bereichen Umwelt, Arbeits- und Menschenrechte (Soziales), Ethik sowie nachhaltige Beschaffung anhand von Richtlinien und Zertifikaten. Lohmann schnitt in allen Bereichen gut, beziehungsweise fortgeschritten ab. So erhielt das Unternehmen beispielsweise für sein Umweltengagement 70 von 100 möglichen Punkten. Mit dem Zertifikat in Silber, der dritthöchsten Auszeichnung innerhalb des Ratings, stufte EcoVadis das Nachhaltigkeitsengagement von Lohmann als „strukturiert“ und „proaktiv“ ein.

Die Zertifizierung bestätigt das Unternehmen in seiner strategisch nachhaltigen Ausrichtung. Der Grundsatz, dass ein Unternehmen nur dauerhaft erfolgreich sein kann, wenn es Innovationskraft und Nachhaltigkeit miteinander verbindet, ist fest in den Unternehmenswerten von Lohmann verankert. Umso mehr freut sich Ralph Uenver, Director Sustainability bei Lohmann und gibt einen Ausblick auf kommende Nachhaltigkeitsthemen innerhalb des Unternehmens: „Mit dieser Maßnahme haben wir unsere Nachhaltigkeitsbemühungen, auch im Vergleich zu unseren Marktbegleitern, eindrucksvoll unter Beweis gestellt und wollen diese in Zukunft noch weiter ausbauen. Aktuell arbeiten wir beispielsweise an der Implementierung der UN-Ziele für nachhaltige Entwicklung und wollen bis 2035 klimaneutral sein.“

„Wernesgrüner Werkzeugsymposium“ 2023

Trends beim Werkzeugschleifen im Blick

Gemeinsam informieren, Neues erfahren, sich austauschen – nur noch wenige Wochen, dann bietet das Wernesgrüner Werkzeugsymposium erneut vielfältige Gelegenheiten dazu, sich fachlich weiterzuentwickeln und neue Branchenkontakte zu knüpfen. Vom 25. bis zum 27. April werden unter dem Motto „Trends beim Werkzeugschleifen“ die Themen Energieeffizienz, Miniaturisierung und Automatisierung eingehend beleuchtet und erklärt. Die letzten organisatorischen Vorbereitungen laufen, die Teilnehmerregistrierung ist – vorbehaltlich freier Plätze – noch bis zum Beginn der Veranstaltung am 25. April möglich.

Der Fachverband der Präzisionswerkzeugmechaniker e.V. (FDPW) hat als Veranstalter gemeinsam mit dem Beirat intensiv an der inhaltlichen und organisatorischen Ausgestaltung des Symposiums gearbeitet. Das vielfältige und informative Vortragsprogramm ist auf der Veranstaltungswebsite einzusehen. Es verspricht spannende Beiträge zahlreicher Experten aus der Präzisionswerkzeugschleifbranche, die in drei Themenblöcken die „Trends beim Werkzeugschleifen“ vertiefen.

Im Zentrum stehen zum einen sich bietende Potenziale zur Erhöhung von Effizienz und Nachhaltigkeit. Diese lassen sich sowohl in Fertigungsabläufen identifizieren, können aber auch in der Werkzeugschleifmaschine und deren Peripherie umgesetzt werden. Der zweite Themenblock fokussiert sich auf Mikrowerkzeuge. Behandelt werden verschiedene Bereiche, die zur erfolgreichen Herstellung kleiner Werkzeuge geeignete Lösungen bieten müssen: Material, Bearbeitungsprozess, Werkzeugmaschine und Messtechnik. Im dritten Schwerpunkt werden flexible Lösungen zur Automatisierung der Werkzeugmaschine und bei der Kantenpräparation gezeigt. Die automatisierte optische Erfassung von Werkzeugverschleiß bietet Potenzial für einen zielgerichteten Nachschliff.

