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Autor: Möbelfertigung

„Automatica“

Neuer Rhytmus – zweite Ausgabe innerhalb von zwölf Monaten

Nur ein Jahr nach der Rückkehr aus der Zwangspause findet die „Automatica“ – Leitmesse für intelligente Automation und Robotik – von 27. bis 30. Juni 2023 erneut statt. Grund dafür ist der Wechsel in einen neuen Rhythmus. Von nun an trifft sich die internationale Automationsbranche stets in ungeraden Jahren auf dem Münchner Messegelände, parallel zur „Laser World of Photonics“ – Weltleitmesse und Kongress für Komponenten, Systeme und Anwendungen der Photonik.

Projektleiterin Anja Schneider blickt optimistisch auf die Veranstaltung im kommenden Sommer: „Unser Leben wird immer stärker von globalen Herausforderungen wie Lieferkettenproblematik oder Fachkräftemangel bestimmt. Robotik und Automation als Schlüsseltechnologien bieten hierfür die passenden Lösungen. Nur intelligent automatisiert und digital vernetzt lässt sich wirtschaftlich und nachhaltig produzieren. Wie das funktioniert, zeigt die automatica in München.“

Rund viereinhalb Monate vor Beginn der Veranstaltung füllen sich die Hallenflächen und die komplette Wertschöpfungskette der Robotik und Automation ist abgebildet. Bei der Robotik haben unter anderem ABB, Fanuc, Kawasaki, Kuka, Stäubli, Universal Robotics und Yaskawa ihre Teilnahme zugesagt.

Im Bereich Montage- und Handhabungstechnik sind Afag, Bosch Rexroth, BBS Automation, Deprag, Festo, Hahn Group, Mikron, Pia Automation, Schaeffler, Schunk sowie Weber Schraubautomaten vertreten. Zu den Ausstellern der Industriellen Bildverarbeitung zählen unter anderem Basler, Carl Zeiss, Cognex, IDS, MVTec, VMT und auch Visio Nerf. Außerdem werden weitere namhafte Aussteller wie Beckhoff, Heidenhain, Ifm sowie Murrelektronik und Siemens ihre Produkte und Lösungen in München präsentieren.

Neben den führenden Unternehmen aus der Automationsbranche sind auch viele spannende Newcomer an Bord. „Auch die Konjunkturprognosen für Robotik und Automation gestalten sich derzeit positiv – gute Aussichten also für eine spannende und lohnende ,Automatica‘ 2023“, fasst Anja Schneider zusammen.

Drei Leitthemen stellt die „Automatica“ 2023 in den Mittelpunkt: Die Digitale Integration und KI, Nachhaltige Produktion sowie Zukunft der Arbeit. Der Bereich Digitale Integration und KI thematisiert unter anderem Augmented/Virtual Reality und Digital Twins. Nachhaltige Produktion setzt sich aus den Elementen CO2-Neutralität, Kreislaufwirtschaft, Wandelbarkeit der Produktion und KI, Green-Tech zusammen. Die Zukunft der Arbeit ist eng mit den Begriffen Mensch-Maschine-Kollaboration, Service-Robotik sowie Mobile Robotik verknüpft. Unter dem Motto „ease-of-use“ sollen auch KMUs sowie weniger automatisierte Branchen weit über das produzierende Gewerbe hinaus Zugang zur Automation und somit Unterstützung bei der Kompensation des Fachkräftemangels erhalten.

