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Autor: Möbelfertigung

Top-Werte bei Umsatz und Ergebnis

Die Homag Group erreichte beim Auftragseingang nach vorläufigen Zahlen mit 1.706 Mio. Euro das Rekordniveau des Vorjahres (1.713 Mio. Euro). „Damit blicken wir auf das zweite Jahr in Folge mit einem außerordentlich hohen Auftragseingang zurück“, betonte der Vorstandsvorsitzende Dr. Daniel Schmitt. „Wir liegen hier fast 30 Prozent über früheren Rekordwerten.“ Eine besonders hohe Nachfrage verzeichnete die Homag Group im Geschäftsjahr 2022 in Nordamerika mit einem Plus von rund 45 Prozent. Der Auftragsbestand stieg zum 31. Dezember 2022 auf 1.102 Mio. Euro (31.12.2021: 996 Mio. Euro).

Ein Umsatzwachstum von 17 Prozent auf 1.602 Mio. Euro (Vorjahr: 1.366 Mio. Euro) bedeutet einen neuen Rekordwert in der Unternehmensgeschichte. Das EBIT vor Sondereffekten erhöhte sich um 36 Prozent auf 124,8 Mio. Euro (Vorjahr: 92,0 Mio. Euro) und befindet sich damit trotz der schwierigen Lieferkettensituation und der hohen Materialpreise ebenfalls auf einem historischen Höchststand. Die Steigerung des Ergebnisses führt Dr. Daniel Schmitt insbesondere auf die hohe Auslastung zurück sowie auf die Effizienzsteigerungen der letzten Jahre und ein wachsendes Servicegeschäft. Zum 31. Dezember 2022 hat sich die Beschäftigtenzahl im Zuge des Wachstums auf 7.525 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (31.12.2021: 7.164) erhöht.

„Im Bereich der Möbelproduktion war die Nachfrage im ersten Halbjahr nochmals außergewöhnlich hoch und hat sich anschließend wie erwartet verringert“, fasste Dr. Schmitt den Verlauf des Geschäftsjahres zusammen. „Unverändert positiv entwickelt sich das Geschäft mit Produktionsanlagen für klimafreundliche Holzhäuser, dessen Umsatzanteil sich auf knapp 15 Prozent erhöht hat.“

Gerade im Bereich Holzbau sieht die HOMAG Group weiterhin gute Wachstumsperspektiven, vor allem wegen des Trends zum nachhaltigen Bauen. Zu den Perspektiven für 2023 sagte Dr. Daniel Schmitt: „Aufgrund der Nachfrageabkühlung im Möbelbereich rechnen wir nach den beiden herausragenden Vorjahren mit einer Normalisierung des Auftragseingangs im laufenden Geschäftsjahr.“ Bei Umsatz und Gewinn erwartet der Homag-Chef eine Fortsetzung der positiven Entwicklung: „Wir verfügen über einen hohen Auftragsbestand. Auf dieser Basis wollen wir bei Umsatz und Ergebnis im Jahr 2023 weiter zulegen.“

Erfolgreiches Jahr für Möbel- und Küchenhandel

Der Möbelhandel kann auf ein erfolgreiches Jahr 2022 zurückblicken. Polstermöbel lösen den Büro- und Küchenmarkt als Wachstumstreiber ab, der Matratzenbereich muss geringfügige Verluste hinnehmen.

Die Ergebnisse im einzelnen: Der Möbel-, Küchen- und Einrichtungsfachhandel hat im Jahr 2022 den Umsatz des Vorjahres um rund acht Prozent übertroffen und wird aller Voraussicht nach mit rund 35,3 Mrd. Euro Jahresbruttoumsatz auf hohem Niveau bleiben. Dies ergibt sich aus Hochrechnungen auf Basis der ersten zehn Monate 2022 nach Werten des BVDM in Abstimmung mit dem IFH Köln. Zum Vergleich: 2019 lag der Umsatz bei 30,34 Mrd. Euro. Für das erste Halbjahr 2023 erwartet der Handelsverband Möbel und Küchen (BVDM) eine stabile Nachfrage.