Neben den Trendthemen gibt es weitere Fachvorträge zu Technologie und Digitalisierung. Dies sind sowohl vertieft behandelte anwendungsnahe Themen als auch Beiträge, die einen Überblick über Trend- und Zukunftsthemen geben. „Freuen Sie sich auf Vorträge über spezielle Beschichtungen für Leichtbauwerkstoffe, Informationen zu Aerosolen und Stäuben sowie zu Lösungen für eine durchgängig digitale Prozesskette. Lassen Sie sich überraschen, welche Chancen und Risiken die Laserbearbeitung in der Werkzeugtechnik bietet und welche Potenziale und Grenzen Methoden der künstlichen Intelligenz in der Zerspanung haben“, verspricht Thomas Löhn, der Vorsitzende des Beirats des Wernesgrüner Werkzeugsymposiums.

Flankierend zu den Vorträgen haben die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Veranstaltung die Möglichkeit, auf der angrenzenden Ausstellerfläche mit den dort vertretenden Unternehmen ihre ganz individuellen Fragestellungen und Themen zu diskutieren.

Folgende Unternehmen haben ihre Teilnahme zugesagt: ACI Laser GmbH, Adelbert Haas GmbH, Alicona Imaging GmbH, Anca Europe GmbH, Arobotech Systems, Inc., Cemecon AG, E. Zoller GmbH & Co. KG, GDS Präzisionszerspanungs GmbH, Gerhard Ihle Hartmetalle GmbH, Ionbond Germany GmbH, Isbe GmbH, Jakob-Preh-Schule, Lehmann-UMT GmbH, Mitsubishi Electric Europe B.V., Molemab GmbH, MPM Micro Präzision Marx GmbH, Oelheld GmbH, Otec Präzisionsfinish GmbH, Platit AG, Riegger Diamantwerkzeuge GmbH, Rollomatic SA, Ruwac Industriesauger GmbH, Schunk GmbH & Co. KG, Tyrolit GmbH, Vollmer Werke Maschinenfabrik GmbH, Vomat GmbH, Walter Maschinenbau GmbH, Wolf IT Consulting GmbH.

Die Anmeldung zum Werkzeugsymposium ist bis zum Veranstaltungsbeginn unter www.werkzeug-symposium.de/anmeldung möglich. FDPW-Mitglieder erhalten auf ihre Anmeldung 20 Prozent Rabatt.

Die Auszeichnung „Goldene Schleifscheibe“, die alljährlich an innovative Werkzeugschleifereien vergeben wird, ist auch im Jahr 2023 wieder fester Bestandteil des Werkzeugsymposiums. Die Bewertung der Teilnehmer erfolgt nach verschiedensten Kriterien. Dazu gehören die Gesamtentwicklung des Unternehmens, die Sicherung von Arbeits- und Ausbildungsplätzen, die Aktivitäten hinsichtlich Modernisierung und Innovation, Marketing und Kundennähe sowie Nachhaltigkeit und Umweltschutz.

Interessierte Unternehmen können die Bewerbungsunterlagen demnächst auf der Veranstaltungswebsite www.werkzeug-symposium.de herunterladen. Einsendeschluss ist der 7. April 2023.

Die nachhaltige Holzverwendung gemeinsam stärken

Der Deutsche Holzwirtschaftsrat e.V. (DHWR) und der Bundesverband Proholzfenster e.V. (BPH) trafen sich zum gemeinsamen Austausch bei der HFBB Holzfensterbau Bernau GmbH in Bernau bei Berlin. Der Termin bot Gelegenheit, einen Einblick in die Herstellung von Holzfenstern zu gewinnen, die politischen Rahmenbedingungen in der Holzwirtschaft zu reflektieren und über die Verbandsarbeit für das kommende Jahr zu sprechen.

Das handwerkliche Unternehmen HFBB Holzfensterbau Bernau GmbH von BPH-Vorstandsmitglied Karsten Häber beschäftigt über 70 Personen an den Standorten Bernau bei Berlin und Forst (Lausitz). Seit 1989 fertigt es hochwertige Holzfenster mit den unterschiedlichsten Rahmenbreiten, Öffnungsarten und Oberflächenbeschichtungen – darunter schlanke Berliner Fenster, nach außen öffnende Hamburger Fenster und handgestrichene „Kreidezeitfenster“. Mit seinem individuellen Produktportfolio und überwiegend regionalem Kundenstamm steht HFBB Holzfensterbau Bernau exemplarisch für die größeren Holzverarbeiter auf dem deutschen Fenstermarkt.