„Internationale Möbeltage Dresden“ 2023

Die Transformationen des Wohnens

Ressourcenschonend Bauen, die Begleiterscheinungen der Urbanisation, New Living, Neue Wohnkonzepte, kuratiertes Wohnen, urbane Renaturierung, Städteplanung, die Verdorfung der Megacities, Urban Farming bis hin zu Ernährung 2.0: Mit welchen Konzepten kann die Möbelindustrie auf gesellschaftliche Veränderungen, den Klimawandel, die neue Arbeitswelt, das Kaufverhalten der Generation Z und die demografische Entwicklung reagieren? Welche Chancen ergeben sich aus der Transformation des Wohnens? Diese Fragen will Harald Klüh, Global Brand Manager bei Grass, anlässlich der „Internationalen Möbeltage“ in Dresden am 22. und 23. März in der sächsischen Landeshauptstadt und schönen Elbmetropole angehen. Er ist einer der drei Keynote-Speaker am ersten Konferenztag. Und wer Klüh kennt, der weiß, dass es spannende 45 Minuten werden…

Unbedingt im Tagungszentrum der „Dreikönigskirche“ dabei sein und vor Ort mit Harald Klüh sowie anderen Referenten und Teilnehmern austauschen: https://www.moebeltage.de
Das komplette Programm lässt sich auf der Veranstaltungshomepage ebenfalls ansehen.

Über individuelle Sponsoring-Möglichkeiten oder Company-Tickets informiert Sie Nicole Pornhagen, nicole.pornhagen@vincentz.net, +49 40 632018-81

Kein Investor in Sicht

Die Hoffnungen auf einen Investor für Küchen Quelle haben sich, zumindest vorerst, zerschlagen. Zwar ist der vorläufige Insolvenzverwalter Patrick Meyerle von der Pluta Rechtsanwalts GmbH weiterhin auf der Suche, doch die zuletzt verbliebenen Interessenten sind nun doch abgesprungen.

Gestern informierte Patrick Meyerle darüber auch die Mitarbeiter. Zum Ende des Monats wird nun die Eröffnung des Insolvenzverfahrens durch das Amtsgericht Nürnberg erwartet. Für die Mitarbeiter läuft das Insolvenzgeld bis Ende Februar, weil der vorläufige Verwalter entschieden hatte, den Insolvenzgeldzeitraum rollieren zu lassen. Da es bislang keinen Investor gibt, muss den Mitarbeitern aus rechtlichen Gründen mit einer Frist von maximal drei Monaten zum Monatsende gekündigt werden. Die Bezahlung der Gehälter für die kommenden drei Monate ist gesichert aufgrund einer kürzlich geschlossenen Vereinbarung mit einem Gesellschafter. Nach Verhandlungen mit dem Pluta-Team sicherte die Investmentgruppe EMMA Capital eine entsprechende Geldsumme zu, sodass auch im eröffneten Verfahren neben den Gehaltszahlungen auch die Auslieferung weiterer Küchen möglich ist.

Küchen Quelle konnte trotz des laufenden Insolvenzverfahrens seit dem 25. November bei über 800 Kunden bestellte Küchen gegen eine Zuzahlung als Kostenausgleich für Lieferung und Montage einbauen. Weiterhin verspricht Patrick Meyerle: „Wir werden über die Eröffnung des Insolvenzverfahrens hinaus bis voraussichtlich Juni weitere Küchen zur Auslieferung bringen. Dafür möchte ich allen Mitarbeitern und Geschäftspartnern sowie EMMA Capital herzlich danken. Umso mehr schmerzt es, dass aus rechtlichen Gründen zum Monatsende die Kündigungen unvermeidlich sind.“

Ein Grund für die Zurückhaltung der Investoren sei unter anderem die Größe von Küchen Quelle und die damit verbundenen Fixkosten. In den vergangenen Tagen und Wochen haben einige Mitarbeiter das Unternehmen auf eigenen Wunsch verlassen und bereits neue Jobs gefunden. Weitere Eigenkündigungen sind bereits angekündigt, sodass im eröffneten Verfahren mit einer Belegschaft von etwa 200 bis 220 Mitarbeitern gerechnet wird. Über den weiteren Sachstand bei der Investorensuche wird der Verwalter im März bzw. April informieren.