Die Umsatzentwicklung zeigte sich 2022 in fast allen Hauptwarengruppen – bis auf Matratzen – äußerst positiv. Stärkster Wachstumstreiber mit einem Umsatzplus von 14 Prozent gegenüber dem Vorjahr waren die Polstermöbel. Der Küchenhandel schließt das vergangenen Jahr mit einem Wachstum von rund acht Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum ab, bei Büromöbeln konnte der Umsatz um sechs Prozent gesteigert werden. Im Bereich der Garten- und sonstige Wohnmöbel gab es im letzten Jahr eine Trendwende: War dieser Bereich noch 2021 rückläufig, so konnte im letzten Jahr ein Zuwachs von acht Prozent verzeichnet werden. Dem gegenüber stehen Umsatzeinbußen von rund fünf Prozent bei der Hauptwarengruppe Matratzen.

Der Möbel- und Küchenhandel profitierte dabei erneut vom Homing- und Homeoffice-Trend. Die Menschen legten nach wie vor großen Wert auf Wohnlichkeit und Gemütlichkeit und investierten eher in ein behagliches Zuhause als beispielsweise in den Tourismus. Der Trend zum Homeoffice ist spätestens seit 2022 in unserer Gesellschaft etabliert und ein fester Bestandteil der Arbeitswelt. Dies spiegelte sich auch in der nach wie vor erhöhten Nachfrage für Büromöbel wider. Der Umsatz in diesem Bereich nahm zwar weiterhin um sechs Prozent zu, allerdings nicht mehr so stark wie 2021 (10 Prozent).

Der Trend zu einer steigenden Anzahl an Firmeninsolvenzen hatte sich zum Jahresende 2022 verfestigt. Rasant gestiegene Energiepreise, Rekordinflation und die Konsumzurückhaltung von Verbrauchern zwingen wieder mehr Unternehmen zur Geschäftsaufgabe. Eine Insolvenzwelle sehen Fachleute allerdings nicht.

Christian Haeser, BVDM-Geschäftsführer, betonte während einer Onlinepressekonferenz, dass es schwierig sei, eine Prognose für das laufende Jahr abzugeben. „Es bleibt natürlich abzuwarten, wie lange der Trend zum Homing anhält und wie der Ukraine-Krieg sich weiterhin auf die Weltwirtschaft auswirkt. Darüber hinaus ist es sehr wahrscheinlich, dass nach den Entbehrungen der letzten drei Jahre die Tourismusbranche wesentlich höhere Umsätze erzielen wird, welche zumindest in den letzten Jahren zum Teil in die Home- und Livingbranche geflossen sind.

Es ist anzunehmen, dass generell die Nachfrage nach mittel- und hochpreisigen Qualitätsprodukten stabiler als nach günstigen Produkten bleibt. Die Käufe werden von den Verbrauchern allerdings nicht mehr impulsiv, sondern eher besonnen und überlegt getätigt. Letztlich entscheidend für die Konjunkturentwicklung ist das Kaufverhalten der Verbraucher. Der private Konsum steuert laut Statistischem Bundesamt mehr als 50 Prozent zum Bruttoinlandsprodukt bei. Die Stimmung ist aktuell schlechter als die Lage!“ Haeser benannte drei Herausforderungen: 1. Nachhaltigkeit und Reuse. 2. Kreislaufwirtschaft – Recycling und Recover. 3. Möbelprodukte im Sinne der Kreislaufwirtschaft entwerfen.

Abschließend brachte Christian Haeser seine Freude zum Ausdruck, dass vom 4. bis 7. Juni die „Imm Spring Edition“ in Köln stattfinden wird und vom BVDM unterstützt werde.

Alle Systeme laufen wieder

Die Bestell- und Lieferfähigkeit ist bei Häfele wiederhergestellt: Seit dieser Woche können Häfele-Partner zumindest aus elf Bundesländern ihre Bestellungen in einem ersten Schritt wieder telefonisch und per E-Mail tätigen. Die für den Bestell- und Lieferprozess erforderlichen Systeme sind eingerichtet und die Auslieferung der Ware aus dem Versandzentrum Hannover hat begonnen. Auch die Produktion in den Werken der Häfele Gruppe ist erneut angelaufen. Die Annahme und Auslieferung von Bestellungen aus den restlichen Bundesländern, die dem Versandzentrum Nagold zugeordnet sind, wird zeitnah nachgezogen. Dies meldet Häfele heute nach der durch den Cyberangriff ausgelösten über zwei Wochen andauernden Pause.