Doch auch regional orientierte Betriebe im Holzfensterbau mussten sich Herausforderungen in den Lieferketten stellen. Die Sicherstellung der Rohstoffversorgung, begleitet von einer gesteigerten branchenübergreifenden Rohstoffeffizienz, bleibt ein zentrales Thema für die Branche. Eine nachhaltige Waldbewirtschaftung vorausgesetzt, ist der Rohstoff Holz im Holzfenster sehr gut angelegt: „Holz- und Holz-Alu-Fenster sind langlebige, leistungsstarke und schöne Handwerksprodukte“, so BPH-Vorstand Eduard Appelhans. „Sie liefern somit einen wichtigen Beitrag zum Erreichen der deutschen Klimaschutzziele im Gebäudebereich.“

Für den BPH bieten Holzfenster insbesondere im Holzbau Chancen in puncto Nachhaltigkeit. Mit dem DHWR will man die gemeinsamen Interessen in der Rohstoff-, Bau- und Klimapolitik kanalisieren und nach außen vertreten. „Der DHWR ist eine Plattform, die vom Engagement seiner Mitgliedsorganisationen lebt“, betonte Denny Ohnesorge. „Wir begrüßen, dass sich der Bundesverband Proholzfenster weiterhin aktiv für die Interessen der nachhaltigen Holzverwendung einsetzt und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit.“

Die komplette Ausgabe jetzt online lesen

Ab sofort können Sie die komplette Ausgabe „möbelfertigung 1/23“ online lesen. HIER geht es direkt zum Magazin.

Top-Themen der Ausgabe: Wie die Branche mit den enorm gestiegen Energiekosten umgeht, warum die Entscheiderdichte auf der diesjährigen „Interzum“ besonders hoch sein wird, welche Trends aus Sicht von Gregor Riekena (Häfele), Gerd Meurer (Kuper) und Steffen Fillibeck (Interprint) das Jahr prägen werden, wo die Holzwerkstoffbranche besonders stark investiert, weshalb die Themen Automatisierung und Digitalisierung aus Sicht von Stiles Machinery-President Christian Vollmers gerade einen besonderen Push bekommen, wie SCM in der DACH-Region Marktanteile gewinnt, was die Fusion von 2020 Technologies und Compusoft zu Cyncly für die Kunden bedeutet und vieles mehr…

Darüber hinaus: Der große Euroshop-Sonderteil und das umfangreiche Trendpanel.

Zur Navigation der E-Magazines: Unser Service für unsere Kunden ist es, dass alle Anzeigen auf den Absender verlinkt sind. Zudem auch der obere Teil des Inhaltsverzeichnisses. Sie können dort klicken, um auf die jeweilige Seite zu gelangen. Top-Themen können direkt vom Titel per Klick angewählt werden.

Außerdem: Um eine bessere Lesbarkeit zu garantieren, können Sie einzelne Textblöcke nun durch einmaliges Anklicken (bzw. touch auf mobilen Geräten) hervorheben und vergrößern.

Damit Sie auch in Zukunft keine Ausgabe der „möbelfertigung“ verpassen und Ihr Ohr stets dicht am Puls der Branche bleibt, sichern Sie sich jetzt Ihr Abo.

Um das E-Magazin auch auf mobilen Endgeräten wie Smartphones oder Tablets bequem konsumieren zu können, gibt es jetzt ganz neu eine „möbelfertigung“ App. Diese erhalten Sie kostenfrei als Download wahlweise im ,,Google Play Store‘‘ für Android-Systeme oder im iOS ,,App Store‘‘ für Apple-Gerate.