Gelungene Messe-Premiere

Die Premiere der „Besser Schlafen“ (9.-11. Februar) in Hannover ist eindrucksvoll gelungen. Nach zwei Fachbesuchertagen und einem Publikumstag schloss die Veranstaltung in den Pavillons unter dem Expo-Dach auf dem Messegelände mit rund 1 000 Besuchern. Insbesondere der Publikumstag am Samstag hat die gesamtgesellschaftliche Relevanz des Themas Schlafgesundheit verdeutlicht. Das Konferenzforum mit Vorträgen zu den Themen Schlafumfeld, Schlafen lernen und Schlafmedizin war sehr gut besucht. Zahlreiche Besucher beteiligten sich an den Diskussionen und Übungen aus dem Qi Gong und teilten ihre persönliche Schlaf-Geschichte.

Sowohl die Schlafmediziner aber auch die Schlaf-Coaches und Austeller sind mit dem Verlauf und der Qualität der „Besser Schlafen“ sehr zufrieden. Sie konnten sich an den beiden Fachbesuchertagen innerhalb der Branche neu vernetzen und brachten ihr Fachwissen im Rahmen der Konferenz einem breiten Publikum näher. „Speziell bei den neuen, noch jungen Messen ist es spannend zu beobachten, wie jede Branche ihre eigene Dynamik entfaltet, bestehende Kontakte pflegt, neue knüpft und Synergien untereinander nutzt. Mit dem Thema ,Besser Schlafen‘ haben wir ein absolutes Trendthema gefunden.“, resümiert Simona Erdmann, Projektleiterin der „Besser Schlafen“ bei der Deutschen Messe und sagt weiter: „Unser Ziel war es, dem Thema Schlafgesundheit als gesamtgesellschaftliche Aufgabe eine Bühne zu geben – das haben wir erreicht.“

Während Ihrer Eröffnungsrede am Donnerstag betonte auch die niedersächsische Staatssekretärin Dr. Christine Arbogast vom Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Gleichstellung die Wichtigkeit einer guten Nachtruhe für das persönliche Wohlbefinden und das Vorbeugen von Krankheiten. „Wir müssen uns erholen um gesund und leistungsfähig zu bleiben.“ Die Sichtbarkeit des Themas Schlafgesundheit hat mit der „Besser Schlafen“ deutlich zugenommen und zur Diskussion in der Gesellschaft animiert. Auch die Deutsche Restless Legs Vereinigung konnte als Partner der Veranstaltung die „besser schlafen“ erfolgreich als Plattform nutzen. „Viele Hausärzte sind über diese spezielle Krankheit nicht ausreichend informiert und wir konnten in den Gesprächen feststellen, dass die Betroffenen froh um einen ersten Anlaufpunkt waren“, sagt Willi Kahlfeld von der Deutschen Restless Legs Vereinigung und lobt weiter die „hervorragenden Vorträge.“

Neben ernsthaften medizinischen Ursachen von Schlafproblemen, wie beispielsweise Schlafapnoe, wurde in der Konferenz oft die Macht der Gewohnheiten angesprochen. Schlafforscher Dr. Albrecht Vorster berichtet, dass am Anfang einer jeden Behandlung das Schlafprotokoll stehe: „Bei Ansicht der Notizen fällt es den Patienten oft schon wie Schuppen von den Augen und sie erkennen selber die Muster, hinter ihrem individuellen Schlafproblem“, sagt er. Fitness-Influencer und Biohacker Nico Airone weist in der Diskussionsrunde auf die Wichtigkeit der letzten Stunde vor dem Schlafengehen hin und empfiehlt bei Einschlafproblemen die 4-7-8 Atemübung. Vier Sekunden einatmen, sieben Sekunden die Luft anhalten und acht Sekunden ausatmen. Das Gleiche empfiehlt auch Anja Mönnich in ihrem Workshop „Meine Schlafprobleme treiben mich noch in den Wahnsinn“, wobei sie den Rhythmus 4-4-8 bevorzugt. Er ist neben der tiefen Bauchatmung und der etwas schwerer zu erlernenden Methode der Selbsthypnose einer ihrer drei erprobten Methoden bei Einschlafproblemen.

