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Autor: Möbelfertigung

EMV

Andreas Merz seit Anfang Februar als CMO dabei

Marketing-Verstärkung beim Europa Möbel-Verbund (EMV): Seit Anfang Februar hat Andreas Merz die Position des Chief Marketing Officer (CMO) inne. Gemeinsam mit Wolfgang Rauscheder (CPO, Einkaufsleiter), Michael Klessinger (CSO, Vertriebsleitung) und Barbara Birnkammer (CAO, Leitung Buchhaltung, HR und Verwaltung) arbeitet er zukünftig im Geschäftsleitungskreis eng mit den Geschäftsführern Ulf Rebenschütz und Felix Doerr zusammen.

Andreas Merz ist ein Marketingexperte und hat in seinem beruflichen Werdegang mehrere Management-Positionen überwiegend in den Bereichen Marketing und Vertrieb ausgefüllt. „Wir freuen uns sehr, mit Andreas Merz einen erfahrenen Experten im Team zu haben, mit dem wir das Marketing für unsere Handelsmarken und unser Digitalprojekt homepoet weiter stärken und ausbauen können“, so die EMV-Geschäftsführer Felix Doerr und Ulf Rebenschütz.

Positive Zahlen in herausfordernden Zeiten

Der Industrieverband Büro und Arbeitswelt e. V. (IBA) blickt auf ein herausforderndes Geschäftsjahr 2022 zurück. Die in Deutschland ansässigen Hersteller von Büro- und Objektmöbeln verzeichneten ein Umsatzwachstum von 6,5 Prozent gegenüber 2021. So erreichte die deutsche Büromöbelindustrie hochgerechnet ein Umsatzvolumen von knapp 2,5 Milliarden Euro. Damit setzt sich der positive Trend fort, nachdem bereits 2021 ein Plus in Höhe von 5,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu verzeichnen war. Zuvor war der Branchenumsatz coronabedingt um 11,8 Prozent zurückgegangen. Unter dem Strich erreichte die Branche 2022 in etwa wieder das Umsatzniveau vor der Pandemie.

Besonders starke Nachfrageimpulse kamen 2022 aus dem Inland (plus 8,6 Prozent gegenüber Vorjahr, Export plus 2,2 Prozent gegenüber Vorjahr), während das Wachstum im Jahr 2021 noch stärker durch das Ausland getrieben wurde. Entsprechend ist der Exportanteil mit durchschnittlich 25,4 Prozent leicht zurückgegangen.

Zur guten Nachfrage nach Büromöbeln hat aus Sicht des IBA beigetragen, dass Arbeitgeber den Arbeitsort Büro unter den veränderten Vorzeichen einer zunehmend hybriden Arbeitswelt wieder attraktiver machen wollen: „Zwar hat sich im Verlauf der Coronapandemie die Erkenntnis durchgesetzt, dass viele Tätigkeiten auch in das Homeoffice oder in wohnortnahe Coworking-Spaces verlagert werden können. Dennoch schafft es einen Mehrwert, die Mitarbeiter zu motivieren, sich vor Ort zu treffen und zu arbeiten. Denn die Projektphasen vor Ort gehören nicht nur zum produktiven Arbeiten im Team, sondern sind für echte Innovation unverzichtbar“, so der IBA-Vorsitzende Helmut Link. Vor diesem Hintergrund investierten viele Arbeitgeber derzeit einerseits in die allgemeine Steigerung der Aufenthaltsqualität, andererseits in die Schaffung besserer Voraussetzungen für hybrides Arbeiten. Dazu gehöre, Kommunikationsbereiche auszubauen oder neu zu schaffen sowie Desksharing-Konzepte zu testen und bei guten Erfahrungen dauerhaft zu implementieren.

Mit welchen Schwerpunkten viele Unternehmen trotz der aktuell unsicheren wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in die Ausstattung ihrer Büros investieren, zeigt ein Blick auf die einzelnen Sparten. Tische und Korpusmöbel – also Schränke, Regale und Raumgliederungselemente – legten 2022 mit 12,0 Prozent deutlich stärker zu als Bürositzmöbel mit plus 1,2 Prozent. Dies dürfte eine Folge der grundlegenden Veränderungen sein, die in vielen Unternehmen angestoßen wurden, vermutet der IBA. Wo neue Tische und anderer Stauraum benötigt werden, z. B. beim Desksharing in Form von Lockerschränken zur Aufbewahrung persönlicher Gegenstände, würden Unternehmen möglicherweise andere Investitionen wie z. B. die Erneuerung der Bürodrehstühle, zurückstellen.