Nach Hackerangriff: Erkennbare Fortschritte beim Wiederaufbau der IT-Systeme

Bei dem Cyberangriff auf die internationale Häfele Gruppe am zweiten Februar 2023 hat es sich um einen Ransomware-Angriff aus einer externen Quelle gehandelt. Nachdem Häfele seine Systeme weltweit präventiv heruntergefahren und vom Internet getrennt hatte, hat das Unternehmen direkt mit der Wiederherstellung von Daten und dem Neuaufbau der Systemlandschaft begonnen.

Im Wiederaufbau der IT-Systeme macht Häfele eine Woche nach dem Angriff erkennbare Fortschritte und kann bereits wieder auf notwendige Daten zugreifen. Das Unternehmen ist zuversichtlich, dass die unternehmerische Kommunikation sehr bald wiederhergestellt werden kann. So startet bereits heute die Ausgabe der neu formatierten Laptops und PCs an die Mitarbeitenden.

Bei der Untersuchung des Hergangs, der Auswirkungen und bei der Lösung arbeitet Häfele sehr eng mit der Kriminalpolizei Calw und externen Forensikern zusammen.

Forschungsprojekt „Fluently“ soll Teamwork von Mensch und Maschine optimieren

Der Roboterhersteller Fanuc unterstützt die Entwicklung eines einfühlsamen Roboters für den Einsatz in der Industrie. Das mit EU-Mitteln geförderte Forschungsprojekt „Fluently“ unter der Leitung von Roboverse Reply will eine Roboterplattform schaffen, die eine echte soziale Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine ermöglicht.

Das auf drei Jahre angelegte Projekt verfolgt zwei Ziele: die Entwicklung eines auf künstlicher Intelligenz basierenden, tragbaren Geräts für Industriearbeiter und Roboter sowie die Entwicklung eines speziellen Schulungszentrums mit der Bezeichnung „The Fluently Robogym“, in dem Fabrikarbeiter und Robotern eine reibungslose Interaktion im Industrieprozess trainieren können.

Insgesamt sind 22 Partner aus Wissenschaft und Industrie an dem Projekt beteiligt, das von Horizon Europe, dem wichtigsten Finanzierungsprogramm der EU für Forschung und Innovation, unterstützt wird. Für die technische Koordination ist das Labor für Automation, Roboter und Maschinen der Fachhochschule Südschweiz (SUPSI) zuständig. Neben Forschern der SUPSI sind Wissenschaftler weiterer führender Einrichtungen wie dem Politecnico di Torino in Italien und der Waseda-Universität in Japan an dem Projekt beteiligt.

„Arbeiter sind oft hohen kognitiven oder physischen Belastungen ausgesetzt“, erklärt Professorin Anna Valente, die das SUPSI-Labor für Automation, Robotik und Maschinen leitet und Mitglied im Schweizerischen Wissenschaftsrat ist. „Wenn ein Mensch eng mit einem Roboter zusammenarbeitet, ist es wichtig, dass der Roboter die Gefühle des Menschen erkennt und entsprechend reagiert, indem er zum Beispiel seine Dynamik anpasst.“

Eine gute Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine ist besonders wichtig in modernen intelligenten Fabriken, in denen sich Produktionsvolumen und Produkte ständig ändern und in denen mobile Transportsysteme und Roboter neben statischen Arbeitsplätzen stehen. „Unsere Industrieroboter sind bereits mit Sensoren zum Sehen und Fühlen ausgestattet, können aber bislang keine menschlichen Emotionen erkennen“, sagt Ralf Völlinger, General Manager des Geschäftsbereichs Roboter bei Fanuc Europe. „Wir wollen erreichen, dass künftig noch mehr Menschen unsere Industrieroboter einfach und effizient nutzen können.“

Die „Fluently“-Forscher konzentrieren ihre Entwicklungsarbeit auf drei für die europäische Wirtschaft wichtige Wertschöpfungsketten: die Demontage und das Recycling von Batterien für E-Bikes und Elektrofahrzeuge, Prüf- und Montageprozesse in der Luft- und Raumfahrtindustrie sowie die Aufarbeitung hochkomplexer Industrieteile mittels Laserbearbeitung.