Die nächste Kongressmesse der „Besser Schlafen“ ist vom 15. bis 17. Februar 2024 und wird noch stärker die Verbraucher fokussieren. Denn Schlafen wird immer mehr zu einem Lifestyle-Thema, über das wir lernen, offen zu sprechen. Die Nachfrage nach Produkten und Lösungen zum besseren Schlaf ist eindeutig – das hat bereits die Premiere der „besser schlafen“ eindrucksvoll bewiesen.

Transfer4Production startet – Wirtschaftsstaatssekretärin Dick-Walther übergibt Förderbescheid

Die Implementierung von technischen Industrie 4.0 Lösungen in mittelständische Unternehmen ist eine Herausforderung für Industrie und Politik. Mit dem Projekt Transfer4Production (T4P) unterstützt das rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerium eine wichtige Maßnahme, um produzierende Unternehmen in Rheinland-Pfalz für Produktionswelten der Zukunft fit zu machen. Von Kaiserslautern aus trat die Vision Industrie 4.0 (I40) 2011 ihren Siegeszug um die Welt an. Die Smartfactory-KL (SF-KL) stellte 2014 den weltweit ersten I40-Demonstrator auf der Hannover Messe vor. Seitdem ist die SF-KL Vorreiter für die Produktion von morgen.

Die produzierenden Unternehmen profitieren davon, dass ein Forschungsleuchtturm in Rheinland-Pfalz Industrie 4.0 ist. „An dem Thema arbeiten wir in Kaiserslautern seit Jahren und haben dazu unsere Shared Production entwickelt, die die Produktion der Zukunft darstellt“, so Prof. Martin Ruskowski, Vorstandsvorsitzender der Smartfactory-KL. „Darin kommen Schlüsseltechnologien wie Digitale Zwillinge, 5G, Künstliche Intelligenz, Operational Safety Intelligence zum Einsatz.“ Die Staatssekretärin des rheinland-pfälzischen Wirtschaftsministeriums Petra Dick-Walther unterstützt die Weiterentwicklung von Industrie 4.0 und hat für das Projekt Transfer4Production einen Förderbescheid in Höhe von rund 430.000 Euro überreicht. „Rheinland-Pfalz hat einen starken und ausgeprägten Mittelstand. Der Wertschöpfungsbeitrag des produzierenden Gewerbes macht in unserem Land knapp 30 Prozent aus. Deshalb ist es wichtig, dass Unternehmen einen systematischen Zugang zu innovativen Technologien haben, die ihnen dabei helfen, wettbewerbsfähig ihre Zukunft zu gestalten. Die Smartfactory Kaiserslautern möchte mit dem Projekt Transfer4Production ein Angebot für Unternehmen schaffen, um sich zu informieren, sich zu vernetzen und auch um konkrete Umsetzungsschritte mit Partnern im ganzen Land zu planen“, sagte Wirtschaftsstaatssekretärin Petra Dick-Walther.