Die Nachfrage nach Möbeln für das Homeoffice fiel nach Angaben der IBA-Mitglieder geringer aus als in den Jahren 2020 und 2021. Aber auch hier bestehe noch ein großer Nachholbedarf, um Unternehmen und ihre Mitarbeiter fit für die neuen Arbeitsweisen zu machen.

Die Zahl der Beschäftigten blieb nahezu stabil. Hochgerechnet auf das Jahr 2022 beschäftigte die deutsche Büromöbelindustrie rund 13.500 Personen, was einem leichten Rückgang von 1,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Dabei steht auch die Büromöbelindustrie vor der Herausforderung, freiwerdende Stellen neu zu besetzen. Ein Grund dafür ist das hohe Qualifikationsniveau der Beschäftigten in der Branche. Individualisierte Fertigung und die Verknüpfung von Einrichtungsplanung mit Organisationsberatung und Change Management stellen hohe Anforderungen. Zwar hat die Branche unter dem Dach von Quality Office schon frühzeitig eigene Fort- und Weiterbildungsprogramme aufgebaut, die Gewinnung neuer Mitarbeiter bleibt dennoch wie auch in anderen Branchen eine Herausforderung.

„Unter dem Strich hat sich zumindest bisher die Hoffnung bestätigt, dass die Büromöbelindustrie von den aktuellen Herausforderungen weniger stark betroffen ist als in früheren Krisen. Zwar leiden die Büromöbelhersteller wie die meisten anderen Branchen unter den hohen Energie- und Materialpreisen sowie den deutlichen Lohnsteigerungen, die Nachfrage zeigt sich jedoch aufgrund des hohen Veränderungsdrucks bei den Investoren im In- und Ausland vergleichsweise stabil“, fasst IBA-Vorsitzender Helmut Link zusammen.

Der Start in das neue Jahr sei nach ersten Tendenzen im Januar ebenfalls gelungen, die Investitionsbereitschaft habe sich weiter leicht verbessert. Für Impulse sorgte auch die Leitmesse für moderne Arbeitswelten ORGATEC, die im Oktober erstmals seit Beginn der Coronapandemie in Köln stattfand. Aufgrund der unsicheren Rahmenbedingungen geht der IBA für 2023 aber weiter von einem im Verhältnis zum tatsächlichen Bedarf eher moderaten Umsatzwachstum aus.

Hapo darf sich klimaneutraler Möbelhersteller nennen

Das Unternehmen Hapo aus der Hansestadt Havelberg in Sachsen-Anhalt ist von der Deutschen Gütegemeinschaft Möbel (DGM) mit dem RAL-Gütezeichen „Möbelherstellung Klimaneutral“ ausgezeichnet wurden. HAPO, das steht für Havelberger Polsterbetten, hat seine Produktions- und Vertriebsprozesse auf den Prüfstand gestellt, um den firmeneigenen CO2-Fußabdruck (Carbon Footprint) zu ermitteln. Alle berechneten CO2-Emissionen wurden nun durch die finanzielle Unterstützung von UN-zertifizierten Klimaschutzprojekten für 2023 neutralisiert.

Die Möbelindustrie übernimmt Verantwortung für den Klimaschutz. Bereits rund 70 Unternehmen der Branche haben sich dem im Jahr 2016 von der DGM gegründeten Klimapakt angeschlossen, um gemeinsam beim Erreichen des 1,5-Grad-Ziels der Vereinten Nationen (UN) mitzuhelfen. Etwa 50 der Unternehmen, darunter nun auch Hapo, haben schon die höchste Stufe des Klimapakts erreicht und tragen das RAL-Gütezeichen „Möbelherstellung Klimaneutral“.