Bereits am Montag hat die Auslieferung erster offener Bestellungen, die vor dem 2. Februar eingegangen waren, deutschlandweit begonnen. „Dass nun wieder die ersten Paletten und Kartons unser Versandzentrum verlassen, ist ein tolles Gefühl für alle Beteiligten. Die enormen Anstrengungen der letzten Wochen haben sich gelohnt. Wir sind sehr froh, unseren Partnern wieder zur Verfügung zu stehen“, so CEO Gregor Riekena. „Der Hochlauf erfolgt schrittweise, um größtmögliche Stabilität zu gewährleisten. Für die temporären Einschränkungen bitten wir um Verständnis.“

Als eine der Konsequenzen aus dem Cyberangriff hat Häfele die Entscheidung getroffen, intensiv zu investieren und eine komplett neue IT-Sicherheitsarchitektur aufzubauen. Diese erstreckt sich über alle Komponenten der Systemlandschaft: von komplett neuen Firewalls zum Schutz der zentralen Datenbanken, über stark gesicherte und gekapselte Netzwerke zur kontrollierten Durchleitung der globalen Datenströme, bis hin zu neuesten Virenschutzprogrammen für die gesamten Endgeräte wie Laptops, Scanner etc.

Gregor Riekena: „Das Thema Cyber-Security hatte bei uns bereits einen hohen Stellenwert. Zugleich zeigt sich, dass niemand zu 100 Prozent vor solch krimineller Energie geschützt ist. Mit dem Ziel, künftige IT-Risiken zu minimieren, verstärken wir unsere Sicherheitsvorkehrungen nun nochmals und nutzen dafür jeweils die beste am Markt verfügbare Technologie.“

VDM

Höhere Preise sorgten 2022 für ein Umsatzplus

Im vergangenen Jahr hat die deutsche Möbelindustrie ihren Umsatz laut amtlicher Statistik um knapp sieben Prozent auf rund 18,8 Mrd. Euro gesteigert. Ausschlaggebend waren dabei die Preisanpassungen, die aufgrund der Erhöhung der Material- und Energiekosten notwendig wurden. Effektiv bedeutet das einen Mengenrückgang, den VDM-Geschäftsführer Jan Kurth während einer Onlinepressekonferenz mit zwei bis drei Prozent bezifferte, was je nach Segment jedoch sehr unterschiedlich sei. Der Inlandsumsatz zog um 5,4 Prozent an. Im Ausland erzielten die Möbelproduzenten ein kräftiges Umsatzwachstum von 9,8 Prozent. Die Exportquote kletterte auf stolze 33,2 Prozent, was einer Verdopplung im Vergleich zum Jahr 2000 bedeutet. Für das laufende Jahr rechnet die Branche mit einem Umsatz auf Vorjahresniveau und geht damit erneut von einem Mengenrückgang aus.

„Die deutschen Möbelhersteller befinden sich weiter in einem schwierigen Marktumfeld, auch wenn die Lage nicht mehr ganz so pessimistisch eingeschätzt wird wie noch im Herbst“, berichtete Elmar Duffner, Präsident des Verbands der Deutschen Möbelindustrie (VDM), bei einer Online-Pressekonferenz zur Lage der Branche. Neben der Kaufzurückhaltung der Verbraucher setzten insbesondere die gestiegenen Material- und Energiekosten die Möbelproduzenten stark unter Druck. Die für die Industrie existenziell wichtige Weitergabe der Kostensteigerungen in der Wertschöpfungskette sei bisher nur in Teilen gelungen. „Der Kostendruck bleibt auch in diesem Jahr weiterhin hoch“, stellte Duffner fest.

Nach dem Stimmungstief im Herbst habe sich das Klima in der Möbelindustrie mittlerweile wieder etwas aufgehellt, berichtete der Verbandspräsident weiter. Die staatlichen Preisbremsen für Gas und Strom hätten zu einer gewissen Beruhigung im Markt beigetragen. Zudem scheine die Inflation den Zenit überschritten zu haben. Laut Ifo-Institut zeigte sich die Möbelindustrie zum Start in das Jahr 2023 wieder zuversichtlicher. Eine Entspannung stellt die Branche bei der Materialbeschaffung fest. „Die meisten Vorprodukte sind inzwischen wieder stabil verfügbar, unsere Lieferzeiten bewegen sich größtenteils im regulären Rahmen“, sagte Duffner.