Transfer bedeutet die Entwicklungen der Wissenschaft in die Anwendung zu bringen und gleichzeitig die Bedarfe aus Wirtschaft und Industrie zu erkennen, um wissenschaftliche Tätigkeiten daran ausrichten zu können. Daher ist der Aufbau von persönlichen Kontakten und Netzwerken der Schlüssel für erfolgreichen Transfer. „Der Transferbedarf wächst während dieser 4. Industriellen Revolution stetig weiter“, erklärt Ruskowski. „Wir wissen das von unseren Mitgliedern, mit denen wir zusammen Industrie 4.0-Lösungen entwickeln. Aber wir merken das auch durch verstärkte Anfragen von KMU.“ Deshalb veranstaltet T4P Workshops mit Unternehmen und organisiert Netzwerke zwischen Firmen, Verbänden und Forschungseinrichtungen. Transfer4Production unterstützt dabei konkret, z.B. bei Themen wie Produktionsarchitektur, Fertigungsinfrastruktur, Künstliche Intelligenz im Produktionsumfeld, Digitale Zwillinge, sicherer Datenraum, 5G-Anwendungen im Produktionsumfeld usw. Dadurch, dass die SmartFactory-KL mit der Rheinland-Pfälzischen Technischen Universität Kaiserslautern-Landau und dem Deutschen Forschungsinstitut für Künstliche Intelligenz verbunden ist, kann sie auf viel Wissen und Erfahrung zurückgreifen. Doch das Hauptproblem liegt woanders. „Viele Firmen wissen gar nicht, dass und wie das Land oder der Bund Maßnahmen zur Digitalisierung der Produktion fördern“, erklärt T4P-Projektleiterin Svenja Knetsch. „Es ist unsere Aufgabe hier Hilfestellung zu leisten.“

Zu dichter Wald gefährdet Wasserversorgung

Im Rahmen des 42. „Freiburger Winterkolloquiums“, der bedeutendsten jährlichen forstwissenschaftlichen Fachtagung in Deutschland, beleuchteten acht Vorträge das Thema „Geht dem Wald das Wasser aus?“ Die Schwerpunkte lagen hierbei auf der Wirkungsweise von Trockenheit in Wäldern, Wald(um)baumöglichkeiten, der Waldbrandproblematik und den Umgang der Holzindustrie mit Kalamitätsholz. Allesamt Kernthemen rund um die wohl wichtigste forstwissenschaftlichen Frage des Jahrhunderts: Wie kann unser Wald im Klimawandel bestehen?

Besonders das Thema Wasserversorgung im Wald steht angesichts von im ganzen Land weit sichtbaren großflächigen Dürreschäden im Fokus auch einer nichtfachlichen Öffentlichkeit. Ein von vermeintlichen Waldschützern gern vorgebrachtes Argument: Die Waldbewirtschaftung lichte den Wald auf und erhöhe so die Verdunstung. Ein geschlossenes Kronendach hingegen kühlt das Waldinnenklima und hält die Feuchtigkeit im Wald. Nur mit einer starken Einschränkung von Bewirtschaftungsmaßnahmen, so die Schlussfolgerung, könne der Wald gegen zunehmende Trockenheit gewappnet werden. Zum genau gegenteiligen Ergebnis kommen nun die Wissenschaftlicher in Freiburg: Forschung und Praxis erarbeiteten eine klare Handlungsempfehlung für den Umgang mit unseren Wäldern zugunsten eines gesunden Wasserhaushalts aus: Eine zentrale Erkenntnis: Das aktive Eingreifen, eine nachhaltige Forstwirtschaft, die unbürokratisch und flexibel auf die Auswirkungen des Klimawandels reagieren kann, ist der beste Weg, um den Wasserhaushalt der Wälder langfristig gesund zu erhalten. Ein zu dichter Waldbestand verstärkt die Auswirkungen von Trockenheit sogar noch.

„Unsere Wälder werden weiter unter Trockenheit leiden und Reinbestände müssen weiter umgebaut werden“, so Lukas Freise, Geschäftsführer der AG Rohholz, „gutgemeinte Maßnahmen wie Einschlagsstopps oder ein zu dichter Wald hingegen belasten den Wasserhaushalt zusätzlich, weil zu viel des weniger werdenden Niederschlags im Kronendach hängenbleibt und das Grundwasser bzw. die wasseraufnehmenden Wurzeln am Waldboden nicht erreicht“, so Freise weiter.