DGM-Geschäftsführer Jochen Winning freut sich über das vorbildliche Engagement von Hapo und erklärt: „Der Klimapakt für die Möbelindustrie basiert auf einer dreistufigen Logik, nämlich der Bilanzierung, Reduzierung und Neutralisierung von CO2-Emissionen. Auch wenn einige Treibhausgas-Emissionen im gewerblichen wie auch im privaten Alltag kaum vermeidbar sind, so kann doch jede und jeder dabei mithelfen, selbst weniger CO2 auszustoßen.“ Durch die Unterstützung von Klimaschutzprojekten wird schließlich die globale CO2-Bilanz noch weiter verbessert und zudem wichtige Infrastruktur für die Menschen und das Klima an Projektstandorten auf verschiedenen Kontinenten gefördert. Möbelexperte Winning ist überzeugt: „Das Engagement im Rahmen des Klimapakts leistet an verschiedenen Stellen wertvolle Beiträge zum Klimaschutz – unmittelbar profitiert auch der Vertrieb der teilnehmenden Unternehmen davon, denn immer mehr Endverbraucher bevorzugen beim Möbelkauf Produkte und Hersteller, die Verantwortung für das Klima und für nachfolgende Generationen übernehmen.“

Über das RAL-Gütezeichen „Möbelherstellung Klimaneutral“ und das DGM-Klimapaktlabel hinaus trägt Hapo bereits das regionale Herkunftsgewährzeichen „Möbel Made in Germany“ und das DGM-Boxspringlabel, womit der Hersteller seinen Einsatz für Qualität und Nachhaltigkeit unterstreicht.

HDE

Retail Garage in Berlin soll Zukunft des Einzelhandels vorantreiben

Im Berliner Shopping Center „The Playce“ am Potsdamer Platz entsteht aktuell die Retail Garage, ein neuer Treffpunkt, um den Handel von morgen zu präsentieren und Workshops und Veranstaltungen eine Heimat zu geben. Das Gemeinschaftsprojekt des Mittelstand-Digital Zentrums Handel, des Handelsverbandes Deutschland und des EHI Retail Institutes wird voraussichtlich Ende März 2023 eröffnen.

Mit der Retail Garage sollen Handelsunternehmen sowie Multiplikatoren angesprochen werden. Ziel ist es, die Möglichkeiten und die Attraktivität des Handels in Deutschland zu verdeutlichen und einen Ort für Workshops und Veranstaltungen zum Thema in innovativer Atmosphäre zu bieten.

Der Showroom befindet sich in zentraler Lage mitten in der Hauptstadt. Die ehemaligen Potsdamer Platz Arkaden haben im Herbst 2022 als abwechslungsreiches Shopping- und Freizeiterlebnis neu eröffnet und legen nun einen Fokus auf den Handel als Erlebniswelt.

Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz geförderte Mittelstand-Digital Zentrum Handel, welches vom Handelsverband Deutschland als Konsortialführer und dem EHI Retail Institute als Mitglied des Konsortiums getragen wird (weitere Mitglieder: ibi research, IFH Köln, DFKI), bündelt Expertise auf dem Gebiet des Handels, um über die Zukunft der Branche zu informieren und diese aktiv mitzugestalten.

„Die Retail Garage wird vor allem auch für mittelständische Händlerinnen und Händler Angebote schaffen. Viele kleine Unternehmen brauchen Orientierung und Unterstützung bei der Digitalisierung. Das Mittelstand-Digital Zentrum Handel hilft beim Strukturwandel und der Einführung neuer, innovativer Tools“, erklärt Frank Rehme, Geschäftsführer des Mittelstand-Digital Zentrums Handel.

„In der Retail Garage soll über den konkreten Einsatz von Digitalisierungslösungen im Alltag diskutiert werden, der Kundinnen und Kunden einen Mehrwert bietet“, ergänzt Stephan Tromp, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Handelsverbandes Deutschland.

„Das EHI als Träger der EuroShop bringt hier seine Expertise ein“, erklärt Marco Atzberger, Mitglied der Geschäftsleitung beim EHI Retail Institute. „Handelsunternehmen haben dann einen Anlaufpunkt, um sich jederzeit über die Zukunft des Handels zu informieren, oder aber gezielt Veranstaltungen zu speziellen Themen zu besuchen oder eigene Workshops zu veranstalten – von Künstlicher Intelligenz im stationären Geschäft bis zum Handel im Metaverse.“

Startet Weiterbildungsangebot im Bereich mehrgeschossiger Holzbau

Die Technische Hochschule Rosenheim baut ihr Weiterbildungsangebot aus. Ganz nach dem Motto „Weiter denken – höher bauen!“ startet demnächst eine neue Weiterbildung zum Thema mehrgeschossiger Holzbau. Das kostenfreie Angebot richtet sich an Mitarbeitende von kleinen und mittleren Holzbauunternehmen, Ingenieur- und Architekturbüros im Freistaat Bayern.