Für das laufende Jahr prognostizierte Jan Kurth, Geschäftsführer der Verbände der deutschen Möbelindustrie (VDM/VHK), für die Branche einen Umsatz auf Vorjahresniveau. Im ersten Halbjahr sei mit einer gedämpften Marktentwicklung zu rechnen. Für das zweite Halbjahr werde eine allmähliche wirtschaftliche Erholung erwartet, da die Unsicherheit der Verbraucher abnehmen und sich die Entspannung an den Energiemärkten bemerkbar machen werde. „Wir sind zuversichtlich, dass das Thema Einrichten weiter hohe Priorität genießt“, sagte Kurth. Von den einzelnen Segmenten der deutschen Möbelindustrie erwies sich im vergangenen Jahr die Küchenmöbelindustrie mit einem Umsatzplus von 9,5 Prozent auf rund 6,2 Mrd. Euro abermals als wichtiger Wachstumsmotor. Die Hersteller von Polstermöbeln konnten ihren Umsatz um 6,6 Prozent auf rund 1,1 Mrd. steigern. Auch die Umsatzentwicklung beim größten Segment der Möbelindustrie – den sonstigen Möbeln (darunter Wohn-, Ess- und Schlafzimmermöbel) sowie Möbelteilen – fiel mit plus 8 Prozent auf 6,4 Mrd. Euro positiver aus als im Branchendurchschnitt. Die Büromöbelindustrie registrierte mit einem Umsatz von rund 2,2 Mrd. Euro ein Wachstum von 8,4 Prozent. Die Hersteller von Laden- und sonstigen Objektmöbeln lagen um 6,3 Prozent über dem Vorjahreswert und erzielten einen Umsatz von rund 2,2 Mrd. Euro. Das kleinste Segment der Branche – die Matratzenindustrie – vermeldete dagegen ein deutliches Umsatzminus in Höhe von 23 Prozent auf rund 600 Millionen Euro. Dieser Rückgang ist eher auf statistische Effekte als auf einen substanziellen Nachfrageeinbruch zurückzuführen.

In den meisten europäischen Ländern konnten die deutschen Möbelhersteller ihren Absatz vor dem Hintergrund der Überwindung der negativen wirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Krise deutlich ausbauen. Besonders erfreulich sind die Steigerungen der Möbelausfuhren in die Niederlande (plus 10,3 Prozent), in die Schweiz (plus 7,3 Prozent) und in das Vereinigte Königreich (plus 6,9 Prozent). Der britische Markt erlebte nach der Unterzeichnung des Handelsabkommens mit der EU ein fulminantes Comeback und entwickelte sich zum fünftwichtigsten Exportmarkt für heimische Möbelhersteller. Frankreich belegt nach wie vor Platz eins im Ranking der wichtigsten Exportmärkte mit einem leichten Minus von 3,4 Prozent. Die Exportmärkte außerhalb Europas entwickelten sich uneinheitlich. Die deutschen Möbelexporte in die Vereinigten Staaten legten um 10,7 Prozent zu. Die USA sind weiterhin der mit Abstand wichtigste Absatzmarkt für Möbel „Made in Germany“ außerhalb Europas, Nordamerika steht daher seit Jahren im Zentrum der Exportaktivitäten der Branche. Zwölf deutsche Aussteller präsentierten sich vor drei Wochen im Rahmen des vom VDM in Zusammenarbeit mit der Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche (AMK) und der Leipziger Messe organisierten deutschen Gemeinschaftsstandes auf der KBIS in Las Vegas, der wichtigsten nordamerikanischen Fachmesse für Küche und Bad. Rückläufig entwickelten sich dagegen die Möbelausfuhren nach China infolge der strengen Null-Covid-Strategie der chinesischen Regierung (minus 5,4 Prozent).