„Diese Prozesse werden derzeit fast ausschließlich manuell durchgeführt, was bei den Arbeitnehmern zu psychischen und physischen Belastungen führt“, sagt Professorin Anna Valente. „Arbeitskräfte in der Produktion geraten zum Beispiel unter Stress, wenn sie Batterien demontieren, weil das Risiko einer Explosion besteht. Auch physische Belastungen etwa durch die Arbeit mit schweren Teilen in der Luft- und Raumfahrtindustrie können Stress verursachen.“

Roboter könnten in Zukunft die Arbeitnehmer zumindest teilweise von der mit diesen Prozessen verbundenen Belastung befreien sowie einige der zeitaufwändigeren Aufgaben übernehmen. Dies würde helfen, einerseits die Kompetenzen und Erfahrungen der Arbeitnehmer zu erhalten und andererseits die Möglichkeiten ihrer Weiterqualifizierung erhöhen.

„Wir wollen Roboter zu Teamkollegen des Menschen ausbilden, die ihn so gut wie möglich unterstützen“, sagt Professorin Anna Valente. Ralf Völlinger von Fanuc Europe ergänzt: „Als Roboterlieferant sind wir stolz darauf, diese bahnbrechende Entwicklungsarbeit mit unseren Robotern und unserem technischen Know-how zu unterstützen.“

Welche Trends Branchengrößen sehen

Was ist angesagt? Welche Strömungen werden 2023 prägen? Das fragte die Redaktion der „möbelfertigung“ im Rahmen des jährlich erscheinenden Trendpanels Größen aus den Segmenten Beschlag, Dekor und Maschine. „Der Trend bei Beschlägen geht dahin, dass sie mit dem Korpus verschmelzen“, so Häfele-Geschäftsführer Gregor Riekena. „Systeme werden filigraner beziehungsweise ganz unsichtbar. Somit wird der Raum eines Schranks maximal nutzbar.“
„Wenn es um Trends bei Dekor- und Oberflächen-Design geht, ist definitiv Flexibilität das Stichwort“, betont Steffen Fillibeck, Head of Marketing bei Interprint . „Denn immer seltener gibt es das am Reißbrett geplante Haus. Bauen im Bestand dagegen wird immer beliebter und verlangt eine neue Expertise im Umgang mit und in der Kombination von Materialien und Oberflächen.“
Aus Sicht von Gerd Meurer, Geschäftsführer bei Heinrich Kuper, steht auch die Frage im Raum, wie Risiken möglichst vermieden werden können: „Auf Basis von Prozessinnovationen lassen sich Fertigungsprozesse kontinuierlich verbessern und Produktivitäten steigern. Ausfallrisiken sind durch qualitative Anlagentechnik mit hoher Prozess- und Anlagensicherheit, perfekter Ergonomie, hoher Daten­Sicherheit und Robustheit gegenüber Cyberkriminalität zu minimieren. Pragmatische kunden­spezifische ­Lösungen auf modularer Basis sind besser als Over-Engineering durch investitions-intensiven Sondermaschinenbau.“

Die kompletten Antworten der Branchenprofis lesen Sie in der kommenden „möbelfertigung, die am 15. Februar erscheint. Und wer nicht so lange warten möchte: Online können Sie das Magazin bereits hier lesen.

Außerdem in der Ausgabe: Wie die Branche mit den enorm gestiegen Energiekosten umgeht, warum die Entscheiderdichte auf der diesjährigen „Interzum“ besonders hoch sein wird, in welchen Ländern die Holzwerkstoffbranche besonders stark investiert, weshalb die Themen Automatisierung und Digitalisierung gerade einen besonderen Push bekommen, wie SCM in der DACH-Region Marktanteile gewinnt, was die Fusion von 2020 Technologies und Compusoft zu Cyncly für die Kunden bedeutet und vieles mehr.

Darüber hinaus: Die große Redaktionsstrecke zur „Euroshop“.