Im berufsbegleitenden Seminar CampusHolz zum Thema mehrgeschossiger Holzbau der Technischen Hochschule Rosenheim werden essentielle Kenntnisse zur Planung und Realisierung von mehrgeschossigen Holzbauten in den Gebäudeklassen 4 und 5 vermittelt. Das ökologische Potenzial der Holzbauweise kann aufgrund veränderter rechtlicher Rahmenbedingungen auf mehrgeschossige Bauwerke der genannten Gebäudeklassen erweitert werden. Die Schwerpunkte des Programms liegen auf den Themenfeldern Architektur und Nachhaltigkeit, Tragwerk und Konstruktion sowie Brandschutz.

Für Prof. Maren Kohaus, zuständig für den Schwerpunkt Architektur und Nachhaltigkeit des Weiterbildungsangebotes, müssen nachhaltige Gebäude so entworfen, geplant und ausgeführt sein, dass sie die ästhetischen und technischen Anforderungen mehrerer Generationen erfüllen. „Denn nur Gebäude, die vom Nutzer angenommen werden, werden auch lange instand gehalten. Gerade im mehrgeschossigen Holzbau ist es daher elementar, die Bedarfe und Anforderungen des jeweiligen Projektes frühzeitig im interdisziplinären Planerteam zu klären. Tragwerksplaner*innen, Architekt*innen und Holzbauer*innen bekommen im Rahmen der Weiterbildung holzspezifisches Fachwissen aus der Sichtweise anderer Disziplinen vermittelt. Dadurch sind sie noch besser in der Lage, die großen Herausforderungen des Bausektors gemeinsam anzugehen“, so Kohaus.

Programm ist in drei Phasen aufgebaut

Die Weiterbildung zum mehrgeschossigen Holzbau ist in drei aufeinander aufbauende Phasen aufgeteilt, die von Februar bis November 2023 angeboten werden. Während dieses Zeitraumes werden die notwendigen Kenntnisse zur Planung und Realisierung von Holzbauten praxisnah vermittelt.

Die Weiterbildung beginnt mit Online-Lerneinheiten, die individuell durchgeführt werden können (Phase I). Nach jeder Lerneinheit erfolgt eine kurze Wissensabfrage. In den weiteren Weiterbildungsphasen (Phase II und Phase III) finden Online- und Präsenzveranstaltungen an der TH Rosenheim sowie eine Tagesexkursion statt. Zudem beschäftigen sich die Teilnehmenden mit einer interdisziplinären Projektarbeit, deren Ergebnis während der Abschlussveranstaltung an der TH Rosenheim präsentiert wird. Es bieten sich zahlreiche Möglichkeiten zur Vernetzung untereinander.

Weiterbildung als Chance für die Herausforderungen der Zukunft

Prof. Ulrich Grimminger, zuständig für den Schwerpunkt Tragwerk und Konstruktion des Weiterbildungsangebotes, versteht das lebenslange Lernen als Chance, um die Herausforderungen der Zukunft wie Klimawandel und Digitalisierung zu bewältigen sowie die eigene Persönlichkeit zu entwickeln. „Die berufsbegleitende Weiterbildung macht zudem keinen Ausstieg aus dem Beruf erforderlich. Sie wurde genau für diese Zielgruppe entwickelt. Das Angebot ist interdisziplinär aufgebaut und richtet sich an Ingenieur*innen, Architekt*innen und Fachleute mit einschlägiger Berufspraxis“, so Grimminger. Die Verzahnung dieser Disziplinen sei eine wichtige Voraussetzung für den modernen, energieeffizienten Holzbau. Bei der energieeffizienten Planung handele es sich zudem um ein zukunftsträchtiges Arbeitsgebiet.

Seminar ist gebührenfrei

Als Reaktion auf die Auswirkungen der Corona-Pandemie fördert die Europäische Union den Wissenstransfer aus den Hochschulen in die Wirtschaft. Dank der finanziellen Unterstützung durch das Programm REACT-EU werden die Gebühren für die Weiterbildung vollständig übernommen.