Als Konsequenz der wissenschaftlichen Erkenntnisse aus Freiburg, so die Forderung der AGR, müssen Einschlagsstopps umgehend zurückgenommen und die in Deutschland aktuell noch sehr große Fläche kaum bewirtschafteter und stark zugewachsener Wälder gezielt aufgelichtet werden, um die im Klimawandel immer wichtiger werdende Wasseraufnahmekapazität zu optimieren. Aus der gesamten DACH-Region (Deutschland, Österreich/Schweiz) bestätigen dies Erkenntnisse von Fachleuten aus Forschung und Praxis. Feldversuche aus der Schweiz zeigen, dass Durchforstungen den Wasserhaushalt der Wälder maßgeblich verbessern. Unterstützt wird dies auch aus bodenkundlicher Sicht durch die Empfehlung einer mittleren Bestandsdichte, um ein Optimum zwischen Wasserhaushalt und Waldinnentemperatur zu schaffen.

Im Positionspapier „Wasserhaushalt der Wälder“ fasst die Arbeitsgemeinschaft Rohholz die Erkenntnisse des Freiburger Winterkolloquiums und die relevanten Fakten einer klimaoptimierten und wassererhaltenden Forstwirtschaft zusammen.

16 Prozent mehr Umsatz

Über 16 Prozent mehr Umsatz habe Nolte Küchen im vergangenen Jahr verbucht, so verkündet das Unternehmen heute. Auch das Schwesterunternehmen Express Küchen konnte ein zweistelliges Wachstum verzeichnen, wie es heißt. Somit dürfte der Gesamtumsatz mit Küchen 2022 bei etwa 710 Millionen Euro liegen (bei einem geschätzten Umsatz von 610-620 Mio. Euro im Jahr 2021). Eigene Angaben zu den absoluten Zahlen macht das Unternehmen nicht.

In Löhne und Melle werden derzeit auf über 100.000 qm rund 880 Küchen pro Tag mit rund 1.400 Mitarbeitern produziert. Insgesamt bewege sich vieles in dem Familienunternehmen aus Löhne: Neben der Eröffnung des „Nolte Forums“ im September 2021 zählt der Ausbau der Bereiche Living, HWR und Nolte Spa ebenso wie des exklusiven Frontenprogramms „Nolte Neo“ dazu. Ein weiterer Meilenstein war im letzten Jahr die Veröffentlichung des ersten Nachhaltigkeitsberichts für 2021. Dazu betont Geschäftsführer Marc Hogrebe: „Wir sind seit 2020 ein klimaneutrales Unternehmen und beziehen seit 2021 unseren Strom komplett aus erneuerbaren Energien. Unser nächstes Ziel ist die Zertifizierung ‚klimaneutrales Produkt‘.“

Für das laufende Jahr wagt Geschäftsführerin Melanie Thomann-Bopp eine vorsichtige Prognose: „Wir haben zwei sehr erfolgreiche Jahre hinter uns, diese stärken uns den Rücken. Gleichzeitig sorgt eine gute Auftragslage dafür, dass wir schon jetzt optimistisch ins herausfordernde laufende Jahr blicken.“

12 Prozent Umsatzwachstum in 2022

Das Schüller Möbelwerk zieht Bilanz zum vergangenen Geschäftsjahr und veröffentlicht aktuelle Geschäftszahlen:

„Mit dem Jahresstart 2022 fand die Schüller Möbelwerk KG zunächst gute ökonomische Rahmenbedingungen vor. Die innerbetrieblichen Schwerpunkte lagen unverändert im Ausbau der Services zu unseren Handelspartnern, der technologischen Fortentwicklung der Produktion und der stetigen Prozessoptimierung durch Digitalisierungsprozesse. Der Jahresbeginn hatte gesellschaftlich sowohl für den Handel als auch für die Industrie verheißungsvoll und geprägt von guter Konsumneigung/-laune begonnen. Keine angeordneten Corona-Einschränkungen bei Ladenöffnungszeiten, nach wie vor stabile Nachfrage und gute Auftragseingänge.