Villeroy & Boch

Preislisten-App als Service-Tool für den Handel

Egal, ob bei der Lagerbestellung oder in der Kundenberatung – mit der neuen Preislisten-App von Villeroy & Boch sind die aktuellen Preise und ausführliche Produktinformationen zum gesamten Dining & Lifestyle-Sortiment ganz einfach via PC, Laptop, Smartphone oder Tablet direkt zu Hand. Clevere Filterfunktionen, etwa nach Design, Farbe oder Material, helfen bei der Produktsuche und -auswahl. Ein weiterer Vorteil: Die App empfiehlt zu der getroffenen Auswahl passende Produkte, teilweise in ansprechenden Milieu-Bildern, die gleich im Gespräch den Kund:innen gezeigt werden können – als Inspiration und Anreiz für zusätzliche Käufe.

Dank der neuen Preislisten-App, die Villeroy & Boch seinen Partnern kostenlos zur Verfügung stellt, gehört auch das aufwändige Heraussuchen von Bestellnummern aus gedruckten Listen der Vergangenheit an. Mit der „digitalen Einkaufstüte” sind nicht nur Kundenwünsche bequem und schnell zusammengestellt, sie vereinfacht auch den Kaufabschluss an der Kasse. Sie kann auch als Wunschliste in Form eines PDF-Dokuments bei Bedarf an die Kund:innen weitergeleitet werden.

Die Preislisten-App ist immer auf dem neuesten Stand, denn sie kann jederzeit upgedatet werden. Da die Informationen bereits nach der ersten Installation gespeichert sind, funktioniert die App auch ohne Internetverbindung im Offline-Modus. Und: Als papierlose Alternative zur gedruckten Preisliste schont die Preislisten-App Ressourcen.

Tritt Nachhaltigkeitsabkommen Thüringen bei und leistet Beitrag zur nachhaltigen Entwicklung des Wirtschaftsstandorts

Koehler Paper, ein Unternehmen der Koehler-Gruppe, kann auf eine über 210-jährige Firmengeschichte zurückblicken und zählt mit rund einer Mrd. Euro Umsatz zu den wenigen unabhängigen deutschen Familienunternehmen in der Papierindustrie. Entsprechend langfristig und nachhaltig sind auch die unternehmerischen Entscheidungen, die getroffen werden. Ein weiterer Schritt, um die visionären Nachhaltigkeitsziele des Unternehmens zu erreichen ist der Beitritt zum Nachhaltigkeitsabkommen Thüringen, einem Bündnis zwischen der Thüringer Landesregierung und Unternehmen des Landes.

Als Visionär beim Klimaschutz hat sich Koehler Paper das Ziel gesetzt, seine Treibhausgasemissionen bis 2030 um mindestens 80 Prozent gegenüber dem Basisjahr 2020 zu reduzieren. Das entspricht ca. 360.000 Tonnen CO₂ pro Jahr. Um diese ehrgeizigen Ziele zu erreichen, wurden bereits umfangreiche Maßnahmen angestoßen. Beispielsweise stellt Koehler Paper sein Heizkraftwerk am Standort Greiz vollständig von Braunkohle auf Holzfeinfraktion um. Mit einer Inbetriebnahme des umgebauten Kraftwerks wird in den kommenden Wochen gerechnet. Durch die Umstellung können am Standort Greiz mehr als 24.000 Tonnen CO₂-Emissionen pro Jahr eingespart werden. In die nachhaltige Ausrichtung des thüringischen Standorts hat die Koehler-Gruppe rund 7,6 Mio. Euro investiert. Das ist nur ein Beispiel aus einem umfangreichen Maßnahmenkatalog zur Dekarbonisierung der Koehler-Gruppe.

Ein weiterer Schritt, um die visionären Ziele zu erreichen ist der Beitritt zum Nachhaltigkeitsabkommen Thüringen, einem Bündnis zwischen der Thüringer Landesregierung und Unternehmen des Landes. Es führt Politik, Verwaltung und Wirtschaft insbesondere zu den Themen Klima- und Umweltschutz, Ressourcenschonung, Energieeffizienz und soziale Nachhaltigkeit zusammen. Koehler erhofft sich von dem Netzwerk für nachhaltiges Wirtschaften die gegenseitige Unterstützung der Partner bei der Erreichung der politischen und unternehmerischen Klimaschutzziele.