Möchten Sie mehr über CampusHolz erfahren? Dann melden Sie sich gerne für unseren Online-Infoabend am 14. Februar um 18:30 Uhr an: https://www.th-rosenheim.de/die-hochschule/aktuelles/veranstaltungen/detailansicht-veranstaltungen-th-rosenheim/infoabend-weiterbildung-mehrgeschossiger-holzbau-react-eu-campusholz

Weitere Informationen zum neuen Weiterbildungsprogramm finden sich auf der Webseite der Technischen Hochschule Rosenheim unter dem Link: https://www.th-rosenheim.de/studium-und-weiterbildung/weiterbildungsangebot/berufsbegleitende-zertifikatsprogramme/react-eu-campusholz-mehrgeschossiger-holzbau

35 Prozent mehr Umsatz und über 50 Prozent höherer Nettogewinn

In der vergangenen Woche hat der Verwaltungsrat von Lectra unter dem Vorsitz von Daniel Harari den konsolidierten Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2022 geprüft. Der entsprechende Bericht wird am Ende der Sitzung des Verwaltungsrats am 23. Februar 2023 veröffentlicht.

In dem schwierigen Umfeld mit dem Russland-Ukraine Krieg und seinen Auswirkungen, den anhaltenden Corona-Einschränkungen im wichtigen Exportmarkt China und Wechselkursschwankungen konnte sich die Lectra Gruppe gut behaupten.

Der Umsatz betrug in 2022 521,9 Millionen Euro und das EBITDA vor Einmaleffekten lag bei 98,4 Millionen Euro – beides entsprach damit den im Februar 2022 veröffentlichten Ziele, die im Juli präzisiert und im Oktober bestätigt wurden.

Der Umsatz stieg um 35 Prozent und das EBITDA vor Einmaleffekten um 51 Prozent im Vergleich zu den im Jahr 2021 veröffentlichten Abschlüssen. Die EBITDA-Marge vor Einmaleffekten betrug 18,8 Prozent. Das Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit vor Einmaleffekten mit 68,5 Millionen Euro stieg um 54 Prozent. Darin enthalten ist ein Aufwand von 11,8 Millionen Euro für die Abschreibung immaterieller Vermögenswerte, die aus den Übernahmen von Gerber, Neteven, Gemini und der Aktivität von Glengo Teknoloji stammen. Nach Berücksichtigung einer einmaligen Belastung von 4,0 Millionen Euro im Jahr 2022 belief sich das Betriebsergebnis auf 64,5 Millionen Euro.

Der Nettogewinn mit 43,8 Millionen Euro stieg um 55 Prozent. Der freie Cashflow vor Einmaleffekten mit 43,7 Millionen Euro war aufgrund eines vorübergehenden Anstiegs des Betriebskapitalbedarfs leicht rückläufig im Vergleich zu 2021.

Am 8. Dezember 2022 gab Lectra die Unterzeichnung einer Vereinbarung zum Erwerb der Mehrheit des Kapitals und der Stimmrechte des niederländischen Unternehmens Textilegenesis bekannt – die Transaktion wurde am 9. Januar 2023 abgeschlossen.

Zum 31. Dezember 2022 verfügte die Gruppe über eine besonders robuste Bilanz mit einem konsolidierten Eigenkapital von 452,2 Millionen Euro (400,8 Millionen Euro zum 31. Dezember 2021) und einer positiven Netto-Cash-Position von 11,4 Millionen Euro, weniger als zwei Jahre nach der Übernahme von Gerber. Der Bedarf an Betriebskapital war mit 6,3 Millionen Euro negativ.

Der Verwaltungsrat wird der Aktionärsversammlung am 28. April 2023 vorschlagen, für das Geschäftsjahr 2022 eine Dividende von 0,48 Euro pro Aktie auszuschütten.

Ein neuer strategischer Fahrplan für 2023 bis 2025: Die 2017 eingeführte Lectra 4.0-Strategie zielt darauf ab, Lectra bis 2030 als bedeutendsten Akteur im Bereich Industrie 4.0 in seinen drei strategischen Marktbereichen Mode, Automobil und Möbel zu positionieren. Die Strategie wurde bisher durch zwei strategische Roadmaps umgesetzt, die die Zeiträume 2017 bis 2019 und 2020 bis 2022 abdeckten. Das Ganze wird fortgesetzt mit einem neuen strategischen Fahrplan für 2023 bis 2025.

Die Gruppe beabsichtigt, ihre veränderte Größe – vor allem nach der Übernahme von Gerber im Juni 2021 – in vollem Umfang zu nutzen, um das Wachstum zu beschleunigen, den Anteil von „Software as a Service“ (SaaS) am Umsatz deutlich zu erhöhen und Akquisitionsmöglichkeiten zu nutzen. Mit dem Engagement der Mitarbeiter und der Anerkennung durch die Kunden will Lectra eine Vorreiterrolle beim Aufbau einer nachhaltigeren Zukunft spielen.