Der Angriffskrieg gegen die Ukraine rief über Nacht unsägliches Leid in der ukrainischen Bevölkerung hervor. Ängste, Verunsicherung, Verteuerung und wirtschaftliche Kaufzurückhaltung waren die unmittelbaren Folgen in Europa. Erste spürbare Anzeichen waren bereits im Juni 2022 in den Auftragseingängen der Küchenmöbelindustrie erkennbar. Damit einhergingen wiederholt überproportionale Preissteigerungen der Vorlieferanten für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe. Dies führte unweigerlich zu einer unterjährig erforderlichen Preisanpassung.

Das über Jahrzehnte gewohnte Kalkulationsverhalten geriet aus den Fugen. Die steigende Inflationsrate nahm ihren Lauf. Die fiskalpolitische Maßnahme der Erhöhung des Leitzinses führte zu steigenden Zinsraten bei Konsum- und Baukrediten. Das Jahr 2022 forderte verstärkt die Flexibilität der Handelspartner. Die Kombination aus fehlenden Fachkräften und nicht eingehaltenen Baufertigstellungsterminen führte zwangsläufig zur anhaltenden Korrektur von Liefer-terminen. Für die Schüller Möbelwerk KG eine riesige Herausforderung und Drahtseilakt zwischen Kapazität und Logistik über Monate hinweg.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr 2022 konnte durch einen Mix aus positiver Mengenentwicklung, Steigerung des Durchschnittswertes, als auch der Preisanpassung die Schüller Möbelwerk KG ein solides Umsatzwachstum von + 12,2 Prozent auf 753,2 Millionen Euro erwirtschaften. Die positiven Beiträge wurden sowohl im Inland (+ 10,1 %) und in internationalen Märkten (+ 17,1 %) erreicht. Dies führt Stand heute zu einer gestiegenen Exportquote von knapp über 30 Prozent.

Im Vergleich zum Vorjahr war die generelle Materialversorgung konstant gesichert. Durch die Kriegsumstände und den mehrfach daraus resultierenden Rohstoff- und Energieverteuerungen waren deutliche Kostensteigerungen zu verzeichnen.

Dank des ausgewogenen Produktportfolios sowie den Neuheiten konnten die Qualitätsmarke Schüller Küchen und Möbel und die Premiummarke „Next125“ weiter an Begehrlichkeit zulegen und bieten den Partnern somit nahezu die komplette Palette vom mittleren Preisbereich bis ins Premiumsegment.

Durchschnittlich 2.209 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter waren im Jahr 2022 für die Schüller Möbelwerk KG beschäftigt. Was sie motiviert, sind die Wünsche der Kunden und die Herausforderungen unserer Zeit. In der gegenwärtigen Phase des Fachkräftemangels ist es darüber hinaus dem Team Recruiting gut gelungen, weitere qualifizierte Mitarbeitende für den Standort Herrieden zu gewinnen. Auch die Ausbildung junger Menschen in zahlreichen Berufsbildern sowie dualer Studiengänge sind wichtige Säulen für Schüller und sorgen für einen frühzeitigen Einstieg und Bindung zum Unternehmen. Ein maßgebliches Credo ist für Schüller Küchen die Fortbildung und Förderung aller Mitarbeitenden. Durch zahlreiche innerbetriebliche Angebote wird weitere Qualifizierung erworben, was den Arbeitnehmenden und dem Unternehmen in gleichem Maße zugutekommt.

Der kontinuierliche Verbesserungsprozess und Nutzung von aktuellen Technologien führte auch im Jahr 2022 zu weiteren Investitionen am Standort Herrieden.