Die Kunst des Papiermachens gehört seit über 400 Jahren zu Greiz. Koehler macht diese Tradition durch Innovationen und eine nachhaltige Ausrichtung zukunftsfähig. Mittlerweile werden hochwertige Verpackungslösungen aus den Premium-Recyclingpapieren von Koehler Paper hergestellt, die am Standort in Thüringen produziert werden. Die Papiere aus 100 Prozent Sekundärfaserstoffen überzeugen dabei nicht nur mit dem Umweltzeichen „Blauer Engel“ oder dem EU Ecolabel, sondern vor allen Dingen mit ihrer Qualität, der natürlichen Haptik und den brillanten Farben.

Der Markt und die Konsumenten fordern zunehmend nachhaltige Verpackungslösungen. Dadurch hat sich in den vergangenen Jahren das Produktsortiment bei Koehler Paper kontinuierlich erweitert. „Wir verstehen uns als Technologietreiber. Laufend sind wir auf der Suche nach alternativen Rohstoffen und sinnvollen Ressourcen, die bei der Papierherstellung zum Einsatz kommen können“, sagt Udo Hollbach, Geschäftsführer von Koehler Paper am Standort Greiz. „Die Silphie-Faser in Kombination mit Altpapier ist eine weitere sinnvolle Lösung, um die Kreislaufwirtschaft bei beispielsweise Verpackungen voranzutreiben“, ergänzt Hollbach.

„Internationale Möbeltage Dresden“ 2023

Expertenwissen im Maschinenservice nutzbar machen – bevor es verloren geht

Sina Kämmerling ist Mitgründerin und CEO von Findiq, einem jungen Software-Unternehmen aus der Mittelstandsregion Ostwestfalen-Lippe – und hat sich zur Aufgabe gemacht, Expertenwissen zu sichern, bevor beispielsweise erfahrene Mitarbeiter von Maschinenbauunternehmen in den Ruhestand gehen. Was genau „ihre Mission“ und die des jungen Unternehmens ist, erklärt Sina Kämmerling bei den 14. „Internationalen Möbeltage Dresden“ am 22. und 23. März. Dort spricht sie über die Bedeutung von Wissenstransfer für die zukünftige Verfügbarkeit von Produktionen, warum es dabei mehr um Menschen geht, als um Maschinen und wie er rechtzeitig gelingt. Und was genau das Ganze ganz konkret mit dem Servicegeschäft und der Maschinenwartung zu tun hat.

Dabei sein, wenn sich Forschung und Industrie auf Augenhöhe treffen und Einblick nehmen in aktuelle Forschungsprojekte: Denn das gibt es bei keiner anderen Veranstaltung in dieser Qualität und dichte. Netzwerken Sie während der Veranstaltung im Tagungszentrum der Dreikönigskirche in Dresden oder beim Networking Dinner in den Wenzel Prager Bierstuben Dresden mit Sina Kämmerling, Gerald Koch (Thünen-Institut), Erwin Friedl (TH Rosenheim), Harald Klüh (Grass), Uwe Bodenschatz (Angewandte Kunst Schneeberg), Florian Fischer (Jowat), Sebastian Siwek (TU Dresden), Dr. Lars Maritzen (Kleiner Rechtsanwälte), Werner Herrmann (Berater für digitale Prozessoptimierung) sowie anderen Referenten und Teilnehmern: https://www.moebeltage.de
Das komplette Programm lässt sich auf der Veranstaltungshomepage ebenfalls ansehen.

Über individuelle Sponsoring-Möglichkeiten oder Company-Tickets informiert Sie Nicole Pornhagen, nicole.pornhagen@vincentz.net, +49 40 632018-81

Zukunftsweisende Impulse zu Digitalisierung und Nachhaltigkeit

Wie kann Digitalisierung Unternehmen resilienter machen, vor allem wenn die Zeiten schwieriger werden? Wie antworten Forschung und Entwicklung auf die neuen Anforderungen nach nachhaltigen Materialien und Prozessen? Zukunftsweisende Impulse zum aktuellen Strukturwandel bündelte das Furniture Future Forum, das am 16. Februar auf Einladung von Geschäftsführerin Katrin de Louw (Trendfilter) in Bünde stattfand.