Um diese Ziele zu erreichen, hat die Gruppe sechs Prioritäten bis 2025 festgelegt:

– Verstärkte Umsetzung ethischer, sozialer, gesellschaftlicher und ökologischer Best Practices sowohl intern als auch gegenüber den Kunden

– Nutzung aller Synergien, die sich aus der Übernahme von Gerber ergeben

– Beschleunigung der Umstellung des Softwareverkaufs auf das SaaS-Modell

– Beschleunigung der Umwandlung des Kundenbeziehungs- und Kundenbindungsmodells der Gruppe

– Fortsetzung des externen Wachstums im Anschluss an die beiden vorherigen Roadmaps;

– Vorbereitung von Lectra auf den Zeitraum 2026 bis 2030

Diese sechs strategischen Prioritäten geben der Gruppe eine Struktur für die Arbeit, die erforderlich ist, um die ehrgeizigen Ziele ihrer strategischen Roadmap zu erreichen. Sie werden im Finanzbericht über die Tätigkeit und im konsolidierten Jahresabschluss für das vierte Quartal und das Geschäftsjahr 2022 ausführlich erläutert.

Lectra strebt an, im Jahr 2025 einen Umsatz von über 700 Millionen Euro (einschließlich 10 % SaaS-Umsatz) zu erzielen, wobei sowohl organisches Wachstum, als auch Akquisitionen und eine EBITDA-Marge vor Einmaleffekten von über 20 Prozent kombiniert werden. Diese Ziele wurden auf der Grundlage der am 30. Dezember 2022 geltenden Wechselkurse, insbesondere 1,07 US-Dollar pro Euro, festgelegt.

Das Unternehmen beabsichtigt, seine attraktive Ausschüttungspolitik für die Aktionäre beizubehalten, mit Dividenden, die über den Zeitraum der Roadmap eine Ausschüttungsquote von etwa 40 Prozent des Nettogewinns ohne einmalige Posten darstellen sollten.

Die Generierung von freiem Cashflow wird auch zur Finanzierung der internen Entwicklungsstrategie der Gruppe und von Akquisitionen sowie zur Rückzahlung von Schulden beitragen.

Ausblick für 2023: Trotz der anhaltenden Ungewissheit für das Jahr 2023 wird Lectra, das über eine besonders starke Bilanz und ein bewährtes Geschäftsmodell mit einem sehr hohen Anteil an wiederkehrenden Einnahmen verfügt, weiterhin investieren, um dem mittelfristigen Wachstum den Vorrang zu geben.

Aufgrund des außergewöhnlich hohen Auftragsbestands zum 1. Januar 2022 (4,3 Millionen Euro höher als der Auftragsbestand zum 1. Januar 2023) und der sehr hohen Anzahl von Aufträgen, die im Januar 2022, also vor Beginn des Krieges in der Ukraine, gebucht wurden, wird der Umsatz für das erste Quartal 2023 voraussichtlich leicht unter dem des ersten Quartals 2022 liegen. In Verbindung mit dem Anstieg der Gemeinkosten wird dieser Rückgang voraussichtlich auch zu einem Rückgang des EBIDTA vor Einmaleffekten führen.

Lectra plant für 2023 mit einem Umsatz zwischen 522 und 576 Millionen Euro (+2% bis +12% bei konstanten Wechselkursen im Vergleich zu 2022) und einem EBITDA vor Einmaleffekten zwischen 90 und 113 Millionen Euro (-5% bis +20% bei konstanten Wechselkursen im Vergleich zu 2022) festgelegt.

„Domotex“

Ab 2024 mit neuem Konzept mit wechselnden Schwerpunkten

Nach zwei Jahren pandemiebedingter Pause war die „Domotex“ 2023 ein voller Erfolg. Die Vorbereitungen für die „Domotex“ 2024, die vom 11. bis 14. Januar in Hannover stattfindet, laufen bereits auf Hochtouren. Zahlreiche Gespräche mit Ausstellern und dem Markt haben gezeigt, dass in den Bereichen „Carpet & Rugs“ und „Flooring“ unterschiedliche Bedürfnisse zum Turnus der „Domotex“ bestehen. Am Standort Hannover werden daher zukünftig beide Welten in einem Modell mit wechselnden Schwerpunkten zusammengeführt:

In den geraden Jahren wird die „Domotex– Home of Flooring“ den gesamten Bereich rund um Hartbodenbeläge und hartbodenbelagsnahe Bereiche sowie Carpets & Rugs umfassend vereinen.