Von der These Ökologie braucht Ökonomie und Ökonomie braucht Ökologie ist man in Herrieden seit jeher überzeugt. Zahlreiche zurückliegende Maßnahmen sind Spiegelbild dieser Haltung. Am 12. Januar 2023 ging die 4,6 MW Photovoltaik-Anlage, welche eine Fläche von rund 22.000 Quadratmeter umfasst, ans Netz. Die Schüller Möbelwerk KG ist seit 2020 ein klimaneutrales Unternehmen. Sämtliche Erfordernisse der drei Scope-Bewertungen wurden auch im letzten Jahr erneut erfüllt. Für die Zukunft gilt weiterhin der Vorsatz, ressourcenschonend zu agieren und somit nachhaltig ein Augenmerk auf die Vermeidung von CO² zu legen.“

„Bolia Design Awards“ 2023

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Ab sofort lädt Bolia Designer:innen aus aller Welt dazu ein, ihre Entwürfe bei der Jury der „Bolia Design Awards“ 2023 einzureichen. Wie bereits in den vergangenen Jahren werden im Einklang mit Bolias Vision des New Scandinavian Design drei Preise für die kreativsten, innovativsten und nachhaltigsten Projekte vergeben. Bis zum einschließlich 1. Mai 2023 können die Teilnehmer:innen bis zu drei verschiedene Vorschläge präsentieren.

Schon seit 2007 zeichnet Bolia mit den –„Design Awards“ sowohl aufstrebende als auch etablierte Talente aus der ganzen Welt aus und würdigt dabei insbesondere deren kreative Visionen und einen nachhaltigen Ansatz im gesamten Designprozess. Diese Initiative schafft nicht nur neue Möglichkeiten für die innovativsten Designer:innen, sondern lädt außerdem dazu ein, neue Perspektiven zu öffnen und Wege für die Gestaltung einer besseren Zukunft zu finden.

Die Zen Teppiche von Emily Broom, der Kleiderständer Cocoon von Benditas Studio, die Vase Bronco von Fabio Vogel sowie der Couchtisch Latch von Dazingfeelsgood wurden allesamt im Rahmen der Bolia Design Awards zum Leben erweckt. Heute sind sie elementare Bestandteile der Kollektionen und des Design-Universums von Bolia. Im Jahr 2022 erhielt Ségolène Pla-Busiris den Jurypreis für ihren Beistelltisch Fragment, Sara Ullvetter Norman den Publikumspreis für den Stuhl Dune und das Duo Fischer & Mordrelle den Kreislaufpreis für den Hocker Moon.

Auch in diesem Jahr stehen Kreativität und Nachhaltigkeit im Mittelpunkt der Awards. Die in Kürze bekannt gegebene Fachjury erwartet Emotionen und sucht nach neuen Klassikern, zukünftigen Designlegenden und Entwürfen, die Ästhetik und Funktionalität für ein inspirierendes und angenehmeres Leben vereinen. Dabei legt sie ein besonderes Augenmerk auf natürliche und nachhaltige Materialien sowie eine sorgfältige Verarbeitung und die Liebe zum Detail.

Der erste Preis ist mit 7.000 Euro dotiert. Für den mit 3.500 Euro ausgelobten Publikumspreis wählt die Jury acht Finalist:innen aus, für die die Öffentlichkeit daraufhin auf der Website von Bolia abstimmen kann. Der Kreislaufpreis, mit der gleichen Dotierung versehen wie der Publikumspreis, zeichnet darüber hinaus ein Design aus, das bis ins letzte Detail durch seinen kreislauforientierten und nachhaltigen Ansatz geprägt ist.

Bis zum einschließlich 1. Mai 2023 haben die Teilnehmer:innen die Möglichkeit, bis zu drei verschiedene Entwürfe einzureichen. Sämtliche Vorschläge müssen in Form von Zeichnungen, Skizzen oder 3D-Modellen (auch andere Formen sind möglich) präsentiert und von einem Text begleitet werden, der die Ideenfindung, das Designkonzept sowie die Wahl der Materialien erläutert.

Die Bekanntgabe der drei Gewinner:innen erfolgt im Juni. Sämtliche Finalisten werden während der „3daysofdesign“ im neuen Bolia-Showroom in Holmen, Kopenhagen, präsentiert.