Die „Evolution der Möbeloberfläche“ war zum Beispiel das Thema von Schattdecor: Der Spezialist für Dekorpapier und Finishfolien hat jetzt thermoplastische Substrate mit recycelten PET-Anteilen mit der Firma Finedecor entwickelt. Laut Stefan Lorscheider (Leiter Koordination Lackierung) und Julian Schulz (Vertriebsleiter Folie) wurde Nachhaltigkeit zur zentralen Aufgabe im Unternehmen und einmal mehr habe sich hier Ikea als Innovationstreiber der Branche gezeigt.

Spektakulär war zudem die Vorstellung von Michael Daubner, Geschäftsführer der wd3 GmbH, der von seinen Erfahrungen mit Pilzmycel als Roh- und Werkstoff berichtete. Die Pilzbiotechnologie eröffnet Möglichkeiten, erdölbasierte Produkte durch neue, natürliche Pilz-Pflanzen-Kompositstoffe zu ersetzen und nach Ende der Nutzungsdauer durch Kompostierung abzubauen. Einsetzbar ist diese beispielsweise für das Möbelkonzept „Xbrick grown“, das auf leichten, dennoch belastbaren und multifunktionalen Bausteinen basiert.

Die Kreislaufwirtschaft ist für Sonae Arauco längst gelebte Realität: Schon in den 1990er Jahren beschäftigte sich der Konzern mit der Wiederaufbereitung von Möbeln und Spanplatten. 2021 wurden 800.000 t recyceltes Holz verwendet. Die größte technische Herausforderung aktuell: Die Rückführung von MDF-Faserplatten in den Produktkreislauf. Dazu ist aber auch die Kommunikation zum Endgebraucher gefordert, um eine Green Awareness als Kontrastprogramm zur grassierenden „Rabattitis“ zu erreichen, wie Christian Blecke (Senior Product Developer) und Simon Drath (Communication Manager) betonten.

Die durchgängige Datenkommunikation über den gesamten Produktlebenszyklus sehen hingegen Dr.-Ing. Olaf Plümer und Anika Degenhard vom Daten Competence Center (DCC) als essenzielle Aufgabe der gesamten Branche. Auslöser ist nicht zuletzt die künftige Umsetzung der ESPR-Verordnung im Rahmen der angestrebten Circular Economy auf EU-Ebene und die Einführung digitaler Produktpässe. Die in der Möbelbranche standardisierten IDM-Formate, die längst international zum Einsatz kommen, werden indes kontinuierlich weiterentwickelt, um z.B. im Bereich Beanstandungsmanagement Prozesse zu vereinfachen.

Einen kompetenten Überblick über wichtige Handlungsfelder gaben schließlich Andreas Klein und Christian Kürpick vom Digital Transformation Office des Fraunhofer-Institut für Entwurfstechnik Mechatronik. Die Durchgängigkeit von Daten entlang der Lieferkette und Customer Journey zählen für die beiden Experten dabei ebenso wie die Vermeidung von CO2-Emissionen, bei der Digitalisierung als Hilfsmittel zur Nachhaltigkeit relevant wird.

Im Furniture Future Forum sind rund 15 Netzwerkpartner vorzugsweise aus der Zulieferbranche organisiert (u.a. Continental, Hera, Schattdecor und Linak), um Zukunftsthemen im Austausch voranzutreiben. Das nächste Treffen findet am 15. Juni zu den Schwerpunkten „Future Work“ und „Silver Society“ statt.

Fischer

Knackt erstmals die Umsatzmilliarde

Die Unternehmensgruppe fischer schloss das Geschäftsjahr 2022 erstmals in der Firmengeschichte mit über einer Milliarde Euro Umsatz sehr erfolgreich ab. Mit einem Bruttoumsatz von 1,14 Mrd. Euro übertraf das Familienunternehmen aus Waldachtal im Nordschwarzwald den sehr guten Vorjahreswert um 14,7 Prozent. Zugleich machte sich das Unternehmen mit seiner Wachstumsstrategie weiter unabhängig von den weltweiten negativen Einflüssen, etwa durch den Angriffskrieg Russlands auf die Ukraine, die Rezession, die gestiegene Inflation, die hohen Energiepreise oder die Corona-Krise.