In den ungeraden Jahren präsentiert die „Domotex– Carpets & Rugs“ Aussteller aus dem Angebotsspektrum der handgefertigten Teppiche sowie maschinell hergestellter Teppiche und Teppichböden.

Der etablierte Termin im Januar bleibt bestehen.

Maschinenexporte erreichen 2022 Höchststand

Die exportstarken Maschinen- und Anlagenbauer aus Deutschland haben sich in einem schwierigen globalen Umfeld gut behaupten können. Die Maschinenexporte verzeichneten für das Jahr 2022 laut vorläufiger Ergebnisse des Statistischen Bundesamtes einen Zuwachs von nominal 6,1 Prozent zum Vorjahr. Der Exportwert der Branche erreichte damit einen Rekordwert von 192,4 Milliarden Euro, ein Plus von 11,1 Milliarden Euro. Preisbereinigt verbuchten die Unternehmen im vergangenen Jahr einen Rückgang von real 1,3 Prozent. „Zwar schönen Preiseffekte die Jahresbilanz. Doch auch real kann sich das Ergebnis sehen lassen. Der von vielen gefürchtete starke Rückgang ist 2022 ausgeblieben“, sagt VDMA-Chefvolkswirt Dr. Ralph Wiechers.

Auf Jahresbasis zeigte insbesondere das vierte Quartal ein starkes Plus von nominal 9,3 Prozent. „Neben zahlreichen Indikatoren wie gesunkenen Frachtraten belegen die jüngsten Exportdaten, dass sich Störungen der globalen Lieferketten weiter aufgelöst haben“, analysiert Wiechers. „Zudem sind die Exporterwartungen der Maschinen- und Anlagenbauer zuletzt gestiegen – ein gutes Omen für den Start in das noch neue Jahr 2023.”

Die USA sind weiterhin der wichtigste Exportmarkt für Maschinenlieferungen aus Deutschland. Im vergangenen Jahr wurde der Vorsprung vor China sogar weiter ausgebaut. Die Ausfuhren in die Vereinigten Staaten legten um nominal 20 Prozent auf 24,8 Milliarden Euro zu. Die Exporte nach China verringerten sich dagegen um nominal 2,3 Prozent auf 18,9 Milliarden Euro. Damit gingen 12,9 Prozent aller Maschinenlieferungen aus Deutschland in die USA, der Anteil Chinas liegt mit 9,8 Prozent nun erstmals seit 2016 wieder unter 10 Prozent.

„Die Industrie in China verlor ab dem zweiten Quartal 2022 deutlich an Wachstumsdynamik. In der Folge verfehlten nicht nur die deutschen Maschinenexporte nach China das 2021er-Ergebnis. Auch der Umsatz der chinesischen Maschinenbauindustrie selbst blieb unter dem Vorjahresniveau. Die US-Wirtschaft zeigte sich dagegen sehr robust. Das führt zu einer unverändert starken Nachfrage nach Maschinen und Anlagen aus Deutschland. Bei einer ohnehin hervorragenden technologischen Wettbewerbsfähigkeit stärkte der schwache Euro die preisliche Wettbewerbsfähigkeit auf diesem Wachstumsmarkt“, kommentiert Wiechers.

Die Maschinenexporte aus Deutschland in die EU-27 legten im vergangenen Jahr um nominal 5,0 Prozent auf 84,4 Milliarden Euro zu. Die EU-Partnerländer kommen so auf einen Anteil an den deutschen Ausfuhren von insgesamt 43,9 Prozent. Die Maschinenausfuhren in die drei wichtigsten Abnehmerländern in der EU-27 – Frankreich (plus 5,2 Prozent auf 12,9 Milliarden Euro), Italien (plus 9,0 Prozent auf 9,6 Milliarden Euro) und Niederlande (plus 6,1 Prozent auf 8,5 Milliarden Euro) – lagen über dem EU-Durchschnitt. In den europäischen Ländern außerhalb der Europäischen Union verbuchten die deutschen Exporteure insbesondere in der Türkei (plus 20,8 Prozent auf 4,8 Milliarden Euro), im Vereinigten Königreich (plus 9,7 Prozent auf 8,3 Milliarden Euro) und in der Schweiz (plus 11,8 Prozent auf 6,1 Milliarden Euro) starke Zuwächse.

Die Maschinenausfuhren nach Russland sind im vergangenen Jahr kräftig um 49,4 Prozent auf 2,8 Milliarden Euro gesunken. Allein für den Dezember 2022 steht ein Minus von mehr als 65 Prozent in den Büchern. Der Anteil der deutschen Maschinenausfuhren nach Russland an den gesamten deutschen Maschinenausfuhren beträgt nur noch 1,4 Prozent, was Rang 19 im Exportranking entspricht. Vor dem Ukraine-Krieg war Russland noch innerhalb der Top-10 Abnehmerländer. Einen deutlichen Anteilszuwachs verzeichnete dagegen Indien. Mit einem nominalen Exportplus von 28,2 Prozent auf nunmehr 3,9 Milliarden Euro, rangiert Indien nun auf Platz 14 der Abnehmerländer für Maschinen- und Anlagen aus Deutschland.

Hochmoderne Schalldämpfungstests

Die Vita Group, einer der führenden europäischen Anbieter von Polyurethan-Weichschaumstoffen (PU), hat ihre Forschungs- und Entwicklungskapazitäten mit der Einführung einer fortschrittlichen akustischen Prüftechnologie auf die nächste Stufe gehoben.

Das in Middleton ansässige Unternehmen Vitec, das zur Vita Group gehört, hat in die Installation einer Alpha-Kabine investiert, die detaillierte Daten über die Schalldämmungs- und Schallabsorptionseigenschaften von Schaumstoffprodukten liefert. Dies wird Vita dabei helfen, Materialien und Verbundstoffe mit optimaler Geräuschdämmung für Endverbraucher in einer Reihe von Marktsektoren zu entwickeln.

Vitec kann nun in seiner eigenen Forschungsabteilung innovative High-End-Audio-Tests durchführen. Dadurch kann das F&E-Team mehr Chargen testen und schneller auf Kundenwünsche oder interne F&E-Durchbrüche reagieren.

Das Verständnis der akustischen Eigenschaften von Schaumstoff ist für eine Reihe von Anwendungen von entscheidender Bedeutung, zum Beispiel um Autos und Flugzeuge zu entspannenden Umgebungen zu machen, die Geräuschübertragung zwischen Wohnungen mit mehreren Bewohnern zu verringern und eine hohe Klangqualität in Kinos und anderen Sälen zu erreichen. Wenn man weiß, wie sich Schall durch Schaumstoff ausbreitet, kann man auch Störungen durch laute Geräte wie Heizungs-, Lüftungs- und Klimaanlagen minimieren und das Risiko von Gehörschäden in lauten Industrieräumen verringern, indem man schwere Maschinen und Geräte leiser macht.

Dank Investitionen wie der Alpha-Kabine und dem Fachwissen des Middleton Innovation Centre kann das Team von Vita Schaumstofflösungen maßschneidern, um bestimmte Frequenzen zu absorbieren. Das heißt, wenn eine bestimmte störende Frequenz bekannt ist, kann der Schaumstoff so angepasst werden, dass er der jeweiligen Herausforderung am besten gerecht wird.

Stuart Roby, Geschäftsführer der Abteilung Technik und Bodenbeläge bei der Vita Group, erklärt: „Die Alpha-Kabine in unserem Middleton Innovation Centre ist eine aufregende Entwicklung. Sie eröffnet eine Reihe von Möglichkeiten für unsere Forschung im Bereich der lärmmindernden Schaumstofflösungen. Sie eröffnet zahlreiche Möglichkeiten für die Forschung im Bereich lärmmindernder Schaumstofflösungen. Es besteht ein Bedarf an derartigen Lärmminderungssystemen. Von Rechenzentren über Produktionszentren bis hin zu Theatern wollen alle herausfinden, wie sie knifflige schalltechnische Probleme und Lärmminderungssysteme lösen können, für die es auf dem Markt eine große Nachfrage gibt. Ob Rechenzentren, Produktionszentren oder Theater, wir können jetzt alle Kunden bei der Lösung schwieriger Schallprobleme unterstützen.
Unsere Fähigkeit, in kürzester Zeit Tests auf dem neuesten Stand der Technik durchzuführen und diese Informationen dann zu nutzen, um Schaumstoffe für bestimmte Situationen maßzuschneidern, hat den Forschungsprozess gestrafft und macht uns zum idealen Partner für Unternehmen, die herausfinden wollen, wie Schaumstoffe ihre akustischen Herausforderungen und Probleme lösen können.“